DE1015238B - Gastemperaturfuehler nach Art einer Sonde mit Thermoelement - Google Patents
Gastemperaturfuehler nach Art einer Sonde mit ThermoelementInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Gastemperaturfühler nach Art einer Sonde mit Thermoelement. Die Erfindung
bezweckt, die Lebensdauer solcher Vorrichtungen, insbesondere bei ihrer Anwendung in Anlagen,
die Schwingungen unterworfen sind, wie bei der Steuerung des Arbeitens von Düsentnotoren und Gasturbinen,
zu verlängern, indem sie Mittel zur Dämpfung und Unterdrückung der Schwingungsamplitude
vorsieht, und dadurch den Widerstand der Sonde und ihrer Fassung gegen mechanisches Versagen unter
einer ihnen innewohnenden bzw. erteilten Schwingung zu erhöhen.
Es sind bereits Schutzrohre für Thermoelemente bekannt, welche eine langgestreckte Gestalt aufweisen
und die Thermoelemente zur Verbindungsstelle abstützen und isolieren. Es sind weiterhin auch Muffen
oder Tragglieder vorhanden, die an einem festen Teil des Gerätes starr befestigt werden können und eine
Bohrung zur Aufnahme des einen Endteiles des Sondenkörpers aufweisen. Bei einer der bekannten Anordnungen
ist die Bohrung in dem Abschnitt, der gegen das die Verbindungsstelle aufweisende Ende des Sondenkörpers
gerichtet ist, konzentrisch und erweitert sich. Der so entstandene etwa keilförmige Ringraum ist durch
einen ringkeilförmigen Verschluß ausgefüllt, welcher den Sondenkörper fest mit der Muffe verbindet.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gastemperaturfühler nach Art einer Sonde mit Thermoelement, dessen
Thermoelementdrähte durch einen rohrförmigen Sondenkörper abgestützt und isoliert sind, der von
einem muffenartigen Tragglied, das mit einer Bohrung zur Aufnahme des Sondenkörpers versehen ist
und an einem festen Teil starr befestigt sein kann, gehalten wird.
Zweck der Erfindung ist es hauptsächlich, Bruchstellen an der Thermoelementanordnung zu vermeiden,
die dann entstehen, wenn der Sondenkörper mit dem eingebauten Thermoelement schwingt und starr in der
Bohrung einer Muffe eingespannt ist.
Erfindungsgemäß weist die Muffe einen an sich bekannten geraden zylindrischen Bohrungsabschnitt zur
Aufnahme des rohrförmigen Sondenkörpers im Preßsitz und daran anschließend einen nach einer Kurve
gekrümmten Bohrungsabschnitt auf, der entsprechend der zu erwartenden Schwingungsamplitude des Sondenkörpers
nach einer Exponentialkurve verläuft, die durch einen Radius von jeweils solcher Länge festgelegt
ist, daß die Kurve der Muffenöffnung an der Verbindungsstelle der Bohrungsabschnitte tangential in
den geraden Bohrungsabschnitt übergeht und jenseits der Verbindungsstelle überall einen solchen Abstand
von dem Rohr hat, der mindestens gleich der an de: betreffenden Stelle zu erwartenden maximalen Schwingungsamplitude
ist.
Gastemperaturfühler nach Art einer Sonde
mit Thermoelement
Anmelder:
John Henry Cantlin,
John Henry Cantlin,
Short Hills, N. J.,
und Eric Ernest Anderson,
Needham Heights, Mass. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. ,E. Wiegang, München 27,
und Dipl.-Ing. W. Niemann, Hamburg 1,
Ballindamm 26, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 23. August 1954
V. St. v. Amerika vom 23. August 1954
John Henry Cantlin, Short Hills, N. J.,
und Eric Ernest Anderson, Needham Heights, Mass.
und Eric Ernest Anderson, Needham Heights, Mass.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Das Tragglied kann einen allgemein zylindrischen Körper, der einen Verankerungszwischenteil mit dem
Befestigungsflansch besitzt, einen die elektrischen Anschlüsse für das Thermoelement enthaltenden äußeren
Kragenteil und die eigentliche Muffe in Fortsetzung des Verankerungsteiles aufweisen, wobei dieser und
der Muffenteil den geraden zylindrischen Bohrungsabschnitt enthalten, der das Abstützende der Sonde
mit Preßsitz aufnehmen kann.
