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DE1015135B - Einrichtung zur selbsttaetigen Blindleistungsregelung in Netzen - Google Patents

Einrichtung zur selbsttaetigen Blindleistungsregelung in Netzen

Info

Publication number
DE1015135B
DE1015135B DES45884A DES0045884A DE1015135B DE 1015135 B DE1015135 B DE 1015135B DE S45884 A DES45884 A DE S45884A DE S0045884 A DES0045884 A DE S0045884A DE 1015135 B DE1015135 B DE 1015135B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reactive power
relay
measuring
relays
auxiliary
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES45884A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinz Faelker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES45884A priority Critical patent/DE1015135B/de
Publication of DE1015135B publication Critical patent/DE1015135B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/18Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks
    • H02J3/1821Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks using shunt compensators
    • H02J3/1828Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks using shunt compensators with stepwise control, the possibility of switching in or out the entire compensating arrangement not being considered as stepwise control
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E40/00Technologies for an efficient electrical power generation, transmission or distribution
    • Y02E40/30Reactive power compensation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)

Description

  • Einrichtung zur selbsttätigen Blindleistungsregelung in Netzen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur selbsttätigen Blindleistungsregelung in Netzen durch Zu- oder Abschaltung von Blindstromerzeugern unter Verwendung einer Summen-Differenz-Schaltung. Dies ist- eine Schaltung mit Gleichrichtern, die in bezug auf ihre Durchlaßrichtung hintereinandergeschaltet sind und denen einerseits die Summe, andererseits die Differenz zweier elektrischer Größen zugeführt werden. Parallel zu den Gleichstrompolen beider Gleichrichteranordnungen ist ein -Brückenzweig angeordnet mit elektrischen Meß- und(oder Schaltmitteln. Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art erfolgt die Einschaltung der Blindstromerzeuger durch eine von einem Stellmotor angetriebene Schaltwalze. Dieser'Stellmotor arbeitet in Abhängigkeit vom Strom im Brückenzweig bzw. vor der Differenzspannung der Summeii-Differenz-Schaltung und verdreht dieSchaltwalze so lange, bis durch die dabei eingetretene Zu- oder Abschaltung von Blindstromerzeugern an das Netz die maßgebliche Differenzspannung bzw. der Brückenstrom verschwindet, d. h. bis die Blindleistung des Netzes kompensiert ist.
  • Die bekannten Einrichtungen sind jeweils für eine Kompensierung auf einen -bestimmten Leistungsfaktor cos 99 fest eingestellt und in@der Bemessung ihrer verwendeten Einzelteile auf die Daten von vorgesehenen Blindstromerzeugern,Wandlern und Schützen abgestimmt, so daß eine sölche Regeleinrichtung nur für bestimmte Netze unter Verwendung bestimmter Schaltungs- und Kompensationselemente verwendbar ist. Darüber hinaus sind die erforderlichen Angaben vom Besteller einer solchen Einrichtung meist nur unter Schwierigkeiten zu machen. Es sind nämlich bisher genaue Daten über Leistung, Spannung und Schaltungsart des Blindstromerzeugers (des Kondensators) sowie über das Übersetzungsverhältnis und die Klasse der Stromwandler und oft auch über die Type, Steuerspannung und Steuerleistung des zu schaltenden Schüties für den Aufbau der Einrichtung erforderlich gewesen. - Falls die Angabe dieser Daten dem Besteller nicht möglich «rar, mußten ersatzweise möglichst genaue Angaben über die zu regelnde Blindleistung sowie die vorgesehenen Kompensationsgrade und darüber hinäiis noch ein überschlägiges Belastungsschaubild und Angäben des zu erreichenden cos 9p bzw. der höchstzulässigen induktiven Läst angegeben werden.
  • Diese Schwierigkeiten fallen beim Gegenstand der Erfindung fort, und außerdem weist die neue Einrichtung noch einen erweiterten Wirkungsbereich auf, indem hier im Gegensatz zu den bisher bekannten Regeleinrichtungen dieser Art auch eine Abschaltung von Blindstromerzeugern bei cos cp = 1 möglich ist.
