DE10151510A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Verändern des Kompressionsverhältnisses eines Verbrennungsmotors - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Verändern des Kompressionsverhältnisses eines VerbrennungsmotorsInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Verändern des Kompressionsverhältnisses eines Verbrennungsmotors weist auf: mindestens einen Sensor zum Erfassen eines Betriebszustands des Verbrennungsmotors; eine Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung zum Verändern der effektiven Länge einer Pleuelstange, wobei die Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung einen Lagerhalter aufweist, der zwischen der Pleuelstange und einem Kurbelzapfen angeordnet ist, wobei der Lagerhalter eine Innenfläche in Verbindung mit dem Kurbelzapfen und eine Außenfläche aufweist, die axial relativ zu der Pleuelstange entlang einer Längsachse der Pleuelstange bewegbar ist, um eine auswählbare Verschiebung der Pleuelstange relativ zu dem Lagerhalter zu bewirken, wobei mittels der Verschiebung eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange und daher ein gewünschtes Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors bewirkt wird; und eine Motorsteuer-Einrichtung, die mit dem Verbrennungsmotor, dem Sensor und der Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung gekoppelt ist, zum Erzeugen eines Steuersignals, basierend auf dem erfassten Betriebszustand des Verbrennungsmotors, welches Steuersignal erforderlich ist, um den Lagerhalter in Übereinstimmung mit dem gewünschten Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors zu verschieben.
Description
Die Erfindung betrifft im Allgemeinen Hubkolben-
Verbrennungsmotoren. Insbesondere betrifft die Erfindung eine
Vorrichtung und ein Verfahren zum Verändern des
Kompressionsverhältnisses eines Hubkolben-Verbrennungsmotors.
Das "Kompressionsverhältnis" eines Verbrennungsmotors ist
definiert als das Verhältnis des Volumens in einem Zylinder
oberhalb eines Kolbens, wenn der Kolben an dem unteren Totpunkt
(BDC) befindlich ist, zu dem Volumen in dem Zylinder oberhalb
des Kolbens, wenn der Kolben an dem oberen Totpunkt (TDC)
befindlich ist. Je höher das Kompressionsverhältnis, desto
stärker werden die Luft- und Kraftstoffmoleküle miteinander
vermischt und komprimiert, und desto besser ist der
Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors. Dies führt wiederum zu
einer verbesserten Kraftstoffökonomie und zu einem höheren
Verhältnis der Ausgangsenergie zu der Eingangsenergie des
Verbrennungsmotors.
In herkömmlichen Verbrennungsmotoren ist jedoch das
Kompressionsverhältnis fest, und daher kann der Wirkungsgrad
des Motors nicht verändert werden, um die optimale
Leistungsfähigkeit zu erreichen. Demzufolge sind sogenannte
Verbrennungsmotoren mit "variablem Kompressionsverhältnis"
(VCR), entwickelt worden, um das Totraumvolumen eines Zylinders
zu verändern, um eine verbesserte Kraftstoffökonomie zu
erreichen und um die Leistungsfähigkeit des Motors zu erhöhen.
Solche VCR-Motoren sind derart eingerichtet, dass sie während
eines Kleinlastbetriebs ein erhöhtes Kompressionsverhältnis
aufweisen, und dass sie während eines Hochlastbetriebs ein
geringeres Kompressionsverhältnis aufweisen. Herkömmliche
Techniken weisen die Verwendung von "Unterkammern" und
"Unterkolben" auf, um das Volumen des Zylinders zu verändern,
siehe beispielsweise US 4,246,873 und US 4,286,552. Das
Variieren der aktuellen Dimensionen des gesamten oder eines
Abschnitts eines Kolbens, der an einer Pleuelstange mit fester
Länge befestigt ist, ist in US 5,865,092 beschrieben. Und das
Verändern der aktuellen Länge der Pleuelstange ihrerseits ist
in US 5,724,863 und US 5,146,879 beschrieben.
Andere Techniken basieren auf der Verwendung von exzentrischen
Ringen oder Hülsen entweder an dem unteren kurbelwellenseitigen
"Groß"-Ende einer Pleuelstange oder an dem oberen
kolbenseitigen "Klein"-Ende der Pleuelstange zum Verändern der
Länge der Pleuelstange oder der Höhe des Hub-Kolbens. In
US 5,562,068 beispielsweise ist eine Variabel-
Kompressionsverhältnis-Pleuelstange offenbart, wobei die
effektive Länge der Pleuelstange mittels eines exzentrischen
Rings veränderbar ist, der rotiert werden kann und selektiv mit
dem Kurbelzapfen und mit dem kurbelwellenseitigen Endabschnitt
der Pleuelstange verriegelt werden kann. Wenn ein hydraulischer
Arbeitsdruck gelöst wird, wird der exzentrische Ring mit dem
Kurbelzapfen verriegelt, woraus eine vergrößerte effektive
Länge der Pleuelstange resultiert und daher ein Modus mit einem
höheren Kompressionsverhältnis ("Hoch-Kompressions-Verhältnis-
Modus") erreicht wird. Wenn der hydraulische Arbeitsdruck
angelegt wird, wird der exzentrische Ring mit der Pleuelstange
verriegelt, dadurch wird die effektive Stangenlänge verkürzt,
und dadurch wird ein kleineres Kompressionsverhältnis erreicht.
Der Übergang von dem Betriebsmodus mit dem höheren
Kompressionsverhältnis zu dem Betriebsmodus mit dem geringeren
Kompressionsverhältnis, oder umgekehrt, erfolgt, wenn der
Kolben den unteren Totpunkt (BDC) erreicht. In US 5,960,750 ist
ein ähnliches Konzept mit einer Pleuelstange offenbart, die
einen rotierbaren exzentrischen Ring in Verbindung mit der
Pleuelstange aufweist. Die Pleuelstange weist ein mechanisch
betätigtes Verriegelungselement zum Verriegeln des
exzentrischen Rings in einer von zwei Positionen auf. Wenn das
Verriegelungselement in eine erste Richtung betätigt wird, wird
mittels des Verriegelungselements die Pleuelstange in einer
Position verriegelt, die einer maximalen effektiven Länge der
Pleuelstange entspricht, d. h. ein Modus mit einem hohen
Kompressionsverhältnis. Wenn das Verriegelungselement in eine
zweite Richtung betätigt wird, wird mittels des
Verriegelungselements der exzentrische Ring in einer Position
verriegelt, die einer minimalen effektiven Länge der
Pleuelstange entspricht, d. h. ein Modus mit einem geringen
Kompressionsverhältnis.
In JP 03,092,552 ist auch ein exzentrischer Ring offenbart,
wobei dieser Ring innerhalb des kolbenseitigen Endabschnitts
der Pleuelstange angeordnet ist als Teil des Kolbenbolzens zum
Verändern der Höhe des Kolbens dient.
Die Vorrichtungen mit einem exzentrischen Ring gemäß den oben
zitierten Veröffentlichungen weisen jedoch den Nachteil auf,
dass der exzentrische Ring jeweils um mindestens 180° rotiert
werden muss, bevor eine der gewünschten Betriebszustände oder
Positionen erreicht wird. Das Verriegeln des Rings in einer
geeigneten Position kann in einem optimalen Zeitintervall
möglicherweise nicht erreicht werden, beispielsweise während
eines einzelnen Motorzyklus, wodurch die effektive Länge der
Pleuelstange und folglich das Kompressionsverhältnis des
Zylinders in einem unerwünschten Zwischenzustand verbleibt.
