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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen Kupplung
oder einer reibschlüssigen
Bremse.
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Stand der Technik
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Es
sind Kupplungen und Bremsen bekannt, welche reibschlüssige Verbindungen
als Funktionsprinzip nutzen. Diese Bremsen und/oder Kupplungen weisen
z. B. wenigstens eine elektrisch erregbare Spule, wenigstens ein
rotatorisch um eine Achse bewegbares Element zum Reibschluss mit
einem korrespondierenden Gegenelement auf. Dabei ist wenigstens
das rotatorisch bewegbare Element oder auch das korrespondierende
Gegenelement axial bewegbar. Die Kupplung bzw. die Bremse überträgt Kräfte bzw.
Drehmomente, wobei die Bremse die kinetische Energie wenigstens
eines bewegten Körpers
durch eine reibschlüssige
Verbindung mit wenigstens eifern nicht bewegten Körper reduziert
und die Kupplung wenigstens zwei bewegbare Körper zur gemeinsamen Bewegung
miteinander koppelt bzw. entkoppelt.
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Bremsen
sind beispielsweise als Permanentmagnet-Bremsen ausgeführt. Dabei
wird die Kraftwirkung eines permanentmagnetischen Feldes für die Erzeugung
der Bremswirkung genutzt. Permanentmagnete erzeugen ein permanentmagnetisches
Feld und ziehen wenigstens ein rotatorisch bewegbares Element zu
einem korrespondierenden Gegenelement zur reibschlüssigen Verbindung
an. Zum Lüften der
Bremse d. h. zur Aufhebung der Bremswirkung wird das permanentmagnetische
Feld durch ein elektromagnetischen Feld mit wenigstens teilweise
entgegengesetzter Feldrichtung überlagert,
so das sich die Felder zumindest teilweise gegenseitig aufheben. Das
elektromagnetische Feld ist durch eine elektrisch erregbare Spule
erzeugbar. Auch Kupplungen sind mit diesem Wirkmechanismus zwischen
permanetmagnetischem Feld und elektromagnetischem Feld aufbaubar.
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Bremsen
sind beispielsweise auch als Federdruck-Bremse ausführbar. Dabei
wird die Kraftwirkung eines elektromagnetischen Feldes zum Aufheben
der durch eine Feder erzeugten Kraft auf ein rotatorisch um eine
Achse bewegbares Element ausgenutzt. Federn drücken z. B. ein wenigsten rotatorisch
bewegbares Element zu einem korrespondierenden Gegenelement zur
reibschlüssigen
Verbindung an. Zum Lüften,
d. h. zum Öffnen
der Bremse d. h. zur Aufhebung der Bremswirkung wird durch eine elektrisch
erregbare Spule ein elektromagnetischen Feld erzeugt, welches eine
der Kraft der Feder entgegengesetzte Kraft, eine magnetische Kraft
hervorruft. Auch Kupplungen sind mit diesem Wirkmechanismus zwischen
Federkraft und magnetischer Kraft aufbaubar.
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Permanentmagnet-Bremsen,
Federdruck-Bremsen und -Kupplungen weisen eine elektrisch erregbare
Spule auf, wobei je nach Konstruktion der Bremse bzw. der Kupplung
eine Ruhestrom oder eine Arbeitsstrom Bremse bzw. Kupplung ausführbar ist.
Die elektrisch erregte Spule übt
eine Kraft auf ein vorteilhafter Weise ferromagnetisches Material
aus, wobei das ferromagnetisch Material wenigsten ein Teil zumindest
eines der am Reibschluss beteiligten Elemente ist, dessen Abstand
von der elektrisch erregbaren Spule abänderbar.
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Durch
den Reibschluss zwischen dem rotatorisch um eine Achse bewegbaren
Element und dem Gegenelement ergibt sich ein Abrieb, d. h. ein Verschleiß wenigstens
an einem der am Reibschluss beteiligten Elemente. Der Verschleiß ist ein
begrenzender Faktor für
die Lebensdauer der Bremse oder der Kupplung. Ab einem z. B. vom
Hersteller bestimmten Verschleißgrad
ist die Funktion der Bremse bzw. der Kupplung nicht mehr gewährt, so
dass ein Austausch von wenigstens einem Teil der Bremse oder der Kupplung,
welches dem Verschleiß unterliegt
zu erfolgen hat.
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Bisher
hat der Anwender der Bremse bzw. der Kupplung selbst dafür Sorge
getragen den Verscheiß zu
bestimmen. Da für
den Verschleiß der
Abrieb kennzeichnend ist, besteht die Möglichkeit diesen Abrieb von
Zeit zu Zeit mechanisch durch einen Längenmesser zu messen. Diese
Vorgehensweise ist sowohl umständlich
als auch zeit- und kostenintensiv. Dieser Notwendigkeit der Abriebsmessung konnte
sich der Anwender bisher nur so entziehen, indem er in zeitlichen
Abständen
die Bremse oder die Kupplung vorsorglich austauscht. Eine weiter
Möglichkeit
ist das Zählen
der Anzahl der Bremsvorgänge,
Notsog-Vorgänge
bzw. der Kupplungsvorgänge. Nach
einer festgelegten Anzahl von Vorgängen wird ein kritischer Verschleiß angenommen
und die Bremse bzw. die Kupplung ausgetauscht. Bei diesem Vorgehen
werden viele Bremsen bzw. Kupplungen unnötigerweise ausgetauscht, obwohl
deren Verschleiß noch
keinen Austausch notwendig gemacht hätte. So entstehen unnötig Kosten
für z.