Der äußere Kragenteil kann eine Isolierfüllung aus einer keramischen Masse zur Unterbringung des
elektrischen Anschlusses für das Thermoelement besitzen; der Kragenteil kann einen nach innen gebogenen
äußeren Randteil aufweisen; zwischen der keramischen Masse und dem nach innen gebogenen Teil
können ringförmige warmfeste Federmittel zum Ausgleich von Wärmeausdehnungsunterschieden zwischen
den Teilen vorgesehen sein.
Der elektrische Anschluß für das Thermoelement kann einen mit Außengewinde versehenen rohrförmigen
Verbindungsstift für den Anschluß der Drähte des Thermoelementes umfassen, wobei der Stift einen
inneren Abschnitt, der einen Teil des in die Masse eingebetteten Gewindes umfaßt, und einen vorragenden
Abschnitt besitzt, und ein Thermoelement kann sich
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durch die Masse und den rohrförmigen Stift nach außen erstrecken und mit diesem am äußeren Ende
leitend verbunden sein.
Die Federmittel können einen zwischen die keramische Masse und den nach innen gebogenen Teil eingefügten,
geformten, aus warmfesten Federstahl bestehenden Ausgleichsring umfassen, der mit einem
derartigen Federgradienten ausgebildet und angeordnet ist, daß die bleibende Federwirkung den Wärmeausdehnungsunterschied
zwischen der Masse und dem Kragenteil ausgleicht, um so jederzeit eine dichte Verbindung
zwischen den Teilen zu gewährleisten.
Die Verbindungsstelle des Thermoelementes kann in einem Anschlagkopf oder in einem Prüfkopf untergebracht
sein, oder sie kann frei liegen.
An Hand der Zeichnung wird eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht, teilweise im Längsschnitt, eines Gastemperaturfühlers in vergrößertem
Maßstab von wenigstens der doppelten vollen Größe einer durchschnittlichen Vorrichtung;
Fig. 1A zeigt in ähnlicher Weise einen Spitzenteil
der Sonde ohne Anschlagkopf um die Verbindungsstelle des Thermoelementes;
Fig. 1B zeigt in ähnlicher Weise eine andere Form
des Spitzenteiles der Sonde;
Fig. 2 ist ein noch weiter vergrößerter Schnitt durch den Grund- oder Fassungsteil der Sonde gemäß
Fig. 1.
Der Fühler bzw. die Sonde umfaßt einen rohrförmigen Körper oder Mantel 3, der an seinem freien
Ende einen Anschlagkopf 4 besitzt, der mit dem Rohr beispielsweise durch eine umlaufende Schweißnaht 5
starr verbunden ist. Der Kopf 4 ist an seinem freien
Ende geschlossen, um darin eine Gasfangkammer zu bilden. Er weist eine verhältnismäßig große Einlaßöffnung
6, die in den mit hoher Geschwindigkeit fließenden Strom des zu prüfenden Gases gerichtet ist,
und eine verhältnismäßig kleine Öffnung 7 auf, welche axial im Abstand von der Einlaßöffnung und auf dem
Mittelwinkel zu dieser angeordnet ist. In Fig. 1 ist die kleine öffnung 7 punktiert dargestellt, da sie direkt
hinter der Verbindungsstelle 10 des Thermoelementes liegt und von dieser im wesentlichen verdeckt wird.
Aus den Fig. 1A und 1B, auf die später noch Bezug
genommen wird, ist ersichtlich, daß eingeführte oder
überstehende Temperaturfühler der hier betrachteten Art in verschiedener Hinsicht voneinander abweichen '
können, wie z. B. in der Ausbildung und Anordnung des inneren End- oder Spitzenteiles, der mit oder ohne
einen Anschlagkopf ausgebildet sein kann, welcher die Verbindungsstelle 10 des Thermoelementes mehr
oder weniger umsehließt. Die Erfindung ist im allgemeinen bei allen solchen Temperaturfühlern von
Nutzen.
