DE10151415A1 - Solarzelle - Google Patents
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Abstract
Eine Solarzelle enthält eine erste p-Halbleiterschicht und eine auf dieser ausgebildete zweite n-Halbleiterschicht. Die Solarzelle weist eine Schicht A aus einem von der ersten und der zweiten Halbleiterschicht unterschiedlichen Halbleiter oder Isolator zwischen der ersten und der zweiten Halbleiterschicht auf. Der Bandabstand Eg¶1¶ der ersten Halbleiterschicht und der Bandabstand Eg¶2¶ der zweiten Halbleiterschicht entsprechen dem Verhältnis Eg¶1¶ < Eg¶2¶. Die Elektronenaffinität chi¶1¶ (eV) der ersten und die Elektronenaffinität chi¶2¶ (eV) der zweiten Halbleiterschicht erfüllen die Bedingung 0 (chi¶1¶-chi¶2¶) < 0,5 und die mittlere Dicke der Schicht A beträgt 1 nm oder darüber und 20 nm oder darunter.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Solarzellen.
CuInSe2 (nachfolgend bezeichnet als CIS) und Cu(In,Ga)Se2
(nachstehend CIGS) genannt), das erhalten wird durch Ersetzen
eines Teils von In des CIS durch Ga, sind bekannt als Verbin
dungshalbleiter (in Chalkopyritstruktur) mit mindestens einem
Element aus jeder der Gruppen Ib, IIIb und VIb. Konventionell
sind diese Halbleiter als Lichtabsorptionsschicht benutzende
Dünnschicht-Solarzellen Gegenstand von Untersuchungen. Diese
Dünnschicht-Solarzellen weisen einen hohen Energieumwandlungs-
Wirkungsgrad auf, der durch Lichteinwirkung oder dergleichen
keinerlei Beeinträchtigung erfährt. Damit finden diese Dünn
schicht-Solarzellen besondere Beachtung.
CIS oder CIGS als Lichtabsorptionsschicht benutzende
Solarzellen besitzen einen hohen Wirkungsgrad bei Einsatz
einer aus CdS bestehenden Fensterschicht. Der Grund hierfür
ist der, daß die Leitungsbandabweichung zwischen CdS und CIS
(bzw. CIGS) zur Herstellung von Hochleistungs-Solarzellen
geeignet ist. Zur Bereitstellung von Hochleistungs-Solarzellen
sollte deshalb für die Fensterschicht ein Halbleiter verwendet
werden, dessen Bandstruktur ähnlich dem von CdS und CIS (bzw.
CIGS) ist.
Beim Ausbilden der Fensterschicht unter Verwendung eines
Halbleiters mit einer Bandstruktur, die der von CdS ähnelt,
wird jedoch die als Lichtabsorptionsschicht dienende
Halbleiterschicht beschädigt, so daß der Wirkungsgrad
reduziert wird.
Damit besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in
der Bereitstellung einer Solarzelle mit einer Bandstruktur,
mittels der ein hoher Umwandlungswirkungsgrad erreichbar und
der Grad der Beschädigung der als Lichtabsorptionsschicht die
nenden Halbleiterschicht reduzierbar ist.
Eine erfindungsgemäße Solarzelle weist eine erste p-Halb
leiterschicht und eine über der ersten Halbleiterschicht aus
gebildete n-Halbleiterschicht auf. Die Solarzelle beinhaltet
eine Schicht A aus einem von der ersten und zweiten
Halbleiterschicht unterschiedlichen Isolator oder Halbleiter
zwischen der ersten und zweiten Halbleiterschicht. Der Band
abstand bzw. die Bandlücke Eg1 der ersten und der Bandabstand
bzw. die Bandlücke Eg2 der zweiten Halbleiterschicht erfüllen
die Bedingung Eg1<Eg2. Die Elektronenaffinität χ1(eV) der
ersten und die Elektronenaffinität χ2(eV) der zweiten Halb
leiterschicht entsprechen dem Verhältnis 0≦(χ1-χ2)<0,5. Die
mittlere Schichtdicke der Schicht A beträgt 1 nm oder mehr und
20 nm oder weniger, vorzugsweise etwa 1-20 nm. Diese
Solarzelle hat eine Bandstruktur, die einen hohen Um
wandlungswirkungsgrad bietet. Da weiterhin die Solarzelle mit
der Schicht A versehen ist, läßt sich eine Beschädigung der
als Lichtabsorptionsschicht dienenden ersten Halbleiterschicht
beim Ausbilden der zweiten Halbleiterschicht verhindern.
Deshalb wird mit dieser Zelle eine Hochleistungs-Solarzelle
bereitgestellt.
Die zweite Halbleiterschicht der vorbeschriebenen Solarzelle
ist durch Sputtern herstellbar. Diese Ausführungsform
ermöglicht die Herstellung der zweiten Halbleiterschicht in
verschiedenen Zusammensetzungen.
In der vorbeschriebenen Solarzelle kann die zweite Halb
leiterschicht aus einem Zn und Mg enthaltenden Oxid
hergestellt sein. Diese Ausführungsform vereinfacht die Bil
dung einer Bandstruktur, mit der ein hoher Wirkungsgrad er
reichbar ist. Bei dieser Ausführungsform sollte insbesondere
vorzugsweise das Oxid der generellen Formel Zn1-xMgxO
entsprechen, wobei 0≦x≦0,5 bzw. 0<x<0,5.
