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DE1015863B - Mehrankerrelais mit Hilfspolen - Google Patents

Mehrankerrelais mit Hilfspolen

Info

Publication number
DE1015863B
DE1015863B DEST10748A DEST010748A DE1015863B DE 1015863 B DE1015863 B DE 1015863B DE ST10748 A DEST10748 A DE ST10748A DE ST010748 A DEST010748 A DE ST010748A DE 1015863 B DE1015863 B DE 1015863B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
auxiliary
winding
armature
holding force
relay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST10748A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Strunk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEST10748A priority Critical patent/DE1015863B/de
Publication of DE1015863B publication Critical patent/DE1015863B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/22Switches without multi-position wipers
    • H01H67/26Co-ordinate-type selector switches not having relays at cross-points but involving mechanical movement, e.g. cross-bar switch, code-bar switch
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/02Non-polarised relays
    • H01H51/20Non-polarised relays with two or more independent armatures

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die heute in der Fernmeldetechnik benutzten Wählorgane sind meist noch Systeme, die sich auf dem Prinzip des Schrittschaltwerks aufbauen, wobei auch die Funktion des Suchwählers durch solche Systeme in Zusammenhang mit bestimmten Schaltungen erfüllt werden kann. Motorwählersysteme haben erst in jüngster Zeit wieder Bedeutung erlangt, nachdem man die Suchgeschwindigkeit derartiger Organe wesentlich steigern konnte. Die \^erwendung aller Wähler in Sucherschaltungen ist jedoch bestimmt dadurch, daß ein bewegtes Teil, welches die Eingangskontakte des Wählers trägt, zum Erreichen eines freien Ausgangs einen bestimmten, von der Lage dieses Ausgangs abhängigen Weg zurücklegen muß. Dadurch wird die Prüf zeit solcher Systeme je nach der Lage des Ausgangs verschieden lang sein. Demgegenüber bieten Schalterkonstruktionen die Möglichkeit, einem Eingang in direkter Aufschaltung einen bestimmten Ausgang zuzuordnen, d. h. die DuTchschialtzeit dies Schalters unabhängig von der Lage des Ausgangs zu machen. Wo jedoch die Funktion eines freien Suchorgans gefordert wird, wie etwa beim Vorwähler oder Gruppenwähler einer Fernsprechanlage, ist der Schalter nur mit erheblichem Aufwand einzusetzen. Es besteht demnach zur Zeit kein Organ, welches die Funktion eines Suchers erfüllen kann, ohne diese Funktion vom Durchlaufen eines Suchweges abhängen zu lassen.
Die Erfindung soll nun die Aufgabe lösen, einerseits einen freien Suchvorgang in direkter Aufschaltung durchzuführen, andererseits dieser Bedingung ohne Hilfsmittel und zeitlich unabhängig von der Lage des Ausgangs genügen. Diese Aufgabe ist nur durch relaisartige Arbeitsweise und nur durch eine ganz bestimmte Zusammenschaltung der stromführenden Elemente des Organs zu erfüllen.
Das Ergebnis dieser Forderungen ist ein Mehrankerrelais (Abb. 1), dessen Anker 7 in seinem Anzugsverhalten durch zwei Faktoren bestimmt wird, nämlich durch das von Spule 8 erzeugte Anzugsmoment und die zwischen Klebstift 6 und Anker 7 bestehende Klebkraft. Diese wird hervorgerufen durch Verzweigung des magnetischen Flusses im Mittelstück 1. Danach besteht ein Hauptfluß über Polschuh 3, Anzugspol 2, Mittelstück 1, Anker 7, Luftspalt, Polschuh 3, sowie ein schwacher Nebenfluß über Anker 7, Mittelstück 1, Haltepol 4, Leiste 5, die aus magnetisch nichtleitendem Material besteht, Klebstift 6, Anker 7. Die Klebkraft zwischen Klebstift 6 und Anker 7 kann durch eine aus wenigen Windungen bestehende Wicklung aufgehoben werden. Bei Stromdurchgang durch Spule 8 wird jeder Anker durch seinen Klebstift gehalten, erst bei Neutralisation des Klebstiftmagnetismus zieht der jeweilige Anker an. Die Ankerbewegung Mehrankerrelais mit Hilfspolen
