DE10151812C1 - Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in eine Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Bodenöffnung eines Schaltschrankes, eingesetzte Kabeleinführungstülle - Google Patents
Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in eine Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Bodenöffnung eines Schaltschrankes, eingesetzte KabeleinführungstülleInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in eine Gehäusewand eingebrachte Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Bodenöffnung eines Schaltschrankes, mit einer in die Kabeleinführungsöffnung einsetzbaren Kabeleinführungstülle. Ist vorgesehen, dass die Kabeleinführungstülle aus einem in die Kabeleinführungsöffnung der Gehäusewand einsetzbaren, ringförmigen Grundkörper besteht, der auf seiner Innenwand radial abstehende Bürstenborsten unterschiedlicher Länge trägt, wobei die Länge der Bürstenborsten in Richtung der Längsmittelachse des Grundkörpers kontinuierlich reduziert oder stufig abgesetzt sind, dann ergibt sich stets eine eindeutige Abdichtung unabhängig von der Anzahl und Größe der eingeführten Kabel.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in
eine Gehäusewand eingebrachte Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Boden
öffnung eines Schaltschrankes, mit einer in die Kabeleinführungsöffnung ein
setzbaren Kabeleinführungstülle.
Wie die DE 40 28 570 C2 zeigt, sind zweiteilige, aus elastischem Material be
stehende Kabeleinführungstüllen bekannt, die mit Presssitz in die Kabelein
führungsöffnung einsetzbar sind. Die beiden Teile der Kabeleinführungstülle
umschließen eine Bohrung, in die das Kabel eingeführt wird. Dabei ist der
Kabeldurchmesser etwas größer als der Bohrungsdurchmesser. Das eingeführte
Kabel verdrängt Teile der Kabeleinführungstülle, so dass diese sich abdichtend
am Kabelmantel anlegen. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass mehrere
geschlitzte Tüllenringe ineinander gesteckt sind. Auf diese Weise kann die
zusammengesetzte Kabeleinführungstülle durch Weglassen von inneren Tüllen
ringen an große Kabeldurchmesser angepasst werden.
Diese bekannten Kabeleinführungstüllen sind auf einzelne Kabel ausgelegt, wo
bei die verdrängten Tüllenteile unter Spannung am Kabelmantel anliegen und
abdichten. Für große Kabeleinführungsöffnungen und Kabeleinführungstüllen zur
Aufnahme von mehreren Kabeln unterschiedlicher Durchmesser sind diese be
kannten Vorrichtungen nicht geeignet, da sie keine eindeutige Abdichtung für
die eingeführten Kabel sicherstellen.
Dieselben Nachteile weisen auch Kabeltüllen mit stufenweise abgesetzten Zap
fenstücken aus, wie sie aus der DE 42 07 281 C1 bekannt sind. Durch Abtren
nen von mehr oder weniger Zapfenstücke wird die Kabeltülle an den Durchmes
ser des einzuführenden Kabels angepasst.
Bei schlitzförmigen Kabeleinführungsöffnungen ist es auch bekannt, die beiden
Seiten des Schlitzes mit Bürstenleisten zu versehen, wobei sich die Bürsten
borsten etwa über die halbe Schlitzbreite erstrecken. Die Kabel werden neben
einander liegend zwischen den beiden Bürstenleisten eingeführt. Die Kabel kön
nen dabei durchaus unterschiedliche Durchmesser aufweisen, da sich die Bür
stenborsten je nach Kabeldurchmesser mehr oder weniger auslenken und sich
an dem Kabelmantel abdichtend anschmiegen. Diese Vorrichtung zum Einführen
von Kabeln erfordert oft einen Einführungsschlitz großer Länge, die oft nicht zur
Verfügung steht.
