Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung war also, den Stand der Technik zu bereichern
und kosmetische oder dermatologische selbstschäumende und/oder schaumförmige
Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht
aufweisen.
Die Deutsche Offenlegungsschrift DE 197 54 659 offenbart, daß Kohlendioxid ein
geeigneter Wirkstoff zur Stabilisierung oder Erhöhung der epidermalen
Ceramidsyntheserate ist, welcher der Stärkung der Permeabilitätsbarriere, der Verminderung des
transepidermalen Wasserverlusts und der Steigerung der relativen Hautfeuchtigkeit dienen
kann. Zur Behandlung der Haut wird das CO2 beispielsweise in Wasser gelöst, mit
welchem anschließend die Haut gespült wird. Allerdings kennt der Stand der Technik bislang
keinerlei kosmetische oder dermatologische Grundlagen, in die ein gasförmiger Wirkstoff
in ausreichender, d. h. wirksamer Konzentration eingearbeitet werden könnte.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es also, kosmetische oder
dermatologische Grundlagen zu finden, in die sich wirksame Mengen an gasförmigen
Wirkstoffen einarbeiten lassen.
Es war überraschend und für den Fachmann nicht vorauszusehen, daß
selbstschäumende, schaumförmige, nachschäumende oder schäumbare
kosmetische und dermatologische Zubereitungen, welche mindestens ein Wachs und/oder
ein bei Raumtemperatur festes oder halbfestes Lipid enthalten,
den Nachteilen des Standes der Technik abhelfen.
Unter "selbstschäumend", "schaumförmig", "nachschäumend" bzw. "schäumbar" ist im
Sinne der vorliegenden Erfindung zu verstehen, daß die Gasbläschen (beliebig) verteilt in
einer (oder mehreren) flüssigen Phase(n) vorliegen, wobei die Zubereitungen
makroskopisch nicht notwendigerweise das Aussehen eines Schaumes haben müssen.
Erfindungsgemäße kosmetische oder dermatologische Zubereitungen (im folgenden der
Einfachheit halber auch als Schäume bezeichnet) können z. B. makroskopisch sichtbar
dispergierte Systeme aus in Flüssigkeiten dispergierten Gasen darstellen. Der
Schaumcharakter kann aber beispielsweise auch erst unter einem (Licht-) Mikroskop sichtbar
werden. Darüber hinaus sind erfindungsgemäße Schäume - insbesondere dann, wenn
die Gasbläschen zu klein sind, um unter einem Lichtmikroskop erkannt zu werden - auch
an der starken Volumenzunahme des Systems erkennbar.
Nach dem Stand der Technik ließen sich selbstschäumende, schaumförmige,
nachschäumende oder schäumbare kosmetische Emulsionen ohne Verwendung
besonderer Tenside nicht formulieren bzw. technisch herstellen. Dieses galt
insbesondere für Systeme, die auf klassischen Emulgatoren basieren. Nach dem Stand
der Technik entwickelten derartige Systeme unter Zusatz von Treibgas ausschließlich
wäßrig-feuchte Schäume, die nach Applikation schnell brachen.
Durch die Erfindung wird erstmalig ein gehaltvoller, kompakter Cremeschaum
zugänglich, der sich über eine lange Lagerdauer sowie durch eine außerordentlich hohe
Stabilität und ein kompaktes Erscheinungsbild auszeichnet.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Wachse und/oder Lipide wird der Eintrag
von Gasen unterstützt sowie über eine längere Lagerdauer auch bei höheren
Temperaturen (z. B. 40°C) ein stabilisierender sowie deutlich schaumsteigernder Effekt
erzielt. Es war dabei insbesondere erstaunlich, daß auf die Verwendung besonderer
Tenside verzichtet werden kann. Der Eintrag von Gasen ist gegenüber dem Stand der
Technik überraschenderweise außerordentlich erhöht. So kann beispielsweise eine
Schaumverstärkung mit bis zu 100%ig erhöhtem Gasvolumen erzielt werden, ohne nach
dem Stand der Technik übliche Schäummittel wie Tenside zu verwenden.
Hierdurch ist es erstmals möglich, Rezepturen mit einer herausragenden, neuartigen
kosmetischen Wirkleistung und mit außerordentlich hohem Gasvolumen (Luft und/oder
andere Gase wie Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff, Helium, Argon u. a.) über lange
Lagerdauer bei hohen Temperaturen stabil zu generieren. Gleichzeitig zeichnen sich die
erfindungsgemäßen Zubereitungen durch eine überdurchschnittlich gute Hautpflege
sowie sehr gute sensorische Eigenschaften aus.
Gegenstand der Erfindung ist daher ferner die
Verwendung eines oder mehrerer Wachse und/oder ein bei Raumtemperatur fester
oder halbfester Lipide zur Schaumverstärkung selbstschäumender,
schaumförmiger, nachschäumender oder schäumbarer kosmetischer und dermatologischer
Zubereitungen.
Unter "Schaumverstärkung" ist im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verstehen, daß
der Eintrag von Gasen in die erfindungsgemäßen Schäume gegenüber dem Eintrag in
ansonsten gleiche Zubereitungen, welche keine erfindungsgemäßen Wachse und/oder
Lipide enthalten, außerordentlich erhöht ist. Die erfindungsgemäßen Schäume können
dementsprechend ein deutlich höheres Gasvolumen aufnehmen als Zubereitungen,
welche keine erfindungsgemäßen Wachse und/oder Lipide enthalten.
Mit "Schaumverstärkung" ist darüberhinaus gemeint, daß die Stabilität der
aufgeschäumten Zubereitungen (die "Schaumstabilität") gegenüber ansonsten gleichen
Zubereitungen, welche keine erfindungsgemäßen Wachse und/oder Lipide enthalten,
deutlich verbessert wird, d. h. durch die erfindungsgemäße Verwendung wird ein
Brechen der Schäume zeitlich verzögert.
Ferner ist unter "Schaumverstärkung" im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verstehen,
daß auch die kosmetischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Schäume im
Vergleich zu Zubereitungen, welche keine erfindungsgemäßen Wachse und/oder Lipide
enthalten, deutlich verbessert werden: So erhält man durch die erfindungsgemäße
Verwendung reichhaltige, feste Schäume ("Schaum-Cremes"), welche trotz ihrer
Kompaktheit und Reichhaltigkeit leicht verteilbar sind und schnell einziehen.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen stellen in jeglicher Hinsicht überaus
befriedigende Präparate dar. Es war insbesondere überraschend, daß die erfindungsgemäßen
schaumförmigen Zubereitungen - auch bei einem ungewöhnlich hohen Gasvolumen -
außerordentlich stabil sind. Dementsprechend eignen sie sich ganz besonders, um als
Grundlage für Zubereitungsformen mit vielfältigen Anwendungszwecken zu dienen. Die
erfindungsgemäßen Zubereitungen zeigen sehr gute sensorische Eigenschaften, wie
beispielsweise die Verteilbarkeit auf der Haut oder das Einzugsvermögen in die Haut,
und zeichnen sich darüberhinaus durch eine überdurchschnittlich gute Hautpflege aus.
Nach Festlegung der Deutschen Gesellschaft für Fettwirtschaft (Fette, Seifen,
Anstrichmittel, 76, 135 [1974]) werden zur Kennzeichnung des Begriffes "Wachs" in der Regel die
mechanisch-physikalischen Eigenschaften der Wachse, welche für ihre Verwendung
maßgebend sind, herangezogen, während für die Begriffsbestimmung die jeweilige
chemische Zusammensetzung unberücksichtigt bleibt.
"Wachs" ist - ähnlich wie "Harz" - eine Sammelbezeichnung für eine Reihe natürlicher
oder künstlich gewonnener Stoffe, die in der Regel folgende Eigenschaften aufweisen:
bei 20°C knetbar, fest bis brüchig hart, grob- bis feinkristallin, durchscheinend bis opak,
jedoch nicht glasartig, über 40°C ohne Zersetzung schmelzend, schon wenig oberhalb
des Schmelzpunkts verhältnismäßig niedrigviskos und nicht fadenziehend, stark
temperaturabhängige Konsistenz und Löslichkeit und unter leichtem Druck polierbar. Ist in
Grenzfällen bei einem Stoff mehr als eine der vorstehend genannten Eigenschaften nicht
erfüllt, so ist er kein Wachs im Sinne dieser Definition. Wachse unterscheiden sich von
ähnlichen synthetischen oder natürlichen Produkten (z. B. Harzen, plastischen Massen
usw.) hauptsächlich darin, daß sie in der Regel etwa zwischen 30 und 90°C, in
Ausnahmefällen auch bis zu etwa 200°C, in den schmelzflüssigen, niedrigviskosen Zustand
übergehen und praktisch frei von aschebildenden Verbindungen sind.
Wachse im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen, welche dadurch
charakterisiert sind, daß sie zusammen mit den anderen Ölkomponenten der
erfindungsgemäßen Zubereitungen (wie beispielsweise polare, flüssige Verbindungen,
UV-Filter und deren Lösungsmittel usw.) eine bei Raumtemperatur streichfähige oder
fließfähige Masse bilden, welche bei 20°C eine Viskosität von mehr als 500 mPa.s
aufweist.
Vorteilhafte erfindungsgemäße Wachse und/oder Lipide sind beispielsweise
Paraffinkohlenwasserstoffe, synthetische bzw. halbsynthetische Wachse oder Wachsester sowie
pflanzliche Wachse und Mischungen daraus mit Schmelzpunkten bzw.
Erstarrungspunkten von 25 bis 125°C.
Vorteilhafte erfindungsgemäße Wachse sind ferner die im folgenden aufgelisteten:
Erfindungsgemäß vorteilhaft sind z. B. natürliche Wachse tierischen und pflanzlichen
Ursprungs, wie beispielsweise Bienenwachs, Chinawachs, Hummelwachs und andere
Insektenwachse, insbesondere die nachstehend genannten.
Bienenwachs z. B. ist ein Ausscheidungsprodukt aus Drüsen der Honigbienen, das diese
zum Bauen der Honigwaben verwenden. Gelbes (Cera flava), braunes oder rotes
sogenanntes Rohwachs ist beispielsweise erhältlich, indem man die vom Honig durch
Ausschleudern befreiten Waben schmilzt, die Schmelze von festen Verunreinigungen trennt
und das so erhaltene Rohwachs erstarren läßt. Das Rohwachs kann durch Behandlung
mit Oxidationsmitteln vollkommen weiß gebleicht werden (Cera alba).
Bienenwachs besteht aus dem in Alkohol leichtlöslichen Cerin, einem Gemisch aus
Cerotinsäure CH3(CH2)24COOH und Melissinsäure CH3(CH2)28COOH sowie aus einem
Myricin genannten Ester-Gemisch aus ca. 70 Estern von C16- bis C36-Säuren und C24- bis C36-
Alkoholen. Als wesentliche Bestandteile von Bienenwachs finden sich Myricylpalmitat,
Myricylcerotinat und Paraffin.
