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Die vorliegende Erfindung betrifft einen
Partikelfilter zum Reinigen von motorischen Abgasen, mit
topfförmig ausgebildeten Einlasskanälen, die endseitig mit
einem Einlasskanalboden versehen sind und in welche
partikelbeladene Abgase einströmen, sowie parallel
benachbart zu den Einlasskanälen angeordnete und hierzu
umgekehrt topfförmig ausgerichtete Auslasskanäle, welche je
endseitig mit einem Auslasskanalboden versehen sind und
welche die gereinigten Abgase ableiten, wobei sich durch
die Filterung an den porösen, durchströmten
Wandabschnitten seitens des Einlasskanals eine Partikelschicht
absetzt, die zur Regeneration des Partikelfilters über
elektrische Heizmittel abbrennbar ist.
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Partikelfilter dieser Art werden gewöhnlich
dafür eingesetzt, den Partikelausstoß bei Abgasen von
Verbrennungsmotoren - insbesondere von Dieselmotoren - zu
reduzieren. Der technische Aufwand zur Erfüllung strenger
Abgasnormen ist mit den gegenwärtigen Möglichkeiten
erheblich. So macht eine vorgeschriebene Reduzierung des
Partikelausstoßes um über 90% die Ausrüstung von
beispielsweise Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltern
unerlässlich und erfordert zudem aktive Maßnahmen zur
Erstickung. Hierfür ist nach realistischen Schätzungen ein
Kraftstoffmehrverbrauch von über 5% einzuplanen, weil die
in den Abgasstrom erforderlicherweise einzuschaltende
Filteranordnung einen erhöhten Energiebedarf verursachen.
Der Energiebedarf steigt mit zunehmender Verrußung des
Partikelfilters, das heißt mit anwachsender
Partikelschicht. Die Partikelschicht ist jedoch durch Abbrennen
beseitigbar, um den Partikelfilter insoweit wieder zu
regenerieren.
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Ein gattungsgemäßer Partikelfilter ist aus der
US 6,101,793 bekannt. Der aus einem porösen
Keramikmaterial bestehende Partikelfilter weist langgestreckte
topfförmig ausgebildete Einlasskanäle auf, in welche die vom
Dieselmotor erzeugten partikelbeladenen Abgase
einströmen. Parallel benachbart zu den Einlasskanälen sind
Auslasskanäle angeordnet, welche die durch Filtern
gereinigten Abgase an die Atmosphäre ableiten. Die Auslasskanäle
sind ebenfalls topfförmig ausgebildet, jedoch umgekehrt
zu den Einlasskanälen ausgerichtet. Bei dieser Anordnung
erfolgt die Filterung bei Durchströmen der porösen
gemeinsamen Wandabschnitte, wobei sich seitens des
Einlasskanals eine Partikelschicht bildet. Die Einlasskanäle
sowie die Auslasskanäle weisen hier einen quadratischen
Querschnitt auf. Die Bodenbereiche der topfförmigen
Kanäle sind durch diverse Stopfen gebildet, welche die Kanäle
entsprechend ihrer vorstehend beschriebenen Ausrichtung
an einem Ende verschließen.
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Zur Regeneration des Partikelfilters weist
dieser weiterhin elektrische Heizmittel auf, die
filterausgangsseitig im Bereich der Öffnungen der Auslasskanäle
angeordnet sind. Ein in der nachfolgenden Abgasleitung
zwischen dem Partikelfilter und der Atmosphäre
eingeschaltetes Gebläse wirkt zur Regeneration des
Partikelfilters mit den elektrischen Heizmitteln zusammen. Das
Gebläse wird bei Stillstand des Dieselmotors während
einer definierten Zeitdauer eingeschaltet, so dass ein
Luftstrom rückwärts über die aufgeheizten elektrischen
Heizmittel strömt, wodurch sich der Luftstrom erhitzt, so
dass ein Abbrennen der Partikelschicht einsetzt. Diese
bekannte Lösung zur Regeneration des Partikelfilters
weist jedoch den Nachteil auf, dass zur Erzeugung des
aufgeheizten Luftstromes ein relativ hoher technischer
Aufwand erforderlich ist.
