DE102004005640B4 - Knopfübergabe in die Knopfklammer einer Knopfannähmaschine - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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Abstract
Einrichtung
zum automatischen Zuführen
der Knöpfe
an die Knopfklammer einer Knopfannähmaschine, aufweisend einen über eine
Zuführrutsche
mit einer Knopfausrichtstation verbundenen Knopfbehälter, und
eine Knopfübergabeeinrichtung
mit einem von der Knopfausrichtstation zur Aufnahmestellung der
Knopfklammer bewegbaren Schwenkarm für die Knöpfe, dadurch gekennzeichnet,
daß die
Bewegung des Schwenkarmes (4) von der Knopfausrichtstation zur Aufnahmestellung
der Knopfklammer (2) in mindestens zwei Teilschritte (S1, S2) unterteilt
ist, und zwischen den beiden Teilschritten (S1, S2) im Bereich der
Aufnahmestellung der Knopfklammer (2) eine Wartestellung für den Schwenkarm
(4) vorgesehen ist, wobei der erste Teilschritt (S1) des Schwenkarmes
(4) während
des Annähens
eines ersten Knopfes und der zweite Teilschritt (S2) nach der Beendigung
des Annähens dieses
Knopfes erfolgt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe an die Knopfklammer einer Knopfannähmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
- Die
DE 1 660 947 offenbart eine Einrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe an die Knopfklammer einer Knopfannähmaschine, wobei die zu bevorratenden Knöpfe in einem als Vibrationsbehälter ausgebildeten Knopfbehälter aufgenommen sind und über eine Rutsche einer Verteilerzange zuführbar sind. Oberhalb der Verteilerzange ist eine Knopfausrichtstation vorgesehen, in der die Knöpfe in Bezug auf die Lage ihrer Durchstechlöcher für die Nadel der Knopfannähmaschine ausgerichtet und sodann mittels einer Knopfübergabeeinrichtung von der Knopfausrichtstation in die Aufnahmestellung der Knopfklammer der Knopfannähmaschine überführt werden. Hierzu weist die Knopfübergabeeinrichtung einen den jeweiligen Knopf übernehmenden Schwenkarm auf, der sich, nachdem der an das Nähgut angenähte Knopf die Knopfklammer verlassen hat, von der Knopfausrichtstation in Richtung des Pfeiles A (1 ) zur Aufnahmestellung der Knopfklammer bewegt, um dann zur Übergabe des Knopfes an die Knopfklammer eine in Richtung des nach abwärts weisenden Pfeiles B gerichtete Bewegung auszuführen. Anschließend bewegt sich der Schwenkarm in Richtung des Pfeiles C zur Knopfausrichtstation, um sich dann in Richtung des Pfeiles D wieder nach aufwärts zu bewegen und den nächstfolgenden Knopf zu übernehmen. - Bei der Einrichtung nach der
DE 1 660 947 können zwar die Bereitstellung des jeweils nächsten Knopfes in der Verteilerzange und dessen Ausrichtung während des Annähens des jeweils vorangehenden Knopfes erfolgen, die Bewegung des jeweils folgenden Knopfes von der Knopfausrichtstation zur Knopfklammer und dessen Übergabe an die Knopfklammer erfolgen aber erst dann, wenn der jeweils angenähte Knopf zusammen mit dem Nähgut den Bereich der Knopfklammer verlassen hat. Dies führt zu einer Stillstandszeit der Knopfannähmaschine, die insbesondere dadurch, daß die reine Nähzeit aufgrund der im allgemeinen geringen Anzahl der Befestigungsstiche relativ gering ist, zu einer erheblichen Erhöhung der Taktzeit der Knopfannähmaschine. - Hier läßt sich durch die Maßnahme, die Knopfausrichtstation möglichst nahe der Aufnahmestellung der Knopfklammer anzuordnen zwar eine gewisse Reduzierung der Stillstandszeit erreichen, jedoch sind dieser im Hinblick darauf, daß die Knopfausrichtstation das freie Bewegen und Positionieren des Nähgutes nicht behindern darf, relativ enge Grenzen gesetzt.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Stillstandszeit der Knopfannähmaschine über die vorbeschriebene Maßnahme hinaus zu reduzieren.