Auch andere Insektenwachse wie beispielsweise Hummelwachs, Schellackwachs oder
Chinawachs sind im wesentlichen Mischungen verschiedener Ester. Chinawachs z. B.
wird in China und Japan von der auf der chinesischen Esche lebenden Wachsschildlaus
(Coccus ceriferus) und den Schildlausarten Ceroplastes ceriferus und Ericerus pela
abgeschieden bzw. erzeugt. Es wird von den Bäumen abgekratzt und durch Umschmelzen
in kochendem Wasser gereinigt. Hauptbestandteil des Chinawachses ist der
Cerotinsäureester des Cerylalkohols.
Schellackwachs wird aus Lac gewonnen, dem Sekret der weiblichen Lackschildläuse
(Kerria lacca), welche in riesigen Kolonien (Lac ist abgeleitet von dem Hindhi-Wort
"Lakh" für 100 000) auf Bäumen und Sträuchern im südasiatischen Raum (Indien,
Burma, Südchina) leben. Das durch Lösemittel-Extraktion zugängliche Schellackwachs
enthält als wesentliche Bestandteile Myricylalkohol, Melissinsäure und andere
Wachsalkohole und -säuren bzw. deren Ester.
Auch Pflanzenwachse sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung.
Vorzugsweise verwendbar sind Cuticularwachse niederer und höherer Pflanzen, Algen, Flechten,
Moose und Pilze, wie beispielsweise Candelillawachs, Carnaubawachs, Japanwachs,
Espartograswachs, Korkwachs, Reiswachs, Zuckerrohrwachs, Fruchtwachse, z. B.
Apfelwachs, Blütenwachse, Blattwachse von Nadelhölzern, Kaffeewachs, Flachswachs,
Sesamwachs, Jojobaöl und dergleichen mehr.
Candelillawachse z. B. sind bräunliche bis gelblichbraune, harte wachsartige Massen,
welche in lipophilen Lösemitteln löslich sind. Candelillawachs enthält ungeradzahlige
aliphatische Kohlenwasserstoffe (ca. 42%), Ester (ca. 39%), Wachssäuren und
Wachsalkohole. Gewonnen werden kann es beispielsweise aus den zerkleinerten, fleischigen
Blättern einer stachellosen Woffsmilchart (Euphorbia cerifera) durch Auskochen mit
wäßriger Schwefelsäure.
Carnaubawachs ist eine gelbliche, grünliche oder dunkelgraue Masse, welche in
verschiedenen durch Auslese gewonnenen Qualitäten aus den Blättern der brasilianischen
Fächerpalme Copernicia prunifera oder Carnaubapalme (Carnauba cerifera) gewonnen
werden kann, indem beispielsweise der Wachsstaub von den angewelkten Wedeln
gebürstet, geschmolzen, filtriert und nach dem Festwerden in Stücke gebrochen wird.
Carnaubawachs kann durch Bleichmittel aufgehellt werden. Es enthält ca. 85% Ester,
jeweils etwa 2-3% freie Wachssäuren (Carnauba-, Behen-, Lignocerin-, Melissin- und
Cerotinsäure), langkettige Alkohole, Diole und gesättigte Kohlenwasserstoffe.
Japanwachs (auch: Japantalg oder Cera japonica) ist farbloses oder gelbliches, reines
Pflanzenfett, das beispielsweise in Japan aus den Früchten eines baumförmigen
Sumach-Gewächses (Rhus succedanea) durch Auskochen gewonnen werden kann.
Hauptbestandteile des Japanwachses sind Palmitinsäureglycerinester sowie Ester der
Japansäure (Heneicosandisäure, C21H40O4), der Phellogensäure (Docosandisäure, C22H42O4)
und der Tricosandisäure (C23H44O4).
Esparto-Wachs fällt als Nebenprodukt bei der Zellstoff- und Papierherstellung aus dem in
Mittelmeerländern beheimateten Espartogras (Graminaceae) an. Es zu besteht zu ca. 15
bis 17% aus Wachssäuren (z. B. Cerotin- und Melissinsäure), zu 20 bis 22% aus
Alkoholen und Kohlenwasserstoffen sowie zu 63 bis 65% aus Estern.
Insbesondere vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise die
unter den Handelbezeichnungen Permulgin 1550 und Permulgin 4002 bei KOSTER
KEUNEN und die unter den Handelbezeichnungen Schellack Wachs 7302 L und
Candellila Wachs 2039 L bei der KAHL Wachsraffinerie erhältlichen natürlichen Wachse.
Erfindungsgemäß vorteilhaft sind ferner chemisch modifizierte Wachse und synthetische
Wachse. Bevorzugte modifizierte Wachse sind beispielsweise Bienenwachsester,
insbesondere die unter den Handelsnamen BW Ester BW 67, BW Ester BW 80 bei
KOSTER KEUNEN erhältlichen Alkylbienenwachse.
Bevorzugte synthetische Wachse sind beispielsweise das unter der
Handelsbezeichnung Bienenwachskomponete B 85 bei SCHLICKUM erhältliche sowie Wachse auf
Silikonbasis wie z. B. Dialkoxydimethylpolysifoxane, welche sich durch die folgende
Struktur auszeichnen
worin x eine Zahl zwischen 18 und 24 bedeutet. Insbesondere vorteilhaft ist das
Behenoxy Dimethicon, für welches x aus der obigen Strukturformel 21 bedeutet und welches
unter der Handelsbezeichnung Abil® Wax 2440 bei der Th. Goldschmidt AG erhältlich
ist. Erfindungsgemäß bevorzugt ist ferner ein Wachs auf Silikonbasis, das unter der
Handelsbezeichnung Siliconyl Beeswax bei KOSTER KEUNEN erhältlich ist.
Weitere vorteilhafte synthetische Wachse sind bestimmte Fettsäuren und/oder
Fettsäuremischungen, beispielsweise C16-36-Fettsäuren, insbesondere solche, die unter der
Handelsbezeichnung Syncrowax AW1C bei Croda GmbH erhältlich sind.
Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind außerdem Esterwachse, die Ester
aus
- 1. einer gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Mono-
und/oder Dicarbonsäure mit 12 bis 40 Kohlenstoffatomen und
- 2. einem gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten
Alkohol mit 12 bis 40 Kohlenstoffatomen darstellen.
Insbesondere vorteilhaft sind Esterwachse, die gewählt werden aus der im folgenden
aufgelisteten Gruppe:
Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist Cetylricinoleat.
Weiterhin vorteilhaft sind Ester des Glykols, insbesondere Glykolester der
Lignocerinsäure (CH3(CH2)22COOH), der Cerotinsäure (CH3(CH2)24COOH) und/oder der
Montansäure (CH3(CH2)26COOH). Ganz besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind Glykofester der Montansäure (CH3(CH2)26COOH). Ein vorteilhaftes
Glykolmontanat ist z. B. in einer Mischung mit Butylenglykolmontanat unter der
Handelsbezeichnung Wax E Pharma bei der Firma Clariant erhältlich.
Es ist ferner vorteilhaft, die Wachskomponenten aus der Gruppe der Glyceride,
insbesondere aus der Gruppe der Triglyceride zu wählen. Besonders vorteilhaft sind die im
folgenden aufgelisteten Glyceride und Triglyceride:
Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist auch Sheabutter, auch
Karitéfett oder Galambutter genannt (CAS-Nr. 68920-03-6). Sheabutter ist das Fett der
Samen bzw. Kerne der Familie der Sapotaceae angehörenden Pflanze Butyrospermum
Parkii, das zu etwa 34 bis 45 Gew.-% aus festen Fettsäuren (vornehmlich Stearinsäure)
und zu etwa 50 bis 60 Gew.-% aus flüssigen Fettsäuren (vornehmlich Ölsäure
enthaltend) besteht.
Die Wachse werden erfindungsgemäß ferner vorzugsweise aus der Gruppe der
gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Fettalkohole mit 14
bis 40 Kohlenstoffatomen gewählt, besonders bevorzugt sind Behenylalkohol
(C22H45OH), Cetearylalkohol [eine Mischung aus Cetylalkohol (C16H33OH) und
Stearylalkohol (C18H37OH)], Cetylarachidol [2-Hexadecyl-1-Eicosanol (C36H73OH)] und/oder 2-
Tetradecyloctadecanol (C32H65OH). Vorteilhafte Ausführungsformen der beiden
letztgenannten Fettalkohole sind unter den Handelsnamen Isofol 36 und Isofol 32 bei Condea
erhältlich.
Weitere vorteilhafte Wachse im Sinne der vorliegenden Erfindung sind:
- - Paraffinwachse bzw. Mineralwachse wie Ceresin, Ozokerit und dergleichen,
- - tierische Wachse wie Walrat, Lanolin (Wollwachs), Bürzelfett und dergleichen,
- - chemisch modifizierte Wachse, Hartwachse wie Montanesterwachse, Sasolwachse,
hydrierte Jojobawachse
- - synthetische Wachse
- - Polyalkylenwachse, Polyethylenglykolwachse
Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung ist beispielsweise
Mikrowachs, ein Wachsprodukt aus dem in Rohöl-Lagertanks und in Ölleitungen sich
absetzenden, in Schmieröl-Destillaten und in Destillations-Rückständen schwerer Erdöle
enthaltenen Mineralwachs, welches entölt und durch Behandlung mit Schwefelsäure,
Aluminiumchlorid oder Bleicherde aufgehellt wird.
Im Gegensatz zu grobkristallinem Handelsparaffin weist Mikrowachs eine sehr feine
Kristallstruktur auf; es wird daher gelegentlich auch als mikrokristallines Paraffin
(Mikroparaffin), Ceresin oder Hartpetrolatum bezeichnet und ist in seinen Eigenschaften
dem Ozokerit ähnlich. Es ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung Mikrowachs
in Mischungen mit gewöhnlichem Paraffin und/oder weiteren Wachsen zu verwenden.
Ferner vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Ozokerite (Erdwachse),
hellgelbe, braune, grauschwarze oder schwarze, amorphe, salbenartig weiche bis
spröde, harte Massen mit Schmelzpunkten zwischen 50 und 100°C. Die harten,
hochschmelzenden Sorten sind nahezu geruchlos, die weicheren riechen teils angenehm
aromatisch, teils Erdöl-artig. Die Zusammensetzung der Ozokerite ist uneinheitlich;
typische Bestandteile sind Paraffine (z. B. Evenkit = Tetracosan) und Isoparaffine (< C35),
niedere und polycyclische Aromaten, mono- und bicyclische Naphthene mit oder ohne
Seitenketten sowie geringe Mengen an Alkoholen, Estern, Porphyrinen und
Spurenelementen.