Die Schicht A der vorbeschriebenen Solarzelle kann Cd und S
bzw. Zn, O und S als Hauptkomponenten (Elementarbestandteile)
enthalten. Diese Ausführungsform gewährleistet einen aus
reichenden Übergang. Bei dieser Ausführungsform wird die
Schicht A vorzugsweise aus einer ein Salz von Cd oder Zn und
eine schwefelhaltige Verbindung enthaltenden Lösung herge
stellt. Diese Ausführungsform erlaubt die Herstellung der
Schicht A ohne Beschädigung der ersten Halbleiterschicht.
Die Schicht A der vorbeschriebenen Solarzelle kann aus einer
Se und mindestens eines der Elemente Zn und In enthaltenden
Verbindung hergestellt werden. Diese Ausführungsform gewähr
leistet einen zufriedenstellenden Übergang.
Die erste Halbleiterschicht der vorbeschriebenen Solarzelle
sollte vorzugsweise mindestens ein Element aus jeder der
Gruppen Ib, IIIb und VIb (Zusammensetzung 1) enthalten. Bei
dieser Zusammensetzung besteht vorzugsweise das Element aus
Gruppe Ib aus Cu, das Element aus Gruppe IIIb aus wenigstens
einem der Elemente In und Ga, und das Element aus Gruppe VIb
aus wenigstens einem der Elemente Se und S. In dieser
Ausführungsform wird eine Solarzelle mit besonders hohem
Wirkungsgrad bereitgestellt. In dieser Beschreibung betreffen
die "Gruppen Ib, IIIb und VIb" die "Gruppen 1B, 3B und 6B" der
Tabelle des Periodensystems der Elemente gemäß der alten
IUPAC-Empfehlung aus der Zeit vor 1985.
Im Falle der Zusammensetzung 1 sollte die Solarzelle ferner
vorzugsweise eine zwischen der ersten Halbleiterschicht und
der Schicht A angeordnete dritte Halbleiterschicht auf
weisen. Vorzugsweise enthält die dritte Halbleiterschicht ein
Element aus Gruppe Ib, ein Element aus Gruppe IIIb und
Schwefel und ist das Atomverhältnis des Schwefels in der
dritten Halbleiterschicht höher als in der ersten. Diese Aus
führungsform gewährleistet einen zufriedenstellenden Über
gang.
In der Zusammensetzung 1 enthält die erste Halbleiterschicht
vorzugsweise wenigstens eines der Elemente Cd und Zn auf ihrer
der Schicht A zugewandten Oberfläche. Mit dieser Ausführungs
form wird ein zufriedenstellender Übergang sichergestellt.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nach
stehend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht eines Beispiels der
erfindungsgemäßen Solarzelle;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht eines weiteren Beispiels
der erfindungsgemäßen Solarzelle;
Fig. 3 ein schematisches Diagramm, das die Bandstruktur
eines Teils der erfindungsgemäßen Solarzelle zeigt;
Fig. 4A ein Beispiel der für die Bandstruktur der
Solarzelle erzielten Simulationsergebnisse;
Fig. 4B ein weiteres Beispiel der für die Bandstruktur
der Solarzelle erzielten Simulationsergebnisse; und
Fig. 5 ein Beispiel für eine über ein Durchstrahlungs-
Elektronenmikroskop erhaltene Querschnittsansicht der erfin
dungsgemäßen Solarzelle.
Es folgt eine Beschreibung der vorliegenden Erfindung mit
Bezug auf die Zeichnungen. Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht
einer Solarzelle 10 als Beispiel für eine erfindungsgemäße So
larzelle.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist die Solarzelle 10 ein
Substrat 11, eine untere Elektrodenschicht 12, eine erste
Halbleiterschicht 13, eine Schicht 14 (Schicht A), eine zweite
Halbleiterschicht 15 und eine obere Elektrodenschicht 16,
wobei die Schichten sequenziell in dieser Reihenfolge auf dem
Substrat 11 ausgebildet sind, sowie auf der unteren Elektro
denschicht 12 bzw. der oberen Elektrodenschicht 16 angeordnete
Verbindungselektroden 17 und 18 auf.
Für das Substrat 11 kann beispielsweise Glas, nichtros
tender Stahl oder eine Polyimidschicht verwendet werden.
Die untere Elektrodenschicht 12 besteht aus einem leitenden
Material, beispielsweise einem Metall wie Mo.
Die erste Halbleiterschicht 13 ist ein p-Halbleiter und
dient als Lichtabsorptionsschicht. Die erste Halbleiterschicht
13 liegt näher an der rückseitigen Oberfläche als die zweite
Halbleiterschicht 15. Die erste Halbleiterschicht 13 kann bei
spielsweise eine Verbindungshalbleiterschicht mit wenigstens
einem Element aus jeder der Gruppen Ib, IIIb und VIb sein.
Insbesondere kann Cu als das Element aus Gruppe Ib, wenigstens
eines der Elemente In und GA als das Element aus Gruppe IIIb
und wenigstens eines der Elemente Se und S als das Element aus
Gruppe VIb verwendet werden. Insbesondere ist als erste Halb
leiterschicht 13 beispielsweise CuInSe2, Cu(In,Ga)Se2, CuInS2,
Cu(In,Ga)S2, CuIn(S,Se)2 oder Cu(In,Ga)(S,Se)2 einsetzbar.
