DE10153107C1 - Verriegelungseinrichtung - Google Patents
VerriegelungseinrichtungInfo
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Abstract
Um eine möglichst einfache Verriegelung eines zwischen einer Trenn- und einer Betriebsstellung verfahrbaren elektrischen Schalters (3) mit den Schaltzuständen des elektrischen Schalters (3) zu verknüpfen, ist es vorgesehen, dass eine erste Leiste (36) eine sich in einer ersten Richtung erstreckenden Steuerkontur mit einer Rampe aufweist, die mit einer in bestimmten Zuständen des elektrischen Schalters (3) bewegbaren Steuerstange (123) zusammenwirkt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungseinrichtung
für einen relativ zu einem Traggestell zwischen einer Trenn-
und einer Betriebsstellung verfahrbaren elektrischen Schal
ter, mit einem Schubelement, welches durch Aufsetzen eines
Werkzeugs auf einer Antriebsspindel verschiebbar ist und mit
einer in einer ersten Schubrichtung verschiebbaren ersten
Leiste verbunden ist, wobei die erste Leiste eine sich in der
ersten Schubrichtung erstreckende Steuerkontur mit einer Ram
pe aufweist, die mit einer in bestimmten Zuständen des elek
trischen Schalters bewegbaren Steuerstange zusammenwirkt.
Eine solche Verriegelungseinrichtung ist vorzusehen, um
Fehlbedienungen zu verhindern.
Eine derartige Verriegelungseinrichtung ist beispielsweise
für aus dem Kapitel "8.2.4 Metallgekapselte luftisolierte
Schaltfelder nach DIN EN 60298 (VDE 0670, Teil 6)" des "ABB-
Taschenbuch Schaltanlagen", 10. Auflage, Cornelsen Verlag
Berlin, Seite 392 bekannte Schaltfelder geeignet. Dort ist
ein metallgeschottetes Schaltfeld abgebildet, welches in meh
rere Teilräume, wie beispielsweise einen Sammelschienenraum,
einen Kabelanschlussraum und einen Schalterraum, unterteilt
ist. Im Schalterraum ist ein elektrischer Schalter angeord
net. Dieser elektrische Schalter ist zwischen einer Betriebs
stellung, einer Teststellung und einer Trennstellung verfahr
bar. In der Trennstellung sind die Anschlussstücke des elekt
rischen Schalters von entsprechenden Gegenkontaktstücke
elektrisch getrennt, die Sekundärleitungen sind mittels einer
Steckverbindung aufgetrennt. In der Teststellung sind die An
schlussstücke des Schalters von den Gegenkontaktstücken ge
trennt. Über die Steckverbindung sind in dieser Stellung die
Sekundärleitungen von Schalter und Schaltfeld miteinander
verbunden. In der Betriebsstellung kontaktieren die An
schlussstücke des Schalters die Gegenkontaktstücke. Mittels
der Steckverbindung sind die Sekundärleitungen miteinander
verbunden. Die Anschlussstücke des elektrischen Schalters
sind dabei so angeordnet, dass diese in der Betriebsstellung
durch in einer Schottwand vorgesehene Öffnungen in den Sam
melschienenraum bzw. den Kabelanschlussraum hineinragen.
Diese Öffnungen sind mittels Blenden verschließbar, um eine
Schottwirkung der Schottwand auch bei einem entfernten bzw.
in Trenn- oder Teststellung befindlichen elektrischen Schal
ter zu gewährleisten. Das Verfahren des elektrischen Schal
ters auf dem Traggestell zwischen der Betriebsstellung, der
Teststellung und der Trennstellung erfolgt durch aufwendige
mechanische Vorrichtungen. In diese aufwendigen mechanischen
Vorrichtungen greifen entsprechende Baugruppen ein, um gemäß
den geltenden Sicherheitsvorschriften in bestimmten Zuständen
eine Verriegelung zu bewirken. Sollte im Schaltfeld ein zu
sätzlicher Antrieb, beispielsweise für einen Erdungsschalter,
vorgesehen sein, so sind weitere Verriegelungen vorzusehen.
Aus der DE 87 04 770 U1 ist es bekannt, das Verfahren eines
elektrischen Schalters in Abhängigkeit eines durch die
Stellung einer Tür gesteuerten Bolzens zu blockieren oder
freizugeben.
Weiterhin ist aus der US 6,028,272 bekannt, eine Steuerkontur
mit Ausnehmungen zu versehen, welche mit einem Steuerelement
des elektrischen Schalters zusammenwirkt.
Aus der DE 41 10 982 C2 ist eine Verriegelungsvorrichtung zur
Sperrung bzw. Freigabe eines Wellenrades bekannt, nach
welcher ein auf einem Wellenende gelagerter Schieber das
Wellenende blockiert oder sich darauf bewegen lässt.
Weitere Ausgestaltungen zu einem Sperren bzw. Freigeben eines
bewegbaren Schalters sind in den Dokumenten DE 44 20 582 C2,
DE 15 90 206 A sowie US 5,036,427 beschrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelungs
einrichtung der eingangs genannten Art derart auszugestalten,
dass mehrere komplexe Verriegelungsbedingungen mit einer ver
einfachten Konstruktion realisiert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die erste Leiste ge
löst, welche eine erste Ausnehmung aufweist, in welche ein
einem weiteren Antrieb zugeordneter Riegel so weit einschieb
bar ist, dass das Schubelement blockiert ist.
Durch die Verbindung des Schubelementes mit der verschiebba
ren ersten Leiste besteht die Möglichkeit, bereits das Auf
setzen eines Werkzeuges zum Bedienen der Antriebsspindel ei
nes Spindelantriebes zu verhindern. Durch die Nutzung einer
Steuerkontur mit einer Rampe kann in einfacher Weise über die
bewegbare Steuerstange der elektrische Schalter mit der ers
ten Leiste zusammenwirken. So kann beispielsweise die Steuer
stange starr in die Steuerkontur hineinragen und die erste
Leiste blockieren oder bei einer gegebenenfalls bewegbaren
Steuerstange auch entlang ihrer Längsachse bewegbar sein. In
besonderer Weise kann die Rampe dann dazu genutzt werden, die
Steuerstange bei einer Bewegung der ersten Leiste anzuheben.
Ragt die Steuerstange jedoch starr in die Steuerkontur (bei
spielsweise bei eingeschaltetem Schalter), so ist die Beweg
barkeit der ersten Leiste im Zusammenwirken mit der Steuer
stange eingeschränkt. Die Steuerkontur der ersten Leiste kann
so ausgebildet sein, dass sie mehrere Rampen aufweist, bei
spielsweise um mit mehreren Steuerstangen zusammenzuwirken.
