DE10153538A1 - Schälanlage für Spelzgetreide - Google Patents
Schälanlage für SpelzgetreideInfo
- Publication number
- DE10153538A1 DE10153538A1 DE10153538A DE10153538A DE10153538A1 DE 10153538 A1 DE10153538 A1 DE 10153538A1 DE 10153538 A DE10153538 A DE 10153538A DE 10153538 A DE10153538 A DE 10153538A DE 10153538 A1 DE10153538 A1 DE 10153538A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- peeling system
- housing
- peeling
- impact device
- rotor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000010903 husk Substances 0.000 title description 2
- 238000003892 spreading Methods 0.000 claims abstract description 14
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 10
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 claims description 2
- 238000000576 coating method Methods 0.000 claims description 2
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 2
- 235000013339 cereals Nutrition 0.000 abstract description 25
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 2
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 2
- 230000004323 axial length Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000004464 cereal grain Substances 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 235000013399 edible fruits Nutrition 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
- B02B3/08—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of beaters or blades
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
Landscapes
- Adjustment And Processing Of Grains (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Abstract
Eine Schälanlage für Spelzgetreide umfaßt ein Gehäuse (2), das an seiner Oberseite mit einer Zuführung für das zu schälende Getreide versehen ist. In dem Gehäuse (2) ist ein von einem Motor (17) angetriebener Rotor gelagert, der als Wurfscheibe oder Fliehkraftrotor (40) ausgebildet ist, In dem Gehäuse (2) ist eine Prallvorrichtung (10) angeordnet, die eine bezogen auf die Rotationsachse (R) der Wurfscheibe (7) bzw, des Fliehkraftrotors (40) geneigte Prallfläche (11) aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Schälanlage für Spelzgetreide der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Es sind bereits Schälanlagen für Spelzgetreide bekannt, die je
nach Bauart als Reibschäler oder Fliehkraftschäler arbeiten.
Diese Geräte haben sich aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit und
Zuverlässigkeit bewährt.
Aufgabe der vorliegenden. Erfindung ist es, eine Schälanlage
für Spelzgetreide zu schaffen, die bei einfachem Aufbau zu
einem verbesserten Schälergebnis führt.
Diese Aufgabe wird durch eine Schälanlage für Spelzgetreide
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Neben den Vorteilen eines einfachen Aufbaus und der hohen
Schälleistung zeichnet sich die erfindungsgemäße Schälanlage
auch durch ein überdurchschnittliches Schälergebnis aus. Die
Körner werden zuverlässig von den Spelzen getrennt, was auf
grund der hohen Geschwindigkeit, mit der die Wurfscheibe das
zu schälende Getreide gegen die Prallvorrichtung bewegt, und
aufgrund der Neigung der Prallfläche zu der Rotationsachse der
Wurfscheibe bzw. des Fliehkraftrotors erreicht wird.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist die Prallvor
richtung eine sich nach unten erweiternde kegelstumpfförmige
Prallfläche auf. Dabei ist die Rotationsachse der Wurfscheibe
bzw. des Fliehkraftrotors vertikal ausgerichtet.
Als besonders geeignet wird die Ausbildung der Prallvor
richtung als ein in das Gehäuse eingesetzter Ring angesehen.
Aufgrund dieses Einsatzteiles ist nicht nur die Gehäuse
konfiguration von der Prallvorrichtung unabhängig, sondern es
können auch Anlagen, die prinzipiell einen ähnlichen Aufbau
besitzen, entsprechend nachgerüstet werden. Es ist darüber
hinaus vorteilhaft, den Ring auswechselbar in dem Gehäuse zu
halten, so daß bei einem möglicherweise im Laufe längerer Be
nutzung auftretenden Verschleiß die Prallvorrichtung ausge
tauscht werden kann. Ein weiterer Vorteil der Auswechselbar
keit liegt darin, daß je nach Getreideart oder anderer Para
meter Prallvorrichtungen mit unterschiedlichem Kegelwinkel
eingesetzt werden können.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die
Prallvorrichtung in Längsrichtung der Rotationsachse begrenzt
verstellbar angeordnet. Diese Verstellbarkeit der Prall
vorrichtung bezogen auf den Rotor hat den Vorteil, daß der Be
reich, der hauptsächlich von dem zu bearbeitenden Gut beauf
schlagt wird, veränderbar ist und somit eine gleichmäßigere
Abnutzung über die gesamte axiale Länge der Prallvorrichtung
erreicht werden kann. Damit wird die Standzeit der Prall
vorrichtung wesentlich verlängert. In einer vorteilhaften Aus
führung zur Verstellbarkeit der Prallvorrichtung ist diese an
einer Deckelplatte des Gehäuses hängend angeordnet, wobei die
Deckelplatte mit mindestens zwei, vorzugsweise drei Gewinde
spindeln versehen ist, an denen die Prallvorrichtung hängt.