Eine Sonde der hier dargestellten Art kann in eine Leitung eingeführt werden, durch welche Gas, gewöhnlich
mit hoher Temperatur, hoher Geschwindigkeit und unter hohem Druck, hindurchströmt, wie
z. B. im Falle des Ausgangsrohres oder -konus eines Düsenmotors oder einer Gasturbine. Ein Teil der
Wandung einer solchen Leitung ist in Fig. 1 bei W in gestrichelten Linien angedeutet, und es sei angenommen,
daß in der Leitung der Gasstrom senkrecht zur Zeichnungsebene und vom Beschauer weg gerichtet
ist. Es ist ersichtlich, daß aus dem Gasstrom Gas in den Anschlagkopf 4 eintritt und darin gefangen und
mehr oder weniger verlangsamt und veranlaßt wird, bis zum Austritt aus der öffnung 7 einen gewundenen
Weg zu nehmen.
Dk Thermoelement-Verbindungsstelle oder die
»heiße« Stelle 10 liegt so in dem Wege des in den Anschlagkopf 4 eintretenden und durch ihn hindurchgehenden
Gases, wobei der Anschlagkopf die Verbindungsstelle wirksam abschirmt, so daß die von ihr an
die Wandungen der Strahldüse oder einer anderen Gasleitung abgegebene Wärmestrahlung auf ein Mindestmaß
verringert wird und somit der Wärmezustand an der Verbindungsstelle 10 die wirkliche Temperatur
des Gases mit großer Annäherung darstellt. Die Leiterdrähte 8, 9 des Thermoelementes erstrecken sich
von der Verbindungsstelle 10 in isoliertem Zustand rückwärts durch das Sondenrohr 3, das auf seifer
ganzen Länge oder einem größeren Teil davon bis zum Anschlagkopf 4 vorzugsweise einen keramischen Kern
oder eine keramische Füllung 11 enthält.
Die soweit beschriebene Sonde kann von bekannter oder vorzugsweise angewandter Bauweise sein; die
dargestellte Sonde ist im allgemeinen ein typisches Beispiel dieser Art von Gastemperaturmeß- oder -fühlinstrumenten.
Zur Hervorhebung der allgemeinen Anwendbarkeit des Schwingungsdämpfungsmerkmals der
Erfindung bei in einen Gasstrom eingeführten oder vorstehenden Sondenro'hren oder Fühlern mit Thermoelement
ist in Fig. 1A, die dem Innen- oder Spitzenteil von Fig. 1 entspricht, ein Sondenrohr 3 ohne Kopf bzw.
ohne eine die Spitze mehr oder weniger umschließende Haube für die Verbindungsstelle 10 des Thermoelementes
dargestellt, die somit dem zu prüfenden Strom unmittelbar ausgesetzt ist. Fig. 1B zeigt eine
Ausführungsform, bei welcher das Sondenrohr 3 mit einem Prüf kopf 4 b ausgerüstet ist, der verlängert und
mit zweckentsprechenden öffnungen versehen ist, um den Gasstrom an verschiedenen Stellen zu messen.
Viele Schwierigkeiten haben sich bisher beim Ge brauch von Thermoelement-Gasfühlern in und an Gasstromleitungen,
wie z. B. solchen von Gasturbinen im allgemeinen, einschließlich Düsenmotoren, ergeben.
Es ist bekannt, daß die dort angetroffenen Arbeitsbedingungen ein Vibrieren des nach innen ragenden
Sondenrohres 3 hervorrufen und insbesondere in der Gegend der abstützenden Fassung der Sonde an de,
Leitungswandung W Spannungen entstehen lassen. Dies hat oft zu schnellem mechanischem Versagen,
zur Rißbildung und zum nachfolgenden vollständigen Bruch der Sonde an der Leitungswandung geführt.
