DE1019740B - Anordnung zum Herstellen einiger beliebig waehlbarer Schaltkombinationen und zu deren Schaltung in einem bestimmten Zeitablauf (Programm) - Google Patents
Anordnung zum Herstellen einiger beliebig waehlbarer Schaltkombinationen und zu deren Schaltung in einem bestimmten Zeitablauf (Programm)Info
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Description
DEUTSCHES
Zur Schaltung von Nutzstromkreisen in einem bestimmten Zeitablauf (Programm) kennt man bereits
eine Wählervorrichtung, die als Diagrammvielfachschalter bezeichnet wird. Bei dieser Wählervorrichtung
wird mit Hilfe von Tasten od. dgl. ein Schaltdiagramm eingestellt, und die so vorgewählten Schaltkombinationen
werden mittels einer Schaltuhr programmgemäß durchgeführt. Durch das Schaltdiagramm
ist volle Übersicht gewahrt, und man kann auch mittels der Tasten od. dgl. die Schaltfolgen während
des Betriebes ändern, aber der Aufwand an Einstellmitteln, insbesondere also an Tasten od. dgl., ist
sehr groß. Es kommt noch hinzu, daß Mittel zur Verhinderung von ungewollten Nebenschlüssen vorhanden
sein müssen, was z. B. so gelöst wird, daß jedem Einstellkontakt noch ein Reihenkontakt od. dgl. zugeordnet
ist und diese Reihenkontakte gruppenweise abwechselnd geschlossen werden. Das Schließen und
Öffnen der Kontaktgruppen erfordert wieder umfangreiche Mittel, so daß solche bekannten Vielfachschalter
recht teure Einrichtungen sind. Dasselbe gilt für eine Schaltuhr mit je einer über den ganzen Schaltbereich
der Uhr reichenden Reihe von Einstellkontakten für jeden Nutzstromverbraucher mit getrennten Stromleitungen
zum Anschluß an diese Kontaktreihen. Neben dem großen Aufwand an Einstellkontakten, der
sich mit der Zahl der Nutzstromverbraucher multipliziert, ist es für einen solchen Programmschalter weiter
von sehr großem Nachteil, daß man im Zeitpunkt einer Umschaltung nicht so schnell erfassen kann,
welche Nutzstromkreise zusammen ein- oder ausgeschaltet sind.
Um dem bestehenden Bedürfnis nach einem Programmschalter für zwei bis fünf Nutzstromkreise oder
Gruppen von Nutzstromkreisen abzuhelfen, dient die vorliegende Erfindung. Das Bedürfnis ist aus der
Blickfangreklame der Hausfront- oder Schaufensterwerbung entstanden. Beispielsweise hat man nur
wenige Leucht- oder Einzeleffekte, und diese möchte man in bestimmten wählbaren Kombinationen ein-
und ausschalten. Schaltet man zwei Nutzstromkreise (n = 2) einzeln für sich ein oder beide ein oder beide
aus, so ergibt das 2" = 22 = 4 Kombinationsmöglichkeiten.
Bei η = 3 ergeben sich 8, bei η = 4 ergeben
sich 16 und bei η = 5 ergeben sich 32 Kombinationsmöglichkeiten.
Die Erfindung betrifft nun eine Anordnung zum Herstellen einiger beliebig wählbarer Schaltkombinationen
und zu deren Schaltung in einem bestimmten Zeitablauf.
