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DE1018018B - Einrichtung zum Messen des Laengszuges in einem Band - Google Patents

Einrichtung zum Messen des Laengszuges in einem Band

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Publication number
DE1018018B
DE1018018B DEB40980A DEB0040980A DE1018018B DE 1018018 B DE1018018 B DE 1018018B DE B40980 A DEB40980 A DE B40980A DE B0040980 A DEB0040980 A DE B0040980A DE 1018018 B DE1018018 B DE 1018018B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
belt
pulley
measuring
tension
reel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB40980A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Brucker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS BRUCKER DIPL ING
Original Assignee
HANS BRUCKER DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS BRUCKER DIPL ING filed Critical HANS BRUCKER DIPL ING
Priority to DEB40980A priority Critical patent/DE1018018B/de
Publication of DE1018018B publication Critical patent/DE1018018B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L5/00Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes
    • G01L5/04Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes for measuring tension in flexible members, e.g. ropes, cables, wires, threads, belts or bands
    • G01L5/06Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes for measuring tension in flexible members, e.g. ropes, cables, wires, threads, belts or bands using mechanical means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B38/00Methods or devices for measuring, detecting or monitoring specially adapted for metal-rolling mills, e.g. position detection, inspection of the product
    • B21B38/06Methods or devices for measuring, detecting or monitoring specially adapted for metal-rolling mills, e.g. position detection, inspection of the product for measuring tension or compression

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Force Measurement Appropriate To Specific Purposes (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Messen des Längszuges in einem Band Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Messen des Längszuges in einem Band, das in einer Walzmaschine von einer Ablaufhaspel über eine Umlenkrolle ab-, durch einen Walzspalt hindurch- und über eine Umlenkrolle auf eine Aufwickelhaspel aufläuft.
  • Bei einigen neueren Walzmaschinen ist es bekannt, die Verformung des Bandes nicht nur durch die Kraft, mit der die Verformungswalzen das Band drücken, sondern auch gleichzeitig durch Zugkräfte, welche in der Bewegungsrichtung des Bandes auf das durch den Walzspalt laufende Band wirksam werden, zu erzielen.
  • Um einen möglichst hohen Verformungsgrad zu erreichen, wendet man dabei unter Umständen Zugkräfte an, die das Band bis zur Dehnungsgrenze beanspruchen. Insbesondere werden solche Bänder, die vor dem Eintritt in den Walzspalt eine große Härte besitzen, vorzugsweise in der besagten Art, also unter Anwendung hoher Zugkräfte verformt, da eine Erhöhung der Walzkraft in diesen Fällen nur eine geringe Wirkung besitzt.
  • Je höher der Anteil der Zugkräfte an der Verformung ist, um so höher werden auch bei gegebenen Toleranzen für das gewalzte Material die Anforderungen an die Genauigkeit der Messung der Zugkräfte bzw. an ihre Steuerung oder Regelung unter Verwendung des gemessenen Istzuges.
  • Es ist zwar versucht worden, den Bandzug ohne dessen Messung zu steuern. Diese, gewissermaßen »blinde« Steuerung ist jedoch, besonders für die vorstehend beschriebene Aufgabe, völlig unzureichend.
  • Da sich nämlich der Bunddurchmesser an der Ablauf-und an der Aufwickelhaspel während des Betriebes laufend ändert, kann ein konstanter Bandzug nur durch eine der Änderung des Bunddurchmessers laufend angepaßte Änderung des bremsenden bzw. antreibenden Drehmomentes erreicht werden, das der jeweiligen Haspel von ihrem Brems- bzw. Antriebssatz erteilt wird. Sofern eine konstante Bandgeschwindigkeit gewünscht wird, also während des Walzvorganges, müssen auch die Drehzahlen der Haspeln laufend den Bunddurchmessern angepaßt werden.
  • Um auch bei veränderlicher Bandgeschwindigkeit, beispielsweise während des Anfahrens oder des Abbremsens der Walzmaschine, einen konstanten Bandzug sicherzustellen, müssen die Antriebs- bzw. Bremssätze auch noch die zur positiven oder negativen Beschleunigung ihrer selbst, der Haspeln und der Masse des zwischen diesen befindlichen Bandes erforderlichen Drehmomente aufbringen.