Auch Ceresin ist vorteilhaftes Wachs im Sinne der vorliegenden Erfindung. Ceresin
(Zeresin, Mineralwachs, cera mineralis alba) ist farbloses, geruchloses, geschmackfreies
Wachs mit einem Schmelzpunkt von 58 bis 80°C (gereinigt 70 bis 75°C). Ceresin ist ein
Gemisch normaler, verzweigtkettiger und ringförmiger gesättigter Kohlenwasserstoffe,
das durch Raffination von Ozokerit-Erdwachs (Kohlenwasserstoff-Wachs) fossilen
Ursprungs gewonnen wird.
Weitere vorteilhafte Wachse im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Paraffinwachse.
Als Paraffinwachse werden feste Gemische gereinigter, gesättigter aliphatischer
Kohlenwasserstoffe (Paraffine) bezeichnet, welche farb-, geruch- und geschmacklos
sind. Ferner vorteilhaft ist Hartparaffin (Paraffinum solidum), eine feste kristalline Masse.
Für halbfeste Paraffinwachs-Qualitäten mit Schmelzpunkten von 45 bis 65°C sind
Namen wie Weichparaffin, für solche mit Schmelzpunkten von 38 bis 60°C und
Siedepunkten > 300°C Namen wie Petrolatum in Gebrauch; ein bekannte Marke für
letztere ist Vaseline. Auch Vaseline ist vorteilhaftes Wachs im Sinne der vorliegenden
Erfindung. Vaseline ist als Gelbe und Weiße Vaseline im Handel und ist ein Mineralfett.
Es ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, die Gesamtmenge der Wachse
und/oder Lipide aus dem Bereich von 0,05 bis 10 Gew.-%, vorteilhaft von 0,1 bis 5
Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Besonders vorteilhafte Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung enthalten ein
Emulgatorsystem, welches aus
- A) mindestens einem Emulgator A, gewählt aus der Gruppe der ganz-, teil- oder nicht
neutralisierten, verzweigten und/oder unverzweigten, gesättigten und/oder
ungesättigten Fettsäuren mit einer Kettenlänge von 10 bis 40 Kohlenstoffatomen,
- B) mindestens einem Emulgator B, gewählt aus der Gruppe der polyethoxylierten
Fettsäurester mit einer Kettenlänge von 10 bis 40 Kohlenstoffatomen und mit einem
Ethoxylierungsgrad von 5 bis 100 und
- C) mindestens einem Coemulgator C, gewählt aus der Gruppe der gesättigten und/oder
ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Fettalkohole mit einer
Kettenlänge von 10 bis 40 Kohlenstoffatomen besteht.
Der oder die Emulgatoren A werden vorzugsweise gewählt aus der Gruppe der
Fettsäuren, welche ganz oder teilweise mit üblichen Alkalien (wie z. B. Natrium- und/oder
Kaliumhydroxid, Natrium- und/oder Kaliumcarbonat sowie Mono- und/oder Triethanolamin)
neutralisiert sind. Besonders vorteilhaft sind beispielsweise Stearinsäure und Stearate,
Isostearinsäure und Isostearate, Palmitinsäure und Palmitate sowie Myristinsäure und
Myristate.
Der oder die Emulgatoren B werden vorzugsweise gewählt aus der folgenden Gruppe:
PEG-9-Stearat, PEG-8-Distearat, PEG-20-Stearat, PEG-8 Stearat, PEG-8-Oleat,
PEG-25-Glyceryltrioleat, PEG-40-Sorbitanlanolat, PEG-15-Glycerylricinoleat, PEG-20-
Glycerylstearat, PEG-20-Glycerylisostearat, PEG-20-Glyceryloleat, PEG-20-Stearat,
PEG-20-Methylglucosesesquistearat, PEG-30-Glycerylisostearat, PEG-20-Glyceryllaurat,
PEG-30-Stearat, PEG-30-Glycerylstearat, PEG-40-Stearat, PEG-30-Glyceryllaurat,
PEG-50-Stearat, PEG-100-Stearat, PEG-150-Laurat. Besonders vorteilhaft sind
beispielsweise polyethoxylierte Stearinsäureester.
Der oder die Coemulgatoren C werden erfindungsgemäß vorzugsweise aus der
folgenden Gruppe gewählt: Behenylalkohol (C22H45OH), Cetearylalkohol [eine Mischung aus
Cetylalkohol (C16H33OH) und Stearylalkohol (C18H37OH)], Lanolinalkohole
(Wollwachsalkohole, die die unverseifbare Alkoholfraktion des Wollwachses darstellen, die nach der
Verseifung von Wollwachs erhalten wird). Besonders bevorzugt sind Cetyl- und
Cetylstearylalkohol.
Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, die Gewichtsverhältnisse von Emulgator A zu
Emulgator B zu Coemulgator C (A : B : C) wie a : b : c zu wählen, wobei a, b und c
unabhängig voneinander rationale Zahlen von 1 bis 5, bevorzugt von 1 bis 3 darstellen können.
Insbesondere bevorzugt ist ein Gewichtsverhältnis von etwa 1 : 1 : 1.
Es ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, die Gesamtmenge der
Emulgatoren A und B und des Coemulgators C aus dem Bereich von 2 bis 20 Gew.-%, vorteilhaft
von 5 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 7 bis 13 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist es, wenn die Gasphase
der Zubereitungen Kohlendioxid enthält bzw. ganz aus Kohlendioxid besteht. Es ist
insbesondere vorteilhaft, wenn Kohlendioxid einen oder den Wirkstoff in den
erfindungsgemäßen Zubereitungen darstellt.
Erfindungsgemäße Zusammensetzungen entwickeln sich bereits während ihrer
Herstellung - beispielsweise während des Rührens oder bei der Homogenisierung - zu
feinblasigen Schäumen. Erfindungsgemäß sind feinblasige, reichhaltige Schäume von
hervorragender kosmetischer Eleganz erhältlich. Weiterhin sind erfindungsgemäß besonders
gut hautverträgliche Zubereitungen erhältlich, wobei wertvolle Inhaltsstoffe besonders gut
auf der Haut verteilt werden können.
Es ist gegebenenfalls vorteilhaft, wenngleich nicht notwendig, wenn die Formulierungen
gemäß der vorliegenden Erfindung weitere Emulgatoren enthalten. Vorzugsweise sind
solche Emulgatoren zu verwenden, welche zur Herstellung von W/O-Emulsionen
geeignet sind, wobei diese sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen miteinander
vorliegen können.
Bevorzugt werden der oder die weiteren Emulgatoren im Sinne der vorliegenden
Erfindung aus der Gruppe der hydrophilen Emulgatoren gewählt. Erfindungsgemäß
besonders bevorzugt sind Mono-, Di-, Trifettsäureestern des Sorbitans.
Die Gesamtmenge der weiteren Emulgatoren wird erfindungsgemäß vorteilhaft kleiner
als 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, gewählt.
Die Liste der genannten weiteren Emulgatoren, die im Sinne der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
Besonders vorteilhafte Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind frei von
Mono- oder Diglycerylfettsäureestern. Insbesondere bevorzugt sind erfindungsgemäße
Zubereitungen, welche kein Glycerylstearat, Glycerylisostearat, Glyceryldiisostearat,
Glyceryloleat, Glycerylpalmitat, Glycerylmyristat, Glyceryllanolat und/oder Glyceryllaurat
enthalten.
Die Ölphase der erfindungsgemäßen Zubereitungen wird vorteilhaft gewählt aus der
Gruppe der unpolaren Lipide mit einer Polarität 30 mN/m und der cyclischen oder
linearen Silikonöle. Besonders vorteilhafte unpolare Lipide im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind die im folgenden aufgelisteten.
Von den Kohlenwasserstoffen sind insbesondere Paraffinöl sowie weitere hydrierte
Polyolefine wie hydriertes Polyisobutene, Squalan und Squafen vorteilhaft im Sinne der
vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Die Gehalt der Lipidphase wird vorteilhaft kleiner als 50 Gew.-% gewählt, bevorzugt
zwischen 2,5 und 30 Gew.-%, insbesondere bevorzugt zwischen 5 und 15 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Es ist gegebenenfalls ferner
vorteilhaft, wenngleich nicht zwingend, wenn die Lipidphase bis zu 40 Gew.-% - bezogen auf
das Gesamtgewicht der Lipidphase - an polaren Lipiden (mit einer Polarität ≤ 20 mN/m)
und/oder mittelpolaren Lipiden (mit einer Polarität von 20 bis 30 mN/m) enthält.
Besonders vorteilhafte polare Lipide im Sinne der vorliegenden Erfindung sind alle
nativen Lipide, wie z. B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl,
Palmöl, Kokosöl, Rizinusöl, Weizenkeimöl, Traubenkernöl, Distelöl, Nachtkerzenöl,
Macadamianußöl, Maiskeimöl, Avocadoöl und dergleichen sowie die im folgenden
aufgelisteten.
Besonders vorteilhafte mittelpolare Lipide im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die
im folgenden aufgelisteten.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Zubereitungen
können ferner vorteilhaft anorganische partikuläre hydrophobe und/oder hydrophobisierte
und/oder ölabsorbierende Festkörpersubstanzen und/oder anorganische Gelbildner
enthalten.
Vorteilhafte anorganische partikulären hydrophoben und/oder hydrophobisierten
und/oder ölabsorbierenden Festkörpersubstanzen können beispielsweise gewählt
werden aus der Gruppe
- - der anorganischen Füllstoffe (wie Talkum, Kaolin, Zeolithe, Bornitrid),
- - der anorganischen Pigmente auf Basis von Metalloxiden und/oder anderen in
Wasser schwerlöslichen bzw. unlöslichen Metallverbindungen (insbesondere Oxide
des Titans, Zinks, Eisens, Mangans, Aluminium, Cers),
- - der anorganischen Pigmente auf Basis von Silicumoxiden (wie insbesondere die
Typen Aerosil-200, Aerosil 200 V),
- - der Silikat-Derivate (wie Natrium Silicoaluminate oder Fluoro Magnesium Silikate
(Submica-Typen), Calcium Aluminium Borsilikate). Bevorzugt ist hierbei
insbesondere Silica Dimethyl Silylate (Aerosil® R972).
Aerosile [(fumed Silica) = durch thermische Zersetzung von Ethy/Silikat gewonnenes
Siliciumdioxid)] sind hochdisperse Kieselsäuren mit häufig irregulärer Form, deren
spezifische Oberfläche in der Regel sehr groß ist (200-400 m2/g) und abhängig vom
Herstellverfahren gesteuert werden kann.
