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Die Erfindung geht aus von einem Sensor zur orts- und/oder zeitauflösenden Kraft- oder Druckmessung, der Widerstandselemente aufweist, welche ein matrixartiges Raster mit Zeilen und Spalten voneinander beabstandeter Kontaktbereiche der Widerstandselemente ausbilden, wobei ein elektrischer Widerstand an einem Kontaktbereich zweier Widerstandselemente von der Kraft- oder Druckbelastung des Kontaktbereichs abhängig ist.
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Ein solcher Sensor ist bekannt aus der
DE 198 26 484 . Der bekannte Sensor besteht aus einem in ein Gewebe eingebetteten matrixartigen Raster von leitfähigen Zeilenfasern und Spaltenfasern, wobei die Zeilenfasern und die Spaltenfasern an Kontaktstellen, welche an den Kreuzungsbereichen der Zeilen- und Spaltenfasern ausgebildet sind, jeweils lose übereinanderliegend angeordnet sind. Die Zeilenfasern und die Spaltenfasern sind als elastische Fasern aus Kohlefaser oder einem halbleitenden Polymer ausgebildet. Die Enden der Spalten- und Zeilenfasern sind über elektrische Verbindungskabel mit einer Auswerteelektronik verbunden. Die Fasern sind elastisch und weisen eine hohe Biege- und Wölb-Flexibilität auf, um sich an eine Deformation des Gewebes anpassen zu können. Das Material der Spalten- und Zeilenfasern ist derart gewählt, daß ein Kontaktwiderstand zwischen einer Spaltenfaser und einer Zeilenfaser von der Druckbeaufschlagung der Kontaktstelle abhängig ist. Wird eine solche Kontaktstelle druckbeaufschlagt, so verringert sich der Kontaktwiderstand zwischen der betreffenden Zeilenfaser und Spaltenfaser. Diese Widerstandsänderung wird durch die angeschlossene Auswerteelektronik erfaßt, wodurch Druckänderungen an den Kontaktstellen ortsaufgelöst und/oder zeitaufgelöst gemessen werden können.
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Bei dem bekannten Sensor sind die Spalten- und Zeilenfasern jeweils an ihren Enden mit Verbindungskabeln kontaktiert, über die der Sensor mit der Auswerteelektronik verbunden ist. Die als Spalten- bzw. Zeilenfasern verwendeten elastischen Kohlefasern oder Polymerfasern bilden gleichzeitig die elektrische Verbindung zwischen den elektrischen Verbindungskabeln und der Kontaktstelle, an der die zu messende Widerstandsänderung stattfindet. Elastische Kohlefasern oder Polymerfasern haben einen höheren spezifischen Widerstand als metallische Zuleitungen, wie sie in der Regel bei einer Widerstandsmessung als elektrische Verbindungen zwischen Meßgeräten und der Stelle, an der gemessen werden soll, verwendet werden. Der hierdurch bedingte Meßfehler ist zwar gering und die Meßgenauigkeit in den meisten Anwendungsfällen völlig ausreichend. Es kann jedoch erforderlich sein, den Sensor für Messungen einzusetzen, bei denen eine erhöhte Meßgenauigkeit gefordert wird, welche beim Einsatz von Kohle- oder Polymerfasern als elektrische Verbindungen zwischen den Verbindungskabeln der Auswerteelektronik und den Kontaktstellen nicht erreicht wird. Der Einsatz von gut leitfähigen Metallfasern als Spalten- bzw. Zeilenfasern verbietet sich dabei aus dem Grund, da diese bei einer Deformation des Sensors, wie sie beispielsweise bei einer Anwendung des Sensors in einem Airbag für Kraftfahrzeuge vorkommen kann, leicht brechen oder reißen können und deshalb störanfällig sind und überdies leicht oxidieren, wobei eine Oxidation an einer Kontaktstelle das Meßergebnis verfälscht.
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Aus der
DE 36 38 641 A1 ist ein gattungsgemäßer Sensor bekannt. Der Sensor wird zur elektrischen Messung eines kleinen mechanischen flächenförmigen Druckes, insbesondere zur Ermittlung des Auflagedruckes einer liegenden oder stehenden Person eingesetzt. Der Sensor besteht aus ein oder zwei elektrisch leitfähigen Silikon-Kautschuk-Elementen zwischen zwei metallischen Kontakten. Aus der
DE 200 14 200 U1 ist eine weitere Sensoranordnung bekannt. Die Sensoranordnung dient zur Messung der örtlichen Verteilung einer Messgröße. Die Sensoranordnung kann als eine Sensorsitzmatte zur Sitzbelegungserkennung in einem Kraftfahrzeug ausgebildet sein.