Anmelder:
Kurt Strunk, Essen-Werden,
Bungertstr. 22
Kurt Strunk, Essen-Werden,
ist als Erfinder genannt worden
wird durch Kontaktstangen auf das Kontaktfeld übertragen.
Die Verwendung dieses Relais als Sucher wird möglich durch eine sinnvolle Zusammenschaltung der Klebstiftwicklungen KW, die in dem gezeigten Ausführungsbeispiel (Abb. 2) auf einer Seite durch Widerstände R2 verbunden sind. Die andere Seite der Klebstiftwicklungen liegt an den Prüfleitungen in Feld II, die von den Belegungskontakten der nächsten Wählstufe in Feld III ihr Prüfpotential erhalten. In diesem Beispiel entspricht ein offener Kontakt in Feld III einem besetzten Wähler der nächsten Wählstufe. Neben den eigentlichen Suchankern, die zur Beschaltung eines freien Ausgangs dienen, sind nun noch zwei Hilfsanker vorhanden, deren einer den Belegungskontakt bk steuert, während der andere den Trennkontakt tk betätigt. Dabei wird der dem Belegungskontakt bk zugeordnete Anker mit einem magnetisch neutralen Klebstift versehen, so daß er immer anzieht, wenn Spule 8 Strom führt. Dagegen wird der dem Trennkontakt tk zugeordnete Anker durch eine in der negativen Einspeiseleitung befindliche Klebstiftwicklung in seinem Anzugsverhalten bestimmt, d.h., er zieht an, sobald bk schließt. Rl dient der Strombegrenzung im Wicklungssystem. Als Rs wird im folgenden der Widerstand eines Prüfweges gerechnet, also der Widerstand der Klebstiftwicklung in Feld I plus Widerstand der Leitung in Feld II plus Leitungs- und Kontaktwiderstand der nächsten Wählstufe in Feld III. Rs ist wegen der wenigen Klebstiftwindungen extrem niedrig. Zur Durchführung eines Suchvorgangs muß nun die Randbedingung Rs ( R 2 (( R1 erfüllt sein. In diesem Fall
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kann immer nur der erste freie Ausgang beschaltet werden, wie es im folgenden ausgeführt wird.
Beispiel
Ein Vorwähler sucht unter seinen Ausgängen, die mit GPF-Eingängen beschaltet sind, den ersten freien Ausgang. (Zusammenwirken mehrerer VW nicht berücksichtigt, nur Prüfstromkreise gezeichnet.)
Wirkungsweise
Spule 8 werde erregt. Der dem Belegungskontakt bk zugeordnete Anker zieht an, da sein Klebstift neutral ist. Es fließt jetzt, da bk geschlossen, über alle freien geschlossenen Belegungskontakte der nächsten Wählstufe ein Prüfstrom. Infolge der Zusammenschaltung der Klebstiftwicklungen durch R2 ist der Widerstand des ersten freien Prüfweges immer wesentlich kleiner als der des nächsten, wodurch nur im ersten P ruf weg ein ausreichender Prüfstrom fließen kann, der durch Rl wegen Rs {R2({R1 bestimmt wird. Mit Anzug des ersten freien Suchankers zieht auch der tk zugeordnete Anker an, da dessen Klebstiftwicklung in der gemeinsamen Speiseleitung liegt. Dadurch wird der Prüfstromkreis sofort unterbrochen und ein Nachprüfen des nächsten Ausgangs verhindert.
Im vorliegenden Relaissystem werden sämtliche Suchzeiten gleich lang, nämlich gleich der Anzugszeit. Dadurch kann in Wählschaltungen die Suchzeit wesentlich verkürzt werden, was ein Hauptziel der heutigen Entwicklung ist.