Zur Einsparung von Tasten usw. und deren Reihenkontakte wird nach der Erfindung bei einer solchen
Anordnung ein Kombinationslinienwähler verwendet mit für η Nutzstromkreise etwa 2" als Kombinations-Anordnung
zum Herstellen einiger
beliebig wählbarer Schaltkombinationen
und zu deren Schaltung in einem
bestimmten Zeitablauf (Programm)
Anmelder:
Dipl.-Ing. Fritz OhIe,
Berlin-Spandau, Kurstr. 16
Berlin-Spandau, Kurstr. 16
Dipl.-Ing. Fritz OhIe, Berlin-Spandau,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
linien dienenden Stromschienen od. dgl. 0 bis abc und
mit Wählgliedern zur Vorwahl der Schaltkombinationen, wobei ein Schaltzeiger od. dgl. Z nacheinander
über die Wählglieder, die jeweils vorgewählte Kombinationslinie und ein an dieser angeschlossenes
Schaltelement die Schaltkombination durchführt. Man wählt also nun für die einzelnen Programmschaltungen
nicht die Nutzstromkreise selbst, sondern deren Schaltkombinationen aus. Diese Stromschienen haben
geeignete Schaltelemente, welche dann die Durchführung der Schaltung der Nutzstromkreise entsprechend
der jeweils gewählten Kombination bewirken. Hierbei ist zu bemerken, daß keineswegs immer
2" Kombinationsmöglichkeiten berücksichtigt werden müssen. Oft sind gewisse Möglichkeiten gar nicht
erwünscht, und so kann man dann für diese die entsprechenden Schienen od. dgl. samt Zubehör ausfallen
lassen. Auch kann man unter Umständen zur Vereinfachung die Nutzstromkreise zum Teil direkt auswählen,
nämlich dann, wenn die gewählte Kombination sagt, daß nur ein Nutzstromkreis eingeschaltet werden
soll.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung für η = 3, also für drei Nutzstromkreise
dargestellt. Die Kombinationslinien stellen die Stromschienen O3 a, b, c, ab, ac, be und abc dar. An diese
sind über Umschaltkontakte u des Umschaltrelais U die Schaltrelais S0, Sb und Sc anschließbar. Diese
Relais haben jedes einen Haltekontakt s' und einen Schaltkontakt i. Über die Schaltkontakte werden die
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zu schaltenden Nutzstromkreise A, B und C ein- oder Kombination der Nutzstromkreise A + B wirksam
ausgeschaltet. Hierbei ist zu bemerken, daß im Aus- werden. Die Kombinationslinie a-b muß nun auf die
führungsbeispiel die Nutzstromkreise A, B und C beiden Einzellinien α und b wirken. Sie tut das über
wiederum Stromschienen sind und an diese erst Ver- die Gleichrichter, die einerseits an der Schiene a-b und
braucher 1,2... 10 wahlweise angeschlossen werden. 5 andererseits an den Schienen α und b angeschlossen
Die drei Nutzstromkreise A, B und C sind also hier sind. Wieder wird das Relais U erregt, und da das
Gruppen von Nutzstromkreisen. Relais S11 bereits erregt war, bleibt es erregt, und es
Die Schienen ο bis abc bilden eine Art Linienwähler, spricht lediglich das Relais Sb zusätzlich an. Über den
bei dem die einzelnen Schienen durch geeignete Wähl- Kontakt s,, wird nun der Nutzstromkreis B bzw. seine
glieder auswählbar sind. Diese Wählglieder haben io angeschlossene Verbrauchergruppe zugeschaltet. Zum
z. B. jedes an den Enden einer Schraubenfeder je Nutzstromkreis B gehören die Verbraucher 4 und 8,
einen Haken. Der untere Haken läßt sich an der ge- also sind nunmehr insgesamt die Verbraucher 1, 4
wählten Schiene anhaken. Das ist sehr einfach möglich, und 8 eingeschaltet. Der Kontaktzeiger Z schreitet
wenn die Schienen z. B. stärkere Drähte sind. Der weiter und gibt den Haken des zweiten Wählgliedes ,
obere Haken besteht aus einem flachen Blechstreifen. 15 frei. Das Relais U fällt ab, aber die Kontakte sa und sb /
Alle oberen Haken haben eine gemeinsame Isolier- halten sich weiter.
