-
Kupplungsscheibe Die Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungsscheibe
mit sektorförmigen Reibbelägen auf beiden Seiten und einem radialen Schlitz zwischen
den sektorförmigen Reibbelägen.
-
Es ist bei Kupplungsscheiben mit durch einen Schlitz: voneinander
getrennten Segmenten vorgeschlagen worden, diese Segmente abwechselnd nach beiden
Seiten auszubiegen, -so daß sie als Feder wirken. Dieser Vorschlag ist jedoch nicht
für Kupplungsscheiben geeignet, die mit Reibbelägen versehen sind.
-
Bei einseitig mit- Reibbelägen versehenen Kupplungsscheiben hat man
in den Kupplungsscheiben geführte, zusammendrückbare Gummipuffer vorgesehen, die
beim Einrücken der Kupplung so weit zusammengedrückt werden, bis ihre. Stirnflächen
mit den Oberflächen des Reibbelages fluchten. Federzungen zum Auseinanderdrücken
der Platten beim Ausrücken arbeiten zwischen den Kupplungsscheiben. Bei Beginn des
Einrückens der Kupplung kommen die Gummipuffer zuerst gegen die Antriebsscheibe
zur Anlage, und die Federfinger werden leicht ausgebogen. Da nur die Stirnflächen
gegen die Antriebsscheibe anliegen, ergibt sich eine unzulängliche Arbeitsweise.
Danach werden die Gummipuffer zusammengedrückt, bis sich die beiden Kupplungsscheiben
berühren. Es ergibt sich zwar ein weiches Einrücken der Kupplung, jedoch ist ein
weiches .und schnelles Einrücken nicht zu erreichen. Dies ermöglicht aber die erfindungsgemäße
Bauart, und zwar dadurch, daß durch zwei zu dem radialen Schlitz parallele Schlitze
in der Kupplungsscheibe zwischen den sektorförmigen Reibbelägen ein Federfingerpaar
gebildet wird, an dessen freien Enden auf einander gegenüberliegenden Seiten je
ein Knopf vorgesehen ist, der bei ausgerückter Kupplung in axialer Richtung über
die Reibbelagebene vorsteht.
-
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung liegen die Federfingerpaare
einander diametral gegenüber, wobei die einen Finger jedes Paares auf einer Parallelen
zum Durchmesser der Kupplungsscheibe liegen und die Knöpfe auf der gleichen Seite
sitzen. Weiterhin können bei den den Enden jedes sektorförmigen Reibbelags benachbarten
federnden Fingern die Knöpfe auf der gleichen Seite angeordnet sein.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Kupplungsscheibe nach der Erfindung,
Fig. 2 ein Teil der Kupplungsscheibe, in Richtung der Pfeile 2-2 der Fig. 1 gesehen,
in größerem Maßstab, Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Teils der Kupplungsscheibe
und Fig. 4 ein Schnitt durch einen Teil einer Mehr-Scheibenkupplung mit Kupplungsscheiben
nach der Erfindung.
-
Die Kupplungsscheibe 10 ist insbesondere für eine nasse Mehrscheibenkupplung
12 (Fig. 4) bestimmt, die zwei Paare von Kupplungsscheiben 10 enthält. Jedes Paar
von Kupplungsscheiben steht mit einem besonderen Antriebszahnrad 14 in Verbindung.
-Die beiden Kupplungsscheibenpaare sind durch eine Druckplatte 20 voneinander getrennt.
Die Kupplungsscheiben jedes Paares sind voneinander durch schwimmende Abstandsplatten
22, 24 getrennt. Die ganze Einrichtung ist in einer Kammer 16 eines Schwungrades
18 untergebracht, durch die Schmier- und Kühlflüssigkeit strömt. Die Kupplungsscheiben
10 sind in Achsrichtung verschieblich, um mit dem Schwungrad 18 in Eingriff gebracht
zu werden, was durch Verstellen der Druckplatte 20 in der einen oder anderen Richtung
erfolgt.