B. Stillstandszeiten, Material und Arbeitszeit. Abhängig vom
Bremsentyp bzw. vom Kupplungstyp ist bei Verschleiß nicht
unbedingt die ganze Bremse bzw. die ganze Kupplung auszutauschen
sondern nur wenigstens ein Verschleißteil und/oder es ist eine
Vorrichtung zur Nachstellung der Bremse bzw. der Kupplung vorhanden, die
den Verschleiß ausgleicht.
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Aus
der
DE 195 48 520 A ist
beispielsweise eine Kupplung bzw. eine Bremse bekannt, bei welcher
die Luftspaltdicke ermittelbar ist. Hierfür ist es notwendig eine Spule
eines Elektromagneten zusätzlich
mit einer sich periodisch ändernden
Spannung zu beaufschlagen.
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Aufgabenstellung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine verbesserte, kostengünstige Einrichtung
zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen Kupplung
oder bei einer reibschlüssigen
Bremse anzugeben.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Eine Lösung ergibt sich auch die eine
Einrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Beim
Verfahren zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen
Kupplung oder einer reibschlüssigen
Bremse wird der elektrische Strom durch die elektrisch erregbare
Spule bei einer Änderung
der Spannung über
dieser Spule gemessen, wobei wenigstens ein Teil der Messwerte datentechnisch
ausgewertet wird und wenigstens ein Ergebnis der Auswertung mit
wenigstens einem gespeicherten Wert verglichen wird und aus dem
Vergleich ein Rückschluss
auf den Verschleiß vollzogen
wird.
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Dabei
weist die Kupplung oder die Bremse wenigstens eine elektrisch erregbare
Spule und wenigstens ein rotatorisch um eine Achse bewegbares Element
zum Reibschluss mit wenigstens einem korrespondierenden Gegenelement
auf, wobei wenigstens das rotatorisch bewegbare Element oder das korrespondierende
Gegenelement axial bewegbar ist, und sich beim Öffnen oder Schließen der
Kupplung oder der Bremse wenigstens ein Luftspalt zwischen dem bewegbaren
Element und dem Gegenelement verändert.
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Für den Verschleiß einer
reibschlüssigen Kupplung
oder einer reibschlüssigen
Bremse ist der Verschleiß von
Reibflächen
wie z. B. einem Bremsbelag, einer Bremsscheibe und/oder anderer
am Reibschluss beteiligten Elemente maßgebend. Dieser Verschleiß tritt
bei reibschlüssigen
Bremsen oder reibschlüssigen
Kupplungen mit einer elektrisch erregbarer Spule in der Regel im
Bereich wenigstens eines Luftspaltes des magnetischen Kreises der elektrisch
erregten Spule auf und beeinflusst diesen. Mit zunehmendem Verschleiß vergrößert sich
der Luftspalt und somit nimmt die Induktivität der elektrisch erregbaren
Spule ab. Nimmt die Induktivität
ab, so nimmt auch die elektrische Zeitkonstante der elektrisch erregbaren
Spule ab. Die Abnahme der Induktivität verändert den Verlauf des elektrischen
Stromes der Spule. Auswertungen bzw. auch Kriterien für diesen
Verlauf ermöglichen
durch einen Vergleich mit wenigstens einem gespeicherten Sollwert
einen Rückschluss
auf den Verschleiß.
Auch die Änderung der
Zeitkonstante der Spule ist als Messgröße für die Verschleißerkennung
heranziehbar. Je kleiner die Induktivität ist, desto kleiner ist die
Zeitkonstante.
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In
vorteilhafter Weise wird beim Verfahren zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen Kupplung
oder einer reibschlüssigen
Bremse der Zeitpunkt wenigstens eines Einbruches oder einer Spitze
des elektrischen Stromes der elektrisch erregbaren Spule während des
Erregungsvorganges und/oder während
des Entregungsvorganges der elektrisch erregbaren Spule verglichen
mit einem gespeicherten Referenzzeitpunkt und aus der Differenz der
Zeitpunkte ein Rückschluss
auf den Verschleiß gezogen.
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Vergrößert sich
der Luftspalt durch Verschleiß,
so verringert sich z. B. die Öffnungszeit
bzw. Schließzeit
der Bremse da die Induktivität
der Spule reduziert ist. Dieser Effekt tritt auch bei Kupplungsvorgängen auf.
Damit kann diese Öffnungszeit
bzw. Schließzeit
als Kriterium für
den Verschleiß herangezogen
werden. Die Abnahme der Induktivität ist bei einer Änderung
der Spannung über
die Spule feststellbar. Als Kriterium für die Öffnungszeit bzw. die Schließzeit sind
Einbrüche
bzw. Spitzen des Stromflusses heranziehbar. Diese Einbrüche bzw.