  • Der Anmeldungsgegenstand unterscheidet sich hierzu von dem Bekannten dadurch, daß im Brückennullzweig der Summen-Differenz-Schaltung entweder zwei zueinander parallel oder zwei mit einander in Reihe geschaltete polarisierte Meßrelais vorgesehen sind, von denen das eine bei Überschreitung einer bestimmten Blindleistung im Netz die Zuschaltung und das andere bei Unterschreitung einer bestimmten Blindleistung im Netz die Abschaltung eines oder mehrerer Blindstromerzeuger einleitet. Beispielsweise werden die beiden Meßrelais in der Meßeinrichtung gegensinnig gepolt und zueinander parallel geschaltet. Die Erfindung beruht dabei auf der an sich bekannten Tatsache, daß der Strom im Brückennullzweig praktisch ausreichend genau proportional dem Blindstrom im Netz ist. Die dabei auftretenden Abweichungen machen nur einige Prozente vom tatsächlichen Ansprechwert aus.
  • Zur nachträglichen Anpassung der neuen Regeleinrichtung an die jeweils vorliegenden Verhältnisse werden die Ansprechwerte der Meßrelais vorzugsweise in weiten Grenzen veränderlich gemacht, und hierzu werden Meßrelais mit j e zwei Wicklungen verwendet, von denen jeweils die zweite gleich- oder gegensinnig zur ersten erregbar ist. Vorteilhaft werden die Größe und die Richtung der Durchflutung jeder dieser zweiten Wicklungen je für sich getrennt einstellbar gemacht.
  • Eine so ausgebildete Regeleinrichtung spricht bei jeder Überschreitung der eingestellten Blindleistungsgrenzen sofort an. Dies ist in vielen Fällen jedoch nicht erwünscht, da sonst bei entsprechend großen Blindleistungsänderungen vorübergehender Art, die bekanntlich oftmals in unkontrollierbarem Ausmaß auftreten und meist außerordentlich schnell wieder verschwinden, ein unerwünschtes Pendeln der Regeleinrichtung eintreten würde. Zur Vermeidung einer solchen Pendelung wird daher den beiden im Brückennullzweig liegenden Wicklungen der Meßrelais ein Kondensator parallel geschaltet. Er bildet zusammen mit den entsprechenden M°Brelaiswicklungen ein RC-Glied, das bei Blindlaststößen eine Veränderung des Brückendifferenzstromes ID bewirkt, die etwa proportional dem Zeitintegral des Blindstromes ist. Im statischen Betrieb dagegen ist - wie bereits erwähnt - der Brückendifferenzstrom ID etwa dem Blindstrom proportional.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung seien an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachfolgend noch näher beschrieben.
  • An einem Verbrauchernetz RST liegen nach Fig. 2 zur gegebenenfalls notwenlig w; rdend°n Blindlastkompensierung drei Kondensatorgruppen K1, K2 und K3 zu- bzw. abschaltbar. Die Zu- oder Ab3chaltung dieser Kondensatorgruppsn erfolgt selbsttätig nach Maigabe der Blindleistung. Hierzu dient eine an sich bekannte Summen-Differenz-Schaltung, die im wesentlichen aus zwei Dreiwicklungswandlern W1 und W2 und zwei Gleichrichteranordnungen und G2 besteht. Die ersten Primirwicklungen der Dreiwicklungswandler W1 und W2 sind in Reihenschaltung an die Phasen R und S angeschlossen und werden von einem der Phasenspannung entsprechenden Strom U durchflossen, während die von einem dem Leiterstrom entsprechenden Strom J gespeisten zweiten Primärwicklungen der Dreiwicklungswandler W1 und W2 ebenfalls in Reihe geschaltet sind, wobei aber die Anschlüsse der Primärwicklungen so vertauscht sind, daB die Durchflutungen der ersten und zweiten Primärwicklung sich in dem einen Dreiwicklungswandler addieren und in dem anderen Dreiwicklung swandler subtrahieren. Die an die Sekundärwicklungen der Dreiwicklungswandler angeschlossenen Gleichrichteranordnungen sind bezüglich des Brückennullzweiges gegensinnig parallel geschaltet. Im Brückennullzwaig liegen beispielsweise im Gegensatz zu den bekannten Sam-nen-Differenz-Schaltungen zwei zueinander parallel geschaltete gegensinnig gepolte polarisierte MeBrelais A und Z sowie ein Parallelkondensator c1.
