DE10158494C1 - Lade/Entlade-Schutzschaltung - Google Patents
Lade/Entlade-SchutzschaltungInfo
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- H02H7/18—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for batteries; for accumulators
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Abstract
Eine Lade/Entlade-Schutzschaltung mit n parallelen Laststromschaltern und einer Steuerlogik für letztere, die im Überspannungsfall die Batterie von den Lade/Entlade-Anschlüssen durch sequentiell gesteuertes Durchbrennen von integrierten Schmelzsicherungen auslöst, kann auf einem kleineren und daher kostengünstigeren Chip untergebracht werden, wenn die Steuerlogik (6) im Überspannungsfall alle Laststromschalter (10 [1 : n]) gleichzeitig schließt, anschließend eine erste Anzahl der Laststromschalter sequentiell öffnet und gleichzeitig den dem jeweiligen Laststromschalter zugeordneten Teilschalter (12 [1 : (m - 1)]) einer Kurzschlussschalteranordnung schließt, so dass die ersteren zugeordneten Schmelzsicherungen (11 [1 : (m - 1)]) sequentiell durchbrennen, nach dem Öffnen dieser ersten Anzahl von Laststromschaltern letztere wieder schließt und gleichzeitig die verbliebene Anzahl (10 [m : n]) noch geschlossener Laststromschalter öffnet sowie fortfährt, die verbleibenden Teilschalter (12 [n : m]) sequentiell zu schließen. Auf diese Weise besteht bis zum vollständigen Abtrennen der Batterie stets ein niederohmiger Pfad zwischen den Lade/Entlade-Anschlüssen (59, 60) der Schutzschaltung, so dass letztere vor der Überspannung geschützt wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Lade/Entlade-Schutzschaltung
für eine mindestens eine wiederaufladbare Zelle umfassende
Batterie.
Aus der DE 197 37 775 A1 ist eine Lade/Entlade-Schutzschal
tung für wiederaufladbare Batterien bekannt, die zusätzlich
zu ihrer normalen Steuerungsfunktion der Lade/Entlade-Vor
gänge eine gefährliche Überladung der Batterie verhindert,
falls die den Lastschalter bildenden MOSFETs durchgebrochen
sind. In diesem Fall trennt die Schutzschaltung die Batte
rie von den Lade/Entlade-Anschlüssen dauerhaft ab, uzw.
durch Schließen eines Kurzschlussschalters, der die Batte
rieanschlüsse über eine Schmelzsicherung verbindet. Das hat
den Nachteil, dass die Schaltung durch eine an ihre Lade/
Entlade-Anschlüsse angelegte Überspannung schon zerstört
sein kann, bevor sie ihre Schutzfunktion wahrnehmen kann.
Außerdem vermag die Schaltung den Fall der "aktiven Über
entladung", d. h. den verpolten Anschluss eines Ladegerätes
mit Überspannung, nicht zu erkennen.
Aus der JP 10-66251 A ist eine Lade/Entlade-Schutzschaltung
bekannt, die zwei parallel geschaltete Serienschaltungen
aus je einem Laststromschalter und einer Schmelzsicherung
umfasst, die mittels eines Kurzschlussschalters, alternativ
mittels zweier Kurzschlussschalter, ausgelöst werden, ent
weder wenn die Spannung an den Batterieanschlüssen einen
maximal zulässigen Wert überschreitet oder wenn ein Last
stromschalter-Ausfall vorliegt. In der Ausführungsform mit
zwei Kurzschlussschaltern werden letztere zeitlich nachein
ander durchgeschaltet.
Aus der DE 101 49 234 A1 gilt eine Schaltung als bekannt,
bei der ebenfalls anstelle einer einzigen Sicherung mehrere
parallelgeschaltete Sicherungen sequentiell ausgelöst wer
den.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schutzschal
tung der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, die
trotz hoher Schutzfunktion auf einem flächenmäßig kleinen
und daher kostengünstigen Chip untergebracht werden kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Schutzschal
tung mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
Diese Lösung hat den Vorteil, einen niederohmigen Pfad zu
schaffen, der zunächst über die sämtlich geschlossenen
Laststromschalter und die Batterie führt, später über die
wieder geschlossene erste Anzahl von Laststromschaltern und
die schon geschlossenen Kurzschlußschalter. Der anfängliche
Stromfluß durch die Batterie verursacht noch keine gefähr
liche Überladung (oder auch Entladung) weil der Abtrenn
prozeß innerhalb von Millisekunden (höchstens innerhalb
einer Sekunde) abgeschlossen ist.