Aus der DE 42 10 433 A1 ist eine Vorrichtung zum Einführen von Kabeln
bekannt. Dabei kann ein Grundkörper in eine Kabeldurchführungs-Öffnung ein
gesetzt werden. Der Grundkörper weist auf zwei gegenüberliegenden Seiten
nach innen ragende Bürstenborsten auf.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, bei der unter Beibehaltung des Tüllenprinzips mehrere Kabel unter
schiedlichen Durchmessers eindeutig abgedichtet durch eine einzige Kabelein
führungstülle eingeführt werden können.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Kabeleinfüh
rungstülle aus einem in die Kabeleinführungsöffnung der Gehäusewand einsetz
baren, ringförmigen Grundkörper besteht, der auf seiner Innenwand radial ab
stehende Bürstenborsten unterschiedlicher Länge trägt, wobei die Länge der
Bürstenborsten in Richtung der Längsmittelachse des Grundkörpers kontinuier
lich reduziert oder stufig abgesetzt sind.
Je nach Anzahl und Größe der eingeführten Kabel beteiligen sich mehr oder we
niger Bürstenborsten an der Abdichtung, wobei sich die beteiligten Bürsten
borsten mehr oder weniger auslenken und an die Kabel anschmiegen und dabei
an die Kontur der eingeführten Kabel optimal anpassen.
Nach einer Ausgestaltung kann in einem bestimmten Durchmesser der Vorrich
tung eine beachtliche Anzahl von Kabeln eingeführt werden. Lange Einführungs
schlitze sind nicht mehr erforderlich.
Für die Abdichtung nur eines einzigen, dünnen Kabels ist dafür gesorgt, dass
die Bürstenborsten mit der größten Länge sich bis zur Längsmittelachse des
Grundkörpers erstrecken.
Ist zudem vorgesehen, dass die Anzahl der Bürstenborsten pro Flächeneinheit
der Innenwand des Grundkörpers mit abnehmender Länge der Bürstenborsten
zunimmt, dann ist auch bei Kabeln größerer Durchmesser die Anzahl der an der
Abdichtung beteiligter Bürstenborsten optimal anpassbar.
Das Einsetzen der Vorrichtung in eine Kabeleinführungsöffnung wird dadurch er
leichtert, dass der Grundkörper auf seiner Außenseite mit Rastelementen ver
sehen ist und dass der Grundkörper aus elastischem Material, insbesondere
Gummi oder Kunststoff, besteht.
Die Anordnung kann nach einer Ausgestaltung so getroffen sein, dass die Bür
stenborsten gleicher Länge jeweils in Lagen angeordnet sind, die sich in Rich
tung der Längsmittelachse auf der Innenwand des Grundkörpers aneinander rei
hen. Dabei kann die Lagenverteilung so gewählt sein, dass die Bürstenborsten
mit der größten Länge in einer mittleren Lage angeordnet sind, an die sich
beidseitig in der Länge abgesetzte Lagen von Bürstenborsten anschließen.
Die Einbringung der Bürstenborsten in den Grundkörper kann zweckmäßiger
weise so erfolgen, dass die Bürstenborsten als Büschel in den Lagen angeordnet
sind, die sich zu den freien Enden hin allseitig verbreitern.
Der Aufbau der Kabeleinführungstülle kann zum einen so erfolgen, dass die Bür
stenborsten Teil eines Abschnittes einer Bürstenleiste sind, der mit der In
nenwand des Grundkörpers verbunden ist. Andererseits kann die Kabeleinfüh
rungstülle auch so gestaltet sein, dass die Bürstenborsten mit dem Grundkörper
als Abschnitt einer Bürstenleiste ausgebildet sind, der zu einer hülsenförmigen
Kabeleinführtülle gebogen und/oder verbunden ist.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Kabeleinführungstülle mit ring
förmigem Grundkörper und Lagen von unterschiedlich langen Bür
stenborsten,
Fig. 2 einen Teilschnitt der Rastverbindung zwischen Grundkörper und
Kabeleinführungsöffnung einer Gehäusewand,
Fig. 3 im Teilschnitt die Kabeleinführungstülle im eingerasteten Zustand
und
Fig. 4 in perspektivischer Ansicht ein Bündel von Kabeln durch eine Ka
beleinführungstülle eingeführt und abgedichtet.
