DE10150752A1 - Ventiltreiber - Google Patents
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Abstract
Bisherige Ventiltreiber weisen eine Ventilspule, eine Schalt-, eine Freilauf- und Abklemmvorrichtung auf, wobei parallel zur Spule die Freilauf- und die Abklemmvorrichtung angeordnet sind. Die Schaltvorrichtung ist seriell zur Ventilspule angeordnet. Die Spannungsfestigkeit, die bei solchen Aufbauten benötigt wird, kann bei höheren Versorgungsspannungen nicht mit Standardbauelementen realisiert werden. DOLLAR A Der neue Ventiltreiber besteht aus denselben Komponenten, jedoch sind hier die Ventilspule, die Abklemmvorrichtung und die Schaltvorrichtung seriell und die Freilaufvorrichtung parallel zur Ventilspule und zur Abklemmvorrichtung angeordnet. DOLLAR A Diese Ventiltreiber eignen sich für Ventilsteuerungen, insbesondere im Kraftfahrzeugbereich, die mit energiereichen Bordnetzen, insbesondere mit 42 V-Bordnetzen arbeiten. Derartige Ventiltreiber können dann mit herkömmlichen Bauteilen zuverlässig und kostengünstig aufgebaut werden.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Ventiltreiber zur Betätigung eines Ventils gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Insbesondere hydraulische Systeme mit elektronischer Regelung enthalten als wesentliche Komponenten Ventiltreiber für Ventile, mit denen der hydraulische Druck in der gewünschten Weise elektronisch gesteuert oder geregelt wird. Zu diesen hydraulischen Systemen gehören z. B. elektrohydraulische Bremsanlagen (EHB), insbesondere Blockierschutzregelung (ABS), Antriebsschlupfregelungssysteme (ASR), elektronische Systeme zur Bremskraftverteilung (EBV) und elektronische Stabilisierungssysteme (ESP). In diesen Systemen werden die Ventile oder Teile davon in elektromagnetischen Ventilspulen angeordnet. Bei der Bestromung der Spulen werden Magnetfelder erzeugt, mit denen die Ventile betätigt werden. Die Stromzufuhr der Spulen wird über Transistoren geregelt. Bei den oben genannten Systemen wird die elektrische Energie dem Bordnetz, das heißt einer Gleichspannungsquelle entnommen und mittels der Ventilspule in magnetische Energie umgewandelt, die dann dazu verwendet wird, ein Ventil von einer Grundstellung, das heißt die Lage des Ventils ohne Einwirkung eines Magnetfeldes, in mindestens eine gewünschte Arbeitsstellung, bei Einwirkung eines Magnetfeldes zu bewegen.
- Ein solcher Ventiltreiber für ein 14 V Bord-Netz ist in Fig. 1 abgebildet. Dieser befindet sich beispielsweise in heutigen EHB-Systemen für Kraftfahrzeuge. Hierbei wird beim Bremsen die Energiezufuhr von der Gleichspannungsquelle 5, mit der Spannung UBat = 14 V, zur Ventilspule 4 über eine Puls-Weiten-Modulation (PWM) gesteuert. Diese PWM erfolgt mithilfe einer Schaltvorrichtung 1, beispielsweise eines Transistors T1. Bei diesem Transistor T1 handelt es sich um einen n-Kanal MOS-FET, dessen DRAIN-Anschluss mit der Spule 4 verbunden ist und dessen SOURCE- Anschluss auf Masse liegt, so dass im PWM-Betrieb beim kurzen EIN- und AUS-Schalten (z. B.: tPWMein ≍ tPWMaus ≍ 0,2 ms) des MOS-FETs, das Ventil in der Ventilspule 4 bedingt durch die Trägheit des Aufbaus auf einer bestimmten Arbeitsstellung gehalten werden kann. Um die in der Ventilspule 4 befindliche Energie zu erhalten, ist parallel zur Ventilspule 4 eine Freilaufvorrichtung 2, insbesondere ein Freilauftransistor T2, geschaltet, dessen DRAIN-Abschluss mit dem + 14 V-Potential