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist bei der in
US 5,960,750 offenbarten Vorrichtung eine Zahnradpumpe
erforderlich, um die Rotation der exzentrischen Hülse zu
unterstützen. Bei der in US 5,562,068 offenbarten Vorrichtung
ist es darüber hinaus erforderlich, dass der Kolben an dem
unteren Totpunkt (BDC) ist, damit ein Übergang von dem Modus
mit einem hohen Kompressionsverhältnis zu dem Modus mit einem
geringen Kompressionsverhältnis erfolgen kann.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine verbesserte
Vorrichtung und ein verbessertes Verfahren bereitzustellen, mit
dem ein schneller und zuverlässiger Übergang zwischen
Betriebszuständen mit unterschiedlichen
Kompressionsverhältnissen bei einem Verbrennungsmotor mit
veränderbarem Kompressionsverhältnis ermöglicht ist.
Das Problem wird gelöst durch ein Vorrichtung, ein Verfahren
und eine Einrichtung zum Verändern des
Kompressionsverhältnisses eines Verbrennungsmotors mit den
Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Patentansprüchen beschrieben.
Die oben beschriebenen Beschränkungen und Nachteile eines
herkömmlichen Verbrennungsmotors sind mittels der Erfindung
wesentlich reduziert. Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zum
selektiven Verändern des Kompressionsverhältnisses eines
Verbrennungsmotors geschaffen, wobei der Verbrennungsmotor
aufweist einen Zylinder, einen im Inneren des Zylinders
angeordneten Hubkolben, eine Kurbelwelle mit einem
Kurbelzapfen, eine mit dem Kurbelzapfen und dem Kolben
gekuppelte Festlänge-Pleuelstange und einen Kolben. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung weist ferner auf: mindestens einen
Sensor, beispielsweise einen Drehzahlsensor oder einen
Lastsensor, zum Erfassen eines Betriebszustands des
Verbrennungsmotors und eine Kompressionsverhältnis-
Veränderungsvorrichtung zum Verändern der effektiven Länge der
Pleuelstange. Die Kompressionsverhältnis-
Veränderungsvorrichtung weist einen Lagerhalter auf, der
zwischen der Pleuelstange und dem Kurbelzapfen angeordnet ist,
wobei der Lagerhalter eine Innenfläche in Verbindung mit dem
Kurbelzapfen und eine Außenfläche aufweist, die relativ zu der
Pleuelstange entlang einer Längsachse der Pleuelstange axial
bewegbar ist, um eine selektive Verschiebung der Pleuelstange
relativ zu dem Lagerhalter zu bewirken. Durch die Verschiebung
wird eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange
bewirkt, und daher eine gewünschte Veränderung des
Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors.
Die Vorrichtung weist ferner eine Motorsteuer-Einrichtung auf,
die mit dem Verbrennungsmotor, dem Sensor und der
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung gekoppelt ist,
zum Generieren, basierend auf dem erfassten Betriebszustand des
Verbrennungsmotors, eines Steuersignals, das erforderlich ist,
um den Lagerhalter gemäß einem gewünschten
Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors zu verschieben.
Vorzugsweise weist das System ferner mindestens einen
Verriegelungsmechanismus auf, mittels dessen in Zusammenwirkung
mit dem Lagerhalter und der Pleuelstange die Pleuelstange an
einer ausgewählten Position relativ zu dem Lagerhalter gehalten
wird, wobei die ausgewählte Position einem ausgewählten
Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors entspricht.
Ein grundsätzlicher Vorteil der oben beschriebenen Vorrichtung
ist, dass Übergänge zwischen zwei oder mehr
Kompressionsverhältnis-Modi eines Verbrennungsmotors schnell
und zuverlässig erreicht werden können, ohne dass ein Rotieren
eines exzentrischen Rings erforderlich ist, wie gemäß dem Stand
der Technik offenbart. Übergänge können innerhalb eines
einzigen Zyklus des Verbrennungsmotors vollendet werden, indem
es der Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung
ermöglicht ist, auf die Trägheitskräfte, die auf die
Pleuelstange und den Kolben einwirken, zu reagieren. Ferner
können unter Verwendung eines geeigneten hydraulischen oder
elektromechanischen Systems Übergänge unterstützt werden und
die Pleuelstangen in einer Position "verriegelt" werden. Gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird das Ölsystem des
Motors verwendet, um den Mechanismus derart zu steuern, dass
dadurch ein ausgewähltes Kompressionsverhältnis des
Verbrennungsmotors erreicht wird.
Gemäß einem zugehörigen Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren
zum Verändern des Kompressionsverhältnisses eines
Verbrennungsmotors geschaffen, wobei der Verbrennungsmotor
einen Zylinder, einen im Inneren des Zylinders angeordneten,
Hubkolben, eine Kurbelwelle mit einem Kurbelzapfen und eine mit
dem Kurbelzapfen und dem Kolben gekuppelte Pleuelstange einer
festen Länge aufweist. Das Verfahren weist die folgenden
Schritte auf: Erfassen von mindestens einem Betriebszustand des
Verbrennungsmotors und axiales Bewegen der Pleuelstange relativ
zu dem Lagerhalter entlang einer Längsachse der Pleuelstange,
wobei der Lagerhalter zwischen der Pleuelstange und dem
Kurbelzapfen des Verbrennungsmotors angeordnet ist, wobei
infolge der Verschiebung eine Veränderung der effektiven Länge
der Pleuelstange und eine Veränderung des
Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors bewirkt wird.
Vorteilhafterweise weist das Verfahren ferner den Schritt des
Verriegelns der Pleuelstange in einer Position auf, um die
Pleuelstange an einer ausgewählten Position relativ zu dem
Lagerhalter zu halten, wobei die ausgewählte Position einem
ausgewählten Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors
zugeordnet ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Einrichtung
zum Verändern des Kompressionsverhältnisses eines
Verbrennungsmotors bereitgestellt, wobei der Verbrennungsmotor
einen Zylinder, einen im Inneren des Zylinders angeordneten
Hubkolben, eine Kurbelwelle mit einem Kurbelzapfen und eine mit
dem Kurbelzapfen und dem Kolben gekuppelte Pleuelstange einer
festen Länge aufweist. Die Einrichtung weist auf: ein von einem
Computer nutzbares Medium und einen von einem Computer lesbaren
Programmcode, der in dem von einem Computer nutzbarem Medium
enthalten ist, zum Anweisen eines Computers, den Schritt des
axialen Bewegens der Pleuelstange relativ zu einem Lagerhalter
entlang einer Längsachse der Pleuelstange zu steuern, wobei der
Lagerhalter zwischen der Pleuelstange und dem Kurbelzapfen des
Verbrennungsmotors angeordnet ist, so dass infolge des
Verschiebens eine Veränderung der effektiven Länge der
Pleuelstange und eine Veränderung des Kompressionsverhältnisses
des Verbrennungsmotors bewirkt wird.