Bei der Erfindung handelt es sich um eine Kabeleinführungstülle 10, die in eine
runde Kabeleinführungsöffnung 21 einer Gehäusewand 20 einsetzbar ist und ein
Bündel von unterschiedlich dicken Kabeln aufnehmen und abdichten kann.
Die Kabeleinführungstülle 10 umfasst einen ringförmigen Grundkörper 11, der
auf seiner Außenseite ein Rastelement 18 mit anschließender umlaufender Rast
nut für die Gehäusewand 20 aufweist, wie die Fig. 1 bis 3 zeigen. Die Einrast
bewegung nach Fig. 2 wird durch den Anschlag 19 des Grundkörpers 11 be
grenzt, wenn das Rastelement 18 hinter der Gehäusewand 20 eingerastet ist,
wie Fig. 3 zeigt.
Die Innenwand 12 des Grundkörpers 11 trägt Lagen von Bürstenborsten 13, 14,
15 und 16, die etwa radial in Richtung zur Längsmittelachse 17 des Grund
körpers 11 gerichtet sind, sich jedoch leicht spreizen, da sie als Büschel in den
als Bürstengrundkörper ausgebildeten Grundkörper 11 eingebracht sind. Der
Grundkörper 11 besteht wie die Bürstenborsten 13, 14, 15 und 16 aus elasti
schem Material, wie Gummi oder Kunststoff. Dabei kann auch eine einstückige
Herstellung der Kabeleinführungstülle 10 in Betracht gezogen werden. Entschei
dend ist jedoch, dass nicht alle Büschel von Bürstenborsten gleiche Länge auf
weisen und sich bis zur Längsmittelachse 17 erstrecken.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Bürstenborsten 13, 14, 15 und
16 in Lagen angeordnet, die sich in Richtung der Längsmittelachse 17 aneinan
der reihen und lagenweise gleiche Länge aufweisen. Dabei können die Längen
in den Lagen stufig abgesetzt sein, wie die Lagen mit den Bürstenborsten 13,
14, 15 und 16 zeigen. Die Bürstenborsten 13, 14, 15 und 16 spreizen sich zu
ihren freien Enden hin, wie es bei Bürsten üblich ist. Die Lagen mit den längsten
Bürstenborsten 13 ist etwa in der Mitte der Innenwand 12 angeordnet und die
Lagen mit den kürzeren, abgestuften Bürstenborsten 14, 15 und 16 reihen sich
zu beiden Seiten an die Lage mit den Bürstenborsten 13 an.
Der Aufbau der Kabeleinführungstülle 10 kann auch so gestaltet sein, dass in
einen ringförmigen Grundkörper 11 ein Abschnitt einer Bürstenleiste eingesetzt
und mit dessen Innenwand 20 verbunden wird. Der Abschnitt ist in seiner Län
ge auf den Innenumfang des Grundkörpers 11 abgestimmt. Dieser Aufbau wird
bevorzugt dann gewählt, wenn die Bürstenleiste einfacher hergestellt werden
kann als die einstückige Kabeleinführungstülle.
Der Aufbau kann auch so vonstatten gehen, dass ein Abschnitt einer Bürsten
leiste zu einem Ring geformt und zu einer Tülle verbunden wird, wobei die
Bürstenborsten zur Innenseite der Tülle gerichtet sind.
Die Lagen der Bürstenborsten können in einer Richtung der Längsmittelachse 17
in ihrer Länge auch stufig ab- oder zunehmen und so eine Einführrichtung für die
Kabel festlegen. Die Längenzunahme oder -abnahme kann auch kontinuierlich
sein. Die Anzahl der Lagen und die Größe der Büschel von Bürstenborsten kann
ebenso variieren wie der Lagenabstand und der Durchmesser des Grundkörpers
11.