Erfindungsgemäß besonders vorteilhaft zu verwendende Aerosile sind beispielsweise
erhältlich unter den Handelsnamen: Aerosil® 130 (Degussa Hüls) Aerosil® 200 (Degussa
Hüls) Aerosil 255 (Degussa Hüls) Aerosil® 300 (Degussa Hüls) Aerosil® 380 (Degussa
Hüls) B-6C (Suzuki Yushi) CAB-O-SIL Fumed Silica (Cabot) CAB-O-SIL EH-5 (Cabot)
CAB-O-SIL HS-5 (Cabot) CAB-O-SIL LM-130 (Cabot) CAB-O-SIL MS-55 (Cabot) CAB-
O-SIL M-5 (Cabot) E-6C (Suzuki Yushi) Fossil Flour MBK (MBK) MSS-500 (Kobo) Neosil
CT 11 (Crosfield Co.) Ronasphere (Rona/EM Industries) Silica, Anhydrous 31 (Whittaker,
Clark & Daniels) Silica, Crystalline 216 (Whittaker, Clark & Daniels) Silotrat-1 (Vevy)
Sorbosil AC33 (Crosfield Co.) Sorbosil AC 35 (Crosfield Co.) Sorbosil AC 37 (Crosfield
Co.) Sorbosil AC 39 (Crosfield Co.) Sorbosil AC77 (Crosfield Co.) Sorbosil TC 15
(Crosfield Co.) Spherica (Ikeda) Spheriglass (Potters-Ballotini) Spheron L-1500
(Presperse) Spheron N-2000 (Presperse) Spheron P-1500 (Presperse) Wacker HDK H
30 (Wacker-Chemie) Wacker HDK N 20 (Wacker-Chemie) Wacker HDK P 100 H
(Wacker Silicones) Wacker HDK N 20P (Wacker-Chemie) Wacker HDK N 25P (Wacker-
Chemie) Wacker HDK S 13 (Wacker-Chemie) Wacker HDK T 30 (Wacker-Chemie)
Wacker HDK V 15 (Wacker-Chemie) Wacker HDK V 15 P (Wacker-Chemie) Zelec Sil
(DuPont).
Weiterhin ist vorteilhaft, solche SiO2-Pigmente zu verwenden, bei welchen die freien OH
Gruppen an der Teilchenoberfläche (ganz oder teilweise) organisch modifiziert worden
sind. Man erhält z. B. durch die Addition von Dimethylsilyl-Gruppen Silica Dimethyl
Silylate (z. B. Aerosil® R972 (Degussa Hüls) Aerosil® R974 (Degussa Hüls) CAB-O-SIL TS-
610 (Cabot) CAB-O-SIL TS-720 (Cabot) Wacker HDK H15 (Wacker-Chemie) Wacker
HDK H18 (Wacker-Chemie) Wacker HDK H2O (Wacker-Chemie)). Durch die Addition
von Trimethylsily-Gruppen erhält man Silica Silylate (z. B. Aerosil R 812 (Degussa Hüls)
CAB-O-SIL TS-530 (Cabot) Sipernat D 17 (Degussa Hüls) Wacker HDK H2000 (Wacker-
Chemie)).
Sehr vorteilhafte anorganische Gelbildner können beispielsweise gewählt werden aus der
Gruppe der modifizierten oder unmodifizierten, natürlich vorkommenden oder
synthetischen Schichtsilikate. Es ist zwar durchaus günstig, reine Komponenten
einzusetzen, die erfindungsgemäßen Zubereitungen können jedoch auch in vorteilhafter
Weise Gemische verschiedener modifizierter und/oder unmodifizierter Schichtsilikate
enthalten.
Unter Schichtsilikaten, welche auch Phyllosilikate genannt werden, sind im Rahmen
dieser Anmeldung Silikate und Alumosilikate zu verstehen, in welchen die Silikat- bzw.
Aluminateinheiten über drei Si-O- oder Al-O-Bindungen untereinander verknüpft sind
und eine gewellte Blatt- oder Schichtenstruktur ausbilden. Die vierte Si-O- bzw. Al-O-
Valenz wird durch Kationen abgesättigt. Zwischen den einzelnen Schichten bestehen
schwächere elektrostatische Wechselwirkungen, z. B. Wasserstoffbrückenbindungen.
Das Schichtgefüge indessen ist weitgehend durch starke, kovalente Bindungen geprägt.
Die Stöchiometrie der Blattsilikate ist
(Si2O5 2-) für reine Silikatstrukturen und
(AlmSi2- mO5(2+m)-) für Alumosilikate.
m ist eine Zahl größer als Null und kleiner als 2.
Liegen keine reinen Silikate, sondern Alumosilikate vor, ist dem Umstand Rechnung zu
tragen, daß jede durch Al3+ ersetzte Si4+-Gruppe ein weiteres einfach geladenes Kation
zur Ladungsneutralisierung erfordert.
Die Ladungsbilanz wird bevorzugt durch H+, Alkali- oder Erdalkalimetallionen
ausgeglichen. Auch Aluminium als Gegenion ist bekannt und vorteilhaft. Im Gegensatz zu den
Alumosilikaten werden diese Verbindungen Aluminiumsilikate genannt. Auch
"Aluminiumalumosilikate", in welchen Aluminium sowohl im Silikatnetz, als auch als Gegenion
vorliegt, sind bekannt und für die vorliegende Erfindung gegebenenfalls von Vorteil.
Schichtsilikate sind in der Literatur gut dokumentiert, z. B. im "Lehrbuch der
Anorganischen Chemie", A.F. Hollemann, E. Wiberg und N. Wiberg, 91.-100. Aufl., Walter de
Gruyter-Verlag 1985, passim, sowie "Lehrbuch der Anorganischen Chemie", H. Remy,
12. Aufl., Akademische Verlagsgesellschaft, Leipzig 1965, passim. Die Schichtenstruktur
von Montmorillonit ist Römpps Chemie-Lexikon, Franckh'sche Verlagshandlung W. Keller
& Co., Stuttgart, 8. Aufl., 1985, S. 2668f., zu entnehmen.
Beispiele für Schichtsilikate sind:
Montmorillonit: Na0,33((Al1,,67Mg0,33)(OH)2(Si4O10))
oft vereinfacht: Al2O3.4SiO2.H2O.nH2O bzw. Al2[(OH)2/Si4O10].n H2O
Kaolinit: Al2(OH)4(Si2O5)
Ilit: (K,H3O)y(Mg3(OH)2(Si4-yAlyO10))
und (K,H3O)y(Al2(OH)2(Si4-yAlyO10))
mit y = 0,7-0,9
Beidellit: (Ca,Na)0,3(Al2(OH)2(Al0,5Si3,5O10))
Nontronit: Na0,33(Fe2(OH)2(Al0,33Si3,67O10))
Saponit: (Ca,Na)0,33((Mg,Fe)3(OH)2(Al0,33Si3,67O10))
Hectorit: Na0,33((Mg,Li)3(OH,F)2(Si4O10))
Montmorillonit stellt das Hauptmineral der natürlich vorkommenden Bentonite dar.
Sehr vorteilhafte anorganische Gelbildner im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
Aluminiumsilikate wie die Montmorillonite (Bentonite, Hectorite sowie deren Derivate wie
Quaternium-18 Bentonit, Quaternium-18 Hectorite, Stearalkonium Bentonite bzw.
Stearalkonium Hectorite) oder aber Magnesium-Aluminium-Silikate (Veegum®-Typen)
sowie Natrium-Magnesium-Silikate (Laponite®-Typen).
Montmorillonite stellen zu den dioktaedrischen Smektiten gehörende Tonmineralien dar
und sind in Wasser quellende, aber nicht plastisch werdende Massen. Die Schichtpakete
in der Dreischicht-Struktur der Montmorillonite können durch reversible Einlagerung von
Wasser (in der 2-7fachen Menge) u. a. Substanzen wie z. B. Alkoholen, Glykolen,
Pyridin, α-Picolin, Ammonium-Verbindungen, Hydroxy-AluminoSilikat-Ionen usw.
aufquellen.
Die oben angegebene chemische Formel ist nur angenähert; da Montmorillonit ein
großes Ionenaustausch-Vermögen besitzt, kann Al gegen Mg, Fe2+, Fe3+, Zn, Pb, Cr, auch
Cu und andere ausgetauscht werden. Die daraus resultierende negative Ladung der
Oktaeder-Schichten wird durch Kationen, insbesondere Na+ (Natrium-Montmorillonit) und
Ca2+ (der Calcium-Montmorillonit ist nur sehr wenig quellfähig) in Zwischenschicht-
Positionen ausgeglichen.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung vorteilhafte synthetische Magnesiumsilikate bzw.
Bentonite werden beispielsweise von Süd-Chemie unter der Handelsbezeichung
Optigel® vertrieben.
Ein im Sinne der vorliegenden Erfindung vorteilhaftes Aluminiumsilikat wird
beispielsweise von der R.T. Vanderbilt Comp., Inc., unter der Handelsbezeichnung Veegum®
vertrieben. Die verschiedenen Veegum®-Typen, welche alle erfindungsgemäß vorteilhaft
sind, zeichnen sich durch folgende Zusammensetzungen aus
Diese Produkte quellen in Wasser unter Bildung viskoser Gele, welche alkalisch
reagieren. Durch Organophilierung von Montmorillonit bzw. Bentoniten (Austausch der
Zwischenschicht-Kationen gegen quaternäre Alkylammonium-Ionen) entstehen Produkte
(Bentone), die bevorzugt zur Dispergierung in organischen Lösemitteln und Ölen, Fetten,
Salben, Farben, Lacken und in Waschmitteln eingesetzt werden.
Bentone® ist eine Handelsbezeichnung für verschiedene neutrale und chemisch inerte
Geliermittel, die aus langkettigen, organischen Ammoniumsalzen und speziellen
Montmorillonit-Sorten aufgebaut sind.
Folgende Bentone® -Typen werden beispielsweise von der Gesellschaft Kronos Titan
vertrieben und sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen:
Bentone® 27, ein organisch modifiziertes Montmorillonit, Bentone® 34
(Dimethyldioctylammoniumbentonit), das nach US 2,531,427 hergestellt wird und wegen
seiner lipophilen Gruppen besser im lipophilen Medium als in Wasser quillt, Bentone®
38, ein organisch modifiziertes Montmorillonit, ein cremefarbenes bis weißes Pulver,
Bentone® LT, ein gereinigtes Tonmineral, Bentone® Gel MIO, ein organisch
modifiziertes Montmorillonit, das in Mineralöl (SUS-71) feinst suspendiert angeboten wird (10%
Bentonit, 86,7% Mineralöl und 3,3% Netzmittel), Bentone® Gel IPM, ein organisch
modifiziertes Bentonit, das in Isopropylmyristat suspendiert ist (10% Bentonit, 86,7%
Isopropylmyristat, 3,3% Netzmittel), Bentone® Gel CAO, ein organisch modifiziertes
Montmorillonit, das in Ricinusöl aufgenommen ist (10% Bentonit, 86,7% Ricinusöl und
3,3% Netzmittel), Bentone® Gel Lantrol, ein organisch modifiziertes Montmorillonit, das
in Pastenform zur Weiterverarbeitung, insbesondere zur Herstellung kosmetischer Mittel
bestimmt ist; 10% Bentonit, 64,9 Lantrol (Wollwachsöl), 22,0 Isopropylmyristat, 3,0
Netzmittel und 0,1 p-Hydroxybenzoesäurepropylester, Bentone® Gel Lan I, eine 10%ige
Bentone® 27-Paste in einer Mischung aus Wollwachs USP und Isopropylpalmitat,
Bentone® Gel Lan II, eine Bentonit-Paste in reinem, flüssigem Wollwachs, Bentone® Gel
NV, eine 15%ige Bentone® 27-Paste in Dibutylphthalat, Bentone® Gel OMS, eine
Bentonit-Paste in Shellsol T. Bentone® Gel OMS 25, eine Bentonit Paste in
lsoparaffinischen Kohlenwasserstoffen (Idopar® H), Bentone® Gel IPP, eine Bentonit-Paste in
Isopropylpalmitat.