Ausführungsbeispiele sind in den Figur dargestellt und werden
im Weiteren beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Diagramm einer exemplarischen Vorrichtung zum
Verändern des Kompressionsverhältnisses eines
Verbrennungsmotors,
Fig. 2A und 2B Diagramme, die den Betrieb eines
Verbrennungsmotors mit einer Kompressionsverhältnis-
Veränderungsvorrichtung gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Betriebsmodus mit
einem geringen Kompressionsverhältnis zeigen,
Fig. 3A und 3B Diagramme, die den Betrieb eines
Verbrennungsmotors mit einer Kompressionsverhältnis-
Veränderungsvorrichtung gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Betriebsmodus mit
einem hohen Kompressionsverhältnis zeigen,
Fig. 4A und 4B eine perspektivische Explosionsdarstellung
bzw. eine perspektivische Zusammenbaudarstellung einer
Pleuelstange und einer Kompressionsverhältnis-
Veränderungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
Fig. 5A und 5B eine perspektivische Explosionsdarstellung
bzw. eine perspektivische Zusammenbaudarstellung einer
Pleuelstange und einer Kompressionsverhältnis-
Veränderungsvorrichtung gemäß einem anderen bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 6A und 6B Diagramme, die den Betrieb einer
exemplarischen Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
zeigen,
Fig. 7 ein Diagramm, das den Betrieb einer exemplarischen
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung mit zwei
Verriegelungsmechanismen gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt,
Fig. 8 ein Diagramm, das eine exemplarische
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung mit zwei
gegenüberliegenden Verriegelungsmechanismen und zugehörigen
Durchgangslöchern zeigt,
Fig. 9A und 9B Diagramme von exemplarischen
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtungen mit zwei
gegenüberliegenden Verriegelungsmechanismen und zugehörigen
Kanälen,
Fig. 10 ein Diagramm einer exemplarischen
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung mit einem
einzigen Verriegelungsmechanismus und einem zugehörigen Kanal,
Fig. 11 ein Diagramm, in dem exemplarisch eine Strategie zum
Betrieb einer Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
gezeigt ist,
Fig. 12 und 13 Diagramme, welche die Abhängigkeit des
Zylinderdrucks und des Öldrucks von der Winkelstellung der
Kurbel während des Normalbetriebs ("motoring") eines
exemplarischen Verbrennungsmotors mit veränderbarem
Kompressionsverhältnis zeigt, der gemäß der Erfindung
angeordnet und aufgebaut ist, und
Fig. 14 und 15 Diagramme, welche die Abhängigkeit des
Zylinderdrucks und des Öldrucks von der Winkelstellung der
Kurbel während des Lastbetriebs ("firing") eines exemplarischen
Verbrennungsmotors mit veränderbarem Kompressionsverhältnis
zeigen, der gemäß der Erfindung angeordnet und aufgebaut ist.
In Fig. 1 ist ein Diagramm einer Vorrichtung zum Betreiben
eines Verbrennungsmotors mit veränderbarem
Kompressionsverhältnis gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Der in Fig. 1
gezeigte Motor 110 ist als Beispiel ein Benzin-Viertakt-
Kraftstoff-Direkteinspritz(DFI)-Verbrennungsmotor mit einer
Mehrzahl von Zylindern (nur einer ist gezeigt), wobei jeder der
Zylinder eine Verbrennungskammer 111 mit einer zugehörigen
Kraftstoffeinspritzvorrichtung 113, eine Zündkerze 115, einen
Einlasskanal 124, einen Auslasskanal 122 und einen Hubkolben
112 aufweist. Allerdings kann der Motor 110 ein beliebiger
Verbrennungsmotor sein, wie beispielsweise ein Einlasskanal-
Einspritzungsmotor (PFI, part fuel injection) oder ein
Dieselmotor, der einen oder mehrere hin- und herbewegbare
Kolben aufweist, wie in Fig. 1 gezeigt. Jeder Kolben des
Verbrennungsmotors ist mit einem Endabschnitt einer
Pleuelstange 114 einer festen Länge gekuppelt, und der andere
Endabschnitt ist mit einem Kurbelzapfen 117 einer Kurbelwelle
116 gekuppelt.
Der Hubkolben 112 ist ferner mit einem Kompressionsverhältnis-
Mechanismus 170 gekoppelt, der mittels einer elektronischen
Motorsteuer-Einrichtung 160 betrieben wird, um das
Kompressionsverhältnis des Motors zu verändern.
"Kompressionsverhältnis" ist definiert als das Verhältnis des
Volumens in dem Zylinder 111 oberhalb des Kolbens 112, wenn der
Kolben am unteren Totpunkt (BDC) ist, zu dem Volumen in dem
Zylinder 111 oberhalb des Kolbens 112, wenn der Kolben 112 am
oberen Totpunkt (TDC) ist. Der Kompressionsverhältnis-
Mechanismus 170 wird derart betrieben, dass dadurch eine
Veränderung des Kompressionsverhältnisses des Motors
entsprechend eines oder mehrerer Parameter bewirkt wird, wie
beispielsweise der Motorlast und der Motordrehzahl, wie in
Fig. 11 exemplarisch gezeigt ist. Derarte Parameter werden
mittels geeigneter Sensoren erfasst, wie beispielsweise eines
Drehzahlsensors 150, eines Luftmassenfluss-Sensors 130 (MAF)
und eines Pedalpositionssensors 140, welche elektronisch mit
der Motorsteuer-Einrichtung 160 gekoppelt sind. Der
Kompressionsverhältnis-Mechanismus 117 wird unten detailliert
bezugnehmend auf Fig. 2A bis 10 beschrieben.
Wiederum bezugnehmend auf Fig. 1, weist die Motorsteuer-
Einrichtung 160 auf eine Zentralrechen-Einheit (CPU) 162 mit
zugehörigen Eingabe-/Ausgabeanschlüssen 169, einen Read-Only-
Memory-Speicher (ROM) 164 oder irgendein geeignetes
elektronisches Speichermedium, das von einem Prozessor
ausführbare Anweisungen und Kalibrierwerte aufweist, ein
Random-Access-Memory (RAM) 166 und einen Datenbus 168 einer
beliebigen geeigneten Konfiguration. Von der Motorsteuer-
Einrichtung 160 werden Signale von unterschiedlichen Sensoren
empfangen, die mit dem Motor 110 und/oder mit dem Fahrzeug
gekoppelt sind, und wird der Betrieb der
Kraftstoffeinspritzvorrichtung 113 gesteuert, die derart
angeordnet ist, dass mit ihr Kraftstoff in einen zugeordneten
Zylinder 111 in mittels der Motorsteuer-Einrichtung 160 präzise
festgelegten Mengen einspritzbar ist. Mittels der Motorsteuer-
Einrichtung 160 wird der Betrieb der Zündkerzen 115 in
bekannter Weise gesteuert.
Fig. 2A bis 3B sind Diagramme, die den Betrieb eines
Verbrennungsmotors veranschaulichen, der die erfindungsgemäße
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung aufweist. In
Fig. 2A und 2B ist der Kolben 212 in Positionen im oberen
Totpunkt (TDC) bzw. im unteren Totpunkt (BDC) gezeigt,
entsprechend einer "Grundlinien"-Position oder einer
"eingezogenen" Position der Pleuelstange 218. Der
Kompressionsmechanismus, wie beispielsweise in den als
Schnittansicht ausgebildeten Abschnitten von Fig. 2A und Fig.