- Diese Aufgabe wird ausgehend von einer gattungsgemäßen Knopfannähmaschine durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst. - Durch die erfindungsgemäße Lehre, die Bewegung des Schwenkarmes von der Knopfausrichtstation zur Aufnahmestellung der Knopfklammer in mindestens zwei Teilschritte (S1, S2) zu unterteilen, und zwischen den beiden Teilschritten (S1, S2) im Bereich der Aufnahmestellung der Knopfklammer eine Wartestellung für den Schwenkarm vorzusehen, wobei dessen erster Teilschritt (S1) während des Annähens eines ersten Knopfes und der zweite Teilschritt (S2) nach der Beendigung des Annähens dieses Knopfes erfolgt, wird erreicht, daß der zeitlich wesentliche Anteil der Bewegung des Schwenkarmes mit dem zuzuführenden Knopf, nämlich die Ausführung des Teilschrittes S1, in die Laufzeit der Knopfannähmaschine zum Annähen eines zuvor zugeführten Knopfes fällt, und der Schwenkarm in der zwischen den beiden Teilschritten vorgesehenen Wartestellung so lange verbleibt, bis der zuvor angenähte Knopf aus der Knopfklammer entnommen ist, d.h. der zweite Teilschritt S2 erfolgt erst dann, wenn durch die Wegführbewegung des Nähgutes sichergestellt ist, daß die Knopfklammer zur Aufnahme des nächsten Knopfes bereit ist.
- Eine in konstruktiver Hinsicht einfache Lösung für die Bewegung des Schwenkarmes kann dadurch erreicht werden, daß dieser mittels eines ersten Antriebselementes von der Knopfausrichtstation zur Aufnahmestellung der Knopfklammer bewegbar ist, und zur Unterteilung seiner Bewegung in die beiden Teilschritte (S1, S2) ein mittels eines zweiten Antriebsmittels in seine Bewegungsbahn bringbarer Anschlag vorgesehen ist. Hierbei bietet sich die Möglichkeit, die Freigabe der Bewegung des Schwenkarmes für dessen zweiten Teilschritt (S2) in unmittelbarer in Abhängigkeit vom Erreichen der Aufnahmestellung der Knopfklammer für den nächst folgenden Arbeitszyklus zu steuern.
- Zur Reduzierung der Ansprechzeit des ersten Antriebsmittels zur Durchführung des zweiten Teilschrittes (S2) ist es vorteilhaft, wenn dieses Antriebselement von einem Druckluftzylinder gebildet ist, dessen Beaufschlagung bei sich in der Wartestellung befindlichem Schwenkarm aufrecht erhalten bleibt.
- Weitere Einzelheiten und Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles derselben.