Alle Bentone-Typen sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Vorteilhaft können Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung ferner ein oder
mehrere Hydrokolloide aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen enthalten:
- - organische, natürliche Verbindungen, wie beispielsweise Agar-Agar, Carrageen,
Tragant, Gummi arabicum, Alginate, Pektine, Polyosen, Guar-Mehl,
Johannisbrotbaumkernmehl, Stärke, Dextrine, Gelatine, Casein,
- - organische, abgewandelte Naturstoffe, wie z. B. Carboxymethylcellulose und andere
Celluloseether, Hydroxyethyl- und -propylcellulose und mikrokristalline Cellulose
dergleichen,
- - organische, vollsynthetische Verbindungen, wie z. B. Polyacryl- und Polymethacryl-
Verbindungen, Vinylpolymere, Polycarbonsäuren, Polyether, Polyimine, Polyamide,
Polyurethane.
Ferner vorteilhaft können die Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung
Copolymere enthalten, welche sich durch die folgende Strukturformel (I) auszeichnen
worin
- - R1 einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest
mit 4 bis 40 Kohlenstoffatomen,
- - R2 = -OCH3 oder -O(CH2CH2O)xR1,
- - x eine ganze Zahl von 1 bis 100,
- - n eine ganze Zahl von 100 bis 250 und
- - y durchschnittlich 2 oder 3
bedeuten.
Besonders vorteilhafte Copolymere im Sinne der vorliegenden Erfindung sind solche, für
die n eine ganze Zahl von 150 bis 200 ist. Es ist insbesondere vorteilhaft im Sinne der
vorliegenden Erfindung, wenn darüberhinaus R1 einen verzweigten oder unverzweigten,
gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 8 bis 12 Kohlenstoffatomen darstellt.
Es ist ferner vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die mittlere Molmasse
der Copolymere zwischen 30.000 und 50.000 liegt.
Erfindungsgemäß ganz besonders vorteilhaft sind
PEG-180/Octoxynol-40/Tetramethoxymethylglycoluril Copolymere mit R2 = -O(CH2CH2O)40C8H17 und n = 180.
Erfindungsgemäß ferner besonders vorteilhaft sind
PEG-180/Laureth-50/Tetramethoxymethylglycoluril Copolymere mit R2 = -O(CH2CH2O)50C12H25 und n = 180.
Erfindungsgemäß ferner besonders vorteilhaft ist der Polyether-1.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Zubereitungen
können wie üblich zusammengesetzt sein. Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind Zubereitungen zur Pflege der Haut: sie können dem kosmetischen
und/oder dermatologischen Lichtschutz, ferner zur Behandlung der Haut und/oder der
Haare und als Schminkprodukt in der dekorativen Kosmetik dienen. Eine weitere
vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in After-Sun-Produkten.
Entsprechend ihrem Aufbau können kosmetische oder topische dermatologische
Zusammensetzungen im Sinne der vorliegenden Erfindung, beispielsweise verwendet werden
als Hautschutzcreme, Tages- oder Nachtcreme usw. Es ist gegebenenfalls möglich und
vorteilhaft, die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als Grundlage für
pharmazeutische Formulierungen zu verwenden.
Ebenso wie Emulsionen von flüssiger und fester Konsistenz als kosmetische
Reinigungslotionen bzw. Reinigungscremes Verwendung finden, können auch die
erfindungsgemäßen Zubereitungen "Reinigungsschäume" darstellen, welche beispielsweise
zum Entfernen von Schminken und/oder Make-up oder als milder Waschschaum - ggf.
auch für unreine Haut - verwendet werden können. Derartige Reinigungsschäume
können vorteilhaft ferner als sogenannte "rinse off" Präparate angewendet werden, welche
nach der Anwendung von der Haut abgespült werden.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Zubereitungen
können auch vorteilhaft in Form eines Schaums zur Pflege des Haars bzw. der Kopfhaut
vorliegen, insbesondere eines Schaums zum Einlegen der Haare, eines Schaums, der
beim Fönen der Haare verwendet wird, eines Frisier- und Behandlungsschaums.
Zur Anwendung werden die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen
Zubereitungen in der für Kosmetika üblichen Weise auf die Haut und/oder die Haare in
ausreichender Menge aufgebracht.
Die kosmetischen oder dermatologischen Mittel gemäß der Erfindung können
beispielsweise aus Aerosolbehältern entnommen und dabei aufgeschäumt werden.
Erfindungsgemäße Aerosofbehälter sind Sprühvorrichtungen mit einer Füllung aus den
flüssigen bzw. breiartigen Stoffen, die unter dem Druck eines Treibmittels stehen
(Druckgas- oder Aerosolpackungen). Derartige Behälter können mit Ventilen sehr
unterschiedlicher Bauart ausgestattet sein, die die Entnahme des Inhalts als Schaum
ermöglichen.
Ferner vorteilhaft können die Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung aus
Treibgas-freien, mechanisch zu bedienenden Pumpzerstäubern (Pumpspendern)
entnommen werden. Insbesondere vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
Pumpsysteme, welche ohne Druckgas, aber mit einem Filter, der spezielle
Verwirbelungen bewirkt, arbeiten.
Die kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen gemäß der Erfindung können
ferner vorzugsweise beispielsweise aus Zweikammeraerosolbehältern entnommen und
auf die Haut aufgetragen werden. Erfindungsgemäß vorteilhafte Packmittel sind
Behältnisse, in denen sich eine Kammer mit einer Füllung aus den flüssigen bzw.
breiartigen Zubereitungen unter dem Druck eines in einer zweiten Kammer befindlichen
stehenden Primärtreibmittels befindet. Derartige Behälter können mit Ventilen sehr
unterschiedlicher Bauart ausgestattet sein, die die Entnahme des Inhalts der ersten Kammer
als Emulsion oder Gel in jeder Lage - auch mit dem Ventil nach unten - ermöglichen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sind BiCan®-Aerosolbehälter, bei denen das Produkt
in einem flexiblen Beutel aus Metall oder Kunststoff innerhalb der Dose eingeschlossen
ist.
Erfindungsgemäße nachschäumende Zusammensetzungen stellen ungeschäumt, also
unmittelbar nach dem Austreten aus einem Aerosolbehälter, Zwei- oder
Mehrphasensysteme - in der Regel Emulsionen - dar. Sie können bereits durch leichtes
Verreiben, beispielsweise in den Händen oder beim Auftragen und Verreiben auf der
Haut, aber auch durch Rühren oder sonstige Aufschäumvorgänge zu Schäumen
gestaltet werden.
Es hat sich darüber hinaus in überraschender Weise herausgestellt, daß bei der
Verwendung von (Sekundär-) Treibmitteln, besonders vorteilhaft von in der gegebenenfalls
vorhandenen Ölphase löslichen Treibmitteln, also beispielsweise üblichen Propan-Butan-
Gemischen, die erfindungsgemäßen Zubereitungen nicht einfach als Aerosoltröpfchen
versprüht werden, sondern sich zu feinblasigen, reichhaltigen Schäumen entwickeln,
sobald solche mit solchen (Sekundär-) Treibmitteln beladenen Systeme Druckentspannung
erfahren.
Bei Verwendung von Kohlenwasserstoffen oder deren Gemischen mit 4 oder 5
Kohlenstoffatomen, insbesondere Isobutan, n-Pentan und Isopentan, als (Sekundär-)
Treibmittel kann man das selbständige Aufschäumen nach dem Austritt aus der
Druckverpackung zeitlich verzögern.
Durch das Verdampfen des Sekundärtreibmittels im applizierten Kosmetikprodukt wird
der Haut ferner Wärme entzogen und ein angenehmer Kühleffekt erlangt. Solche
nachschäumenden Zubereitungen werden daher ebenfalls als vorteilhafte
Verkörperungen der vorliegenden Erfindung mit eigenständiger erfinderischer Tätigkeit
angesehen.
Als Druckgasbehälter kommen im Sinne der vorliegenden Erfindung vor allem
zylindrische Gefäße aus Metall (Aluminium, Weißblech, Inhalt < 1000 mL), geschütztem bzw.
nicht-splitterndem Glas oder Kunststoff (Inhalt < 220 mL) bzw. splitterndem Glas oder
Kunststoff (Inhalt < 150 mL) in Frage, bei deren Auswahl Druck- und Bruchfestigkeit,
Korrosionsbeständigkeit, leichte Füllbarkeit, ggf. Sterilisierbarkeit usw., aber auch
ästhetische Gesichtspunkte, Handlichkeit, Bedruckbarkeit etc. eine Rolle spielen. Der
maximale zulässige Betriebsdruck von Sprüh-Dosen aus Metall bei 50°C ist 12 bar und das
maximale Füllvolumen bei dieser Temperatur ca. 90% des Gesamtvolumens. Für Glas-
und Kunststoffdosen gelten niedrigere, von der Behältergröße und dem Treibmittel (ob
verflüssigtes, verdichtetes oder gelöstes Gas) abhängige Werte für den Betriebsdruck.
Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Dosen aus Weißblech,
Aluminium und Glas. Aus Korrosionsschutzgründen können Metalldosen innen lackiert
sein (silber- oder goldlackiert), wozu alle handelsüblichen Innenschutzlacke geeignet
sind. Bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Polyester-, Epoxyphenol-
sowie Polyamidimidlacke. Auch Folienkaschierungen aus Polyethylen (PE), Polypropylen
(PP) und/oder Polyethylenterephthalat (PET) im Innern der Dosen sind vorteilhaft,
insbesondere für Dosen aus Weißblech.
Die Druckgasbehälter sind üblicherweise ein- oder zwei-, meist aber dreiteilig zylindrisch,
konisch oder anders geformt. Werden Kunststoffe als Sprüh-Behältermaterial verwendet,
so sollten diese Chemikalien- und Sterilisationstemperatur-beständig, gasdicht,
schlagfest und gegen Innendrücke über 12 bar stabil sein. Prinzipiell für Sprüh-Behälter-
Zwecke geeignet sind Polyacetale und Polyamide.