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Ein weiterer gattungsgemäßer Partikelfilter ist
aus der US 5,782,941 bekannt, wobei hier zur Regeneration
ein anderer technischer Weg beschritten wird. Der
Partikelfilter ist aus einem äußeren rohrförmigen Filterteil
aufgebaut, in welches ein inneres, kleineres rohrartiges
Filterteil koaxial eingesetzt ist. Dieses zweite
Filterteil ist auf der von den partikelbeladenen Abgasen
angeströmten Seite verschlossen und bildet somit einen
topfförmigen Auslasskanal. Der zwischen dem zweiten
Filterteil und dem ersten Filterteil gebildete Bereich ist
ebenfalls als ein topfförmiger Einlasskanal anzusehen.
Hierin ist ein zylinderrohrartig geformtes und mit
Durchbrüchen versehendes siebartiges Heizmittel angeordnet.
Die hieran vorbeiströmenden partikelbeladenen Abgase
transportieren bei einer Regeneration des Partikelfilters
die vom elektrischen Heizmittel erzeugte Wärme an die
Partikelschicht weiter, welche hierdurch abbrennt. Zwar
ist das elektrische Heizmittel gemäß diesem Stand der
Technik direkt in den Abgasstrom integriert, so dass
keine zusätzlichen Mittel zur Erzeugung eines aufgeheizten
Luftstromes erforderlich sind; gleichwohl erfordert der
Betrieb des großflächigen zylinderförmig ausgebildeten
Heizmittels ein recht hohen Energieaufwand.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
einen Partikelfilter zum Reinigen von Abgasen eines
Verbrennungsmotors zu schaffen, welcher auf einfache
Weise energiesparend und mit hohem Wirkungsgrad
regenerierbar ist.
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Die Aufgabe wird ausgehend von einem
Partikelfilter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in
Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die
nachfolgenden abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung wieder.
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Die Erfindung schließt die technische Lehre
ein, die elektrischen Heizmittel eines Partikelfilters in
zumindest einem Teil der Auslasskanäle derart im Bereich
des Auslasskanalbodens anzuordnen, dass die von den
elektrischen Heizmitteln abgegebene Wärmestrahlung ein
Abbrennen der in den angrenzenden Einlasskanälen
befindlichen Partikelschicht auslöst.
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Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung der
elektrischen Heizmittel liegt darin, dass hierdurch die
Abgasströmung beim Eintritt in den Partikelfilter nicht
gestört wird. Da sich die elektrischen Heizmittel in
einem Bereich der Auslasskanäle befinden, der nicht im
Bereich der Abgasströmung gelegen ist, wird die
eingebrachte elektrische Energie zur Wärmeerzeugung deutlich besser
genutzt. In Folge dessen kann die von den elektrischen
Heizmitteln abgegebene Wärme hauptsächlich durch
Wärmestrahlung auf die benachbarten Filterwände übertragen
werden. Die Zündtemperatur für die Partikelschicht hängt
ab von der Rußverteilung, insbesondere von der
Schichtdicke und der Packungsdichte sowie der Rußqualität über die
Filterlänge. Da mit der Abgasströmung die von den
elektrischen Heizmitteln erzeugte Wärme weitertransportiert
wird, erwärmen sich hierdurch die
partikelschichtbehafteten Wandabschnitte, was die Regenerierung des
Partikelfilters unterstützt. Durch die erfindungsgemäße Anordnung
der elektrischen Heizmittel auf der Seite des gereinigten
Abgases können zudem Korrosionsprozesse als Folge von
Ruß- und Ascheablagerungen nachhaltig vermieden werden.
Der erfindungsgemäß ausgebildete Partikelfilter
ermöglicht eine selbsttragende Regeneration, auch unmittelbar
nach einem Motorkaltstart bei Leerlaufbetrieb. Die
elektrischen Heizmittel strahlen aufgrund ihrer hohen
Oberflächentemperatur Wärme ab, die von den angrenzenden
Wandabschnitten aufgenommen wird. Diese Wärmemenge startet die
Regeneration auf der Einlassseite des Partikelfilters. Zu
einem Teil wird die Wärme durch turbulente Strömungen in
den Auslasskanälen an die dortigen Wandabschnitte
abgegeben, wodurch eine Erwärmung erfolgt. Dadurch wird die von
den elektrischen Heizmitteln erzeugte Wärme für die
Regeneration besser genutzt und eine Unterbrechung des
Rußabbrandes mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit
verhindert. Die sich selbst tragende Oxidation der
Partikelschicht schreitet dann in Strömungsrichtung des Abgases
bis zur Gasauslassseite fort und stellt damit den
ursprünglichen Abgasgegendruck des Partikelfilters im
unbeladenen Zustand, das heißt ohne Partikelschicht, wieder
her.
