DE10146082C1 - Hydrodynamische Getriebebaueinheit, inbesondere Mehrkreislaufgetriebebaueinheit und Schienenfahrzeugantriebssystem - Google Patents
Hydrodynamische Getriebebaueinheit, inbesondere Mehrkreislaufgetriebebaueinheit und SchienenfahrzeugantriebssystemInfo
- Publication number
- DE10146082C1 DE10146082C1 DE2001146082 DE10146082A DE10146082C1 DE 10146082 C1 DE10146082 C1 DE 10146082C1 DE 2001146082 DE2001146082 DE 2001146082 DE 10146082 A DE10146082 A DE 10146082A DE 10146082 C1 DE10146082 C1 DE 10146082C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- spur gear
- spur
- reversing
- gear
- rotor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 title claims description 10
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 75
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 54
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 54
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 54
- 238000013461 design Methods 0.000 claims description 16
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 35
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 5
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 4
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 4
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000011161 development Methods 0.000 description 2
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 241001272996 Polyphylla fullo Species 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 210000001520 comb Anatomy 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005315 distribution function Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C9/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
- B61C9/08—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
- B61C9/14—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines hydraulic, including combinations with mechanical gearing
- B61C9/18—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines hydraulic, including combinations with mechanical gearing using gearing of the hydrokinetic type
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H47/00—Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing
- F16H47/06—Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing the fluid gearing being of the hydrokinetic type
- F16H47/07—Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing the fluid gearing being of the hydrokinetic type using two or more power-transmitting fluid circuits
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Transportation (AREA)
- Structure Of Transmissions (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein hydrodynamisches Getriebe, insbesondere hydrodynamisches Mehrkreislaufgetriebe, mit einem Eingang. DOLLAR A Das vorliegende Getriebe ist ausgebildet durch die folgenden Merkmale: DOLLAR A - mit zwei mit dem Eingang gekoppelten Läufern - einem ersten Läufer und einem zweiten Läufer -, umfassend wenigstens jeweils einen hydrodynamischen Drehzahl-/Drehmomentwandler; DOLLAR A - mit zwei zueinander entgegengesetzt gerichteten Ausgängen - einem ersten Ausgang und einem zweiten Ausgang; DOLLAR A - mit einer Einrichtung zur wahlweisen Koppelung des ersten Läufers mit dem ersten oder zweiten Ausgang und des zweiten Läufers mit dem zweiten oder dem ersten Ausgang; DOLLAR A - die Einrichtung umfaßt eine Wendeschaltung mit zwei Wendeschaltsatzstufen - einer ersten Wendeschaltsatzstufe und einer zweiten Wendeschaltsatzstufe, wobei jede Wendeschaltsatzstufe mit einem Ausgang verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine hydrodynamische Getriebebaueinheit,
insbesondere Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit, im einzelnen mit den
Merkmalen aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1; ferner ein
Schienenfahrzeug-Antriebssystem, insbesondere ein Antriebssystem für
mehrachsige dieselhydraulische Lokomotiven.
Dieselhydraulisch angetriebene Schienenfahrzeuge, insbesondere
Lokomotiven, werden in der Regel vierachsig gebaut. Dabei sind die vier
Achsen über Gelenkwellen gekoppelt. Um eine gleichmäßige
Momentenverteilung zu erreichen, sind dabei die Raddurchmesser an allen
vier Achsen innerhalb bestimmter Toleranzen zu halten. Des weiteren
besteht zunehmend das Erfordernis, auch schwere Güterzüge zu
transportieren. Für diese reicht in der Regel die über vierachsige
dieselhydraulische Lokomotiven aufgebrachte Leistung nicht aus. Zur Lösung
dieses Problemes könnten zwei vierachsige Lokomotiven in Doppeltraktion
eingesetzt werden. Allerdings ist diese Lösung für viele Bahngesellschaften
aus Logistik- und Kostengründen nicht akzeptabel. Eine Lösung ist der
Einsatz einer sechsachsigen dieselhydraulisch angetriebenen Lokomotive.
Bei dieser werden alle sechs Achsen über einen Gelenkwellenstrang
angetrieben. Das Antriebssystem umfaßt dazu eine
Verbrennungskraftmaschine in Form eines Dieselmotors und ein
hydraulisches Getriebe. Ein gattungsgemäßes hydrodynamisches Getriebe,
umfassend einen Eingang und zwei mit dem Eingang gekoppelten Läufern -
einem ersten Läufer und einem zweiten Läufer, umfassend wenigstens
jeweils einen hydrodynamischen Drehzahl-/Drehmomentwandler ist
beispielsweise aus der Druckschrift DE 20 49 375 A vorbekannt.
Aufgrund der erforderlichen Kopplung der sechs Achsen ist diese Lösung
wegen der möglichen Verspannungen zwischen den Achsen als
problematisch anzusehen. Eine Alternative dazu ist die Ausführung mit
jeweils zwei Antriebsanlagen, wobei jede Antriebsanlage einem Drehgestell
mit drei Achsen zugeordnet ist. Damit können auch beide Drehgestelle
voneinander entkoppelt werden. Jedoch besteht das Erfordernis, innerhalb
des einzelnen Drehgestells mit hoher Genauigkeit
gleiche Raddurchmesser zu verwenden. Die doppelt vorhandene
Antriebsanlage bedingt des weiteren höhere Anschaffungs- und
Wartungskosten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Antriebssystem für
Schienenfahrzeuge, insbesondere ein Schienenfahrzeugantriebssystem der
eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß ohne Probleme
mindestens sechsachsige Lokomotiven, wobei jedem Drehgestell eine
bestimmte Anzahl von Achsen zugeordnet ist, angetrieben werden können,
bei gleichzeitiger Möglichkeit der Entkopplung der beiden Drehgestelle
voneinander und geringen Anschaffungs- und Wartungskosten. Die Anzahl
der verwendeten Baueinheiten ist möglichst gering zu halten, des weiteren
sollen diese sich hinsichtlich ihres Aufbaus ebenfalls durch einen geringen
konstruktiven fertigungstechnischen Aufwand auszeichnen. Ein weiteres
wesentliches Erfordernis besteht in der Entkopplung der beiden
Drehgestelle voneinander mit einfachen Mitteln.
Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale der Ansprüche 1
und 21 gekennzeichnet. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen wiedergegeben.
Erfindungsgemäß erfolgt die Leistungsübertragung in einem Antriebssystem
auf beide Drehgestelle über eine hydrodynamische Getriebebaueinheit,
insbesondere Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit gemäß Anspruch 1 mit
Verteilerfunktion. Das hydrodynamische Mehrkreislaufgetriebe zur
Aufteilung einer von einer Antriebsmaschine bereitgestellten Leistung auf
zwei mit jeweils einem Drehgestell koppelbare Ausgänge umfaßt einen
Eingang, der mit einer Antriebsmaschine koppelbar ist, und zwei
Ausgänge, einen ersten Ausgang, der mit einem ersten Drehgestell,
umfassend mindestens zwei Achsen, und einem zweiten Drehgestell,
umfassend mindestens zwei Achsen, koppelbar ist, wobei die Anbindung
der Achsen über die drehfeste Kopplung mit den mit auf diesen gelagerten
Rädern drehfest verbundene Radantriebswellen erfolgt. Die Ausgänge sind
dabei vorzugsweise einander entgegengesetzt gerichtet. Die
hydrodynamische Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit umfaßt ferner zwei
hydrodynamische Getriebeteile in Form von zwei Läufern, welche jeweils
wahlweise mechanisch mit dem einen oder anderen Ausgang gekoppelt
werden können. Dies wird vorrichtungsmäßig über eine Wendeschaltung,
umfassend zwei Wendeschaltsatzstufen realisiert. Jede
Wendeschaltsatzstufe ist dabei theoretisch mit beiden Läufern koppelbar,
wobei die Kopplung jedoch nur wahlweise zwischen beiden Läufern erfolgt,
und jeweils nur ein Ausgang an einen Läufer koppelbar ist. Zur
Realisierung der Kopplung ist eine Einrichtung zur wahlweisen Kopplung
des ersten und des zweiten Läufers mit dem ersten Abtrieb, d. h. Ausgang
oder zweiten Abtrieb, d. h. Ausgang, vorgesehen. Entsprechend der
konkreten konstruktiven Ausgestaltung der Wendeschaltung, insbesondere
der Wendeschaltsatzstufen können dabei die einzelnen Ausgänge jeweils
mit gleicher Drehrichtung oder mit gegensätzlichen Abtriebsdrehrichtungen
betrieben werden. Die Leistungsübertragung erfolgt dabei im
Traktionsbetrieb in der Regel immer über beide Läufer, d. h. bei Antrieb aller
Achsen.
Unter Läufer werden die Wellenanordnungen verstanden, welche jeweils
den hydrodynamischen Getriebeteil oder die hydrodynamischen
Gebtriebeteile tragen und die zumindest den mit diesen Elementen
abdeckbaren Bereich des Gesamtarbeitsbereiches in einer Fahrtrichtung
übernehmen können.
Jeder Läufer umfaßt mindestens einen hydrodynamischen Getriebeteil,
vorzugsweise wenigstens zwei hydrodynamische Drehzahl-
/Drehmomentwandler in Form von sogenannten Anfahrwandlern und von
Marschwandlern, wobei beide unterschiedlichen Betriebsbereichen
zugeordnet sind. Jeder Drehzahl-/Drehmomentwandler umfaßt ein
Pumpenrad, ein Turbinenrad und mindestens ein Leitrad. Die Turbinenräder
sind dabei miteinander drehfest verbunden und bilden die
Sekundärradwelle eines Läufers. Die Ankopplung jedes Läufers an die
Wendeschaltung erfolgt dabei immer an eine der beiden
Wendeschaltsatzstufen, wobei beide Läufer jeweils mit unterschiedlichen
Wendeschaltsatzstufen gekoppelt werden. Bei Integration in ein
Antriebssystem für die Radantriebswellen eines Drehgestelles ist dabei das
hydrodynamische Mehrkreislaufgetriebe jeweils über die beiden Ausgänge
mit einem der Drehgestelle koppelbar. Auf diese Art und Weise ist es
möglich, über die in nur einem Antriebsstrang erforderliche und damit
wenig Bauraum benötigende Getriebebaueinheit, die zur Verfügung
stehende Antriebsleistung auf beide Drehgestelle aufzuteilen. Dabei
ermöglicht die vorgesehene Wendeschaltung gleichzeitig auch die
Möglichkeit des Fahrtrichtungswechsels. Des weiteren ist es möglich,
beispielsweise bei Nichtbefüllung der Kreisläufe eines der beiden Läufers,
die Antriebsleistung nur über einen der beiden Läufer zu übertragen. Beide
Drehgestelle können somit auch vollständig voneinander entkoppelt
werden. Des weiteren sind beide Drehgestelle auch durch die Kopplung
über das erfindungsgemäß gestaltete hydrodynamische
Mehrkreislaufgetriebe mechanisch entkoppelt, so daß keine
Verspannmomente in die Verbindungswellenstränge zwischen der
Getriebebaueinheit und dem Drehgestell eingebracht werden. Die einzelnen
Wellenstränge können dabei hinsichtlich ihrer Dimensionierung und der zu
erwartenden Beanspruchung kleiner ausgelegt werden. Die mögliche
Abschaltung eines der beiden Läufer ermöglicht es, auch sehr kleine
Zugkräfte zu erzeugen, was insbesondere für Rangierfahrten von
erheblicher Bedeutung ist. Diese Möglichkeit kann auch auf den
Teillastbereich ausgedehnt werden, damit in diesem Bereich beispielsweise
bei Höchstgeschwindigkeit Teillastzustände mit ungünstigem
Getriebewirkungsgrad vermieden werden können.
