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DE10159720A1 - Verfahren zum Herstellen von Gussstücken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Gussstücken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Info

Publication number
DE10159720A1
DE10159720A1 DE2001159720 DE10159720A DE10159720A1 DE 10159720 A1 DE10159720 A1 DE 10159720A1 DE 2001159720 DE2001159720 DE 2001159720 DE 10159720 A DE10159720 A DE 10159720A DE 10159720 A1 DE10159720 A1 DE 10159720A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting
castings
region
vertical axis
rotation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2001159720
Other languages
English (en)
Inventor
Bernd Hahn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ThyssenKrupp Technologies AG
Original Assignee
ThyssenKrupp Automotive AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ThyssenKrupp Automotive AG filed Critical ThyssenKrupp Automotive AG
Priority to DE2001159720 priority Critical patent/DE10159720A1/de
Publication of DE10159720A1 publication Critical patent/DE10159720A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/08Shaking, vibrating, or turning of moulds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/04Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force of shallow solid or hollow bodies, e.g. wheels or rings, in moulds rotating around their axis of symmetry

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Abstract

Um bei der Herstellung von Gussstücken (3, 4, 5) mit großen Abmessungen die Anzahl der Zuläufe, der Abschnitte und der Speiser reduzieren oder ganz eliminieren zu können, ohne dass die Lunkergefahr auch bei Materialanhäufungen an den Enden erhöht wird, rotiert die Gießform während des Eingießens horizontal um eine vertikale Drehachse (1) und liegt die Eingussöffnung (7) im Bereich der Drehachse (1). Dabei liegt vorzugsweise eine kastenlose oder eine kastengebundene Sandform auf einem Drehtisch (2).