Es können auch mehrere Rampen vorgesehen sein, welche in Ab
hängigkeit von Trenn- oder Betriebsstellung des Schalters
wechselweise mit ein und derselben Steuerstange zusammenwir
ken. Neben der Blockierwirkung der Steuerstange mittels der
Steuerkontur der ersten Leiste ist es möglich, dass auch die
erste Leiste mittels der Steuerkontur auf den elektrischen
Schalter wirkt. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass
ein Schalten des Schalters blockiert ist, wenn die Steuer
stange durch die Rampe auf ein erhöhtes Niveau angehoben ist.
Außerdem kann vorgesehen sein, dass durch ein verschieben der
Steuerstange mittels der Steuerkontur der ersten Leiste eine
Ausschaltung des elektrischen Schalters erzwungen wird, um
sicherzustellen, dass beim Verfahren des elektrischen Schal
ters dieser ausgeschaltet ist.
Ist die Steuerkontur durch eine Außenkante der ersten Leiste
gebildet, so lässt sich die Steuerkontur mit einem sehr ge
ringen Aufwand durch Fräsen oder Stanzen in die erste Leiste
einbringen. Darüber hinaus besteht so die Möglichkeit, die
Steuerkontur in einfacher Art und Weise beispielsweise durch
das Einwirken der Gewichtskraft der Steuerstange durch diese
abtasten zu lassen. Gleichzeitig begrenzt eine derartig aus
gebildete Steuerkontur die Bewegbarkeit der Steuerstange nur
in eine Richtung. So kann an jedem Punkt einer derartigen
Steuerkontur die Steuerstange von der Steuerkontur durch etwa
vorgesehene weitere Vorrichtungen abgehoben werden.
Nutzt man die erste Leiste, um diese mittels eines einem wei
teren Antrieb zugeordneten Riegels in bestimmten Schaltstel
lungen festzulegen und somit das Schubelement zu blockieren,
so kann in einfacher Weise die Bedienung der Antriebsspindel
abhängig vom Zustand des weiteren Antriebes blockiert werden.
Der weitere Antrieb kann beispielsweise ein Kurbelantrieb für
einen Erdungsschalter sein, welcher gegen den elektrischen
Schalter zu verriegeln ist. Der dem weiteren Antrieb zugeord
nete Riegel kann beispielsweise von einem weiteren Schubele
ment betätigbar sein. Dabei kann vorgesehen sein, dass der
Riegel in Abhängigkeit der Stellung des weiteren Antriebes in
seiner Verriegelungsstellung gehalten bzw. weiter verschoben
wird. Dazu kann beispielsweise ein Kniehebelgetriebe vorgese
hen sein. Dadurch kann wirkungsvoll verhindert werden, dass
bei eingeschaltetem Erdungsschalter der elektrische Schalter
Verfahren werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass ein
Sperrhebel vorgesehen ist, der durch die Bewegung der An
triebsspindel verschwenkbar ist und der die Einschubtiefe des
Riegels nach dessen Durchtritt durch die erste Ausnehmung be
grenzen kann und im Zusammenwirken mit dem nicht begrenzt
durch die erste Ausnehmung hindurchragenden Riegel eine wei
tere Bewegung der Antriebsspindel sperrt.
Durch den Sperrhebel wird in einfacher Weise bewirkt, dass im
Zusammenwirken mit der Einschubtiefe des dem weiteren Antrieb
zugeordneten Riegels sowohl die Verfahrbarkeit des elektri
schen Schalters zwischen der Trenn- und der Betriebsstellung
in Abhängigkeit der Stellung des weiteren Antriebes als auch
die Bedienbarkeit des weiteren Antriebs in Abhängigkeit der
jeweiligen Verfahrstellung des elektrischen Schalters verrie
gelt ist. Der verschwenkbare Sperrhebel ist Teil einer mecha
nisch robusten Konstruktion.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht weiterhin vor, dass der
Sperrhebel durch eine auf der Antriebsspindel bewegbare Nuss
bewegbar ist.
Durch die Bewegbarkeit des Sperrhebels mittels der bewegbaren
Nuss wird in einfacher Weise die erste Ausnehmung durch den
Sperrhebel freigegeben und so wird ein nicht begrenztes hin
durchgreifen des Riegels durch die erste Ausnehmung ermög
licht.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht weiterhin vor, dass pa
rallel zur ersten Schubrichtung der ersten Leiste eine zweite
Leiste verschiebbar geführt ist mit einer weiteren, mit der
bewegbaren Steuerstange zusammenwirkenden Rampe, durch welche
die in bestimten Zuständen des elektrischen Schalters beweg
bare Steuerstange von der Steuerkontur der ersten Leiste ab
hebbar ist.
Die Steuerstange ist einerseits durch die Rampe der ersten
Leiste auf ein bestimmtes Niveau anhebbar und andererseits
ist durch die weitere Rampe der zweiten Leiste unabhängig von
der jeweiligen Position der verschiebbaren ersten Leiste die
bewegbare Steuerstange von der Steuerkontur der ersten Leiste
abhebbar. Durch das Abheben der Steuerstange von der Kontur
der ersten Leiste ist es möglich, mittels der Steuerstange an
dem Schalter bestimmte Vorgänge, wie beispielsweise ein Ent
spannen eines Federspeichers zu erzwingen. Da die zweite
Leiste parallel zur ersten Leiste verschiebbar geführt ist,
kann auch die Steuerstange auf die weitere Rampe der zweiten
Leiste einwirken und diese blockieren, beispielsweise wenn
die Steuerstange bei bestimmten Zuständen (beispielsweise im
eingeschalteten Zustand des elektrischen Schalters) nicht be
wegbar ist.
Unter anderem kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die
Steuerstange senkrecht zur ersten Schubrichtung in einer
zweiten Schubrichtung ggf. verschiebbar angeordnet ist.
Ist die Steuerstange in einer zweiten Schubrichtung senkrecht
zur ersten Schubrichtung angeordnet, so ergibt sich eine
günstige räumliche Aufteilung und Zuordnung der einzelnen
Baugruppen zueinander.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die
erste Leiste eine zweite Ausnehmung aufweist, in welche unter
der Bedingung zumindest einer geöffneten Tür eines den elekt
rischen Schalter aufnehmenden Schaltfeldes, ein Riegelelement
zum Verhindern einer Verschiebung der ersten Leiste ein
schiebbar ist.
Ist es gefordert, dass eine Verriegelung des Verfahrens des
elektrischen Schalters zwischen der Trenn- und der Betriebs
stellung in Abhängigkeit der Stellung einer Tür des Schalt
feldes zu erfolgen hat, so ist es vorteilhaft, einen weiteren
Riegel ebenfalls auf die erste Leiste einwirken zu lassen, so
dass die erste Leiste beispielsweise bei geöffneter Tür an
einer Verschiebung gehindert ist. Durch die erste Leiste kön
nen so verschiedene Verriegelungen in konstruktiv einfacher
Weise zusammenwirken.