schiene, an der sie angehakt werden und über welcher Beim dritten Wählglied wird der Kombination der
ein Kontaktzeiger Z in Pfeilrichtung wandert. Dieser Nutzstromkreise A + B + C entsprechend das Schalt-Kontaktzeiger
berührt nacheinander die Haken und relais Sc hinzugeschaltet. Damit sind nun alle drei
legt den positiven Pol der Batterie je nach Stellung 20 Gruppen bzw. die Stromverbraucher 1, 4, 5, 6, 8 und
der unteren Haken jeweils an eine der Schienen 0 10 eingeschaltet. Diese bleiben eingeschaltet, bis der
bis abc. Es ist selbstverständlich, daß sowohl die Kontaktzeiger Z durch Bildung der Kombination der
oberen als auch die unteren Haken sowie die sie ver- Nutzstromkreise A + B die Gruppe B, d. h. die Verbindenden
Schraubenfedern stromleitend sein müssen. braucher 4 und 8 abschaltet. Es sind dann nur die
In der Zeichnung sind der Einfachheit halber nur die 25 Verbraucher 1, 5, 6 und 10 eingeschaltet. Schließlich
Haken mit ihren Verbindungen gezeichnet. Daß wird weiter auf die Kombinationslinie 0 und damit
letztere Schraubenfedern sind, ist zeichnerisch nicht allein auf den Nutzstromkreis A und seinen Verweiter
berücksichtigt. braucher 1 umgeschaltet. Über das sechste obere Wähl-
Nun sieht man in der Zeichnung auch an den glied schaltet der Kontaktzeiger Z die »Auskombina-Schienen
A, B und C Wählglieder mit Haken. Diese 30 tion«, indem es den positiven Pol nur an das Relais U
haben den Zweck, Stromverbraucher 1 bis 10 nach legt. Nachdem dieses angesprochen hat, sind die Halte-Wahl
anzuhaken und dadurch Gruppen von Nutz- kreise der Schaltrelais unterbrochen. Die Schaltrelais
Stromkreisen zu bilden. So besteht der Nutzstrom- bekommen aber weder über α noch über b noch über c
kreis A z. B. aus dem Verbraucher 1, der Nutzstrom- erneut Spannung. Also fallen sie ab, sofern das noch
kreis B aus den Verbrauchern 4 und 8 und der Nutz- 35 nicht geschehen ist. Zuletzt war nur noch das Relais S11
Stromkreis C aus den Verbrauchern 5, 6 und 10. Man erregt. Dieses fällt nun ab und öffnet seinen Schaltunterscheidet
also obere Wählglieder zur Auswahl der kontakt sa. Der Verbraucher 1 wird stromlos, und damit
Kombination der Nutzstromkreise und untere Wähl- ist die Anlage wieder für eine neue Schaltfolge bereit,
glieder zur Bildung der Gruppen aus einer Vielzahl Nun steht aber der Kontaktzeiger Z nicht am Anvon
Stromverbrauchern. 40 fang seiner Kontaktbahn, sondern vor weiteren noch
Die unteren Schienen mit ihren Wählgliedern bilden nicht berührten Haken oberer Wählglieder. Demeinen
normalen Linienwähler, d. h. im Prinzip. Die nach werden noch zweimal alle Stromverbraucher
oberen Schienen mit ihren Wählgliedern bilden den (A + B + C) ein- und ausgeschaltet. Erst hiernach
Kombinationswähler. Der Programmschalter mit durchwandert der Kontaktzeiger Z von neuem seine
diesen beiden Wählern arbeitet nun folgendermaßen: 45 Bahn. Die Rückführung des Kontaktzeigers Z oder die
Sobald der Kontaktzeiger Z an den oberen Haken Verwendung weiterer Kontaktzeiger ist an sich be-
des ersten oberen Wählgliedes herankommt und mit kannt und braucht daher nicht weiter beschrieben zu
diesem Kontakt macht, wird darüber der positive Pol werden.