Der Kerngedanke der Erfindung besteht also darin, eine
erkannte Überspannung über niederohmige Strompfade unter
Verwendung parallel liegender Laststromschalter abzubauen,
so daß die Schutzschaltung bis zum endgültigen Abtrennen
der Batterie durch Zerstörung der letzten Sicherung funk
tionsfähig bleibt. Im Überspannungsfall werden deshalb
zunächst alle Lastschalter geschlossen und während des
anschließenden, sequentiellen Durchbrennens der Sicherungen
wird stets eine ausreichende Anzahl der Laststromschalter
geschlossen gehalten, damit die Überspannung zunächst über
die Batterie, im weiteren Verlauf über die bereits ge
schlossenen Teilschalter der Kurzschlußschalteranordnung
niederohmig kurzgeschlossen wird.
Zweckmäßig erhalten zumindest die die Schaltsignale für die
verschiedenen Schalter generierenden Schaltungsteile der
Steuerlogik ihre Versorgungsspannung von einer Hilfsspan
nungsquelle, insbesondere einem geladenen Stützkondensator
(Anspruch 2). Dadurch ist die Funktion der Schutzschaltung
auch dann sichergestellt, wenn die äußere Überspannung
infolge des erzeugten, niederohmigen Kurzschlußpfades zu
sammenbricht oder umgekehrt so hoch ist, daß sie zu einer
Zerstörung anderer, für die normale Funktion der Schutz
schaltung vorgesehener Teile der Steuerlogik geführt hat.
Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht darin,
den die Hilfsspannungsquelle bildenden Stützkondensator
über einen Halbleiterschalter auf die Batteriespannung
aufzuladen, wobei der Halbleiterschalter öffnet, wenn die
Batteriespannung einen vorgegebenen Wert unterschreitet
oder wenn der Überspannungsdetektor im Überspannungsfall
ein Schaltsignal erzeugt (Anspruch 3).
Alternativ dazu kann die Hilfsspannungsquelle ein Stützkon
densator sein, der über eine Ladungspumpe auf die für die
Steuerlogik maximal zulässige Betriebsspannung aufgeladen
ist (Anspruch 4).
Zweckmäßig erhält der Überspannungsdetektor als Eingangs
spannung die Spannung an den Lade/Entlade-Anschlüssen (An
spruch 5). Das vermeidet den Nachteil eines Vorschlages
nach dem Stand der Technik, bei dem eine äußere Überspan
nung erst dann als solche erkannt wird, wenn sie über den
entsprechenden Batterieladestrom auch eine Überspannung an
der Batterie verursacht hat.
Der Überspannungsdetektor kann insbesondere eine bistabile
Kippschaltung umfassen, die im Überspannungsfall in ihren
zweiten stabilen Zustand kippt (Anspruch 6), so daß auch
eine nur kurzzeitig anliegende Überspannung die Sequenz von
Schaltsignalen auslöst, die den niederohmigen Kurzschluß
part erzeugen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind dem Überspan
nungsdetektor ein Taktgenerator und eine Schaltlogik nach
geschaltet, wobei der Überspannungsdetektor im Überspan
nungsfall ein den Taktgenerator freigebendes Signal erzeugt
und die Schaltlogik eine der Anzahl der zu steuernden
Schalter entsprechende Anzahl von aufeinanderfolgenden D-
Flipflops umfaßt, die durch das Taktsignal nacheinander in
ihren zweiten stabilen Zustand gekippt werden und deren
Ausgänge dann seriell einerseits die Schaltsignale für die
Teilschalter der Kurzschlußschalteranordnung und anderer
seits über logische Verknüpfungsglieder die Schaltsignale
für die Laststromschalter liefern (Anspruch 7). Wie eine
diese Funktion erfüllende, logische Verknüpfungsschaltung
zu realisieren ist, ist dem Fachmann bekannt.
Vorzugsweise sind mit Ausnahme von Kondensatoren alle
Schaltungsteile auf einem Chip integriert (Anspruch 8).