Bezüglich der konkreten Ausgestaltung der Läufer und der
Wendeschaltung bestehen theoretisch mehrere Möglichkeiten. Eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch charakterisiert, daß jeder
Läufer zwei hydrodynamische Drehzahl-/Drehmomentwandler umfaßt, einen
sogenannten Anfahrwandler für niedrige Geschwindigkeitsbereiche und
einen Marschwandler für die höhere Geschwindigkeitsbereiche. Aufgrund
der wechselweisen Zuordnung jedes Läufers zu einem der Drehgestelle
sind beide hinsichtlich der Dimensionierung identisch ausgelegt und
vorzugsweise auch identisch aufgebaut. In einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung sind diese in einer horizontalen Ebene angeordnet. Die
beiden Pumpenräder sind vorzugsweise drehfest über sogenannte
Primärradwellen miteinander gekoppelt, während die Turbinenräder jedes
Anfahr- und jedes Marschwandlers eines der Läufer über eine
Sekundärradwelle drehfest verbunden sind. Die Einleitung und Aufteilung
der Antriebsleistung erfolgt über ein mit dem Eingang gekoppeltes
Hochgangstrio, welches im einfachsten Fall ein Antriebsstirnrad umfaßt, das
mit zwei, jeweils mit einer Primärradwelle eines der Läufer drehfest
verbundenen Stirnrad kämmt. Zur Inbetriebnahme eines der
hydrodynamischen Drehzahl-/Drehmomentwandler eines Läufers wird der
entsprechende Kreislauf jeweils gefüllt und der andere entleert.
Die Wendeschaltung umfaßt zwei Wendeschaltsatzstufen, wobei die
Wendeschaltsatzstufen hinsichtlich ihres Aufbaus derart ausgeführt und
ausgelegt sein können, daß die Ausgänge
- a) gleiche Drehrichtungen
- b) unterschiedliche Drehrichtungen
zueinander aufweisen. Die Ausgänge sind dabei in vorteilhafter Weise
vorzugsweise direkt einander entgegengesetzt gerichtet und koaxial
zueinander angeordnet. Dadurch kann eine sehr kompakte
Getriebbaueinheit geschaffen werden, welche hinsichtlich der
Ankoppelungsmöglichkeiten beider Drehgestelle einheitliche
Anbindungsabmaße aufweist und daher keine Modifizierung bei den
Drehgestellen erfodert. Denkbar ist es jedoch auch, die Ausgänge in
horizontaler und/oder vertikaler Richtung zueinander versetzt anzuordnen,
wenn es die Einbaugegebenheiten erfordern.
Eine Ausführung mit gleich gerichteten Abtriebsdrehrichtungen kann dabei
wie folgt ausgestaltet sein:
Die erste Wendeschaltsatzstufe umfaßt einen ersten und einen zweiten Stirnradzug, wobei ein erstes Stirnrad des ersten Stirnradzuges koaxial zum ersten Läufer, insbesondere der Sekundärradwelle des ersten Läufers, angeordnet ist und ein erstes Stirnrad des zweiten Stirnradzuges koaxial zu einer Sekundärradwelle des zweiten Läufers angeordnet ist. Die Kopplung des ersten Stirnrades des ersten Stirnradzuges mit einem ersten Ausgang erfolgt dabei über ein Zwischenrad und Verbindungsstirnrad, welches mit einem drehfest mit dem Ausgang gekoppelten Stirnrad kämmt. Der erste Stirnradzug weist somit vier Stirnräder auf. Der zweite Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe ist durch drei Stirnräder charakterisiert, wobei für den zweiten Stirnradzug das Verbindungsstirnrad und das Ausgangsstirnrad des ersten Stirnradzuges mitgenutzt werden. Ausgehend vom zweiten Stirnradzug erfolgt die Kopplung des ersten Stirnrades des ersten Strinradzuges an den Abtrieb über das über ein mit dem ersten Stirnrad des ersten Stirnradzuges kämmendes Zwischenrad, welches gleichzeitig auch mit dem vom ersten Stirnradzug mitgenutzten Verbindungsstirnrad des zweiten Strinradzuges kämmt. Denkbar wäre es hier auch, den ersten Stirnradzug nur mit drei Stirnrädern und den zweiten Stirnradzug mit vier Stirnrädern auszuführen, wobei das erste Stirnrad des zweiten Stirnradzuges dann direkt mit dem Ausgangsstirnrad kämmt und das erste Stirnrad des ersten Stirnradzuges über ein Zwischenrad mit dem Ausgangsstirnrad verbunden wäre. Allerdings hat dies Auswirkung auf die Anordnung des Abtriebes in horizontaler Richtung und des weiteren die Rotationsrichtung. Des weiteren sind auch Ausführungen mit anderer Anzahl von Stirnrädern denkbar, allerdings ist jeweils eine um eins oder eine ungerade Anzahl unterschiedliche Anzahl erfoderlich.
Die erste Wendeschaltsatzstufe umfaßt einen ersten und einen zweiten Stirnradzug, wobei ein erstes Stirnrad des ersten Stirnradzuges koaxial zum ersten Läufer, insbesondere der Sekundärradwelle des ersten Läufers, angeordnet ist und ein erstes Stirnrad des zweiten Stirnradzuges koaxial zu einer Sekundärradwelle des zweiten Läufers angeordnet ist. Die Kopplung des ersten Stirnrades des ersten Stirnradzuges mit einem ersten Ausgang erfolgt dabei über ein Zwischenrad und Verbindungsstirnrad, welches mit einem drehfest mit dem Ausgang gekoppelten Stirnrad kämmt. Der erste Stirnradzug weist somit vier Stirnräder auf. Der zweite Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe ist durch drei Stirnräder charakterisiert, wobei für den zweiten Stirnradzug das Verbindungsstirnrad und das Ausgangsstirnrad des ersten Stirnradzuges mitgenutzt werden. Ausgehend vom zweiten Stirnradzug erfolgt die Kopplung des ersten Stirnrades des ersten Strinradzuges an den Abtrieb über das über ein mit dem ersten Stirnrad des ersten Stirnradzuges kämmendes Zwischenrad, welches gleichzeitig auch mit dem vom ersten Stirnradzug mitgenutzten Verbindungsstirnrad des zweiten Strinradzuges kämmt. Denkbar wäre es hier auch, den ersten Stirnradzug nur mit drei Stirnrädern und den zweiten Stirnradzug mit vier Stirnrädern auszuführen, wobei das erste Stirnrad des zweiten Stirnradzuges dann direkt mit dem Ausgangsstirnrad kämmt und das erste Stirnrad des ersten Stirnradzuges über ein Zwischenrad mit dem Ausgangsstirnrad verbunden wäre. Allerdings hat dies Auswirkung auf die Anordnung des Abtriebes in horizontaler Richtung und des weiteren die Rotationsrichtung. Des weiteren sind auch Ausführungen mit anderer Anzahl von Stirnrädern denkbar, allerdings ist jeweils eine um eins oder eine ungerade Anzahl unterschiedliche Anzahl erfoderlich.
Bezogen auf die erstgenannte Ausführung umfaßt die zweite
Wendeschaltsatzstufe ebenfalls zwei Stirnradzüge, einen ersten Stirnradzug
und einen zweiten Stirnradzug, wobei der erste Stirnradzug durch drei
Stirnräder und der zweite Stirnradzug durch vier Stirnräder charakterisiert
ist, während bei der ersten Wendeschaltsatzstufe der erste Stirnradzug
durch vier Stirnräder und der zweite Stirnradzug durch drei Stirnräder
charakterisiert war. Der erste Stirnradzug umfaßt dabei ein koaxial zur
Sekundärradwelle des ersten Läufers angeordnetes Stirnrad, welches über
ein Verbindungsstirnrad mit einem drehfest mit dem zweiten Ausgang
gekoppelten Ausgangsstirnrad verbunden ist. Der zweite Stirnradzug
umfaßt ein koaxial zur Sekundärradwelle des zweiten Läufers angeordnetes
Stirnrad, welches über ein Zwischenrad mit dem Verbindungsstirnrad und
über dieses mit dem Ausgangsstirnrad drehfest verbindbar ist. Dabei nutzt
auch hier der zweite Stirnradzug die Elemente Verbindungsstirnrad und
Ausgangsstirnrad des ersten Stirnradzuges und umgekehrt. Diese Lösung
ist besonders vorteilhaft, da hier ein erheblicher Teil an Bauelementen
eingespart werden kann. Denkbar wäre jedoch auch eine Ausführung unter
Nichtausnutzung der bereits für den ersten Stirnradzug vorhandenen
Stirnräder, sondern von separaten Stirnrädern.
Beide Läufer werden dabei jeweils je Drehrichtung an die Stirnradzüge der
Wendeschaltzusatzstufen mit gleicher Anzahl von Einzelelementen, d. h.
Stirnrädern gekoppelt, so daß hinsichtlich der Drehrichtung zwischen
beiden Abtrieben kein Unterschied besteht. Dies bedeutet, daß jede
Drehrichtung eines Abtriebes über die Änderung der Kopplung der Läufer
an den Abtrieb erfolgt, wobei jede Drehrichtung eines Abtriebes über eine
unterschiedliche Anzahl von Stirnrädern zwischen Läufer und Abtrieb
realisiert wird. Bei gleicher Drehrichtung der Abtriebe erfolgt die
Leistungsübertragung zwischen erstem Läufer und erstem Abtrieb und
zweitem Läufer und zweitem Abtrieb jeweils über die gleiche Anzahl von
Stirnrädern. Die Drehrichtungsumkehr wird durch die Ankopplung der
einzelnen Läufer der Stirnradzüge mit einer um eine ungerade Anzahl
verschiedener Stirnräder erzielt.
Um bei gleichen Abtriebsdrehrichtungen auch auf einfache Art und Weise
ein Bremsmoment realisieren zu können, ist jedem Läufer ein Retarder
zugeordnet. Dieser kann in besonders platzsparender Weise dem Läufer
auf der dem Wendeschaltsatz gegenüberliegenden Seite zugeordnet
werden, wobei jedes Rotorschaufelrad drehfest mit der Sekundärradwelle
eines Läufers verbunden ist.
Bei Ausführungen für gegensätzliche Abtriebsdrehrichtungen umfaßt die
Wendeschaltung ebenfalls mindestens zwei Wendeschaltsätze, wobei der
erste und zweite Wendeschaltsatz ebenfalls durch zwei Stirnradzüge
charakterisiert sind. Dabei erfolgt je Wendeschaltsatzstufe die
Ausgestaltung des ersten, mit dem ersten Läufer koppelbaren,
Stirnradzuges in entsprechender Weise identisch zueinander, d. h. mit
gleicher Anzahl von Stirnrädern. Dies gilt auch für die zweiten Stirnradsätze
der einzelnen Wendeschaltsatzstufen, wobei hier zur Drehrichtungsumkehr
und damit Fahrtrichtungsumkehr eine um eins oder eine ungerade Zahl
verschiedene Anzahl von Stirnrädern zum ersten Stirnradzug verwendet
wird. Zur Realisierung einer symmetrischen Anordnung der einzelnen
Elemente, insbesondere zur Anordnung von An- und Abtrieb in einer
Vertikalebene, erfolgt die Ausgestaltung der ersten Stirnradzüge
vorzugsweise mit drei Stirnrädern und der zweiten Stirnradzüge jeweils mit
vier Stirnrädern, wobei die zweiten Stirnradzüge das Verbindungsstirnrad
und das Ausgangsstirnrad des ersten Stirnradzuges mitnutzen, indem das
Verbindungsstirnrad über ein Zwischenrad mit dem koaxial zur
Sekundärradwelle der Läufer gekoppelten Stirnräder kämmt. In diesem Fall
wird bei Leistungsübertragung über den ersten und den zweiten Läufer die
Leistung jeweils über eine unterschiedliche Anzahl von Stirnrädern
übertragen, wodurch die unterschiedlichen Abtriebsdrehrichtungen der
Ausgänge resultieren.