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Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Sensor der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß eine höhere Meßgenauigkeit gegeben ist.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest eines der Widerstandselemente zumindest an einem der Kontaktbereiche durch ein an diesem Kontaktbereich mit dem Widerstandselement in elektrischem Kontakt befindliches elektrisch leitendes Element spannungsbeaufschlagbar ist.
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Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird in vorteilhafter Art und Weise erreicht, daß die Ableitung des eine Widerstandsänderung anzeigenden Signals von dem Kreuzungsbereich zweier Widerstandselemente zu einer elektrischen Anschlußleitung nicht über die Widerstandselemente selbst erfolgt, sondern über das niederohmige elektrisch leitende Element. Dies führt zu einer erhöhten Meßgenauigkeit, auch wenn die Widerstandselemente aus einem flexiblen und dehnbaren elastischen Material gefertigt werden, welches zwar elektrisch leitend, aber relativ hochohmig ist.
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Es kann nun vorgesehen sein, für jeden Kontaktbereich ein separates Paar von Widerstandselementen vorzusehen. Vorzugsweise sind jedoch die Widerstandselemente streifenförmig und in Zeilen und Spalten angeordnet. Dadurch werden die Kontaktbereiche einer Zeile bzw. die Kontaktbereiche einer Spalte jeweils durch das selbe in dieser Zeile bzw. Spalte angeordnete Widerstandselement gebildet. Dies hat den Vorteil, daß die Herstellung des erfindungsgemäßen Sensors vereinfacht wird. Es ist dann nicht mehr nötig, jeden Kontaktbereich einzeln durch Aufeinanderlegen von separaten Widerstandselementen auszubilden, sondern die Kontaktbereiche werden in einfacher Art und Weise durch Kreuzungsbereiche der in Zeilen und Spalten angeordneten streifenförmigen Widerstandselemente ausgebildet, wodurch der Fertigungsaufwand des erfindungsgemäßen Sensors reduziert wird.
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Vorzugsweise ist vorgesehen, daß das elektrisch leitende Element streifenförmig ist und entlang einer Zeile oder Spalte der Kontaktbereiche angeordnet ist. Dadurch wird jeder Kontaktbereich einer Zeile bzw. Spalte durch ein elektrisch leitendes Element spannungsbeaufschlagt. Es muß nicht mehr jeder Kontaktbereich einzeln mit einem elektrisch leitenden Element kontaktiert werden, so daß der Fertigungsaufwand des erfindungsgemäßen Sensors reduziert wird. Besonders einfach wird die Kontaktierung erreicht, wenn das streifenförmige elektrisch leitende Element entlang einem streifenförmigen Widerstandselement in Kontakt zu diesem angeordnet ist. Hierbei ist das betreffende Widerstandselement zumindest über einen Teil seiner Länge und damit auch jeder in diesem Teil der Länge des Widerstandselements befindliche Kontaktbereich durch das elektrisch leitende Element kontaktiert. Hieraus resultiert eine weitere Reduzierung des Fertigungsaufwands des erfindungsgemäßen Sensors.
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Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das elektrisch leitende Element eine in ein Widerstandselement eingebettete elektrisch leitende Faser ist. Durch die Einbettung in des Widerstandselement wird auf besonders zuverlässige Art erreicht, daß das betreffende Widerstandselement mit dem als Faser ausgebildeten elektrisch leitenden Element in elektrischem Kontakt ist und der Kontaktbereich oder die Kontaktbereiche des Widerstandselements spannungsbeaufschlagt werden können. Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn die Widerstandselemente streifenförmig ausgebildet sind und sich die elektrisch leitende Faser zumindest über einen Teil der Länge, vorzugsweise über die gesamte Länge mindestens eines der Widerstandselemente erstreckt. Dadurch wird der gesamte Teil der Länge des Widerstandselements und somit alle in diesem Teil der Länge befindlichen Kontaktbereiche durch die Faser kontaktiert und spannungsbeaufschlagt. Es ist desweiteren von Vorteil, wenn die elektrisch leitende Faser im Widerstandselement mäanderförmig verläuft. Dadurch wird in vorteilhafter Art und Weise erreicht, daß bei einer Dehnung des Widerstandselements, wie sie beispielsweise bei einer Druckbeaufschlagung auftreten kann, lediglich das Mäander der Faser auseinander gezogen wird, ohne daß diese mit Zugkräften beaufschlagt wird und abreißen kann.