Es kann vorgesehen sein, dass die jeweiligen Einschubrichtun
gen des Riegels und des Riegelelementes sowie die zweite
Schubrichtung um 90° zueinander versetzt jeweils quer zur
ersten Schubrichtung angeordnet sind.
Eine derartige Anordnung ergibt eine äußerst raumökonomische
Anordnung der einzelnen Verriegelungsbedingungen. Es können
so die jeweils zur Verfügung stehenden räumlichen Bedingungen
in einer optimierten Weise genutzt werden. Die einzelnen Bau
gruppen können sehr nah beieinander angeordnet werden.
Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher beschrieben
werden.
Dabei zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch ein schematisch darge
stelltes Schaltfeld
Fig. 2 eine schematische perspektivische Ansicht des
Traggestells mit integriertem mechanischen
Steuerungsmodul,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die dem Schalter zuge
wandte erste Seite des Steuerungsmoduls,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die dem Schalter abge
wandte zweite Seite des Steuerungsmoduls,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Hebelkette
zur Betätigung der Blenden,
Fig. 6 eine Ansicht einer Kulissenplatte,
Fig. 7 eine weitere Ausgestaltungsvariante des Trag
gestells mit einer Antriebsspindel und einem
weiteren Antrieb zur Bedienung eines Erdungs
schalters,
Fig. 8 eine Draufsicht eines Teils des weiteren An
triebes,
Fig. 9 eine Seitenansicht eines Teils des weiteren
Antriebes,
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht eines Teils des
weiteren Antriebes sowie der Antriebsspindel,
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht eines Teils des
weiteren Antriebes sowie der Antriebsspindel
in einer weiteren Variante und
Fig. 12 eine Ansicht der vom elektrischen Schalter ab
gewandten Seite des Traggestells.
Das Traggestell 1 selbst, sowie die ihm zugeordneten Kompo
nenten sind in einen Schalterraum 6 eines gekapselten Schalt
feldes 2 ein- und ausfahrbar (Fig. 1). Dieses Ein- und Aus
fahren ist im Wesentlichen zu Wartungszwecken bzw. zum Aus
tausch eines defekten Traggestells 1 bzw. an dem Traggestell
1 angeordneter Baugruppen notwendig. Relativ zu dem Tragge
stell 1 ist ein elektrischer Schalter 3 zwischen einer Be
triebsstellung, einer Teststellung und einer Trennstellung
verfahrbar. Die Anschlussstücke 4a, b des elektrischen Schal
ters 3 sind durch Öffnungen 5a, b einer Schottwand 7 des
Schaltfeldes 2 hindurchführbar. Diese Öffnungen 5a, b sind in
der Teststellung und in der Trennstellung des elektrischen
Schalters 3 durch Blenden 8a, b (Shutter) verschlossen.
Auf der einen Seite grenzt die Schottwand 7 an den Schalter
raum 6. Auf der anderen Seite der Schottwand 7 befinden sich
ein Sammelschienenraum 50 sowie ein Kabelanschlussraum 51. In
dem Kabelanschlussraum 51 und dem Sammelschienenraum 50 be
finden sich jeweils Gegenkontaktstücke 52a, b.
Mit den Gegenkontaktstücken 52a, b sind die Anschlussstücke
4a, b durch Verfahren des elektrischen Schalters 3 kontaktier
bar.
Die Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Tragge
stells 1 unter Verzicht der Darstellung des dem Traggestell 1
zugeordneten elektrischen Schalters 3.
Zunächst soll das mechanische Steuerungsmodul 9 beschrieben
werden, welches zum Verfahren des elektrischen Schalters 3
zwischen Betriebs-, Test- und Trennstellung, zum Betätigen
der Blenden 8a, b, sowie der Betätigung einer Steckverbindung
10 zur Verbindung von Sekundärleitungen vorgesehen ist. Se
kundärleitungen sind zum Beispiel Messleitungen, Steuerlei
tungen oder Kommunikationsleitungen.
Das mechanische Steuerungsmodul 9 weist eine rechteckige
erste Kulissenplatte 11 sowie eine gleichartig geformte
rechteckige zweite Kulissenplatte 12 auf (Fig. 3, 4). Die
erste Kulissenplatte 11 und die zweite Kulissenplatte 12 sind
voneinander beabstandet angeordnet. Jede der Kulissenplatten
11, 12 weist eine gleichartige durchgehende erste Kulisse
13a, b sowie eine erste, eine zweite, eine dritte und eine
vierte weitere Kulisse 14a, b 15a, b, 16a, b, 17a, b auf. In den
ersten Kulissen 13a, b ist ein Bolzen 18 geführt. Der Antrieb
des Bolzens 18 erfolgt mittels eines Antriebshebels 19, wel
cher zwischen den beiden Kulissenplatten 11, 12 angeordnet
ist. Der Antriebshebel 19 wiederum ist mit einer auf einer
drehbar gelagerten Antriebspindel 20 angeordneten Nuss 21
verbunden (Fig. 2). Die Antriebsspindel 20 kann mittels ei
nes Werkzeuges gedreht werden. Je nach Drehrichtung der An
triebsspindel 20 erfolgt eine Bewegung des Bolzens 18 in eine
erste oder in eine zweite, der ersten Richtung, entgegenge
setzte Richtung. An der vom elektrischen Schalter 3 abgewand
ten Seite des mechanischen Steuerungsmoduls 9 ist eine erste
Mitnahmevorrichtung 22 angeordnet (Fig. 4). Die erste Mit
nahmevorrichtung 22 ist mittels Führungsbolzen in der ersten
weiteren Kulisse 14a der ersten Kulissenplatte 11 beweglich
geführt. Eine zweite Mitnahmevorrichtung 23 ist in der zwei
ten weiteren Kulissen 15a, b der ersten und der zweiten Kulis
senplatte 11, 12 ebenfalls mittels Führungsbolzen beweglich
gelagert. In der dritten und vierten weiteren Kulisse 16a, b
17a, b der ersten und zweiten Kulissenplatte 11, 12 ist eine
dritte Mitnahmevorrichtung 24 mittels Führungsbolzen beweg
lich gelagert. Um eine symmetrische Verteilung der Antriebs
