DE10156691A1 - Leimdüse sowie Beleimungseinrichtung - Google Patents
Leimdüse sowie BeleimungseinrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Leimdüse (51) zum Aufbringen von Klebstoff (53) auf einen Kantenbereich (56) eines die Umhüllung eines Filter- oder Tabakstrangs bildenden Papierstreifens (21), wobei Klebstoff (53) in einem Düsenkörper (52) in eine Förderrichtung (F) zu einer Austrittsöffnung (61) der Leimdüse (51) gefördert wird. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff (53) im Bereich der Austrittsöffnung (61) in einer quer zur Förderrichtung (F) ausgebildeten Austrittsöffnung (A) aus der Austrittsöffnung (61) austritt. DOLLAR A Ferner betrifft die Erfindung eine Mehrfachleimdüse sowie eine Einrichtung zum Aufbringen eines Klebstoffs sowie eine Maschine zur Bildung eines Zigarettenstrangs, die wenigstens mit einer erfindungsgemäßen Leimdüse (51) versehen sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Leimdüse sowie eine Einrichtung zum Aufbringen eines Klebstoffs auf einen Kantenbereich eines die Umhüllung eines Filter- oder Tabakstrangs bildenden Papiers, wobei Klebstoff in einem Düsenkörper in eine Förderrichtung zu einer Austrittsöffnung gefördert wird. Ferner betrifft die Erfindung eine Mehrfachleimdüse, insbesondere Doppelleimdüse, sowie eine Maschine zur Bildung eines Zigarettenstrangs. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aufbringen von Klebstoff auf einen Kantenbereich eines die Umhüllung eines Filter- oder Tabakstrangs bildenden Papiers, wobei Klebstoff in eine Förderrichtung zu einer Austrittsöffnung eines Leimauftragungsorgans gefördert wird.
- Bei der Herstellung von Zigaretten werden in einer Strangeinheit Tabakstränge mit Papier umhüllt und anschließend in meist doppeltlange Zigarettenstäbe geschnitten. In der Formatgarnitur der Strangeinheit werden Tabakstränge und Umhüllungspapierstreifen zusammengeführt, so daß der Umhüllungspapierstreifen den Tabakstrang umhüllt und ein Zigarettenstrang entsteht.
- Für die Bildung des Zigarettenstrangs wird der Umhüllungspapierstreifen mittels einer Beleimungseinrichtung einseitig im Bereich einer Papierkante mit einem dünnen Klebefilm versehen. Anschließend wird die beleimte Kante des Umhüllungspapierstreifens auf die Außenseite der nicht beleimten Kante des Umhüllungspapierstreifens gedrückt, so daß eine Umhüllung des Tabakstrangs entsteht und damit ein Zigarettenstrang.
- Der Leimauftrag auf dem Umhüllungspapierstreifen erfolgt mittels einer Düsenbeleimung. Allerdings bilden sich oftmals an der Düsenspitze Leimnasen aus, die zu einer ungleichmäßigen Beleimung der Kante des Umhüllungspapierstreifens führen. Darüber hinaus können auch Luftblasen im Klebeleim eine einwandfreie Beleimung der Papierkante verhindern. Die fehlerhafte Beleimung führt zu einer mangelhaften Bildung von Zigarettensträngen und dadurch zu Strangbrüchen.
- Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Beleimung von Papierstreifen bei der Bildung von Zigarettensträngen bzw. Filtersträngen so zu verbessern, daß ein einwandfreier Leimauftrag ermöglicht und die Bildung von Leimnasen verhindert wird.
- Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Leimdüse zum Aufbringen von Klebstoff auf einen Kantenbereich eines die Umhüllung eines Filter- oder Tabakstrang bildenden Papiers, wobei Klebstoff in einem Düsenkörper der Leimdüse in eine Förderrichtung zu einer Austrittsöffnung der Leimdüse gefördert wird, die dadurch weitergebildet ist, daß der Klebstoff im Bereich der Austrittsöffnung in einer quer zur Förderrichtung ausgebildeten Austrittsrichtung aus der Austrittsöffnung austritt. Durch die Umlenkung des Klebstoff-Stroms an der Düsenspitze wird erreicht, daß beim Leimauftrag auf die Papierkante die Düsenspitze nicht mehr im wesentlichen senkrecht zum Umhüllungspapierstreifen, sondern in einem für den Leimauftrag günstigeren Winkel angeordnet ist. Die Düsenspitze bzw. der Düsenkopf ist so ausgebildet, daß eine Umlenkung des Klebstoff-Stroms in die Austrittsrichtung ermöglicht wird.