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Es kann vorgesehen sein, daß zumindest an einem Teil der Kontaktbereiche zwischen zwei Widerstandselementen ein Element aus einem schlecht leitfähigen Material angeordnet ist. Dies erhöht den elektrischen Widerstand zwischen den beiden Widerstandselementen an deren Kontaktbereich, so daß eine Druckbeaufschlagung des Kontaktbereichs eine größere absolute Widerstandsänderung hervorruft, als wenn die Widerstandselemente an diesem Kontaktbereich direkt in Kontakt wären. Daraus resultiert eine erhöhte Meßgenauigkeit des Sensors. Besonders effektiv wird diese Widerstandserhöhung erreicht, wenn das Element aus schlecht leitfähigem Material die gesamte Fläche des betreffenden Kontaktbereichs abdeckt. Dadurch wird verhindert, daß die beiden Widerstandselemente an diesem Kontaktbereich miteinander in Kontakt kommen können.
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Es kann vorgesehen sein, daß das Element oder die Elemente aus schlecht leitfähigem Material streifenförmig ausgebildet ist oder sind und entlang einem oder mehreren streifenförmigen Widerstandselementen angeordnet ist bzw. sind. Dadurch werden mehrere, vorzugsweise alle Kontaktbereiche der betreffenden Widerstandselemente durch ein einzelnes durchgehendes Element aus schlecht leitfähigem Material versehen, so daß nicht jeder Kontaktbereich einzeln mit einem solchen Element versehen werden muß. Daraus resultiert eine Verringerung des Fertigungsaufwands des erfindungsgemäßen Sensors.
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Es kann vorgesehen sein, daß zwischen den in Zeilen angeordneten Widerstandselementen und den in Spalten angeordneten Widerstandselementen eine Schicht angeordnet ist, welche isolierende Spalten- und Zeilenbereiche sowie durch diese Spalten- und Zeilenbereiche abgrenzte, schlecht leitfähige Bereiche aufweisen, welche schachbrettmusterartig angeordnet sind, und welche an den Kontaktbereichen der Widerstandselemente zwischen diesen angeordnet sind. Dadurch wird in vorteilhafter Art und Weise erreicht, daß durch den Einsatz eines einzelnen Bauteils, nämlich der die schlecht leitfähigen Elemente aufweisenden Schicht, zwischen den Widerstandselementen an einer Vielzahl, vorzugsweise an allen Kreuzungsbereichen, ein Element aus einem schlecht leitfähigen Material angeordnet ist, wobei diese Elemente aus einem schlecht leitfähigen Material gegeneinander elektrisch isoliert sind. Daraus resultiert eine weitere Reduzierung des Fertigungsaufwands des erfindungsgemäßen Sensors.
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Erfindungsgemäß ist das matrixartige Raster in einem Gewebe angeordnet, an dem Elektroden befestigt sind, welche in Zeilen und Spalten angeordnet sind, und welche wiederum die elektrisch leitenden Elemente kontaktieren. Durch die Integration in ein Gewebe wird erreicht, daß der Sensor leicht an seinem Einsatzort einbaubar ist. Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, daß der Sensor bereits in ein Bauteil integriert ist, an dem eine Druckbeaufschlagung gemessen werden soll. Die Anordnung von Elektroden in dem Gewebe, welche die elektrisch leitenden Elemente kontaktieren, bewirkt, daß bei eventuell auftretenden Rissen in den elektrisch leitenden Elementen diese Risse durch die Elektroden überbrückt werden, wodurch eine noch zuverlässigere Spannungsbeaufschlagung der Kontaktbereiche an den Widerstandselementen erreicht wird.