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Um die Gesamtzahl der benötigten elektrischen
Heizmittel zu reduzieren, grenzen gemäß einer weiteren
die Erfindung verbessernden Maßnahme an die mit
elektrischen Heizmitteln ausgerüsteten Auslasskanäle jeweils
unbeheizte - dass heißt ohne elektrische Heizmittel
ausgerüstete Auslasskanäle - an. Um eine vollständige
Regeneration des Partikelfilters zu erzielen, ist es nicht
erforderlich, dass jeder Auslasskanal mit einem
elektrischen Heizmittel ausgestattet ist. Bei einem
quadratischen Kanalquerschnitt kann so die Anzahl der benötigten
elektrischen Heizmittel auf 25% der Anzahl der
Auslasskanäle reduziert werden.
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Vorzugsweise werden zur Einsparung elektrischer
Energie die elektrischen Heizmittel mit einer
pulsweitenmodulierten Versorgungsspannung betrieben. Diese
pulsweitenmodulierte Versorgungsspannung braucht nur über eine
kurze definierte Zeitdauer aufrecht erhalten werden,
welche das Abbrennen der Partikelschicht startet. Nach dem
über die elektrischen Heizmittel ausgelösten Start läuft
der weitere Abbrennprozess wegen der exothermen Reaktion
selbsttätig weiter. Durch die somit erzielte Minimierung
des elektrischen Energiebedarfs wird das Bordnetz eines
dieselmotorisch betriebenen Fahrzeuges minimal belastet.
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Um eine effektive Wärmeabstrahlung der
elektrischen Heizmittel sicherzustellen, sind diese vorzugsweise
nach Art eines gewendelten Kantal-Drahts ausgebildet. Die
elektrischen Heizmittel sind vorteilhafter Weise
zumindest teilweise in Serie zueinander geschalten. Somit
führt ein Durchbrennen einzelner elektrischer Heizmittel
nicht zum Ausfall des gesamten Partikelfilters. Einzelne
Gruppen von in Serie zueinander geschalteten Heizmitteln
ermöglichen eine sektorenweise Beheizung des
Partikelfilters.
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Die elektrischen Heizmittel sind vorzugsweise
ausgehend vom zugeordneten Auslasskanalboden in den
Auslasskanal hineinragend angeordnet, und zwar soweit, dass
ein optimales Abstrahlen in die benachbarten Randbereiche
der Einlasskanäle erzielt werden kann. Die elektrischen
Heizmittel brauchen insoweit nicht sehr weit in den
Auslasskanal hineinragen, um ihre erfindungsgemäße Funktion
zu erfüllen.
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Gemäß einer weiteren die Erfindung
verbessernden Maßnahme ist der Partikelfilter zweiteilig aufgebaut.
Dieser besteht aus einem scheibenförmigen
auslasskanalbodenseitigen Partikelfilterdeckelteil, an dessen
Kontaktseite zu einem Partikelfilterhauptteil die Heizmittel
befestigt sind. Damit erfüllt das Partikelfilterdeckelteil
zum Einen die Funktion eines Trägers für die elektrischen
Heizmittel und dient zum Anderen auch zur Bildung der
Auslasskanalböden.
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Beide Teile des Partikelfilters bestehen
vorzugsweise aus demselben Filterwerkstoff und können durch
Abtrennen erzeugt werden. Die Auslasskanalböden können
durch entsprechend in das Partikelfilterdeckelteil
eingebrachte Stöpselelemente ausgebildet werden. Die
elektrischen Heizmittel sind am Partikelfilterdeckelteil
vorzugsweise durch Kleben mit einem temperaturbeständigen
Klebstoff angebracht. Alternativ hierzu ist es auch
denkbar, die Heizmittel lösbar in die Auslasskanalböden des
Partikelfilterdeckelteils einzustecken, was eine
leichtere Austauschbarkeit im Reparaturfall gewährleistet. Die
an der Kontaktseite des Partikelfilterdeckelteils
befestigten Heizmittel liegen vorzugsweise in
korrespondierenden Ausnehmungen, so dass bei montierten Heizmitteln eine
insgesamt ebene Kontaktseite zum Partikelfilterhauptteil
hin entsteht.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform können die
Heizmittel auch in Auslasskanalabschnitte des
Partikelfilterdeckelteils in Richtung der Einlassseite
hineinragend angeordnet und damit gänzlich seitens des
entsprechend dickeren Partikelfilterdeckelteils platziert
werden. Damit wird eine bessere Führung der Heizmittel
erzielt. Die Heizmittel müssen nämlich nicht
notwendigerweise in eine bestimmte Richtung entlang eines
Auslasskanals angeordnet sein. Die Länge der
Auslasskanalabschnitte des Partikelfilterdeckelteils sollte etwas größer sein
als die Länge der Heizelemente selbst. Zwischen dem
Partikelfilterdeckelteil und dem Partikelfilterhauptteil
kann zudem ein Strömungsspalt beibehalten werden, wobei
die Kanalführung im Partikelfilterhauptteil gegenüber dem
Partikelfilterdeckelteil durch entsprechend eingebrachte
Stöpselelemente versetzt erfolgen sollte, um eine
günstige Strömungsführung zu schaffen. Über den bestehenden
Strömungsspalt kann in vorteilhafter Weise die
elektrische Verdrahtung der Heizelemente realisiert werden.