  • Die Verwendbarkeit einer solchen Schaltung für Blindleistungsregelungen beruht bekanntlich auf der Tatsache, daB der im Brückennullzweig fließende Differenzstrom ID = U + J - U - J nach Fig. 1 ausreichend genau proportional dem Blindstrom im Netz ist. Das Meßrelais A dient hierbei zur Abschaltung einer oder mehrerer Kondensatorgruppen bei Unterschreitung einer bestimmten Blindlast im Netz, das Meßrelais Z zur Zu-:schaltung einer oder mehrerer Kondensatorgruppen bei Überschreitung einer bestimmten Blindlast im Netz. Zur Veränderung des Ansprechwertes der Meßrelais haben diese jeweils noch eine zweite gesondert gespeiste Wicklung, die mit den einen Wicklungsenden an einen verschiebbaren Abgriff eines jeweils zugeordneten Spannungsteilers Pol bzw. Pol und mit den anderen Wicklungsenden an einen festen Abgriff eines Spannungsteilers Spl bzw. Spe angeschlossen ist. Durch einen Umschaltkontakt u2 bzw. u3 kann jeweils das eine Wicklungsende der zweiten gesondert gespeisten Meßrelaiswicklun- entweder an den Abgriff des Spannungsteilers Pol bzw. Pol oder unmittelbar an den negativen Pol der die Spannungsteiler speisenden Gleichspannungsquelle PN gelegt werden. Je nach der Stellung der verschiebbaren Abgriffe an den Spannungsteilern Pol und Po, kann die Durchflutung der zweiten Wicklung jedes Meßrelais der Durchflutung der zugeordneten in Brückennullzweig liegenden ersten Wicklung jedes Meßrelais gleich oder entgegengesetzt gerichtet sein. Auf diese Weise kann der Ansprechwert jedes Meßrelais getrennt eingestellt werden.
  • An die Gleichspannungsquelle Pt'Y ist durch einen Arbeitskontakt z des Meßrelais Z eine nachfolgend noch näher beschriebene Hilfsrelaiskombination zuschaltbar und durch einen Ruhekontakt a des zweiten Meßrelais A abschaltbar. Die Hilfsrelaiskombination besteht aus den Hilfsrelais Hl bis H3, die alle anzug- und abfallverzögert arbeiten. Die drei Hilfsrelais Hl bis H3 sind einander parallel geschaltet. Das Hilfsrelais H2 liegt über einen Arbeitskontakt h12 des Hilfsrelais Hl, und das Hilfsrelais H3 liegt über einen Arbeitskontakt h22 des Hilfsrelais H2 parallel zu dem Hilfsrelais Hl. Jedes Hilfsrelais hat noch einen Selbsthaltekontakt h11, h21 bzw. h31, von denen die Selbsthaltekontakte hli und h21 jeweils in Reihe mit einem Umschaltkontakt h23 bzw. h33 der HilfsrelaisH2 bzw. H3 liegen. Je nach der Stellung dieser Umschaltkontakte werden die Hilfsrelais Hl bis H3 entweder unmittelbar oder über den Ruhekontakt a des Meßrelais A an die Gleichspannungsquelle P:4' angeschlossen. Ferner weist jedes Hilfsrelais noch einen Wischkontakt h" bzw: h25 bzw. h35 auf, die zueinander parallel liegen und ein Umschaltrelais U an PN anschließen, sobald eines der Hilfsrelais kurzzeitig angesprochen hat. Das Um3chaltrelais U schließt sich bei seinem Ansprechen mit Hilfe eines Umschaltkontaktes u1 an einen vorher aufgeladenen Kondensator C2 an und hält sich so lange selbst, bis der Kondensator entladen ist. Über weitere Arbeitskontakte h11, h21 und h31 der Hilfsrelais Hl bis H3 werden Anschlußrelais AN, bis AIV, an die Gleichspannungsquelle PN angeschlossen, sobald eines oder mehrere der Hilfsrelais eingeschaltet worden sind. Diese Anschlußrelais schalten dann ihrerseits über ihre Arbeitskontakte an, bis an, Schaltschütze Schi bis Sch, für die Kondensatorgruppen K1 bis K,.