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Es kann vorgesehen sein, daß mehrere, vorzugsweise alle in Spalten und/oder mehrere, vorzugsweise alle in Zeilen angeordneten Widerstandselemente in eine flächenförmige Anordnung integriert sind und durch elektrisch isolierende Bereiche voneinander getrennt sind. Dies bewirkt eine Vereinfachung des Fertigungsvorgangs für den erfindungsgemäßen Sensor, da dann nicht mehr jedes Widerstandselement einzeln in den Sensor eingebaut werden muß, sondern mehrere, vorzugsweise alle Widerstandselemente in ein einzelnes Bauteil integriert sind und bei der Fertigung des Sensors nur dieses eine Bauteil in den Sensor eingebaut werden muß.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den beiden Ausführungsbeispielen zu entnehmen, die im folgenden anhand der Figuren beschrieben werden. Es zeigen:
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1 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Sensor gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
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2 eine Draufsicht auf ein erstes Teil des Sensors gemäß 1 in Richtung II, teilweise im Schnitt,
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3 eine Draufsicht auf ein zweites Teil des Sensors gemäß 1 in Richtung III, teilweise im Schnitt,
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4 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Sensors gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
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5 eine Draufsicht auf ein flächenförmiges Element, und
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6 eine Draufsicht auf eine flächenförmige Anordnung von Widerstandselementen.
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Die 1 bis 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sensors. Der Sensor weist streifenförmige, in Zeilen angeordnete Widerstandselemente 5 und streifenförmige, in Spalten angeordnete Widerstandselemente 15 auf, welche einander so überlappen, daß sie ein matrixartiges Raster von Kontaktbereichen K ausbilden. An den Kontaktbereichen K ist zwischen den in Zeilen angeordneten Widerstandselementen 5 und den in Spalten angeordneten Widerstandselementen 15 jeweils ein Element 6 aus einem schlecht leitfähigen Material angeordnet, das den gesamten betreffenden Kontaktbereich K abdeckt. Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material ebenfalls streifenförmig ausgebildet und verlaufen entlang den streifenförmig ausgebildeten, in Spalten angeordneten Widerstandselementen 15.
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Längs zu den Widerstandselementen 5, 15 und im Kontakt mit diesen sind streifenförmige elektrisch leitende Elemente 4, 14 aus einem gut leitenden Material, im hier gezeigten Ausführungsbeispiel aus Metall, angeordnet, so daß über diese elektrisch leitenden Elemente 4, 14 die Widerstandselemente 5, 15 und somit auch die Kontaktbereiche K an den Widerstandselementen 5, 15 spannungsbeaufschlagbar sind. Der hier gezeigte Sensor ist, was aber nicht zwingend erforderlich ist, in ein Gewebe integriert, welches Deckschichten 1, 11 aufweist, an welchen der Sensor mittels Klebeschichten 2, 12 befestigt ist. Der Sensor weist des weiteren Elektroden 3, 13 auf, welche aus Metall gefertigt sind, und welche entlang den streifenförmigen elektrisch leitenden Elementen 4, 14 verlaufen und mit diesen in Kontakt sind. Die elektrisch leitenden Elemente 4, 14, oder alternativ die Elektroden 3, 13 sind über Anschlußleitungen (hier nicht gezeigt) mit einer Auswertevorrichtung verbindbar. Das Gewebe wird durch Nähte 7 zusammengehalten, welche gleichzeitig die Spalten, welche die in Spalten angeordneten Elektroden 13, die in Spalten angeordneten elektrisch leitenden Elemente 14 und die in Spalten angeordneten Widerstandselemente 15 sowie die Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material aufweisen, voneinander trennen.
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Das Meßprinzip des Sensors, welches im wesentlichen dem Meßprinzip des aus der
DE 198 26 484 bekannten Sensors entspricht, beruht nun darauf, daß in den Kontaktbereichen K die Widerstandselemente
5,
15 und das zwischen diesen angeordnete Element
6 aus einem schlechtleitfähigen Material im wesentlichen nur lose miteinander in Kontakt sind. Bei einer Druck- oder Kraftbeaufschlagung an dem betreffenden Kontaktbereich K werden das Widerstandselement
5 der Zeile, das Element
6 und das Widerstandselement
15 der Spalte zusammengepresst. Dies bewirkt eine Abnahme des elektrischen Widerstands zwischen dem Widerstandselement
5 der Zeile und dem Widerstandselement
15 der Spalte an deren Kontaktbereich K. Über eine Messung des Widerstands kann somit die Größe der Druck- oder Kraftbeaufschlagung des Kontaktbereichs K bestimmt werden. Bei einer Spannungsbeaufschlagung des Kontaktbereichs K ist des Meßsignal der Widerstandsmessung der durch den Kontaktbereich K vom Widerstandselement
5 der Zeile zum Widerstandselement
15 der Spalte fließende Strom.