Insoweit kann auf ein abgedichtetes Zusammenfügen beider
Filterteile verzichtet werden.
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Der erfindungsgemäß ausgebildete Partikelfilter
kann gemäß einer weiteren die Erfindung verbessernden
Maßnahme im Rahmen einer Filteranordnung eingesetzt
werden, bei welcher dem Partikelfilter direkt ein Stickoxid-
Abscheidermodul nachgeschaltet ist. Das Stickoxid-
Abscheidermodul kommt dabei direkt an der Gasauslassseite
des Partikelfilters zur Anlage. Das Stickoxid-
Abscheidermodul dient der Endstickung des Abgases, wobei
auch eine Desulfatation vorteilhaft durchgeführt werden
kann. Diese modulare Anordnung ermöglicht eine deutliche
Einsparung an platinhaltigen Beschichtungsmaterialien.
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Durch die direkte Nachschaltung eines
Stickoxid-Abscheidermoduls an einen beheizten Partikelfilter
kann die im Verlauf der Regeneration des Partikelfilters
frei werdende exotherme Energie gleichzeitig auch zur
Regeneration des nachgeschalteten Stickoxid-Abscheiders
verwendet werden, wodurch sich der Wirkungsgrad der
gesamten Filteranordnung deutlich verbessert. Durch diesen
simultanen Regenerierungsprozess von Partikelfilter und
Stickoxid-Abscheider wird darüber hinaus auch der
steuerungstechnische Aufwand deutlich verringert. Die den
beheizten Partikelfilter verlassenden gereinigten Abgase
weisen eine Temperatur von bis zu 700°C auf. Mit der
Abgasströmung wird diese Wärme zum
Stickoxid-Abscheidermodul weitertransportiert und leitet dort eine Regeneration
in Form einer Desulfatation ein. Mit der Desulfatation
werden Sulfatablagerungen im Stickoxid-Abscheidermodul
beseitigt, die auf ein relativ hohen Schwefelgehalt des
Dieselkraftstoffes und schwefelhaltige Bestandteile des
Öls zurückzuführen sind.
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Der vorstehend beschriebenen Filteranordnung
kann ein weiterer Partikelfilter nachgeschaltet werden,
dem wiederum ein weiteres Stickoxid-Abscheidermodul
folgen kann. Dieser weitere Partikelfilter ist vorzugsweise
unbeheizt und mit einer katalytischen Beschichtung
versehen. Die mehrfache Anordnung erhöht den Wirkungsgrad der
Filterung erheblich. Der modulare Aufbau der
Filteranordnung bietet auch erhebliche energetische Vorteile. So ist
durch die kompakte Bauweise eine Wärmeintegration zur
Senkung des Energiebedarfs möglich und gleichzeitig
können die bei der Regeneration unbeschichteter
Partikelfilter entstehenden Gaskomponenten CO und HC unmittelbar zur
Regeneration des nachfolgenden Stickoxid-Abscheidermoduls
eingesetzt und damit abgebaut werden.
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Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen
werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der
Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
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Fig. 1 eine schematische Darstellung einer
aus Partikelfiltern und Stickoxid-
Abscheidermodulen bestehende
Filteranordnung,
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Fig. 2 eine Prinzipdarstellung der.