Ein Ausführungsbeispiel einer Schutzschaltung nach der
Erfindung ist schematisch vereinfacht in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild,
Fig. 2 ein vereinfachtes Schaltbild des Überspannungs
detektors in Fig. 1 und
Fig. 3 ein Schaltbild der dem Überspannungsdetektor
nachgeschalteten Schaltlogik einschließlich des
Taktgenerators.
Die in Fig. 1 dargestellte Schutzschaltung liegt als inte
grierte Schaltung zwischen den Polen einer Li-Ionenzelle 1
und zwei Lade/Entlade-Anschlüssen 50 und 60, zu denen ein
Filterkondensator 40 als Schutz gegen steilflankige Span
nungsanstiege parallelliegt. Die Schutzschaltung hat die
äußeren Anschlüsse Com, +Batt und Out sowie +VH. Letzterer
ist über einen Stützkondensator 2 mit dem Bezugspotential
Com verbunden. Der Stützkondensator 2 ist über einen als
Diode angedeuteten Halbleiterschalter 4 normalerweise auf
die Batteriespannung aufgeladen. Fällt diese Spannung weg,
so öffnet der Halbleiterschalter 4 und der Stützkondensator
2 versorgt über die Leitung 5 funktionswesentliche Teile
der integrierten Schaltung noch eine Zeit lang mit Span
nung. Statt des Halbleiterschalters 4 kann auch eine La
dungspumpe vorgesehen sein, die den Stützkondensator 2 auf
die durch die Technologie der integrierten Schaltung vor
gegebene maximale Gatespannung auflädt.
Zwischen Out und +Batt liegt ein Stromfühlwiderstand Rsense
in Serie mit einer Schaltungsanordnung, die aus zahlrei
chen, parallelgeschalteten Serienschaltungen aus je einem
Laststromschalter 10 1, 10 2, . . . 10 n und einer integrierten
Schmelzsicherung 11 1, 11 2, . . . 11 n bestehen. Jeder Verbin
dungspunkt zwischen einem Laststromschalter 10 x und einer
Schmelzsicherung 11 x ist über einen eigenen Kurzschlußschal
ter 12 1, 12 2, . . . 12 n mit dem Bezugspotential Com verbunden.
Die Gesamtheit dieser Kurzschlußschalter wird nachfolgend
als Kurzschlußschalteranordnung und die einzelnen Schalter
werden nachfolgend als Teilschalter bezeichnet.
Eine innerhalb des strichpunktierten Blocks 6 vereinfacht
dargestellte Steuerlogik erzeugt in an sich bekannter Weise
mittels Differenzverstärkern D1 und D2 ein Batterieunter
spannungssignal UV und ein Batterieüberspannungssignal OV
sofern die Spannung der Li-Ionenzelle 1 sich außerhalb des
vorgegebenen Toleranzbereiches befindet. Weiter erzeugt die
Steuerlogik mittels der Differenzverstärkern D3 und D4 aus
dem Spannungsabfall über Rsense Ausgangssignale OCD bzw. OCC
bei Erreichen des maximalen Ladestroms bzw. des maximalen
Entladestroms. Die Ausgangssignale UV, OV, OCC und OCD der
Differenzverstärker D1 bis D4 werden einem ODER-Glied OD
zugeführt, das in jedem der genannten Fälle ein Fehlersi
gnal F1 an eine Schaltlogik 7 liefert, die anhand von Fig.
3 näher erläutert werden wird.
Die Spannung am Anschluß Out liegt nicht nur an den ent
sprechenden Eingängen von D3 und D4 sondern auch am Eingang
eines Überspannungsdetektors OVD an, der im Überspannungs
fall ein Fehlersignal F2 erzeugt, das ebenfalls der Schalt
logik 7 zugeführt wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Überspannungsdetektors OVD ist
in Fig. 2 dargestellt. Die Bezeichnungen der äußeren An
schlüsse entsprechen denjenigen der Fig. 1. Zwischen Out
und Com liegt die Serienschaltung eines ersten Triggerele
mentes 21 und eines Widerstandes 22 sowie eines zweiten
Triggerelementes 23 und eines zweiten Widerstandes 24. Die
Triggerelemente 21, 23 sind nur symbolisch als Serienschal
tung einer Zehnerdiode und einer Rückstromdiode dargestellt
und gegensinnig gepolt. Bei Überschreitung des vorgegebenen
Spannungsgrenzwertes in positiver oder in negativer Rich
tung wird das entsprechende Triggerelement leitend und
damit auch der jeweils nachgeschaltete MOS-Transistor T1
oder T2, der seinerseits die jeweils nachgeschalteten
Schmitt-Trigger ST1 bzw. ST2 auf "0" oder "L" gehen läßt.