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Die direkte Spannungsbeaufschlagung der Kontaktbereiche K durch die Metallstreifen
4,
14 hat gegenüber dem aus der
DE 198 86 484 bekannten Sensor den zusätzlichen wesentlichen Vorteil, daß ein elektrisches Meßsignal, in diesem Fall der den Widerstand charakterisierende Strom durch den Kontaktbereich K, nicht über die relativ hochohmigen Widerstandselemente
5,
15 selbst abgeleitet werden muß, sondern über die mit dem Kontaktbereich K in Kontakt befindlichen niederohmigen Metallstreifen
4,
14. Die Widerstandselemente
5,
15 bilden somit lediglich, im Zusammenwirken mit den zwischen ihnen befindlichen schlecht leitfähigen Elementen
6, an den Kontaktbereichen K elektrische Widerstände aus, die durch Kraft- oder Druckbeaufschlagung veränderbar sind und somit geeignet sind, eine Kraft- oder Druckbeaufschlagung der Kontaktbereiche K zu charakterisieren. Die Kontaktbereiche sind somit über die Metallstreifen
4,
14 und weitere Anschlußleitungen (hier nicht gezeigt) direkt mit der Auswertevorrichtung verbindbar.
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Die Metallstreifen 4, 14 sind dabei nicht vollflächig an den streifenförmigen Widerstandselementen 5, 15 fixiert, sondern liegen an diesen lose an oder sind nur punktuell an diesen fixiert, um eine Beschädigung der Metallstreifen 4, 14 zu vermeiden, wenn die Widerstandselemente 5, 15 infolge Druckbeaufschlagung gedehnt werden. Im Fall einer dennoch auftretenden Beschädigung eines Metallstreifens 4, 14 beispielsweise durch Risse, werden solche Beschädigungen durch die Elektroden 3, 13 elektrisch überbrückt. Die Elektroden 3, 13 erhöhen somit die Zuverlässigkeit des Sensors, sind aber nicht zwingend erforderlich. Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Metallstreifen 4, 14 mit den Zeilen- bzw. Spaltenleiterbahnen 5, 15 im wesentlichen über deren gesamte Länge in Kontakt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, die elektrisch leitenden Elements 4, 14 so auszubilden und anzuordnen, daß sie lediglich ausgewählte Kontaktbereiche K kontaktieren.
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Es ist beim hier gezeigten Ausführungsbeispiel vorgesehen, die Widerstandselemente 5, 15 an jedem Kontaktbereich K durch ein schlecht leitendes Element 6 zu trennen. Es ist jedoch auch möglich, Elemente 6 nun an einzelnen Kontaktbereichen K vorzusehen oder ganz wegzulassen. Dabei bleibt das Meßprinzip dasselbe, bei einem direkten Kontakt zwischen zwei Widerstandselementen 5, 15 ist der elektrische Widerstand im Kontaktbereich K jedoch wesentlich kleiner, so daß bei einer Druckbeaufschlagung nur eine wesentlich geringere absolute Widerstandsänderung gemessen werden kann. Desweiteren kann vorgesehen sein, die Elements 6 nicht streifenförmig auszubilden, sondern lediglich in der Größe, daß sie den jeweiligen Kontaktbereich K abdecken.
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Durch die Trennung der Spalten 6, 12, 13, 14, 15 mittels Nähte 7 wird erreicht, daß benachbarte Spalten nicht verrutschen, und daß kein elektrischer Kurzschluß zwischen benachbarten Spalten zustandekommt, welcher das Messergebnis verfälschen könnte. Ebenso kann vorgesehen sein, was hier nicht gezeigt ist, daß Zeilen voneinander durch Nähte getrennt sind.
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Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Sensor zwei Zeilen und zwei Spalten auf. Diese Darstellung wurde der Anschaulichkeit halber gewählt, wobei ein erfindungsgemäßer Sensor in der Regel mehr als zwei Zeilen und mehr als zwei Spalten aufweist. Das Meßprinzip an sich läßt sich jedoch auch verwirklichen, wenn nur eine Spalte und eine Zeile vorhanden sind, welche einen Kontaktbereich K ausbilden.
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Es ist nicht zwingend, die Widerstandselemente 5, 15 sowie die elektrisch leitenden Elemente 4, 14 streifenförmig auszubilden. Es kann vielmehr ebenso vorgesehen sein, daß jeder Kontaktbereich K durch ein separates Widerstandselement 5 und ein weiteres separates Widerstandselement 15 gebildet wird, zwischen denen ein Element 6 aus schlecht leitfähigem Material angeordnet sein kann. Ebenso kann vorgesehen sein, daß die Widerstandselemente 5, 15 nur an den Kontaktbereichen K durch die elektrisch leitenden Elements 4, 14 kontaktiert sind. Des weiteren kann vorgesehen sein, daß jeder Kontaktbereich K durch ein separates elektrisch leitendes Element 4 auf der durch das erste Widerstandselement 5 ausgebildeten Seite und durch ein separates elektrisch leitendes Element 14 auf der durch das weitere Widerstandselement 15 ausgebildeten Seite kontaktiert ist.