der Batterie an die Schiene α gelegt und über das Das Ausführungsbeispiel der Zeichnung enthält
vorgeschaltete elektrische Ventil, einen Gleichrichter, 5° außer den oberen beschriebenen Wählgliedern noch
das Relais U erregt. Dieses legt seine drei LTmschalt- Tasten t0 bis tabc. Diese haben den Zweck, von Hand
kontakte u um und damit die Schaltrelais an die jederzeit irgendeine der verschiedenen Kombinationen
Schienen a, b und c. Da nur die Schiene α an Span- auszuwählen. Man kann also Kombinationsumschalnung
(+) liegt, wird nur das Schaltrelais Sa erregt. tungen sowohl durch den Kontaktzeiger als auch von
Dieses schließt seinen Schaltkontakt sa und damit den 55 Hand bewirken. Für die Steuerung durch den Kon-Nutzstromkreis
A, d. h. den Nutzstromkreis über den taktzeiger gibt es die Möglichkeit, diesen mit verangehakten
Stromverbraucher 1 (+S0Al-). änderbarer Geschwindigkeit anzutreiben, indem man
Das Schaltrelais ^0 hat auch seinen Haltekontakt sa' ihn z. B. an ein Getriebe mit verstellbarem Reibrad
geschlossen. Wenn nun der Kontaktzeiger den ersten anschließt. Von besonderer Bedeutung ist die Steue-Haken
verläßt, wird der Strom über das Relais C/ 60 rung des Programms in Abhängigkeit von der Uhrunterbrochen
und ebenso der Strom über das Relais S11. zeit. Der Kontaktzeiger wird in diesem Falle von
Das Relais U ist so eingerichtet, daß es viel schneller einem Uhrwerk bewegt. Das Uhrwerk kann ihn direkt
als die Schaltrelais arbeitet. Sobald nun die Umschalt- antreiben oder über ein zwischengeschaltetes Nachkontakte
u in Ruhestellung gegangen sind, hält sich laufwerk, das unter Umständen zum Ausgleich von
das Relais Sa weiterhin über seinen noch geschlossenen 65 Störungen bei ausbleibender Betriebsspannung — ins-Haltekontakt
erregt, und der Nutzstromkreis A bzw. besondere bei Netzbetrieb — erforderlich ist.
der Stromverbraucher 1 bleibt eingeschaltet. Die Verwendung von Gleichrichtern, wie es in der
Wenn der Kontaktzeiger Z über das zweite obere Zeichnung dargestellt ist, macht die praktische Aus-Wählglied
den positiven Pol an die ausgewählte führung des erfindungsgemäßen Programmschalters
Schiene a-b legt, sa soll in diesem Augenblick die 7° dann besonders einfach, wenn man die Gleichrichter.
alle zusammenfaßt und in geeigneter Weise schichtet und verschraubt und so aus ihnen eine Einheit bildet.
Das gleiche gilt für die beiden Linienwähler, die ebenfalls leicht zu Einheiten zusammengestellt werden
können, z. B. verwendet man als Schienen dünne lange Blechstreifen, die man mit Isolierzwischenlagen
schichtet, indem man sie flach aufeinanderlegt und mit
Isolierbolzen od. dgl. verschraubt oder vernietet. Man kann die geschichteten Teile auch mit Blechstücken
umpressen, die natürlich von den Schienen isoliert sein müssen. Weiterhin ist es je nach Anwendung der
Erfindung zweckmäßig, die beiden Linienwähler so zu vereinigen, daß die Schienen von ihnen beiden gleich
zu einer einzigen Einheit geschichtet werden. Die oberen Schienen, also die des Kombinationslinienwählers,
werden an den Kanten, an denen sie angehakt werden sollen, nach unten und die unteren Schienen
nach oben abgebogen. Das gibt den Schienen einmal mehr Festigkeit und verhindert zudem das Abrutschen
der Haken.