  • In jedem Falle werden an die Antriebs- bzw. Bremssätze der Haspeln sowie an die dazugehörigen Steuer-oder Regeleinrichtungen verhältnismäßig hohe Anforderungen gestellt. Diese Anforderungen lassen sich an sich durch Elektromotoren in Verbindung mit vor- zugsweise elektronisch arbeitenden Steuer-oder Regeleinrichtungen erfüllen, jedoch, wie die Erfahrung lehrt, nur dann, wenn den Steuer- oder Regeleinrichtungen laufend der mit größtmöglicher Genauigkeit gemessene Istwert des Bandzuges zugeführt wird.
  • Ist die genaue Messung des Bandzuges für die vorstehend erwähnten Aufgaben einer halb- oder vollautomatischen Einhaltung eines vorgegebenen Sollzuges unabdingbar, so will man heutzutage auch in einfacheren Fällen und bei geringeren Ansprüchen zumindest nicht auf eine Anzeige des Bandzuges verzichten, um einen quantitativen überblick über den Arbeitsvorgang zu erhalten.
  • Anordnungen zur Messung des Längs zuges in einem laufenden Band sind bekannt; insbesondere solche, bei denen das Band in einer Schleife zwischen zwei fest gelagerten Stützrollen um eine bewegliche, federnd gegen das Band gedrückte sogenannte Tänzerrolle geführt und der Bandzug aus der Auslenkung der Tänzerrolle entgegen der Wirkung ihres Federmittels bestimmt wird.
  • Diese Tänzerrollenanordnungen besitzen jedoch einmal den Nachteil, daß das Band zwischen den festen Stützrollen und der beweglichen Tänzerrolle hindurchgefädelt werden muß; zum anderen bedingen sie eine gewisse Mehrlänge des Bandes. Diese Mehrlänge führt am Bandanfang und am Bandende zu größeren Ausschluß längen.
  • Es sind ferner Einrichtungen bekannt, bei denen die Zugkraft aus der auf die Umlenkrolle ausgeübten Kraft und den geometrischen Größen des Dreiecks bestimmt- wird, das durch die Umlenkrolle und die Spannpunkte des Bandes beiderseits der Rolle gebildet wird.
  • Bei diesen Einrichtungen ist das Band auf der einen Seite der Umlenkrolle im Walzspalt eingespannt.
  • Die auf die Umlenkrolle ausgeübte auslenkende Kraft wird bei den bekannten Einrichtungen durch eine hydraulisch, pneumatisch oder durch eine Feder erzeugte Gegenkraft kompensiert und entsprechend durch ein Manometer bzw. durch die Zusammendrückung der Feder gemessen. Dabei wird stets vorausgesetzt, daß sich die vor der Messung festgelegten geometrischen Größen des Meßdreiecks während der Messung selbst nicht oder nicht wesentlich ändern.
  • Infolgedessen wird die zur Kraftmessung erforderliche Auslenkung der Umlenkrolle so klein gewählt, daß sie das Meßdreieck nicht wesentlich verändert.
  • Da sich jedoch andererseits der Durchmesser des Haspelbundes während des Walzvorganges laufend ändert, muß das Band bei den vorstehend beschriebenen bekannten Einrichtungen zwischen der Umlenkrolle und der Haspel über eine feste Spannrolle geführt werden, die den zweiten Spannpunkt des Bandes bildet und damit das Meßdreieck festlegt.
  • Durch diese Einführung einer festen Spannrolle bei den bekannten Einrichtungen wird die eingespannte Bandlänge wesentlich vergrößert, was sich, wie es bereits oben für die Tänzerrollenanordnung beschrieben wurde, in einer Erhöhung des Ausschusses zu Beginn und am Ende des Walzvorganges auswirkt. Außerdem muß die Haspel weiter von den Walzen abgerückt werden, so daß sich die Baulänge der gesamten Walzmaschine wesentlich vergrößert.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Zugmeßeinrichtung der vorbeschriebenen Art zu schaffen, die die vorstehend genannten Nachteile nicht besitzt, vielmehr ein einfaches Einlegen des Bandes bei Arbeitsbeginn ermöglicht und keine Mehrlängen benötigt. Die Zugmeßeinrichtung soll insbesondere gestatten, die Haspeln dicht an den Walzspalt heranzurücken, um den Ausschuß am Bandanfang und -ende auf ein Minimum zu beschränken und die Baulänge der Walzmaschine möglichst klein zu halten.