Auch bei dieser Ausführung kann die minimale Anzahl der Stirnradzüge auf
zwei für die ersten Stirnradzüge und drei für die zweiten Stirnradzüge
festgelegt werden.
Die wahlweise Kopplung erfolgt über eine entsprechende Stelleinrichtung,
umfassend eine Betätigungseinrichtung, Übertragungselemente und ein,
jeweils eine Kupplung tragendes Element, daß jedem Läufer zugeordnet ist.
Dieses ist vorzugsweise in Form einer Schiebeschaltwelle ausgeführt, die
durch Verschiebung in axialer Richtung hinsichtlich der drehfest mit dieser
verbundener Kupplungsteile an entsprechende Mitnahmeelemente der
koaxial zu den einzelnen Sekundärradwellen angeordneten Stirnräder der
Wendeschaltsatzstufen zusammenwirkt. Die Art der Kopplung kann
unterschiedlich erfolgen, vorzugsweise werden formschlüssige
Verbindungen gewählt. Wesentlich ist lediglich, daß das Kupplungselement
in axialer Richtung verschiebbar ist, in Umfangsrichtung jedoch eine
Mitnahme der Sekundärradwelle bzw. der mit dieser gekoppelten Hohlwelle
bewirkt.
Die erfindungsgemäße Lösung wird in einem Antriebssystem für
Schienenfahrzeuge, vorzugsweise dieselhydraulische Lokomotiven,
umfassend mindestens zwei anzutreibende Drehgestelle, eingesetzt. Jedes
Drehgestell umfaßt dabei wenigstens zwei Achsen, die miteinander über
einen Wellenstrang gekoppelt sind. Bei der erfindungsgemäß gestalteten
Getriebebaueinheit wird dabei zwischen den beiden Drehgestellen
angeordnet, wobei jeder Ausgang mit einer ersten, jeweils in
Kraftflußrichtung von der Getriebeausgangswelle aus betrachtet, liegenden
Achse beziehungsweise den in der Achse gelagerten Radantriebswellen
koppelbar ist. Jeder Achse ist zu diesem Zweck ein sogenanntes
Radsatzgetriebe zugeordnet, welches ein Verteilergetriebe enthält, dessen
Eingang den Eingang des Radsatzgetriebes bildet und dessen erster
Ausgang mit der Radachse über einen Winkeltrieb gekoppelt ist, während
der zweite Ausgang mit der in Kraftflußrichtung nachgeordneten Achse
über einen Wellenstrang und ein, dieser Radachse zugeordnetes,
Radsatzgetriebe verbunden ist. Entsprechend der Ausgestaltung der
Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit mit gleich- oder gegensinnigen
Drehrichtungen der Ausgänge sind die Radsatzgetriebe entsprechend den
Achsen zuzuordnen. Dabei können die einzelnen Radachsen der
Drehgestelle für Ausführungen bei Verwendung eines hydrodynamischen
Getriebes mit gleichgerichteter Drehrichtung am Ausgang gleich aufgebaut
werden, wobei der Einbau jedoch um 180° gedreht erfolgt. Auch ist es
möglich, nicht die Achsen bereits spiegelbildlich verkehrt einzubauen,
sondern das Drehgestell bei entsprechender Ausgestaltung um 180° zu
drehen. Bei Ausführungen mit entgegengerichteten Abtrieben sind die
Drehgestelle mit spiegelbildlich ausgeführten Radsatzgetrieben
auszuführen.
Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren
erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
Fig. 1a und 1b verdeutlichen anhand eines Ausschnittes aus einem
Antriebssystem für Schienenfahrzeuge das
Grundprinzip der Leistungsaufteilung über eine
erfindungsgemäß gestaltete hydrodynamische
Mehrkreislaufgetriebebaueinheit;
Fig. 2a verdeutlicht eine erfindungsgemäß gestaltete
Getriebebaueinheit in einer Ansicht von Rechts gemäß
Fig. 2b;
Fig. 2b verdeutlicht anhand einer geklappten Schnittdarstellung
in schematisierter Darstellung den Grundaufbau einer
erfindungsgemäß gestalteten Getriebebaueinheit;
Fig. 2c-1, 2 verdeutlichen anhand zweier Einzelheiten aus der Fig.
2a den Grundaufbau der einzelnen Stirnradsätze der
Wendeschaltsatzstufen;
Fig. 3a verdeutlicht anhand einer Ansicht gemäß Fig. 2a eine
weitere Ausführung einer erfindungsgemäß gestalteten
Getriebebaueinheit mit entgegengesetzt rotierenden
Abtrieben;
Fig. 3b verdeutlicht anhand einer Ansicht gemäß Fig. 2b eine
weitere Ausgestaltung der Getriebebaueinheit mit
entgegengesetzt rotierenden Abtrieben;
Fig. 3c-1, 2 verdeutlichen anhand zweier Einzelheiten aus der Fig.
3a den Grundaufbau der einzelnen Stirnradsätze der
Wendeschaltsatzstufen;
Fig. 4 verdeutlicht eine weitere Ausgestaltung einer
erfindungsgemäß gestalteten Getriebebaueinheit gemäß
Fig. 3;
Fig. 5 zeigt einen Antriebsstrang mit erfindungsgemäßem
Getriebe;
Fig. 6 verdeutlicht in schematisch vereinfachter Darstellung
den Grundaufbau einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung der Einrichtung zur wahlweisen
Kopplung der einzelnen Wendeschaltsätze mit den
einzelnen Läufern.
Die Fig. 1a und 1b verdeutlichen in stark schematisierter Darstellung
anhand eines Ausschnittes aus einem Antriebssystem 1 für
Schienenfahrzeuge, insbesondere 6-achsige dieselhydraulische
Lokomotiven, die Leistungsaufteilung über eine erfindungsgemäß gestaltete
hydrodynamische Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit 2 auf jeweils ein
Drehgestell 3 und 4, wobei jedes Drehgestell 3 und 4 mindestens zwei, im
Regelfall jedoch drei Achsen 5a, 5b, 5c für das Drehgestell 3 und 6a, 6b,
6c für das Drehgestell 4 aufweisen. Die konkrete Einbausituation ist in Fig.
6 wiedergegeben. Das erfindungsgemäß gestaltete hydrodynamische
Mehrkreislaufgetriebe 2 ist dazu in axialer Richtung betrachtet räumlich
zwischen den beiden Drehgestellen 3 und 4 angeordnet. Dieses weist
einen Eingang 7 und zwei Ausgänge 8 und 9 auf. Dabei sind die Ausgänge
8 und 9 in einem Winkel zueinander angeordnet, vorzugsweise von 180°,
d. h. die beiden Ausgänge 8 und 9 sind entgegengesetzt zueinander
ausgerichtet. Die Ausgänge 8 und 9 sind mit jeweils einem Drehgestell 3
bzw. einem Drehgestell 4 drehfest koppelbar. Die Kopplung erfolgt in der
Regel über Wellenstränge, hier dargestellt Wellenstränge 10 und 11, in
Form von Gelenkwellen. Die erfindungsgemäß gestaltete hydrodynamische
Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit 2 fungiert somit als Verteilergetriebe. Die
am nicht dargestellten Eingang 7 eingeleitete Leistung wird auf zwei
Leistungszweige, einen ersten Leistungszweig 12 und einen zweiten
Leistungszweig 13 aufgeteilt, wobei der erste Leistungszweig durch die
Leistungsübertragung zwischen dem Eingang 7 und dem Ausgang 8 und
der zweite Leistungszweig durch die Kopplung zwischen dem Eingang 7
und dem Ausgang 9 charakterisiert ist, wobei zwischengeschaltet Drehzahl-
/Drehmomentwandlungseinrichtungen angeordnet sind.
Die einzelnen Achsen 5a, 5b und 5c bzw. 6a, 6b, 6c der Drehgestelle 3
und 4 sind über Wellenstränge miteinander gekoppelt. Die Aufteilung
erfolgt über wenigstens ein, jeder Achse zugeordnetes Radsatzgetriebe 46,
47, 48 am Drehgestell 3 und 49, 50, 51 am Drehgestell 4, umfassend
jeweils eine Verteilergetriebeeinheit 15a und 15b für die Achse 5b am
Drehgestell 3 und 16a für die Achse 6a und 16b für die Achse 6b am
Drehgestell 4. Bei den Verteilergetriebeeinheiten kann es sich dabei um
einfache Stirnradsätze handeln. Die Verteilergetriebeeinheiten 15a und 15b
umfassen einen Eingang 17a bzw. 17b und die Verteilergetriebeeinheiten
16a und 16 einen Eingang 18a und 18b, welcher jeweils gleichzeitig den
Eingang des Radsatzgetriebes 46 bzw. 47 bzw. 49 bzw. 50 bildet. Die
Verteilergetriebeeinheiten 17a und 16a sind dabei in Leistungsflußrichtung
zwischen der erfindungsgemäß gestalteten hydrodynamischen
Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit 2 nachgeordneten ersten Achse 5a bzw.
6a bzw. der in dieser gelagerten Radantriebswelle zugeordnet. Der Eingang
17a und der Eingang 18a sind dabei jeweils über Wellenstränge 10 bzw. 11
und damit über diese mit den Ausgängen 8 und 9 der hydrodynamischen
Mehrkreislaufgetriebe-Baueinheit 2 gekoppelt. Die Verteilergetriebeeinheiten
15a und 15b sowie 16a und 16b umfassen jeweils zwei Ausgänge, die für
die Verteilergetriebeeinheit 15a mit 19a und 19b, für die
Verteilergetriebeeinheit 15b mit 20a und 20b, die Verteilergetriebeeinheit
16a mit 21a und 21b und die Verteilergetriebeeinheit 16b mit 22a und 22b
bezeichnet sind. Der jeweils erste Ausgang, welcher mit dem Zusatz a
versehen ist, ist dabei mit der jeweils in Kraftflußrichtung nachgeordneten
anzutreibenden Achse bzw. der in dieser gelagerten Radantriebswelle
gekoppelt. Dies bedeutet im einzelnen, daß der Ausgang 19a mit der
Achse 5a, der Ausgang 20a mit der Achse 5b, der Ausgang 21a mit der
Achse 6a und der Ausgang 22a mit der Achse 6b drehfest gekoppelt sind.
Die Kopplung erfolgt dabei über entsprechende Übertragungselemente,
welche es ermöglichen, das Moment in einem Winkel einzubringen, wobei
die Übertragungselemente im einfachsten Fall in Form eines Winkeltriebes
23a für die Achse 5a, 24a für die Achse 5b, 25a für die Achse 6a und 26a
für die Achse 6b ausgeführt sind. Dabei sind die Winkeltriebe 23a, 24a, 25a
bzw. 26a Bestandteil der Radsatzgetriebe 46, 47 bzw. 49, 50. Im
dargestellten Fall ist der Winkeltrieb 23a, 24a, 25a bzw. 26a jeweils der
Verteilergetriebeeinheit 15a, 15b bzw. 16a, 16b nachgeordnet. In diesem
Fall werden die Ausgänge der Verteilergetriebeeinheiten 15a, 15b, 16a, 16b
jeweils vom zweiten Stirnrad 27a, 28a, 29a bzw. 30a eines Stirnradsatzes
31a, 32a, 33a bzw. 34a der Verteilergetriebeeinheiten 15a, 15b, 16a bzw.