der Gleichspannungsquelle 5 verbunden ist und der den Stromfluss bei der PWM-Ansteuerung in der Ventilspule 4 aufrechterhält. Antiseriell zu diesem Freilauftransistor T2 ist mit dessen SOURCE-Anschluss der SOURCE-Anschluss einer Abklemmvorrichtung 3, insbesondere eines Lösch- oder Abklemmtransistor T3, verbunden. Beim langandauernden AB-Schalten des Magnetfeldes tAB (tAB >> tPWMaus, tAB ≍ 1-2 ms) zieht der Lösch- oder Abklemmtransistor T3 den Strom schnell aus der Ventilspule 4, so dass sich das Ventil von der Arbeitsstellung in die Grundstellung zurückbewegt. Dieser Abklemmtransistor T3 wirkt während des Abschaltvorgangs wie eine Zenerdiode, die mit Hilfe des antiseriellen Diodenpaars 11, die im Abklemmtransistor T3 beinhaltet sind, realisiert wird. Hierbei wird beispielsweise während des Brems-Betriebes der Spulenstrom schnell abgezogen. Der DRAIN-Anschluss des Abklemmtransistors T3 ist hierbei mit der Ventilspule 4 verbunden. Im Standard-Bremsbetrieb ist dieser Transistor T3 ständig eingeschaltet. Die Dauer des Abschaltvorgangs tAB wird durch die Spannung UT3 des Abklemmtransistors T3 bestimmt. Um eine Abschaltzeit tAB von tAB ≍ 1-2 ms zu erreichen, sollte diese bei einem 14 V-Bordnetz ca. UT3 = 20 V betragen. Um die Verluste im Ventiltreiber möglichst gering zu halten, sollte der Widerstand der beiden Transistoren T2 und T3 im gesamten Freilaufpfad genauso hoch sein wie der Widerstand von dem Schalttransistor T1: RDSonT1 = RDSonT2 + RDSonT3. Sind die Widerstände von T2 und T3 gleich groß mit RDSonT2 = RDSonT3 = RDSon, dann gilt:
RDSonT1 = 2 × RDSon.
- Für die Spannungsfestigkeit UDS(BR) der Transistoren T1, T2 und T3 werden in diesem Anwendungsbeispiel die folgenden Werte festgesetzt:
UDS(BR)T2 = UDS(BR)T3 = 25 V und UDS(BR)T1 = 50 V
- Der Wert für UDS(BR)T2 = UDS(BR)T3 von 25 V ergibt sich aus der maximal zulässigen Betriebsspannung und einem beliebig wählbaren Sicherheitsfaktor.
- Der Wert für UDS(BR)T1 von 50 V ergibt sich aus der Summe der maximal zulässigen Betriebsspannung, der Spannung UT3 des Abklemmtransistors und einem beliebig wählbaren Sicherheitsfaktor.
- Nachteilig bei einem so aufgebauten Ventiltreiber ist es jedoch, dass ein solcher Ventiltreiber für Bordnetze mit einer höheren Versorgungsspannung UBat > 14 V nicht mehr verwendet werden kann, da der hierfür benötigte Transistor T1 nicht mehr mit einem Standardhalbleiterprozess hergestellt werden kann. Würde sich beispielsweise die Versorgungsspannung UBat von 14 V auf 42 V verdreifachen, so würde man zur Reduzierung des Spulenstroms ISP die Windungszahl der Spulenanordnung verdreifachen und bei gleichem Gewicht der Spulenanordnung den Drahtquerschnitt der Windungen dritteln. Dadurch wäre gewährleistet, dass man die gleiche Amperewindungszahl bei dreifacher Spannung erreicht. Der Spulenstrom ISP würde gedrittelt und damit die Belastung für die Elektronik und deren Komponenten deutlich vermindert. Jedoch müsste dann zur Erreichung der bereits beschriebenen Abschaltzeit, die Spannung UT3 am Abklemmtransistor T3 UT3 = 60 V betragen. Dies hätte dann wiederum zur Folge, dass die Spannungsfestigkeit UDS(BR) der Transistoren T1, T2 und T3 in diesem Anwendungsbeispiel folgende Werte aufweisen müsste:
UDS(BR)T2 = UDS(BR)T3 = 75 V und UDS(BR)T1 150 V
- Aufgrund der dreifach höheren Betriebsspannung ergeben sich ca. dreifach höhere Werte für die Durchbruchsspannungen der entsprechenden Transistoren.