  • Das Kennzeichen der Erfindung ist eine Einrichtung zum laufenden Messen der Lageänderung desjenigen Spannpunktes des Bandes im Dreieck, der durch den Bandauf- bzw. -ablaufpunkt am Haspelbund gebildet ist.
  • Durch die laufende Messung der Lage dieses Spannpunktes sind die geometrischen Größen des Meßdreiecks zu jedem Zeitpunkt bekannt und gestatten in Verbindung mit der ebenfalls laufend gemessenen auslenkenden Kraft eine laufende Bestimmung des Längszuges im Band. Dabei wird auf die Einfügung irgendeiner weiteren, festen Spannrolle verzichtet, so daß die Haspel sehr dicht an den Walzspalt herangerückt werden kann.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung bietet weiterhin den Vorteil, daß die vorgenannte Lage der Bandebene auch bei einem sehr kurzen Abstand zwischen Walzspalt und Haspel praktisch nicht von dem zeitlich veränderlichen Bunddurchmesser abhängig ist.
  • Die Lageänderung des Spannpunktes am Haspelbund wird vorzugsweise durch eine den jeweiligen Bundhalbmesser messende Tasteinrichtung bestimmt.
  • Derartige Tasteinrichtungen, die beispielsweise eine federnd gegen den Haspelbund gedrückte Tastrolle umfassen, sind bekannt und werden beispielsweise bei bekannten Einrichtungen dazu verwendet, die Drehzahl oder das Drehmoment von Haspeln entsprechend dem veränderlichen Bundhalbmesser zu steuern. Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung wird diese Tasteinrichtung jedoch zur Bestimmung der jeweiligen Lage des Spannpunktes, d. h. des Punktes, in dem die Bandebene den Umfang des Haspelbundes berührt, verwendet.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfaßt die Einrichtung zum Messen des Längszuges eine die Lage des Spannpunktes durch Messen der Bandneigung zwischen Umlenkrolle und Haspelspannpunkt bestimmende Tasteinrichtung.
  • Die Tasteinrichtung umfaßt vorzugsweise eine Tastrolle, die längs einer die Bandebene zwischen Umlenkrolle und Haspelbund schneidenden Kurve geführt wird. An Stelle der vorstehend beschriebenen Messung des Bunddurchmessers wird hier die Lage der Bandebene zwischen Umlenkrolle und Haspelbund an einer Stelle durch eine Tastrolle ermittelt, während die andere, die Lage der Bandebene bestimmende Stelle durch die feste Lage der Umlenkrolle gegeben ist. Die Tastrolle kann in beliebiger Weise geführt sein, jedoch so, daß ihre Führungsbahn die Bandebene zwischen Umlenkrolle und Haspelbund schneidet.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausbildung umfaßt die erfindungsgemäße Einrichtung eine in einem frei schwenkbaren Haltearm gelagerte Umlenkrolle, dessen fester Schwenkpunkt sich auf der derUmlenkrolle gegenüberliegenden Seite des Bandes befindet, und eine die Lage des Spannpunktes durch Messung des Schwenkwinkels des Haltearmes bestimmende Einrichtung.
  • Im Unterschied zu den eingangs beschriebenen erfindungsgemäßen Ausführungen ist die Lage der Umlenkrolle hier also nicht festgelegt, sondern die Rolle wird von einem frei schwenkbaren Haltearm getragen.
  • Der Haltearm schwenkt unter der Wirkung des Bandzuges von selbst in die Richtung der resultierenden Kraft ein, d. h. in die Richtung der Winkelhalbierenden des Umlenkwinkels. Unter Umlenkwinkel wird hier und im folgenden der Winkel verstanden, den die Bandebenen beiderseits der Umlenkrolle einschließen.
  • Sobald die Bandneigung und damit der Umlenkwinkel durch eine Änderung des Bunddurchmessers verändert wird, ändert sich auch die Lage der Winkelhalbierenden und damit die Lage des Haltearmes. Zwischen dem Umlenkwinkel und der Lage des Haltearmes besteht ein eindeutiger funktionaler Zusammenhang, so daß die jeweils gemessene Lage des Haltearmes eine Bestimmung der Bandneigung und damit des Spannpunktes gestattet.