16b bzw. einer mit dieser gekoppelten Welle gebildet. Der Winkeltrieb 23a,
24a, 25a bzw. 26a kann verschiedenartig ausgeführt sein, umfaßt im
einfachsten Fall jedoch ein Kegelradpaar, dessen Ritzel mit dem Ausgang
19a, 20a, 21a bzw. 22a gekoppelt ist. Der Ausgang des Winkeltriebes 23a,
24a, 25a bzw. 26a bildet dabei einen ersten Ausgang des jeweiligen
Radsatzgetriebes 46, 47 bzw. 49 und 50. Der zweite Ausgang 19b bzw.
20b bzw. 21b bzw. 22b jeder der Verteilergetriebeeinheiten 15a, 15b, 16a
bzw. 16b ist jeweils mit der in Leistungsflußrichtung nachgeordneten Achse
gekoppelt. Der Ausgang des Winkeltriebes 23a, 24a, 25a bzw. 26a bildet
dabei einen ersten Ausgang des jeweiligen Radsatzgetriebes 46, 47 bzw.
49 und 50. Im einzelnen bedeutet dies eine Kopplung des zweiten
Ausganges 19b der ersten Verteilergetriebeeinheit 15a mit der Achse 5b,
insbesondere dem Eingang 17b der dieser zugeordneten
Verteilergetriebeeinheit 15b. Die Kopplung erfolgt dabei in der Regel
ebenfalls über einen Wellenstrang, hier dem Wellenstrang 35, welcher in
Form einer Gelenkwelle ausgeführt ist. Dies gilt in Analogie auch für die
Kopplung des Ausganges 20b der Verteilergetriebeeinheit 15b, welche mit
der Achse 5c bzw. den in dieser gelagerten Radantriebswelle verbunden
ist. Die Kopplung erfolgt hier über einen Wellenstrang 36, wobei das der
Achse 5c zugeordnete Radsatzgetriebe 48 wenigstens eine Einrichtung 37
zur Änderung der Einleitungsrichtung des Momentes umfaßt. Diese
Einrichtung umfaßt einen Winkeltrieb 38. Zur Vereinfachung und
Standardisierung wird jedoch die gleiche Konfiguration des
Radsatzgetriebes 48 gewählt, wie für jede andere Achse des Drehgestells
3, d. h. die Achse 5a und 5b, so daß auch hier ein Stirnradsatz 39
vorgesehen ist, dessen zweites Stirnrad 40 mit dem Eingang des
Winkeltriebes 38 verbunden ist. Diese Ausbildung ist insbesondere dadurch
von Vorteil, daß den einzelnen Achsen standardisiert vorgefertigte
Winkeltriebe mit gekoppelten Verteilergetriebeeinheiten zugeordnet werden
können bzw. die Achsen mitsamt Winkeltrieb und Verteilergetriebeeinheit
vorgefertigt und gehandelt werden können und lediglich noch die
Kopplung über die Wellenstränge erfolgt und je nachdem, ob ein
Verbindungs-Wellenstrang zur nächsten Achse erforderlich ist, der
verwendete Stirnradsatz 39 als Verteilergetriebeeinheit oder lediglich nur als
Drehzahl-/Drehmomentwandlungseinrichtung eingesetzt wird. Die für das
Drehgestell 3 beschriebenen Konfigurationen gelten auch für das
Drehgestell 4. Im dargestellten Fall ist dabei der Ausgang 21b über einen
Wellenstrang 41 mit der Verteilergetriebeeinheit 16b gekoppelt, deren
zweiter Ausgang 22b über einen Wellenstrang 42 mit der dritten Achse 6c
bzw. der in dieser gelagerten Radantriebswelle des Drehgestells 4
gekoppelt ist. Die Kopplung erfolgt dabei über einen Winkeltrieb 43, wobei
auch hier aus Vereinheitlichungsgründen dem Winkeltrieb ein Stirnradsatz
44 vorgeschaltet ist, welcher jedoch am zweiten Ausganges 45 frei von
einer Kopplung mit weiteren drehmomentübertragenden Elementen ist, so
daß der Stirnradsatz 44 nicht als Verteilergetriebe fungiert.
Bei der in der Fig. 1a dargestellten Ausführung ist das hydrodynamische
Mehrkreislaufgetriebe 2 derart aufgebaut, daß beide Ausgänge 8 und 9 mit
gleichem Drehsinn rotieren. Dies wird anhand der beiden Pfeile
verdeutlicht. Um für alle Achsen und damit für beide Drehgestelle gleiche
Antriebsrichtungen zu erzielen, sind dabei die den einzelnen Achsen
zugeordneten Radsatzgetriebe 46, 47, 48, 49, 50 und 51, welche jeweils
aus der Verteilergetriebeeinheit und dem Winkeltrieb bestehen, derart
angeordnet, daß diese lediglich für ein Drehgestell 3 oder 4 einheitlich den
einzelnen Achsen 5a, 5b, 5c bzw. 6a, 6b, 6c zugeordnet sind, während für
das andere Drehgestell eine spiegelbildliche Anordnung vorgesehen ist.
Das Radsatzgetriebe 46 besteht dabei aus der Verteilergetriebeeinheit 15a
und dem Winkeltrieb 23a, das Radsatzgetriebe 47 aus der
Verteilergetriebeeinheit 15b und dem Winkeltrieb 24a, das Radsatzgetriebe
48 aus der Einrichtung 37 bzw. dem Winkeltrieb 38 und dem Stirnradsatz
39. Alle diese Radsatzgetriebe, welche den einzelnen Achsen 5a bis 5c
bzw. den in diesen gelagerten Radantriebswellen zugeordnet sind, sind in
Leistungsflußrichtung betrachtet jeweils identisch aufgebaut und
entsprechend auch in ihrer Zuordnung zur anzutreibenden Achse 5a, 5b,
5c zueinander. Die Radsatzgetriebe 49 bis 51, welche jeweils aus den
Verteilergetriebeeinheiten 16a, 16b sowie dem Stirnradsatz 44 und den
Winkeltrieben 25a, 26a sowie 43 bestehen, sind vorzugsweise identisch
hinsichtlich ihrer Auslegung und Dimensionierung der einzelnen Elemente,
jedoch in ihrer Anordnung spiegelbildlich den Achsen 6a bis 6c bzw. den
mit diesen gekoppelten Radantriebswellen zugeordnet. Die Anordnung der
Radsatzgetriebe erfolgt dabei in Kraftflußrichtung betrachtet immer vor der
Achse, wobei die erste Spiegelung bezogen auf die theoretische
Verbindungsachse zwischen den einzelnen Ausgängen 8 bzw. 9 und die
zweite, bezogen auf die Senkrechte Asr zur theoretischen
Verbindungsachse Ar zwischen den Ausgängen 8, 9 und damit eines
Parallelen zu den einzelnen anzutreibenden Achsen 5a bis 5c bzw. 6a bis
6c erfolgt. Anders ausgedrückt ensteht die Konfiguration der einzelnen
Achsen 6a-6c durch Drehung der Gesamtkonfiguration in einer Achse 5a
bis 5c um 180°.
Demgegenüber offenbart die Fig. 1b eine Ausführung mit einem
hydrodynamischen Mehrkreislaufgetriebe 2, dessen Abtriebe 8.1b und 9.1b
mit gegensinniger Drehrichtung ausgeführt sind. Der Aufbau der
Drehgestelle 3 und 4 entspricht dem in der Fig. 1a beschriebenen,
weshalb für gleiche Elemente die gleichen Bezugszeichen verwendet
werden. Ein Unterschied besteht lediglich in der Anordnung der
Radsatzgetriebe. Die einzelnen Radsatzgetriebe eines Drehgestells, hier die
Radsatzgetriebe 46.1b, 47.1b und 48.1b des Drehgestelles 3 sind dabei
analog zu denen in der Fig. 1a dargestellten ausgeführt. Auch diese
umfassen eine Verteilergetriebeeinheit und einen Winkeltrieb. Dies gilt in
Analogie auch für die Radsatzgetriebe 49.1b, 50.1b und 51.1b, wobei diese
sich jedoch hinsichtlich ihrer Anordnung gegenüber der in der Fig. 1a
dargestellten unterscheiden. Während bei der Fig. 1a die Spiegelung
sowohl in Achsrichtung als auch quer zu dieser erfolgt, sind die
Radsatzgetriebe 49.1b bis 51.b lediglich durch Spiegelung quer zur axialen
Richtung, welche im Einbauzustand der Fahrtrichtung entspricht,
angeordnet. Für die Fertigung kompletter Achsen mit Radsatzgetrieben
bedeutet dies, daß bei Ausfertigung gemäß Fig. 1a diese sowohl in
Richtung der Radachse als auch quer zu dieser gespiegelt angeordnet
sind, während bei Ausführungen gemäß Fig. 1b lediglich eine Spiegelung
beim Einbau des Fahrzeuggetriebes für die Achsen des Drehgestells 4 um
die entsprechende Achse erfolgen muß. Dies bedeutet, daß ausgehend von
einer Ausführung einer Achse 5a mit einem Radsatzgetriebe 46.1b die
Ausführung entsprechend der Achse 6a durch gespiegelte Anordnung des
Radsatzgetriebes 46.1b um die Achse 5a entsteht.
Die Fig. 1a und 1b verdeutlichen dabei grundlegende Möglichkeiten
der Anbindung eines erfindungsgemäß gestalteten hydrodynamischen
Mehrkreislaufgetriebes 2 an die Achsen eines Drehgestelles 3 bzw. 4,
wobei gleiche und gegensinnige Drehrichtungen der Abtriebe 8 und 9
berücksichtigt werden. Andere Ausführungen sind ebenfalls denkbar,
können jedoch konstruktiv auch komplizierter ausgestaltet sein.
Die Fig. 2a und 2b verdeutlichen in schematisiert vereinfachter
Darstellung anhand zweier Ansichten den Grundaufbau eines
erfindungsgemäß gestalteten hydrodynamischen Mehrkreislaufgetriebes 2,
wie es in einem Antriebsstrang 1 zum Antrieb zweier Drehgestelle 3 und 4
eingesetzt werden kann. Die Fig. 2a verdeutlicht dabei stark schematisiert
die räumliche Zuordnung der einzelnen Elemente zueinander in einer
Ansicht von rechts. Die Fig. 2b verdeutlicht demgegenüber anhand einer
modifizierten Schnittdarstellung eines Axialschnittes mit Herausklappen
einzelner in einer Ebene angeordneter Elemente in die Vertikalebene den
Grundaufbau in axialer Richtung. Bei der in den Fig. 2a und 2b
wiedergegebenen Ausführung wird eine Lösung für das hydrodynamische
Mehrkreislaufgetriebe 2 dargestellt, welches durch gleiche
Abtriebsdrehrichtungen der Abtriebe 8 und 9 charakterisiert ist, und damit
einem Lösungsvorschlag gemäß der Einbausituation von Fig. 1a
entspricht. Das hydrodynamische Mehrkreislaufgetriebe 2 umfaßt einen
Eingang 7 und zwei Ausgänge 8 und 9. Die Aufteilung der über den
Eingang 7 eingeleiteten Leistung auf die Ausgänge 8 und 9 erfolgt in zwei
Leistungszweigen, dem Leistungszweig 12 und dem Leistungszweig 13.