- Eine Spannungsfestigkeit von UDS(BR)T1 = 150 V ist mit einem Standard- Halbleiterprozess nur schwer zu realisieren. Die für eine solche Spannungsfestigkeit benötigte Halbleiterfläche wäre zu groß für einen Standardherstellungsprozess.
- Aufgabe der Erfindung ist es einen Ventiltreiber aufzuzeigen, der sich für höhere Bordnetzspannungen eignet und mit Standardkomponenten aufgebaut werden kann.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst. Hierbei wird die Abklemmvorrichtung, die den gespeicherten Spulenstrom schnell abführt, seriell zwischen der Ventilspule und der Schaltvorrichtung angeordnet und die Freilaufvorrichtung wird parallel zur dieser Abklemmvorrichtung und zur Ventilspule eingebaut.
- Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass derartige Ventiltreiber kostengünstig aufgebaut werden können, da beispielsweise für das 42 V- Bordnetz 20% der Transistorfläche eingespart werden kann. Ferner kann mit einem solchen Aufbau eine zusätzliche Schaltfunktion genutzt werden.
- Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Hierbei können die Halbbrücken bestehend aus dem Freilauf- und dem Schalttransistor für mehrere Spulen, die nicht gleichzeitig angesteuert werden müssen, zusammengefasst werden. Auch ergeben sich zusätzliche Vorteile, wenn es sich bei den Transistoren um MOS-FETs handelt, die pulsweitenmoduliert betrieben werden.
- Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mithilfe der Figuren näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1 herkömmlicher Ventiltreiber
- Fig. 2 Ventiltreiber mit Halbbrücke
- Fig. 3 Ventiltreiber mit Ansteuerschaltung
- Fig. 4 Diagramm der Ein-, Aus- und Abschaltzeiten
- Fig. 2 zeigt einen Ventiltreiber mit einer Halbbrücke. Die Halbbrücke besteht aus der Schalt- und der Freilaufvorrichtung 1 und 2, die in diesem Ausführungsbeispiel von den zwei Transistoren T1 und T2 gebildet werden, die seriell zwischen der Versorgungsspannung UBat 5 und dem Masseanschluss angeordnet sind. In diesem Anwendungsbeispiel ist der DRAIN-Anschluss eines n-Kanal MOS-FET T2, der den Freilauftransistor 2 ausbildet, mit der Versorgungsspannung UBat 5 verbunden. Der SOURCE- Anschluss von T2 ist mit dem DRAIN-Anschluss eines n-Kanal MOS-FET T1, der den Schalttransistor 2 ausbildet, verbunden. Der SOURCE- Anschluss von T1 ist auf Masse gelegt. Parallel zum Freilauftransistor T2 ist die Ventilspule 4 angeordnet, wobei sich seriell zur Ventilspule 4 ein dritter n-Kanal MOS-FET 3, der als Lösch- oder Abklemmtransistor T3 dient, befindet. Dieser Abklemmtransistor T3 arbeitet wie eine Zenerdiode, aufgrund des antiseriellen Diodenpaars 11, die im Abklemmtransistor T3 beinhaltet sind. Dadurch wird beim Abschaltvorgang die Energie schnell aus der Ventilspule 4 gezogen. Der DRAIN-Anschluss des Abklemmtransistors T3 ist hierbei mit einem Anschluss der Spule 4 verbunden, während der andere Anschluss der Spule 4 mit der Versorgungsspannung UBat 5 in Verbindung steht. Weiter ist die Schaltung so aufgebaut, dass der Abklemmtransistor T3 und der Freilauftransistor T2 einen gemeinsamen SOURCE-Anschluss aufweisen. Alternativ dazu können die beiden Transistoren T2 und T3 auch einen gemeinsamen DRAIN-Anschluss aufweisen.