Der innere Aufbau der Sprüh-Dosen sowie die Ventilkonstruktion sind je nach
Verwendungs-Zweck und der physikalischen Beschaffenheit des Inhalts - z. B. ob als Zwei- oder
als Dreiphasensystem - sehr variantenreich und können vom Fachmann durch einfaches
Ausprobieren ohnen erfinderisches Zutun ermittelt werden. Für geeignete
Ausführungsformen sei auf das "Aerosol Technologie Handbuch der
Aersosol-Verpackung" hingewiesen (Wolfgang Tauscher, Melcher Verlag GmbH Heidelberg/München,
1996).
Erfindungsgemäß vorteilhafte Ventile können mit oder ohne Steigrohr ausgebildet sein.
Die Einzelteile, aus welchen erfindungsgemäße Ventile üblicherweise aufgebaut sind,
bestehen vorzugsweise aus den folgenden Materialien:
Teller:
Weißblech: blank, gold- bzw. klarlackiert, folienkaschiert (PE, PP oder PET)
Aluminium: blank, silber- oder goldlackiert, verschiedene Lackvarianten,
Stoner-Mudge-Ausführung
Dichtung:
natürliche bzw. synthetische Elastomere bzw. thermoplastische (Sleeve-
Gaskets, folienkaschiert aus PE oder PP) Innen- und Aussendichtungen,
z. B. aus Perbunan, Buna, Neopren, Butyl, CLB, LDPE, Viton, EPDM,
Chlorbutyl, Brombutyl und/oder diversen Compounds
Kegel:
PA, POM, Messing sowie diversen Sondermaterialen,
Standardbohrungen (z. B.: 0,25 bis 0,70 mm oder 2 × 0,45 bis 2 × 1,00 mm),
verschiedene Schaftdurchmesser
Feder:
Metall, besonders bevorzugt V2A, rostfreier Stahl;
Kunststoff und auch Elastomer
Gehäuse:
Standard und Impact
VPH-Bohrungen, RPT-Bohrungen oder geschlitzt für Überkopf-Anwendungen
Materialien: z. B. Polyacetal, PA, PE, POM und dergleichen mehr
Steigrohr:
Kunststoff (Polymer Resin), z. B. PE, PP, PA oder Polycarbonat
Vorteilhafte Sprühköpfe im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise
Schaumköpfe für die aufrechte Anwendung (Dose senkrecht halten) oder Schaumköpfe
für die Überkopf-Anwendung mit einem oder mehreren Kanälen.
Als Treibmittel sind die üblichen "klassischen" leichtflüchtigen, verflüssigten Treibgase,
wie beispielsweise Dimethylether (DME) und/oder lineare oder verzweigtkettige
Kohlenwasserstoffe mit zwei bis fünf Kohlenstoffatomen (wie insbesondere Ethan, Propan,
Butan, Isobutan und/oder Pentan) geeignet, die allein oder in Mischung miteinander
eingesetzt werden können.
Auch Druckluft sowie weitere unter Druck befindliche Gase wie Luft, Sauerstoff,
Stickstoff, Wasserstoff, Helium, Krypton, Xenon, Radon, Argon, Lachgas (N2O) und
Kohlendioxid (CO2) sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung als Treibgase (sowohl
einzeln als in beliebigen Mischungen miteinander) zu verwenden.
Natürlich weiß der Fachmann, daß es weitere an sich nichttoxische Treibgase gibt, die
grundsätzlich für die Verwirklichung der vorliegenden Erfindung in Form von
Aerosolpräparaten geeignet wären, auf die aber dennoch wegen bedenklicher Wirkung auf die
Umwelt oder sonstiger Begleitumstände verzichtet werden sollte, insbesondere halogenierte
(mit Fluor, Clor, Brom, Iod und/oder Astat substituierte) Kohlenwasserstoffe wie
beispielsweise Fluorkohlenwasserstoffe und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
Die genannten Gase können im Sinne der vorliegenden Erfindung jeweils einzeln oder in
beliebigen Mischungen zueinander verwendet werden.
Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Volumenanteil an Treibgas aus
dem Bereich von 0,1 bis 30 Vol.-%, bezogen auf das Gesamtvolumen aus Füllgut und
Treibgas gewählt (entsprechend einem Volumenanteil von 70 bis 99,9 Vol.-% Füllgut).
Besonders bevorzugtes Treibgas im Sinne der vorliegenden Erfindung ist Kohlendioxid.
Insbesondere vorteilhaft sind aus erfindungsgemäßen Zubereitungen erhältliche
Schäume, welche Kohlendioxid als einen oder den Wirkstoff enthalten.
Besonders vorteilhafte, feincremige und reichhaltige Schäume sind erhältlich, wenn die
erfindungsgemäßen Zubereitungen mit Hilfe von linearen oder verzweigtkettigen,
halogenierten oder nicht-halogenierten Kohlenwasserstoffen aufgeschäumt werden. Ganz
besonders vorteilhafte Schäume sind durch Aufschäumen der erfindungsgemäßen
Zubereitungen mit Kohlendioxid, Sauerstoff, Druckluft, Helium, Krypton, Xenon, Radon,
Argon und/oder Stickstoff (sowohl einzeln als in beliebigen Mischungen miteinander)
erhältlich.
Die kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen gemäß der Erfindung können
kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen
verwendet werden, z. B. Konservierungsmittel, Konservierungshelfer, Bakterizide, Parfüme,
Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, anfeuchtende und/oder
feuchthaltende Substanzen, Füllstoffe, die das Hautgefühl verbessern, Fette, Öle, Wachse
oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen
Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische
Lösungsmittel oder Silikonderivate.
Vorteilhafte Konservierungsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
beispielsweise Formaldehydabspalter (wie z. B. DMDM Hydantoin), Iodopropylbutylcarbamate
(z. B. die unter den Handelsbezeichnungen Koncyl-L, Koncyl-S und Konkaben LMB von
der Fa. Lonza erhältlichen), Parabene, Phenoxyethanol, Ethanol, Benzoesäure und
dergleichen mehr. Üblicherweise umfaßt das Konservierungssystem erfindungsgemäß
ferner vorteilhaft auch Konservierungshelfer, wie beispielsweise Octoxyglycerin, Glycine
Soja etc.
Besonders vorteilhafte Zubereitungen werden ferner erhalten, wenn als Zusatz- oder
Wirkstoffe Antioxidantien eingesetzt werden. Erfindungsgemäß enthalten die
Zubereitungen vorteilhaft eines oder mehrere Antioxidantien. Als günstige, aber dennoch fakultativ
zu verwendende Antioxidantien können alle für kosmetische und/oder dermatologische
Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung können wasserlösliche
Antioxidantien eingesetzt werden, wie beispielsweise Vitamine, z. B. Ascorbinsäure und
deren Derivate.
Bevorzugte Antioxidantien sind ferner Vitamin E und dessen Derivate sowie Vitamin A
und dessen Derivate.
Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen
beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 20 Gew.-%,
insbesondere 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist
vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Sofern Vitamin A bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder
die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem
Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu
wählen.
Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn die kosmetischen Zubereitungen gemäß der
vorliegenden Erfindung kosmetische oder dermatologische Wirkstoffe enthalten, wobei
bevorzugte Wirkstoffe Antioxidantien sind, welche die Haut vor oxidativer Beanspruchung
schützen können.
Weitere vorteilhafte Wirkstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung sind natürliche
Wirkstoffe und/oder deren Derivate, wie z. B. alpha-Liponsäure, Phytoen, D-Biotin, Coenzym
Q10, alpha-Glucosylrutin, Carnitin, Carnosin, natürliche und/oder synthetische
Isoflavonoide, Kreatin, Taurin und/oder β-Alanin.
Erfindungsgemäße Rezepturen, welche z. B. bekannte Antifaltenwirkstoffe wie
Flavonglycoside (insbesondere α-Glycosylrutin), Coenzym Q10, Vitamin E und/oder Derivate
und dergleichen enthalten, eignen sich insbesondere vorteilhaft zur Prophylaxe und
Behandlung kosmetischer oder dermatologischer Hautveränderungen, wie sie z. B. bei der
Hautalterung auftreten (wie beispielsweise Trockenheit, Rauhigkeit und Ausbildung von
Trockenheitsfältchen, Juckreiz, verminderte Rückfettung (z. B. nach dem Waschen),
sichtbare Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien, Cuperosis), Schlaffheit und Ausbildung
von Falten und Fältchen, lokale Hyper-, Hypo- und Fehlpigmentierungen (z. B.
Altersflecken), vergrößerte Anfälligkeit gegenüber mechanischem Stress (z. B. Rissigkeit) und
dergleichen). Weiterhin vorteilhaft eignen sie sich gegen das Erscheinungsbild der
trockenen bzw. rauhen Haut.
Erstaunlicherweise können ausgewählte erfindungsgemäße Rezepturen auch eine
Antifaltenwirkung aufweisen bzw. die Wirkung bekannter Antifaltenwirkstoffe erheblich
steigern. Dementsprechend eignen sich Formulierungen im Sinne der vorliegenden
Erfindung insbesondere vorteilhaft zur Prophylaxe und Behandlung kosmetischer oder
dermatologischer Hautveränderungen, wie sie z. B. bei der Hautalterung auftreten. Weiterhin
vorteilhaft eignen sie sich gegen das Erscheinungsbild der trockenen bzw. rauhen Haut.
In einer besonderen Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung daher Produkte
zur Pflege der auf natürliche Weise gealterten Haut, sowie zur Behandlung der
Folgeschäden der Lichtalterung, insbesondere der oben aufgeführten Phänomene.
Die Wasserphase der erfindungsgemäßen Zubereitungen kann vorteilhaft übliche
kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie beispielsweise Alkohole, insbesondere solche
niedriger C-Zahl, vorzugsweise Ethanol und/oder Isopropanol, Diole oder Polyole niedriger C-
Zahl sowie deren Ether, vorzugsweise Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol,
Ethylenglykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -
monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge
Produkte, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte sowie Moisturizer.
Als Moisturizer werden Stoffe oder Stoffgemische bezeichnet, welche kosmetischen oder
dermatologischen Zubereitungen die Eigenschaft verleihen, nach dem Auftragen bzw.
Verteilen auf der Hautoberfläche die Feuchtigkeitsabgabe der Hornschicht (auch
transepidermal water loss (TEWL) genannt) zu reduzieren und/oder die Hydratation der
Hornschicht positiv zu beeinflussen.
Vorteilhafte Moisturizer im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise
Glycerin, Milchsäure, Pyrrolidoncarbonsäure und Harnstoff. Ferner ist es insbesondere von
Vorteil, polymere Moisturizer aus der Gruppe der wasserlöslichen und/oder in Wasser
quellbaren und/oder mit Hilfe von Wasser gelierbaren Polysaccharide zu verwenden.