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Gussstücken mit großen Abmessungen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
  • Gussstücke mit großen Abmessungen benötigen naturgemäß eine große Menge an Schmelze. Um die Gefahr der Lunkerbildung zu reduzieren, muss beim Erstarren der Schmelze in Speisern bevorratete Schmelze nachfließen können. Darüber hinaus gibt es bei gestreckten Gussstücken mit Materialanhäufungen an den Enden weitere Probleme beim Zuführen der Schmelze. Hier müssen zum Teil lange Zuläufe und sogar mehrere Anschnitte vorgesehen werden. Derartige Gussstücke benötigen darüber hinaus eine Vielzahl von Speisern.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von Gussstücken zu finden, bei dem die Anzahl der Zuläufe, der Anschnitte und der Speiser reduziert oder ganz eliminiert werden kann, ohne dass die Lunkergefahr auch bei Materialanhäufungen an den Enden erhöht wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 4 beschrieben. Anspruch 5 beschreibt die Lösung für eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens. In den Ansprüchen 6 bis 11 sind vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Vorrichtung beschrieben.
  • Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Gussstücke mit einer verminderten Anzahl von Speiser, Steiger und Eingussanschnitten ausgebildet werden können. Vorteilhaft kommt man bei einer großen Anzahl der Gussstücke sogar mit einem Anschnitt aus. Dadurch reduziert sich der Putzaufwand für nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Gussstücke wesentlich. Weiterhin vorteilhaft kann bei großen Gussstücken die Zeit zum Füllen der Gießformen mit Schmelze reduziert werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Die einzige Figur zeigt eine Drehscheibe, auf der verschiedene Gussstücke angeordnet sind.
  • Die Figur ist als schematische Darstellung anzusehen. Auf die Darstellung von Kästen oder Formen wurde aus Anschauungsgründen verzichtet.
  • Ein um eine vertikale Drehachse 1 horizontal rotierender Drehtisch 2 trägt auf seiner Tischoberfläche nicht dargestellte kastenumgebene oder kastenlose Sandformen oder Kokillenformen, die mit Hohlräumen für unterschiedliche Gussstücke 3, 4, 5 ausgebildet sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders für lange, großvolumige Gussstücke 3. Hier wird der Anschnitt 6 etwa mittig am Gussstück 3 angebracht. Oberhalb des Anschnitts 6 ist die Eingussöffnung 7 angeordnet. Zwischen Eingussöffnung 7 und Anschnitt 6 liegt ein größeres Volumen, das als Speiser 8 dient.
  • Durch die durch die Drehung des Drehtisches 2 erzeugten Fliehkräfte wird die Schmelze nach dem Einlauf in das Gussstück 3 zu den jeweiligen Enden 9 des Gussstücks 3 befördert. Die Erstarrung der Schmelze beginnt von den Enden und schreitet zur Mitte hin fort. Dadurch, dass die Rotation des Drehtisches 2 auch während des Erstarrungsvorganges aufrechterhalten wird, wird die durch die Schwindung des Materials erforderliche Nachspeisung mit Schmelze vom Zentrum zu den Enden 9 bzw. zur Erstarrungsfront gefördert. Die Speisung kann direkt durch die Eingussöffnung 7 oder - soweit erforderlich - durch den zentralen Speiser 8 erfolgen. Es ist auch möglich, mehrere Speiser direkt an die Eingussöffnung 7 anzubinden, um die erforderliche Speisung zu gewährleisten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich auch sehr gut zum Herstellen von Gussstücken 4, die mit einer einseitigen Volumenanhäufung 10 ausgebildet sind und bei denen gerade im Bereich der Volumenanhäufung 10 kein Speiser gewünscht wird, weil dieser z. B. eine nachfolgende Bearbeitung oder Wärmebehandlung nachteilig beeinflussen könnte. Bei derartigen Gussstücken 4 wird die Volumenanhäufung 10 radial nach außen gelegt. Die Speisung erfolgt wiederum vom Zentrum des Drehtisches 2.
  • Beim Einlegen mehrerer Gussstücke in die Form kann es auch sinnvoll sein, Gussstücke 5 parallel radial nach außen versetzt einzulegen. Dieses ist beim rechten Werkstück 5 dargestellt. Die letztgenannte Variante bietet sich besonders an, wenn zwei großvolumige Gussstücke in den Kasten passen. Dann liegt die Eingussöffnung 7 und ein oder mehrere zentrale Speiser 8 zentral zwischen diesen beiden Gussstücken 5.
  • Das erfindungsgemäße Gießverfahren eignet sich für alle Formverfahren, bei denen Gießmetall durch Schwerkraft in die Form gelangt und für alle Gusswerkstoffe. Es kann besonders vorteilhaft eingesetzt werden zum Herstellen von Achsbrücken, Getriebegehäusen, Schieberflansche o. ä. Bezugszeichenliste 1 Drehachse
    2 Drehtisch
    3 Gussstück
    4 Gussstück
    5 Gussstück
    6 Anschnitt
    7 Eingussöffnung
    8 Speiser
    9 Ende
    10 Volumenanhäufung

Claims (11)

1. Verfahren zum Herstellen von Gussstücken (3, 4, 5) mit großen Abmessungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießform während des Eingießens horizontal um eine vertikale Drehachse (1) rotiert und die Eingussöffnung (7) im Bereich der Drehachse (1) liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotation auch während der Erstarrung der Schmelze aufrechterhalten bleibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gussstücke (4, 5) in einer Gießform horizontal voreinander oder nebeneinander liegen und die zentrale Eingussöffnung (7) zwischen den Gussstücken angeordnet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gießformen horizontal um eine vertikale Drehachse (1) rotieren und über eine gemeinsame zentrale Eingussöffnung mit Schmelze versorgt werden.
5. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Drehtisch (2), auf dem eine kastenlose oder eine kastengebundene Sandform aufliegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehtisch (2) mit einer Kastenhälfte verbunden oder als Kastenhälfte ausgebildet ist.
7. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehtisch (2) mit einer Kokillenform verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehtisch (2) als Station einer Gießanlage ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Drehtische (2) parallel in der Gießanlage vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingussöffnung (7) so groß gestaltet ist, dass sie sämtliches Speisermaterial für alle Gussstücke (3, 4, 5) aufnimmt.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingussöffnung (7) mit einem oder mehreren Speisern (8) direkt verbunden ist.
DE2001159720 2001-12-05 2001-12-05 Verfahren zum Herstellen von Gussstücken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Withdrawn DE10159720A1 (de)

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