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4 zeigt schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sensors. Dieser weist wiederum eine Anzahl streifenförmiger, in Zeilen angeordneter Widerstandselemente 5 sowie eine Anzahl streifenförmiger, in Spalten angeordneter Widerstandselemente 15 auf, die wiederum ein matrixartiges Raster von Kontaktbereichen K bilden. An Stelle der Metallstreifen 4, 14 des ersten Ausführungsbeispiels sind hier elektrisch leitende Fasern 20 in die Widerstandselemente 5, 15 eingebettet. Über die Fasern 20, welche in diesem Ausführungsbeispiel aus Metall ausgebildet sind, sind die Kontaktbereiche K der Widerstandselemente 5, 15 spannungsbeaufschlagbar. Zu diesem Zweck sind die Metallfasern 20 über Anschlußleitungen (hier nicht gezeigt) mit einer Auswerteeinrichtung verbindbar. Die Fasern 20 verlaufen mäanderförmig in den Widerstandselementen 5, 15, so daß bei einer Dehnung der Widerstandselemente 5, 15 lediglich das Mäander der Fasern 20 auseinander gezogen wird, die Fasern 20 jedoch nicht gedehnt oder abgerissen werden. Der Einfachheit halber wurde im zweiten Ausführungsbeispiel auf die Darstellung weiterer Bestandteile des Sensors verzichtet. Es versteht sich von selbst, daß auch der Sensor gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel an den Kontaktpunkten K ein oder mehrere Elemente 6 aus schlechtleitfähigem Material zwischen den Widerstandselementen 5, 15 aufweisen kann, sowie in ein Gewebe integriert und an diesem fixiert sein kann, wie bereits beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben. Wie schon beim ersten Ausführungsbeispiel ist es auch hier nicht unbedingt erforderlich, daß die Widerstandselemente 5, 15, wie in 4 gezeigt, über ihre gesamte Länge durch Fasern 20 kontaktiert werden. Es kann durchaus ausreichend sein, wenn die Widerstandselemente 5, 15 durch die Fasern 20 nur an den Kontaktbereichen K oder an ausgewählten Kontaktbereichen K kontaktiert werden.
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5 zeigt eine vom ersten Ausführungsbeispiel abweichende Ausgestaltung der Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material. In diesem Fall sind die Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material nicht streifenförmig ausgebildet, sondern als Bestandteile einer flächenförmigen Schicht 16. Die Schicht 16 weist mehrere Elemente 16 aus schlecht leitfähigem Material auf, deren Anzahl der Anzahl von Kontaktbereichen K des Sensors entspricht. In der Schicht 16 sind die Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material schachbrettmusterartig angeordnet und von einander durch Spalten- und Zeilenbereiche 6a aus einem isolierenden Material abgegrenzt. Die Integration der Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material in die Schicht 16 hat den Vorteil, daß die Schicht 16 bei der Herstellung des Sensors als Ganzes zwischen die Widerstandselemente 5, 15 eingelegt werden kann, woraus sich ein geringerer Fertigungsaufwand ergibt, als wenn einzelne Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material zwischen die Widerstandselemente 5, 15 eingesetzt werden müssen.
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6 zeigt eine vom ersten Ausführungsbeispiel abweichende Anordnung von streifenförmigen Widerstandselementen 15. Diese sind integrale Bestandteile einer flächenförmigen Anordnung 25, in der die Widerstandselemente 15 durch isolierende Bereiche 15a voneinander abgegrenzt sind. Hierbei ergibt sich, wie schon bei der die Elemente 6 aus schlecht leitfähigem Material enthaltenden Schicht 16 der Vorteil, daß die Widerstandselemente 15 bei der Herstellung des Sensors nicht einzeln in diesen eingebracht werden müssen, sondern daß nur die flächenförmige Anordnung mit den Widerstandselementen 15 als Einbauteil in den Sensor eingebracht werden muß. Daraus ergibt sich ebenfalls ein reduzierter Fertigungsaufwand des Sensors.