  • Sobald infolge einer im Netz auftretenden Blindlast das Meßrelais Z anspricht, schließt es durch seinen Arbeitskontakt z das Hilfsrelais Hl an die Gleichspannungsquelle PN an. Das Hilfsrelais Hl spricht an und hält sich über den Selbsthaltekontakt h11, den nach links liegenden Umschaltkontakt h" des Hilfsrelais H2 und den Ruhekontakt a des Meßrelais A selbst. Der Arbeitskontakt h14 schließt das Anschlußrelais AN, an die Gleichspannungsquelle PN, so daB dieses über seinen Arbeitskontakt an, das Schaltschütz Schi für die Kondensatorgruppe K1 einschaltet. Reicht diese Kompensationsstufe noch nicht zur vollständizen Blindlastkompensierung aus, so wird durch erneutes Ansprechen des Meßrelais Z das zweite Hilfsrelais H2 an Spannung gelegt und dadurch über das Anschlußrelais AN, das Schaltschütz Sch, für die Kondensatorgruppe K2 betätigt. Damit dies möglich ist, muß das Meßrelais Z zuerst wieder in seine Ausgangslage zurückgebracht werden. Hierzu wird seine zweite Wicklung gegenerregt, indem deren eines Ende über die Arbeitslage des weiter unten noch näher erwähnten Umschaltkontaktes u2 unmittelbar an den negativen Pol der Gleichspannungsquelle PN angeschlossen wird. Das Meßrelais Z fällt durch diese Gegenerregung ab und kann dann durch erneutes Ansprechen das bereits durch den Selbsthaltekontakt h12 des Hilfsrelais H1 für eine Einschaltung vorbereitete Hilfsrelais H@ einschalten. Das HilfsrelaisH2 hält sich über seinen Selbsthaltekontakt h21, den nach links liegenden Umschaltkontakt h" des Hilfsrelais H3 und den Ruhekontakt a des Meßrelais A selbst. Entsprechendes gilt auch für das Ansprechen des dritten Hilfsrelais H,, falls die beiden ersten Kondensatorgruppen K1 und K2 immer noch nicht zur Kompensierung ausgereicht haben sollten.
  • Zur Gegenerregung der Meßrelais dient, wie bereits erwähnt, das Umschaltrelais U, das durch die Wischkontakte hl, bis h,5 beim Ansprechen eines Hilfsrelais an die Gleichspannungsquelle P IV gelegt wird und mit seinem Umschaltkontakt u1 an den vorher an die Gleichspannungsquelle angeschlossen gewesenen Kondensator C2 angeschlossen wird, der für die Dauer seiner Entladung über das Umschaltrelais U dieses angezogen hält. Dessen Umschaltkontakte u2 und ai, bewirken dann die Gegenerregung der zweiten Wicklungen der Meßrelais Z und A.
  • Zur Abschaltung von Kondensatorgruppen dient das Meßrelais A. Ist beispielsweise die Blindlast im Netz unter einen bestimmten Wert gesunken, dann spricht das Meßrelais A an und öffnet seinen Ruhekontakt a. Dadurch wird der Selbsthaltestromkreis des zuletzt eingeschalteten Hilfsrelais unterbrochen, so daß dieses mit einer bestimmten Abfallsverzögerung abfällt und dabei durch seinen Wischkontakt das Umschaltrelais U einschaltet und dadurch wiederum - wie bereits erwähnt -die Gegenerregung der betreffenden zweiten Wicklung des Meßrelais A sein sofortiges Abfallen zur Folge hat. Falls durch die Abschaltung der Kondensatorgruppe über das betreffende Anschlußrelais AN und das von diesem betätigte Schaltschütz Sch noch immer eine Überkompensierung vorhanden sein sollte, so spricht das Meßrelais A wiederum an und unterbricht den Haltestromkreis des nächstfolgenden Hilfsrelais, was eine Abschaltung der zweiten Kondensatorgruppe zur Folge hat.