Spitzen entstehen in dem Moment, in dem sich die zum Reibschluss
vorgesehenen Elemente voneinander ablösen und einen Luftspalt bilden,
bzw. auch in dem Moment, in dem sich die zum Reibschluss vorgesehenen
Elemente in gegenseitigen Kontakt kommen und den Luftspalt auflösen. In
diesen Momenten ändert sich
durch den sich ausbildenden bzw. verschwindenden Luftspalt die Induktivität der Spule
sehr stark, so dass dies eine entscheidende Wirkung auf den in der
Spule fließenden
Strom hat.
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Ein
Einbruch, welcher bei einem ansonsten monoton steigenden Stromverlauf
auftritt, bzw. eine Spitze, welche bei einem ansonsten monoton fallenden
Stromverlauf auftritt kann beispielsweise durch die Auswertung der
Differenzen benachbarter Messwerte oder über die Auswertung zeitlicher
Ableitungen des Stromes erfolgen. Der Zeitpunkt des ermittelten
Einbruches bzw. der ermittelten Spitze wird mit einem gespeicherten
Referenzzeitpunkt verglichen. Dieser Referenzzeitpunkt gibt beispielsweise
den Zeitpunkt des Einbruchs bzw. der Spitze des Stromverlaufs bei
einer Kupplung oder Bremse ohne Verschleiß an. Wird ein bestimmter Differenzwert
zwischen dem Zeitpunkt des Einbruchs bzw. der Spitze des Referenzwertes
und dem aktuellen Zeitpunkt des Einbruchs bzw. der Spitze Überschritten,
so ist beispielsweise ein Warnmeldung generierbar. Beim Vergleich
der Zeitpunkte ist ein vergleichbarer Anfangszeitpunkt zur Zeitermittlung
bestimmt. Dieser Anfangszeitpunkt ist vorteilhafter Weise der Spannungssprung
beim Anlegen der Erregerspannung an die Spule oder der Spannungssprung
beim Abschalten der Erregerspannung.
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In
einer weiteren vorteilhaften Weise wird beim Verfahren zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen
Kupplung oder einer reibschlüssigen Bremse
auf die elektrisch erregbare Spule eine überlagernde Wechselspannung
gelegt, welche den Betriebszustand der Kupplung oder der Bremse
unverändert
lässt.
Aus dieser überlagerten
Wechselspannung wird zusammen mit dem gemessenen Strom der komplexe
Widerstand und/oder der imaginäre Anteil
des komplexen Widerstandes gemessen, mit einem Referenzwert verglichen
und daraus wird auf den Verschleiß geschlossen, wobei sich mit
steigendem Verschleiß ein
kleinerer imaginärer
Anteil einstellt.
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Die
Induktivität
der elektrisch erregbaren Spule, bzw. der damit verbundenen Scheinwiderstand,
auch als komplexer Widerstand bezeichenbar wird gemessen, indem
einer Spannungsversorgung der Spule ein Wechselanteil überlagert
wird. Aus dem gemessenen Wechselstrom und aus der gemessenen oder
bekannten eingeprägten
Wechselspannung wird unter Kenntnis des Ohmschen Widerstandes der
Spule der komplexe Widerstand bestimmt. Der Ohmsche Widerstand wird
beispielsweise aus dem Gleichanteil von elektrischem Strom Spannung
bestimmt. Werden beide Messungen, die Messung des Ohmschen Widerstandes,
d. h. des Realteils des komplexen Widerstandes und die Messung des
Imaginärteils
des komplexen Wiederstandes und oder des Scheinwiderstandes zeitnah
durchgeführt,
wird damit auch der Temperatureinfluss auf den Ohmschen Widerstand
berücksichtigt.
Unterschreitet die aus den Messungen ermittelbare Induktivität, bzw.
ein anderer vergleichbarer Wert wie der komplexe Widerstand einen
gewissen Grenzwert, der als Referenzwert gespeichert ist, einen
gewissen Grenzwert, so bedeutet dies, dass der Verschleiß soweit
fortgeschritten ist, dass eine Warnung bezüglich des Verschleißes ausgelöst wird.
Vorteilhafter Weise erfolgt die Messung bei vorhandenem Luftspalt,
da die Änderung
der Induktivität
insbesondere in dem Betriebszustand mit Luftspalt ausgeprägt ist.
Auswerteschaltungen für
komplexe Wechselgrößen sind bekannt.
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Werden
Gleichrichter als speisende Spannungsquelle zur Erregung der Spule
vorgesehen, so weisen diese oftmals bereits eine Wechselanteil auf. Dieser
Wechselanteil von beispielsweise 100 Hz wird vorteilhafter Weise
als überlagerte
Wechselspannung genutzt.
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Ist
zur Verschleißerkennung
nicht nur ein binäres
Signal gefordert, so ist mit den beschriebenen Methoden eine genauere
Verschleißerkennung
realisierbar, indem die Messwerte, bzw. Werte aus der Auswertung
der Messwerte, wie z. B. der komplexe Widerstand oder der Zeitpunkt
des Stromeinbruches mit verschiedenen gespeicherte Referenzwerten
verglichen werden. Den Referenzwerten ist jeweils ein Wert zugeordnet,
welcher den Verschleiß wiedergibt, so
dass eine Verschleißbestimmung
vollzogen wird. Wird die Änderung
des Verschleißes
aufgezeichnet so kann dies als Basis für weitergehende Diagnosen verwendet
werden.