- Es zeigt:
-
1 eine Ansicht von oben auf die Knopfklammer mit der Knopfübergabeeinrichtung in den verschiedenen Positionen -
2 eine Ansicht auf die Knopfannähmaschine mit Knopfausrichtstation, Knopfübergabeeinrichtung, Knopfklammer, Stielbildefinger und Antrieb der Knopfübergabeeinrichtung. -
3 eine Ansicht auf den Antriebsmechanismus für die Bewegung der Knopfübergabeeinrichtung. - Die teilweise dargestellte Knopfannähmaschine
1 ist mit einer automatischen Knopfzuführeinrichtung ausgestattet wie inDE 16 60 947 beschrieben. Die Knopfzuführeinrichtung besteht aus einem hier nicht dargestellten Knopfbehälter, einem Knopfzuführkanal und einer Knopfausrichtstation6 . - Die Knopfannähmaschine ist auf übliche Weise mit einer Knopfklammer
2 ausgestattet, die zur Aufnahme des anzunähenden Knopfes15 zwei Knopfhaltebacken3 trägt. Ein Schwenkarm der Knopfübergabeeinrichtung4 ist an einer im Kopf der Knopfannähmaschine1 gelagerten rotatorisch schwenkbaren und axial verschiebbaren Schwenkwelle5 befestigt. Auf die Schwenkwelle5 wirkt axial nach oben gerichtet eine Feder14 . Am oberen Ende der Schwenkwelle5 ist ein Hebel10 angebracht. Ein Antrieb für die Schwenkbewegung des Schwenkarms der Knopfübergabeeinrichtung4 besteht aus einem doppelt wirkenden Druckluftzylinder9 der mit einem Schwenkkopf am Hebel10 angreift. Der Druckluftzylinder9 ist schwenkbar auf dem Gehäuse der Knopfannähmaschine befestigt. Ein Antrieb für die Axialbewegung der Schwenkwelle5 besteht aus einem Druckluftzylinder13 der auf das obere Ende der Schwenkwelle5 axial nach unten gerichtet wirkt. - Ein Anschlag
11 ist auf der Kolbenstange des Druckluftzylinders12 befestigt. Der Druckluftzylinder12 ist mit dem Druckluftzylinder9 verschraubt. - Ein Stielbildefinger
7 ist an der Kolbenstange eines Druckluftzylinders8 befestigt und kann axial in Längsrichtung der Knopfannähmaschine1 bewegt werden. - Funktionsweise:
- Während ein Knopf
15a , der zwischen den Knopfhaltebacken3 der Knopfklammer2 gehalten ist, angenäht wird, wird durch einen Zuführkanal ein nächster Knopf15b in die Ausrichtstation6 gebracht und dort über einen rotatorisch angetriebenen Drehstempel gedreht, bis die Positionszapfen des Schwenkarms der Knopfübergabeeinrichtung4 durch die von der Feder14 aufgebrachte Kraft in die Löcher des Knopfes15b einrasten. Der Schwenkarm der Knopfübergabeeinrichtung4 befindet sich dabei in Ausgangsposition A1. Die vordere Kammer des Druckluftzylinders9 wird mit Druckluft beaufschlagt, die Kolbenstange fährt ein und der Schwenkarm der Knopfübergabeeinrichtung4 wird über die Schwenkwelle5 und den Hebel10 rotatorisch geschwenkt. Gleichzeitig wird die Kolbenstange des Druckluftzylinders12 ausgefahren und der Anschlag11 in die vordere Position gebracht. Durch den Anschlag11 wird die Bewegung des Hebels10 und damit des Schwenkarms der Knopfübergabeeinrichtung4 nach zurücklegen des ersten Teilwegs s1 in der 1. Position (Warteposition) A2 gestoppt. - Sobald der Nähvorgang des Knopfes
15a beendet ist, wird der optional vorhandene Stielbildefinger7 durch den Druckluftzylinder8 zurückgezogen, die Knopfhaltebacken3 werden geöffnet, die Knopfklammer2 wird angehoben und das Nähmaterial wird mit dem Knopf15a aus der Knopfklammer2 entnommen. - Während die Bedienperson das Nähmaterial zum Annähen des nächsten Knopfes
15b unter der Knopfklammer positioniert, wird die Kolbenstange des Druckluftzylinders12 eingefahren und damit der Anschlag11 außer Eingriff am Hebel10 gebracht, dadurch setzt der Hebel10 und der Schwenkarm der Knopfübergabeeinrichtung4 durch den immer noch mit Druckluft beaufschlagten Druckluftzylinder9 die rotatorische Bewegung um die Schwenkwelle5 fort und der zweite Teilweg s2 bis in die Übergabeposition in die Knopfhaltebacken A3 wird zurückgelegt. Die Knopfhaltebacken3 der Knopfklammer2 werden geschlossen und die Positionszapfen des Schwenkarms der Knopfübergabeeinrichtung4 durch den Antrieb der Hubbewegung des Schwenkarms13 entgegen der Federkraft der Feder14 außer Eingriff mit dem Knopf15b gebracht. Der Schwenkarm der Knopfübergabeeinrichtung4 startet die rotatorische Rückbewegung um die Schwenkwelle5 in die Ausgangsposition A1 des Schwenkarms der Knopfübergabeeinrichtung4 . Die Knopfhalteklammer2 wird abgesenkt, der optional vorhandene Stielbildefinger7 wird in Arbeitsposition gebracht und der Annähvorgang für den Knopf15b startet. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis alle am Nähmaterial vorgesehene Knöpfe angenäht sind. - Positionen des Schwenkarms