Es ist leicht ersichtlich, daß ein Relais vorliegender Art auch überall dort vorteilhaft verwendet werden kann, wo unter einer bestimmten Zahl von möglichen Schaltvorgängen stets nur einer davon erforderlich wird bzw. mehrere voneinander abhängige Schaltvorgänge abgewickelt werden müssen, wie es häufig in Signalschaltungen, Speicherschaltungen oder beim Zusammenschalten von Leitungsgruppen erforderlich wird; Zwecke, für die sonst eine größere Zahl von Relais aufgebracht werden muß. Da die Hilfspolwicklungen auch einzeln erregt werden können, eignet sich die beschriebene Ausführungsform ebenfalls für Mischschaltungen, in denen neben einer Sucherfunktion auch die Möglichkeit einer direkten Durchschaltung gefordert wird. Dies könnte z. B. beim Bau eines Relaisgruppenwählers erforderlich werden, wo ein Steuerrelais in Doppelfunktion zunächst die markierte erste Ziffer und dann in freier Wahl den dazugehörigen ersten freien Ausgang zu schalten hätte.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Mehrankerrelais mit Hilfspolen für Sucher bzw. Freiwahlschaltungen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, dessen Betätigung von einer iVnzugs- und Haltekraft bei einer ganz bestimmten Zusammenschaltung der die Haltekraft aufhebenden Wicklungen bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die die Haltekraft erzeugenden Hilfspole (6, Abb. 1) von je einem magnetischen Kraftfluß durchsetzt sind, der von der Erregerspule (8) des Relais erzeugt und von einer solchen Stärke ist, daß durch die der Haltekraft entgegengerichtete und von der Erregerspule gelieferte Anzugskraft die Wirkung auf den Anker (7) ganz oder teilweise aufgehoben ist, und daß die Hilfspole (6) mit je einer zusätzlichen Wicklung (KW) versehen sind, durch die bei Stromfluß durch diese Wicklung ein magnetisches Feld erzeugt wird, das die Haltekraft aufhebt, daß ferner zwischen dem Hilfspol (6) und dem Anker (7) nur ein geringer magnetischer Widerstand besteht.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen (KW) an den Verbindungspunkten (Abb. 2) von in Reihe liegenden Widerständen (R2) angeschaltet sind und daß ein Vorwiderstand (Rl), die Reihenwiderstände (i?2) und der Ohmsche Widerstand jeder Hilfspolwicklung (KW) so bemessen sind, daß nur der durch die dem ersten freien Ausgang zugeordnete Hilfswicklung fließende Strom und auch noch der durch die letzte Hilfswicklung beim Besetztsein aller übrigen Ausgänge fließende Strom so stark ist, daß er einen hinreichend großen, durch seinen Hilfspol (6) fließenden Kraftfluß erzeugt und den zugehörigen Anker anziehen läßt.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwiderstand (Rl, Abb. 2), der Reihenwiderstand (R2) und der Widerstand der Hilfspolwicklung(Rs) die ForderungRs{R2({Rl erfüllen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 ΰ»7/135 Ϊ.
DEST10748A 1956-01-11 1956-01-11 Mehrankerrelais mit Hilfspolen Pending DE1015863B (de)

Priority Applications (1)

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DEST10748A DE1015863B (de) 1956-01-11 1956-01-11 Mehrankerrelais mit Hilfspolen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1015863B true DE1015863B (de) 1957-09-19

Family

ID=7455181

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST10748A Pending DE1015863B (de) 1956-01-11 1956-01-11 Mehrankerrelais mit Hilfspolen

Country Status (1)

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DE (1) DE1015863B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1261962B (de) * 1962-07-27 1968-02-29 Int Standard Electric Corp Vielfachrelais

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1261962B (de) * 1962-07-27 1968-02-29 Int Standard Electric Corp Vielfachrelais

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