kräfte zu erzielen, weist die zweite Mitnahmevorrichtung 23
einen mittels der Führungsbolzen starr verbundenen, auf der
dem Schalter zugewandten Seite des mechanischen Steuerungsmo
duls 9 angeordneten, zweiten Teil 23a auf (Fig. 3). Des Wei
teren weist die dritte Mitnahmevorrichtung 24 ein starr mit
tels Führungsbolzen verbundenes auf der dem Schalter zuge
wandten Seite des mechanischen Steuerungsmoduls 9 angeordne
tes zweites Teil 24a auf. Auf dem zweiten Teil 23a der zwei
ten Mitnahmevorrichtung 23 ist winkelstarr ein im Wesentli
chen T-förmiger Bügel 25 angeordnet, welcher die Bewegung der
Blenden 8a, 8b bewirkt (Fig. 2, vgl. Fig. 5). An dem zwei
ten Teil 24a der dritten Mitnahmevorrichtung 24 ist eine Boh
rungen aufweisende Befestigungslasche 26 angeformt, an der
der elektrische Schalter 3 befestigt ist und mit der er rela
tiv zu dem Traggestell 1 zwischen der Betriebsstellung, der
Teststellung und der Trennstellung verfahrbar ist (Fig. 2,
3). An der ersten Mitnahmevorrichtung 22 ist ein bewegbarer
Arm 27 angeordnet, welcher einen Steckverbinderteil 10a be
wegt. Des Weiteren weist die erste Mitnahmevorrichtung 22 ei
nen Sperrarm 28 auf, dessen Funktion weiter unten beschrieben
werden soll. Um die drei Mitnahmevorrichtungen 22, 23, 24 in
den jeweiligen Endlagen zu sichern und eine ungewollte Bewe
gung zu verhindern, ist jeder der Mitnahmevorrichtungen eine
Klinke 22b, 23b, 24b zugeordnet (Fig. 4). Aufgrund der Ver
wendung einer selbsthemmenden Antriebsspindel 20 und der kon
struktiven Ausgestaltung der ersten Mitnahmevorrichtung 22
ist auf eine Verriegelung der ersten Mitnahmevorrichtung 22
in der Trennstellung des Schalters 3 verzichtet. Die Klinken
22b, 23b, 24b sind zwar nicht völlig baugleich ausgeführt,
jedoch in ihrer Wirkungsweise jeweils gleich. Jede der Klin
ken 22b, 23b, 24b ist als um einen Führungsbolzen schwenkba
rer Hebel ausgeführt. Diese Hebel weisen an ihren freien En
den jeweils eine sich in die erste Kulissenplatte 11 hinein
erstreckende rechtwinklige Abwinkelung 22c, 23c, 24c (Fig. 6)
auf, welche in eine der weiteren Kulissen 14b, 15b, 17b hin
einragen. Die Klinken 22b, 23b, 24b sind jeweils federbelas
tet und pressen die Abwinkelungen 22c, 23c, 24c jeweils im
nicht betätigten Zustand gegen einen Rand der weiteren Kulis
sen 14b, 15b, 17b. In den Rändern der weiteren Kulissen 14b,
15b, 17b sind in bestimmten Bereichen Ausnehmungen 53, 54,
55, 56, 57 eingearbeitet, in welche die Abwinkelungen 22c,
23c, 24c unter der Federbelastung zur Fixierung der jeweili
gen Mitnahmevorrichtung einrastbar sind.
Im Folgenden soll der Vorgang des Verfahrens des elektrischen
Schalters 3 von der Trennstellung über die Teststellung in
die Betriebsstellung beschrieben werden.
Zunächst befindet sich der elektrische Schalter 3 in der
Trennstellung. In dieser Stellung sind die Anschlussstücke
4a, b von den Gegenkontaktstücken 52a, b getrennt. Die Steck
verbindung 10 zur Verbindung der Sekundärleitungen ist ge
trennt. Die Öffnungen 5a, b in der Schottwand 7 sind durch
Blenden 8a, b verschlossen. Der Bolzen 18 befindet sich in der
in den Fig. 3, 4 und 6 dargestellten Position (Bereich A,
Fig. 6). Wird nunmehr die Antriebsspindel 20 in eine erste
Richtung gedreht, so beginnt sich die Nuss 21 auf der An
triebsspindel 20 in der Richtung, die durch die Pfeile 40,
41, 42, 43 in den Fig. 2, 3, 4, 6 bezeichnet ist, zu bewe
gen und bewegt dabei über den Antriebshebel 19 den Bolzen 18
entlang der durchgehenden ersten Kulisse 13a, b (Fig. 2,
Fig. 6). Zunächst befindet sich der Bolzen 18 mit der ersten
Mitnahmevorrichtung 22 in Eingriff und bewegt die erste Mit
nahmevorrichtung 22 ebenfalls. Über den bewegbaren Arm 27
wird dabei der schwimmend gelagerte Steckverbinderteil 10a in
Richtung des Pfeils 40 (Fig. 2) bewegt und fährt in das dor
tige, entsprechend angeordnete nicht dargestellte Gegenstück
ein. Bis zum Erreichen des Bereiches B der durchgehenden ers
ten Kulisse 13a, b ist der Bolzen 18 ständig mit der ersten
Mitnahmevorrichtung 22 in Eingriff. Mit dem Erreichen des Be
reiches B gelangt der Bolzen 18 mit der ersten Mitnahmevor
richtung 22 außer Eingriff und lässt die erste Klinke 22b in
die Ausnehmung 57 der ersten weiteren Kulisse 14b einrasten,
so dass die erste Mitnahmevorrichtung 22 in ihrer Lage fi
xiert ist. Der elektrische Schalter 3 befindet sich nunmehr
in der Teststellung. Das heißt, der Kontakt der Sekundärlei
tungen ist über die Steckverbindung 10 hergestellt, der
elektrische Schalter 3 selbst befindet sich weiterhin in
Trennstellung d. h. die Anschlussstücke 4a, b des elektrischen
Schalters 3 sind von den Gegenkontaktstücken 52a, b getrennt,
die Blenden 8a, b vor den Öffnungen 5a, b der Schottwand 7 sind
weiterhin geschlossen. Bewegt man mittels der Antriebsspindel
20 nunmehr den Bolzen 18 weiter, so entklinkt dieser die
zweite Klinke 23b der zweiten Mitnahmevorrichtung 23 und be
wegt die zweite Mitnahmevorrichtung 23 durch den Bereich C
der ersten Kulisse 13a, b. Über den T-förmigen Bügel 25 (Fig.
2), welcher an dem Teil 23a der zweiten Mitnahmevorrichtung
23 angeordnet ist, werden nunmehr die Blenden 8a, b vor den
Öffnungen 5a, b der Schottwand 7 bewegt und geben die Öffnung
5a, b frei. Dies erfolgt beispielsweise über eine in der Fig.