Im Gegensatz zu den bekannten Programmschaltern gestattet eine erfindungsgemäße Anordnung jederzeit
beliebige Änderung der Zahl der Schaltungen für einen Turnus. Man braucht nur so viele obere Wählglieder
einzuhaken, wie man Schaltungen für den Turnus wünscht. Auch ihr gegenseitiger Abstand ist wählbar,
wie aus der Zeichnung ersichtlich. Der Kontaktzeiger veranlaßt z. B. erst einige schnelle Schaltschritte und
dann einige langsamere. Für die schnelleren Schaltschritte sind die Haken näher beeinander als für die
langsameren Schaltschritte. Man darf aber die Haken nicht so weit zusammenrücken, daß sie sich berühren
und Kontakt miteinander machen. Natürlich schadet die Berührung nichts, wenn man die Haken und die
Schraubenfedern gegeneinander isoliert. Die Isolierung ist also eine gute Sicherheitsmaßnahme gegen
eventuelle Störmöglichkeiten. Zu empfehlen ist eine Ausführung etwa derart, daß man die Schraubenfedern
in Isolierrohren unterbringt, die teleskopartig ineinandergreifen. Schraubenfedern sind nur beispielsweise
angegeben. Man kann die Auswahl der Schaltkombinationen auch auf andere Art treffen. Sehr einfache
Wählglieder erhält man z. B. in der Weise, daß man eine genügend lange flexible Litze in einem sehr
elastischen Gummischlauch unterbringt. Die Frage der Wählglieder ist insofern wesentlich, als ja durch eine
größere Zahl der Wert des Programmschalters wegen seiner größeren Wählmöglichkeit erheblich gesteigert
wird. Sind die Wählglieder billig, so sind trotzdem die Kosten für einen solchen Programmschalter nicht
erheblich höher.
Es ist auch vorgesehen, daß die Wählglieder unverlierbar ausgeführt werden. Will man eine etwas teurere
Ausführungsform zulassen, so nimmt man als solche etwa Stufenschalter mit untereinander vielfach geschalteten
Kontakten. In Abweichung von dem beschriebenen Beispiel sei ferner aufgeführt, daß an
Stelle der Ventile auch Relaiskontakte verwendet werden können. Liegt beispielsweise an jeder Kombinationslinie
zunächst ein Relais, so hat dieses über seine Kontakte das Relais U und die Relais .S* in der
der Kombination entsprechenden Weise zu steuern. Statt der vielen dabei erforderlichen Kontakte kann
man auch mit einer beschränkten Anzahl von Kontakten auskommen, wenn man magnetische Systeme
verwendet, welche derart zusammenwirken, daß sie gemeinsame Gestänge od. dgl. bewegen, an denen
jeweils nur ein Kontakt angebracht ist. Dieser Kontakt schaltet dann den Nutzstromkreis direkt oder das
zugehörige Schaltrelais.
Sollen mit dem Programmschalter immer dieselben Nutzstromkreise oder Gruppen von Nutzstromkreisen
geschaltet werden, so kann der untere Linienwähler fortfallen. Die Kreise werden dann unmittelbar von
den Kontakten der Schaltrelais geschaltet. Das Umschaltrelais ist gewissermaßen nur ein Hilfsrelais und
dient zusammen mit den Haltekontakten der Schaltrelais zur Aufrechterhaltung des durch den Kontaktzeiger
oder von Hand über eine Taste eingeleiteten Kombinationszustandes. Das Umschaltrelais und die
Haltekontakte können entfallen, wenn man den Kontaktzeiger so ausbildet, daß er sprungweise von Wählglied
zu Wählglied wandert. Sind die Wählglieder Stufenschalter, so verwendet man als Kontaktzeiger
vorteilhafterweise einen mechanischen Schrittschalter, also ebenfalls einen Stufenschalter, aber mit besonderem
Antrieb.
Schließlich können auch die Schaltrelais entfallen, wenn oben aufgeführte, magnetisch gesteuerte Gestängeanordnungen
solche Kontaktmittel steuern, die zur Bewältigung der angeschlossenen bzw. zu schaltenden
Last ausreichend sind. Es ist ersichtlich, daß der neue Programmschalter dann besonders einfach
ist, wenn er lediglich zu Steuerzwecken verwendet wird. Bei Verwendung des Programmschalters als
Kontakt- oder Schaltuhr empfiehlt es sich, das Zifferblatt bzw. die Skala verschiebbar anzuordnen. Man
hat so die Möglichkeit, die wichtigsten Schaltvorgänge ins richtige Blickfeld zu verlegen.