Funktionsweise eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Partikelfilters,
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Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf die
eingangsseitige Stirnfläche des
Partikelfilters,
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Fig. 4 eine schematische Seitenansicht eines
geteilt aufgebauten Partikelfilters
mit hieran angebrachten elektrischen
Heizmitteln.
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Fig. 5 eine schematische Seitenansicht eines
geteilt aufgebauten Partikelfilters
mit hieran angebrachten elektrischen
Heizmitteln in einer anderen
Ausführungsform.
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Eine gemäß Fig. 1 aufgebaute
Partikelfilteranordnung zum Reinigen von Abgasen eines Dieselmotors
umfasst einen in einem Gehäuse langangeordneten beheizten
Partikelfilter 2. Eingangsseitig in den Partikelfilter 2
gelangen partikelbeladene Abgase 3, welche beim Betrieb
eines - hier weiter nicht dargestellten - Dieselmotors
entstehen.
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Der Partikelfilter 2 ist mit elektrischen
Heizmitteln 4 zur Regeneration ausgestattet, welche an
nachstehender Stelle eingehender beschrieben werden. Die den
beheizten Partikelfilter 2 verlassenden gereinigten
Abgase werden einem angrenzenden Stickoxid-Abscheidermodul 5
zugeführt. Das Stickoxid-Abscheidermodul 5 ist mit einem
geeigneten Katalysatormaterial versehen und dient der
Beseitigung von in den Abgasen enthaltenen schädlichen
Stickoxiden. Gemäß des dargestellten Ausführungsbeispiels
ist dem Stickoxid-Abscheidermodul 5 ein weiterer
Partikelfilter 6 nachgeschaltet, der hier allerdings unbeheizt
ist. Die Regeneration dieses unbeheizten Partikelfilters
6 wird über die Heizmittel 4 des vorderen Partikelfilters
2 durch die Wärme aus der Partikeloxidation im
Partikelfilters 2 mit übernommen. Die hierfür benötigte Wärme
wird über den Abgasstrom entsprechend weitergeleitet. Der
unbeheizte Partikelfilter 6 ist mit einer katalytischen
Beschichtung versehen. Entsprechend des hier
dargestellten modulartigen Aufbaus folgt dem unbeheizten
Partikelfilter 6 schließlich wiederum ein weiteres Stickoxid-
Abscheidermodul 7. Die über diese alternierende
Filteranordnung gereinigten Abgase 8 gelangen nach Verlassen des
Gehäuses 1 an die Atmosphäre.
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Gemäß Fig. 2 besteht der beheizbare
Partikelfilter 2 aus topfförmig ausgebildeten Einlasskanälen 9,
sowie parallel benachbart zu den Einlasskanälen 9
angeordneten Auslasskanäle 10. Zur Bildung der Topfform sind
die Einlasskanäle 9 endseitig mit einem Einlasskanalboden
11 versehen; die Auslasskanäle 10 sind eingangsseitig mit
einem Auslasskanalboden 12 verschlossen. Durch ihre
Ausrichtung strömen in die Einlasskanäle 9 die
partikelbeladenen Abgase 3 zur Filterung ein. Diese durchströmen die
porösen Wandabschnitte 13, welche durch die benachbarte
Anordnung der Einlasskanäle 9 zu den Auslasskanälen 10
gebildet werden, und gelangen durch die Auslasskanäle 10
hindurch als gereinigte Abgase 8 an die Atmosphäre. In
Folge der Filterung der partikelbeladenen Abgase 3 durch
die porösen Wandabschnitte 13 setzt sich seitens des
Einlasskanals 9 eine Partikelschicht 14 an den
Wandabschnitten 13 ab.
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Zur Regeneration des Partikelfilters 2 sind
elektrische Heizmittel 15a, 15b vorgesehen, die in den
Auslasskanälen 10 im Bereich des Auslasskanalbodens 12
angeordnet sind.
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Zur Einsparung elektrischer Energie werden die
elektrischen Heizmittel 15a, 15b mit einer
pulsweitenmodulierten Versorgungsspannung betrieben, welche durch
eine Generatoreinheit 16, ausgehend von der Spannungsquelle
17 erzeugt wird. Die elektrischen Heizmittel 15 sind nach
Art eines gewendelten Kantal-Drahts ausgebildet und sind
ausgehend vom zugeordneten Auslasskanalboden 12 in den
Auslasskanal 10 hineinragend angeordnet.