2B gezeigt, weist einen zwischen der Pleuelstange 218 und einem
Kurbelzapfen 222 angeordneten Lagerhalter 220 auf, wobei der
Kurbelzapfen 222 eine Zentralachse 224 aufweist, die senkrecht
zu der Papierebene orientiert ist und die parallel zu der
Rotationsachse 228 einer zugehörigen Kurbelwelle 226 orientiert
ist. Der Lagerhalter 220 weist eine Zentralachse 230 auf, die
senkrecht zu der Zentralachse 224 des Kurbelzapfens orientiert
ist, und analog weist die Pleuelstange 218 eine Zentralachse
auf (in Fig. 3A, 3B gezeigt und mit Bezugsziffer 232
versehen). Wenn die Pleuelstange 218, wie in Fig. 2A und 2B
gezeigt, in der Grundlinien-Position ist, was hier einem Modus
mit einem geringen Kompressionsverhältnis des
Verbrennungsmotors entspricht, fällt die Zentralachse 230 des
Lagerhalters 220 genau oder im Wesentlichen mit der
Zentralachse 232 der Pleuelstange zusammen. Wenn die
Pleuelstange 218 im Auszugszustand ist, wie in Fig. 3A und
3B gezeigt, was einem Modus mit einem hohen
Kompressionsverhältnis entspricht, ist die Zentralachse 230 des
Lagerhalters 220 bezüglich der Zentralachse 232 der
Pleuelstange 218 versetzt.
Wie ferner auch in Fig. 4A bis 5B gezeigt, weist der
Lagerhalter 220 erfindungsgemäß eine Innenfläche in Verbindung
mit dem Kurbelzapfen 222 und eine Außenfläche auf, die relativ
zu der Pleuelstange 218 selektiv verschiebbar ist. Die
Außenfläche des Lagerhalters 220 ist bezüglich der Pleuelstange
218 in linearer Weise entlang einer Längsachse 234
verschiebbar, welche Längsachse 234 sich zwischen dem ersten
Endabschnitt und dem zweiten Endabschnitt der Pleuelstange 218
erstreckt. Die Zentralachse der Pleuelstange 218 wird daher
selektiv bezüglich der Zentralachse des Lagerhalters 220
verschoben, dadurch wird eine Veränderung der effektiven Länge
der Pleuelstange und des Kompressionsverhältnisses des
Verbrennungsmotors bewirkt. Wie in Fig. 2A bis 3B gezeigt,
ist die effektive Länge der Pleuelstange lL bei dem Betrieb mit
dem kleinen Kompressionsverhältnis gleich der "Grundlinien"-
Länge, d. h. der Einzugs-Länge lB der Pleuelstange, und die
effektive Länge der Pleuelstange lH ist gleich der Auszugs-
Länge lB+x der Pleuelstange bei dem Betrieb mit dem hohen
Kompressionsverhältnis.
Fig. 4A bis 5B zeigen eine Explosionsdarstellung bzw. eine
perspektivische Zusammenbaudarstellung bevorzugter
Ausführungsbeispiele einer Pleuelstange und einer
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung gemäß der
Erfindung. Die exemplarisch gezeigten bevorzugten
Ausführungsbeispiele stellen keine Begrenzung des hier
beanspruchten Schutzumfangs der Erfindung dar. Weitere
detaillierte Ausführungsbeispiele für die Pleuelstange und die
Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung können den
parallel anhängigen US-Patentanmeldungen mit den Seriennummern
. . . (Anwaltsakte 199-0483), . . . (Anwaltsakte 200-1349),
. . . (Anwaltsakte 200-1353) und . . .
(Anwaltsakte 200-1358) entnommen werden, die hier via Bezug mit
aufgenommen sind.
Bezugnehmend auf Fig. 4A und 4B ist eine
Explosionsdarstellung bzw. eine perspektivische
Zusammenbaudarstellung einer erfindungsgemäßen Pleuelstange und
einer erfindungsgemäßen Kompressionsverhältnis-
Veränderungsvorrichtung gezeigt. Die Pleuelstange 400 hat einen
ersten oder sogenannten kurbelzapfenseitigen "Groß"-
Endabschnitt 412 zum Lagern an einem Kurbelzapfen 415 einer
Kurbelwelle und einen zweiten sogenannten kolbenseitigen
"Klein"-Endabschnitt 416 zum Lagern an einem Mittenabschnitt
eines Schwingzapfens (nicht gezeigt) und zum Kuppeln der
Pleuelstange 400 mit einem Kolben (nicht gezeigt). Eine
Kompressionsverhältnis-Vorrichtung 418 ist in dem
kurbelzapfenseitigen Endabschnitt der Pleuelstange enthalten,
zum Verändern der effektiven Länge der Pleuelstange, welche
effektive Länge zwischen dem kurbelzapfenseitigen Endabschnitt
412 und dem kolbenseitigen Endabschnitt 416 gemessen wird.
Gemäß dem in Fig. 4A und 4B gezeigten Ausführungsbeispiel
weist der kurbelzapfenseitige Endabschnitt 412 ferner ein
oberes Halbring-Element 420 und ein unteres Halbring-Element
422 auf, die miteinander um den Kurbelzapfen 415 herum
befestigt werden. Das untere Halbring-Element 422 weist
zueinander parallele Durchgangslöcher 426 und 428 an
gegenüberliegenden Endabschnitten seines Halbumfangs auf. An
gegenüberliegenden Endabschnitten seines Halbumfangs weist das
obere Halbring-Element 420 Durchgangslöcher 430 und 432 auf,
die bezüglich der Durchgangslöcher 426 bzw. 428 zueinander
ausgerichtet sind, wenn die beiden Halbring-Elemente 420 und
422 in Verbindung mit dem Kurbelzapfen sind.
Die Pleuelstange 400 weist ferner einen Teil 434 auf, der einen
Pleuelstangen-Abschnitt 435 aufweist. Ein Endabschnitt des
Teils 434 weist den kolbenseitigen Endabschnitt 416 auf, und
der gegenüberliegende Endabschnitt des Teils 434 ist über den
Kompressionsverhältnis-Mechanismus 418 mit dem
kurbelzapfenseitigen Endabschnitt 412 gekuppelt. Das Kuppeln
des Kompressionsverhältnis-Mechanismus und des
kurbelzapfenseitigen Endabschnitts 412 erfolgt vorzugsweise
unter Verwendung der Durchgangslöcher 436 und 438, die zu den
Durchgangslöchern 430 bzw. 432 ausgerichtet sind, sowie unter
Verwendung von Befestigungselementen 440 und 442 und von
Muttern 441 und 443. Die Durchgangslöcher 436 und 438 sind
zueinander parallel angeordnet und sind an den freien
Endabschnitten der gebogenen Arme 445 angeordnet, die sich
ausgehend von dem Pleuelstangen-Abschnitt 435 erstrecken.
Jedes Befestigungselement 440 und 442 weist einen Kopfabschnitt
444 auf, der an einem proximalen Endabschnitt angebracht ist,
und weist ein Schraubengewinde 446 auf, das an einem distalen
Endabschnitt angeordnet ist. Zwischen dem proximalen
Endabschnitt und dem distalen Endabschnitt weist jedes
Befestigungselement 440, 442 eine kreiszylinderförmige
Führungsfläche 448 auf. Die Teile werden in der Weise
zusammengesetzt, wie dies in Fig. 4A gezeigt ist, wobei die
jeweiligen Schafte der Befestigungselemente durch die jeweils
zueinander ausgerichteten Durchgangslöcher 436 und 430, 438 und
432, und 426 und 428 hindurchgeführt werden und mit den
entsprechenden Muttern 441 bzw. 443 verschraubt werden. Die
Durchmesser der Durchgangslöcher 436 und 438 sind größer als
jene der Durchgangslöcher 430 und 432, wodurch den Schultern
450 an den Endabschnitten der Führungen 448 ermöglicht ist, an
die Begrenzungen der Durchgangslöcher 430 und 432 anzustoßen.