Zur Lagerung der Gewindespindeln sind in einfacher Weise an
der Deckelplatte Gewindehülsen drehfest angeordnet. Zweck
mäßigerweise sind die Gewindespindeln in der Nähe ihrer
unteren Enden mit radialen Bunden versehen, zwischen denen ein
Flanschabschnitt der Prallvorrichtung aufgenommen ist. Ein
solcher Flanschabschnitt kann beispielsweise an einer Ring
platte ausgebildet sein, die vorzugsweise mit der Prallvor
richtung verschraubt ist.
In erfindungsgemäßer Ausgestaltung weist die Wurfscheibe bzw.
der Fliehkraftrotor mindestens drei im wesentlichen in
radialer Richtung weisende Flügel auf. Als besonders zweck
mäßig wird jedoch eine Wurfscheibe angesehen, die sechs bis
zwölf Flügel umfaßt. Damit ist sichergestellt, daß auch bei
niedrigeren Drehzahlen der Wurfscheibe das zugeführte Getreide
sicher erfaßt und gegen die Prallvorrichtung geschleudert
wird.
Bei einem Fliehkraftrotor für die erfindungsgemäße Schälanlage
wird es als vorteilhaft angesehen, daß die Flügel entgegen der
Drehrichtung gekrümmt ausgebildet sind. In weiterer Ausge
staltung wird vorgeschlagen, daß die Flügel aus mehreren
geschichteten Flügelelementen bestehen, wobei die Flügel
elemente vorzugsweise eine einheitliche Höhe aufweisen. Ein
solcher Aufbau hat den Vorteil, daß der Rotor bzw. die Flügel
in unterschiedlicher Höhe ausgeführt werden können, beispiels
weise mit einem Flügelelement oder mit mehreren übereinander
geschichteten Flügelelementen. So kann mit einer standardi
sierten Höhe des Flügelelementes, beispielsweise von 5 mm eine
Flügelhöhe von ganzzahligen Vielfachen des Grundelementes er
reicht werden, beispielsweise 5 mm, 10 mm, 15 mm oder 20 mm.
Auf diese Weise ist der Fliehkraftrotor auf die Art des zu
verarbeitenden Gutes einstellbar, womit den spezifischen Er
fordernissen des jeweiligen Schälgetreides Rechnung getragen
werden kann. Zur Fixierung der geschichteten Flügelelemente
ist es zweckmäßig, daß die Flügelelemente zwischen einer
unteren Platte und einem. Deckring angeordnet und mittels
Spannschrauben verspannt sind.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
sind die Prallfläche und die Flügel mit einer Beschichtung aus
einem hochverschleißfesten Werkstoff versehen. Als ein solcher
Werkstoff kommt insbesondere ein Kunststoff mit dynamischen
Eigenschaften in Betracht.
Als Zuführung für das Getreide ist vorzugsweise auf der Ober
seite des Gehäuses ein Trichter mit einem Dosierrohr vorge
sehen. An der Unterseite des Gehäuses befindet sich zweck
mäßigerweise ein Bauteil in Form eines sich nach unten ver
jüngenden Konus, wobei in diesen Konus die von der Prall
vorrichtung abfallenden Getreidekörner, Spelz und dgl. ge
langen. Unter dem Bauteil mit dem Konus ist vorzugsweise ein
Kaskadenreiniger angeordnet, dem dann ein Gravitationsausleser
nachgeordnet werden kann. Der Antriebsmotor ist vorzugsweise
mit dem Rotor über eine Keilriemenanordnung gekoppelt, da der
Motor vorzugsweise außerhalb des Gehäuses angeordnet wird, da
mit eine gute Zugänglichkeit und ausreichende Kühlung gegeben
ist. Zweckmäßigerweise ist die Drehzahl des Rotors einstell
bar, beispielsweise über ein Getriebe oder unmittelbar am
Antriebsmotor durch einen Frequenzwandler.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Schälanlage sind
nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In der
Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Schälanlage als einzelnes Standgerät,
Fig. 2 eine Schälanlage auf einer Reinigungs- und Auslese
vorrichtung,
Fig. 3 eine Schälanlage mit einer einstellbaren Prallvor
richtung,
Fig. 4 eine Darstellung der Prallvorrichtung mit Eingabe
trichter und Dosierrohr,
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Fliehkraftrotor,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 die Draufsicht auf ein einzelnes Flügelelement,
Fig. 8 eine Ansicht des Flügelelementes in Richtung des
Pfeiles VIII in Fig. 7.