Das hydrodynamische Mehrkreislaufgetriebe 2 umfaßt zu diesem Zweck
zwei Läufer, einen ersten Läufer 52 und einen zweiten Läufer 53, welche
jeweils die hydrodynamischen Bauelemente, vorzugsweise mindestens
eins, umfassen, und die über eine Wendeschaltung 67, umfassend eine
Wendeschaltsatzstufe 54 und 55 mit dem jeweiligen Ausgang 8 oder 9
gekoppelt sind.
Die beiden Läufer - erster Läufer 52 und zweiter Läufer 53 - sind jeweils
parallel zueinander angeordnet. Jeder Läufer umfaßt im dargestellten Fall
zur Leistungsübertragung jeweils zwei hydrodynamische Elemente in Form
von hydrodynamischer Drehzahl-/Drehmomentwandlern, welche
unterschiedlichen Betriebsbereichen zugeordnet sind. Im dargestellten Fall
umfaßt jeder Läufer einen Anfahrwandler 58 für den ersten Läufer 52 und
59 für den zweiten Läufer 53 sowie einen Marschwandler 56 für den ersten
Läufer 52 und einen Marschwandler 57 für den zweiten Läufer 53. Zur
Aufteilung der über den Eingang 7 eingebrachten Leistung auf die beiden
Läufer - erster Läufer 52 und zweiter Läufer 53 - ist ein Verteiler 60
vorgesehen, dieser umfaßt im dargestellten Fall ein Stirnradtrio 61, wobei
ein erstes Stirnrad 62 mit dem Eingang 7 gekoppelt ist, während die
beiden mit dem ersten Stirnrad 62 kämmenden Stirnräder 63 und 64
jeweils drehfest mit einem der Läufer 52 und 53 verbunden sind. Die
drehfeste Verbindung erfolgt dabei jeweils mit den Primärradwellen 65 und
66 der einzelnen Läufer 52 und 53. Die Primärradwellen 65 und 66 werden
dabei von der Verbindung der Primärräder P58 des Anfahrwandlers 58 und
P56 des Marschwandlers 56 des ersten Läufers 52 und die Primärradwelle
66 von der Verbindungswelle zwischen den Primärrädern P57 des
Anfahrwandlers 59 des zweiten Läufers und P57 des Marschwandlers 57
des zweiten Läufers 53 gebildet. Die drehfeste Verbindung der
hydrodynamischen Elemente der beiden Läufer 52 und 53 mit der
Wendeschaltung 67 erfolgt über die drehfeste Verbindung einer
Sekundärradwelle 68 für den Läufer 52 und 69 für den Läufer 53, wobei die
Sekundärradwelle jeweils drehfest mit den Turbinenrädern T58 für den
Anfahrwandler 58 des ersten Läufers und T56 für den Marschwandler 56 des
ersten Läufers gekoppelt ist, während die Sekundärradwelle 69 drehfest mit
dem Turbinenrad T59 des Anfahrwandlers 59 des zweiten Läufers 53 und
T57 des Marschwandlers 57 des zweiten Läufers 53 verbunden ist. Die
Wendeschaltung 67 umfaßt somit zwei Eingänge, einen ersten Eingang 70
und einen zweiten Eingang 71, wobei der erste Eingang 70 mit der
Sekundärradwelle 68 drehfest verbunden ist und der zweite Eingang 71 mit
der Sekundärradwelle 69 des zweiten Läufers 53. Die Wendeschaltung 67
enthält ferner zwei Wendeschaltstufen 54 und 55, deren Elemente
wechselweise den beiden Läufern 52 und 53 zugeordnet werden. Jede der
beiden Wendeschaltstufen 54 und 55 ist dabei entsprechend der Kopplung
mit den Läufern 52 und 53 für eine bestimmte Drehrichtung jedes Läufers
ausgelegt.
Jede Wendeschaltsatzstufe 54 und 55 umfaßt dabei fünf Stirnräder. Dabei
sind zwei Stirnräder jeder Wendeschaltsatzstufe 54 und 55 jeweils koaxial
zu den Sekundärradwellen 68 und 69 angeordnet. Für die
Wendeschaltsatzstufe 54 ist dabei das erste Stirnrad 72 koaxial zur ersten
Sekundärradwelle 68 angeordnet, das zweite Stirnrad 73 ist koaxial zur
zweiten Sekundärradwelle 69 angeordnet. Diese beiden Stirnräder kämmen
dabei in keinem der Betriebszustände direkt miteinander. Die Kopplung der
einzelnen Läufer 52 oder 53 mit dem Ausgang 8 erfolgt bei
Leistungsübertragung wahlweise zwischen dem ersten Stirnrad 72 und
einem mit dem Ausgang 8 drehfest gekoppelten Ausgangsstirnrad 74 oder
bei Kopplung des zweiten Läufers 53 mit dem Ausgang 8 über das zweite
Stirnrad 73 mit dem mit dem Ausgang 8 drehfest gekoppelten
Ausgangsstirnrad 74. Zu diesem Zweck ist das zweite Stirnrad 73 über das
Verbindungsstirnrad 75 mit dem Ausgangsstirnrad 74 verbunden. Das
Verbindungsstirnrad 75 kämmt somit sowohl mit dem ersten Stirnrad 73
und dem Ausgangsstirnrad 74. Das erste Stirnrad 72 ist über ein
Zwischenstirnrad 76 mit dem Verbindungsstirnrad 75 und damit dem
Ausgangsstirnrad 74 gekoppelt. Dies bedeutet, daß wiederum das erste
Stirnrad 73 mit dem Verbindungsstirnrad 75 kämmt und über dieses die
Leistung auf das Ausgangsstirnrad 74 überträgt. Dies bedeutet, daß die
erste Wendeschaltsatzstufe 54 quasi durch einen ersten Stirnradzug von
miteinander kämmenden Stirnrädern charakterisiert ist, hier dem
Stirnradzug 77, welcher durch die Stirnräder - erstes Stirnrad 72,
Zwischenrad 76, Verbindungsstirnrad 75 und Ausgangsstirnrad 74 -
charakterisiert ist. Der zweite Stirnradzug 78 ist mit dem ersten Stirnrad 73
des zweiten Stirnradzuges 78 und dem Ausgangsstirnrad 74 charakterisiert.
Der zweite Stirnradzug 78 umfaßt dabei drei Stirnräder, wobei ein Stirnrad
des ersten Stirnradzuges 77 mitgenutzt bzw. gemeinsam genutzt werden.
Die erste Stirnradsatzstufe 54 umfaßt somit fünf Stirnräder. Dies gilt in
Analogie auch für die zweite Stirnradsatzstufe 55, welche ebenfalls zwei
Stirnradzüge, einen ersten Stirnradzug 79 und einen zweiten Stirnradzug
80, umfaßt, wobei der erste Stirnradzug der Kopplung des ersten Läufers
52 mit dem Ausgang 9 dient, während der zweite Stirnradzug zur Kopplung
zwischen dem zweiten Läufer 53 und dem Ausgang 9 genutzt wird. Der
erste Stirnradzug 79 umfaßt dabei drei Stirnräder, ein erstes, koaxial zur
ersten Sekundärradwelle 68 angeordnetes Stirnrad 81, ein mit dem
Ausgang 9 drehfest gekoppeltes Ausgangsstirnrad 82 und ein
Verbindungsstirnrad 83, welches zwischen dem ersten Stirnrad 81 und dem
Ausgangsstirnrad 82 angeordnet ist und mit beiden kämmt. Der zweite
Stirnradzug 80 umfaßt vier Stirnräder, ein erstes koaxial zur
Sekundärradwelle 69 angeordnetes Stirnrad 84, ein mit diesem
kämmendes Zwischenstirnrad 85, Verbindungsstirnrad 83, das mit dem
Ausgang 9 über das Ausgangsstirnrad 82 gekoppelt ist. Im Gegensatz zur
ersten Wendeschaltsatzstufe 54 nutzt hier der erste, drei Stirnräder
umfassende Stirnradzug 79 zwei Stirnräder und Elemente des zweiten
Stirnradzuges 80 zur Leistungsübertragung, während bei der ersten
Wendeschaltsatzstufe 54 der zweite Stirnradzug 78 durch die Mitnutzung
von zwei Stirnrädern des ersten Stirnradzuges 77 charakterisiert ist. Die
einzelnen Stirnradsätze 54 und 55 sind hier für sich allein in einer Ansicht
von Rechts wiedergegeben.
Die Änderung der Drehrichtung erfolgt durch die wechselweise Zuordnung
der einzelnen Läufer 52 oder 53 zu den Ausgängen 8 und 9. Dazu ist eine
Einrichtung zur wechselweisen Zuordnung der einzelnen Läufer 52 und 53
zu einer Wendeschaltsatzstufe 54 oder 55 vorgesehen. Diese Einrichtung
ist mit 86 bezeichnet und im einfachsten Fall in Form einer verschiebbaren
Kupplungseinrichtung ausgeführt, die je nach Erfordernis die erste oder
zweite Wendeschaltsatzstufe 54 oder 54 an den ersten oder zweiten Läufer
52 oder 53 koppelt. Diese Einrichtung 86 umfaßt dabei zwei
Kupplungseinrichtungen 87 und 88, wobei jede Kupplung einem der
beiden Läufer 52 und 53 zugeordnet ist. Beide Kupplungen sind derart
konzipiert, daß diese, ausgenommen von der Mittelstellung, während der
Betriebsweise immer wechselseitig einer der beiden Wendeschaltsatzstufen
54 oder 55 zugeordnet sind bzw. mit den Elementen dieser
Wendeschaltsatzstufe in Eingriff stehen. Vorzugsweise werden als
Kupplungseinrichtung 87 bzw. 88 Schiebeschaltwellen 89 bzw. 90 genutzt,
deren Betätigung aneinander gekoppelt ist. Dazu ist eine
Betätigungseinrichtung 91 vorgesehen, welche über ein
Übertragungselement 92 mit beiden Schiebeschaltwellen 89 und 90
gekoppelt ist, wobei bei Betätigung der Betätigungseinrichtung die
Übertragungselemente eine entgegengerichtete Bewegung der
Schiebeschaltwellen 89 bis 90 realisieren. Dabei werden mittels der
Übertragungselemente 92 wenigstens drei Schaltstellungen für jede
Schiebeschaltwelle realisiert, eine erste Schaltstellung I, eine zweite
Schaltstellung II und die sogenannte Neutralstellung 0. Befindet sich die
Betätigungseinrichtung 91 in der 0-Stellung, sind die Schiebeschaltwellen
89 und 90 nicht im Eingriff, d. h. es besteht keinerlei drehfeste Kopplung
zwischen den einzelnen Läufern 52 und 53 mit den Ausgängen 8 und 9. In
der Schaltstellung I wird der erste Läufer 52 an die erste
Wendeschaltsatzstufe 54 gekoppelt, während der zweite Läufer 53 an die
zweite Wendeschaltsatzstufe 55 gekoppelt wird. Der Leistungsfluß erfolgt
dabei vom Anfahrwandler 58 oder Marschwandler 56 des ersten Läufers 52
in der Stellung I der Betätigungseinrichtung 91 und damit auch der
Schiebeschaltwelle 89 durch die direkte Kopplung der Sekundärradwelle 86
mit dem ersten Stirnrad 72 des ersten Stirnradzuges 77 der ersten
Wendeschaltsatzstufe 54 über den ersten Stirnradzug 77 aus erstem
Stirnrad 72, Zwischenstirnrad 76, Verbindungsstirnrad 75 und von diesem
auf das Ausgangsstirnrad 74, welches drehfest mit dem Ausgang 8
gekoppelt ist. Der Ausgang rotiert dabei mit ungleicher Drehrichtung zur
Sekundärradwelle 68 des ersten Läufers 52. In der Stellung I der
Betätigungseinrichtung 91 ist der zweite Läufer 53 an die zweite
Wendeschaltsatzstufe 55 angekoppelt. Dabei erfolgt der Leistungsfluß vom
Anfahrwandler 59 oder Marschwandler 57 des zweiten Läufers 53 über die
mit diesen jeweils drehfest gekoppelten Sekundärradwelle 69 zur zweiten
Wendeschaltsatzstufe 55, insbesondere dem zweiten Stirnradzug 80. In
dieser Funktionsstellung der Betätigungseinrichtung 91 ist das Stirnrad 84
über das Zwischenrad 85 und Verbindungsstirnrad 83 mit dem
Ausgangsstirnrad 82, welches drehfest mit dem Ausgang 9 gekoppelt ist,
verbunden. Auch hier ist die Drehrichtung am Abtrieb 9 ungleich, daß heißt
entgegengesetzt ausgerichtet zu der der Sekundärradwelle 69 des zweiten
Läufers 53. Beide Abtriebe 8 und 9 haben jedoch die gleiche Drehrichtung.