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Die von den elektrischen Heizmitteln 15
abgegebene Wärmestrahlung durchdringt die Wandabschnitte 13 im
Bereich der zugeordneten Auslasskanalböden 12, erwärmt
die Beschichtung bis auf die Aktivierungstemperatur und
löst damit das Abbrennen der in den angrenzenden
Einlasskanälen 9 befindlichen Partikelschicht 14 aus.
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Durch die den Partikelfilter 2 durchströmenden
Abgase wird die Wärme entlang der Partikelschicht 14 in
Richtung der Einlasskanalböden 11 zum Abbrennen der
gesamten Partikelschicht 14 weitertransportiert, wobei das
Abbrennen nach dem Start selbsttätig erfolgt (exotherme
Reaktion).
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Gemäß Fig. 3 grenzen an die mit elektrischen
Heizmitteln 15 ausgerüsteten Auslasskanäle 10a jeweils
unbeheizte Auslasskanäle 10b an. Die unbeheizten
Auslasskanäle 10b sind gegenüber den beheizten Auslasskanälen
10a nicht mit einem elektrischen Heizmittel 15 versehen.
Wie hier dargestellt, besitzen die Auslasskanäle 10 sowie
die Einlasskanäle 9 einen quadratischen Querschnitt, so
dass bei der gezeigten Anordnung der elektrischen
Heizmittel 15 lediglich 25% der Auslasskanäle 10 mit einem
elektrischen Heizmittel 15 zu versehen sind, um eine
vollständige Regeneration des Partikelfilters 2 zu
ermöglichen.
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Unter Bezugnahme auf Fig. 4 ist der
Partikelfilter 2 zweiteilig aufgebaut und besteht aus einem
einlassseitigen scheibenförmigen Partikelfilterdeckelteil 18,
das eine Kontaktseite 20 aufweist, welche mit einem
Partikelfilterhauptteil 19 in Kontakt tritt. Das
Partikelfilterdeckelteil 17 dient vornehmlich der Befestigung
oder Aufnahme der Heizmittel 15. Die Heizmittel 15 sind
in diesem Ausführungsbeispiel durch Kleben mit einem
temperaturbeständigen Klebstoff mit dem
Partikelfilterdeckelteil 18 verbunden. Um im befestigten Zustand der
Heizmittel 15 eine ebene Kontaktseite 20 zum
Partikelfilterhauptteil 19 zu bilden, sind die Heizmittel 15
innerhalb korrespondierender Ausnehmungen an der Kontaktseite
20 des Partikelfilterdeckelteils 18 eingelegt. Nach
Zusammenfügen des Partikelfilterdeckelteils 18 mit dem
Partikelfilterhauptteil 19 entsteht der erfindungsgemäße
beheizbare Partikelfilter 2.
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Gemäß der Ausführungsform nach Fig. 5 sind die
Heizmittel 15a in die einzelnen Auslasskanalabschnitte
10a des Partikelfilterdeckelteils 18a in Richtung der
Einlassseite hineinragend angeordnet und damit gänzlich
seitens des entsprechend dickeren
Partikelfilterdeckelteils 18a platziert. Die Länge der Auslasskanalabschnitte
10a des Partikelfilterdeckelteils 18a ist etwas größer
als die Länge der Heizelemente 15a. Zwischen dem
Partikelfilterdeckelteil 18a und dem Partikelfilterhauptteil
19a besteht zudem ein Strömungsspalt 22, wobei die
Kanalführung im Partikelfilterhauptteil 19a gegenüber dem
Partikelfilterdeckelteil 18a durch entsprechend eingebrachte
Stöpselelemente 21a versetzt erfolgt, um eine günstige
Strömungsführung zu schaffen. Über den bestehenden
Strömungsspalt 22 erfolgt die elektrische Verdrahtung der
Heizelemente 15a.
Bezugszeichenliste
1 Gehäuse
2 Partikelfilter, beheizt
3 Abgase, partikelbeladen
4 Heizmittel
5 Stickoxid-Abscheidermodul
6 Partikelfilter, unbeheizt
7 Stickoxid-Abscheidermodul
8 Abgase, gereinigt
9 Einlasskanal
10 Auslasskanal
11 Einlasskanalboden
12 Auslasskanalboden
13 Wandabschnitt
14 Partikelschicht
15 Heizmittel
16 Generatoreinheit
17 Spannungsquelle
18 Partikelfilterdeckelteil
19 Partikelfilterhauptteil
20 Kontaktseite
21 Stöpselelement
22 Strömungsspalt