Weiterhin enthält die erste Halbleiterschicht 13 vorzugsweise
wenigstens eines der Elemente Cd und Zn auf seiner der Schicht
14 zugewandten Oberfläche.
Die erfindungsgemäße Solarzelle kann außerdem eine dritte
Halbleiterschicht zwischen der ersten Halbleiterschicht 13 und
der Schicht 14 aufweisen. Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht
einer zusätzlich die dritte Halbleiterschicht 19 enthaltenden
Solarzelle 10a. Die dritte Halbleiterschicht 19 enthält ein
Element aus Gruppe Ib, ein Element aus Gruppe IIIb und
Schwefel. Die Schwefelgehaltsrate (Atom-%) in der dritten
Halbleiterschicht 19 ist höher als die der ersten
Halbleiterschicht 13. Insbesondere ist CuIn(Se,S)2 bzw.
Cu(In,Ga)(Se,S)2 als dritte Halbleiterschicht 19 einsetzbar.
Die Schicht 14 (Schicht A) ist zwischen der ersten Halb
leiterschicht 13 und der zweiten Halbleiterschicht 15
angeordnet. Die Schicht 14 ist aus einem von der ersten
Halbleiterschicht 13 und der zweiten Halbleiterschicht 15
unterschiedlichen Isolator oder Halbleiter hergestellt. Die
mittlere Dicke der Schicht 14 beträgt 1 nm oder mehr bzw. 20 nm
oder weniger, vorzugsweise 7 nm oder darüber bzw. 13 nm
oder darunter, beispielsweise 7-13 nm. Weiterhin sollte die
Schicht 14 in jedem Bereich eine Dicke von 1 nm oder mehr bzw.
20 nm oder weniger, vorzugsweise 7 nm oder darüber bzw. 13 nm
oder darunter, bzw. etwa 1-20 nm und vorzugsweise etwa 7-13 nm
aufweisen.
Die Schicht 14 kann Cd und S als Hauptkomponenten enthalten.
So kann beispielsweise eine Schicht aus CdS als Schicht 14
eingesetzt werden. Die Schicht 14 kann Zn, O und S als
Hauptkomponenten aufweisen. Zum Beispiel ist eine aus Zn(O,S)
hergestellte Schicht als Schicht 14 einsetzbar. Wahlweise kann
ein Zn und ein Element aus Gruppe IIIb (zum Beispiel In)
enthaltendes Oxid oder ein Zn und ein Element aus Gruppe III
enthaltendes Chalcogenid für die Schicht 14 benutzt werden.
Desweiteren ist eine Schicht aus einer Se und wenigstens eines
der Elemente Zn und In enthaltenden Verbindung als Schicht 14
einsetzbar. So kann eine Schicht aus ZnIn2Se4 verwendet werden.
Eine Schicht aus In2Se3 oder aus ZnSe läßt sich ebenfalls
einsetzen.
Die Schicht 14 ist beispielsweise durch Dampfabscheidung
oder Chemikalienbadauftrag herstellbar. So wird beispielsweise
zur Herstellung der Metall und Schwefel als Elementarbestand
teile aufweisenden Schicht 14 das mit der ersten
Halbleiterschicht 13 versehene Substrat 11 in eine Metallsalz
und eine schwefelhaltige Verbindung enthaltende Lösung
eingetaucht.
Die zweite Halbleiterschicht 15 besteht aus einem n-
Halbleiter. Die zweite Halbleiterschicht 15 wird über der
ersten Halbleiterschicht 13, d. h. auf der Lichteinfallseite,
angeordnet. Der Bandabstand Eg1(eV) der ersten Halb
leiterschicht 13 und der Bandabstand Eg2(eV) der zweiten
Halbleiterschicht 15 erfüllen die Bedingung Eg1<Eg2. Der
Bandabstand der ersten Halbleiterschicht 13 beträgt beispiels
weise 1,2 eV bis 1,5 eV, vorzugsweise 1,4 eV bis 1,5 eV.
Die Elektronenaffinität χ1(eV) der ersten Halbleiterschicht 13
und die Elektronenaffinität χ2(eV) der zweiten Halbleiter
schicht 15 entsprechen dem Verhältnis 0≦(χ1-χ2)<0,5 (vorzugs
weise 0<(χ1-χ2)<0,4). Fig. 3 zeigt diagrammatisch die Band
struktur der ersten Halbleiterschicht 13 und der zweiten
Halbleiterschicht 15. In Fig. 3 ist das Band der Schicht 14
weggelassen.
Ein Beispiel für die erste Halbleiterschicht 13 und die
zweite Halbleiterschicht 15 ist wie folgt: Die erste Halblei
terschicht 13 ist eine CIS- oder CIGS-Schicht, während die
zweite Halbleiterschicht 15 aus einem Zn und Mg enthaltenden
Oxid hergestellt ist. Insbesondere ist als zweite Halbleiter
schicht 15 eine aus Oxid entsprechend der Formel Zn1-xMgxO
(wobei 0<X<0,5, vorzugsweise 0,1<X<0,5) hergestellte Schicht,
einsetzbar. Ein solches Oxid kann beispielsweise durch
Sputtern hergestellt werden. In der Solarzelle 10 vermag die
Schicht 14 Schäden von der ersten Halbleiterschicht 13 selbst
dann fernzuhalten, wenn die zweite Halbleiterschicht 15 durch
Sputtern ausgebildet wird.