In der Funktionsstellung II der Betätigungseinrichtung 91 werden die
Zuordnungen der Läufer zum Abtrieb 8 und 9 vertauscht. In dieser
Funktionsstellung ist der erste Läufer 52 über die zweite
Wendeschaltsatzstufe 55 mit dem Abtrieb 9 gekoppelt, während der zweite
Läufer 53 über die erste Wendeschaltsatzstufe 54 mit dem Ausgang 8
gekoppelt ist. Die Leistungsübertragung gestaltet sich wie folgt: Der
Anfahrwandler 58 oder Marschwandler 56 des ersten Läufers 52 ist über
die Schiebeschaltwelle 89 mit dem Stirnrad 81 der zweiten
Wendeschaltsatzstufe 55 gekoppelt. Die Leistungsübertragung erfolgt über
den ersten Stirnradzug 79 der zweiten Wendeschaltsatzstufe 55 auf den
Ausgang 9. Die in dieser Funktionsstellung drehfest mit dem Stirnrad 81
gekoppelte Sekundärradwelle 70 weist in diesem Zustand eine
gleichgerichtete Drehrichtung auf wie der Ausgang 9. Die
Leistungsübertragung erfolgt dabei von einem ersten Stirnrad 81 auf das
Verbindungsstirnrad 83 und von diesem auf das Ausgangsstirnrad 82,
welches drehfest mit dem Ausgang 9 gekoppelt ist. Der zweite Läufer 53,
insbesondere die Sekundärradwelle 69 des zweiten Läufers 53, ist mit der
ersten Wendeschaltsatzstufe 54 gekoppelt. Dazu wird in dieser
Funktionsstellung die Sekundärradwelle 69 drehfest mit dem Stirnrad 73
verbunden. Die Leistungsübertragung erfolgt dann von diesem Stirnrad 73
auf das mit dem Ausgang 8 drehfest gekoppelte Ausgangsstirnrad 74 auf
das Verbindungsstirnrad 75. Auch hier weisen das Ausgangsstirnrad 74
bzw. der mit diesem drehfest gekoppelte Ausgang 8 eine ungleiche, in der
Regel entgegengesetzt gerichtete Drehrichtung wie die Sekundärradwelle
69 auf.
Gemäß einer Weiterentwicklung ist jedem Läufer 52 und 53 eine
Bremseinrichtung 94 bzw. 95 in Form eines hydrodynamischen Retarders
zugeordnet. Diese sind in platzsparender Weise neben den beiden
hydrodynamischen Kreisläufen jedes Läufers angeordnet und der Retarder
ist mit der gemeinsam von beiden hydrodynamischen Elementen genutzten
Sekundärradwelle 68 bzw. 69 drehfest verbunden.
Die Fig. 2b verdeutlicht noch einmal in einer Ansicht von rechts das
Ineinandergreifen der einzelnen Elemente und den Aufbau der Stirnradzüge
der einzelnen Wendeschaltsatzstufen 55 und 56. Die Fig. 2c-1 und 2c-2
jeweils eine Ansicht von Rechts auf eine Wendeschaltsatzstufe 54 und 55.
Die Lösung gemäß Fig. 2 bietet den Vorteil, daß zum einen zwei
identische Drehgestelle oder jeweils einzelne Achsen zum Einsatz kommen
können, wobei diese lediglich um 180° gedreht eingebaut werden müssen.
Die Drehgestelle können voneinander entkoppelt werden, somit sind keine
Verspannmomente in den Verbindungen zwischen den Achsen und dem
Getriebe vorgesehen. Die in der Fig. 1 dargestellten Gelenkwellenstränge
10, 35 und 36 sowie 11, 41 und 42 werden daher geringer beansprucht
und können auch hinsichtlich dieser geringeren Beanspruchung
dimensioniert werden. Des weiteren besteht die Möglichkeit, insbesondere
für Rangierfahrten einen der beiden Läufer 52 oder 53 abzuschalten, um
kleine Zugkräfte erzeugen zu können. Auch für den Teillastbereich kann ein
Fahren mit nur einem Läufer vorgesehen werden, um bei
Höchstgeschwindigkeit Teillastzustände mit ungünstigem
Getriebewirkungsgrad vermeiden zu können. Für Schleudervorgänge kann
ein Getriebeschnelleingriff unabhängig an jedem der einzelnen Läufer 52
und 53 erfolgen, so daß auch nur an einem Drehgestell die Zugkraft
vermindert werden kann. Beide Drehgestelle, insbesondere die Achsen,
sind somit unabhängig voneinander ansteuerbar. Dies gilt auch für
Gleitvorgänge, bei denen der Retarderschnelleingriff der einzelnen Retarder
94 und 95 unabhängig voneinander an jedem Läufer 52 und 53
angesteuert werden kann und somit nur an einem Drehgestell die
Bremskraft vermindert wird. Eine Deaktivierung eines der beiden Läufer
erfolgt dabei durch Nichtbefüllung der hydrodynamischen Kreisläufe.
Die Fig. 3a und 3b verdeutlichen eine zweite grundsätzliche
Ausgestaltung eines erfindungsgemäß gestalteten hydrodynamischen
Mehrkreislaufgetriebes 2.3. Auch dieses umfaßt zwei Läufer, einen ersten
Läufer 52.3 und 53.3, die über eine Wendeschaltung 67.3 mit den
Ausgängen 8.3 und 9.3 verbindbar sind. Der Grundaufbau der Läufer 52.3
und 53.3 entspricht den in Fig. 2 beschriebenen, weshalb für gleiche
Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Die Wendeschaltung
67.3 ist dabei derart aufgebaut und ausgelegt, daß die beiden Ausgänge
8.3 und 9.3 immer mit entgegengesetzter Abtriebsdrehrichtung rotieren.
Auch hier umfaßt die Wendeschaltung 67.3 eine erste Wendeschaltsatzstufe
54.3 und eine zweite Wendeschaltsatzstufe 55.3. Auch hier umfaßt jede
Wendeschaltsatzstufe 54.3 und 55.3 zwei Stirnradzüge, die
Wendeschaltsatzstufe 54.3 umfaßt dabei einen ersten Stirnradzug 96 und
einen zweiten Stirnradzug 97, während die zweite Wendeschaltsatzstufe
55.3 einen ersten Stirnradzug 98 und einen zweiten Stirnradzug 99 umfaßt.
Der erste Stirnradzug 96 der ersten Wendeschaltsatzstufe 54.3 umfaßt
dabei drei Stirnräder, ein erstes Stirnrad 100, welches koaxial zur
Sekundärradwelle 68.3 des ersten Läufers 52.3 angeordnet ist, ein
Verbindungsstirnrad 101, welches mit dem ersten Stirnrad 100 kämmt und
des weiteren mit einem drehfest mit dem Ausgang 8 gekoppelten
Ausgangsstirnrad 102. Der zweite Stirnradzug 97 ist durch vier Stirnräder
charakterisiert, wobei auch diese sowohl das Verbindungsstirnrad 101 und
das Ausgangsstirnrad 102 des ersten Stirnradzuges 96 nutzen. Der zweite
Stirnradzug 97 umfaßt dabei ein erstes Stirnrad 103, welches koaxial zur
Sekundärradwelle 69.3 des zweiten Läufers 53.3 angeordnet ist und
drehfest mit dieser verbindbar ist. Dem ersten Stirnrad 103 zugeordnet ist
ein Zwischenrad 104, welches mit dem Verbindungsstirnrad 101 kämmt
und des weiteren mit dem ersten Stirnrad 103. Über das Zwischenrad 104
ist dabei die Leistungsübertragung zum Ausgangsstirnrad 102 am Ausgang
8.3 gegeben.
In Analogie gelten diese Ausführungen auch für die zweite
Wendeschaltsatzstufe 55.3, wobei hier ebenfalls zwei Stirnradzüge, ein
erster Stirnradzug 98 und ein zweiter Stirnradzug 99 vorgesehen sind. Über
diese sind dabei die einzelnen Läufer 52.3 oder 53.3 wahlweise an den
Ausgang 9.3 koppelbar. Der erste Stirnradzug 98 umfaßt ein Stirnrad 107,
welches koaxial zur Sekundärradwelle 68.3 des ersten Läufers 52.3
angeordnet ist und mit dieser wahlweise drehfest koppelbar ist. Der erste
Stirnradzug 98 umfaßt ferner ein Verbindungsstirnrad 108, welches mit
einem Ausgangsstirnrad 109, das drehfest mit dem Ausgang 9 verbunden
ist, kämmt. Der zweite Stirnradzug 99 umfaßt vier Stirnräder, ein erstes 110,
das koaxial zum zweiten Läufer 53, insbesondere der Sekundärradwelle
69.3 des zweiten Läufers, angeordnet ist, und wahlweise mit der
Sekundärradwelle 69.3 drehfest verbindbar ist. Des weiteren ist ein
Zwischenrad 111 vorgesehen, welches mit dem Stirnrad 110 und dem
Verbindungsstirnrad 108 des ersten Stirnradzuges 98 kämmt. Über das
Verbindungsstirnrad 108 des ersten Stirnradzuges 98 ist die drehfeste
Kopplung mit dem Ausgang 9.3 zwischen dem Stirnrad 110 und damit dem
zweiten Läufer 53 gegeben. Auch hier ist eine Betätigungseinrichtung 91
zur wahlweisen Kopplung des ersten oder zweiten Läufers 52.3 bzw. 53.3
an die Ausgänge 8.3 und 9.3 vorgesehen. Auch hier erfolgt die wahlweise
Kopplung über Kupplungseinrichtungen zwischen der Sekundärradwelle
68.3 bzw. 69.3 und den einzelnen ersten Stirnrädern der Stirnradzüge der
einzelnen Wendeschaltsatzstufen 54.3 und 55.3. Diese sind dabei ebenfalls
in Form von sogenannten Schiebeschaltwellen ausgeführt. Auch ist hier
jedoch dem Ausgang 8.3 die erste Wendeschaltsatzstufe 54.3 und dem
zweiten Ausgang 9.3 die zweite Wendeschaltsatzstufe 55.3 zugeordnet,
wobei über die Wendeschaltsatzstufen die Drehrichtungen der Abtriebe
bzw. Ausgänge 8.3 und 9.3 bestimmt werden. Auch für diese Ausführung in
der Fig. 3b in einem, in eine horizontale Ebene geklappten Axialschnitt
und gemäß Fig. 3a in einer Ansicht von rechts sind hier in Fig. 3b die
einzelnen möglichen Funktionsstellungen der Schiebeschaltwellen, hier mit
113 und 114 bezeichnet, dargestellt. Die dargestellte Positionierung zeigt
dabei die Neutralstellung, welche auch mit 0 bezeichnet ist und in welcher
keiner der beiden Läufer 52.3 oder 53.3 mit irgendeinem der Abtriebe 8.3
oder 9.3 gekoppelt sind. In der verdeutlichten Stellung I der
Betätigungseinrichtung wird dabei die Schiebeschaltwelle 113 und der mit
dieser gekoppelte Kupplungsteil in eine Stellung verbracht, in welcher das
erste Stirnrad 100 in diesem Fall drehfest mit der Sekundärradwelle 68.3
des ersten Läufers 52.3 verbunden ist. Die Leistungsübertragung erfolgt
dabei vom ersten Läufer 52.3 - gleich ob über den Anfahrwandler 58 oder
den Marschwandler 56 - auf die Sekundärradwelle 68.3, das erste Stirnrad
100, das Verbindungsstirnrad 101 und das Ausgangsstirnrad 102 bzw. den
Ausgang 8.3. Die Drehrichtung am Ausgang 8.3 entspricht dabei der
Drehrichtung des ersten Läufers 52.3. In der Funktionsstellung I ist des
weiteren der zweite Läufer 53.3 über den zweiten Stirnradzug 99 der
zweiten Wendeschaltsatzstufe 55.3 mit dem Ausgang 9.3 verbunden.
