DE10160885A1 - Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen und Rohbau einer Fahrgastzelle dazu - Google Patents
Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen und Rohbau einer Fahrgastzelle dazuInfo
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Abstract
Die Aufgabe, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle (3) an Kraftfahrzeugen sowie einen verbesserten Rohbau der Fahrgastzelle (3) dazu anzugeben, wird im Wesentlichen dadurch gelöst, dass vormontierte B-Säulen (8) Verwendung finden.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen sowie den Rohbau einer Fahrgastzelle dazu nach dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 6.
- Selbsttragende Kraftfahrzeugkarosserien, beinhaltend unter anderem die Fahrgastzelle, stellen seit langem Stand der Technik dar.
- Solche Fahrgastzellen setzen sich aus einer beträchtlichen Anzahl von Einzelelementen und Einzelkomponenten zusammen, deren Zusammenstellung und Zusammenbau während der Montage eines Kraftfahrzeugs eines erheblichen Zeit- und Kostenaufwandes bedarf.
- Hier setzt die nachfolgend beschriebene Erfindung an.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen sowie einen Rohbau einer Fahrgastzelle dazu anzugeben, mit dem Ziel einer merklichen Minderung des Zeit- und Kostenaufwandes bei der Montage desselben.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen, beinhaltend eine Bodenkonstruktion sowie A-, B- und gegebenenfalls C- und/oder D-Säulen, auf denen sich eine Dachrahmenkonstruktion abstützt, durch ein Verfahren gelöst, wobei vorgeschlagen wird, vormontierte B-Säulen zu verwenden.
- In einer Ausgestaltung der Erfindung werden die B-Säulen vor ihrer eigentlichen Montage in den Rohbau der Fahrgastzelle durch Zusammenfügen einzelner Bauelemente oder einstückig als Preß-, Walz- oder Gußteile gefertigt. Die aus einzelnen Bauelementen zusammengefügten B-Säulen können nach der Tailord-Blank-Technik aus zwei oder mehr Platinen und/oder aus variabel gewalzten Platinen und/oder nach der Patchworktechnik aus zwei oder mehr "Flicken" gefertigt und gegebenenfalls mit zusätzlichen Versteifungen versehen werden. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, die B-Säulen vor ihrer eigentlichen Montage in den Rohbau der Fahrgastzelle mit Ergänzungsteilen, wie Retraktor, Gurthöhenverstellung, Elektro-/Elektronikkomponenten, Verkleidungsteile, Schließblech u. ä. zu versehen.
- Des Weiteren wird es als zweckmäßig erachtet, dass die vormontierten B-Säulen während ihrer eigentlichen Montage in den Rohbau der Fahrgastzelle zwischen die Dachrahmenkonstruktion und dem jeweiligen Schweller der Bodenkonstruktion geführt und mit diesen fest verbunden werden und nachfolgend Dach- und Sitzquerträger, die B- Säulen nach innen in Richtung Fahrzeug-Mitte formschlüssig abstützend, in den Rohbau der Fahrgastzelle eingebracht und mit den B-Säulen fest, vorzugsweise formschlüssig verbunden werden.
- Der Rohbau einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen, beinhaltend eine Bodenkonstruktion sowie A-, B- und gegebenenfalls C- und/oder D-Säulen, auf denen sich eine Dachrahmenkonstruktion abstützt, zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die B- Säulen vormontierte Bauteile sind. Ferner können die B-Säulen aus einzelnen Bauelementen oder einstückig als Preß-, Walz- oder Gußteile gefertigt sein. Eine vorteilhafte Weiterbildung des Rohbaus der Fahrgastzelle sieht vor, dass die B-Säulen nach der Tailord-Blank-Technik aus zwei oder mehr Platinen und/oder aus variabel gewalzten Platinen und/oder nach der Patchworktechnik aus zwei oder mehr "Flicken" gefertigt und gegebenenfalls mit zusätzlichen Versteifungen versehen sind. Ebenso wird es als vorteilhaft erachtet, wenn die B-Säulen mit Ergänzungsteilen, wie Retraktor, Gurthöhenverstellung, Elektro-/Elektronikkomponenten, Verkleidungsteile, Schließblech u. ä. versehen sind.