  • Der besondere Vorteil dieser Ausführung besteht darin, daß außer der Umlenkrolle keine besondere Tastrolle benötigt wird, sondern erstere die Aufgabe der Tastrolle mit übernimmt. Außerdem stellt sich der Haltearm stets von selbst in die Richtung der resultierenden Kraft und wird demnach nicht auf Biegung, sondern nur auf Zug beansprucht.
  • Bei der vorstehend beschriebenen Ausführung ist es vorteilhaft, den Haltearm möglichst nahe an die Haspel heranzusetzen und seine Länge klein gegenüber seinem Abstand vom Walzspalt zu halten, damit seine Schwenkung die Lage der Bandebene zwischen dem Walzspalt und der Umlenkrolle möglichst wenig beeinflußt. Es wird aber betont, daß diese letztere Maßnahme nur aus walztechnischen Gründen empfohlen wird, während die Messung des Umlenkwinkels selbst in jedem Falle, also auch bei einem verhältnismäßig langen Haltearm, fehlerfrei erfolgt.
  • Bei der vorstehend beschriebenen Verwendung einer in einem frei schwenkbaren Haltearm gelagerten Umlenkrolle ist die Messung der auf die Umlenkrolle wirkenden Kraft besonders einfach und zweckmäßig durchführbar. Der Haltearm kann nämlich ein elastisches Glied umfassen, das eine meßbare Verlängerung des Haltearmes entsprechend der Größe der besagten Kraft bewirkt, wobei das elastische Glied so bemessen ist, daß es selbst bei der größten Kraft noch keine merkliche Änderung des Umlenkwinkels zuläßt.
  • Das elastische Glied kann ein beliebiges Federmittel umfassen. Vorzugsweise wird jedoch der Haltearm selbst als elastisches Glied verwendet, indem er sich dem Elastizitätsmodul seines Werkstoffes und seinem Ouerschnitt entsprechend dehnt. Dabei kann die Verlängerung des Haltearmes zweckmäßig durch einen ihn ganz oder teilweise überbrückenden Dehnungsmeß streifen gemessen werden, dessen ohmscher Widerstand sich in bekannter Weise entsprechend seiner Dehnung verändert.
  • Ein solcher, an sich bekannter Dehnungsmeßstreifen gestattet die Messung kleinster Längenänderungen und ist deshalb in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Anordnung besonders vorteilhaft, weil er eine »harte« Aufhängung der Umlenkrolle ermöglicht, d. h. eine solche, bei der die auslenkende Kraft nur eine sehr kleine Verlagerung der Rolle bewirkt. Die Aufhängung kann also praktisch als starr betrachtet werden.
  • Die Auslenkung der Umlenkrolle kann aber auch in anderer Weise gemessen werden.
  • In gleicher Weise kann auch mit der Tastrolle oder ihrem Tragarm bzw. mit dem schwenkbaren Haltearm der Umlenkrolle ein Meßwertgeber gekoppelt sein, der eine elektrische Meßgröße entsprechend der Lage der Tastrolle bzw. des Haltearmes verändert, so daß der jeweilige Wert der elektrischen Meßgröße dem Wert des Umlenkwinkels entspricht.
  • Die Meßwerte, d. h. die auf die Umlenkrolle wirkende Kraft und die jeweilige Lage des Spannpunktes am Haspelbund können entsprechend dem durch die geometrischen Verhältnisse gegebenen funktionalen Zusammenhang laufend selbsttätig durch an sich bekannte Rechengetriebe oder elektrische Rechenschaltungen zu einem Ausgangswert zusammengefaßt werden, der dem jeweiligen Bandzug entspricht. Somit kann der Bandzug direkt angezeigt werden und/oder zur Steuerung eines Zugregelkreises dienen.
  • Die Erfindung wird an einigen Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemäße Meßanordnung in schematischer Darstellung, Fig. 2 ein Vektordiagramm der Kräfte an der Umlenkrolle in Fig. 1, Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Meßanordnung in einer anderen Ausführung, Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung, Fig. 5 eine Ausführung mit einer schwenkbar gelagerten Umlenkrolle und Fig. 6 ein Prinzipschaltbild einer Rechenschaltung für eine Anordnung nach Fig. 1 bis 5.
  • Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung wird das zu verformende Band 1 dem von den beiden Druckwalzen 2 und 3 gebildeten Walzspalt W zugeführt.
  • Das aus dem Walzspalt austretende verformte Band S wird in Richtung des Pfeiles 6 über eine Umlenkrolle 7 von einer Haspel 9 mit dem Kerndurchmesser r0 abgezogen und auf dieser zu einem Bund 8 aufgewickelt. Der Bundradius r, d. h. der Abstand des Auflaufpunktes A des Bandes auf den Bund vom Drehpunkt M der Haspel, nimmt während des Aufwickelvorganges ständig zu. Die Ebenen der beiderseits der Umlenkrolle 7 liegenden Bandenden schließen miteinander einen mit 2 a bezeichneten Umlenkwinkel ein. Die besagten beiden Ebenen schneiden sich an der mit U bezeichneten Stelle, die bei einem kleinen Durchmesser der Umlenkrolle praktisch der Drehachse dieser Rolle gleichgesetzt werden kann. Der Umlenkwinkel wird also mit ausreichend guter Näherung von den Strecken W-U und U-S in der Zeichnung gebildet.
  • Weiterhin ist eine Tastrolle 10 vorgesehen, die in einem bei 12 schwenkbar gelagerten Hebel 11 gelagert ist und durch eine am Hebel befestigte Zugfeder 13 gegen den Umfang des Bundes 8 gedrückt wird.
  • Das Band 5 steht zwischen dem Walzspalt und der Haspel unter einem Längszug P, der entsprechend der Größe des Umlenkwinkels eine Kraft auf die Umlenkrolle 7 ausübt. Diese Kraft wird durch eine im Lager der Umlenkrolle vorgesehene, nicht eingezeichnete Meßeinrichtung gemessen.
  • Zwischen dem Bandzug P, dem Umlenkwinkel und der auf die Umlenkrolle ausgeübten Kraft besteht ein eindeutiger funktioneller Zusammenhang, der in Fig. 2 grafisch dargestellt ist. Auf den Punkt U, d. h. auf die Umlenkrolle, wird von jeder der beiden Bandstrecken (W-U und U-A 4 in Fig. 1) eine Kraft ausgeübt, die gleich dem Bandzug P ist. Die Resultierende dieser beiden Kräfte liegt in der Richtung der Winkelhalbierenden und hat den absoluten Wert: Pr = 2 P cos a. (1) Diese Resultierende ist die auf die Umlenkrolle ausgeübte Kraft. Falls die Umlenkrolle zur Messung dieser Kraft in einer bestimmten, von der Winkelhalbierenden abweichenden Richtung elastisch verschiebbar geführt ist, wobei die Verschiebung bei gegebener Federkonstante ein Maß für die Kraft in der Verschiebungsrichtung ist, ist die Verschiebungskraft Pr' nicht gleich der Resultierenden Pr. Sobald jedoch die Richtung der Verschiebung gegenüber der Richtung der Bandstrecke W-U (Fig. 1) festgelegt wird, besteht ein eindeutiger funktioneller Zusammenhang zwischen der Resultierenden PrJ der Verschiebungskraft Pr' und dem Umlenkwinkel 2 a. In Fig. 2 ist beispielsweise angenommen, daß die Verschiebungsrichtung senkrecht auf der Bandstrecke W-U steht. Dann ist der besagte Zusammenhang, wie sich leicht aus der Fig. 2 ablesen läßt, durch den Ausdruck gegeben: Pr = Pr cos (900 - a) = Pr sin a. (2) Damit wird der Zusammenhang zwischen der durch die Verschiebung meßbaren Kraft Pr'J dem Bandzug P und dem Umlenkwinkel wie folgt beschrieben: Pro = 2 P cos a sin a = P sin 2 a. (3) Der Umlenkwinkel wird indirekt durch Messung des Banddurchmessers mit Hilfe der Tastrolle 10 bestimmt. In Fig. 1 ist der Einfachheit halber angenommen, daß der Drehpunkt M der HaspeI auf der Verlängerung der Bandstrecke W-U liegt. Wie aus Fig. l ersichtlich ist, besteht zwischen dem Bundradius r und dem Umlenkwinkel folgender Zusammenhang: tg(180° - 2α) = r/## = -tg 2α. (4) UM Da bei einer gegebenen Anordnung der Abstand UM festgelegt ist, läßt sich aus dem von der Tastrolle gemessenen Bundradius r der Umlenkwinkel 2 a und daraus nach den Beziehungen (1) bis (3) der Bandzug P bestimmen. Ähnliche Beziehungen bestehen bei einer anderen Lage des Haspeldrehpunktes M.