Wenn die Befestigungsmittel und die Muttern festgezogen werden,
beispielsweise mittels Drehens mit einem geeigneten
Befestigungswerkzeug, werden die beiden Halb-Elemente 420 und
422 an ihren Endabschnitten aneinander gedrückt, wodurch der
Kurbelzapfen klemmend umfasst wird, dadurch wird um den
Kurbelzapfen herum eine Lagerhalter-Struktur ausgebildet.
Die axiale Länge jeder der Führungsflächen 448, gemessen
zwischen dem Kopfabschnitt 444 und der Schulter 450, ist
geringfügig größer als die axiale Länge von jedem der
Durchgangslöcher 436 und 438, und die Durchmesser der
Durchgangslöcher 436 und 438 ist geringfügig größer als die
Durchmesser der Führungen 448, so dass ein Verschiebespielraum
gebildet ist. Auf diese Weise ist es dem Pleuelstangen-Teil 434
ermöglicht, axial verschoben zu werden, d. h. die Außenfläche
der zusammengesetzten Komponenten 420/422 ist axial relativ zu
der Pleuelstange über einen kurzen Bewegungsbereich bezüglich
des kurbelzapfenseitigen Endabschnitts 412 entlang einer
Längsachse 234 bewegbar, welche Längsachse 234 sich zwischen
dem kurbelzapfenseitigen und kolbenseitigen Endabschnitt der
Pleuelstange erstreckt. Der Bewegungsbereich ist in Fig. 4B
mittels der Verschiebung x einer Zentralachse 232 der
Pleuelstange bezüglich einer Zentralachse 230 der
zusammengesetzten Halb-Elemente 420 und 422 angezeigt. Die
Verschiebung x der beiden Zentralachsen zueinander führt zu
einer Veränderung in der Länge der Pleuelstangen-Anordnung 400
von x. Wenn die Arme 445 am Teil 420 um die Begrenzungen der
Durchgangslöcher 430 und 432 herum anliegen, weist die
Pleuelstangen-Anordnung 400 eine minimale oder eine
"Grundlinien"-Länge entsprechend einem Betriebsmodus des
Verbrennungsmotors mit einem geringen Kompressionsverhältnis
auf. Wenn die Arme 445 an den Kopfabschnitten 444 anliegen,
weist die Pleuelstangen-Anordnung 400 eine maximale oder
Auszugs-Länge entsprechend einem Betriebsmodus des
Verbrennungsmotors mit einem hohen Kompressionsverhältnis auf.
Wie ferner in Fig. 4A und 4B gezeigt, können Kanalelemente 454
an seitlichen Abschnitten der Pleuelstangen-Anordnung 400
angebracht sein, um als zusätzliche Führungsstützen für das
axiale Verschieben der Pleuelstange zu dienen. Der Mechanismus
418 kann passive und/oder aktive Elemente zum Erreichen der
gesamten Längenänderung aufweisen, wobei aus der Längenänderung
eine Veränderung des Kompressionsverhältnisses resultiert.
In Fig. 5A und 5B sind eine Explosionsdarstellung bzw. eine
perspektivische Zusammenbaudarstellung gemäß einem anderen
bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Pleuelstange und des erfindungsgemäßen Kompressionsverhältnis-
Mechanismus gezeigt. Wie in Fig. 5A und 5B gezeigt, weist eine
Pleuelstange 500 einen kurbelzapfenseitigen Endabschnitt 564
zum Lagern an einem Kurbelzapfen 415 einer Kurbelwelle (nicht
gezeigt) und einen kolbenseitigen Endabschnitt 566 zum Lagern
an einem mittigen Abschnitt eines Schwingzapfens (nicht
gezeigt) zum Kuppeln der Pleuelstange 500 mit einem Kolben
(nicht gezeigt) auf. Der Kompressionsverhältnis-Mechanismus 568
ist in diesem Fall vollständig innerhalb des
kurbelzapfenseitigen Endabschnitts 564 der Pleuelstange 500
enthalten, um eine Veränderung der Gesamtlänge zwischen dem
kurbelzapfenseitigen Endabschnitt und dem kolbenseitigen
Endabschnitt der Pleuelstange zu ermöglichen. Der
erfindungsgemäße Mechanismus 568 ist mittels eines einstückigen
Lagerhalters 570 ausgebildet, der zwischen einem Halbring-
Element 572 und einem Endabschnitt eines Pleuelstangen-Teils
574 aufgenommen ist. Gegenüberliegende Endabschnitte des
Halbumfangs des Halbring-Elements 572 weisen Löcher 576 und 578
auf, die zu den Gewindelöchern 580 und 582 in dem
Pleuelstangen-Teil 574 ausgerichtet sind. Mittels
Befestigungselementen 584 und 586 wird das Halbring-Element 572
an dem Pleuelstangen-Teil 574 befestigt. Das Halbring-Element
572 und das Pleuelstangen-Teil weisen Kanäle 588 und 590 auf,
die passend zu den entsprechenden Abschnitten eines Flansches
592 des Lagehalters 570 ausgebildet sind. Die Kanaltiefe und
die Flanschtiefe sind derart gewählt, dass es der
zusammengesetzten Anordnung aus Halbring-Element 572 und
Pleuelstangen-Teil 574 ermöglicht ist, axial innerhalb eines
kurzen Bereichs bezüglich des Lagerhalters 570 bewegt zu
werden, wodurch sich die gesamte Länge verändert, wie in Fig.
5B mit x bezeichnet. Der Mechanismus 568 kann passive und/oder
aktive Elemente zum Erreichen einer Änderung der Gesamtlänge
und zum Erreichen einer Änderung des entsprechenden
Kompressionsverhältnisses aufweisen. Die Kanäle 588, 590 bilden
die Nut und der Flansch 592 bildet die Feder einer Nut- und
Federverbindung aus, wodurch eine Gleitbewegung ermöglicht ist,
mittels der die Länge der Pleuelstangen-Anordnung justierbar
ist.
In Fig. 6A und 6B sind schematische Diagramme gezeigt, die
den Betrieb eines exemplarischen Kompressionsverhältnis-
Mechanismus 600 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung zeigen. Der Kompressionsverhältnis-Mechanismus 600,
der in Fig. 6A und Fig. 6B gezeigt ist, weist einen
einstückig ausgebildeten Lagerhalter 602 mit Stielabschnitten
621 und 622 auf, die an gegenüberliegenden Endabschnitten des
Lagerhalters entlang der Längsachse 234 der Pleuelstange
angeordnet sind. Es ist zu beachten, dass in Fig. 6A und
Fig. 6B nur ein Ausschnitt, nämlich die Innenkontur 606, der
Pleuelstange gezeigt ist. Wenn der Kompressionsverhältnis-
Mechanismus der Erfindung im Inneren der Innenkontur der
Pleuelstange zusammengesetzt ist, kann der Mechanismus von
einer in Fig. 6A gezeigten Position mit einem geringen
Kompressionsverhältnis in eine in Fig. 6B gezeigte Position
mit einem hohen Kompressionsverhältnis, und in umgekehrter
Richtung, betätigt werden, indem der Lagerhalter über ein
hydraulisches oder elektromechanisches System betätigt wird,
das mit der Pleuelstange gekoppelt ist und/oder darin
angebracht ist. Ein hydraulisches System mit Öffnungen 612 und
Leitungen 614 ist derart ausgebildet, dass der Fluss von Öl
oder einer anderen geeigneten Flüssigkeit zu oder von den
Stielabschnitten ermöglicht ist, so dass der gesamte
Lagerhalter von einer Position in eine andere bewegt wird.