In Fig. 1 ist eine Schälanlage 1 dargestellt, die ein Gehäuse
2 umfaßt, das im wesentlichen aus einem zylindrischen Bauteil
besteht. Auf der Oberseite des Gehäuses 2 ist ein Deckel 3 ab
nehmbar befestigt. Das Gehäuse 2 ist mit Stützfüßen 12 ver
sehen, so daß die Schälanlage 1 auf einem Boden absetzbar ist.
Von dem zylindrischen Gehäuse 2 erstrecken sich mehrere
Streben 4 radial nach innen, von denen eine Lagereinheit 5 ge
tragen ist. In der Lagereinheit 5 ist eine Rotorwelle 6, deren
Rotationsachse R vertikal verläuft, drehbar gehalten, wobei an
dem oberen Ende der Rotationswelle 6 ein als Wurfscheibe 7
ausgebildeter Rotor angeordnet ist. Die Wurfscheibe 7 umfaßt
mehrere sich radial erstreckende Flügel 8. Am unteren Ende der
Rotorwelle 6 ist eine Riemenscheibe 9 angeordnet.
Im oberen Bereich des Gehäuses 2 befindet sich eine Prallvor
richtung 10 mit einer zum Gehäuseinneren gewandten Prallfläche
11, die geneigt zur Rotationsachse R verläuft. Die Prallvor
richtung 10 ist gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungs
beispiel vorzugsweise als ein kegelstumpfförmiger Ring ausge
bildet, der auf den Streben 4 abgestützt ist. Da der Deckel 3
vom Gehäuse 2 abnehmbar ist, ist auch die Prallvorrichtung 10
leicht zugänglich, so daß es zweckmäßig ist, die Prallvor
richtung 10 derart in dem Gehäuse 2 anzuordnen, daß die Prall
vorrichtung 10 leicht entnehmbar bzw. wieder einsetzbar ist.
Auf diese Weise besteht die Möglichkeit eines Austausches der
Prallvorrichtung 10 gegen eine andere, beispielsweise eine
Prallvorrichtung die einen anderen Neigungswinkel aufweist
oder im Falle des Verschleißes der Prallfläche 11 gegen eine
neue Prallvorrichtung.
Von dem Deckel 3 wird ein Trichter 15 gehalten, der zur Ein
gabe des zu schälenden Getreides dient. An das untere Ende des
Trichters 15 schließt sich ein Dosierrohr 16 an, durch welches
das zu schälende Getreide dem Zentrum der Wurfscheibe 7 zuge
führt wird. An der Unterseite des Gehäuses 2 schließt sich ein
konisches Bauteil 13 an, an dessen unterem Ende sich eine Öff
nung 14 befindet, durch die die Bestandteile des geschälten
Getreides, nämlich die Getreidekörner, die leeren Spelzen so
wie mitgeführter Schmutz und Staub zur weiteren Verarbeitung
bzw. Separierung abgeführt werden.