Die obere Elektrodenschicht 16 kann aus transparentem
leitenden Material, beispielsweise ZnO : Al, wobei ZnO mit Al
dotiert ist, oder ITO (Indiumzinnoxid) hergestellt sein.
Als Verbindungselektroden 17 und 18 sind Metallschichten
einsetzbar, beispielsweise ein Laminat aus einer NiCr- und ei
ner Au-Schicht.
Es folgt eine Beschreibung der Funktionen der Solarzelle
10, wobei als Beispiel eine Solarzelle mit einer CIGS-Schicht
als erste Halbleiterschicht 13, d. h. Lichtabsorptionsschicht,
gewählt ist.
Zur Verbesserung des Wirkungsgrads der eine Lichtabsorp
tionsschicht aus CIGS benutzenden Solarzelle ist es
zweckmäßig, den Bandabstand der CIGS-Schicht zu vergrößern. In
einer konventionellen Solarzelle mit einer Fensterschicht aus
CdS jedoch wird entgegen der Theorie bei einer Verbreiterung
des Bandabstands der CIGS-Schicht auf 1,3 eV der Wirkungsgrad
reduziert. Dies kann teilweise durch die Energiedifferenz
(Offset) im Leitungsband am Heteroübergang zwischen der als
Lichtabsorptionsschicht eingesetzten CIGS-Schicht und der als
Fensterschicht benutzten CdS-Schicht bedingt sein. E.
Herberholz et al. haben bereits ein Modell für den Übergang
zwischen CdS und CIGS (Solar Energy Materials and Solar Cells,
S. 227, Vol. 48, Nr. 3, veröffentlicht im Jahre 1997)
vorgestellt. In diesem Modell weist in dem Falle, wo das durch
die Anzahl der Atome in der CIGS-Schicht bestimmte Verhältnis
{Ga/(In+Ga)} kleiner ist als 0,5, die durch den Offset des
Leitungsbands zwischen der CdS- und der CIGS-Schicht
verursachte Banddiskontinuität eine zackenartige Form auf,
wobei das Leitungsband der CdS-Schicht hochgezogen und in die
Nachbarschaft des Übergangs projiziert ist. In dem Falle, wo
das durch die Zahl der Atome bestimmte Verhältnis {Ga/(In+Ga)}
größer ist als 0,5, hat die Banddiskonintuität eine
klippenartige Form, wobei das Leitungsband der CIGS-Schicht
hochgezogen und zwischen dem Leitungsband der CdS-Schicht und
dem der CIGS-Schicht eine Abtreppung (ein Sprung) gebildet
ist. Fig. 4A ist das Banddiagramm mit dem zackenartigen Offset
zwischen CdS- und CIGS-Schicht und Fig. 4B das Banddiagramm
mit dem klippenartigen Offset zwischen CdS und CIGS. Dieses
Modell deutet darauf hin, daß bei einer klippenartigen
Diskontinuität des Leitungsbands die Rekombination an der
Grenzfläche des Heteroübergangs und in der Nähe derselben
zunimmt, so daß der Umwandlungswirkungsgrad eine Reduzierung
erfährt. Ähnlich dieser Erscheinung ist in dem Falle, wo der
Bandabstand der CIGS-Schicht 1,2 eV-1,3 eV beträgt, zu
erwarten, daß bei Ersatz der als Fensterschicht dienenden CdS-
Schicht durch eine ZnO-Schicht die Banddiskontinuiät der
Leitungsbänder der ZnO- und der CIGS-Schicht klippenartig und
das Leitungsband der CIGS-Schicht hochgezogen ist.
Eine solche Banddiskontinuität des Leitungsbands des He
teroübergangs resultiert aus einer Differenz in der Elektro
nenaffinität zwischen der Fensterschicht und der als
Lichtabsorptionsschicht benutzten CIGS-Schicht. Allgemein ist
bezüglich eines n-Halbleiters und eines p-Halbleiters mit
unterschiedlichen Bandabständen im Falle von χn<χp, wobei χn
die Elektronenaffinität des n-Halbleiters und χp die des p-
Halbleiters sind, die Diskontinuität der Leitungsbänder
zackanartig, im Falle von χn<χp dagegen klippenartig. Ein
Vergleich der Elektronenaffinität zwischen einer Ga-freien
CuInSe2-Schicht und der CdS-Schicht ergibt, daß die
Elektronenaffinität der CdS-Schicht um etwa 0,2 eV bis 0,3 eV
geringer ist. Wird also ein Heteroübergang zwischen diesen
Halbleiterschichten gebildet, so entsteht ein Zacken auf der
CdS-Seite. Die Elektronenaffinität der CIGS-Schicht nimmt
jedoch mit zunehmender Ga-Konzentration in der CIGS-Schicht
ab. Wenn die Ga-Konzentration also ein bestimmtes Niveau
überschreitet, wird die Elektronenaffinität der CIGS-Schicht
kleiner als die der CdS-Schicht, so daß bei Bildung eines
Heteroübergangs bei diesen Halbleiterschichten eine Klippe auf
der CIGS-Seite entsteht.