Ferner ist ein Kontrollventil 616 vorgesehen, das dazu
verwendet wird, den Ölfluss so zu steuern, dass die
Pleuelstange relativ zu dem Lagerhalter wie gewünscht
positioniert wird.
Um die Pleuelstange von einem Auszugs-Zustand zu einem Zustand
an der Grundlinie zu bewegen, muss die Pleuelstange einer
Kompression ausgesetzt sein, beispielsweise während eines
Arbeitshubs eines Viertaktverbrennungsmotors, und das
Kontrollventil 620 muss so eingestellt sein, dass es einen
Ölfluss in ein unteres Reservoir 632 zulässt, das zwischen der
Innenseite der Pleuelstange und dem Lagerhalter ausgebildet
ist. Mittels des Kontrollventils wird es ermöglicht, dass Öl
von dem oberen Reservoir 634 zu dem unteren Reservoir 632
fließt. Auf diese Weise ist die Pleuelstange in der
Grundlinien-Position verriegelt, bis das Kontrollventil bewegt
wird.
Um die Pleuelstange des Verbrennungsmotors mit variablem
Kompressionsverhältnis in die Auszugs-Position zurückzubewegen,
muss die Pleuelstange unter Zug stehen, beispielsweise während
dem Ansaughub in einem Viertakt-Verbrennungsmotor, und das
Kontrollventil 620 muss so eingestellt sein, dass es den Fluss
von Öl von dem unteren Reservoir 632 zu dem oberen Reservoir
634 zulässt. Auf diese Weise ist die Pleuelstange in der
Auszugs-Position mit einem hohen Kompressionsverhältnis
verriegelt.
In diesem Ausführungsbeispiel wird ein positiver Öldruck
kombiniert mit einer auf die Pleuelstange wirkenden
Trägheitskraft verwendet, um die Pleuelstange aus- oder
einzuziehen, wie dies erforderlich ist, um das gewünschte
Kompressionsverhältnis zu erreichen. Ferner wird der positive
Öldruck verwendet, um die Pleuelstange in der gewünschten
Position aufrechtzuerhalten oder zu halten. In den unten
beschriebenen Fig. 7 bis 10 sind alternative
Ausführungsbeispiele des Kompressionsverhältnis-Mechanismus mit
einem oder mehreren hydraulisch oder elektromechanisch
betätigten Verriegelungsmechanismen zum Aufrechterhalten einer
effektiven Länge der Pleuelstange beschrieben, wie dies
erforderlich ist.
Fig. 7 ist ein Diagramm, in dem der Betrieb einer
exemplarischen Kompressionsverhältnis-Vorrichtung mit zwei
Verriegelungsmechanismen 722 und 732 gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt ist. Der Mechanismus
weist ferner einen Lagerhalter auf, der einen Hauptkörper-
Abschnitt 702 in Kontakt mit einem zugehörigen Kurbelzapfen,
einen oberen Stielabschnitt 708, einen unteren Stielabschnitt
710, Ölleitungen 704 und 706 zum Bereitstellen von Durchgängen
für eine Hochdruckölleitung 740 und eine Niederdruckölleitung
750 aufweist. Die Elemente oder Abschnitte der Ölleitungen, die
im Inneren der Kästen 720 und 730 gezeigt sind, sind
vorzugsweise im Inneren des kurbelzapfenseitigen Endabschnitts
der Pleuelstange benachbart zu den zugehörigen Stielabschnitten
708 und 710 des Lagehalters angeordnet.
Die in Fig. 7 gezeigten Verriegelungsmechanismen werden unter
Verwendung der Nieder-"Schmier"-Öldruckleitung 750 in ihrer
gegenwärtigen Position gehalten und werden unter Verwendung der
Hochdruckölleitung 740 in die nächste Position überführt. Die
Hochdruckölleitung 740, die in Fig. 7 als durchgezogene Linie
dargestellt ist, wird dafür verwendet, die Pleuelstange in die
nächste Position überzuführen. Dies wird unter Verwendung von
Hochdruckpulsen auf die Leitung 740 erreicht, welche Pulse die
Elemente der Verriegelungsmechanismen 722 und 732 dazu bringt,
entweder komprimiert zu werden oder voneinander wegbewegt zu
werden, um so Kompressions- oder Zugkräfte auf die Pleuelstange
auszuüben, um einen Übergang der Pleuelstange in eine Position
mit einem hohen Kompressionsverhältnis oder in eine Position
mit einem geringen Kompressionsverhältnis zu ermöglichen. Die
Niederdruckölleitung 750 wird im Gegensatz dazu verwendet, die
Positionen der Verriegelungsstifte 722 und 732
aufrechtzuerhalten, nachdem entsprechende Hochdruckpulse
bereitgestellt worden sind, um die Zentralachse der
Pleuelstange zu verschieben. Vorzugsweise bewirkt ein einziger
Hochdruckpuls auf der Hochdruckleitung 740, dass ein bereits in
der "Verriegelungs"-Position befindlicher Verriegelungsstift,
beispielsweise Mechanismus 722 aus Fig. 7, expandiert und
dadurch entriegelt wird, wohingegen der entgegengesetzte
Verriegelungsmechanismus 732 dazu gebracht wird, komprimiert zu
werden und in der verriegelten Position zu verbleiben, nachdem
die Pleuelstange in einer Richtung weg von dem Kolben
verschoben worden ist. Wie in Fig. 7 gezeigt, entspricht daher
der Betrieb der Kompressionsverhältnis-Vorrichtung einem
Übergang von einem Modus mit einem hohen Kompressionsverhältnis
zu einem Modus mit einem geringen Kompressionsverhältnis.
Es ist zu beachten, dass mit allen bevorzugten
Ausführungsbeispielen der Erfindung die Kompressionsverhältnis-
Vorrichtung selbstverständlich derart eingerichtet sein kann,
dass ein Übergang zwischen mehr als zwei Zuständen mit
unterschiedlichen Kompressionsverhältnissen möglich ist.
Beispielsweise kann die Vorrichtung zum Steuern des
Kompressionsverhältnisses derart eingerichtet sein, dass
Übergänge zwischen drei oder mehr Zuständen mit
unterschiedlichen Kompressionsverhältnissen, d. h. mit einem
hohen, einem mittleren bzw. einem niedrigen
Kompressionsverhältnis eingestellt werden können.
In Fig. 8 bis 10 sind alternative Ausführungsbeispiele des
Verriegelungsmechanismus für die Kompressionsverhältnis-
Vorrichtung der Erfindung gezeigt. In Fig. 8 ist eine
exemplarische Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung
mit zwei einander gegenüberliegenden Verriegelungsmechanismen
824 und 826 und mit zugehörigen Durchgangslöchern 814 und 816
gezeigt, die in Stielabschnitte 804 und 806 eingebracht sind.
Der Verriegelungsmechanismus 824, der in Fig. 8 als
schattierter Bereich gezeigt ist, ist in einem verriegelten
Zustand gezeigt. Vorzugsweise sind beide Mechanismen
zylindrisch geformte Stifte, die geeignet ausgebildet sind, um
die Trägheitskräfte auszuhalten, die während des Betriebs des
Motors über die Pleuelstange ausgeübt werden.