Gemäß der Erfindung wird die Schwingungsamplitude wesentlich verkleinert, indem dem Sondenrohr 3 eine
zur Unterdrückung oder Dämpfung der Schwingungsamplitude dienende Einrichtung zugeordnet wird, die
so beschaffen und angeordnet ist, daß die Gebrauchslebensdauer der Vorrichtung im ganzen in erheblicher 1
Maße verlängert wird.
Eine solche Dämpfungseinrichtung umfaßt eine mi ί
einer sich glockenförmig erweiternden öffnung versehene Abstützung oder Fassung von im ganzen zy
lindrisoher Form, die allgemein mit 20 bezeichnet ist: Sie enthält einen mit einer zentralen öffnung versehenen
mittleren Körper- oder Verankerungsteil 21, einen konzentrischen äußeren kragen- oder zwingenartigen
Teil 22 und eine innere längliche konzentrische Muffe 23 mit einem inneren Ende 24, dessen Innenwandung
sich wie bei 25 gegen das Fühlende oder den Anschlagkopf 4 der Sonde hin glockenförmig nach
außen erweitert. Bei der bevorzugten Ausführung folgt diese glockenförmige Erweiterung 25, im Mittellängsschnitt
betrachtet, einer ziemlich flachen Exponentialkurve, die ein Kreisbogen von verhältnismäßig
großem geregeltem Radius sein kann, wie dies noch näher beschrieben wird. :
Der Zwischenkörper 21 und die Innenmuffe 23 der Fassung 20 bilden gemeinsam die direkte Abstützung
des Sondenrohres 3. Zu diesem Zweck ist die Wandung der Bohrung der Teile 21, 23 vom äußeren Ende
bis zu einem in Fig. 2 durch die Pfeile A-A bezeichneten Zwischenpunkt gerade ausgebildet, d. h., im
Längsschnitt betrachtet verläuft die Wandung parallel zur geraden Achse der Bohrung und bildet einen
wahren Zylinder. Entlang diesem äußeren und mittleren zylindrischen Abschnitt, der in Fig. 2 mit a be- ίο
zeichnet ist, ist die Bohrung so bemessen, daß sie das entsprechende äußere Ende des Sondenrohres 3 mit
Paßsitz aufnehmen kann. Nach dem Aufsetzen der Fassung 20 auf das Sondenrohr 3 werden diese Teile
durch eine umlaufende Schweißnaht 26 miteinander verbunden.
Der beschriebene zylindrische Abschnitt α der
Körper- und Muffenteile 21, 23 der Fassung 20 steht bezüglich seiner Länge im Verhältnis zu der Länge
des Sondenrohres 3, um eine feste massive Verankerung für das äußere Ende des Sondenrohres zu schaffen.
Es ist erwünscht, daß der Punkt oder die Querebene seiner Erstreckung nach innen bei den Pfeilen
A-A wenigstens an oder etwas jenseits der Innenfläche der Leitungswandung W liegt, an der der
Fühler angebracht werden soll.
Jenseits des Fassungsabschnitts α gegen das Fühlende
oder den Anschlagkopf 4 der Sonde hin hat der übrige Abschnitt b der Fassungsmuffe 23 die erwähnte,
sich glockenförmig erweiternde Ausbildung, welche durch die gekrümmte Linie 25 dargestellt ist. Die Art
der Herstellung dieser glockenförmigen Erweiterung 25 geht aus dem Nachstehenden hervor. Die innere
Begrenzung des geradzylindrischen Abschnitts α der Fassungsmuffe 23, die durch die Querebene A-A angedeutet
ist, kann als die Ebene der Auslegerabstützung für das Sondenrohr 3 angesehen werden.
Der in Fig. 2 durch einen gezackten Pfeil angedeutete Krümmungsradius soll einen Kreisbogen bezeichnen,
zu dem der geradzylindrische Abschnitt α der Muffe eine Tangente bildet und der am inneren Ende 24 der
Muffe deren transversale Endfläche in einem radialen Abstand von der Achse des Rohres schneidet, welcher
gleich der seitlichen Bewegung der äußeren Wandung des Sondenrohres bei der größten zu erwartenden
Vibrationsverschiebung des Rohres oder größer als diese seitliche Bewegung ist.