Insbesondere vorteilhaft sind beispielsweise Hyaluronsäure, Chitosan und/oder ein
fucosereiches Polysaccharid, welches in den Chemical Abstracts unter der
Registraturnummer 178463-23-5 abgelegt und z. B. unter der Bezeichnung Fucogel®1000 von der
Gesellschaft SOLABIA S. A. erhältlich ist.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen können
Farbstoffe und/oder Farbpigmente enthalten, insbesondere wenn sie in Form von
dekorativen Kosmetika vorliegen. Die Farbstoffe und -pigmente können aus der
entsprechenden Positivliste der Kosmetikverordnung bzw. der EG-Liste kosmetischer Färbemittel
ausgewählt werden. In den meisten Fällen sind sie mit den für Lebensmittel
zugelassenen Farbstoffen identisch. Vorteilhafte Farbpigmente sind beispielsweise Titandioxid,
Glimmer, Eisenoxide (z. B. Fe2O3, Fe3O4, FeO(OH)) und/oder Zinnoxid. Vorteilhafte
Farbstoffe sind beispielsweise Carmin, Berliner Blau, Chromoxidgrün, Ultramarinblau
und/oder Manganviolett. Es ist insbesondere vorteilhaft, die Farbstoffe und/oder
Farbpigmente aus dem Rowe Colour Index, 3. Auflage, Society of Dyers and Colourists,
Bradford, England, 1971 zu wählen.
Sofern die erfindungsgemäßen Formulierungen in Form von Produkten vorliegen, welche
im Gesicht angewendet werden, ist es günstig, als Farbstoff eine oder mehrere
Substanzen aus der folgenden Gruppe zu wählen: 2,4-Dihydroxyazobenzol, 1-(2'-Chlor-4'-nitro-1'-
phenylazo)-2-hydroxynaphthalin, Ceresrot,
2-(Sulfo-1-naphthylazo)-1-naphthol-4-sulfosäure, Calciumsalz der 2-Hydroxy-1,2'-azonaphthalin-1'-sulfosäure, Calcium- und
Bariumsalze der 1-(2-Sulfo-4-methyl-1-phenylazo)-2-naphthylcarbonsäure, Calciumsalz der
1-(2-Sulfo-1-naphthylazo)-2-hydroxynaphthalin-3-carbonsäure, Aluminiumsalz der 1-(4-
Sulfo-1-phenylazo)-2-naphthol-6-sulfosäure, Aluminiumsalz der
1-(4-Sulfo-1-naphthylazo)-2-naphthol-3,6-disulfosäure, 1-(4-Sulfo-1-naphthylazo)-2-naphthol-6,8-disulfosäure,
Aluminiumsalz der
4-(4-Sulfo-1-phenylazo)-1-(4-sulfophenyl)-5-hydroxy-pyrazolon-3-carbonsäure, Aluminium- und Zirkoniumsalze von 4,5-Dibromfluorescein, Aluminium- und
Zirkoniumsalze von 2,4,5,7-Tetrabromfluorescein,
3',4',5',6'-Tetrachlor-2,4,5,7-tetrabromfluorescein und sein Aluminiumsalz, Aluminiumsalz von 2,4,5,7-Tetraiodfluorescein,
Aluminiumsalz der Chinophthalon-disulfosäure, Aluminiumsalz der Indigo-disulfosäure,
rotes und schwarzes Eisenoxid (CIN: 77 491 (rot) und 77 499 (schwarz)),
Eisenoxidhydrat (CIN: 77 492), Manganammoniumdiphosphat und Titandioxid.
Ferner vorteilhaft sind öllösliche Naturfarbstoffe, wie z. B. Paprikaextrakte, β-Carotin oder
Cochenille.
Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner Formulierungen mit einem
Gehalt an Perlglanzpigmenten. Bevorzugt sind insbesondere die im folgenden
aufgelisteten Arten von Perlglanzpigmenten:
- 1. Natürliche Perlglanzpigmente, wie z. B.
- - "Fischsilber" (Guanin/Hypoxanthin-Mischkristalle aus Fischschuppen) und
- - "Perlmutt" (vermahlene Muschelschalen)
- 2. Monokristalline Perlglanzpigmente wie z. B. Bismuthoxychlorid (BiOCl)
- 3. Schicht-Substrat Pigmente: z. B. Glimmer/Metalloxid
Basis für Perlglanzpigmente sind beispielsweise pulverförmige Pigmente oder
Ricinusöldispersionen von Bismutoxychlorid und/oder Titandioxid sowie Bismutoxychlorid und/oder
Titandioxid auf Glimmer. Insbesondere vorteilhaft ist z. B. das unter der CIN 77163
aufgelistete Glanzpigment.
Vorteilhaft sind ferner beispielsweise die folgenden Perlglanzpigmentarten auf Basis von
Glimmer/Metalloxid:
Besonders bevorzugt sind z. B. die von der Firma Merck unter den Handelsnamen
Timiron, Colorona oder Dichrona erhältlichen Perlglanzpigmente.
Die Liste der genannten Perlglanzpigmente soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung vorteilhafte Perlglanzpigmente sind auf zahlreichen,
an sich bekannten Wegen erhältlich. Beispielsweise lassen sich auch andere Substrate
außer Glimmer mit weiteren Metalloxiden beschichten, wie z. B. Silica und dergleichen
mehr. Vorteilhaft sind z. B. mit TiO2 und Fe2O3 beschichtete SiO2-Partikel
("Ronaspheren"), die von der Firma Merck vertrieben werden und sich besonders für die optische
Reduktion feiner Fältchen eignen.
Es kann darüber hinaus von Vorteil sein, gänzlich auf ein Substrat wie Glimmer zu
verzichten. Besonders bevorzugt sind Eisenperlglanzpigmente, welche ohne die
Verwendung von Glimmer hergestellt werden. Solche Pigmente sind z. B. unter dem
Handelsnamen Sicopearl Kupfer 1000 bei der Firma BASF erhältlich.
Besonders vorteilhaft sind ferner auch Effektpigmente, welche unter der
Handelsbezeichnung Metasomes Standard/Glitter in verschiedenen Farben (yello, red, green, blue) von
der Firma Flora Tech erhältlich sind. Die Glitterpartikel liegen hierbei in Gemischen mit
verschiedenen Hilfs- und Farbstoffen (wie beispielsweise den Farbstoffen mit den Colour
Index (CI) Nummern 19140, 77007, 77289, 77491) vor.
Die Farbstoffe und Pigmente können sowohl einzeln als auch im Gemisch vorliegen
sowie gegenseitig miteinander beschichtet sein, wobei durch unterschiedliche
Beschichtungsdicken im allgemeinen verschiedene Farbeffekte hervorgerufen werden. Die
Gesamtmenge der Farbstoffe und farbgebenden Pigmente wird vorteilhaft aus dem Bereich
von z. B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 15 Gew.-%,
insbesondere von 1,0 bis 10 Gew.-% gewählt, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zubereitungen.
Es ist auch vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, kosmetische und
dermatologische Zubereitungen zu erstellen, deren hauptsächlicher Zweck nicht der Schutz vor
Sonnenlicht ist, die aber dennoch einen Gehalt an UV-Schutzsubstanzen enthalten. So
werden z. B. in Tagescremes oder Makeup-Produkten gewöhnlich UV-A- bzw.
UV-B-Filtersubstanzen eingearbeitet. Auch stellen UV-Schutzsubstanzen, ebenso wie
Antioxidantien und, gewünschtenfalls, Konservierungsstoffe, einen wirksamen Schutz der
Zubereitungen selbst gegen Verderb dar. Günstig sind ferner kosmetische und dermatologische
Zubereitungen, die in der Form eines Sonnenschutzmittels vorliegen.
Dementsprechend enthalten die Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise neben einer oder mehreren erfindungsgemäßen UV-Filtersubstanzen
zusätzlich mindestens eine weitere UV-A- und/oder UV-B-Filtersubstanz. Die Formulierungen
können, obgleich nicht notwendig, gegebenenfalls auch ein oder mehrere organische
und/oder anorganische Pigmente als UV-Filtersubstanzen enthalten, welche in der
Wasser- und/oder der Ölphase vorliegen können.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können ferner vorteilhaft auch in Form von
sogenannten ölfreien kosmetischen oder dermatologischen Emulsionen vorliegen, welche
eine Wasserphase und mindestens eine bei Raumtemperatur flüssige UV-Filtersubstanz
und/oder ein oder mehrere Silikonderivate als weitere Phase enthalten. Ölfreie
Formulierungen im Sinne der vorliegenden Erfindung können vorteilhaft auch weitere lipophile
Komponenten - wie beispielsweise lipophile Wirkstoffe - enthalten.
Besonders vorteilhafte bei Raumtemperatur flüssige UV-Filtersubstanzen im Sinne der
vorliegenden Erfindung sind Homomenthylsalicylat (INCI: Homosalate), 2-Ethylhexyl-2-
cyano-3,3-diphenylacrylat (INCI: Octocrylene), 2-Ethylhexyl-2-hydroxybenzoat
(2-Ethylhexylsalicylat, Octylsalicylat, INCI: Octyl Salicylate) und Ester der Zimtsäure,
vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester (2-Ethylhexyl-4-methoxycinnamat, INCI:
Octyl Methoxycinnamate) und 4-Methoxyzimtsäureisopentylester
(Isopentyl-4-methoxycinnamat, INCI: Isoamyl p-Methoxycinnamate).
Bevorzugte anorganische Pigmente sind Metalloxide und/oder andere in Wasser
schwerlösliche oder unlösliche Metallverbindungen, insbesondere Oxide des Titans (TiO2), Zinks
(ZnO), Eisens (z. B. Fe2O3), Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z. B. MnO),
Aluminiums (Al2O3), Cers (z. B. Ce2O3), Mischoxide der entsprechenden Metalle sowie
Abmischungen aus solchen Oxiden sowie das Sulfat des Bariums (BaSO4).
Die Pigmente können vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung auch in Form
kommerziell erhältlicher öliger oder wäßriger Vordispersionen zur Anwendung kommen.
Diesen Vordispersionen können vorteilhaft Dispergierhilfsmittel und/oder
Solubilisationsvermittler zugesetzt sein.
Die Pigmente können erfindungsgemäß vorteilhaft oberflächlich behandelt ("gecoatet")
sein, wobei beispielsweise ein hydrophiler, amphiphiler oder hydrophober Charakter
gebildet werden bzw. erhalten bleiben soll. Diese Oberflächenbehandlung kann darin
bestehen, daß die Pigmente nach an sich bekannten Verfahren mit einer dünnen
hydrophilen und/oder hydrophoben anorganischen und/oder organischen Schicht
versehen werden. Die verschiedenen Oberflächenbeschichtungen können im Sinne der
vorliegenden Erfindung auch Wasser enthalten.
Anorganische Oberflächenbeschichtungen im Sinne der vorliegenden Erfindung können
bestehen aus Aluminiumoxid (Al2O3), Aluminiumhydroxid Al(OH)3, bzw.