- A1
- Ausgangsposition unter der Knopfausrichtstation
- A2
- 1. Position (Warteposition)
- A3
- Übergabeposition in die Knopfhaltebacken
- Teilwege
- s1
- erster Teilweg zwischen A1 und A2
- s2
- zweiter Teilweg zwischen A2 und A3
Claims (5)
- Einrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe an die Knopfklammer einer Knopfannähmaschine, aufweisend einen über eine Zuführrutsche mit einer Knopfausrichtstation verbundenen Knopfbehälter, und eine Knopfübergabeeinrichtung mit einem von der Knopfausrichtstation zur Aufnahmestellung der Knopfklammer bewegbaren Schwenkarm für die Knöpfe, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Schwenkarmes (
4 ) von der Knopfausrichtstation zur Aufnahmestellung der Knopfklammer (2 ) in mindestens zwei Teilschritte (S1, S2) unterteilt ist, und zwischen den beiden Teilschritten (S1, S2) im Bereich der Aufnahmestellung der Knopfklammer (2 ) eine Wartestellung für den Schwenkarm (4 ) vorgesehen ist, wobei der erste Teilschritt (S1) des Schwenkarmes (4 ) während des Annähens eines ersten Knopfes und der zweite Teilschritt (S2) nach der Beendigung des Annähens dieses Knopfes erfolgt. - Einrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe zur Knopfklammer einer Knopfannähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (
4 ) mittels eines ersten Antriebselementes (9 ) von der Knopfausrichtstation zur Aufnahmestellung der Knopfklammer (2 ) bewegbar ist, und zur Unterteilung seiner Bewegung in die beiden Teilschritte (S1, S2) ein mittels eines zweiten Antriebsmittels (12 ) in seine Bewegungsbahn bringbarer Anschlag (11 ) vorgesehen ist. - Einrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe zur Knopfklammer einer Knopfannähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Antriebselement (
9 ) ein Druckluftzylinder ist, dessen Beaufschlagung bei sich in der Wartestellung befindlichem Schwenkarm (4 ) aufrecht erhalten bleibt. - Einrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe zur Knopfklammer einer Knopfannähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Antriebselement (
12 ) ein doppelseitig beaufschlagbarer Druckluftzylinder ist, dessen kolbenseitige Druckfläche zum Positionieren des Anschlages (11 ) in seiner Anhalteposition beaufschlagbar ist, und dessen kolbenstangenseitige Druckfläche zum Zurückführen des Anschlages (11 ) in seine Ausgangsstellung beaufschlagbar ist. - Einrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe zur Knopfklammer einer Knopfannähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (
11 ) unmittelbar auf der Kolbenstange des Druckluftzylinders des zweiten Antriebselementes (12 ) angeordnet ist.
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|---|---|---|---|
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Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1660947C3 (de) * | 1965-11-30 | 1977-02-10 | Necchi S.P.A., Pavia (Italien) | Vorrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe für Knopfannähmaschinen |
| US5062373A (en) * | 1989-08-31 | 1991-11-05 | Juki Corporation | Button transferring device |
-
2004
- 2004-02-04 DE DE200410005640 patent/DE102004005640B4/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1660947C3 (de) * | 1965-11-30 | 1977-02-10 | Necchi S.P.A., Pavia (Italien) | Vorrichtung zum automatischen Zuführen der Knöpfe für Knopfannähmaschinen |
| US5062373A (en) * | 1989-08-31 | 1991-11-05 | Juki Corporation | Button transferring device |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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