Aufgrund der geraden Anzahl an miteinander kämmende Stirnräder des
zweiten Stirnradzuges 99, der zweiten Wendeschaltsatzstufe 55.3, weist der
Ausgang 9.3 eine entgegengesetzte Drehrichtung zum zweiten Läufer 53.3
und damit der Sekundärradwelle 69.3 des zweiten Läufers auf. Beide
Ausgänge 8.3 und 9.3 weisen damit eine unterschiedliche
Abtriebsdrehrichtung auf. Dies gilt in Analogie auch bei Umkehr der
Drehrichtungen, welche durch die Stellung der Schiebeschaltwellen 113
und 114 in der Funktionsstellung II der Betätigungseinrichtung 112
charakterisiert sind. Dabei ist die erste Schiebeschaltwelle 113 in einer
Position, in welcher der Läufer 52.3 an die zweite Wendeschaltsatzstufe
55.3, insbesondere des ersten Stirnrades 107 des ersten Stirnradzuges 98
der zweiten Wendeschaltsatzstufe 55.3, drehfest gekoppelt ist. In diesem
Fall erfolgt die Leistungsübertragung auf das mit dem Ausgang 9.3
gekoppelte Ausgangsstirnrad 109 über das Verbindungsstirnrad 108 und
damit eine ungerade Anzahl von Stirnrädern, welche eine gleiche
Drehrichtung zwischen dem ersten Läufer 52.3 und dem Ausgang 9.3
bedingen. Im Gegensatz dazu wird der zweite Läufer 53.3 an den zweiten
Stirnradzug 97 der ersten Wendeschaltsatzstufe 54.3 gekoppelt und die
Leistungsübertragung erfolgt hier über einen Stirnradzug aus vier
Stirnrädern, welche eine entgegengesetzte Drehrichtung des Ausganges
8.3 gegenüber der des Läufers 53.3, insbesondere der Sekundärradwelle
69.3, bedingt.
Auch diese Lösung weist die gleiche Vorzüge, wie für die Lösung gemäß
der Fig. 2a und 2b beschrieben, auf. Des weiteren sind mit dieser
Lösung nur geringe Kräfte an der Getriebeaufhängung zu verzeichnen, da
die Abtriebsmomente entgegengesetzt gerichtet sind und sich somit an der
Aufhängung aufheben, was insbesondere für die Auslegung und Art der
Befestigung von erheblicher Bedeutung ist. Allerdings bedeutet dies, daß
jedes Drehgestell für beide Antriebsrichtungen bei gleicher Fahrtrichtung
ausgelegt sein muß. Gemäß einer besonders vorteilhaften
Weiterentwicklung umfaßt das hydrodynamische Mehrkreislaufgetriebe 2.3
auch eine Bremseinrichtung. Diese ist gemäß der Ausführung in der Fig. 4
entsprechend der Ausführung für ein hydrodynamisches
Mehrkreislaufgetriebe 2.4 gemäß Fig. 3 mit einem Gegenlaufretarder 115
dargestellt. Der Retarder 115 ist dabei mit den Verbindungsstirnrädern 101
bzw. 108 der einzelnen Wendeschaltsatzstufen 54.3 und 55.3 zugeordnet.
Der Grundaufbau in der Fig. 4 entspricht dabei dem in der Fig. 3,
weshalb für gleiche Elemente hier die gleichen Bezugszeichen verwendet
werden.
Die Fig. 3c-1 und 3c-2 verdeutlichen in einer Ansicht von Rechts jeweils
den Aufbau der einzelnen Stirnradstufen 54.3 und 55.3, wie bereits
erläutert.
Bei dem in den Fig. 2 bis 4 beschriebenen Lösungen, insbesondere für
die Ausgestaltung der Wendeschaltung, handelt es sich um vorteilhafte
Ausführungen, wobei jedoch die erfindungsgemäße Lösung nicht auf diese
beschränkt ist. Entscheidend ist lediglich, daß die Wendeschaltung im
einzelnen derart ausgeführt ist, daß zum einen gleiche Drehrichtungen oder
aber unterschiedliche Drehrichtungen an den Ausgängen 8 und 9 erzeugt
werden können. Diesbezgülich kann die Ausführung der Stirnradzüge auch
anders erfolgen. Die in den Figuren dargestellte Lösung stellt jedoch eine
Möglichkeit dar, welche durch eine geringe Bauteilanzahl charakterisiert ist.
Dies gilt in Analogie auch für die Stelleinrichtung zur wahlweisen
Zuordnung des ersten Läufers 52 und des zweiten Läufers 53 zu den
Ausgängen 8 und 9. Auch diesbezüglich verdeutlichen die in den Fig. 2
bis 4 dargestellten Ausführungen lediglich eine besonders vorteilhafte
Ausgestaltung in Form einer Schiebeschaltwelle, wobei jedoch die
erfindungsgemäße Lösung auf diese Ausführung nicht beschränkt sein soll.
Die Fig. 6 verdeutlicht noch einmal im Detail eine besonders vorteilhafte
Ausgestaltung der Einrichtung 86 zur wahlweisen Kopplung der einzelnen
Läufer 52 und 53 über die Wendeschaltsatzstufen 54 und 55 mit den
Ausgängen 8 und 9. Diese Einrichtung 86 erfüllt dabei zwei Aufgaben, zum
einen die Kopplung jeweils einer der beiden Wendeschaltsatzstufen 54
oder 55 mit dem Läufer 52 oder 53, wobei in diesem Fall die Kopplung der
Wendeschaltsatzstufe 55 oder 54 mit dem Läufer 53 oder 52 erfolgen muß.
Das bedeutet, daß jede Wendeschaltsatzstufe 54 oder 55 nur an einem
Läufer 52 oder 53 jeweils gekoppelt werden kann. Eine gleichzeitige
Kopplung beider Wendeschaltsatzstufen 54 und 55 mit einem Läufer ist
nicht möglich. Dies wird in besonders vorteilhafter Weise über
Kupplungseinrichtung tragende Schiebeschaltwellen 89 und 90 realisiert,
denen eine gemeinsame Betätigungseinrichtung 91 zugeordnet ist, wobei
die Betätigungseinrichtung über ein Übertragungselement 92 mit den
Schiebeschaltwellen 89 und 90 gekoppelt ist. Um eine entgegengerichtete
Bewegung der Schiebeschaltwellen 89 und 90 zu ermöglichen, welche
vorzugsweise auch hinsichtlich der Größe identisch sein soll, sind beide
Schiebeschaltwellen über das Übertragungselement 20 gekoppelt. Dies
bedeutet, daß eine Bewegung einer Schiebeschaltwelle 89 oder 90
zwangsweise eine entsprechend entgegengerichtete Bewegung der
anderen Schiebeschaltwelle 90 oder 89 bewirkt. Das Übertragungselement
ist dabei im dargestellten Fall als Stangen- oder in einem anderen Profil
ausgebildetes Verbindungselement ausgeführt, welches in der
Neutralstellung beider Schiebeschaltwellen 89 und 90 miteinander
verbindet. In der Neutralstellung ist dabei das Übertragungselement
senkrecht zur theoretischen Verschiebungsachse der Schiebeschaltwellen
89 und 90 ausgerichtet. Das Übertragungselement 20 ist an eine
Stelleinrichtung 118 in Form einer Zylinder-Kolbeneinheit 117 angelenkt.
Die theoretische Verschiebachse des Kolbens der Zylinder-Kolbeneinheit
117 ist dabei parallel zu der durch das Übertragungselement 20
beschriebenen Verbindungsachse zwischen beiden Schiebeschaltwellen 89
und 90 ausgerichtet. Die Anlenkung des Übertragungselementes 20 erfolgt
über ein senkrecht zu diesem und mittig angeordnetes gestellfestes
Element 119. Eine Verschiebung des Kolbens an der Zylinder-Kolbeneinheit
117 bewirkt dabei eine Drehung des Übertragungselementes um einen
imaginären Drehpunkt 116. Vorzugsweise ist für größere Auslenkwinkel das
Übertragungselement nicht fest an den beiden Schiebeschaltwellen
angelenkt sondern lediglich bei großem Abstand zwischen den einzelnen
Schiebeschaltwellen in horizontaler Richtung und des weiteren geringem
Auslenkwinkel zur Erzielung der einzelnen Funktionsstellungen der
Schiebeschaltwellen ist eine feste Anlenkung des Übertragungselementes
denkbar, da die Führungskurve in sehr großem Radius beschreibbar ist.
Die Möglichkeit der Zwangskopplung kann auf unterschiedliche Art und
Weise realisiert werden. Die konkrete Auswahl für den Einsatz in
Fahrzeugen liegt dabei im Ermessen des zuständigen Fachmannes. Dazu
werden jedoch vorzugsweise immer symmetrisch aufgebaute
Koppelstrukturen genutzt, die auch eine entsprechend symmetrische
Bewegung ermöglichen.