- Als alternative Lösung wird vorgeschlagen, daß bei der Leimdüse die Normale der Austrittsöffnung quer zur Förderrichtung ausgebildet ist. Dadurch kommt die Kante des Umhüllungspapierstreifens in eine Anlegeposition an der Austrittsöffnung, so daß der Kantenbereich die Austrittsöffnung gut überdecken kann. Die Papierkante hat dadurch einen schleifenden Kontakt, wodurch der austretende Leim aus der Austrittsöffnung im Kantenbereich gleichmäßig verrieben wird. Durch das Verreiben wird die Leimnasenbildung merklich herabgesetzt.
- Ein zuverlässiger einwandfreier Leimauftrag auf dem Umhüllungspapierstreifen wird erreicht, wenn die Austrittsrichtung und die Förderrichtung des Klebstoffs in einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind.
- In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Austrittsrichtung oder die Normale der Austrittsöffnung der Düsenspitze nach oben gerichtet, so daß der Leimauftrag auf die Kante des Umhüllungspapierstreifens von unten erfolgt. Somit wird verhindert, daß Leimnasen entstehen, da der Leim von der Düse (Kontaktdüse) durch das Papier fortlaufend mitgenommen wird.
- Um eine gute und zuverlässige Beleimung zu garantieren, ist eine Förderpumpe zur Förderung des Klebstoffs vorgesehen, so daß der Klebstoff in Förderrichtung zur Austrittsöffnung der Leimdüse transportiert wird.
- Des weiteren wird die Aufgabe der Erfindung gelöst durch eine Mehrfachleimdüse, insbesondere Doppelleimdüse, mit wenigstens einer vorstehend beschriebenen Leimdüse. Unter einer Mehrfachleimdüse wird eine Anordnung von mehreren Leimdüsen verstanden. Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, daß eine Mehrfachleimdüse auch mit unterschiedlichen Düsen ausgestattet sein kann.
- Eine Mehrfach- bzw. Doppelleimdüse wird verwendet, um eine kontinuierliche Beleimung vorzusehen.
- Der Leimauftrag mit einer Mehrfachleimdüse kann so ausgebildet sein, daß gleichzeitig durch mehrere, insbesondere zwei, Öffnungen Leim auf die Papierkante aufgebracht wird. Der Leimauftrag kann z. B. durch hintereinander, übereinander oder schräg versetzte Öffnungen erfolgen. Erfindungsgemäß ist pro Leimdüse bzw. -Öffnung jeweils eine separate Förderpumpe vorgesehen. Durch die Versorgung durch separate Pumpen wird erreicht, daß es beim Auftreten einer Luftblase im Klebstoff in einem Kanal es nicht zwangsläufig zu einem Strangbruch kommen muß.
- Ferner wird die Aufgabe der Erfindung gelöst durch eine Einrichtung zum Aufbringen eines Klebstoffs auf einen Kantenbereich, eines die Umhüllung eines Filter- oder eines Tabakstrangs bildenden Papierstreifens, die erfindungsgemäß mit wenigstens einer oben beschriebenen Leimdüse bzw. Mehrfachleimdüse weitergebildet ist.
- Weitergebildet wird die Einrichtung vorteilhafterweise dadurch, daß der Kantenbereich des Papierstreifens eine Position anliegend an der Leimdüse im Bereich der Austrittsöffnung der Leimdüse einnimmt. Das Anliegen der Kante bzw. des Randbereichs des Papiers an der Austrittsöffnung führt dazu, daß der aus der Düsenöffnung austretende Leim in eine Art Schleifbewegung mitgenommen und auf der Kante verteilt wird. Durch das Verreiben des Leims auf der Kante entsteht ein gleichmäßiger Klebefilm. Außerdem wird erreicht, daß mögliche Leimnasen erst gar nicht entstehen; da der überschüssige Leim infolge der Anliegeposition des Papiers im Bereich der Austrittsöffnung des Leims sofort mitgerissen und gleichmäßig verschmiert wird. Im Rahmen der Erfindung wird unter dem Begriff "Kante" der Randbereich des Papierstreifens, der mit Leim versehen wird, verstanden.