Weiter wird die Form der Banddiskontinuität der Fenster-
und der CIGS-Schicht auch durch die Elektronenaffinität von
Fenster- und CIGS-Schicht bestimmt. Da bei einem Vergleich der
CdS-Schicht mit der als Fensterschicht eingesetzten ZnO-
Schicht die Elektronenaffinität von ZnO etwa 0,4 eV größer ist
als die von CdS, entsteht bei der Bildung eines Heteroüber
gangs eine Klippe selbst bei einer Ga-freien CulnSe2-Schicht,
was den Umwandlungswirkungsgrad verringern kann.
In dem Falle, wo die Elektronenaffinität der Fenster
schicht kleiner ist als die der Lichtabsorptionsschicht, so
daß ein Zacken im Leitungsband entsteht, ist die Energiedif
ferenz in den Leitungsbändern groß und wird also der Umwand
lungswirkungsgrad der Solarzelle beeinträchtigt. Die Energie
differenz zwischen CdS und CIGS beträgt etwa 0,2 eV bis 0,3 eV,
was im wesentlichen keine Sperre gegen einen Ladungsträger
transport entstehen läßt. Wird andererseits beispielsweise ZnS
als Fensterschicht benutzt, so liegt die Energiedifferenz
zwischen ZnS und CIGS bei ca. 1,6 eV, was eine Sperre für pho
toangeregte Ladungsträger bildet. In diesem Falle wird der
Trägertransport verhindert, so daß Photostrom von außen im
wesentlichen nicht zugänglich ist. Deshalb wird der Umwand
lungswirkungsgrad verringert. Wird also ein Zacken in den Lei
tungsbändern der Fenster- und der Lichtabsorptionsschicht ge
bildet, so liegt ein optimaler Energiedifferenzbereich (Off
setbereich) im Leitungsband vor, der einen hohen Umwandlungs
wirkungsgrad sicherstellt. In Anbetracht der vorbeschriebenen
optimalen Bereiche werden die Elektronenaffinitäten und Band
abstände der ersten Halbleiterschicht 13 (Lichtabsorptions
schicht) und der zweiten Halbleiterschicht 15 (Fensterschicht)
für die Solarzelle 10 festgelegt (siehe JP 2000-323733A und
US-A-6 259 016). Obgleich die Schicht 14 zwischen der ersten
Halbleiterschicht 13 und der zweiten Halbleiterschicht 15
angeordnet ist, ist diese Schicht 14 dennoch so dünn, daß sie
den optimalen Bereich kaum beeinträchtigt.
Wie vorbeschrieben, wird mit der Solarzelle 10 dieser Aus
führungsform eine Solarzelle bereitgestellt, mit der ein hoher
Wirkungsgrad erreichbar ist. Da die Solarzelle 10 die Schicht
14 aufweist, wird weiterhin eine Beschädigung der ersten Halb
leiterschicht 13 beim Ausbilden der zweiten Halbleiterschicht
15 verhindert. Insbesondere wird die Beschädigung der ersten
Halbleiterschicht 13 selbst dann ausgeschlossen, wenn die
zweite Halbleiterschicht durch Sputtern hergestellt wird.
Es folgt eine detaillierte Beschreibung der vorliegenden
Erfindung anhand von Beispielen.
Beispiel 1 beinhaltet das Herstellen einer Cu(In,Ga)Se2-
Schicht (CIGS-Schicht) sowie einer CdS-Schicht auf der CIGS-
Schicht durch Chemikalienbadauftrag.
Zunächst wurden eine Mo-Schicht auf einem Glassubstrat
durch Sputtern sowie auf dieser eine Cu(In,Ga)Se2-Schicht
(Dicke 2 µm) durch Dampfabscheidung hergestellt.
Als Nächstes wurde hierauf eine CdS-Schicht durch Chemi
kalienbadauftrag ausgebildet. Insbesondere wurde zuerst eine
Cadmiumacetat (Cd(CH3COO)2), Thioharnstoff (NH2CSNH2), Ammoni
umacetat (CH3COONH4) und Ammoniak enthaltende Lösung herge
stellt. Die Konzentration des Cadmiumacetats in der Lösung be
trug 0,001 M, die des Thioharnstoffs 0,005 M, des Ammoniumace
tats 0,01 M und die Ammoniakkonzentration 0,4 M. Der Behälter
mit dieser Lösung wurde in ein Heißwasserbad eingesetzt, das
auf einer Temperatur von 85°C gehalten wurde. Das Substrat
wurde zur Herstellung einer CdS-Schicht in diese Lösung ein
getaucht. Nach einer Behandlungsdauer von acht Minuten ergab
sich eine CdS-Schicht von 10 nm Dicke.
Beispiel 2 betrifft die Herstellung einer Cu(In,Ga)Se2-
Schicht (CIGS-Schicht) sowie einer Zn(O,S)-Schicht auf der
CIGS-Schicht durch Chemikalienbadauftrag.
Als Erstes wurden eine Mo-Schicht und eine Cu(In,Ga)Se2-
Schicht (Dicke 2 µm) auf einem Glassubstrat in gleicher Weise
wie im Beispiel 1 hergestellt.