  • Für den Fall, daß die Kondensatorgruppen nicht, wie im beschriebenen Ausführungsbeispiel, gleich groß sind, sondern in einem bestimmten Verhältnis zueinander beispielsweise im Verhältnis 1 :2, abgestuft sind, werden zur Erzielung der gleichen Wirkung nach Fig. 3 nur zwei Kondensatorgruppen notwendig sein. Die Zahl der Hilfsrelais ist in diesem Schaltungsbeispiel die gleiche. Die Einschaltung der Hilfsrelais erfolgt wie im Ausführungsbeispiel nach Fig.2. Die Betätigung der Anschlußrelais AN, und AN, geschieht durch die Arbeitskontakte hl, und h3, der Hilfsrelais Hl und H3 sowie durch den Umschaltkontakt h26 des Hilfsrelais H2. Durch Ansprechen des ersten Hilfsrelais Hl wird über dessen geschlossenen Arbeitskontakt h" das Anschlußrelais AN, eingeschaltet, und dieses legt seinerseits über seinen Arbeitskontakt an, das Schaltschütz Sch, an Spannung. Zum Erreichen der nächsten Kompensationsstufe genügt die Einschaltung der Kondensatorgruppe K2 allein. Diese Einschaltung wird durch zusätzliches Ansprechen des zweiten Hilfsrelais H2 ermöglicht, indem das Anschlußrelais AN, über dem nach rechts umgelegten Umschaltkontakt 1t26 des Hilfsrelais H2 an die GleichspannungsquellePN angeschlossen wird, während dadurch gleichzeitig das Anschlußrelais AN, von der Gleichspannungsquelle getrennt wird. Falls auch diese zweite Kompensationsstufe noch nicht ausreicht, kann durch Ansprechen des dritten Hilfsrelais H3 zu der eingeschalteten Kondensatorgruppe K2 die Kondensatorgruppe K, wieder zugeschaltet werden, indem der Arbeitskontakth" des Hilfsrelais H3 des Anschlußrelais AN, zum Anschlußrelais AN, parallel geschaltet.
  • Um zu vermeiden, daß jede vorübergehende Blindleistung im Netz, wie sie z. B. bei Einschaltvorgängen von Motoren oder beim Zuschalten von Leitungen auftreten, eine unerwünschte pendelnde Zu- und Abschaltung von Kondensatorgruppen zur Folge hat, ist der Parallel-Kondensator C, an die beiden im Brückennullzweig liegenden Wicklungen der Meßrelais A und Z angeschlossen. Er bildet zusammen mit diesen Wicklungen ein RC-Glied mit bestimmter Zeitkonstante.
  • Wie bereits erwähnt, kann beim Gegenstand der Erfindung der Ansprechwert jedes Meßrelais für sich getrennt eingestellt werden, d. h., die Blindlast, deren Überschreitung eine Zuschaltung von Kondensatorgruppen erfordert, kann verschieden sein von derjenigen Blindlast, bei deren Unterschreitung eine Abschaltung von Kondensatorgruppen eintritt. Die Einstellbarkeit des Meßbereiches ist dabei so durchgeführt, daß jeder Meßbereich vom kapazitiven in den induktiven Bereich stetig übergeleitet werden kann, so daß auch eine Schaltung von Kondensatorgruppen bei einem cos 9p = 1 möglich ist. Dies kann bisher mit keiner der bekannten Regeleinrichtungen der betreffenden Art erreicht werden.
  • Ferner erfolgt bei Ausfall der Netzspannung durch Öffnung der Kontakte der Meßrelais ein Abfall der Hilfsrelais, Anschlußrelais und Schaltschütze, so daß bei wiederkehrender Netzspannung alle Kondensatorgruppen abgeschaltet sind. Die erneute Zuschaltung der Kondensatorgruppen erfolgt dann nach Maßgabe der Blindlast in der beschriebenen Weise. Da in diesem Fall die zu kompensierende Blindlast gewöhnlich so groß ist, daß auch nach Zuschaltung der ersten Kondensatorgruppe der Ansprechwert des betreffenden Meßrelais überschritten wird, kann die Einschaltung der nächstgrößeren Kompensationsstufe erst nach Ablauf der durch den Kondensator C2 bestimmten Mindestsperrzeit erfolgen.
  • Je nach der Ausbildung der Kondensatorgruppen entweder als gleichgroße oder als in bestimmtem Verhältnis zueinander abgestufte Kompensationsstufen kann die Schaltfolge der Anschlußrelais durch entsprechende über Kontakte der Hilfsrelais geführte und vorzugsweise leicht lösbare Verbindungen der einzelnen Anschlußrelais untereinander eingestellt werden.