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Als
Gleichung für
die Berechnung eines Wechselanteils bei komplexen Widerständen sei
beispielhaft folgende Gleichung genannt:
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Prinzipiell
handelt es sich bei der Berechnung von Wechselgrößen um komplexe Größen, wobei
Z hier ein Betrag eines komplexen Widerstandes ist. U gibt eine
Spannung, I einen Strom, R einen realen Widerstand, f eine Frequenz
und L eine Induktivität
an.
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In
vorteilhafter Weise ergibt sich eine Einrichtung zur Durchführung des
Verfahrens zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen
Kupplung oder einer reibschlüssigen
Bremse. Die Kupplung oder die Bremse weist wenigstens eine, durch
wenigstens eine Spannungsquelle elektrisch erregbare Spule und wenigstens
ein rotatorisch um eine Achse bewegbares Element zum Reibschluss
mit einem korrespondierenden Gegenelement auf, wobei wenigstens
das rotatorisch bewegbare Element oder das korrespondierende Gegenelement
axial bewegbar ist und ein Mittel zur Messung des elektrischen Stromes der
elektrisch erregbaren Spule sowie ein Mittel zur Auswertung der
Messung des elektrischen Stromes vorgesehen ist.
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Vorteilhaft
bei dieser Einrichtung ist die Einbeziehung des elektrischen Stromes
der erregbaren Spule in die Verschleißerkennung, da diese erregbare
Spule bereits ein Merkmal der Bremse bzw. der Kupplung ist. Eine
zusätzliches
induktives Mittel zur Erzeugung eines elektrischen Magnetfeldes
zur Ermittlung des Verschleißes
ist unnötig,
so dass Kosten eingespart werden. Die elektrisch erregbare Spule
ist vorteilhafter Weise ortsfest zu einem Mittel zur Erregung, wie
einer Spannungsquelle. So lassen sich Schleifkontakte vermeiden.
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Mittel
zur Messung des elektrischen Stromes sind handelsübliche Strommessgeräte. Im Vergleich zu
Strommessgeräten,
die in den Stromkreis eingeschleift werden, haben Stromzangen den
Vorteil, dass diese auch in einfacher Weise bei bereits bestehenden
Bremsen oder Kupplungen Verwendung finden können, ohne den Stromkreis der
elektrisch erregbaren Spule unterbrechen zu müssen. Eine weitere Möglichkeit
zur Messung des Stromes ergibt sich beispielsweise durch die Messung
der Spannung über
einen Widerstand, der Teil des Stromkreises der elektrisch erregbaren
Spule ist.
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Das
Mittel zur Auswertung des elektrischen Stromes ist eine elektrische
Schaltung oder ein Mittel zur Datenverarbeitung, welches die Messergebnisse wenigstens
der Strommessung auswertet. Vorteilhafter Weise werden zur Datenverarbeitung
bereits vorhandene Mittel zur Datenverarbeitung, wie z. B. eine Numerische
Steuerung, eine Computernumerische Steuerung, ein Elektronikteil
eines Stromrichters oder Speicherprogrammierbare Steuerung ertüchtigt, was
Kosten einspart. Die Einrichtung zur Verschleißerkennung ist beispielsweise
bei Federdruckbremsen, Permanentmagnetbremsen oder Lamellenkupplungen
mit einer elektrisch erregbaren Spule einsetzbar. Reibschlüssige Kupplungen
und Bremsen können
zwei mit unterschiedlichen Drehzahlen umlaufende Maschinenteile
synchronisieren. Sie übernehmen
dabei Schaltarbeit. Werden aus Sicherheitsgründen ruhestrombetätigte Bremsen
oder Kupplungen, die Schaltarbeit zu leisten haben, benötigt, so können beispielsweise
Lamellen-Federdruckbremsen und -Federdruckkupplungen verwendet werden.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Einrichtung zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen
Kupplung oder einer reibschlüssigen Bremse
weist wenigstens ein am Reibschluss beteiligtes Element wenigstens
teilweise ferromagnetisches Material auf.
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Durch
den Verschleiß wird
der Luftspalt vergrößert, z.
B. der Luftspalt einer gelüfteten
Bremse. Die vom Verschleiß betroffenen
Teile, wie eine Reibfläche
und/oder ein Bremsbelag befinden sich vorteilhafter Weise im Bereich
des Luftspaltes eines magnetischen Kreises, welcher durch die Spule
beeinflusst ist. Dieser magnetische Kreis wird im Bereich des Luftspaltes
insbesondere dann beeinflusst, wenn die einem Verschleiß unterworfenen
Teile ein ferromagnetisches Material aufweisen. Je stärker die Änderung
der Induktivität
der Spule bei Verschleiß ist, desto
einfacher ist die Ermittlung des Verschleißes.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Einrichtung zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen
Kupplung oder einer reibschlüssigen Bremse
ist die elektrisch erregbare Spule wenigstens durch einen Spannungssprung
oder durch einer Wechselspannung erregbar.