- Die Qualität und Güte der Verklebung des Umhüllungspapierstreifens wird gesteigert, wenn die Leimdüse im Überlappungsbereich, insbesondere kurz vor dem Schließen der Strangnaht, des Filter- oder Zigarettenstrangs angeordnet ist. Die Leimdüse einer Strangmaschine kann durch die Ausbildung einer Düsenspitze, die eine Umlenkung des Klebestoff-Stroms an der Austrittsöffnung erzeugt, im Zwickel der fast geschlossenen Nahtüberlappung des Papierstreifens in einer Klebekammer platzsparend angeordnet werden. Dies führt dazu, daß der Weg zwischen Leimauftrag und Papierzusammenführung deutlich verkürzt wird. Die sonst bekannten störenden Leimnasen können an der Düse erst gar nicht aufgebaut werden. Außerdem verringert sich die Zeit, bis sich die Papierkanten formschlüssig überlappen, wodurch die Festigkeit der Verklebung gesteigert wird. Der Klebefilm trocknet nach Auftragen weniger auf der Papierkante ein.
- Des weiteren ist es von Vorteil, wenn die Leimdüse im unteren Bereich einer Klebekammer einer Strangeinheit angeordnet ist. In den Klebekammern der Strangeinheit einer Zigarettenherstellungsmaschine werden die mit der Leimspur versehenen Zigarettenstränge verklebt. Durch die Anordnung der Leimdüse unterhalb oder im unteren Bereich der Klebekammer wird die Zeit zwischen Leimauftrag und Verkleben des Papierstreifens verkürzt, wodurch eine festere Verbindung der verklebten Kanten erzielt wird.
- Darüber hinaus wird die Aufgabe der Erfindung gelöst durch eine Maschine zur Bildung eines Filter- oder Zigarettenstrangs mit wenigstens einer Leimdüse oder mit wenigstens einer Mehrfachleimdüse oder wenigstens einer Einrichtung, die voranstehend beschrieben sind.
- Eine weitere Lösung der Aufgabe besteht bei einem Verfahren zum Aufbringen von Klebstoff auf einen Kantenbereich eines die Umhüllung eines Filter- oder Tabakstrangs bildenden Papiers, wobei Klebstoff in eine Förderrichtung zu einer Austrittsöffnung eines Leimauftragungsorgans gefördert wird, darin, daß der Klebstoff in einer quer, vorzugsweise in einem stumpfen Winkel, zur Förderrichtung ausgebildeten Aufbringrichtung zum Klebstoffauftrag umgelenkt wird. Die Umlenkung des Klebstoffs unmittelbar vor dem Auftrag auf das Papier wird erreicht, daß der Papierstreifen in einem günstigen Winkel aufgebracht wird, so daß keine Leimnasen entstehen. Darüber hinaus ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren, daß der Weg zwischen dem Ort der Auftragung des Leims auf den Kantenbereich und der Bildung eines geschlossenen Strangs in einer Vorrichtung (Klebekammer) verkürzt werden kann, so daß im Ergebnis eine bessere Verleimung des Strangs entsteht.
- Darüber hinaus besteht eine alternative Lösung der Aufgabe bei dem Verfahren darin, daß der Kantenbereich eines die Umhüllung eines Filter- oder Tabakstrangs bildenden Papiers in eine Anliegeposition an der Austrittsöffnung eines Leimauftragungsorgans, deren normale, quer zur Förderrichtung eines Klebstoffs ausgebildet ist, gebracht wird.
- In einer Weiterbildung des Verfahrens ist es vorteilhaft, wenn der Klebstoff in wenigstens einer erfindungsgemäßen Leimdüse, die oben beschrieben wurde, gefördert wird. Selbstverständlich sind auch Leimauftragungsorgane einsetzbar, die ebenfalls die erfindungsgemäße Umlenkung des Klebstoffs unmittelbar vor Aufbringen auf den Papierstreifen bewirken.
- Die Erfindung wird nachfolgend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung exemplarisch beschrieben, auf die im übrigen bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Strangmaschine;
- Fig. 2 eine erste erfindungsgemäße Einrichtung;
- Fig. 3 eine zweite erfindungsgemäße Einrichtung und
- Fig. 4 ein schematisches Prinzip einer Doppeldüse.