Als Nächstes wurde hierauf eine Zn(O,S)-Schicht durch
Chemikalienbadauftrag ausgebildet. Insbesondere wurde zuerst
eine Zinkacetat (Zn(CH3COO)2), Thioharnstoff (NH2CSNH2) und
Ammoniak enthaltende Lösung hergestellt. Die Konzentration des
Zinkacetats in der Lösung betrug 0,025 M, die des Thioharn
stoffs 0,375 M und die Ammoniakkonzentration 2,5 M. Der Behälter
mit dieser Lösung wurde in ein Heißwasserbad eingesetzt, das
auf einer Temperatur von 85°C gehalten wurde. Das Substrat
wurde zur Herstellung einer Zn(O,S)-Schicht in diese Lösung
eingetaucht. Nach einer Behandlungsdauer von acht Minuten er
gab sich eine Zn(O,S)-Schicht von 10 nm Dicke.
Beispiel 3 beinhaltet die Herstellung einer Cu(In,Ga)Se2-
Schicht (CIGS-Schicht) sowie einer ZnIn2Se4-Schicht auf der
CIGS-Schicht durch Dampfabscheidung.
Zuerst wurde eine Mo-Schicht auf Natronkalkglas durch
Sputtern hergestellt. Sodann wurden Cu, In, Ga und Se enthal
tende Zellen erhitzt, so daß eine Cu(In,Ga)Se2-Schicht auf die
Mo-Schicht niedergebracht wurde. Während dieses Verfahrens
wurde die Temperatur jeder Zelle zur Veränderung der Verdamp
fungsmenge einer jeden Substanz geändert, so daß die Zusam
mensetzung der Cu(In,Ga)Se2-Schicht kontrolliert wurde.
Anschließend wurden Tiegel mit Zn, In und Se erhitzt, wo
bei die Temperatur eines jeden Tiegels verändert wurde, so daß
sich eine ZnIn2Se4-Schicht ergab. Die Herstellungsdauer betrug
eine Minute. Die Zusammensetzung der so gebildeten Schicht
wurde durch Photoelektronen-Spektroskopie geprüft. Als
Ergebnis wurde Zn : In : Se = 1 : 2 : 4 festgestellt. Bei der Quer
schnittskontrolle der hergestellten Schicht mittels eines
Durchstrahlungs-Elektronenmikroskops ergab sich eine Dicke von
ca. 10 nm.
In diesem Beispiel wurde zwar ein Verfahren zur Herstel
lung der ZnIn2Se4-Schicht beschrieben, doch konnte in gleicher
Weise eine In2Se3- und eine ZnSe-Schicht hergestellt werden.
Beispiel 4 bezieht sich auf die Herstellung einer erfin
dungsgemäßen Solarzelle.
Zuerst wurden eine Mo-Schicht auf einem Glassubstrat
durch Sputtern und hierauf eine Cu(In,Ga)Se2-Schicht (Dicke 2 µm)
durch Dampfauftrag hergestellt.
Als Nächstes wurde die in der Ausführungsform beschriebe
ne dritte Halbleiterschicht 19 auf der Oberfläche der Cu
(In,Ga)Se2-Schicht (der ersten Halbleiterschicht 13 entspre
chend) ausgebildet. Insbesondere wurde zunächst eine Lösung
aus Indiumchlorid (InCl3), d. h. eine In enthaltende Verbindung
(Salz), und Thioacetamid (CH3CSNH2) hergestellt. Die Konzentra
tion an Indiumchlorid in der Lösung betrug 0,005 M und die an
Thioacetamid 0,1 M, der pH-Wert lag bei 1,9. Der Behälter mit
dieser Lösung wurde in ein Heißwasserbad eingesetzt, dessen
Temperatur auf 75°C gehalten wurde. Das mit der Cu(In,Ga)Se2-
Schicht versehene Substrat wurde etwa 10 Sekunden lang in die
se Lösung eingetaucht. Danach wurde das Substrat aus der Lö
sung herausgenommen und mit reinem Wasser abgewaschen. Damit
ergab sich eine Cu(In,Ga)(Se,S)2-Schicht auf der Cu(In,Ga)Se2-
Schicht.
Sodann wurde nach dem in Beispiel 2 berschriebenen Ver
fahren eine CdS-Schicht auf der CIGS-Schicht hergestellt.
Weiter wurde eine Zn0,9Mg0,1O-Schicht (Dicke 100 nm) auf
der CdS-Schicht durch Sputtern mit zwei Targets, nämlich einem
ZnO- und einem MgO-Target, ausgebildet. Das Sputtern erfolgte
mit einem Argongasdruck von 2,66 Pa (2 × 10-2 Torr), einer dem
ZnO-Target beaufschlagten Hochfrequenzleistung von 200 W und
einer dem MgO-Target beaufschlagten Hochfreguenzleistung von
100 W.
Weiter wurde eine transparente leitende Schicht aus ITO
(Dicke 100 nm) durch Sputtern gebildet. Insbesondere erfolgte
die Ausbildung der Schicht mit einem Argongasdruck von
1.064 Pa (8 × 10-3 Torr) und einer Hochfrequenzleistung von 400 W.
Anschließend wurden die Verbindungselektroden durch Auflami
nieren einer NiCr- und einer Au-Schicht nach dem Elektronen
strahlverdampfungsverfahren hergestellt. Fig. 5 zeigt die über
Durchstrahlungs-Elektronerunikroskop erhaltene Querschnittsan
sicht der so hergestellten Solarzelle. Wie aus Fig. 5 ersicht
lich, wurde die Struktur durch Auflaminieren der CIGS-, der
CdS- und der ZnMgO-Schicht erzielt.