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Zur
Verschleißbestimmung
ist ein sich ändernder
elektrischer Strom durch die Spule notwendig. Eine Stromänderung
ergibt sich bei einer Änderung
der an die Spule angelegten Spannung. Eine derartige Spannungsänderung
ist beispielsweise ein Spannungssprung. Bei Bremsen bzw. bei Kupplungen
deren Spule durch eine Gleichspannung erregt wird, ergibt sich ein
derartiger Spannungssprung beim Anlegen der Gleichspannung oder
auch beim Trennen von der Gleichspannung zum Ändern des Betriebszustandes.
Bremsen sind entweder geöffnet oder
geschlossen, wobei u. U. zwischen unterschiedlichen Bremskräften unterschieden
wird. Kupplungen weisen als Betriebszustände einen entkuppelten Zustand
und einen gekuppelten Zustand auf. Bei Bremsen öffnet sich beispielsweise beim
Anlegen der Gleichspannung an die Spule bzw. an die Anschlüsse der
Spule die Bremse. Beim Trennen der Spule von der Gleichspannung
schließt
die Bremse. Beim Öffnen
und Schließen
der Bremse bewegt sich vorteilhafter Weise das rotatorisch um eine
Achse bewegbares Element zum Reibschluss, welches zumeist eine Scheibe
ist, axial zu einem Gegenelement hin bzw. weg. In vorteilhafter
Weise wird zur Erzeugung der Spannungsänderung eine bereits vorhandene Spannungsquelle
zur Erregung der Spule genutzt. Dadurch ist hierfür kein zusätzliches
Mittel erforderlich, was die Kosten für die Verschleißerkennung
reduziert.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Einrichtung zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen
Kupplung oder einer reibschlüssigen Bremse
ermittelt ein Messmittel Informationen über den zeitlichen axialen
Bewegungsverlauf wenigstens des rotatorisch um eine Achse bewegbaren
Elementes oder des korrespondierenden Gegenelementes, wobei das
Mittel zur Auswertung des zeitlichen axialen Bewegungsverlauf auf
den Verschleiß schließt.
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Der
Rückschluss
auf den Verschleiß erfolgt durch
den Vergleich mit Referenzwerten. Während des Bewegungsvorganges
bzw. während
des Kupplungsvorganges ändert
sich die Induktivität
der Spule sprungartig zu den Zeitpunkten in denen sich die Elemente
gerade beginnen zu berühren
bzw. in denen sich die Elemente gerade voneinander trennen. Die sprungartige Änderung
der Induktivität
zeigt sich in einer sprungartigen Änderung des elektrischen Stromes
durch die Spule. Je kleiner die Induktivität ist, desto eher ergibt sich
bei einem Spannungssprung zur Änderung
des Betriebszustandes der Bremse bzw. der Kupplung die sprungartige Änderung
des Stromes. So verringert sich z. B. die Öffnungszeit der Bremse mit
Vergrößerung des
Luftspaltes und kann damit als Kriterium für den Verschleiß des Bremsbelages
bzw. aneinander am Reibschluss beteiligten Elemente herangezogen
werden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Einrichtung zur Verschleißerkennung
bei einer reibschlüssigen
Kupplung oder einer reibschlüssigen Bremse
ist an die elektrisch erregbare Spule eine überlagerte Wechselspannung
anlegbar, durch ein Messmittel sind Informationen über den
Verlauf des elektrischen Stromes der elektrisch erregbaren Spule ermittelbar
und es ist wenigstens ein Mittel zur Ermittlung eines zumindest
vom imaginären
Anteil des komplexen Widerstandes der Spule abhängigen Wertes vorgesehen, wobei
dieser Wert mit wenigstens einem Referenzwert vergleichbar ist.
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Alternativ
oder ergänzend
zur Bestimmung des Verschleißes über die Öffnungszeiten
und oder Schließzeiten
ist auch die Änderung
der Induktivität der
Spule selbst zur Verschleißbestimmung
vorsehbar. Der Spulenspannung wird eine Wechselspannung überlagert.
Diese Wechselspannung wird beispielsweise durch eine eigene Wechselspannungsquelle
erzeugt oder es wird ein Wechselspannungsanteil einer bereits vorhandenen
Gleichspannungsquelle, welche zur Erregung der Spule vorgesehen
ist verwendet. Die überlagerte
Wechselspannung lässt den
Betriebszustand der Kupplung bzw. der Bremse unverändert, da
Amplitude und Frequenz entsprechend gewählt sind. In Kenntnis der eingespeisten Spannung
und/oder nach einer Messung der Spannung über der Spule und nach der
Messung des elektrischen Stromes durch die Spule ist durch das Mittel zur
Auswertung der Verschleiß ermittelbar.
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Bei
einer durch eine Gleichspannung erregten Spule ist die Zeitkonstant
der Induktivität
der Spule durch einen erneuten Spannungssprung gleicher Polarität ermittelbar.
Auch bei einer nicht erregten Spule ist die Zeitkonstante durch
die Erregung der Spule mit zum Betrieb entgegengesetzter Polarität ermittelbar.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Einrichtung zur Verschleißerkennung
ist ein Mittel zur elektrischen Spannungserkennung über der
elektrisch erregbaren Spule vorgesehen.