Zum Antrieb der Wurfscheibe 7 ist ein elektrischer Antriebs
motor 17 vorgesehen, der mit dem Gehäuse 2 baulich vereinigt
ist und ebenfalls von den Stützfüßen 12 getragen wird. An der
Abtriebswelle des Antriebsmotors 17 ist eine Riemenscheibe 18
angeordnet, über die ein oder mehrere Keilriemen 19 gelegt
sind, welche den Antriebsmotor 17 mit der Rotorwelle 6 über
die Riemenscheibe 9 kraftschlüssig koppeln. An dem Antriebs
motor 17 ist ein Steuergerät 21 angeordnet, das nicht nur zur
Inbetriebsetzung der Schälanlage, sondern auch zur Drehzahl
regelung des Antriebsmotors 17 dient. Die Drehzahlregelung
kann in dem Steuergerät 21 beispielsweise über einen Frequenz
wandler erfolgen. Damit das geschälte Getreide nicht in den
Riementrieb gelangt, ist innerhalb des Gehäuses 2 eine Ab
deckung 20 für die Keilriemen 19 und die Riemenscheibe 9 vor
gesehen, wobei der über dem Keilriemen 17 befindliche Ab
schnitt der Abdeckung 20 geneigt und gegebenenfalls zusätzlich
auch gewölbt gestaltet sein sollte, so daß sich keine Ge
treidebestandteile auf der Abdeckung 20 ablagern.
Die Fig. 2 zeigt eine Schälanlage 1, die im wesentlichen den
gleichen Aufbau besitzt wie diejenige, die zu Fig. 1 be
schrieben ist. Im Gegensatz zu der zuvor beschriebenen Aus
führung, ist an der Unterseite des Gehäuses 2 ein konisches
Übergangsstück 23 angeordnet, mittels dem sich die Schälanlage
1 auf einer Baueinheit 22 abstützt, die einen Kaskadenreiniger
24 und einen Gravitationsausleser 25 umfaßt. Kaskadenreiniger
24 und Gravitationsausleser 25 sind an sich bekannte Geräte,
die hier nicht näher erläutert werden müssen. Die Gesamtan
ordnung ist von Stützfüßen 26 getragen.
Durch die Rotation der Wurfscheibe 7 mit Drehzahlen, die
beispielsweise im Bereich von 2.800 min-1 bis 3.400 min-1
liegen, wird das durch das Dosierrohr 16 zugeführte Getreide
mit hoher Wucht gegen die Prallfläche 11 der Prallvorrichtung
10 geschleudert und trifft dort unter einem durch die Neigung
der Prallfläche 11 bestimmten Winkel auf. Dort platzt die
Frucht auf, so daß das Korn aus der Schale austritt. Durch die
Schrägstellung werden die Bestandteile des Getreides nach
unten abgelenkt, so daß diese in das konische Bauteil 13
fallen und durch die Öffnung 14 abgeführt werden. Wie in
Fig. 2 dargestellt, werden dann die einzelnen Bestandteile,
die nach der Trennung von Schale und Korn vorliegen, ausge
lesen und unterschiedlichen Behältnissen zugeführt. Die Anzahl
der die Wurfscheibe 7 bildenden Flügel 8 kann je nach Aus
legung des Gerätes unterschiedlich sein, wobei zumindest drei
Flügel 8 für eine Wurfscheibe 7 vorzusehen sind. Als besonders
geeignet wird eine Flügelzahl im Bereich zwischen sechs und
zwölf Flügeln angesehen. Die als kegelstumpfförmiger Ring aus
gestaltete Prallvorrichtung 10 ist vorzugsweise an ihrer
Prallfläche 11 mit einem hochverschleißfesten Werkstoff be
schichtet. Ein solcher Werkstoff kann beispielsweise ein
Kunststoff mit dynamischen Eigenschaften sein. Im Falle des
Verschleißes der Prallfläche 11 ist die Prallvorrichtung - wie
bereits zu Fig. 1 angegeben - leicht auswechselbar.
Die Fig. 3 zeigt eine Ausführungsvariante der Schälanlage 1
mit einem Gestell 28, wobei sich Stützen 29 lediglich auf
einer Seite des Gehäuses 2 und dem darunter angeordneten
Kaskadenreiniger 24 befinden, so daß eine gute Zugänglichkeit
zu dem Kaskadenreiniger 24 gegeben ist. In dem Kaskaden
reiniger 24 sind drei verstellbare Prallelemente 49 vorge
sehen, die in Abhängigkeit des jeweils zu verarbeitenden
Schälgetreides einstellbar sind. Wie aus Fig. 3 weiter er
sichtlich ist, wird die Prallvorrichtung 10 von Gewinde
spindeln 31 gehalten, wobei diese Gewindespindel an einer
Deckelplatte 30 des Gehäuses 2 gehalten ist. Mittels der Gewindespindeln
31, die später zu Fig. 4 noch näher erläutert
sind, ist die Prallvorrichtung 10 höhenverstellbar, d. h. die
Prallvorrichtung 10 wird in Längsrichtung der Rotationsachse R
verschoben. Konzentrisch zu der Prallvorrichtung 10 befindet
sich ein Fliehkraftrotor 40, der auf einer Welle der Lagerein
heit 5 befestigt ist. Der Fliehkraftrotor 40 wird von dem
Antriebsmotor 17 über den Keilriemen 18 angetrieben, wie dies
bereits zu Fig. 1 beschrieben ist. Über dem Fliehkraftrotor 14
befindet sich das Dosierrohr 16, welches sich an das untere
Ende des Eingabetrichters 15 anschließt.