  • Die Umlenkrolle und die Tastrolle können mit vorzugsweise elektrischen Meßwertgebern gekoppelt sein, aus deren Werten eine Rechenschaltung od. dgl. entsprechend dem vorstehend beschriebenen funktionellen Zusammenhang selbsttätig den Bandzug bildet.
  • Fig. 3 veranschaulicht eine andere Ausführung, bei der die Bestimmung des Umlenkwinkels nicht durch Messung des Bundradius, sondern durch Abtastung der Lage des Bandes zwischen Umlenkrolle 7 und Ablaufpunkt A erfolgt. Zu diesem Zweck ist eine Tastrolle 14 vorgesehen, die in einem um den festen Punkt 16 schwenkbaren Hebel 15 drehbar gelagert ist und durch eine Druckfeder 17 gegen das Band gedrückt wird. Die Tastrolle wird dadurch auf einer kreisförmigen Kurve 18 geführt. Die geometrische Anordnung ist so getroffen, daß die Führungskurve 18 das Band bei jedem in Frage kommenden Bundradius schneidet. Beispielsweise ist die Lage des Bandes zu Beginn des Aufwickelvorganges zwischen dem Punkt U und dem Auflaufpunkt A' gestrichelt eingezeichnet.
  • Je nach der getroffenen geometrischen Anordnung besteht stets ein bestimmter funktioneller Zusammenhang zwischen dem Umlenkwinkel und dem Winkel, den der Hebel 15 mit einer festen Bezugsebene bildet, so daß der Umlenkwinkel aus dem besagten Anstellwinkel des Hebels 15 bestimmt werden kann. Zu diesem Zweck kann mit dem Hebel ein Meßwertgeber gekoppelt sein, der in ähnlicher Weise, wie an Hand der Fig. 1 beschrieben wurde, an eine Rechenschaltung zur selbsttätigen Bestimmung des Bandzuges angeschlossen sein kann. Die auf die Umlenkrolle ausgeübte Kraft wird dabei in der oben beschriebenen Weise bestimmt.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der Ausführung gemäß Fig. 3 zunächst durch eine andere Führung der Tastrolle. Die Tastrolle 26 ist am oberen Ende einer Stange 27 gelagert, die in einer Führung 28 verschiebbar ist. Eine Druckfeder 29 drückt die Tastrolle bei B an das Band Die von der jeweiligen Größe des Umlenkwinkels bestimmte Lage des Anlagepunktes B wird durch einen am unteren Ende der Stange befestigten elektrischen Meßwertgeber30, der in der Zeichnung schematisch als Spannungsteiler dargestellt ist, gemessen.
  • In der Zeichnung ist der Einfachheit halber angenommen, daß die über die Umlenkrolle hinaus verlängerte Ebene des Bandteiles W-U (entsprechend den Bezeichnungen in Fig. 1) die Führungskurve 31 der Tastrolle bei S unter einem rechten Winkel schneidet.
  • Dann ist der Zusammenhang zwischen dem Umlenkwinkel und der Lage der Tastrolle gegeben durch: SB tg(18O0-2a) = US . (5) Die Anordnung gemäß Fig. 4 zeigt weiterhin beispielsweise eine besondere Aufhängung der Umlenkrolle 7 die die Messung der auf die Rolle ausgeübten Kraft gestattet. Die Umlenkrolle ist am freien Ende einer bei 20 fest eingespannten Blattfeder 19 gelagert.
  • Auf der Oberseite der Blattfeder ist ein bekannter Dehnungsmeßstreifen 21 so befestigt, daß er bei einer Abwärtsbiegung der Blattfeder durch die vom Band auf die Umlenkrolle ausgeübte Kraft gedehnt wird und seinen ohmschen Widerstand entsprechend vergrößert.