Die Ausgänge der Schmitt-Trigger sind über Inverter I mit
den Eingängen eines NAND-Gliedes 25 verbunden, dessen Aus
gang seinerseits mit dem Takteingang eines D-Flipflops 26
verbunden ist. Dessen D-Eingang liegt normalerweise auf "1"
oder "H". Deshalb geht der Ausgang Q des Flipflops 26 auf
"H", wenn am Takteingang ein Impuls von dem ODER-Glied 25
eintrifft. Der Überspannungsdetektor verhält sich deshalb
wie eine bistabile Kippstufe. Das Ausgangspegel "1" oder
"H" stellt das Fehlersignal F2 an dem ebenso bezeichneten
Anschluß dar.
Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel für die Schaltlogik 7
in Fig. 1, die aus den Fehlersignalen F1 und F2 sequen
tielle Schaltsignale F3 [1:n] für die Teilschalter 12 1 bis
12 n der Kurzschlußschalteranordnungen in Fig. 1 und Schalt
signale F4 [1:n] für die Laststromschalter 10 1 bis 10 n in
Fig. 1 erzeugt. Letztere sind in diesem Beispiel in PMOS-
Technik realisiert, öffnen also, wenn ihr Schaltsignal den
Pegel "1" hat und schließen in den durchlässigen Zustand,
wenn ihr Schaltsignal den Pegel "0" hat.
Der Anschluß F1, über den das Fehlersignal F1 zugeführt
wird, ist mit den ersten Eingängen von UND-Gliedern 20(1)
bis 20(m) verbunden. Deren zweite Eingänge erhalten das
negierte Fehlersignal F2, also den Pegel "1", solange OVD
keine Überspannung detektiert und sich deshalb das Fehler
signal F2 auf "0" befindet. Die Ausgänge der UND-Glieder 20
[1:m] sind mit den ersten Eingängen von ODER-Gliedern 21
[1:m] verbunden. Deren Ausgänge liefern die Schaltsignale
F4 [1:n] für die Lastschalter 10 1 bis 10 n in Fig. 1, wobei
das ODER-Glied 21(m) ein gemeinsames Schaltsignal für die
Lastschalter 10 [m:n] liefert. Geht das Fehlersignal F1 auf
"1", so gehen dementsprechend alle Steuersignale F4 [1:n]
gleichzeitig auf "1", d. h. alle Laststromschalter 10 1 bis
10 n öffnen gleichzeitig. Dies ist beispielsweise der Fall,
wenn die Steuerlogik 6 in Fig. 1 eines der Signale UV, OV,
ODC oder OCC erzeugt.
Die Schaltlogik 7 umfaßt weiter einen Taktgenerator CLK,
der anläuft, wenn an seinem Eingang En das über den An
schluß F2 zugeführte Fehlersignal F2 mit dem Pegel "1"
anliegt. Das Taktsignal clk wird den Takteingängen einer
der Anzahl der zu steuernden Lastschalter 10 und der Kurz
schluß-Teilschalter 12 in Fig. 1 entsprechenden Anzahl
aufeinanderfolgender D-Flipflops DFF [1:n] zugeführt. Der
Anschluß F2 ist außerdem parallel mit allen Eingängen XR
dieser D-Flipflops verbunden. Der Eingang D des ersten
Flipflops DFF(1) liegt beständig auf "1". Der zugehörige
Ausgang Q ist mit dem Eingang D des DFF(2) verbunden, des
sen Ausgang Q mit dem Eingang D des nächsten DFF, u. s. w.
Wenn das Fehlersignal F2 mit dem Pegel "1" anliegt, gehen
deshalb die Ausgänge Q der DFF [1:n] sequentiell im Takt
des Taktsignals clk auf "1" und liefern damit die Folge der
Schaltsignale F3 [1:n] für die zugeordneten Teilschalter
12 [1:n] der Kurzschlußschalteranordnung, die dadurch nach
einander schließen.