Fig. 9A zeigt ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie das in
Fig. 8 gezeigte, abgesehen davon, dass die
Verriegelungsmechanismen 924 und 926 so ausgebildet und
angeordnet sind, dass sie mit zugehörigen Leitungen 914 und 916
zusammenwirken, die an den oberen bzw. unteren Randabschnitten
der Stielabschnitte 904 und 906 ausgebildet sind. Ein
zusätzliches Ausführungsbeispiel ist auch in Fig. 9B gezeigt,
abgesehen davon, dass die Verriegelungsmechanismen abgeflachte
zylindrische Stifte 974 und 976 sind, die entsprechend geformte
Leitungen 964 und 966 aufweisen, die an Stielabschnitten 954
und 956 ausgebildet sind. Fig. 10 zeigt ein
Ausführungsbeispiel, das dem Ausführungsbeispiel von Fig. 9B
ähnelt, abgesehen davon, dass nur ein einziger Stiel 1004 mit
einem zugehörigen Verriegelungsmechanismus 1024 und einer
zugehörigen Leitung 1014 vorgesehen ist.
Fig. 11 ist ein Diagramm, das eine exemplarische
Kompressionsverhältnis-Karte 1100 zur Verwendung mit den oben
beschriebenen Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtungen
zeigt. Auf der Karte 1100 ist die Betriebsstrategie für einen
Verbrennungsmotor mit einem veränderbaren
Kompressionsverhältnis gezeigt, und die Karte 1100 ist gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in der
elektronischen Motorsteuer-Einrichtung aus Fig. 1
implementiert. Die in der Karte 1100 enthaltene Information,
die in dem von einem Computer lesbaren Programmcode und in
einem zugehörigen Speichermittel enthalten ist, wird verwendet,
um einen Verbrennungsmotor in einen Modus mit einem hohen
Kompressionsverhältnis 1102 bzw. in einen Modus mit einem
geringen Kompressionsverhältnis 1104 zu betreiben, in
Abhängigkeit von der detektierten Betriebszahl und Betriebslast
des Verbrennungsmotors. Mittels der Karte ist festgelegt, wann
zwischen unterschiedlichen Kompressionsmodi umgeschaltet wird,
wobei die gezeigte Karte lediglich exemplarisch zu verstehen
ist und nicht den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung in
irgendeiner Weise begrenzt.
Fig. 12 bis 15 sind Diagramme, in denen der Zylinder- bzw.
Öldruck in Abhängigkeit von dem Winkelstand der Kurbelwelle für
einen dreizylindrigen Viertaktbenzinverbrennungsmotor mit
variablem Kompressionsverhältnis aufgetragen ist. Fig. 12
und 13 beziehen sich auf einen Übergang von einem Modus mit
einem geringen Kompressionsverhältnis zu einem Modus mit einem
hohen Kompressionsverhältnis bzw. von einem Modus mit einem
hohen Kompressionsverhältnis zu einem Modus mit einem geringen
Kompressionsverhältnis und zeigen Diagramme des Zylinder- und
Öldrucks während des Normalbetriebs ("motoring") des Motors.
Fig. 14 und 15 beziehen sich ebenfalls auf einen Übergang
von einen Modus mit einem geringen Kompressionsverhältnis zu
einem Modus mit einem hohen Kompressionsverhältnis bzw. von
einem Modus mit einem hohen Kompressionsverhältnis zu einem
Modus mit einem geringen Kompressionsverhältnis und zeigen
Darstellungen des Zylinder- und Öldrucks während des
Lastbetriebs ("firing"). In Fig. 12 bis 15 sind für alle
drei Zylinder (mit "1", "2" bzw. "3" bezeichnet) Druckkurven
1201 bis 1203, 1301 bis 1303, 1401 bis 1403 und 1501 bis 1503
gezeigt und es sind Kammer-Öldruckkurven 1204, 1304, 1404 und
1504 gezeigt. Die Betriebsbedingungen entsprechen einer
nominalen Drehzahl von 1500 Umdrehungen pro Minute (1500
Umdrehungen pro Minute, 2.62 bar mittlerer Brems-Arbeitsdruck
[BMEP, brake mean effect pressure] zum Zünden der Zylinder) mit
einer Öltemperatur von 48.888°C und mit einer
Motorkühlmitteltemperatur von ungefähr 65.555°C.
Die Diagramme 1200 bis 1500, die in den Fig. 12 bis 15
gezeigt sind, entsprechen einem Motor mit einer
Kompressionsverhältnis-Vorrichtung, die einen relativ hohen
Öldruck erfordert, nominal größer als 100 psi, zum
Aufrechterhalten der Pleuelstangen in dem Betriebszustand mit
einem geringen Kompressionsverhältnis, und mit einem relativ
geringen Öldruck, nominal weniger als 100 psi, zum
Aufrechterhalten der Pleuelstange in einem Betriebszustand mit
einem hohen Kompressionsverhältnis. Die tatsächlichen Werte der
Öldrucke und das Verhältnis zu den Betriebszuständen mit
unterschiedlichem Kompressionsverhältnissen begrenzt jedoch
nicht den Schutzumfang der Erfindung. Aus den Kurven ist
ersichtlich, dass, wenn der Kammer-Öldruck einen Schwellwert
erreicht, die Pleuelstangen innerhalb eines einzigen
Motorzyklus einen Übergang in die vorgegebene neue Position
vollführen. Die Übergänge in Fig. 12 und 14 führen dazu,
dass der Betrieb in dem Modus mit einem hohen
Kompressionsverhältnis fortgesetzt wird, und die Übergänge in
den Fig. 13 und 15 führen dazu, dass der Betrieb in einem
Modus mit einem geringen Kompressionsverhältnis fortgesetzt
wird.
Zusammenfassend ist eine Vorrichtung zum Verändern des
Kompressionsverhältnisses eines Verbrennungsmotors beschrieben,
das einen Lagerhalter aufweist, der mit einer Pleuelstange
zusammenwirkt, wobei die Zentralachse der Pleuelstange schnell
und zuverlässig bezüglich der Zentralachse des Lagerhalters
verschoben wird, um eine Veränderung der Länge der Pleuelstange
zu bewirken, dadurch wird selektiv eine Veränderung des
Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors bewirkt. Der
Übergang von einem Modus mit einem ersten
Kompressionsverhältnis zu einem Modus mit einem zweiten
Kompressionsverhältnis erfolgt in linearer Weise, ohne dass es,
wie gemäß dem Stand der Technik, erforderlich ist, einen
exzentrischen Ring zu rotieren.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Verändern eines Kompressionsverhältnisses
eines Verbrennungsmotors, wobei der Verbrennungsmotor einen
Zylinder, einen im Inneren des Zylinders angeordneten Hubkolben
(112), eine Kurbelwelle (116) mit einem Kurbelzapfen (117) und
eine mit dem Kurbelzapfen (117) und dem Kolben (112) gekoppelte
Pleuelstange (114) einer festen Länge aufweist, wobei die
Vorrichtung aufweist:
mindestens einen Sensor (130, 140, 150) zum Erfassen eines Betriebszustands des Verbrennungsmotors;
eine Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung (170) zum Verändern der effektiven Länge der Pleuelstange (114), wobei die Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung (170) einen Lagerhalter (220) aufweist, der zwischen der Pleuelstange (114) und dem Kurbelzapfen (117) angeordnet ist, wobei der Lagerhalter (220) eine Innenfläche in Verbindung mit dem Kurbelzapfen (117) und eine Außenfläche aufweist, die relativ zu der Pleuelstange (114) entlang einer Längsachse der Pleuelstange (114) axial bewegbar ist, um ein selektives Verschieben der Pleuelstange (114) relativ zu dem Lagerhalter (220) zu bewirken, so dass infolge der Verschiebung eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange (114) und daher ein gewünschtes Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors bewirkt wird; und
eine Motorsteuer-Einrichtung (160) die mit dem Verbrennungsmotor, dem mindestens einen Sensor (130, 140, 150) und der Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung (170) gekoppelt ist, zum Erzeugen eines Steuersignals basierend auf dem erfassten Betriebszustand des Verbrennungsmotors, welches Steuersignal erforderlich ist, um den Lagerhalter (220) entsprechend des gewünschten Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors zu verschieben.