In Fig. 4 ist lediglich der Eingabetrichter 15 mit dem Dosier
rohr 16 und der Prallvorrichtung 10 gezeigt. An der Deckel
platte 30 sind Gewindehülsen 34 drehfest angeordnet und in
diesen Gewindehülsen 34 sind die Gewindespindeln 31 gelagert.
Die Gewindespindeln 31 sind jeweils mit einem Griffelement 38
versehen, mit dessen Hilfe die Gewindespindel 31 drehbar ist.
In der Darstellung in Fig. 4 befinden sich die Gewindespindeln
31 in ihrer obersten Endlage, so daß auch die Prallvorrichtung
10 ihre dem Deckelelement 30 benachbarte Endlage einnimmt. Die
Prallvorrichtung 10 ist an ihrem oberen Ende mit einer Ring
platte 32 versehen, durch deren zentrische Öffnung 36 das
Dosierrohr 16 ragt. Am äußeren Umfang der Ringplatte 32 sind
Flanschabschnitte 37 vorgesehen, in denen Öffnungen angeordnet
sind, durch die die Gewindespindeln 31 ragen. An den Gewinde
spindeln 31 ist jeweils ein oberer Radialbund 35 und ein
unterer Radialbund 36 vorgesehen, wobei zwischen den Radial
bunden 35 und 36 der Flanschabschnitt 37 aufgenommen ist, so
daß mit der axialen Verstellung der Gewindespindel 31 ebenso
die Ringplatte 32 mit der Prallvorrichtung 10 in horizontaler
Richtung bewegt wird.
In Fig. 5 ist die Draufsicht auf den Fliehkraftrotor 40 darge
stellt, und Fig. 6 zeigt einen Schnitt entlang der Linie VI-VI
in Fig. 5. Dieser Fliehkraftrotor 40 umfaßt eine Nabe 41, an
der eine untere Platte 42 befestigt, vorzugsweise angeschweißt
ist. Zwischen der unteren Platte 42 und einem Deckring 45 be
finden sich sechs Flügel 43, die entgegen der Drehrichtung
etwas gekrümmt ausgeführt sind. Die Flügel 43 bestehen jeweils
aus übereinandergestapelten Flügelelementen 44, die eine ein
heitliche Dicke und deckungsgleiche Kontur besitzen. Zum
Verspannen der unteren Platte 42 mit dem Deckring 45 und den
dazwischen befindlichen Flügelelementen 44 dienen Spann
schrauben 47. Der Deckring 45 besitzt eine zentrische Öffnung
46, durch die das Schälgetreide in das Zentrum des Fliehkraft
rotors 40 gelangt und aufgrund der Rotation von den Flügeln 43
nach außen, in Richtung auf das Prallelement 10 geschleudert
wird. In den Fig. 7 und 8 ist ein Flügelelement 44 als Einzel
teil dargestellt, wobei die Draufsicht gemäß Fig. 7 zeigt, daß
jedes Flügelelement 44 zwei Bohrungen 48 zum Durchtritt der
Spannschrauben 47 besitzt.
Die Gestaltung der Flügel 43 aus Flügelelementen 44 hat den
Vorteil, daß auf einfache Weise unterschiedliche Flügelhöhen
realisierbar sind, ohne komplette Rotoren austauschbar bereit
zuhalten. Durch das standardisierte Maß von beispielsweise 5 mm
können je nach Zahl der gestapelten Elemente Flügelhöhen von
5 mm, 10 mm, 15 mm oder 20 mm realisiert werden.
Die vorstehend beschriebene Schälanlage zeichnet sich durch
eine hohe Durchsatzleistung aus. Es erfolgt dabei eine äußerst
schonende Behandlung des Schälgutes mit einem minimalen Bruch
anteil.