- In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen bezeichnet, so daß von einer erneuten Vorstellung entsprechend abgesehen wird.
- In Fig. 1 ist der Aufbau einer Zigarettenstrangmaschine schematisch dargestellt. Bei der Zigarettenstrangmaschine wird von einer Schleuse 1 ein Vorverteiler 2 portionsweise mit Tabak beschickt. Eine Entnahmewalze 3 des Vorverteilers 2 ergänzt gesteuert einen Vorratsbehälter 4 mit Tabak, aus dem ein Steilförderer 5 Tabak entnimmt und einen Stauschacht 6 gesteuert beschickt.
- Aus dem Stauschacht 6 entnimmt eine Stiftwalze 7 einen gleichförmigen Tabakstrom, der von einer Ausschlagwalze 8 aus den Stiften der Stiftwalze 7 herausgeschlagen und auf ein mit konstanter Geschwindigkeit umlaufendes Streutuch 9 geschleudert wird. Ein auf dem Streutuch 9 gebildetes Tabakvlies wird von einer Sichteinrichtung 11 geschleudert, die im wesentlichen aus einem Luftvorhang besteht, in größere bzw. schwerere Tabakteile passieren, während alle anderen Tabakteilchen von der Luft in einen von einer Stiftwalze 12 und einer Wand 13 gebildeten Trichter 14 gelenkt werden.
- Von der Stiftwalze 12 wird der Tabak in einen Tabakkanal 16 gegen eine Strangförderer 17 geschleudert, an dem der Tabak mittels in eine Unterdruckkammer 18 gesaugter Luft gehalten und ein Tabakstrang aufgeschauert wird. Ein Egalisator 19 entfernt überschüssigen Tabak von dem Tabakstrang, der dann auf eine im Gleichlauf geführten Zigarettenpapierstreifen Umhüllungspapierstreifen 21 gelegt wird.
- Der Zigarettenpapierstreifen 21 wird von einer Bobine 22 abgezogen, durch ein Druckwerk 23 geführt und auf ein angetriebenes Formatband 24 gelegt.
- Das Formatband 24 transportiert den Tabakstrang und den Zigarettenpapierstreifen 21 durch ein Format 26, indem der Zigarettenpapierstreifen 21 um den Tabakstrang gefaltet wird, so daß noch eine Kante absteht, die von einem hier nicht dargestellten Leimapparat in bekannter Weise beleimt wird. Darauf wird die Klebnaht geschlossen und von einer Tandemnahtplette 27 getrocknet. Ein so gebildeter Zigarettenstrang 28 durchläuft ein Strangdichte-Meßgerät 29, das den Egalisator 19 steuert, und wird von einem Messerapparat 31 in doppelt lange Zigaretten 32 geschnitten.
- Die doppelt langen Zigaretten 32 werden von einer gesteuerte Arme 33 aufweisenden Übergabevorrichtung 34 einer Übernahmetrommel 36 einer Filtereinsetzmaschine 37 übergeben, auf deren Schneidtrommel 38 sie mit einem Kreismesser in Einzelzigaretten geteilt werden.
- Die Förderbänder 39, 41 fördern überschüssigen Tabak in einen unter dem Vorratsbehälter 4 angeordneten Behälter 42, aus dem der rückgeführte Tabak von dem Steilförderer 5 wieder entnommen wird.
- Fig. 2 zeigt im Querschnitt eine erfindungsgemäße Einrichtung 60 zum Beleimen einer Kante 56 eines Umhüllungspapierstreifens 21, das einen Tabakstrang 59 umwickelt. Alternativ kann auch ein Filterstrang umhüllt werden.
- Der Umhüllungspapierstreifen 21 wird in der zur Zeichnungsebene senkrechten Ebene geführt und mittels von geeigneten Formleisten und Deckleisten mit einem runden Querschnitt ausgebildet. Gleichzeitig mit der Rundformung des Umhüllungspapierstreifens 21 wird ein Tabakstrang 59 umwickelt. Die andere nicht-beleimte Kante des Umhüllungspapierstreifens 21 befindet sich im oberen Bereich der unter der Leimdüse 51 angeordneten Deckleiste 57.
- Die Einrichtung 60 kann im unteren Bereich der Klebekammer einer Strangeinheit angeordnet sein. In der Klebekammer (hier nicht dargestellt) werden die mit einer Leimspur versehenen Zigarettenstränge verklebt.