- Bei dieser Anordnung wird die Energiezufuhr von der Gleichspannungsquelle 5 zur Ventilspule 4 über eine Puls-Weiten- Modulation (PWM) mit dem Schalttransistor T1 gesteuert. Jedoch bewirkt dieser Ventiltreiber, dass beim ABS-Betrieb der Abklemmtransistor T3 immer gleichzeitig mit dem Schalttransistor T1 ausgeschaltet wird und nicht, wie bisher üblich, die ganze Zeit eingeschaltet bleibt.
- Beim PWM-Betrieb wird während des kurzen EIN- und AUS-Schaltens (z. B.: tPWMein ≍ tPWMaus ≍ 0,2 ms) des Schalttransistors T1 das Ventil in der Ventilspule 4 bedingt durch die Trägheit des Aufbaus auf einer bestimmten Position gehalten. Um die in der Ventilspule 4 befindliche Energie zu erhalten, ist parallel zur Ventilspule 4 der Freilauftransistor T2 geschaltet, dessen DRAIN-Abschluss mit dem UBat-Potential, das beispielsweise für neuere Bordnetzsysteme UBat = 42 V beträgt, der Gleichspannungsquelle verbünden ist und der den Stromfluss bei der PWM-Ansteuerung in der Ventilspule 4 aufrechterhält. Antiseriell zu diesem Freilauftransistor 2 ist der Abklemmtransistor T3 angeordnet, der beim langandauernden AB-Schalten des Magnetfeldes tAB (tAB >> tPWMaus, tAB ≍ 1-2 ms) den Strom schnell aus der Ventilspule 4 zieht, so dass sich das Ventil von der Arbeitsstellung in die Grundstellung zurückbewegt. Dieser Abklemmtransistor T3 wirkt während des Abschaltvorgangs wie eine Zenerdiode. Dieser Effekt wird durch das antiserielle Diodenpaar 11, realisiert, das im Abklemmtransistor T3 beinhaltet ist. Hierbei wird beispielsweise während des Brems-Betriebes der Spulenstrom schnell abgezogen. Der DRAIN-Anschluss des Abklemmtransistors T3 ist hierbei mit der Spule 4 verbunden. Die Dauer des Abschaltvorgangs tAB wird durch die Spannung des Abklemmtransistors bestimmt. Um eine Abschaltzeit tAB von tAB ≍ 1-2 ms zu erreichen, sollte diese bei einem 42 V-Bordnetz ca. UT3 = 60 V betragen. Um die Verluste im Ventiltreiber möglichst gering zu halten, sind die Widerstände der drei Transistoren T1, T2 und T3 alle gleich groß und betragen: RDSonT1 - RDSonT2 = RDSonT3 = RDSon. Im Ausführungsbeispiel können für die Spannungsfestigkeit UDS(BR) der einzelnen Transistoren T1, T2 und T3 gleich große Werte gewählt werden:
UDS(BR)T1 = UDS(BR)T2 = UDS(BR)T3 = 75 V.
- Dieser Wert von 75 V ergibt sich aus der Spannung am Abklemmtransistor UT3 zuzüglich eines frei wählbaren Sicherheitsfaktors oder der maximalen Betriebsspannung zuzüglich eines frei wählbaren Sicherheitsfaktors.
- Bei einem so aufgebauten Ventiltreiber können, insbesondere bei Bordnetzen mit einer höheren Versorgungsspannung UBat ≥ 14 V, Transistoren verwendet werden, die mit einem Standardhalbleiterprozess hergestellt werden. Die für den Schalttransistor T1 benötigte Fläche ist gegenüber der herkömmlichen Lösung stark verkleinert. Bei einem 42 V- Bordnetz können dann ca. 20% der Transistorfläche eingespart werden.