  • Die Blattfeder wird an ihrem die Umlenkrolle tragenden Ende durch eine Tragstange 22 unterstützt, die an ihrem unteren Ende einen Kolben 23 trägt. Der Kolben ist in einem Zylinder 24 geführt, dem bei 25 ein Gas, vorzugsweise Luft, unter Druck zugeführt wird, Das Zylinder-Kolben-System stellt ein pneumatisches Federmittel dar, dessen Charakteristik bzw.
  • Federkonstante durch Zug oder Abfuhr von Luft geändert werden kann. Die Federung wird entsprechend der Größenordnung des Bandzuges so eingestellt, daß die größte Auslenkung der Umlenkrolle noch keine merkliche Lageänderung der Bandebene zwischen Walzspalt und Umlenkrolle, also auch keine Änderung des Umlenkwinkels ergibt.
  • Eine besonders vorteilhafte Anordnung zum Messen des Bandzuges ist in Fig. 5 dargestellt. Dabei ist die Umlenkrolle 7 am freien Ende eines Haltearmes 32 gelagert, der in dem festen Lager 33 frei schwenkbar gelagert ist. Der Haltearm ist auf der der Umlenkrolle gegenüberliegenden Seite der Bandebene gelagert und wird deshalb stets auf Zug beansprucht.
  • Infolge seiner freien Schwenkbarkeit stellt sich der Haltearm stets von selbst in die Richtung der Winkel halbierenden des Umlenkwinkels, so daß er einen Längszug erfährt, der im Betrag gleich der Resultierenden der beiderseitigen Bandzüge ist. An dem Haltearm ist ein Dehnungsmeßstreifen 34 befestigt, der die Dehnung auf Grund der resultierenden Kraft in eine Änderung seines ohinschen Widerstandes umsetzt. Der Anstellwinkel des Haltearmes gegenüber einer festen Bezugsrichtung steht in eindeutigem funktionellem Zusammenhang mit der Größe des Umlenkwinkels. Dieser Zusammenhang ist besonders einfach und übersichtlich, wenn man dafür sorgt, daß der Bandteil zwischen Walzspalt und Umlenkrolle in seiner Lage praktisch unverändert bleibt, indem man den Haltearm möglichst nahe an die Haspel heranrückt. In der Zeichnung ist dieser Fall angenommen und die Bezugsebene für den Anstellwinkel des Haltearmes (gestrichelt dargestellt) parallel zur Richtung des Bandteiles zwischen Walzspalt und Umlenkrolle gelegt. Dann ist der Anstellwinkel a gleich dem halben Umlenkwinkel a. Mit dem Haltearm kann also ein elektrischer Winkellagengeber, beispielsweise ein Drehpotentiometer, gekoppelt sein, der den gemessenen Anstellwinkel und damit den Umlenkwinkel in eine elektrische Meßgröße umwandelt.
  • In Fig. 6 ist schematisch eine Rechenschaltung dargestellt, mit deren Hilfe die laufende Bestimmung des Bandzuges aus den beiden Meßgrößen, d. h. der Umlenkrollenkraft und dein Anstellwinkel, erfolgen kann.
  • Bei 35 und 36 wird eine konstante Spannung U0 zugeführt, die einer beliebigen konstanten Spannungsquelle entnommen werden kann. Von dieser Spannung greift ein Spannungsteiler 37 eine Teilspannung Uj ab, die durch einen Verstärker mit konstantem Verstärkungsgrad V verstärkt wird. Von der Ausgangsspannung Un des Verstärkers greift ein zweiter Spannungsteiler 39 eine Teilspannung U3 ab, die einem Anzeigeinstrument 40 zugeführt wird und außerdem an den Klemmen 41 und 42 abgenommen werden kann.
  • Bezeichnet man das Spannungsteilerverhältnis des Spannungsteilers 37 mit a, das des Spannungsteilers 39 mit b, so ist die Ausgangsspannung der Rechenschaltung durch folgende Beziehung gegeben: U, =baVU,. (6) Also: U,=Cbcc. (7) Dabei ist C eine feste Konstante. Die beschriebene Schaltung bewirkt also die Multiplikation zweier Größen a und b, die an den Spannungsteilern 37 und 39 eingestellt werden.