- Zum Aufbringen eines Klebefilms ist eine Leimdüse 51 vorgesehen mit einem Düsenkörper 52, in dem ein Klebstoff 53 gem. der eingezeichneten Förderrichtung F hin zu einer Düsenspitze, 54 gefördert wird. Die Düsenspitze 54 ist in bezug auf die Förderrichtung F an ihrem Kopf verengt und weist am Ende der Verengung eine Umlenkfläche 62 auf, so daß der geförderte Klebstoff 53 in seiner Fließrichtung F umgelenkt wird und unter einer quer zur Förderrichtung F ausgebildeten Austrittsrichtung A aus der Austrittsöffnung 61 der Düsenspitze 54 austritt.
- Im Bereich der Austrittsöffnung 61 liegt die Kante 56 bzw. der Randbereich des Umhüllungspapierstreifens 21 an der Düsenspitze, insbesondere im Bereich der Austrittsöffnung 61 an, so daß die Kante 56 und der Randbereich mit dem austretenden Klebstoff 53 versehen wird. Die Leimdüse 51 ist im Zwickel der fast geschlossenen Nahtüberlappung des senkrecht zur Zeichnungsebene transportierten Umhüllungspapierstreifens 21 für den Tabakstrang 59 angeordnet.
- Durch das Anliegen der Papierkante 56 des Umhüllungspapierstreifens 21 an der Austrittsöffnung 61 können durch die Umlenkung des Klebstoffs 53 störende Leimnasen erst gar nicht entstehen, da die Düse durch den an der Austrittsöffnung 61 der Düsenspitze 54 vorbeigeförderten Umhüllungspapierstreifen 21 ständig gereinigt wird.
- Durch die ausgebildete Verengung der Düsenspitze 54 und den Klebstoffauftrag auf der Papierkante 56 mit einer nach oben gerichteten Austrittsrichtung A des Leims kann der Umhüllungspapierstreifen 21 stärker gekrümmt werden als bei einer konventionellen Leimdüse, bei der die Förderrichtung F des Klebstoffs 53 im wesentlichen fast senkrecht zur Papierkante 56 angeordnet ist.
- Durch die stärkere Krümmung des Umhüllungspapierstreifen 21 im Bereich der Austrittsöffnung 61 der Leimdüse 51 wird der Weg zwischen Leimauftrag und Papierzusammenführung bzw. Verklebung deutlich verringert. Außerdem verkürzt sich die Zeit bis die Kanten des Umhüllungspapierstreifens 21 sich überlappen, so daß eine wesentlich festere Verbindung ausgebildet werden kann, da die Aushärtungszeit des Leims auf der Papierkante 56 bis zur Überlappung sich verkürzt.
- Durch die Umlenkung des Klebstoffs 53 in der Düsenspitze 54 in Verbindung mit der anliegenden Position der Papierkante 56 an der Düsenspitze 54 wird die Entstehung von sonst bekannten störenden Leimnasen verhindert. Mögliche Leimnasen werden durch die neuartige Aufbringung infolge der Anlegeposition und der senkrecht zur Zeichnungsebene ausgebildeten Förderrichtung des Umhüllungspapierstreifens 21 auf der Papierkante 56 verrieben und gleichmäßig verteilt.
- Durch die erzielte verbesserte Verleimung der Überlappungsnaht entsteht weniger Ausschuß, da sich insgesamt ein zuverlässig geleimter Filter- oder Zigarettenstrang erzielen läßt.
- In Fig. 3 ist ebenfalls eine Leimdüse 51 dargestellt, bei der die Düsenspitze 54 im Bereich der Austrittsöffnung 61 an der Spitze abgeschrägt ist, so daß bei einem kreisförmigen Durchmesser der Düsenspitze die Austrittsöffnung 61 eine ovale (Anschnitts-)fläche hat. Die Flächennormale dieser Anschnittsfläche bzw. der Austrittsöffnung 61 ist durch die Abschrägung der Düsenspitze 54 in einem stumpfen Winkel quer zur Förderrichtung F des Klebstoffs 53 ausgebildet.