Den D-Flipflops DFF [1:(m - 1)] sind UND-Glieder 22 [1:(m - 1)]
zugeordnet. Jedes dieser UND-Glieder hat drei Eingänge.
Alle ersten Eingänge sind mit dem Anschluß F2 verbunden.
Der zweite Eingang jedes UND-Gliedes ist mit dem Ausgang Q
des D-Flipflops gleicher Ordnungszahl verbunden. Alle drit
ten Eingänge sind über einen gemeinsamen Inverter 23 mit
dem Ausgang Q des DFF(m) verbunden. Die Ausgänge aller UND-
Glieder [1:(m - 1)] sind mit den zweiten Eingängen der ODER-
Glieder [1:(m - 1)] verbunden. Hingegen ist der zweite Ein
gang des ODER-Gliedes 21(m) mit dem Ausgang Q des DFF(m)
verbunden, an dem auch der Inverter 23 liegt.
Die Schaltung verhält sich wie folgt: Wenn nur das Fehler
signal F1 auftritt, also an dem Anschluß F1 der Pegel "1"
anliegt, werde, wie schon erwähnt, alle Schaltsignale F4
[1:n] gleichzeitig mit dem Pegel "1" erzeugt, so daß alle
Laststromschalter 10 1 bis 10 n in Fig. 1 öffnen.
Wenn der Überspannungsdetektor OVD das Fehlersignal F2 mit
dem Pegel "1" erzeugt, sperren alle UND-Glieder 20 [1:m],
so daß alle Schaltsignale F4 [1:m] gleichzeitig den Pegel
"0" annehmen, wodurch alle Lastschalter 10 1 bis 10 m gleich
zeitig geschlossen werden. Somit sind die Lade/Entlade-
Anschlüsse 50, 60 niederohmig über die Batterie 1 kurzge
schlossen. Nur bei einer hohen Überspannung und einem nied
rigen Innenwiderstand der äußeren Stromquelle brennen be
reits jetzt sämtliche Sicherungen 11 1 bis 11 n durch und
trennen dadurch die Batterie 1 vollständig ab. Im anderen
Fall startet das Fehlersignal F2 den Taktgenerator CLK, so
daß die Ausgänge Q der D-Flipflops DFF [1:n], wie ebenfalls
schon erwähnt, nacheinander die Schaltsignale F3 [1:n] er
zeugen. Im gleichen Takt ist nacheinander für jedes UND-
Glied 22(1) bis 22(m - 1) die logische UND-Bedingung erfüllt,
so daß die Schaltsignale F4 [1:(m - 1)] von "0" auf "1" ge
hen, wodurch die zugeordneten Lastschalter zum gleichen
Zeitpunkt öffnen, zu dem die Teilschalter gleicher Ord
nungszahl schließen. Dementsprechend brennen nacheinander
die Sicherungen 11 1 bis 11 m-1 durch.
Wenn im nächsten Takt der Ausgang Q des D-Flipflops DFF(m)
auf "1" geht, werden über den Inverter 23 alle UND-Glieder
22 [1:(m - 1)] gesperrt. Somit gehen alle Schaltsignale F4
[1:(m - 1)] auf den Pegel "0", so daß die nacheinander ge
öffneten Lastschalter 10 1 bis 10 m-1 alle gleichzeitig
schließen und alle verbleibenden Lastschalter 10 m bis 10 n
über das ODER-Glied 21(m) gleichzeitig das Schaltsignal "1"
erhalten, woraufhin sie öffnen. Somit besteht zu jedem
Zeitpunkt bis zum Durchbrennen der letzten Sicherung 11 n ein
niederohmiger Kurzschlußpfad, zunächst über die Batterie,
dann über die wieder geschlossenen Lastschalter und alle
Teilschalter, die bereits geschlossen sind und in diesem
Zustand verbleiben.