mindestens einen Sensor (130, 140, 150) zum Erfassen eines Betriebszustands des Verbrennungsmotors;
eine Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung (170) zum Verändern der effektiven Länge der Pleuelstange (114), wobei die Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung (170) einen Lagerhalter (220) aufweist, der zwischen der Pleuelstange (114) und dem Kurbelzapfen (117) angeordnet ist, wobei der Lagerhalter (220) eine Innenfläche in Verbindung mit dem Kurbelzapfen (117) und eine Außenfläche aufweist, die relativ zu der Pleuelstange (114) entlang einer Längsachse der Pleuelstange (114) axial bewegbar ist, um ein selektives Verschieben der Pleuelstange (114) relativ zu dem Lagerhalter (220) zu bewirken, so dass infolge der Verschiebung eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange (114) und daher ein gewünschtes Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors bewirkt wird; und
eine Motorsteuer-Einrichtung (160) die mit dem Verbrennungsmotor, dem mindestens einen Sensor (130, 140, 150) und der Kompressionsverhältnis-Veränderungsvorrichtung (170) gekoppelt ist, zum Erzeugen eines Steuersignals basierend auf dem erfassten Betriebszustand des Verbrennungsmotors, welches Steuersignal erforderlich ist, um den Lagerhalter (220) entsprechend des gewünschten Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors zu verschieben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der Sensor (130,
140, 150) einen Drehzahlsensor (150) zum Erfassen der Drehzahl
des Verbrennungsmotors aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der Sensor (130,
140, 150) einen Lastsensor (130, 140) zum Erfassen der Last des
Verbrennungsmotors aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Motorsteuer-
Einrichtung (160) mindestens eine Kompressionsverhältnis-Karte
(1100) zum Definieren von Kompressionsmodus-Übergängen für den
Verbrennungsmotor aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die mindestens eine
Kompressionsverhältnis-Karte (1100) zumindest teilweise auf der
Drehzahl des Verbrennungsmotors basiert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die mindestens eine
Kompressionsverhältnis-Karte (1100) zumindest teilweise auf der
Betriebslast des Verbrennungsmotors basiert.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, die ferner mindestens einen
Verriegelungsmechanismus (722, 732) in Zusammenwirkung mit dem
Lagerhalter (220) und der Pleuelstange (114) aufweist, zum
Aufrechterhalten der Pleuelstange (114) in einer gewählten
Position relativ zu dem Lagerhalter (220), wobei die gewählte
Position einem gewählten Kompressionsverhältnis des
Verbrennungsmotors entspricht.
8. Verfahren zum Verändern eines Kompressionsverhältnisses
eines Verbrennungsmotors, wobei der Verbrennungsmotor einen
Zylinder, einen im Inneren des Zylinders angeordneten Hubkolben
(112), eine Kurbelwelle (116) mit einem Kurbelzapfen (117) und
eine mit dem Kurbelzapfen (117) und dem Kolben (112) gekoppelte
Pleuelstange (114) einer festen Länge aufweist, wobei gemäß dem
Verfahren:
mindestens ein Betriebszustand des Verbrennungsmotors erfasst wird; und
die Pleuelstange (114) relativ zu einem Lagerhalter (220) entlang der Längsachse der Pleuelstange (114) axial bewegt wird, wobei der Lagerhalter (220) zwischen der Pleuelstange (114) und dem Kurbelzapfen (117) des Verbrennungsmotors angeordnet ist, so dass infolge des Verschiebens eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange (114) und des Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors bewirkt wird.
mindestens ein Betriebszustand des Verbrennungsmotors erfasst wird; und
die Pleuelstange (114) relativ zu einem Lagerhalter (220) entlang der Längsachse der Pleuelstange (114) axial bewegt wird, wobei der Lagerhalter (220) zwischen der Pleuelstange (114) und dem Kurbelzapfen (117) des Verbrennungsmotors angeordnet ist, so dass infolge des Verschiebens eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange (114) und des Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors bewirkt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem bei dem axialen Bewegen
der Pleuelstange (114) relativ zu dem Lagerhalter (220) die
Pleuelstange (114) bewegt wird, während die Pleuelstange (114)
unter Kompression ist, um eine Verkürzung der Pleuelstange
(114) zu bewirken.
10. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem bei dem axialen Bewegen
der Pleuelstange (114) relativ zu dem Lagerhalter (220) die
Pleuelstange (114) bewegt wird, während die Pleuelstange (114)
unter Zug ist, um eine Verlängerung der Pleuelstange (114) zu
bewirken.
11. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem ferner die Pleuelstange
(114) in Position verriegelt wird, um die Pleuelstange (114) an
einer gewählten Position relativ zu dem Lagerhalter (220) zu
halten, wobei die gewählte Position einem gewählten
Kompressionsverhältnis des Verbrennungsmotors entspricht.
12. Einrichtung zum Verändern des Kompressionsverhältnisses
eines Verbrennungsmotors, wobei der Verbrennungsmotor einen
Zylinder, einen im Inneren des Zylinders angeordneten Hubkolben
(112), eine Kurbelwelle (116) mit einem Kurbelzapfen (117) und
eine mit dem Kurbelzapfen (117) und mit dem Kolben (112)
gekoppelte Pleuelstange (114) einer festen Länge aufweist,
wobei die Einrichtung aufweist:
ein von einem Computer nutzbares Medium; und
einen von einem Computer lesbaren Programmcode, der in dem von dem Computer nutzbaren Medium enthalten ist, zum Anweisen eines Computers, ein axiales Bewegen der Pleuelstange (114) relativ zu einem Lagerhalter (220) entlang der Längsachse der Pleuelstange (114) zu steuern, wobei der Lagerhalter (220) zwischen der Pleuelstange (114) und dem Kurbelzapfen (117) des Verbrennungsmotors angeordnet ist, so dass infolge der Verschiebung eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange (114) und eine Veränderung des Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors bewirkt wird.
ein von einem Computer nutzbares Medium; und
einen von einem Computer lesbaren Programmcode, der in dem von dem Computer nutzbaren Medium enthalten ist, zum Anweisen eines Computers, ein axiales Bewegen der Pleuelstange (114) relativ zu einem Lagerhalter (220) entlang der Längsachse der Pleuelstange (114) zu steuern, wobei der Lagerhalter (220) zwischen der Pleuelstange (114) und dem Kurbelzapfen (117) des Verbrennungsmotors angeordnet ist, so dass infolge der Verschiebung eine Veränderung der effektiven Länge der Pleuelstange (114) und eine Veränderung des Kompressionsverhältnisses des Verbrennungsmotors bewirkt wird.
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