- Durch die Abschrägung der Düsenspitze 54 entsteht eine asymmetrische Düsenspitze 54, wodurch es möglich ist, daß die Papierkante 56 des Papierumhüllungsstreifens 21 an die Düsenspitze 54 kommt. Durch die Auflage der Papierkante an der Düsenspitze entsteht eine flächiger Kontakt, so daß bei Leimauftrag, der Klebstoff in einer schleifenden Bewegung des Papierumhüllungsstreifens 55 auf den Kantenbereich 56 aufgebracht wird. Dadurch ist es möglich, daß der Leim gleichmäßig auf dem Kantenbereich 56 verteilt wird. Neben der gleichmäßigen Verteilung wird gleichzeitig verhindert, daß Leim sich im Bereich der Austrittsöffnung 61 ansammeln kann und Leimtröpfchen ausbildet.
- Wesentlich für die Leimdüsen 51 ist, daß der Kantenbereich 56 des Umhüllungspapierstreifens 21 zur Anlage an die Austrittsöffnung 61 kommt, so daß durch einen flächigen Auftrag des Leims der Leim gleichmäßig verrieben wird. Dies führt auch dazu, daß der Umhüllungspapierstreifen 21 stärker gebogen werden kann, wodurch sich der Weg zwischen Leimauftrag und Verklebung des Papierstreifens sich verkürzt.
- In Fig. 3 ist das Prinzip einer Doppeldüse 65 schematisch dargestellt, die mit den oben beschriebenen Leimdüsen (Fig. 2 und Fig. 3) ausgebildet ist. Die Doppeldüse 65 hat zwei Öffnungen 66, durch die der Klebstoff auf die Papierkante eines Umhüllungspapierstreifens aufgebracht wird. Durch die beiden Öffnungen kann der Nahtleim parallel aufgetragen werden. Die Öffnungen 66 können hintereinander, übereinander oder schräg versetzt zueinander liegen: Die Austrittsöffnungen werden jeweils durch eine separate Pumpe oder eine Tandempumpe versorgt. Diese Förderpumpen (68) arbeiten unabhängig voneinander, so daß im Falle von im Leimvorrat vorhandenen Luftblasen davon ausgegangen werden kann, daß sich nicht gleichzeitig in beiden Kanälen an gleicher Stelle eine Luftblase befindet. Durch die unabhängige Förderung des Klebstoffs in den Kanälen 67 der Doppelleimdüse 65 ist somit eine größere Gewähr dafür gegeben, daß ein vollständiger Leimauftrag auf den Umhüllungspapiersteifen erfolgt und somit Strangbrüche verhindert werden. Bezugszeichenliste 1 Schleuse
2 Vorverteiler
3 Entnahmewalze
4 Vorratsbehälter
5 Steilförderer
6 Stauschacht
7 Stiftwalze
8 Ausschlagwalze
9 Streutuch
11 Sichteinrichtung
12 Stiftwalze
13 Wand
14 Trichter
16 Tabakkanal
17 Strangförderer
18 Unterdruckkammer
19 Igalisator
21 Zigarettenpapierstreifen (Umhüllungspapierstreifen)
22 Bobine
23 Druckwerk
24 Formatband
26 Format
27 Tandemnahtplette
28 Zigarettenstrang
29 Strangdichte-Meßgerät
31 Messerapparat
32 doppelt lange Zigaretten
33 Arme
34 Übergabevorrichtung
36 Übernahmetrommel
37 Filteransetzmaschine
38 Schneidtrommel
39 Förderband
41 Förderband
42 Behälter
51 Leimdüse
52 Düsenkörper
53 Klebstoff
54 Düsenspitze
56 Papierkante
57 Deckleiste
58 Zwickelbildungsbereich
59 Tabakstrang
60 Einrichtung
61 Austrittsöffnung
62 Umlenkfläche
65 Doppeldüse
66 Öffnungen
67 Kanäle
F Förderrichtung
A Austrittsrichtung
N Normale
68 Förderpumpe
Claims (15)
1. Leimdüse (51) zum Aufbringen von Klebstoff (53) auf
einen Kantenbereich (56) eines die Umhüllung eines
Filter- oder Tabakstrangs (59) bildenden Papierstreifens
(21), wobei Klebstoff (53) in einem Düsenkörper (52) in
eine Förderrichtung (F) zu einer Austrittsöffnung (61)
gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klebstoff (53) im Bereich der Austrittsöffnung (61) in einer
quer zur Förderrichtung (F) ausgebildeten
Austrittsrichtung (A) aus der Austrittsöffnung (61) austritt.