Claims (16)
1. Anordnung zum Herstellen einiger beliebig wählbarer Schaltkombinationen und zu deren
Schaltung in einem bestimmten Zeitablauf (Programm), gekennzeichnet durch einen Kombinationslinienwähler
mit für η Nutzstromkreise etwa 2" als Kombinationslinien dienenden Stromschienen
od. dgl. (0 bis abc) und mit Wählgliedern zur Vorwahl der Schaltkombinationen, wobei ein
Schaltzeiger od. dgl. (Z) nacheinander über die Wählglieder, die jeweils vorgewählte Kombinationslinie
und ein an dieser angeschlossenes Schaltelement die Schaltkombination durchführt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltelemente Relais verwendet
werden.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais mechanisch zusammenarbeiten
und über Steuerstangen od. dgl. eine beschränkte Anzahl von Kontakten steuern und hierüber
die Nutzstromkreise schalten.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltelemente Gleichrichter
od. dgl. zur Anwendung kommen, welche insbesondere je ein Relais für jeden Nutzstromkreis
steuern.
5. Anordnung nach Anspruch 2, 3 oder 4, gekennzeichnet durch ein Hilfsrelais, das bei jeder
Auswahl von Kombinationslinien miterregt wird und für jeden Schaltvorgang gleiche Arbeitsgänge
ausführt, z. B. Schaltrelais für Nutzstromkreise von ihren Haltekontakten auf die Stromschienen
od. dgl. umschaltet.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stromschienen od. dgl. und isolierende Zwischenstücke flach aufeinandergeschichtet sind und unter
Druck, z. B. mittels isolierter Schraubenbolzen, zusammengehalten werden.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahl
der Stromschienen od. dgl. mittels stromleitender, voneinander isolierter Schraubenfedern
od. dgl. erfolgt, welche insbesondere in teleskopartig ineinandersteckenden Isolierrohren sitzen.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schrittschaltwerk oder ein
motorisch getriebenes Laufwerk nacheinander mit den Schraubenfedern Kontakt macht.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Schraubenfedern
(bzw. ihrer Haken) und damit die zeitliche Folge der Schaltungen wählbar ist.
10. Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalt- oder Laufgeschwindigkeit
des Kontaktgebers einstellbar ist.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nutzstromkreise nicht unmittelbar geschaltet, sondern
daß zunächst weitere Stromschienen od. dgl. unter Spannung gesetzt werden und eine größere Anzahl
von Stromverbrauchern wahlweise auf diese aufgeschaltet wird.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß auch diese Stromschienen geschichtet sind und insbesondere mit denen nach Ansprucho eine mechanische Einheit bilden.
13. Anordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Aufschalten
der Stromverbraucher bzw. deren Schaltrelais mit Schraubenfedern od. dgl. wie im Anspruch7 erfolgt.
14. Anordnung nach einem der vorhergehenden ίο Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahl
der Kombinationslinien bzw. das Schalten der Nutzstromkreise zu bestimmten, z. B. an einer
Schaltuhr einstellbaren Zeiten erfolgt bzw. der Kontaktgeber nach Anspruch 8, 9 oder 10 ein Teil
einer Schalt- oder Kontaktuhr ist.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Uhrskala bzw. das Zifferblatt
verschiebbar ist.
16. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahl
der Kombinationslinien von Hand mittels Drucktasten erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
as Deutsche Patentschriften Nr. 434 929, 553 299.
504, 692 482, 856 328.
as Deutsche Patentschriften Nr. 434 929, 553 299.
504, 692 482, 856 328.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO3165A DE1019740B (de) | 1953-09-19 | 1953-09-19 | Anordnung zum Herstellen einiger beliebig waehlbarer Schaltkombinationen und zu deren Schaltung in einem bestimmten Zeitablauf (Programm) |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO3165A DE1019740B (de) | 1953-09-19 | 1953-09-19 | Anordnung zum Herstellen einiger beliebig waehlbarer Schaltkombinationen und zu deren Schaltung in einem bestimmten Zeitablauf (Programm) |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1019740B true DE1019740B (de) | 1957-11-21 |
Family
ID=7350061
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO3165A Pending DE1019740B (de) | 1953-09-19 | 1953-09-19 | Anordnung zum Herstellen einiger beliebig waehlbarer Schaltkombinationen und zu deren Schaltung in einem bestimmten Zeitablauf (Programm) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1019740B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1953
- 1953-09-19 DE DEO3165A patent/DE1019740B/de active Pending
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