- Eine weitere Maßnahme sieht vor, dass die vormontierten B-Säulen zwischen die Dachrahmenkonstruktion und dem jeweiligen Schweller der Bodenkonstruktion geführt und mit diesen fest verbunden sind und ferner zwischen die B-Säulen, dieselben nach innen in Richtung Fahrzeug-Mitte formschlüssig abstützend, Dach- und Sitzquerträger in den Rohbau der Fahrgastzelle eingebracht und mit den B-Säulen fest, vorzugsweise formschlüssig verbunden sind.
- Neben den zu verzeichnenden Zeit- und Kostenersparnissen während der Montage des erfindungsgemäßen Rohbaus der Fahrgastzelle an sich ergeben sich auch erhebliche Werkzeugkostenreduzierungen. Weiterhin ist zu bemerken, dass vormontierte B-Säulen mit deutlich engeren Toleranzen vorgefertigt werden können, welches ebenfalls maßgeblich zur Reduzierung von Fertigungskosten beiträgt. Durch die besondere Anordnung der vormontierten B-Säulen formschlüssig zwischen Dach- und Sitzquerträger ist eine Verbesserung des Widerstandes derselben im Falle eines Crashes, insbesondere Seitencrashes zu erzielen.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Rohbaukarosserie eines Kraftfahrzeugs,
- Fig. 2 die Schnitte I-I nach Fig. 1.
- Gemäß den Fig. 1 und 2 besteht die Rohbaukarosserie 1 im Wesentlichen aus dem Vorderwagen 2, der Fahrgastzelle 3 und dem Hinterwagen 4, wobei vorliegend der Rohbau Fahrgastzelle 3 näher zu betrachten ist und seinerseits aus einer Bodenkonstruktion 5 mit seitlich angeordneten Schwellern 6 sowie A-, B- und C- und/oder D-Säulen, vorliegend A-Säulen 7, B-Säulen 8 und C-Säulen 9, besteht, auf denen eine Dachrahmenkonstruktion 10 mit einem vorderen und hinteren Querträger 11 sowie gegenüberliegend angeordneten Dachlängsträgern 12 vorzugsweise formschlüssig abgestützt ist.
- Erfindungsgemäß werden zur Herstellung des Rohbaus der Fahrgastzelle 3 vormontierte B-Säulen 8 verwendet, die ihrerseits entweder durch Zusammenfügen einzelner Bauelemente oder einstückig als Preß-, Walz- oder Gußteile gefertigt werden.
- Die aus einzelnen Bauelementen zusammengefügten B-Säulen 3 können nach der Tailord-Blank-Technik aus zwei oder mehr Platinen und/oder aus variabel gewalzten Platinen und/oder nach der Patchworktechnik aus zwei oder mehr "Flicken" gefertigt und gegebenenfalls mit zusätzlichen Versteifungen versehen werden (nicht näher dargestellt).
- Im Wesentlichen resultieren aus vorstehenden Maßnahmen Kostenersparnisse während der Montage der vormontierten B-Säulen 8.
- Um noch weitere Ersparnisse, insbesondere an Arbeitszeit und Werkzeugen zu erzielen, ist es angezeigt, die B-Säulen 8 vor ihrer eigentlichen Montage in den Rohbau Fahrgastzelle 3 mit diversen an sich bekannten und nicht näher dargestellten Ergänzungsteilen, wie Retraktor, Gurthöhenverstellung, Elektro- /Elektronikkomponeneten, Verkleidungsteile, Schließblech u. ä. zu versehen. Es versteht sich von selbst, dass vorstehende Ergänzungsteile nur einen Auszug der möglichen vormontierbaren Teile darstellen und keineswegs die Erfindung auf diese Ergänzungsteile beschränkt ist, sondern alle möglichen Ergänzungsteile mit erfaßt.