  • Es ist auch möglich, die Zahl der Hilfsrelais durch eine entsprechende Schaltung, wie sie in Fig. 3 für die Anschlußrelais dargestellt ist, zu verringern, so daß also nicht, wie in den vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen, die Zahl der Hilfsrelais gleich der Zahl der Kompensationsstufen sein muß.
  • Ferner beschränkt sich die Erfindung nicht auf die genannten Ausführungsbeispiele, sondern kann mannigfach abgeändert sein. So kann beispielsweise an Stelle der beiden zueinander parallel geschalteten gegensinnig gepolten Meßrelais auch eine Parallelschaltung gleichgepolter Meßrelais oder eine Reihenschaltung gleich- oder gegensinnig gepolter Meßrelais vorgesehen werden.
  • Durch entsprechende Auswahl der Gleichrichteranordnungen G, und G2 kann erreicht werden, daß der Differenzstrom JD im Bereiche normaler Blindlasten der Blindlast proportional ist und bei darüberhinausgehender Blindlast verhältnismäßig weniger ansteigt. Dadurch kann ein Überregeln vermieden werden.
  • In diesem Falle wirken die Gleichrichteranordnungen also wie nichtlineare Widerstände.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur selbsttätigen Blindleistungsregelung in Netzen durch Zu- oder Abschaltung von Blindstromerzeugern unter Verwendung einer Summen-Differenz-Schaltung, dadurch gekennzeichnet, daß im Brückennullzweig der Summen-Differenz-Schaltung entweder zwei zueinander parallel oder zwei miteinander in Reihe geschaltete polarisierte Meßrelais vorgesehen sind, von denen das eine bei Überschreitung einer bestimmten Blindleistung im Netz die Zuschaltung und das zweite bei Unterschreitung einer bestimmten Blindleistung im Netz die Abschaltung eines oder mehrerer Blindstromerzeuger einleitet.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Veränderung des Ansprechwertes der Meßrelais jedes Meßrelais eine zweite gleich- oder gegensinnig erregbare Wicklung hat.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe und die Richtung der Durchflutung jeder dieser - zweiten Wicklung j e für sich getrennt einstellbar sind.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der zweiten MTicklungen einerseits an dem verschiebbaren Abgriff je eines zugeordneten Spannungsteilers und andererseits an je einem festen Anzapfpunkt eines Spannungsteilers angeschlossen sind und daß die zueinander parallel liegenden Spannungsteiler an einer gemeinsamen Gleichspannungsquelle liegen.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Brückennullzweig beiden Meßrelais ein Parallelkondensator zugeschaltet ist.
  6. 6. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche für Verbrauchernetze, denen mehrere gegebenenfalls unterschiedlich bemessene Blindstromerzeuger zuschaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine in Schaltabhängigkeit von den Meßrelaiskontakten gebrachte Hilfsrelaiskombination vorgesehen ist, deren Kontakte mittelbar über Anschlußrelais die Schaltschütze der jeweils erforderlichen Blindstromerzeuger betätigen.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsrelaiskombination ein Zeitglied solcher Bemessung zugeordnet ist, daß beim Schalten mehrerer Blindstromerzeuger unmittelbar nacheinander die Mindestzeit zwischen dem aufeinanderfolgenden Schalten zweier Blindstromerzeuger durch das Zeitglied bestimmt ist. B. Einrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltfolge der einzelnen Anschlußrelais durch über Kontakte der Hilfsrelais geführte vorzugsweise leichtlösbare Verbindungen der einzelnen Anschlußrelais entsprechend der Ausbildung der Kondensatorgruppen entweder als gleich große oder als in bestimmtem Verhält n zueinander abgestufte Kompensationsstufen einstellbar ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1171515B (de) 1960-07-07 1964-06-04 Forges Ateliers Const Electr Wirk- oder blindleistungsabhaengige Kompensationseinrichtung mit Ringmodulator
DE1241905B (de) 1964-07-08 1967-06-08 Ero Starkstrom Kondensatoren Verfahren zur Kompensation der Blindleistung eines Verbrauchers und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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