In Fig. 2 stellt die nach oben geneigte gestrichelte Linie eine äußerste Schwingungslage 3 α für die Sonde
dar, und die nach unten geneigte gestrichelte Linie 5" stellt die entgegengesetzte äußerste Schwingungslage 3b dar. Die strichpunktierten Linien 3ax und
3 b% deuten die Lagen der Achse des Rohres zur Zeit der äußersten Schwingungslagen 3a bzw. Zb des Rohres
an. Es sei bemerkt, daß Fig. 2 eine schematische Darstellung in vergrößertem Maßstab ist und daß die
relativen Lagen zwecks Verdeutlichung etwas übertrieben wiedergegeben sind. Es ist ersichtlich, daß die
Kurve 25 der glockenförmigen Erweiterung an deren offenem Ende dem radial gegenüberliegenden Teil der
Sonde eine bedeutende Freiheit zum Schwingen gibt.
In anderen Worten, die durch den quer laufenden Pfeil C angedeutete Schwingungsamplitude ist kleiner
oder wenigstens nicht größer als die gesamte Erweiterung am Öffnungsrand der Glocke, d. h., eine Hälfte
der Schwingungsamplitude wird durch die Erweiterung am oberen Teil von Fig. 2 aufgenommen und die
andere Hälfte durch die Erweiterung am unteren Teil, und das gesamte radiale Ausmaß der Erweiterungsteile
ist im wesentlichen gleich der gesamten Schwingungsamplitude C oder größer als diese. Die gekrümmte
Linie25 für den sich glockenförmig erweiternden Abschnitt b kann auch als Exponentialkurve
bezeichnet werden, in deren Gleichung ein Faktor der geregelte Radius ist, der das Rohr an der Grundfläche
des sich erweiternden Abschnittes b und an der Verbindungsstelle dieses Abschnittes mit dem geradzylindrischen
Abschnitt α tangential berührt.
Es ist weiterhin ersichtlich, daß der Muffenteil 23 der Fassung an dem geraden Abschnitt α eine beträchtliche
Dicke hat, welche die Stärke der Metallwandung des Sondenrohres 3 wesentlich übersteigt,
und daß die Muffenwandung am offenen Ende des sich glockenförmig erweiternden Abschnittes b immer noch
wenigstens ebenso dick ist wie die Wandung des Sondenrohres.
Durch die mit einer sich glockenförmig erweiternden Öffnung versehene Fassung 20 wird die Schwing
wirkung des Sondenrohres 3 längs des Rohres vom offenen Ende zu der Grundfläche des erweiterten Abschnittes
b der Fassung in solcher Weise fortschreitend gedämpft oder unterdrückt, daß die Schwingung
an der Ebene A-A der Auslegerabstützung und von da weiter durch ihren geraden Abschnitt α ungefähr
Null wird. Infolgedessen ist keine Bruchebene der Auslegerabstützung oder an der Innenfläche der Wandung
W der Gasleitung vorhanden. Dadurch werden das mechansiche Versagen, die Rißbildung oder der
Bruch, die bisher in dieser Gegend aufgetreten sind, weitgehend vermindert oder praktisch ausgeschaltet.
Hinsichtlich des Äußeren der Fassung 20 ist ersichtlich, daß der Verankerungszwischenteil 21 einen
reduzierten inneren Teil 27 zur Aufnahme eines Befestigungsflansches 30 besitzt, der auf den inneren
Teil fest aufgepaßt und bei 31 mit diesem verschweißt ist. Die Schulter bzw. der äußere Teil 28 des Verankerungsteiles
21 liegt an der Außenfläche des Befestigungsflansches 31 an und ist mit dem äußeren Kragenteil
22 einstückig ausgebildet.