- Auch ist es bei den dargestellten Ausführungen nicht relevant, ob die antiseriell angeordneten Transistoren T2, T3 einen gemeinsamen SOURCE- oder einen gemeinsamen DRAIN-Anschluss aufweisen.
- Ferner lässt sich bei einem solchen Ventiltreiber eine zusätzliche Schaltfunktion realisieren. Tritt beispielsweise eine Fehlfunktion in einem Ventilbereich auf, so muss nicht der Schalter für den gesamten Ventilblock abgeschaltet werden. Die Funktionsfähigkeit der anderen Ventile kann dadurch erhalten bleiben.
- Ein solcher Aufbau ermöglicht auch die Zusammenfassung der Halbbrücken mehrerer Ventiltreiber, wobei die Spulen nie gleichzeitig über PWM angesteuert werden sollten. Dadurch können bei Aufbauten, die mehrere Ventile beinhalten, mehrere Transistoren eingespart werden. Der Abklemmtransistor T3 dient dann auch als Entkoppeltransistor.
- Fig. 3 zeigt einen Ventiltreiber, wie in Fig. 2 bereits erläutert. Jedoch wird in diesem Ausführungsbeispiel eine vereinfachte Ansteuerschaltung gezeigt, die darstellt, wie die GATE-Anschlüsse der einzelnen Transistoren angesteuert werden. Der Freilauftransistor T3 ist zur Vereinfachung zwischen GATE und SOURCE kurzgeschlossen, so dass nur die intrinsische Diode des Transistors T3 als Freilaufdiode wirkt. Der GATE-Anschluss des Abklemmtransistors T2 ist mit einem Monoflop 7 verbunden, das beispielsweise beim ABS-Betrieb ein bremsabhängiges Signal erzeugt. Dieses Signal wird in einem Synchronisierer 8 mit dem Signal eines Frequenzgenerators 6 synchronisiert, der die PWM erzeugt und der über einen ersten Verstärker 10 mit dem GATE des Schalttransistors T1 verbunden ist. Ein anderer Eingang dieses Verstärkers 10 ist mit dem Ausgang des Synchronisierers 8 verbunden. Dieses Ausgangssignal dient auch als Eingangssignal eines weiteren Verstärkers 9, dessen Ausgangssignal das GATE des Abklemmtransistors T2 steuert. Der bei einem solchen Aufbau im ABS-Betrieb durch die Ventilspule 4 fließenden Strom ISP und die an der Ventilspule 4 anliegenden Spannung USP ist in Fig. 4 dargestellt.
- Fig. 4 zeigt ein Diagramm mit dem zeitabhängigen Stromverlauf ISP(t) 12 und Spannungsverlauf USP(t) 13 während des PWM-Betriebs, bei dem kurzzeitig der Schalttransistor T1 die Ventilspule 4 EIN und AUS schaltet, wodurch ein Ventil in einer Arbeitsstellung gebracht und gehalten wird und während des Abschaltvorgangs, bei dem die Spule langfristig AB geschaltet wird, wodurch das Ventil in seine Grundstellung zurückkehren kann. Während den ersten 800 µsec wird die Ventilspule 4 gepulst betrieben. Hierbei wird der Schalttransistor T1 aus Fig. 3 kurzzeitig ein und ausgeschaltet, das heißt kurzzeitig an die Spannungsquelle UBat angeschlossen und abgetrennt. Die Zeitdauer des Ein- und Ausschaltvorgangs beträgt ca. tPWMein ≍ tPWMaus ≍ 0,2 msec. Während des Pulsbetriebs dient der Freilauftransistor T2 dazu, den Strom und damit die Energie in der Schaltung zu behalten, so dass sie der Ventilspule 4 nach dem erneuten Einschalten wieder zur Verfügung gestellt werden kann. Beim kurzzeitigen Ausschalten im PWM-Betrieb wird die Spannung USP von 40 V Betriebsspannung auf ca. 0,6 V herabgesetzt. Hierbei stellt sich ein Strom ISP von ca. 330 mA ein, der sägezahnförmig um ca. 5% hin und her schwankt. Beim langfristigen Abschalten der Ventilspule, die das Ventil von einer Arbeitsstellung in eine Grundstellung zurückbewegt, sinkt die Spannung USP auf einen Wert von ca. -56 V (Dieser Wert ist relevant für die Spannungsfestigkeit). Gleichzeitig fängt der Spulenstrom ISP an abzufließen. Bis der Spulenstrom ISP auf ISP = 0A abgesunken ist, vergehen tAB = 2 msec. Sobald kein Strom mehr in der Ventilspule fließt, sinkt die Spulenspannung USP asymptotisch von USP = -56 V gegen -12 V.
- Würde das System jetzt wieder eingeschaltet, so würde die Spannung wieder auf +40 V und der Strom auf ca. 330 mA ansteigen.
Claims (8)
1. Ventiltreiber zur Betätigung eines Ventils von einer Grundstellung in
eine Arbeitsstellung oder umgekehrt, bestehend aus
einer Ventilspule (4), die bei Zufuhr von elektrischer Energie das Ventil von der Grundstellung in eine Arbeitsstellung bewegt,
einer Schaltvorrichtung (1), welche die Ventilspule mit einer elektrischen Energiequelle (5) verbindet und von einer solchen abtrennt,
einer Freilaufvorrichtung (2), welche die Energie in der Ventilspule speichert, während das Ventil in einer Arbeitsstellung gehalten wird und
einer Abklemmvorrichtung (3), welche die in der Ventilspule gespeicherte Energie schnell abführt, um das Ventil von einer Arbeitsstellung in eine Grundstellung zurückzuführen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abklemmvorrichtung (3) seriell zwischen der Ventilspule (4) und der Schaltvorrichtung (1) und
die Freilaufvorrichtung (2) parallel zur Ventilspule (4) und zur Abklemmvorrichtung (3) angeordnet ist.
einer Ventilspule (4), die bei Zufuhr von elektrischer Energie das Ventil von der Grundstellung in eine Arbeitsstellung bewegt,
einer Schaltvorrichtung (1), welche die Ventilspule mit einer elektrischen Energiequelle (5) verbindet und von einer solchen abtrennt,
einer Freilaufvorrichtung (2), welche die Energie in der Ventilspule speichert, während das Ventil in einer Arbeitsstellung gehalten wird und
einer Abklemmvorrichtung (3), welche die in der Ventilspule gespeicherte Energie schnell abführt, um das Ventil von einer Arbeitsstellung in eine Grundstellung zurückzuführen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abklemmvorrichtung (3) seriell zwischen der Ventilspule (4) und der Schaltvorrichtung (1) und
die Freilaufvorrichtung (2) parallel zur Ventilspule (4) und zur Abklemmvorrichtung (3) angeordnet ist.
2. Ventiltreiber nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Energiequelle (5) eine Gleichspannungsquelle ist, deren Spannung
(UBat) größer als 12 V ist.
3. Ventiltreiber nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaltvorrichtung (1) ein Transistor (T1), insbesondere ein MOS-
FET, ist.
4. Ventiltreiber nach Patentanspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Ventiltreiber eine pulsweitenmodulierte Ansteuerung der
Schaltvorrichtung (1) aufweist, die bewirkt, dass das Ventil in einer
Arbeitsstellung gehalten wird.
5. Ventiltreiber nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abklemmvorrichtung (3) ein Transistor (T3), insbesondere ein
MOS-FET ist, der wie eine Zenerdiode wirkt und die Energieabfuhr
beschleunigt.
6. Ventiltreiber nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Freilaufvorrichtung (2) ein Transistor (T2), insbesondere ein MOS-
FET, ist.
7. Ventiltreiber nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Ventilspulen (4) eine gemeinsame Schaltvorrichtung (1)
aufweisen.
8. Ventiltreiber nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Ventilspulen (4) eine gemeinsame Freilaufvorrichtung (2)
aufweisen.
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