Die Charakteristiken der Solarzelle wurden durch Bestrah
len der so hergestellten Solarzelle mit pseudosolarem Licht
mit einer AM (atmosphärischen Masse) von 1,5 bei 100 mW/cm2
gemessen. Die Ergebnisse waren wie folgt: In einer Solarzelle,
in welcher eine dünne CdS-Schicht (entsprechend der Schicht
14) zwischen der CIGS-Schicht (entsprechend der ersten Halb
leiterschicht 13) und der Zn1-xMgxO-Schicht (entsprechend der
zweiten Halbleiterschicht 15) vorhanden war, lagen der Kurz
schlußstrom bei 32,5 mA/cm2, die Leerlaufspannung bei 0,65 V,
der Füllfaktor bei 0,76 und der Umwandlungswirkungsgrad bei
16,1%.
Andererseits wurde zum Vergleich eine Solarzelle ohne die
CdS-Schicht hergestellt, deren Charakterstiken sodann gemessen
wurden. Bei dieser als Vergleichsbeispiel dienenden Solarzelle
wurde der Kurzschlußtrom mit 35,3 mA/cm2, die Leerlaufspan
nung mit 0,56 V, der Füllfaktor mit 0,57 und der Umwandlungs
wirkungsgrad mit 11,1% festgestellt.
In der Solarzelle gemäß Beispiel 4 wurde eine dünne CdS-
Schicht benutzt, so daß ein Übergang mit weniger Fehlern er
zielt und damit eine Solarzelle mit überragenden Eigenschaften
erfolgreich hergestellt wurde.
Beispiel 5 ist ein weiteres Beispiel für die Herstellung
der erfindungsgemäßen Solarzelle.
Zunächst wurden eine Mo-Schicht auf einem Glassubstrat
durch Sputtern sowie auf dieser eine Cu(In,Ga)Se2-Schicht
(Dicke 2 µm) durch Dampfabscheidung hergestellt.
Als Nächstes wurde eine Lösung aus Indiumchlorid (InCl3),
d. h. einer In enthaltenden Verbindung (Salz), und Thioacetamid
hergestellt. Die Konzentration an Indiumchlorid in der Lösung
betrug 0,005 M und die an Thioacetamid 0,1 M, der pH-Wert lag
bei 1,9. Der Behälter mit dieser Lösung wurde in ein Heiß
wasserbad eingesetzt, dessen Temperatur auf 75°C gehalten
wurde. Das mit der Cu(In,Ga)Se2-Schicht versehene Substrat
wurde etwa 10 Sekunden lang in diese Lösung eingetaucht.
Danach wurde das Substrat aus der Lösung herausgenommen und
mit reinem Wasser abgewaschen. Damit ergab sich in gleicher
Weise wie in Beispiel 4 beschrieben eine Cu(In,Ga)(Se,S)2-
Schicht auf der Cu(In,Ga)Se2-Schicht.
Sodann wurde eine Lösung aus Cadmiumsulfat (CdSO4), d. h.
einer Cadmium enthaltenden Verbindung (Salz), und Ammoniak
hergestellt. Die Konzentration an Cadmiumsulfat in der Lösung
betrug 0,001 M und die an Ammoniak 1 M. Der Behälter mit dieser
Lösung wurde in ein auf 85°C gehaltenes Wasserbad eingesetzt.
Die CIGS-Schicht wurde sechs Minuten lang in die Lösung einge
taucht. Danach wurde das Substrat aus der Lösung herausgenom
men und mit reinem Wasser abgewaschen. Damit wurde Cd zusätz
lich auf die CIGS-Schicht aufgebracht.
Als Nächstes wurde durch Chemikalienbadauftrag, wie in
Beispiel 2 beschrieben, eine Zn(O,S)-Schicht auf der CIGS-
Schicht gebildet.
Desweiteren wurde eine Zn1-xMgxO-Schicht (Dicke 100 nm)
auf der Zn(O,S)-Schicht durch Sputtern mit zwei Targets,
nämlich einem ZnO- und einem MgO-Target, hergestellt. Das
Sputtern erfolgte mit einem Argongasdruck von 2,66 Pa (2 × 10-2
Torr), einer dem ZnO-Target beaufschlagten Hochfrequenz
leistung von 200 W und einer dem MgO-Target beaufschlagten
Hochfrequenzleistung von 100 W.
Weiter wurde eine transparente leitende Schicht aus ITO
(Dicke 100 nm) durch Sputtern gebildet. Insbesondere erfolgte
die Ausbildung der Schicht mit einem Argongasdruck von 1.064
Pa (8 × 10-3 Torr) und einer Hochfrequenzleistung von 400 W.
Anschließend wurden die Verbindungselektroden durch Aufla
minieren einer NiCr- und einer Au-Schicht nach dem Elektronen
strahlverdampfungsverfahren hergestellt.
Die Charakteristiken der Solarzelle wurden durch Bestrah
len der so hergestellten Solarzelle mit pseudosolarem Licht
mit einer AM (atmosphärischen Masse) von 1,5 bei 100 mW/cm2
gemessen. Die Ergebnisse waren wie folgt: In einer Solarzelle,
in der eine dünne Zn(O,S)-Schicht (entsprechend der Schicht
14) zwischen der CIGS-Schicht (entsprechend der ersten Halb
leiterschicht 13) und der Zn1-xMgxO-Schicht (entsprechend der
zweiten Halbleiterschicht 15) vorhanden war, lagen der Kurz
schlußstrom bei 33,3 mA/cm2, die Leerlaufspannung bei 0,55 V,
der Füllfaktor bei 0,71 und der Umwandlungswirkungsgrad bei
13,0%.
Andererseits wurde zum Vergleich eine Solarzelle ohne die
Zn(O,S)-Schicht hergestellt, deren Charakterstiken sodann ge
messen wurden. Bei dieser als Vergleichsbeispiel dienenden
Solarzelle wurde der Kurzschlußtrom mit 29,5 mA/cm2, die
Leerlaufspannung mit 0,47 V, der Füllfaktor mit 0,60 und der
Umwandlungswirkungsgrad mit 8,3% festgestellt.
In der Solarzelle gemäß Beispiel 5 wurde eine dünne
Zn(O,S)-Schicht benutzt, so daß ein Übergang mit weniger
Fehlern erzielt und damit eine Solarzelle mit guten Eigen
schaften erfolgreich hergestellt wurde.
In diesem Beispiel diente die Zn(O,S)-Schicht als Schicht
14, doch wurde die gleiche Wirkung wie bei Verwendung der in
Beispiel 3 beschriebenen ZnIn2Se4-, In2Se3- oder ZnSe-Schicht
erzielt.
Die Erfindung ist auch in anderer Form ausführbar, ohne
daß vom Erfindungsgedanken bzw. wesentlichen Merkmalen der
Erfindung abgewichen wird. Die in dieser Anmeldung offenbarten
Ausführungsformen sind in jeder Hinsicht als ausschließlich
der Darstellung dienend und keinerlei Beschränkung ableitend
zu betrachten. Der Schutzumfang der Erfindung ist durch die
beiliegenden Ansprüche und nicht durch die vorstehende
Beschreibung festgelegt, wobei alle in die Bedeutung und den
Äquivalenzbereich der Ansprüche fallenden Änderungen als in
diesen eingeschlossen zu gelten haben.
Claims (13)
1. Solarzelle mit einer ersten p-Halbleiterschicht und einer
auf dieser ausgebildeten zweiten n-Halbleiterschicht,
wobei die Solarzelle eine Schicht A zwischen der ersten
und der zweiten Halbleiterschicht aufweist, die aus einem
von der ersten und der zweiten Halbleiterschicht unter
schiedlichen Isolator oder Halbleiter besteht,
wobei ein Bandabstand Eg1 der ersten Halbleiterschicht
und ein Bandabstand Eg2 der zweiten Halbleiterschicht dem
Verhältnis Eg1<Eg2 entsprechen, die Elektronenaffinität
χ1(eV) der ersten und die Elektronenaffinität χ2(eV) der
zweiten Halbleiterschicht die Bedingung 0≦(χ1-χ2)<0,5
erfüllen und
eine mittlere Dicke der Schicht A 1 nm oder darüber und
20 nm oder darunter beträgt.
2. Solarzelle nach Anspruch 1, wobei die zweite Halbleiter
schicht durch Sputtern gebildet ist.
3. Solarzelle nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zweite Halb
leiterschicht aus einem Zn und Mg enthaltenden Oxid her
gestellt ist.
4. Solarzelle nach Anspruch 3, wobei das Oxid der generellen
Formel Zn1-xMgxO entspricht und wobei 0<x<0,5.
5. Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die
Schicht A als Hauptkomponenten Cd und S enthält.
6. Solarzelle nach Anspruch 5, wobei die Schicht A unter
Verwendung einer ein Salz von Cd und eine
schwefelhaltige Verbindung enthaltenden Lösung
hergestellt ist.
7. Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die
Schicht A als Hauptkomponenten Zn, O und S enthält.
8. Solarzelle nach Anspruch 7, wobei die Schicht A aus einer
ein Salz von Zn und eine schwefelhaltige Verbindung ent
haltenden Lösung hergestellt ist.
9. Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die
Schicht A aus einer Se und wenigstens eines der Elemente
Zn und In enthaltenden Verbindung hergestellt ist.
10. Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die
erste Halbleiterschicht wenigstens ein Element aus jeder
der Gruppen Ib, IIIb und VIb enthält.
11. Solarzelle nach Anspruch 10, wobei das Element aus Gruppe
Ib Cu, das Element aus Gruppe IIIB wenigstens eines der
Elemente In und Ga und das Element aus Gruppe VIb
wenigstens eines der Element Se und S ist.
12. Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 11, die ferner
eine dritte Halbleiterschicht zwischen der ersten Halb
leiterschicht und Schicht A aufweist,
wobei die dritte Halbleiterschicht ein Element aus
Gruppe Ib, ein Element aus Gruppe IIIB und Schwefel
enthält und das Atomverhältnis des Schwefels in der
dritten Halbleiterschicht größer als das in der ersten
Halbleiterschicht ist.
13. Solarzelle nach Anspruch 10, wobei die erste Halbleiter
schicht wenigstens eines der Elemente Cd und Zn auf
ihrer der Schicht A zugewandten Oberfläche enthält.
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