Ist die Kabeleinführungstülle 10 mit ihrem Grundkörper 11 in die Kabelein
führungsöffnung 21 der Gehäusewand 20 eingerastet, dann können einzelne
Kabel oder ein Bündel 30 von Kabeln unterschiedlichen Durchmessers durch die
Lagen von Bürstenborsten 13, 14, 15 und 16 geschoben werden, wie Fig. 4
zeigt. Dabei werden die Bürstenborsten je nach Länge mehr oder weniger aus
gelenkt und abgebogen. Die Bürstenborsten schmiegen sich aufgrund ihrer
Eigenelastizität an den Kabeln an und dichten diese unabhängig von der be
legten Außenkontur des Kabelbündels allseitig ab. Werden Kabel entfernt,
erfolgt eine automatische Rückstellung der frei werdenden Bürstenborsten.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in eine Gehäusewand
eingebrachte Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Bodenöffnung eines
Schaltschrankes, mit einer in die Kabeleinführungsöffnung einsetzbaren
Kabeleinführungstülle,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabeleinführungstülle (10) aus einem in die Kabeleinführungs
öffnung (21) der Gehäusewand (20) einsetzbaren, ringförmigen Grund
körper (11) besteht, der auf seiner Innenwand (12) radial abstehende
Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) unterschiedlicher Länge trägt, wobei die
Länge der Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) in Richtung der Längsmittel
achse (17) des Grundkörpers (11) kontinuierlich reduziert oder stufig
abgesetzt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürstenborsten (13) mit der größten Länge sich bis zur Längs
mittelachse (17) des Grundkörpers (11) erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl der Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) pro Flächeneinheit
der Innenwand (12) des Grundkörpers (11) mit abnehmender Länge der
Bürstenborsten zunimmt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (11) auf seiner Außenseite mit Rastelementen (18, 19) versehen ist und
dass der Grundkörper (11) aus elastischem Material, insbesondere Gum mi oder Kunststoff, besteht.
dass der Grundkörper (11) auf seiner Außenseite mit Rastelementen (18, 19) versehen ist und
dass der Grundkörper (11) aus elastischem Material, insbesondere Gum mi oder Kunststoff, besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) Teil eines Abschnittes einer
Bürstenleiste sind, der mit der Innenwand (12) des Grundkörpers (11)
verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) mit dem Grundkörper (11) als
Abschnitt einer Bürstenleiste ausgebildet sind, der zu einer hülsen
förmigen Kabeleinführtülle (10) gebogen und/oder verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) gleicher Länge in einer Lage angeordnet sind, und
dass die Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) sich in axialer Richtung aneinanderreihender Lagen unterschiedliche Längen aufweisen.
dass die Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) gleicher Länge in einer Lage angeordnet sind, und
dass die Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) sich in axialer Richtung aneinanderreihender Lagen unterschiedliche Längen aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürstenborsten (13, 14, 15, 16) als Büschel in den Lagen an
geordnet sind, die sich zu den freien Enden hin allseitig verbreitern.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürstenborsten (13) mit der größten Länge in einer mittleren La
ge angeordnet sind, an die sich beidseitig in der Länge abgesetzte Lagen
von Bürstenborsten (15 bzw. 14, 16) anschließen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001151812 DE10151812C1 (de) | 2001-10-20 | 2001-10-20 | Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in eine Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Bodenöffnung eines Schaltschrankes, eingesetzte Kabeleinführungstülle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001151812 DE10151812C1 (de) | 2001-10-20 | 2001-10-20 | Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in eine Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Bodenöffnung eines Schaltschrankes, eingesetzte Kabeleinführungstülle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10151812C1 true DE10151812C1 (de) | 2003-06-18 |
Family
ID=7703146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001151812 Expired - Fee Related DE10151812C1 (de) | 2001-10-20 | 2001-10-20 | Vorrichtung zum Einführen von Kabeln durch eine in eine Kabeleinführungsöffnung, insbesondere Bodenöffnung eines Schaltschrankes, eingesetzte Kabeleinführungstülle |
Country Status (1)
| Country | Link |
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