Um die Wurfscheibe 7 bzw. den Fliehkraftrotor 40 verschleiß
fest auszuführen, ist es zweckmäßig, auch die Flügel aus einem
verschleißfesten Material herzustellen oder deren mit dem
Schälgetreide in Berührung kommende Oberfläche mit einem hoch
verschleißfesten Werkstoff zu überziehen, wobei es sich um den
gleichen Werkstoff handeln kann, der auch zur Bildung der
Prallfläche 11 benutzt wird.
Claims (25)
1. Schälanlage für Spelzgetreide mit einem Gehäuse (2), das
an seiner Oberseite mit einer Zuführung für das zu
schälende Getreide versehen ist und mit einem in dem Ge
häuse (2) gelagerten und von einem Motor (17) ange
triebenen Rotor,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor als Wurfscheibe (7)
oder Fliehkraftrotor (40) ausgebildet und in dem Gehäuse
(2) eine Prallvorrichtung (10) angeordnet ist, die eine
bezogen auf die Rotationsachse (R) der Wurfscheibe (7)
bzw. des Fliehkraftrotors (40) geneigte Prallfläche (11)
aufweist.
2. Schälanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prallvorrichtung (10) eine
kegelstumpfförmige Prallfläche (11) aufweist.
3. Schälanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche (11) nach
unten erweitert ist.
4. Schälanlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsachse (R)
vertikal angeordnet ist.
5. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prallvorrichtung (10) als
in das Gehäuse eingesetzter Ring ausgebildet und vorzugs
weise auswechselbar gehalten ist.
6. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prallvorrichtung (10) in
Längsrichtung der Rotationsachse (R) begrenzt verstellbar
angeordnet ist.
7. Schälanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prallvorrichtung (10) an
einer Deckelplatte (30) des Gehäuses (1) hängend ange
ordnet ist.
8. Schälanlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatte (30) mit
mindestens zwei, vorzugsweise drei Gewindespindeln (31)
versehen ist, an denen die Prallvorrichtung (10) hängt.
9. Schälanlage nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Deckelplatte (30)
Gewindehülsen (24) drehfest angeordnet und in den Gewinde
hülsen (34) die Gewindespindeln (31) gelagert sind.
10. Schälanlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindeln (31)
benachbart zu ihrem unteren Ende mit radialen Bunden (35,
36) versehen sind und sich zwischen den Bunden (35, 36)
der jeweiligen Gewindespindeln (31) ein Flanschabschnitt
(37) der Prallvorrichtung (10) befindet.
11. Schälanlage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Flanschabschnitt (37) an
einer Ringplatte (32) ausgebildet ist, die vorzugsweise
mit der Prallvorrichtung (10) verschraubt ist.
12. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wurfscheibe (7) bzw. der
Fliehkraftrotor (40) mindestens drei im wesentlichen in
radialer Richtung weisende Flügel (8, 43) aufweist.
13. Schälanlage nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wurfscheibe (7) bzw. der
Fliehkraftrotor (40) sechs bis zwölf Flügel (8, 43)
aufweist.
14. Schälanlage nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (43) entgegen der
Drehrichtung gekrümmt ausgebildet sind.
15. Schälanlage nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (43) aus mehreren
geschichteten Flügelelementen (44) bestehen, wobei die
Flügelelemente (44) vorzugsweise eine einheitliche Höhe
(h) aufweisen.
16. Schälanlage nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flügelelemente (44)
zwischen einer unteren Platte (42) und einem Deckring (45)
angeordnet und mittels Spannschrauben (47) verspannt sind.
17. Schälanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche (11) und/oder
die Flügel (8, 43) mit einer Beschichtung aus einem hoch
verschleißfesten Werkstoff versehen ist/sind.
18. Schälanlage nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß als Werkstoff ein Kunststoff
mit dynamischen Eigenschaften vorgesehen ist.
19. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß als Zuführung für das Getreide
ein Trichter (15) mit einem Dosierrohr (16) vorgesehen
ist.
20. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des Gehäuses
(2) ein Bauteil (13) in Form eines sich nach unten ver
jüngenden Konus angeordnet ist.
21. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Gehäuse (2) ein
Kaskadenreiniger (24) angeordnet ist.
22. Schälanlage nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kaskadenreiniger (24)
mehrere verstellbare Prallelemente (49) angeordnet sind.