-
Jede Kupplungsscheibe 10 besteht aus einer ringförmigen Platte 26,
deren Innenrand mit keilförmigen Zähnen 28 versehen ist, die in Keilnuten an den
Antriebsrädern 14 eingreifen. Die Platte 26 ist am äußeren Rand mit in Abstand voneinander
liegenden Schlitzen versehen, die sechs Paare von im wesentlichen radialen, mit
Abstand nebeneinanderliegenden Federfingern 30 bilden. Der zwischen den Federfingern
jedes Paares liegende Schlitz ist radial gerichtet, und die außen neben den Federfingern
liegenden Schlitze laufen parallel zu diesem mittleren Schlitz. Zwischen jedem Satz
von Schlitzen und
Federfingern ist der ringförmige Sektor 32 der
Platte 26 auf beiden Seiten mit einem Reibbelag 34 bedeckt.
-
Jeder Federfinger 30 hat auf der einen Seite seines freien Endes einen
Knopf 36. Ein kleines angesenktes Loch 38 im Federfinger 30 -nimmt einen Zapfen
40 des Knopfes 36 auf. Der Zapfen 40 wird in die Einsenkung so eingestanzt, daß
sich eine glatte Oberfläche ergibt. Jeder Knopf 36 ist etwas höher als die Stärke
des Reibbelages 34 auf der Seite der Platte 26, an der der Knopf vorsteht.
-
Die Federfinger 30 sind genügend lang, um ein leichtes Ausbiegen zu
gestatten, wenn die Scheibe zum Andrücken der Reibflächen 34 bewegt wird. Sie sind
aber genügend starr, um die Scheibe außer Eingriff zu bringen, wenn die Kupplung
ausgerückt wird.
-
Die Federfinger 30 liegen nicht genau auf Radien der Kupplungsscheibe
10, sondern auf Parallelen zum Durchmesser. Die Knöpfe 36 an den freien Enden eines
Federfingerpaares 30 sind auf einander gegenüberliegenden Seiten angeordnet. Die
Federfingerpaare liegen einander diametral gegenüber und sind auf den Umfang der
Kupplungsscheibe 10 gleichmäßig verteilt. Die Knöpfe 36 der auf einer Parallelen
zum Durchmesser liegenden Federfinger sitzen auf der gleichen Seite der Kupplungsscheibe.
-
Der Reibbelag 34 ist mit ringförmigen Nuten 42 versehen, die das Ableiten
der Flüssigkeit von den Reibflächen unterstützen sollen. Diese Flüssigkeit würde
sonst versuchen, die Kupplungsscheiben 10 an den benachbarten Kupplungsteilen durch
Kohäsion festzuhalten.
-
Die Betätigung der Kupplung ist folgende: Bei umlaufendem Schwungrad
18 und feststehenden Antriebsrädern 14 befindet sich die Druckplatte 20 in der mittleren
Stellung. Die Knöpfe 36 an den Federfingern 30 ragen über die Oberfläche des Reibbelages
34 an jeder Seite jeder Kupplungsscheibe 10 hinaus und halten damit die Reibbeläge
34 außer Eingriff mit den ihnen benachbarten Teilen. Wird die Druckplatte 20 gegen
das Schwungrad 18 und die Abstandsplatte 22 bewegt, so werden die Federfinger 30
der Kupplungsscheibe 10, die zwischen der Druckplatte 20, der Abstandsplatte 22
und dem Schwungrad 18 liegen, aus der Ebene der Kupplungsscheibe ausgebogen und
erlauben das Zusammenwirken dieser Glieder mit den Reibbelägen 34 auf jeder Seite
der Kupplungsscheibe. Wird die Druckplatte 20 zurückgeführt, so federn die Federfinger
30 zurück und unterstützen das Abdrücken der Kupplungsscheiben 10. Die Relativbewegung
zwischen den Knöpfen 36 und den benachbarten Kupplungsgliedern verursacht ein Abwischen
der Flüssigkeit zwischen diesen Gliedern und dem benachbarten Reibbelag, verursacht
also eine schnelle Unterbrechung des Flüssigkeitsfilms. Hierdurch wird ein schnelles
Ausrücken der Kupplung unter geringstem Schlupf erreicht.
-
Bei einer abgewandelten Bauart kann statt der Knöpfe 36 der Werkstoff
der Federfinger 30 an ihren freien Enden aus der Ebene der Kupplungsscheibe 26 ausgebogen
sein, so daß sich diese Enden in axialer Richtung über die Fläche des Reibbelages
erstrecken. Auch bei dieser Ausführungsform wird der Werkstoff der Federfinger jedes
Paares in zueinander entgegengesetzten Richtungen ausgebogen.