In der Sonde und der Fassung ist für jeden der Leiterdrähte 8 und 9 des Thermoelementes eine Anschlußklemme
12 bzw. 13 vorgesehen, die mit einer zentralen Bohrung ausgebildet ist, durch die der
Draht völlig bis zum äußeren Ende durchgeführt ist. wo jeder Draht außerhalb der entsprechenden Klemme
abgetrennt und an diese angeschweißt wird. Wenn es sich um eine geerdete Sonde handelt, ist nur eine Anschlußklemme
erforderlich; in anderen Fällen kann der Thermoelement-Stromkreis drei oder mehr Drähte
umfassen, wobei dann die gleiche Anzahl von Anschlußklemmen vorgesehen ist. Die inneren Enden der
Klemmenstifte 12, 13 weisen Halteköpfe 12 a- bzw. 13 a auf, und die Klemmenstifte sind außen mit Gewinde
zur Aufnahme von Unterlegscheiben und Muttern 12b bzw. 13b versehen. Die inneren Abschnitte
der Stifte 12,13 einschließlich eines Teiles ihres Gewindes erstrecken sich durch eine Gußmasse
oder einen Gußblock 14 aus elektrisch isolierendem keramischem Material, wie Porzellan od. dgl., oder
sie sind in diesem Block eingegossen. Der Block 14 und die Klemmenstifte 12, 13 sind in Längsrichtung
der Sonde so bemessen und das Gewinde der Stifte reicht so weit, daß es sieh zur festen Verankerung mit
einer oder mehreren Gängen in das keramische Material 14 erstreckt. Der keramische Block 14 ist so ausgebildet,
daß er in den äußeren Kragenteil 22 der Sondenfassung 20 paßt, und er besitzt einen inneren
Umfangsteil, der an der Außenfläche des Schulterteiles 28 der Fassung anliegt, Das äußere Ende des
die Klemmenstifte 12, 13 haltenden keramischen
Blockes 14 ist verjüngt, so daß zwischen diesem Ende und dem größeren Innen- oder Grundteil eine schräge
ringförmige Schulter gebildet wird, wie dies aus Fig. 1 ersichltich ist. Beim Zusammensetzen der Fühlervorrichtung
werden der bzw. die Anschlußklemmenstifte 12,13 und der sie haltende keramische Block 14
als ein Ganzes in den Kragenteil 22 eingesetzt. Der äußere Umfangsrand 22 a des Kragenteiles wird dann
über den eine Schulter aufweisenden Innenteil des Blockes 14 nach innen gebogen, nachdem zuvor zwisehen
die Schulter und den nach innen umzubiegenden Flansch 22 a selbsttätig wirkende Mittel zum Ausgleich
von Lageveränderungen und Änderungen in den Spannungskräften, die zwischen der Fassung 20
und dem Klemmenbock 14 auf Grund von Unterschieden in der Wärmeaus dehnung zwischen diesen Teilen
auftreten können, eingeführt worden sind. Diese Mittel umfassen mindestens ein ringförmiges Ausgleichglied
und einen Ausgleichring 15, der so geformt und bemessen ist, daß er zwischen der allgemein
radialen, aber vorzugsweise geneigten Schulter des keramischen Blockes 14 und dem Metall des Flansches
22 α des Kragenteiles 22 Aufnahme finden kann. Ein solcher Ausgleichring 15 ist aus einem warmfesten
Federstahl oder einer Eisenlegierung hergestellt und so ausgebildet, daß die restliche Federwirkung den
Unterschied in der Wärmeaus dehnung zwischen dem keramischen Block 14, an dem er direkt anliegt, und
den Metallteilen der Fassung 20 ausgleicht und jederzeit eine feste, dichte und im wesentlichen schwingungsf
reie Verbindung zwischen den zusammengesetzten Teilen in dem gesamten Bereich der Arbeitstemperaturen herstellt, die erwartungsgemäß auftreten.
In einigen Fällen kann, wie dargestellt, zur Sicherung des Eingriffs und der Abdichtung der Teile ein zweiter
oder Füllring 16 verwendet werden, wobei ein solches zusätzliches, einem Unterlegring ähnliches
Glied 16 außerhalb des Ausgleichringes 15 zwischen diesem und dem Flansch 22 a angeordnet ist. Ein
solcher zusätzlicher Ring 16 braucht, wenn er überhaupt angewandt wird, nicht aus dem besonderen
Material zu bestehen, wie es für den Ausgleichring 15 verwendet wird; er kann beispielsweise aus einem gewöhnlichen
oder verhältnismäßig weichen Stahl hergestellt sein.