5 schematisch dargestellte mechanische Hebelkette. Zum Ende
des Abschnittes C gelangt der Bolzen 18 mit der zweiten Mit
nahmevorrichtung 23 außer Eingriff und verklinkt die zweite
Klinke 23b in der Ausnehmung 56 der zweiten weiteren Kulisse
15b, so dass auch die zweite Mitnahmevorrichtung 23 in ihrer
momentanen Position gesichert ist. Im Bereich D betätigt der
Bolzen die dritte Klinke 24b, welche der dritten Mitnahmevor
richtung 24 zugeordnet ist und entklinkt diese. Anschließend
wird mittels der dritten Mitnahmevorrichtung 24, 24a der mit
der angeformten Befestigungslasche 26 verschraubte elektri
sche Schalter 3 entlang des Bereiches E relativ zu dem Trag
gestell 1 in die Betriebsstellung verfahren. Das heißt, die
Anschlussstücke 4a, b des elektrischen Schalters 3 werden
durch die nunmehr freien Öffnungen 5a, b in der Schottwand 7
hindurchbewegt und gelangen auf der anderen Seite der Schott
wand 7 mit den Gegenkontaktstücken 52a, b in elektrischen Kon
takt. Zum Ende der Bewegung des elektrischen Schalters 3 wird
im Bereich F der durchgehenden ersten Kulisse die dritte
Klinke 24b in der Ausnehmung 54 verklinkt, so dass auch diese
Position der dritten Mitnahmevorrichtung 24 gesichert ist.
Der Bolzen 18 wird danach in eine Ruheposition bewegt, um ein
sicheres Verklinken der dritten Klinke 24b zu gewährleisten.
Zusätzlich zu der Verklinkung durch die dritte Klinke 24b
wird eine unbeabsichtigte Bewegung des elektrischen Schalters
3 in der Betriebsstellung aufgrund der Gestaltung der dritten
Mitnahmevorrichtung 24 im Zusammenwirken mit der selbsthem
menden Antriebsspindel 20 verhindert. Der elektrische Schal
ter 3 hat nunmehr seine Betriebsstellung erreicht. Zum Ver
fahren des elektrischen Schalters 3 von seiner Betriebsstel
lung in die Trennstellung wird nunmehr die Antriebsspindel 20
in entgegengesetzter Drehrichtung bewegt und der Ablauf der
einzelnen Bewegungsphasen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Da das Verfahren des elektrischen Schalters 3 von der Trenn
stellung über die Teststellung in die Betriebsstellung und
umgekehrt nur unter bestimmten Randbedingungen erfolgen darf,
sind weiterhin mehrere Verriegelungsbedingungen zu erfüllen.
Eine der wesentlichen Verriegelungsbedingungen wird in Abhän
gigkeit der Lage einer an der Frontseite des Traggestells 1
angeordneten schwenkbaren Griffstange 30 realisiert (Fig.
2). Im eingeschobenen Zustand des Traggestells 1 in den
Schalterraum 6 des Schaltfeldes 2 ist die Griffstange 30 ab
geschwenkt angeordnet. Ist es nunmehr vorgesehen, das Tragge
stell 1 sowie den auf dem Traggestell 1 angeordneten elektri
schen Schalter 3 aus dem Schalterraum 6 herauszuziehen, so
muss die Griffstange 30 nach oben geschwenkt werden. Dieses
Heraufschwenken ist jedoch nur möglich, wenn ein über eine
Transmissionsstange 31a mittels einer Kulissensteuerung ver
schiebbares Blockierstück 32 aus seiner Ruhestellung in Rich
tung des Pfeils 44 verschiebbar ist. Dieses Blockierstück 32
ist nämlich durch den bereits erwähnten Sperrarm 28, welcher
der ersten Mitnahmevorrichtung 22 zugeordnet ist, blockiert
sobald die Trennstellung verlassen worden ist. Durch diese
Verriegelung ist sichergestellt, dass einerseits die
Griffstange 30 nur heraufgeschwenkt werden kann, wenn sich
der elektrische Schalter 3 in der Trennstellung befindet. An
dererseits kann der elektrische Schalter 3 nur aus seiner
Trennstellung in die Teststellung und weiter in die Bedien
stellung verfahren werden, wenn die Griffstange 30 in ihre
Ruheposition abgeschwenkt ist, da ansonsten die Bewegung des
Sperrarms 28 durch das Blockierstück 32 verhindert ist.
Neben den bereits beschriebenen Verriegelungsbedingungen ist
eine weitere Verriegelungsbedingung vorgesehen. Die Antriebs
spindel 20 weist an ihrer Frontseite eine entsprechende Form
gebung auf, so dass ein Werkzeug auf die Antriebsspindel 20
aufgesetzt werden kann, um diese in Rotation zu versetzen. An
der dortigen Stirnseite der Antriebsspindel 20 ist ein Schub
element 35 mit einer die Antriebsspindel teilweise überde
ckenden Lochblende angeordnet. Dieses Schubelement 35 ist in
Richtung der Rotationsachse der Antriebsspindel 20 verschieb
bar. Dieses Verschieben wird durch das Ansetzen des Werkzeu
ges bewirkt. Das Schubelement 35 ist mit einer verschiebbaren
ersten Leiste 36, welche parallel zu einem Winkelprofil 33
verschiebbar ist, verbunden. Dadurch entsteht bei stirnseiti
ger Blickrichtung auf die erste Leiste 36 ein U-Profil-Quer
schnitt. Das Winkelprofil 33, welches in einem seiner Schen
kel eine Ausnehmung 34 aufweist, ist ortsfest auf der Grund
fläche des Traggestells 1 befestigt. Die erste Leiste 36
weist eine Steuerkontur mit eine Rampe 37 auf. In die Ausneh
mung 34 ragt eine Steuerstange 123 (siehe Fig. 10 und
11)hinein. Diese sich senkrecht zur Grundfläche des Tragge
stells 1 erstreckende Steuerstange 123 ist in Abhängigkeit
des Schaltzustandes des elektrischen Schalters 3 unverschieb
bar oder in ihrer Lage verschiebbar. An der ersten Leiste 36
und dem Winkelprofil 33 ist eine weitere gleichwirkende An
ordnung von Rampe und Ausnehmung vorgesehen. In der Fig. 2
ist im Bereich 120 (teilweise verdeckt durch den Bügel 25)die
gleichwirkende Anordnung dargestellt. Diese Anordnung ist
dort notwendig, um die an dem elektrischen Schalter 3 vorge
sehene (und mit diesem verfahrbare) Steuerstange 123 auch in
der Betriebsstellung des elektrischen Schalters 3 mit der
Steuerkontur der ersten Leiste 36 zusammenwirken zu lassen.
Das Schubelement 35 ist nur mittels des aufzusteckenden Werk
zeuges verschiebbar, wenn die Steuerstange 123 verschiebbar
mit der Rampe der ersten Leiste 36 zusammenwirkt. Die Steuer
stange 123 kann beispielsweise verschiebbar sein, wenn der
elektrische Schalter 3 ausgeschaltet ist. Im eingeschalteten
Zustand des elektrischen Schalters 3 ist sie Vorteilhafter
weise unverschiebbar. Das Aufstecken des Werkzeuges und damit
das Verfahren des elektrischen Schalters 3 zwischen Betriebs-,
Test- und Trennstellung kann somit nur erfolgen, wenn sich
der elektrische Schalter 3 in einem ausgeschaltetem Zustand
befindet. Die Steuerstange 123 ist am verfahrbaren elektri
schen Schalter 3 gelagert. Befindet sich der elektrische
Schalter 3 in seiner Trennstellung, so ragt die gegebenen
falls verschiebbare Steuerstange 123 in die Ausnehmung 34 des
Winkelprofils 33 hinein. Befindet sich der elektrische Schal
ter 3 in seiner Betriebsstellung, das heißt, er wurde von der
Trennstellung über die Teststellung in die Betriebsstellung
verfahren, so ragt die gegebenenfalls verschiebbare Steuer
stange 123 in die im Bereich 120 (Fig. 2) angeordnete wei
tere Ausnehmung des Winkelprofils 33. Wie bereits beschrie
ben, weist die erste Leiste 36 dort ebenfalls eine Rampe auf.
Die der Ausnehmung 34 des Winkelprofils 33 zugeordnete Rampe
der ersten Leiste 36 sowie die der im Bereich 120 vorgesehe
nen Ausnehmung des Winkelprofils 33 zugeordnete Rampe der
ersten Leiste 36 sind von ihrer Funktion her gleichwirkend,
so dass hier beispielhaft die Funktionsweise der Rampe der
ersten Leiste 36, die der Ausnehmung 34 des Winkelprofils 33
zugeordnet ist, beschrieben werden soll. Befindet sich der
elektrische Schalter 3 im ausgeschalteten Zustand, ist die
Steuerstange 123 durch die Steuerkontur der ersten Leiste 36
verschiebbar. Das heißt, mittels des Werkzeuges ist die erste
Leiste 36 in die erste Schubrichtung 121 verschiebbar. Dabei
wirkt die Rampe mit der Steuerstange 123 zusammen und hebt
diese auf ein höheres Niveau an. Das Anheben der Steuerstange
123 kann wiederum an dem elektrischen Schalter 3 bestimmte
Vorgänge auslösen, beispielsweise das Betätigen eines Melde
schalters. Ist der elektrische Schalter 3 eingeschaltet, so
ragt die Steuerstange 123 starr in die Ausnehmung 34 des Win
kelprofils 33 hinein. Ein Bewegen der ersten Leiste 36 mit
tels des Schubelementes 35 ist nunmehr aufgrund des Zusammen
wirkens der Rampe und der Steuerstange 123 verhindert. Alter
nativ dazu kann vorgesehen sein, dass auch bei einem elektri
schen Schalter 3 im eingeschalteten Zustand die Steuerstange
123 beweglich gelagert ist und bei einem Bewegen der ersten
Leiste 36 und einem damit verbundenen Anheben der Steuer
stange 123 beispielsweise eine Zwangsausschaltung des elek
trischen Schalters 3 bewirkt wird.
Eine weitere Verriegelungsbedingung ist mit einer eine wei
tere Rampe aufweisenden zweiten Leiste 58 realisiert. Die
zweite Leiste 58 ist in Abhängigkeit der Stellung der
Griffstange 30 parallel zu dem Winkelprofil 33 verschiebbar.
Im eingeschalteten Zustand des elektrischen Schalters ragt
die Steuerstange 123 unverschiebbar in die Ausnehmung 34 hin
ein, so dass die zweite Leiste 58 mittels der weiteren Rampe
die Steuerstange 123 nicht aus der Ausnehmung 34 nach oben
heben kann. Die Griffstange 30 kann so nicht von ihrer
Ruhestellung in die Bedienstellung aufgeschwenkt werden. Nur
wenn der elektrische Schalter 3 ausgeschaltet ist, ist die
Griffstange 30 von ihrer Ruhe- in die Bedienstellung auf
schwenkbar. Dann ist die Steuerstange 123 derart beweglich,
dass sie durch eine Bewegung der Griffstange 30 verschiebbar
und mittels der weiteren Rampe der zweiten Leiste 58 nach
oben schiebbar ist. Durch das Anheben der Steuerstange 123
kann beispielsweise eine zwangsweise Entspannung eines Feder
speichers erfolgen, um bei einem aus dem Schaltfeld 2 heraus
gefahrenen elektrischen Schalter eine Gefährdung durch eine
unvorhergesehene Schalthandlung auszuschließen.
Weiterhin ist in Abhängigkeit der Schwenkstellung der
Griffstange 30 eine Verriegelung des Traggestells 1 in dem
Schalterraum 6 des Schaltfeldes 2 vorgesehen. Mit dem Auf
schwenken der Griffstange 30 in die Bedienposition werden
mittels Transmissionsstangen 31a, b Verklinkungsbolzen 38a, b
zurückgezogen. Das Zurückziehen erfolgt mittels gleichartiger
Kulissensteuerungen. Einer der Verklinkungsbolzen 38a wirkt
mit dem Blockierstück 32 zusammen und stellt so auch eine
Verriegelung in Abhängigkeit der Verfahrensstellung des
elektrischen Schalters 3 sicher. Wird die Steuerstange 123
auf Grund der Schwenkbewegung der Griffstange 30 oder das
Aufstecken des Werkzeuges auf die Antriebsspindel 20 aus der
Ausnehmung des Winkelprofils 33 nach oben verschoben, so ist
durch einen hier nicht näher beschriebenen Mechanismus am
elektrischen Schalter 3 sichergestellt, dass ein Einschalt
vorgang des elektrischen Schalters 3 verhindert ist.
Die Fig. 7 zeigt eine weitere Ausgestaltungsvariante des
Traggestells 1 mit dem Steuerungsmodul 9 und der Antriebs
spindel 20 und einem zusätzlich auf dem Traggestell 1 ange
ordneten weiteren Antrieb 100. Der weitere Antrieb 100 dient
dem Antreiben eines zusätzlich zu dem elektrischen Schalter 3
im Schaltfeld 2 angeordneten Erdungsschalters. Der weitere
Antrieb 100 weist eine im Wesentlichen parallel zur Antriebs
spindel 20 geführte Welle 101 auf, welche an ihrem einen Ende
eine Profilierung zum Ansetzen eines Werkzeuges aufweist. An
ihrem anderen Ende ist eine Mitnahmeeinrichtung 102 vorgese
hen, durch welche die Antriebsbewegung der Welle auf den fest
in dem Schaltfeld 2 installierten Erdungsschalter übertragen
wird.
In der Fig. 8 ist ein Ausschnitt der Welle 101 des weiteren
Antriebes dargestellt. Die Welle 101 ist ortsfest auf dem
Traggestell 1 mittels eines Tragwinkels 103 gelagert. Die
Profilierung der Welle 101 ist durch ein weiteres Schubele
ment 104, welches bei einem Aufstecken des Werkzeuges in
Längsrichtung der Welle 101 verschiebbar ist, teilweise ver
deckt. Dieses weitere Schubelement 104 überdeckt teilweise
die Welle 101 in Form einer Lochblende vor der Bedienseite.
Weiterhin ist ein rechtwinklig zu der Schubrichtung des wei
teren Schubelementes angeordneter Riegel 105 vorgesehen, wel
cher mittels eines Führungselementes 106 an einem ortsfest am
Traggestell 1 angeordneten Führungsbolzen 107 geführt ist. An
dem Führungselement 106 des Riegels 105 ist weiterhin eine
Mechanik 108 angeordnet, welche die Schaltstellung des Er
dungsschalters zur Bedienseite hin sichtbar anzeigt. Dem Rie
gel 105 ist ein Sperrhebel 109 zugeordnet, welcher die Ver
schiebbarkeit des Riegels 105 in Abhängigkeit der Stellung
der Nuss 21 auf der Antriebsspindel 20 begrenzt. Die
Übertragung der Bewegung des weiteren Schubelements 104 auf
den Riegel 105 erfolgt mittels zweier keilartig aufeinander
stehender Schubflächen 110a, b, welche jeweils dem Riegel 105
und dem weiteren Schubelement 104 zugeordnet sind.
Der Sperrhebel 109 weist eine Sperrplatte 109a auf, welche
sich in Richtung des Riegels 105 erstreckt. Weiterhin ist der
Sperrhebel 109 an dem Traggestell 1 um eine Achse drehbar ge
lagert, welche parallel zu einem Mitnahmebolzen 112 verläuft.
Senkrecht zu der Sperrplatte 109a ist eine Mitnahmeplatte
109b angeordnet. Diese Mitnahmeplatte 109b des Sperrhebels
109 weist eine Mitnahmeausnehmung 111 auf, in welche der an
der bewegbaren Nuss 21 angeordneter Mitnahmebolzen 112 ggf.
eingreift (Fig. 9). Mittels des Mitnahmebolzen 112 ist in
Abhängigkeit der Stellung der Nuss 21 der Sperrhebel 109
verschwenkbar. In der Fig. 9 ist der Sperrhebel 109 und der
Riegel 105 mit der Welle 101 in einer Seitenansicht darge
stellt.
Die in der Fig. 10 dargestellte perspektivische Ansicht
lässt das Zusammenwirken von dem Riegel 105, einer ersten
Ausnehmung 113 der ersten Leiste 36, dem Sperrhebel 109 und
der Nuss 21 mit dem Mitnahmebolzen 112 genauer erkennen. In
der Fig. 10 befindet sich der elektrische Schalter 3 in sei
ner Trennstellung (erkennbar an der Position der Nuss 21 auf
der Antriebsspindel 20) sowie der Erdungsschalter im ausge
schalteten Zustand (erkennbar an der Stellung des Riegels
105). Deutlich sichtbar ist die erste Leiste 36 mit der Steu
erkontur sowie der ersten Ausnehmung 113, in welche der Rie
gel 105 bei einem Betätigen des weiteren Schubelements 104
einfahrbar ist. In der in Fig. 10 dargestellten Stellungsva
riante ist der Sperrhebel 109 durch den Mitnahmebolzen 112
der Nuss 21 angehoben, d. h. die Sperrplatte 109a des Sperr
hebels 109 gibt die erste Ausnehmung 113 der ersten Leiste 36
frei. Somit ist der Riegel 105 in die erste Ausnehmung 113
bewegbar und darüber hinaus noch weiter in Richtung des
Sperrhebels 109. Das bedeutet der Erdungsschalter kann in
dieser Situation eingeschaltet werden. Der Riegel 105 ist
durch die Betätigung des weiteren Schubelementes 104 bewegbar
sowie federbelastet rückstellbar. Ist die Einschaltstellung
des Erdungsschalters erreicht, so wird mittels eines Kniehe
belgetriebes 114 der Riegel 105 in seiner Sperrstellung
gehalten. Nunmehr ist es nicht möglich, den elektrischen
Schalter 3 aus seiner Trennstellung zu verfahren, da der
Sperrhebel 109 von dem eingefahrenen Riegel 105 blockiert,
nicht mehr absenkbar ist. Bei einem derartigen Versuch würde
die Sperrplatte 109a gegen den in Schwenkrichtung unter der
Sperrplatte 109a befindlichen Riegel 105 stoßen und eine wei
tere Bewegung der Nuss 21 auf der Antriebsspindel 20 verhin
dern. Erst nachdem mittels des weiteren Antriebes 100 der Er
dungsschalter ausgeschaltet ist, und damit der Riegel 105 aus
der ersten Ausnehmung 113 wieder heraus bewegt wurde, ist ein
Verfahren des elektrischen Schalters 3 ermöglicht. Nunmehr
kann der Sperrhebel 109 mittels des Mitnahmebolzens 112 abge
senkt werden, wobei nach einem Absenken des Sperrhebels 109
der Mitnahmebolzen 112 aus der Mitnahmeausnehmung 11 des
Sperrhebels 109 herausfährt. Nunmehr begrenzt eine Stirnflä
che der Sperrplatte 109a die Tiefe der Einfahrbarkeit des
Riegels 105 durch die erste Ausnehmung 113 hindurch. Die Be
grenzung der Einfahrbarkeit ist dabei derart gestaltet, dass
mit bei einem Versuch des Ansetzens des Werkzeuges an die
Welle 101 des weiteren Antriebes 101 und dem damit verbunde
nen Betätigen des weiteren Schubelementes 104, dieses nur in
einem sehr geringen Umfang verschoben werden kann, wobei das
Werkzeug noch nicht auf die Welle aufsetzbar ist. Erst wenn
der elektrische Schalter 3 wieder in seine Trennstellung ver
fahren wurde und damit der Mitnahmebolzen 112 an der Nuss 21
den Sperrhebel 109 gehoben hat, ist die erste Ausnehmung 113
wieder freigegeben und der Riegel 105 kann im Zuge einer
Einschaltung des Erdungsschalters ohne Blockierung von dem
Sperrhebel 109 durch die erste Ausnehmung 113
hindurchgreifen.
Die Fig. 11 stellt einen ähnlichen Ausschnitt wie die Fig.
10 dar. Im Unterschied zur Fig. 10 ist jedoch der Sperrhebel
109 aus der zeichnerischen Darstellung entfernt, um die dar
unter liegende Anordnung sichtbar zu machen. Wie auch in der
Fig. 10 ist in der Fig. 11 deutlich die zweite Leiste 58
mit der weiteren Rampe erkennbar, welche über ein Hebelge
stänge in Abhängigkeit der Schwenkstellung der Griffstange 30
in der ersten Schubrichtung (symbolisiert durch den Pfeil
121) verschiebbar ist.
Die erste Leiste 36 weist in ihrem Bodenbereich eine zweite
Ausnehmung 115 auf, in welche ein Riegelelement 116 einfahr
bar ist. Das Riegelelement 116 ist in Abhängigkeit zweier un
abhängig voneinander verschiebbarer Führungsschienen 117a, b
(vgl. Fig. 12) in die zweite Ausnehmung 115 der ersten
Leiste 36 ein- und ausfahrbar. Die beiden Führungsschienen
117a, b sind in der in Fig. 12 gezeigten Darstellung deut
lich erkennbar. Die Führungsschienen 117a, b sind längs ihrer
Längsrichtung verschiebbar an einem langgezogenen Winkel 118
unterhalb des Traggestelles 1 angeordnet. Das Verschieben der
Führungsschienen 117a, b erfolgt mittels einer die Front des
Schaltfeldes 2 verschließenden Tür. Auf der Innenseite der
Tür angebrachte Druckelemente, beispielsweise einfache Win
keleisen, die zur Versteifung der Tür vorgesehen sind, drü
cken die Führungsschienen 117a, b entgegengesetzt der Rich
tung des Pfeiles 122 unabhängig voneinander in die in der
Fig. 12 dargestellte Position. Bei einem Öffnen der Tür werden
die Führungsschienen 117a, b federgetrieben in Richtung des
Pfeiles 122 zur Bedienseite des Schaltfeldes 2 bewegt.
Ein Hebel 119 weist eine im wesentlichen U-förmige Kontur
auf, wobei die Lagerung schwenkbar an den Enden der freien U-
Schenkel erfolgt. Im Bodenbereich der U-Kontur weist der He
bel Schlitze auf, durch welche die Führungsschienen 117a, b
hindurchgreifen. Die Führungsschienen 117a, b weisen an ihren
Oberkanten jeweils eine Randkontur mit einer Vertiefung auf,
in welcher sich der Hebel 119 in geschlossenem Zustand (Fig.
12) der Tür abstützt. Die Vertiefungen sind dabei derartig
dimensioniert, dass bei geschlossener Tür der Hebel 119 abge
senkt ist und das Riegelelement 116 durch eine Öffnung im
Traggestell 1 hindurchgreift, jedoch nicht soweit, dass die
zweite Ausnehmung 115 der ersten Leiste 36 blockiert würde.
Bei einem Öffnen der Tür werden die Führungsschienen 117a, b
federgetrieben in Richtung der Front des Schaltfeldes 2 ver
schoben und der U-förmige Hebel 119 wird durch die Schrägen
der Randkonturen der Führungsschienen 117a, b aufwärts ge
drückt und in Richtung des Traggestells 1 nach oben bewegt.
Dabei greift das Riegelelement 116 des Hebels 119 in die
zweite Ausnehmung 115 der ersten Leiste 36, so dass die erste
Leiste 36 blockiert ist. Somit ist sichergestellt, dass eine
Bewegung der ersten Leiste 36 und damit eine Bedienung der
Antriebsspindel 20 blockiert ist, sobald eine Schranktür ge
öffnet ist. Sollte nunmehr auch eine entsprechende Ausgestal
tung des dem weiteren Antrieb 100 zugeordneten Riegels 105
vorgesehen sein, so kann auch dessen Bewegbarkeit in Richtung
der ersten Ausnehmung 113 durch das Riegelelement 116 be
grenzt werden und somit eine Betätigung des weiteren Antrie
bes ebenfalls blockiert werden.
Claims (7)
1. Verriegelungseinrichtung für einen relativ zu einem Trag
gestell zwischen einer Trenn- und einer Betriebsstellung ver
fahrbaren elektrischen Schalter (3), mit einem Schubelement
(35), welches durch Aufsetzen eines Werkzeugs auf einer An
triebsspindel (20) verschiebbar ist und mit einer in einer
ersten Schubrichtung (121) verschiebbaren ersten Leiste (36)
verbunden ist, wobei die erste Leiste (36) eine sich in der
ersten Schubrichtung (121) erstreckende Steuerkontur mit
einer Rampe aufweist, die mit einer in bestimmten Zuständen
des elektrischen Schalters (3) bewegbaren Steuerstange (123)
zusammenwirkt, wobei
die erste Leiste (36) eine erste Ausnehmung (113) aufweist,
in welche ein einem weiteren Antrieb zugeordneter Riegel
(105) so weit einschiebbar ist, dass das Schubelement (35)
blockiert ist.
2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Sperrhebel (109) vorgesehen ist, der durch die Bewegung
der Antriebspindel (20) verschwenkbar ist und der die Ein
schubtiefe des Riegels (105) nach dessen Durchtritt durch die
erste Ausnehmung (113) begrenzen kann und im Zusammenwirken
mit dem nicht begrenzt durch die erste Ausnehmung (113)
hindurchragenden Riegel (105) eine weitere Bewegung der
Antriebsspindel (20) sperrt.
3. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sperrhebel (109) durch eine auf der Antriebsspindel (20)
bewegbare Nuss (21) bewegbar ist.
4. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
parallel zur ersten Schubrichtung (121) der ersten Leiste
(36) eine zweite Leiste (58) verschiebbar geführt ist mit ei
ner weiteren, mit der bewegbaren Steuerstange (123) zusammen
wirkenden Rampe, durch welche die in bestimmten Zuständen des
elektrischen Schalters (3) bewegbare Steuerstange (123) von
der Steuerkontur der ersten Leiste (36) abhebbar ist.
5. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerstange (123) senkrecht zur ersten Schubrichtung
(121) in einer zweiten Schubrichtung ggf. verschiebbar ange
ordnet ist.
6. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Leiste (36) eine zweite Ausnehmung (115) aufweist,
in welche unter der Bedingung zumindest einer geöffneten Tür
eines den elektrischen Schalter (3) aufnehmenden Schaltfeldes
(2), ein Riegelelement (116) zum Verhindern einer Verschie
bung der ersten Leiste (36) einschiebbar ist.
7. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die jeweiligen Einschubrichtungen des Riegels (105) und des
Riegelelementes (116) sowie die zweite Schubrichtung um 90°
zueinander versetzt jeweils quer zur ersten Schubrichtung
(121) angeordnet sind.
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Also Published As
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