  • Wenn beispielsweise bei der Anordnung nach Fig, 5 an Stelle des starren Haltearmes 32 ein zweiteiliger, durch eine Zugfeder verbundener Haltearm und an Stelle des Dehnungsmeßstreifens 34 ein mit den beiden Haltearmteilen verbundener und von deren gegenseitiger Verschiebung gesteuerter Spannungsteiler als Meßwertgeber verwendet wird, so läßt sich dieser Meßwertgeber als Spannungsteiler 37 in der Schaltung nach Fig. 6 verwenden. Das Spannungsteilerverhältnis a ist dann proportional der Zugkraft Pr im Haltearm.
  • Wenn weiterhin mit dem Haltearm ein nach einer entsprechenden Winkelfunktion gewickelter Spannungsteiler gekoppelt wird, was nach dem heutigen Stand der Technik durchaus möglich und auch bekannt ist, so liefert die Schaltung nach Fig. 6 eine dem Bandzug P proportionale Ausgangsspannung Us.
  • Im vorstehend genannten Beispiel müssen dann die Spannungsteiler nach folgenden Funktionen aufgebaut sein: Spannungsteiler 37: a = c1 Pr' (8) Spannungsteiler 39: b = c2 # 1 cos α. (9) Dabei sind c1 und c2 beliebige Konstanten.
  • Dann ergibt sich nach den vorstehenden Gleichungen (7) bis (9) für die Ausgangsspannung: U3 = C. cos c2 Pr cosa (10) Also: U3 = c3 P. (11) Dabei ist c3 eine Konstante, die die Konstanten C, c1 und c2 umfaßt. Die Ausgangsspannung ist also dem Bandzug P direkt proportional und kann sowohl angezeigt als auch zur Steuerung oder Regelung des Bandzuges, beispielsweise über eine Steuerung des Drehmoments des Haspelantriebes, verwendet werden.
  • Die an Hand der Fig. 6 beschriebene Bestimmung des Bandzuges stellt nur ein schematisches Beispiel dar; die Bestimmung kann aber auch durch beliebige andere Rechenschaltungen, Rechengetriebe od. dgl. erfolgen.
  • Die Erfindung wurde vorstehend am Beispiel der Messung des Wickelzuges zwischen dem Walzspalt und der Aufwickelhaspel erläutert; sie kann natürlich in entsprechender Weise auch zur Messung des Bremszuges zwischen der Ablaufhaspel und dem Walzspalt dienen.
  • PATENTANSPRtJCHE : 1. Einrichtung zum Messen des Längszuges in einem Band, das in einer Walzmaschine von einer Ablaufhaspel über eine Umlenkrolle ab-, durch einen Walzspalt hindurch- und über eine Umlenkrolle auf eine Aufwickelhaspel aufläuft, bei der die Zugkraft aus der auf die Umlenkrolle ausgeübten Kraft und den geometrischen Größen des Dreiecks bestimmt wird, das durch die Umlenkrolle und die Spannpunkte des Bandes beiderseits der Rolle gebildet wird, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum laufenden Messen derLageänderung desjenigen Spannpunktes (A) des Bandes (5) im Dreieck, der durch den Bandauf- bzw. -ablaufpunkt am Haspelbund gebildet ist.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Lage des Spannpunktes (A) durch Messen des Bundhalbmessers (r) bestimmentde an sich bekannte Tasteinrichtung (10, 11).
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Lage des Spannpunktes durch Messen der Bandneigung zwischen Umlenkrolle (7) und Haspelspannpunkt (A) bestimmende Tasteinrichtung (14, 15 bzw. 26, 27).
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in einem frei schwenkbaren Haltearm (32) gelagerte Umlenkrolle (7), dessen fester Schwenkpunkt (33) sich auf der der Umlenkrolle gegenüberliegenden Seite des Bandes (5) befindet, und durch eine die Lage des Spannpunktes (A) durch Messung des Schwenkwinkels (} S) des Haltearmes bestimmende Einrichtung.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 201 354 ; USA.-Patentschrift Nr. 2 569 264; Zeitschrift Stahl und Eisen, 1953, S. 1404 bis 1409; 1956, S. 494, 495.
DEB40980A 1956-07-09 1956-07-09 Einrichtung zum Messen des Laengszuges in einem Band Pending DE1018018B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1286782B (de) * 1964-12-14 1969-01-09 Asea Ab Anordnung zur fortlaufenden Messung des Aufwickelzuges in einem Walzgut bei Draht- und Bandwalzwerken

Citations (2)

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