Claims (8)
1. Lade/Entlade-Schutzschaltung für eine mindestens eine
wiederaufladbare Zelle (1) umfassende Batterie, mit
einer Steuerlogik (6), die n parallele Laststromschal
ter (10 [1:n]) in Abhängigkeit von den Werten der
Spannung an den Batterieanschlüssen (+Batt, Com), der
Spannung an den Lade/Entlade-Anschlüssen (50, 60) der
Schutzschaltung und dem Lade- oder Entladestrom
schließt oder öffnet, welche Steuerlogik (6) einen
Überspannungsdetektor (OVD) enthält und im Überspan
nungsfall die Batterie (1) von den Lade/Entlade-An
schlüssen (50, 60) durch sequentiell gesteuertes
Durchbrennen von integrierten, batterieseitig parallel
geschalteten Schmelzsicherungen (11 [1:n]) auslöst,
von denen jede in Serie mit einem zugeordneten Last
stromschalter (10 [1:n]) liegt und über einen zugeord
neten, steuerbaren Teilschalter (12 [1:n]) einer Kurz
schlussschalteranordnung mit dem gegenpoligen Batte
rieanschluss (Com) verbindbar ist,
wobei die Steuerschaltung (6) im Überspan
nungsfall alle Laststromschalter (10 [1:n]) gleich
zeitig schließt, anschließend eine erste Anzahl
(10 [1:(m - 1)]) der Laststromschalter sequentiell öff
net und gleichzeitig den dem jeweiligen Laststrom
schalter zugeordneten Teilschalter (12 [1:(m - 1)]) der
Kurzschlussschalteranordnung schließt, so daß die zu
geordneten Schmelzsicherungen (11 [1:(m - 1)]) sequen
tiell durchbrennen, nach dem Öffnen dieser ersten An
zahl (10 [1: (m - 1)]) von Laststromschaltern letztere
wieder schließt und gleichzeitig die verbliebene An
zahl (10 [m:n]) noch geschlossener Laststromschalter
öffnet sowie fortfährt die verbleibenden Teilschalter
(12 [n:m]) sequentiell zu schließen, so daß bis zum
vollständigen Abtrennen der Batterie stets ein nieder
ohmiger Pfad zwischen den Lade/Entlade-Anschlüssen
(50, 60) der Schutzschaltung besteht, um letztere vor
der Überspannung zu schützen.
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß zumindest die die Schaltsignale (F3) für die
Teilschalter (12) generierenden Schaltungsteile der
Steuerlogik (6) ihre Versorgungsspannung (+VH) von
einer Hilfsspannungsquelle, insbesondere einem gelade
nen Stützkondensator (2), erhalten.
3. Schutzschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Hilfsspannungsquelle ein Stützkondensator
(2) ist, der über einen Halbleiterschalter (4) auf die
Batteriespannung aufgeladen ist, wobei der Halbleiter
schalter (4) öffnet, wenn die Batteriespannung einen
vorgegebenen Wert unterschreitet oder wenn der Über
spannungsdetektor (OVD) im Überspannungsfall ein
Schaltsignal erzeugt.
4. Schutzschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Hilfsspannungsquelle ein Stützkondensator
(2) ist, der über eine Ladungspumpe auf die für die
Steuerlogik (6) maximal zulässige Betriebsspannung
aufgeladen ist.
5. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Überspannungsdetektor
(OVD) als Eingangsspannung die Spannung an den Lade/
Entlade-Anschlüssen (50, 60) erhält.
6. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der Überspannungsdetektor
(OVD) eine bistabile Kippschaltung (26) umfaßt, die im
Überspannungsfall in ihren zweiten stabilen Zustand
kippt.
7. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Überspannungsdetektor
(OVD) eine Schaltlogik (7) mit einem Taktgenerator
(CLK) nachgeschaltet ist, daß der Überspannungsdetek
tor (OVD) im Überspannungsfall ein den Taktgenerator
(CLK) freigebendes Signal (F2) erzeugt und daß die
Schaltlogik eine der Anzahl der zu steuernden Schalter
(10; 12) entsprechende Anzahl von aufeinanderfolgenden
D-Flipflops (DFF [1:n]) umfaßt, die durch das Takt
signal nacheinander in ihren zweiten stabilen Zustand
gekippt werden und deren Ausgänge (Q) dann seriell
einerseits die Steuersignale (F3 [1:n]) für die
Teilschalter (12 [1:n]) der Kurzschlußschalteranord
nung und andererseits über logische Verknüpfungsglie
der (20 bis 23) die Steuersignale (F4 [1:n]) für die
Laststromschalter (10 [1:n]) liefern.
8. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß mit Ausnahme von Kondensa
toren alle Schaltungsteile auf einem Chip integriert
sind.
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