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Ein
Mittel zur elektrischen Spannungserkennung ist ein Spannungsmesser,
der insbesondere dann nötig
ist, wenn der Verlauf der überlagerten Wechselspannung
unbekannt ist.
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In
einer vorteilhaften Weise ist die Einrichtung zur Verschleißerkennung
bei einer Haltebremse einer elektrischen Maschine verwendet.
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Haltebremsen
sind sicherheitsrelevante Komponenten von Antrieben bzw. von elektrischen Motoren,
wie z. B. bei Roboter-Anwendungen. Der Ausfall einer Bremse kann
Unfälle
mit schwerster Gefährdung
von Personen und Sachen zur Folge haben. Bremsen wie die Haltebremsen
haben eine begrenzte Lebensdauer, die insbesondere durch den Verschleiß des Bremsbelages
und/oder anderer Reibflächen
bestimmt wird. Dies hängt
beispielsweise von der Anzahl der Notstops ab und davon aus welcher
Drehzahl und mit welchem Gesamtträgheitsmoment abgebremst wird.
Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
zur Verschleißerkennung
ist es nicht mehr allein notwendig zur Aufrechterhaltung des sicheren
Betriebes z. B. die Anzahl der Notstops aufzusummieren und beim
Erreichen einer maximal zugelassenen Anzahl eine Warnung und/oder
einen Alarm auszulösen.
Die erfindungsgemäße Verschleißerkennung
ist eine direkte Methode zur Überwachung
der Bremse bzw. der Haltebremse, so dass die Unzulänglichkeiten
der indirekten Methoden, wie dem Aufsummieren der Anzahl der Bremsvorgänge, vermeidbar
sind.
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In
einer vorteilhaften Weise ist die Einrichtung zur Verschleißerkennung
bei einer Haltebremse einer elektrischen Maschine verwendet, wobei
die elektrische Maschine wenigstens eine Einrichtung zur Datenkommunikation
aufweist. Weist die elektrische Maschine ein Einrichtung zur Datenkommunikation
auf, so ist diese auch dazu ertüchtigt
Daten und/oder Signale wie Messgrößen an ein Mittel zur Auswertung
zu übermitteln.
Im Fall, dass die elektrische Maschine selbst das Mittel zur Auswertung
aufweist, und somit eine intelligente elektrische Maschine ist,
ist zumindest ein Signal welches den Verschleiß angibt, wie z. B. ein Warnsignal übermittelbar.
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Ausführungsbeispiel
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Zur
weiteren Erläuterung
der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der sowohl Beispiele
für eine
Bremse als auch eine Kupplung, sowie Diagramme zur Veranschaulichung
des Verfahrens zur Verschleißerkennung
und eine schematische Darstellung der Einrichtung zur Verschleißerkennung
gezeigt sind.
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1 zeigt
eine Federdruckbremse,
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2 zeigt
eine Permanentmagnetbremse,
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3 zeigt
eine Elektromagneteinflächenkupplung,
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4 zeigt
einen elektrischen Stromverlauf beim Öffnen und Schließen einer
Bremse
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5 zeigt
den Stromverlauf einer verschleißbehafteten Bremse im Vergleich
zu einer unverschlissenen Bremse und
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6 zeigt
schematisch einen Aufbau einer Einrichtung zur Verschleißerkennung.
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In
den nachfolgenden 1 bis 6 werden
gleichartige Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Die
Darstellung gemäß 1 zeigt
eine Federdruckbremse 2. Diese weist ein feststehendes Element
wie einen Anker 22 und wenigstens ein rotatorisch um eine
Achse 3 bewegbares Element, welches in der FIG ein Mitnehmer 18 und
eine Reibscheibe 20 ist, auf. Der Anker 22 ist über eine
Feder 6 mit einem Magnetgehäuse 28 gekoppelt.
Innerhalb des Magnetgehäuses
befindet sich eine elektrisch erregbare Spule 4 in einem
Spulengehäuse 32. Über einen
Spulenanschluss 8 ist die Spule 4 erregbar, so dass
sich im erregten Zustand ein Magnetfeld ausbildet, wobei in der
FIG beispielhaft ein magnetischer Fluss 5 durch Linien
dargestellt ist. Zwischen dem Anker 22 und dem Magnetgehäuse 28 befindet
sich ein Luftspalt 27. Dieser Luftspalt 27 entsteht,
wenn die Feder 6 den Anker 22 auf die Reibscheibe 20 drückt, wobei
die Reibscheibe 20 einen Bremsbelag 10, und 12 aufweist.
Der Bremsbelag 10 befindet sich dann in reibflüssiger Verbindung
mit dem Anker 22, wohingegen der Bremsbelag 12 sich
in reibflüssiger Verbindung
mit einem Reibblech 24 befindet, welches ebenso wie der
Anker 22 feststeht. Ist die Bremse geöffnet so ergibt sich auch ein
Luftspalt 26 zwischen den Bremsbelägen 10 und 12 und
den korrespondierenden Reibflächen
des Ankers 22 und des Reibblechs 24. Durch Verschleiß werden
die Bremsbeläge 10 und 12,
welche sich auf der Reibscheibe 20 befinden, die mit dem
Mitnehmer 18 verbunden ist immer schmäler, so dass sich die Luftspalte 26, 27 vergrößern. Das
Reibblech 24 ist über
eine Reibblechbefestigung 30 mit dem Magnetgehäuse 28 verbunden.