Ein weiterer Schritt in der Zusammensetzung der Sonde und der Fassung ist die Ausfüllung irgendwelcher
verbleibender Hohlräume innerhalb der Fassung und dem inneren Ende des Rohres 3 und zwischen
diesem und dem eingesetzten Block 14. Dies wird durch Einfüllen unter Druck eines keramischen
oder zementartigen Materials im plastischen Zustand erreicht. Zu diesem Zweck ist die Fassung mit einer
Druckfüllöffnung 21 χ versehen, die ins Innere der Fassung führt und in dem Zwischenkörper oder dem
Verankerungsteil 21 der Fassung ausgebildet ist. Auf diese Weise wird das Innere der Fassung unter entsprechendem
Druck vollständig und dicht ausgefüllt, und die Füllöffnung 21 x. wird durch das Füllmaterial
selbst oder auf andere Weise abgedichtet, so daß nach dem Festwerden die gesamte aus Sonde und Fassung
zusammengesetzte Vorrichtung strukturell einen einheitlichen Körper bildet und gegen Vibrationswirkungen
widerstandsfähig ist.
Die zusammengesetzte Sonde, welche das Rohr 3, den Rohrlialteteil bzw. die Fassung 20 und den Befestigungsflansch
30 umfaßt, ist für den Anbau an die Wandung W einer Gasstromleitung, wie z. B. der
Wandung eines Strahlkonus, eingerichtet. Es ist ersichtlich, daß die gegebene Wandung, in deren Nähe
Gastemperaturen gemessen werden sollen, zur Einführung der sich glockenförmig erweiternden Fassungsmuffe
22 der Sonde mit einer öffnung versehen wird, vorzugsweise so, daß wenigstens ein geringer
Zwischenraum zwischen der Wandung und der Muffe verbleibt. Der Befestigungsflansch 30 der Fassung 20
hat in dem dargestellten Beispiel Bolzenlöcher 32, die diametral im Abstand auf entgegengesetzten Selten
der Achse der Sonde und in einer zu Achse der Gasauslaßöffnung 7 und damit auch zur Richtung des
Gasstromes genau senkrecht liegenden Ebene angeordnet sind. Mit anderen Worten, die die Mittellinie der
Bolzenlöcher 32 für den Halteflansch enthaltende diametrale Ebene liegt in einem Winkel von 90° zu
der in der dargestellten Fassung 20 vorgesehenen Gasauslaßöffnung 7. Obgleich diese Anordnung vorzuziehen
ist, können die Bolzenlöcher 32 auch unter irgendeinem anderen Winkel mit Bezug auf die öffnung
7 angeordnet sein, um besondere Einbauerfordernisse besser erfüllen zu können.
Claims (8)
1. Gastemperaturfühler nach Art einer Sonde mit Thermoelement, dessen Thermoelementdrähte
durch einen rohrförmigen Sondenkörper abgestützt und isoliert sind, der von einem muffenartigen
Tragglied, das mit einer Bohrung zur Aufnahme des Sondenkörpers versehen ist und an einem
festen Teil starr befestigt sein kann, gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragglied
oder die Muffe (20) einen an sich bekannten geraden zylindrischen Bohrungsabschnitt (a) zur
Aufnahme des rohrförmigen Sondenkörpers (3) im Preßsitz und daran anschließend einen nach
einer Kurve gekrümmten Bohrungsabschnitt (δ) aufweist, der entsprechend der zu erwartenden
Schwingungsamplitude des Sondenkörpers nach einer Exponentialkurve verläuft, die durch einen
Radius von jeweils solcher Länge festgelegt ist, daß die Kurve der Muffenöffnung an der Verbindungsstelle
der Bohrungsabschnitte tangential in den geraden Bohrungsabschnitt übergeht und jenseits
der Verbindungsstelle überall einen Abstand von dem Rohr hat, der mindestens gleich der an
der betreffenden Stelle zu erwartenden maximalen Schwingungsamplitude ist.
2. Gastemperaturfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsglied
einen allgemein zylindrischen Körper, der einen Verankerungszwischenteil mit dem Befestigungsflansch
besitzt, einen die elektrischen Anschlüsse i für das Thermoelement enthaltenden äußeren Kra- :
genteil und die Muffe in Fortsetzung des Veranke- -;
rungsteiles aufweist, wobei der Verankerungsteil und der Muffenteil den geradzylindrischen Bohrungsabschnitt
enthalten, der das Abstützende einer Sonde mit Preßsitz aufnehmen kann.
3. Gastemperaturfühler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Kragenteil
eine Isolierfüllung aus einer keramischen Masse zur Unterbringung des elektrischen Anschlusses
für das Thermoelement besitzt, der Kragenteil einen nach innen gebogenen äußeren Randteil aufweist
und zwischen der keramischen Masse und dem nach innen gebogenen Teil ringförmige warmfeste Federmittel zum Ausgleich von Wärmeausdehnungsunterschieden
zwischen den Teilen vorgesehen sind. ;
4. Gastemperaturfühler nach Anspruch 3, da- j durch gekennzeichnet, daß der elektrische An-
Schluß für das Thermoelement einen mit Außengewinde versehenen rohrförmigen Verbindungsstift für den Anschluß der Drähte des Thermoelementes
umfaßt, wobei der Stift einen inneren Abschnitt, der einen Teil des in die Masse eingebetteten
Gewindes umfaßt, und einen vorragenden Abschnitt besitzt, und ein Thermoelementdraht
sich durch die Masse und den rohrförmigen Stift nach außen erstreckt und mit diesem am
äußeren Ende leitend verbunden ist.
5. Gastemperaturfühler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Federmittel einen
zwischen die keramische Masse und den nach innen gebogenen Teil eingefügten geformten, aus warmfestem
Federstahl bestehenden Ausgleichring umfassen, der mit einem derartigen Federgradienten
ausgebildet und angeordnet ist, daß die bleibende Federwirkung den Wärmeausdehnungsunterschied
zwischen der Masse und dem Kragenteil aus-
gleicht, um so jederzeit eine dichte Verbindung zwischen den Teilen zu gewährleisten.
6. Gastemperaturfühler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsstelle des Thermoelementes in einem Anschlagkopf untergebracht ist.
7. Gastemperaturfühler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsstelle des Thermoelementes in einem Prüfkopf untergebracht ist.
8. Gastemperaturfühler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsstelle des Thermoelementes frei liegt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 235 308;
britische Patentschrift Nr. 661 621;
USA.-Patentschriften· Nr. 2 611 791, 2 496 806.
Schweizerische Patentschrift Nr. 235 308;
britische Patentschrift Nr. 661 621;
USA.-Patentschriften· Nr. 2 611 791, 2 496 806.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
70S 660/206 8.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US451416A US2820840A (en) | 1954-08-23 | 1954-08-23 | Gas temperature sensing unit or probe of thermocouple type |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1015238B true DE1015238B (de) | 1957-09-05 |
Family
ID=23792107
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC11737A Pending DE1015238B (de) | 1954-08-23 | 1955-08-22 | Gastemperaturfuehler nach Art einer Sonde mit Thermoelement |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2820840A (de) |
| DE (1) | DE1015238B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4431291A1 (de) * | 1994-09-02 | 1996-03-07 | Abb Management Ag | Hochtemperatursonde |
| DE19508916A1 (de) * | 1995-03-11 | 1996-09-12 | Abb Management Ag | Hochtemperatursonde |
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| US2994733A (en) * | 1959-10-01 | 1961-08-01 | Aero Res Instr Company Inc | Connector for thermocouples |
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1954
- 1954-08-23 US US451416A patent/US2820840A/en not_active Expired - Lifetime
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1955
- 1955-08-22 DE DEC11737A patent/DE1015238B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2820840A (en) | 1958-01-21 |
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