Aluminiumoxidhydrat (auch: Alumina, CAS-Nr.: 1333-84-2), Natriumhexametaphosphat (NaPO3)6,
Natriummetaphosphat (NaPO3)n, Siliciumdioxid (SiO2) (auch: Silica, CAS-Nr.: 7631-86-9),
oder Eisenoxid (Fe2O3). Diese anorganischen Oberflächenbeschichtungen können allein,
in Kombination und/oder in Kombination mit organischen Beschichtungsmaterialien
vorkommen.
Organische Oberflächenbeschichtungen im Sinne der vorliegenden Erfindung können
bestehen aus pflanzlichem oder tierischem Aluminiumstearat, pflanzlicher oder tierischer
Stearinsäure, Laurinsäure, Dimethylpolysiloxan (auch: Dimethicone), Methylpolysiloxan
(Methicone), Simethicone (einem Gemisch aus Dimethylpolysiloxan mit einer
durchschnittlichen Kettenlänge von 200 bis 350 Dimethylsiloxan-Einheiten und Silicagel) oder
Alginsäure. Diese organischen Oberflächenbeschichtungen können allein, in
Kombination und/oder in Kombination mit anorganischen Beschichtungsmaterialien vorkommen.
Erfindungsgemäß geeignete Zinkoxidpartikel und Vordispersionen von Zinkoxidpartikeln
sind unter folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen erhältlich:
Geeignete Titandioxidpartikel und Vordispersionen von Titandioxidpartikeln sind unter
folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen erhältlich:
Vorteilhaftes organisches Pigment im Sinne der vorliegenden Erfindung ist das
2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol) [INCI:
Bisoctyltriazol], welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® M bei der CIBA-Chemikalien
GmbH erhältlich ist.
Vorteilhafte UV-A-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
Dibenzoylmethanderivate, insbesondere das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan (CAS-Nr.
70356-09-1), welches von Givaudan unter der Marke Parsol® 1789 und von Merck unter
der Handelsbezeichnung Eusolex® 9020 verkauft wird.
Vorteilhafte weitere UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
sulfonierte, wasserlösliche UV-Filter, wie z. B.
- - Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und ihre Salze,
besonders die entsprechenden Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salze,
insbesondere das
Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz mit der INCI-Bezeichnung Bisimidazylate (CAS-Nr.: 180898-37-7), welches
beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Neo Heliopan AP bei Haarmann &
Reimer erhältlich ist;
- - Salze der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure, wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr
Triethanolammonium-Salz sowie die Sulfonsäure selbst mit der INCI Bezeichnung
Phenylbenzimidazole Sulfonsäure (CAS.-Nr. 27503-81-7), welches beispielsweise
unter der Handelsbezeichnung Eusolex 232 bei Merck oder unter Neo Heliopan
Hydro bei Haarmann & Reimer erhältlich ist;
- - 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol (auch:
3,3'-(1,4-Phenylendimethylene)-bis-(7,7-dimethyl-2-oxo-bicyclo-[2.2.1]hept-1-ylmethan Sulfonsäure) und
dessen Salze (besonders die entprechenden 10-Sulfato-verbindungen, insbesondere
das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz), das auch als
Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) bezeichnet wird. Benzol-1,4-
di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) hat die INCI-Bezeichnung
Terephtalidene Dicampher Sulfonsäure (CAS.-Nr.: 90457-82-2) und ist
beispielsweise unter dem Handelsnamen Mexoryl SX von der Fa. Chimex erhältlich;
- - Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B.
4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und
deren Salze.
Vorteilhafte UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner
sogenannte Breitbandfilter, d. h. Filtersubstanzen, die sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung
absorbieren.
Vorteilhafte Breitbandfilter oder UV-B-Filtersubstanzen sind beispielsweise
Triazinderivate, wie z. B.
- - 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin
(INCI: Aniso Triazin), welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® S bei der
CIBA-Chemikalien GmbH erhältlich ist;
- - Dioctylbutylamidotriazon (INCI: Dioctylbutamidotriazone), welches unter der
Handelsbezeichnung UVASORB HEB bei Sigma 3 V erhältlich ist;
- - 4,4',4"-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester),
synonym: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1,3,5-triazin (INCI: Octyl
Triazone), welches von der BASF Aktiengesellschaft unter der Warenbezeichnung
UVINUL® T 150 vertrieben wird.
Ein vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist das
2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol), welches unter der
Handelsbezeichnung Tinosorb® M bei der CIBA-Chemikalien GmbH erhältlich ist.
Vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner das
2-(2Hbenzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]propyl]-phenol (CAS-Nr.: 155633-54-8) mit der INCI-Bezeichnung Drometrizole
Trisiloxane.
Die UV-Filtersubstanzen können öllöslich oder wasserlöslich sein.
Vorteilhafte öllösliche Filtersubstanzen sind z. B.:
- - 3-Benzylidencampher-Derivate, vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3-
Benzylidencampher;
- - 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-
ethylhexyl)ester, 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
- - 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)-1,3,5-triazin;
- - Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise
4-Methoxybenzalmalonsäuredi(2-ethylhexyl)ester;
- - Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester,
4-Methoxyzimtsäureisopentylester;
- - Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-
Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon
sowie
- - an Polymere gebundene UV-Filter.
Vorteilhafte wasserlösliche Filtersubstanzen sind z. B.:
Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B.
4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und deren
Salze.
Eine weiterere erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende Lichtschutzfiltersubstanz ist
das Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (Octocrylen), welches von BASF unter der
Bezeichnung Uvinul® N 539 erhältlich ist.
Die Liste der genannten UV-Filter, die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt
werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
Besonders vorteilhafte Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung, die sich
durch einen hohen bzw. sehr hohen UV-A-Schutz auszeichnen, enthalten bevorzugt
mehrere UV-A- und/oder Breitbandfilter, insbesondere Dibenzoylmethanderivate
[beispielsweise das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan], Benzotriazolderivate
[beispielsweise das 2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-
phenol)], Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und/oder ihre
Salze, das 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und/oder dessen Salze
und/oder das 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-
1,3,5-triazin, jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie
einzuschränken. Alle Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht
anders angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen bezogen.
Beispiele
Beispiel 1 (schaumförmige O/W-Creme)
Vordispergierung des anorganischen Gelbildners und Quellung des Hydrokolloides
sowie des Polymers unter Rühren in der Wasserphase. Vereinigung der auf 75°C
aufgeheizten Fettphase mit der auf 70°C aufgeheizten Wasserphase. Zugabe der
partikulären hydrophoben, hydrophobisierten Festkörpersubstanzen unter Rühren.
Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei
65°C. 45 min Rühren unter Begasung mit Stickstoff bei 0.7 bar und Kühlung. Zugabe
der Additive bei 30°C (Parfüm, Wirkstoffe). Homogenisierung mittels einer
Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei 27°C.
Beispiel 2 (schaumförmige O/W-Lotion)
Vordispergierung des anorganischen Gelbildners und Quellung des Hydrokolloides sowie
des Polymers unter Rühren in der Wasserphase. Vereinigung der auf 80°C
aufgeheizten Fettphase mit der auf 72°C aufgeheizten Wasserphase. Zugabe der
partikulären hydrophoben, hydrophobisierten Festkörpersubstanzen unter Rühren.
Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei
65°C. 45 min Rühren unter Begasung mit Kohlendioxid bei 1.2 bar und Kühlung. Zugabe
der Additive bei 30°C (Parfüm). Homogenisierung mittels einer
Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei 30°C.
Beispiel 3 (schaumförmige O/W-Lotion)
Vordispergierung des anorganischen Gelbildners und Quellung der Hydrokolloide sowie
des Polymers unter Rühren in der Wasserphase. Vereinigung der auf 80°C
aufgeheizten Fettphase mit der auf 75°C aufgeheizten Wasserphase. Zugabe der
partikulären hydrophoben, hydrophobisierten Festkörpersubstanzen unter Rühren.
Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei
65°C. 45 min Rühren in einem offenen Kessel bis auf 30°C. Zugabe der Additive bei 30°C
(Parfüm, Wirkstoffe). Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine
(Rotor-Stator-Prinzip) bei 25°C.
Beispiel 4 (schaumförmige O/W-Emulsions-Make-up)
Vordispergierung der anorganischen Gelbildner und Quellung des Hydrokolloids sowie
des Polymers unter Rühren in der Wasserphase. Vereinigung der auf 78°C
aufgeheizten Fett- und Pigmentphase mit der auf 75°C aufgeheizten Wasserphase.
Zugabe der partikulären hydrophoben, hydrophobisierten Festkörpersubstanzen unter
Rühren. Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-
Prinzip) bei 65°C. 45 min Rühren im Becomix unter Begasung mit Sauerstoff bei 1,3 bar
unter Kühlung auf 30°C. Zugabe des Aluminium-Stärkeoctenylsuccinates, der
Maniokstärke des Parfüms und der Wirkstoffe bei 30°C. Homogenisierung mittels einer
Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei 25°C.
Beispiel 5 (schaumförmige O/W-Creme)
Vordispergierung der anorganischen Gelbildner und Quellung des Hydrokolloids sowie
des Polymers unter Rühren in der Wasserphase. Vereinigung der auf 80°C
aufgeheizten Fettphase mit der auf 75°C aufgeheizten Wasserphase. Zugabe der
partikulären hydrophoben, hydrophobisierten Festkörpersubstanzen unter Rühren.
Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei
65°C. 45 min Rühren im Becomix unter Begasung mit Lachgas bei 0.7 bar unter
Kühlung auf 30°C. Zugabe der Additive bei 30°C (Parfüm, Wirkstoffe).
Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei
26°C.
Beispiel 6 (schaumförmige O/W-Lotion)
Vordispergierung der anorganischen Gelbildner und Quellung der Hydrokolloide sowie
des Polymers unter Rühren in der Wasserphase. Vereinigung der auf 78°C
aufgeheizten Fettphase mit der auf 75°C aufgeheizten Wasserphase. Zugabe der
partikulären hydrophoben, hydrophobisierten Festkörpersubstanzen unter Rühren.
Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei
65°C. 45 min Rühren im Becomix unter Begasung mit Argon bei 1 bar unter Kühlung
auf 30°C. Zugabe der Additive bei 30°C (Parfüm, Wirkstoffe). Homogenisierung mittels
einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei 23°C.
Beispiel 7 (schaumförmige Sonnenschutz-Creme)
Vereinigung der auf 78°C aufgeheizten Fett-/Lichtschutzfilterphase mit der auf 75°C
aufgeheizten Wasser-/Lichtschutzfilterphase. Homogenisierung mittels einer
Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-Prinzip) bei 65°C. 45 min Rühren im Becomix unter
Begasung mit Helium bei 1 bar unter Kühlung auf 30°C. Zugabe der Additive bei 30°C
(Parfüm). Homogenisierung mittels einer Zahnkranzdispergiermaschine (Rotor-Stator-
Prinzip) bei 23°C.