Der magnetische Fluss 5 führt bei erregter Spule 4 über das
Magnetgehäuse,
den Luftspalt 26, den Anker 22, die Bremsbeläge 10 und 12,
die Luftspalte 26 sowie der Reibscheibe 20 und
dem Reibblech 24 und wieder zurück zum Magnetgehäuse 28.
Durch die Erregung der Spule 4 wird der Anker 22 an
das Magnetgehäuse 28 herangezogen,
so dass die Reibscheibe 20 mit den Bremsbelägen 10 und 12 zur
Bewegung freigegeben ist, so dass der Mitnehmer 18 frei
um die Achse 3 rotatorisch bewegbar ist. Die elektrisch
erregte Spule 4 hebt also im geöffneten Zustand der Bremse
die Federkraft der Feder 6 auf bzw. wirkt dieser entgegen.
Durch Verschleiß vergrößert sich
wenigstens ein Luftspalt 26, 27, so dass sich
die Induktivität
der Spule 4 ändert.
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Die
Darstellung gemäß 2 zeigt
eine Permanentmagnetbremse 40. Die Aufgabe der Feder 6 aus 1 übernimmt
in 2 ein Dauermagnet 42. Dieser Dauermagnet 42 befindet
sich an einem Magnetgehäuse 28,
welches auch eine elektrisch erregbare Spule 4 aufnimmt.
Die elektrisch erregbare Spule 4 ist über den Spulenanschluss 8 erregbar.
An dem Magnetgehäuse 28 grenzt
ein Anker 21 an, welcher mit dem Mitnehmer 18 über wenigstens
eine Blattfeder 44 und wenigstens einen Niet 45 verbunden
ist. Im Gegensatz zur 1 ist in 2 der Anker 21 rotatorisch
um die Achse 3 zusammen mit dem Mitnehmer 18 mitbewegbar.
Bei einer derartigen Permanentmagnetbremse wird die Kraftwirkung
des durch den Permanentmagneten 42 erzeugten Magnetfeldes
zur Erzeugung eines Bremsmomentes benutzt. Zum Aufheben der Bremswirkung,
d. h. zum Lüften der
Permanentmagnetbremse 40 wird das magnetische Feld des
Permanentmagneten 42 durch das elektromagnetische Feld
bei erregter Spule 4 verdrängt. Durch einen Bremsvorgang
tritt im Verschleißbereich 46 Verschleiß sowohl
am Magnetgehäuse 28 wie
auch am Anker 21 auf. Durch diesen Verschleiß vergrößert sich
der Luftspalt 26, so dass sich die Induktivität der Spule 4 ändert und
somit auch der Stromverlauf für
den Fall, dass die Spule 4 mit einer sich ändernden
Spannung gespeist ist.
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Die
Darstellung gemäß 3 zeigt
eine Kupplung 50 in einem gekoppelten Betriebszustand in
einer Aufsicht 59 und einen Schnitt 57. Wie auch die
Bremsen 2, 40 weist auch die Kupplung 50 eine Spule 4 innerhalb
eines Magnetgehäuses 28 auf,
wobei die Spule über
ein Arretierungsmittel 52 innerhalb des Magnetgehäuses 28 arretiert
ist. Ein Magnetkörper 54 ist
rotatorisch um die Achse 3 bewegbar und weist einen Reibbelag 56 auf.
Dieser Reibbelag 56 steht in gekoppelten Zustand der Kupplung 50 in
reibschlüssigem
Kontakt mit einem Anker 23. Im entkoppelten Zustand entsteht
zwischen dem Reibbelag 56 und dem Anker 23 ein
Luftspalt 26. Das feststehende Magnetgehäuse 28 ist
mit einem feststehenden Teil, z. B. einer elektrischen Maschine
festverbunden. Der Magnetkörper 54 ist
beispielsweise mit einer allerdings nicht dargestellten Welle mit
der Achse 3 drehfest verbunden. Der stirnseitig an dem
Magnetkörper 54 befindliche
Reibbelag 56 verschleißt
durch den Kontakt mit dem Anker 23. Bei der Erregung der
Spule 4 wird der Anker 23 durch das erzeugte Magnetfeld gegen
den Reibbelag 56 gepresst und kraftschlüssig vom Magnetkörper 54 mitgenommen,
da auch der Anker 23 um die Achse 3 rotatorisch
beweglich ist. Auch hier ergibt sich wie bei den obig beschriebenen Bremsen 4, 40 durch
Verschleiß eine
Veränderung der
Größe des Luftspalts 26,
so dass wie bei den Bremsen 4, 40 vom Verlauf
des Stromes der Spule 4 auf den Verschleiß geschlossen
werden kann.
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Die
Darstellung gemäß 4 zeigt
ein Diagramm 14 mit einer T-Achse, auf welcher eine Zeit
t aufzutragen ist, einer I-Achse, auf welcher ein Strom I aufzutragen
ist und einer U-Achse, auf welcher eine Spannung U aufzutragen ist.