2. Leimdüse (51) zum Aufbringen von Klebstoff (53) auf
einen Kantenbereich (56) eines die Umhüllung eines
Filter- oder Tabakstrangs (59) bildenden Papierstreifens
(21), wobei Klebstoff (53) in einem Düsenkörper (52) in
eine Förderrichtung (F) zu einer Austrittsöffnung (61)
gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Normale
(N) der Austrittsöffnung (61) quer zur Förderrichtung
(F) ausgebildet ist.
3. Leimdüse (51) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Austrittsrichtung (A) und die
Förderrichtung (F) oder die Normale (N) der
Austrittsöffnung (61) und die Förderrichtung (F) in einem
stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind.
4. Leimdüse (51) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsrichtung (A)
oder die Normale (N) der Austrittsöffnung (61) nach oben
gerichtet ist.
5. Leimdüse (51) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Förderpumpe (68) zur
Förderung des Klebstoffs (53) vorgesehen ist.
6. Mehrfachleimdüse, insbesondere Doppelleimdüse, mit
wenigstens einer Leimdüse (51) nach einem der Ansprüche
1 bis 5.
7. Mehrfachleimdüse nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß pro Leimdüse (51) jeweils eine Förderpumpe
(68) vorgesehen ist.
8. Einrichtung (60) zum Aufbringen eines Klebstoffs (53)
auf einen Kantenbereich (56) eines die Umhüllung eines
Filter- oder Tabakstrangs (59) bildenden Papierstreifens
(21) mit wenigstens einer Leimdüse (51) nach einem der
Ansprüche 1 bis 5 oder wenigstens einer Mehrfachleimdüse
nach Anspruch 6 oder 7.
9. Einrichtung (60) nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kantenbereich (56) des
Umhüllungspapierstreifens (21) eine Position anliegend an der
Leimdüse im Bereich der Austrittsöffnung (61) einnimmt.
10. Einrichtung (60) nach Anspruch 8 oder β, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leimdüse (51) im
Überlappungsbereich, insbesondere kurz vor dem Schließen der
Strangnaht, des Filter- oder Tabakstrangs (59)
angeordnet ist.
11. Einrichtung (60) nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leimdüse (51) im unteren
Bereich einer Klebkammer angeordnet ist.
12. Maschine zur Bildung eines Filter- oder
Zigarettenstrangs (59) mit wenigstens einer Leimdüse (51) nach
einem der Ansprüche 1 bis 5 oder mit wenigstens einer
Mehrfachleimdüse nach Anspruch 6 oder 7 oder wenigstens
einer Einrichtung (60) nach einem der Ansprüche 8 bis
11.
13. Verfahren zum Aufbringen von Klebstoff (53) auf einen
Kantenbereich (56) eines die Umhüllung eines Filter-
oder Tabakstrangs (59) bildenden Papierstreifens (21),
wobei Klebstoff (53) in eine Förderrichtung (F) zu einer
Austrittsöffnung (61) eines Leimauftragungsorgans (61)
gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klebstoff (53) in eine quer, vorzugsweise in einem stumpfen
Winkel, zur Förderrichtung (F) ausgebildeten
Aufbringrichtung (A) umgelenkt wird.
14. Verfahren zum Aufbringen von Klebstoff (53) auf
einen Kantenbereich (56) eines die Umhüllung eines
Filter- oder Tabakstrangs (59) bildenden Papierstreifens
(21), wobei Klebstoff (53) in eine Förderrichtung (F) zu
einer Austrittsöffnung (61) eines Leimauftragungsorgans
(61) gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kantenbereich (56) in eine Anliegeposition an der
Austrittsöffnung (61), deren Normale (N) quer zur
Förderrichtung (F) ausgebildet ist, gebracht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Klebstoff (53) wenigstens in einer
Leimdüse (51) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 gefördert
wird.
Priority Applications (1)
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| DE2001156691 DE10156691A1 (de) | 2001-11-17 | 2001-11-17 | Leimdüse sowie Beleimungseinrichtung |
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|---|---|---|---|
| DE2001156691 DE10156691A1 (de) | 2001-11-17 | 2001-11-17 | Leimdüse sowie Beleimungseinrichtung |
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