- Der Einbau der vormontierten, respektive komplettierten B-Säulen 8 in den Rohbau der Fahrgastzelle 3 vollzieht sich derart, dass dieselben zwischen die ausgerichtete Dachrahmenkonstruktion 10 und dem jeweils zugeordneten Schweller 6 der Bodenkonstruktion 5 geführt und mit diesen fest, vorzugsweise formschlüssig verbunden, beispielsweise verschraubt werden. Jedoch bieten sich auch andere mechanische Verbindungsmöglichkeiten, wie Nieten o. ä. sowie Schweiß- oder Klebverbindungen an. Nachfolgend werden, wie insbesondere in Fig. 2 ersichtlich, ein Dachquerträger 13 und Sitzquerträger 14 in den Rohbau der Fahrgastzelle 3 und zwar zwischen die B-Säulen 8 eingebracht und mit denselben fest verbunden, vorliegend ebenfalls mittels Schraubverbindungen. Im Wesentlichen wird damit erreicht, dass die B-Säulen 8 nach innen in Richtung Fahrzeug-Mitte formschlüssig abgestützt sind und somit vorteilhaft zur Versteifung der Gesamt-Karosseriestruktur und wie oben bereits dargetan, zur Erhöhung des Widerstandes der Fahrgastzelle 3 im Falle eines Crashes, insbesondere Seitencrashes, beitragen.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen,
beinhaltend eine Bodenkonstruktion sowie A-, B- und gegebenenfalls C- und/oder
D-Säulen, auf denen sich eine Dachrahmenkonstruktion abstützt,
dadurch gekennzeichnet, dass
vormontierte B-Säulen (8) verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die B-Säulen (8) vor ihrer eigentlichen Montage in den Rohbau der Fahrgastzelle
(3) durch Zusammenfügen einzelner Bauelemente oder einstückig als Preß-, Walz-
oder Gußteile gefertigt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die aus einzelnen Bauelementen zusammengefügten B-Säulen (8) nach der
Tailord-Blank-Technik aus zwei oder mehr Platinen und/oder aus variabel
gewalzten Platinen und/oder nach der Patchworktechnik aus zwei oder mehr
"Flicken" gefertigt und gegebenenfalls mit zusätzlichen Versteifungen versehen
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die B-Säulen (8) vor ihrer eigentlichen Montage in den Rohbau der Fahrgastzelle
(3) mit Ergänzungsteilen, wie Retraktor, Gurthöhenverstellung, Elektro-
/Elektronikkomponenten, Verkleidungsteile, Schließblech u. ä. versehen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vormontierten B-Säulen (8) während ihrer eigentlichen Montage in den Rohbau
der Fahrgastzelle (3) zwischen die Dachrahmenkonstruktion (10) und dem
jeweiligen Schweller (6) der Bodenkonstruktion (5) geführt und mit diesen fest
verbunden werden und nachfolgend Dach- und Sitzquerträger (13; 14), die B-
Säulen (8) nach innen in Richtung Fahrzeug-Mitte formschlüssig abstützend, in den
Rohbau der Fahrgastzelle (3) eingebracht und mit den B-Säulen (8) fest verbunden
werden.
6. Rohbau einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen, beinhaltend eine
Bodenkonstruktion sowie A-, B- und gegebenenfalls C- und/oder D-Säulen auf
denen sich eine Dachrahmenkonstruktion abstützt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die B-Säulen (8) vormontierte Bauteile sind.
7. Rohbau nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die B-Säulen (8) aus einzelnen Bauelementen oder einstückig als Preß-, Walz-
oder Gußteile gefertigt sind.
8. Rohbau nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die B-Säulen (8) nach der Tailord-Blank-Technik aus zwei oder mehr Platinen
und/oder aus variabel gewalzten Platinen und/oder nach der Patchworktechnik aus
zwei oder mehr "Flicken" gefertigt und gegebenenfalls mit zusätzlichen
Versteifungen versehen sind.
9. Rohbau nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die B-Säulen (8) mit Ergänzungsteilen, wie Retraktor, Gurthöhenverstellung,
Elektro-/Elektronikkomponenten, Verkleidungsteile, Schließblech u. ä. versehen
sind.
10. Rohbau nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vormontierten B-Säulen (8) zwischen die Dachrahmenkonstruktion (10) und
dem jeweiligen Schweller (6) der Bodenkonstruktion (5) geführt und mit diesen fest
verbunden sind und ferner zwischen die B-Säulen (8), dieselben nach innen in
Richtung Fahrzeug-Mitte formschlüssig abstützend, Dach- und Sitzquerträger (13;
14) in den Rohbau der Fahrgastzelle (3) eingebracht und mit den B-Säulen (8) fest
verbunden sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001160885 DE10160885A1 (de) | 2001-12-12 | 2001-12-12 | Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen und Rohbau einer Fahrgastzelle dazu |
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| DE10160885A1 true DE10160885A1 (de) | 2003-07-03 |
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ID=7708840
Family Applications (1)
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| DE2001160885 Withdrawn DE10160885A1 (de) | 2001-12-12 | 2001-12-12 | Verfahren zur Herstellung des Rohbaus einer Fahrgastzelle an Kraftfahrzeugen und Rohbau einer Fahrgastzelle dazu |
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| Country | Link |
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