23. Schälanlage nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Kaskadenreiniger (24) ein
Gravitationsausleser (25) nachgeordnet ist.
24. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (17) mit dem Rotor
über eine Keilriemenanordnung (9, 18, 19) gekoppelt ist.
25. Schälanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (21) zur Einstellung
der Drehzahl der Wurfscheibe (7) bzw. des Fliehkraftrotors
(40) vorgesehen sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10153538A DE10153538A1 (de) | 2001-04-21 | 2001-10-30 | Schälanlage für Spelzgetreide |
| EP02008050A EP1250957A3 (de) | 2001-04-21 | 2002-04-11 | Schälanlage für Spelzgetreide |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20106910U DE20106910U1 (de) | 2001-04-21 | 2001-04-21 | Schälanlage für Spelzgetreide |
| DE10153538A DE10153538A1 (de) | 2001-04-21 | 2001-10-30 | Schälanlage für Spelzgetreide |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10153538A1 true DE10153538A1 (de) | 2002-10-24 |
Family
ID=7956040
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20106910U Expired - Lifetime DE20106910U1 (de) | 2001-04-21 | 2001-04-21 | Schälanlage für Spelzgetreide |
| DE10153538A Withdrawn DE10153538A1 (de) | 2001-04-21 | 2001-10-30 | Schälanlage für Spelzgetreide |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20106910U Expired - Lifetime DE20106910U1 (de) | 2001-04-21 | 2001-04-21 | Schälanlage für Spelzgetreide |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE20106910U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010051385A1 (de) * | 2010-11-16 | 2012-05-16 | Heinrich Eggersmann | Brennstoffkörper, dessen Verwendung und Herstellung |
-
2001
- 2001-04-21 DE DE20106910U patent/DE20106910U1/de not_active Expired - Lifetime
- 2001-10-30 DE DE10153538A patent/DE10153538A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010051385A1 (de) * | 2010-11-16 | 2012-05-16 | Heinrich Eggersmann | Brennstoffkörper, dessen Verwendung und Herstellung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE20106910U1 (de) | 2001-09-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2633275C3 (de) | Verfahren zum Enthülsen und teilweise Trocknen von gewaschenem Getreide und Maschine zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3707568C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von hochreinem Pflanzenschleim aus Psylliumsamen | |
| DE69417666T2 (de) | Abrasive Getreide-Bleichmaschine mit einem perforierten zylindrischen Körper zur Entfernung von Kleie | |
| DE19631679A1 (de) | Vorrichtung zum Schleifen und Vereinheitlichen von Körnern und Sieb mit ringförmigem Arbeitsraum zur Verwendung in der Vorrichtung | |
| EP0327610B1 (de) | Vorrichtung zum schälen und entkeimen von maiskörnern | |
| EP0173065A2 (de) | Wälzmühle | |
| EP0374491A2 (de) | Sichter | |
| DE2200997C3 (de) | Vorrichtung zum Sortieren von Reiskörnern | |
| DE3539512A1 (de) | Sichter | |
| DE102016121926B4 (de) | Mühle | |
| DE3324492C2 (de) | Vorrichtung zum Trennen eines Korn-Spreu-Gemisches | |
| DE2716637C2 (de) | ||
| DE10153538A1 (de) | Schälanlage für Spelzgetreide | |
| DE810098C (de) | Maschine zum Zerkleinern oder Vermahlen von koernigem Schuettgut | |
| DE2916729C2 (de) | Prallschälmaschine für körniges Gut | |
| DE1532086A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entrippen von Tabakblaettern | |
| EP1250957A2 (de) | Schälanlage für Spelzgetreide | |
| DE3317144C1 (de) | Zuführeinrichtung für Zerkleinerungsmaschinen | |
| DE3012785A1 (de) | Vorrichtung zum vermahlen von schwer austragbarem saatgut bzw. mahlgut | |
| DE6602080U (de) | Kegelfoermige dreschvorrichtung. | |
| EP0340151B1 (de) | Mühle | |
| DE51824C (de) | Erbsen-Auslösemaschine | |
| DE19643042C2 (de) | Vertikalachsiger Windsichter | |
| DE890440C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Getreide | |
| DE503546C (de) | Spitz-, Schael- und Buerstmaschine fuer Getreide und Huelsenfruechte |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |