DE10153577C2 - Möbelstollen - Google Patents
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Abstract
Möbelstollen in der Form eines Hohlkörpers (10) mit drei Wänden (12, 14) aus Holzwerkstoff, die an zwei Kanten rechtwinklig aneinandergrenzen und auf Gehrung miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Kante ein flaches, in der Gehrungsebene liegendes Verbindungsprofil (16) aus Metall vorgesehen ist, das mit Harpunenstegen (20) in jede der angrenzenden Wände (12, 14) eingreift und am äußeren Rand zwei rechtwinklig zueinander orientierte Abdeckflansche (22) zur Verblendung der Gehrungsfuge aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Möbelstollen aus Holzwerkstoff in der Form eines
Hohlkörpers mit zwei den Hohlkörper begrenzenden Seitenwänden und einer
Stirnwand, die an einem Ende der Seitenwände an diese rechtwinklig anschließt
und auf Gehrung mit diesen verbunden ist.
Möbelstollen werden bei Büro- und Wohnmöbeln, beispielsweise bei Küchenmö
beln, als tragende und/oder dekorative Elemente eingesetzt, die senkrecht oder
waagerecht orientiert sein können und beispielsweise dazu dienen, die Mö
belfront zu strukturieren, indem sie einzelne Korpuselemente voneinander ab
grenzen oder einrahmen. In der Regel sind die Möbelstollen so angeordnet, daß
sie mit ihrer Schmalseite etwas nach vorn über die Möbelfront hinaus vorsprin
gen. Wenn die Stollen eine Breite oder Dicke von nur wenigen Zentimetern ha
ben, können sie als massive Platten aus Holzwerkstoff hergestellt werden, die an
den Außenflächen furniert oder in sonstiger Weise geeignet beschichtet sind.
Wenn die Stollen jedoch aus ästhetischen Gründen eine größere Breite von bei
spielsweise 10 cm oder mehr haben sollen, ist es zweckmäßig, die Stollen als
Hohlkörper auszubilden, deren Wände durch rechtwinklig aneinandergrenzende
und auf Gehrung miteinander verbundene Spanplatten gebildet werden.
Die Herstellung solcher Stollen ist jedoch relativ aufwendig, da die einzelnen
Wände sehr sauber auf Gehrung aneinandergefügt werden müssen, damit die
furnierten oder beschichteten Außenflächen präzise aneinander angrenzen,
ohne daß unansehnliche Fugen oder Furnierkanten sichtbar bleiben. Da die
Kanten des Stollens über die Möbelfront hinaus vorspringen und sich somit in
einer relativ exponierten Position befinden, besteht außerdem die Gefahr, daß
die Kanten abgestoßen oder beschädigt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Möbelstollen der eingangs genannten Art zu
schaffen, der sich einfach herstellen läßt, stoßunempfindliche Kanten aufweist
und zugleich ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild bietet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an jeder Verbindungs
stelle ein flaches, in der Gehrungsebene liegendes Verbindungsprofil aus Metall
vorgesehen ist, das mit Harpunenstegen in jede der angrenzenden Wände ein
greift und am die Außenkante bildenden Ende mit einem Abdeckwinkel zur Ver
blendung der Gehrungsfuge abschließt.
Bei dem erfindungsgemäßen Möbelstollen werden somit die eigentlichen Kanten
durch die Abdeckwinkel gebildet, die nach Art eines Winkelprofils aus in einem
Stück an dem Verbindungsprofil ausgebildeten, rechtwinklig zueinander orien
tierten Abdeckflanschen bestehen. Da die Verbindungsprofile aus Metall beste
hen, wird so eine hohe Stoßunempfindlichkeit der Kanten erreicht. Zugleich
wird durch die Abdeckprofile aus Metall, die mit den furnierten oder beschichte
ten Außenflächen der Wände mehr oder minder stark kontrastieren, ein dekora
tives Element gebildet, das dem Stollen als Ganzes ein ästhetisch ansprechen
des Erscheinungsbild verleiht. Bei der Herstellung des Möbelstollens können die
einzelnen Wände einfach zusammengefügt werden, indem die Wände mit ihren
Gehrungsflächen von entgegengesetzten Seiten her gegen das Verbindungsprofil
angedrückt werden, so daß die Harpunenstege des Verbindungsprofils in Nuten
eintreten, die vorab in die Gehrungsflächen der Wände eingefräst wurden. Die
spitz zulaufenden Ecken zwischen den Außenflächen und den Gehrungsflächen
der Wände legen sich dabei hinter die Abdeckflansche des Verbindungsprofils,
so daß auf der Außenseite des Stollens ein sauberer Abschluß erreicht wird,
ohne daß eine Nachbearbeitung der Furnierkanten an den Wänden erforderlich
ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprü
chen.
Bevorzugt bestehen die Verbindungsprofile aus Aluminium oder einer Alumini
umlegierung. Die Harpunenstege sind etwa in der Mitte des Hauptteils des Ver
bindungsprofils angesetzt, so daß eine formstabile Verbindung zwischen den
Wänden und dem Verbindungsprofil geschaffen wird.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeich
nung näher erläutert.
Die einzige Zeichnungsfigur zeigt einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen
Möbelstollen.
Der Möbelstollen hat die Form eines Hohlkörpers 10 mit zwei parallelen Seiten
wänden 12, die an einem Ende durch eine rechtwinklig zu den Seitenwänden
orientierte Stirnwand 14 miteinander verbunden sind. Die Seitenwände 12 und
die Stirnwand 14 bestehen beispielsweise aus Spanplatten mit einer Dicke von
16 mm, die an den Außenflächen furniert sind und an den Kanten des Stollens
auf Gehrung miteinander verbunden sind. Zwischen den Gehrungsflächen der
Seitenwände 12 und der Stirnwand 14 ist jeweils ein Verbindungsprofil 16 aus
Metall, beispielsweise aus einer Aluminiumlegierung eingefügt. Bei diesem Ver
bindungsprofil 16 handelt es sich um ein extrudiertes Strangprofil mit einem
flachen, plattenförmigen Hauptteil 18, der in der Gehrungsebene liegt, und von
dem etwa in der Mitte zwei Harpunenstege 20 ausgehen, die einen rechten Win
kel miteinander bilden und somit in einem Winkel von 45° zu dem Hauptteil 18
angeordnet sind. An der Außenkante bildet jedes Verbindungsprofil 16 einen
Abdeckwinkel, der aus zwei einstückig angeformten, rechtwinklig zueinander
orientierte Abdeckflanschen 22 besteht, die die Gehrungsfuge oder, genauer, die
Fugen zwischen den Gehrungsflächen der betreffenden Seitenwand 12 und der
Stirnwand 14 und dem Hauptteil 18 des Verbindungsprofils verblenden. Die Au
ßenflächen der Abdeckflansche 22 laufen zu einer leicht verrundeten Ecke zu
sammen, die die eigentliche Kante des Möbelstollens bildet.
In die Gehrungsflächen der Seitenwände 12 und der Stirnwand 14 ist jeweils
eine Nut 24 eingefräst, in der einer der Harpunenstege 20 verankert ist. Auf die
se Weise wird ein stabiler Verband zwischen den Seitenwänden 12, der Stirn
wand 14 und dem Verbindungsprofil 16 geschaffen.
Die Abdeckflansche 22 liegen mit ihren Innenflächen an den Außenflächen der
Seitenwand 12 und der Stirnwand 14 an.
Die Breite des Hauptteils 18 des Verbindungsprofils 16, von der Innenkante zur
Außenkante gemessen, entspricht der Breite der Gehrungsfläche. Die Dicke des
Hauptteils 18 beträgt im gezeigten Beispiel etwa 1,5 mm. Die Abdeckflansche 22
haben eine geringere Dicke von nur 0,5 mm und eine Länge von etwa 3 mm, so
daß sie jeweils um etwa 1 bis 1,5 mm über den Hauptteil 18 überstehen. Die
Harpunenstege 20 haben eine Länge von etwa 13 mm.
Wenn die Seitenwände 16 und die Stirnwand 14 eine andere Dicke als 16 mm
haben, sind die Verbindungsprofile 16 maßstäblich angepaßt. Für die Dicke des
Hauptteils 18 und für die Dicke und die Länge der Abdeckflansche 22 können
jedoch - insbesondere bei kleineren Wanddicken - die hier angegebenen Maße
beibehalten werden, damit die Abdeckflansche 22 eine ausreichende Stabilität
behalten.
Die im gezeigten Ausführungsbeispiel verrundete Außenkante zwischen den Ab
deckflanschen 22 kann in einer anderen Ausführungsform auch abgefast sein.
Claims (6)
1. Möbelstollen aus Holzwerkstoff in der Form eines Hohlkörpers (10) mit zwei
den Hohlkörper begrenzenden Seitenwänden (12) und einer Stirnwand (14), die
an einem Ende der Seitenwände (12) an diese rechtwinklig anschließt und auf
Gehrung mit diesen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Ver
bindungsstelle ein flaches, in der Gehrungsebene liegendes Verbindungsprofil
(16) aus Metall vorgesehen ist, das mit Harpunenstegen (20) in jede der angren
zenden Wände (12, 14) eingreift und das am die Außenkante bildenden Ende mit
einem Abdeckwinkel (22) abschließt, der die Gehrungsfuge überlappt und ab
deckt.
2. Möbelstollen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbin
dungsprofile (16) aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen.
3. Möbelstollen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsprofile (16) als extrudierte Strangprofile ausgebildet sind.
4. Möbelstollen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Harpunenstege (20) etwa in der Mitte des in der Gehrungsebe
ne liegenden Hauptteils (18) des Verbindungsprofils (16) angesetzt sind.
5. Möbelstollen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Flansche des Abdeckwinkels (22) eine geringere Dicke aufwei
sen als der in der Gehrungsebene liegende Hauptteil (18) des Verbindungsprofils
(16).
6. Möbelstollen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das plattenförmige, in der Gehrungsebene liegende Hauptteil (18)
des Verbindungsprofils (16) etwa um das Maß, das seiner Dicke entspricht, über
die Außenkante der Gehrungsverbindung vorsteht.
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| DE2001153577 Expired - Fee Related DE10153577C2 (de) | 2001-10-31 | 2001-10-31 | Möbelstollen |
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2001
- 2001-10-31 DE DE2001153577 patent/DE10153577C2/de not_active Expired - Fee Related
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