Die U-Achse und die I-Achse stehen senkrecht auf der T-Achse. In
dem Diagramm 14 wird sowohl der Strom I durch eine z. B. aus 2 bekannten
Spule 4 einer Bremse als auch die Spannung U über der
Spule 4 aufgetragen. Zu einem Zeitpunkt, welcher als Erregungsstart 72 bezeichnet
ist, wird eine Nennspannung UN an die Spule 4 gelegt.
Im erregten Zustand der Spule 4 sei die Bremse geöffnet. Der
Verlauf der Spannung U über der
Spule 4 ist aus einer Spannungskurve 74 ersichtlich.
Mit dem Erregungsstart 72 steigt wie aus einer Stromkurve 76 ersichtlich
ist, der Strom I der Spule 4 an. Nach dem Zeitabschnitt
t0 ist ein Stromeinbruch M1 ersichtlich.
Zu diesem Zeitpunkt entsteht der Luftspalt 26. Im Zeitbereich
T0 ist die Bremse geöffnet. Zum Zeitpunkt des Erregungsendes 77 fällt die Spannung
U von UN auf Null zurück. Dadurch ergibt sich auch
eine Verringerung des Spulenstromes I. Die Stromspitze M2 kennzeichnet
dabei den Zeitpunkt an dem die Bremse wieder schließt und der Luftspalt 26 verschwindet.
Durch die Stromspitze ist der Zeitpunkt des Kontaktes zwischen den
Elementen angegeben, welche den Reibschluss aufbauen. Verändert sich
die Induktivität
der Spule 4 durch Verschleiß, so verschieben sich zeitlich
der Stromeinbruch M1 und die Stromspitze M2. Aus einem Vergleich
zwischen dem Istzeitpunkt des Stromeinbruchs M1 bzw. der Stromspitze
M2 mit wenigstens einem Referenzzeitpunkt sind Rückschlüsse auf den Verschleiß vollziehbar.
Als Startpunkt für
eine Zeitzählung
ist beispielhaft sowohl die Spannungskurve 74 als auch
die Stromkurve 76 mit einem Schwellenstromwert I10% von z. B. 10% eines Maximalstroms Imax heranziehbar. Das Fortschreiten der Zeit
während
der Messung von Strom I und Spannung U lässt sich z. B. durch einen
Zeitzähler
oder auch durch eine Abtastfrequenz der Messung verwirklichen. Die Abtastfrequenz
ist so groß zu
wählen,
dass der Spannungseinbruch M1 bzw. auch die Stromspitze M2 zu erkennen
sind.
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Die
Darstellung gemäß 5 zeigt
ein Diagramm mit einer Zeitachse t und einer U-Achse, wobei ein
Kanal CH1 und CH2 in einem Raster 60 dargestellt ist. Die
Darstellung gemäß 5 lehnt
sich an einer Darstellung auf einem Oszillographen an, wobei auf
einem Kanal CH1 der Stromverlauf einer Bremse ohne Verschleiß aufgelegt
ist und auf Kanal CH2 der Stromverlauf einer Bremse mit Verschleiß gezeigt
ist. Der Stromverlauf wird proportional zu einer Spannung angenommen
und somit über
die Spannung U aufgetragen. Ein Stromeinbruch M11 kennzeichnet für Kanal
CH2 den Zeitpunkt, in dem sich ein Luftspalt ergibt. Dabei ist erkenntlich,
dass der Stromeinbruch M11 zeitlich vor einem Stromeinbruch M12
des Kanals CH1 liegt. Der Verschleiß der Bremse der im Stromverlauf
in Kanal CH2 wiedergegeben ist, ist größer als der Verschleiß der Bremse dessen
Stromverlauf im Kanal CH1 wiedergegeben ist. Der Signalverlauf im
Kanal CH1 zeigt zwei Stromeinbrüche
M12 und M32. Zwei Stromeinbrüche M12,
M32 ergeben sich daraus, dass sich bei der Ausbildung des Luftspaltes
beispielsweise zunächst ein
erster Bereich eines Ankers 21 vom Magnetkörper 28 ablöst und danach
erst der gesamt Anker 21, so dass dies eine Art Klappeffekt
darstellt. Entsteht der Luftspalt 26 in allen Bereichen
gleichzeitig, so ergibt sich wie in Kanal CH2 dargestellt nur ein Stromeinbruch
M11.
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Die
Darstellung gemäß 6 zeigt
eine Bremse 66 zum Bremsen eines elektrischen Motors 64,
von welchem auch eine Welle 62 dargestellt ist. Die Versorgung
der Bremse 66 mit einer Speisespannung erfolgt über den
Spulenanschluss 8. Ein Kabel 65 führt vom
Spulenanschluss 8 zu einem Mittel 67 zur Messung
des Spulenstromes. Der Spulenstrom wird über ein Mittel 68 zur
Auswertung ausgewertet. Die Versorgung der Spule der Bremse 66 mit
einer Spannung erfolgt über
die Erregerquelle 69 zu der das Kabel 65 weitergeführt ist.