1
Antriebssystem
2
,
2.3
,
2.4
hydrodynamisches Mehrkreislaufgetriebe
3
Drehgestell
4
Drehgestell
5
a,
5
b,
5
c Achse
6
a,
6
b,
6
c Achse
7
Eingang
8
Ausgang
9
Ausgang
10
Wellenstrang
11
Wellenstrang
12
erster Leistungszweig
13
zweiter Leistungszweig
15
a Verteilergetriebeeinheit
15
b Verteilergetriebeeinheit
16
a Verteilergetriebeeinheit
16
b Verteilergetriebeeinheit
17
a Eingang
17
b Eingang
18
a Eingang
18
b Eingang
19
a Ausgang
19
b Ausgang
20
a Ausgang
20
b Ausgang
21
a Ausgang
21
b Ausgang
22
a Ausgang
22
b Ausgang
23
a Winkeltrieb
24
a Winkeltrieb
25
a Winkeltrieb
26
a Winkeltrieb
27
a zweites Stirnrad
28
a zweites Stirnrad
29
a zweites Stirnrad
30
a zweites Stirnrad
31
a Stirnradsatz
32
a Stirnradsatz
33
a Stirnradsatz
34
a Stirnradsatz
35
Wellenstrang
36
Wellenstrang
37
Einrichtung zur Änderung der
Momenteneinleitungsrichtung
38
Winkeltrieb
39
Stirnradsatz
40
zweites Stirnrad
41
Wellenstrang
42
Wellenstrang
43
Winkeltrieb
44
Stirnradsatz
45
zweiter Ausgang
46
Radsatzgetriebe
47
Radsatzgetriebe
48
Radsatzgetriebe
49
Radsatzgetriebe
50
Radsatzgetriebe
51
Radsatzgetriebe
52
,
52.3
erster Läufer
53
,
53.3
zweiter Läufer
54
,
54.3
erste Wendeschaltsatzstufe
55
,
55.3
zweite Wendeschaltsatzstufe
56
,
56.3
Marschwandler des ersten Läufers
57
,
57.3
Marschwandler des zweiten Läufers
58
,
58.3
Anfahrwandler des ersten Läufers
59
,
59.3
Anfahrwandler des zweiten Läufers
60
Verteiler
61
Stirnradtrio
62
erstes Stirnrad
63
Stirnrad
64
Stirnrad
65
Primärradwelle
66
Primärradwelle
67
,
67.3
Wendeschaltung
68
,
68.3
Sekundärradwelle des ersten Läufers
69
,
69.3
Sekundärradwelle des zweiten Läufers
70
erster Eingang der Wendeschaltung
71
zweiter Eingang der Wendeschaltung
72
erstes Stirnrad der ersten Wendeschaltsatzstufe
73
zweites Stirnrad der ersten Wendeschaltsatzstufe
74
Ausgangsstirnrad
75
Verbindungsstirnrad
76
Zwischenstirnrad
77
erster Stirnradzug
78
zweiter Stirnradzug
79
erster Stirnradzug
80
zweiter Stirnradzug
81
Stirnrad
82
Ausgangsstirnrad
83
Verbindungsstirnrad
84
Stirnrad
85
Zwischenrad
86
Einrichtung zur wahlweisen Anbindung des ersten oder
zweiten Läufers an den ersten Ausgang
8
oder zweiten
Ausgang
9
87
Kupplungseinrichtung
88
Kupplungseinrichtung
89
Schiebeschaltwelle
90
Schiebeschaltwelle
91
Betätigungseinrichtung
92
Übertragungseinrichtung
93
Schienenfahrzeug
94
Bremseinrichtung
95
Bremseinrichtung
96
erster Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe
97
zweiter Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe
98
erster Stirnradzug der zweiten Wendeschaltsatzstufe
99
zweiter Stirnradzug der zweiten Wendeschaltsatzstufe
100
erstes Stirnrad
101
Verbindungsstirnrad
102
Ausgangsstirnrad
103
erstes Stirnrad
104
Zwischenrad
107
Stirnrad
108
Verbindungsstirnrad
109
Ausgangsstirnrad
110
Stirnrad
111
Zwischenrad
112
Betätigungseinrichtung
113
Schiebeschaltwelle
114
Schiebeschaltwelle
115
Gegenlaufretarder
116
Drehgelenk
117
Zylinder-Kolbeneinheit
118
Stelleinrichtung
119
gestellfestes Element
Claims (22)
1. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4),
- 1. 1.1 mit einem Eingang (7);
- 2. 1.2 mit zwei mit dem Eingang (7) gekoppelten Läufern (52; 53; 52.3; 53.3) - einem ersten Läufer und einem zweiten Läufer -, umfassend wenigstens jeweils einen hydrodynamischen Drehzahl- /Drehmomentwandler (56, 57, 58, 59; 56.3, 57.3, 58.3, 59.3);
- 1. 1.3 mit zwei zueinander entgegengesetzt gerichteten Ausgängen (8, 9); einem ersten Ausgang (8) und einem zweiten Ausgang (9);
- 2. 1.4 mit einer Einrichtung zur wahlweisen Koppelung des ersten Läufers (52; 52.3) mit dem ersten (8; 8.3) oder zweiten Ausgang (9; 9.3) und des zweiten Läufers (53; 53.3) mit dem zweiten (9; 9.3) oder ersten Ausgang (8; 8.3);
- 3. 1.5 Die Einrichtung umfaßt eine Wendeschaltung (67; 67.3) mit zwei Wendeschaltsatzstufen - einer ersten Wendeschaltsatzstufe (54; 54.3) und einer zweiten Wendeschaltsatzstufe (55; 55.3), wobei jede Wendeschaltsatzstufe mit einem Ausgang (8, 9) verbunden ist.
2. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Ausgänge (8, 9; 8.3, 9.3) koaxial
zueinander angeordnet sind.
3. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Ausgänge (8, 9; 8.3, 9.3) in
horizontaler und/oder vertikaler Richtung zueinander versetzt
angeordnet sind.
4. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Wendeschaltsatzstufen (54, 55; 54.3, 55.3) jeweils wahlweise mit
dem ersten oder zweiten Läufer (52, 53; 52.3, 53.3) verbunden
werden.
5. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche
1 bis 4, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 5.1 jeder Läufer (52; 53; 52.3, 53.3) umfaßt ein weiteres hydrodynamisches Bauelement (58; 58.3; 59; 59.3) zur Leistungsübertragung, wobei die Turbinenräder (T56, T58, T57, T59) des Drehzahl-/Drehmomentwandlers (56, 56.3; 57, 57.3) und des weiteren hydrodynamischen Bauelementes (58, 59; 58.3; 59.3) jedes Läufers (52; 53; 52.3, 53.3) jeweils miteinander drehfest gekoppelt sind und eine Sekundärradwelle (68, 69) bilden;
- 2. 5.2 die Sekundärwellen (68, 69) sind jeweils mit einer der Wendeschaltsatzstufen (54, 54.3; 55; 55.3) koppelbar;
- 3. 5.3 die Koppelung erfolgt über mindestens eine schaltbare Kupplungseinrichtung.
6. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Wendeschaltsatzstufe (54; 54.3; 55; 55.3)
eine eigene schaltbare Kupplungseinrichtung zugeordnet ist, die
getrennt ansteuerbar sind.
7. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Wendeschaltsatzstufe (54; 54.3; 55; 55.3)
eine eigene schaltbare Kupplungseinrichtung zugeordnet ist, deren
Betätigung miteinander gekoppelt ist.
8. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche
6 oder 7, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 8.1 jedem Läufer (52; 52.3; 53, 53.3) ist eine Kupplungseinrichtung in Form einer Schiebeschaltwelle (89, 90, 113, 114) zugeordnet;
- 2. 8.2 den Schiebeschaltwellen (89, 90, 11, 114) ist eine Betätigungseinrichtung (91) und ein Übertragungselement (92) zugeordnet.
9. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche
7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schiebeschaltwellen
(89, 90) über ein gemeinsames Übertragungselement (92) mit der
Betätigungseinrichtung (91) indirekt oder direkt gekoppelt sind.
10. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche
8 oder 9, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 10.1 die Schiebeschaltwelle (89, 90, 113, 114) eines jeden Läufers (52; 52.3; 53; 53.3) weist wenigstens drei Funktionsstellungen auf, eine erste Funktionsstellung, eine zweite Funktionsstellung und eine Nullstellung, wobei in der Nullstellung keiner der Läufer (52; 52.3; 53; 53.3) mit einer der Wendeschaltsatzstufen (54, 54.3; 55, 55.3) gekoppelt ist;
- 2. 10.2 in der ersten Funktionsstellung der ersten Schiebeschaltwelle (89, 113) ist der erste Läufer (52, 52.3) mit der ersten Wendeschaltsatzstufe (54, 54.3) gekoppelt;
- 3. 10.3 in der ersten Funktionsstellung der zweiten Schiebeschaltwelle (90, 114) ist der zweite Läufer (53, 53.3) mit der zweiten Wendeschaltsatzstufe (55, 55.3) gekoppelt;
- 4. 10.4 in der zweiten Funktionsstellung der ersten Schiebeschaltwelle (89, 113) ist der erste Läufer (52, 52.3) mit der zweiten Wendeschaltsatzstufe (55, 55.3) verbunden;
- 5. 10.5 in der zweiten Funktionsstellung der zweiten Schiebeschaltwelle (90, 114) ist der zweite Läufer (53, 53.3) mit der ersten Wendeschaltsatzstufe (54, 54.3) verbunden.
11. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche
1 bis 10, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 11.1 jede Wendeschaltsatzstufe (54, 54.3; 55, 55.3) umfaßt zwei Stirnradzüge (77, 78, 79, 80, 96, 97, 98, 99);
- 2. 11.2 ein erstes Stirnrad (72, 100) des ersten Stirnradzuges (77, 96) der ersten Wendeschaltsatzstufe (54, 54.3) und ein erstes Stirnrad (81, 107) des ersten Stirnradzuges (79, 98) der zweiten Wendeschaltsatzstufe (55, 55.3) sind koaxial zum ersten Läufer (52, 52.3) angeordnet;
- 3. 11.3 ein erstes Stirnrad (73) des zweiten Stirnradzuges (78, 97) der ersten Wendeschaltsatzstufe (54; 54.3) und ein erstes Stirnrad des zweiten Stirnradzuges (80, 99) der zweiten Wendeschaltsatzstufe (55; 55.3) sind koaxial zueinander angeordnet.
12. Hydrodynamisches Getriebe (2) nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Wendeschaltsatzstufen derart
ausgelegt sind, daß die Ausgänge (8, 9) gleiche Drehrichtungen
aufweisen.
13. Hydrodynamisches Getriebe (2) nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils der erste Stirnradzug (77) der ersten
Wendeschaltsatzstufe (54) die gleiche oder eine um eine gerade
Zahl abweichende Anzahl der Stirnräder und die gleiche
Gesamtübersetzung der Stirnräder wie der zweite Stirnradzug (80)
der zweiten Wendeschaltsatzstufe (55) aufweist und der zweite
Stirnradzug (78) der ersten Wendeschaltsatzstufe (54) und der erste
Stirnradzug (79) der zweiten Wendeschaltsatzstufe (55) die gleiche
oder eine um eine gerade Zahl abweichende Anzahl der Stirnräder
und die gleiche Gesamtübersetzung der Stirnräder aufweisen.
14. Hydrodynamisches Getriebe (2) nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die hinsichtlich Anzahl und Gesamtübersetzung
gleich ausgelegten Stirnradzüge einen hinsichtlich der Stirnräder
identischen Aufbau aufweisen.
15. Hydrodynamisches Getriebe nach Anspruch 13 oder 14, daß jeweils
der erste Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe und der
zweite Stirnradzug der zweiten Wendeschaltsatzstufe eine um eine
ungerade Zahl verschiedene Anzahl an Stirnrädern gegenüber dem
jeweils zweiten Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe und
dem ersten Stirnrad der zweiten Wendeschaltsatzstufe aufweisen.
16. Hydrodynamisches Getriebe (2.3) nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Wendeschaltsatzstufen (54.3,
55.3) derart ausgelegt sind, daß die Ausgänge (9.3, 8.3)
entgegengerichtete Drehrichtungen aufweisen.
17. Hydrodynamisches Getriebe (2.3, 2.4) nach Anspruch 16,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 17.1 der erste Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe weist die gleiche Auslegung und Gesamtübersetzung wie der erste Stirnradzug der zweiten Wendeschaltsatzstufe auf;
- 2. 17.2 der zweite Stirnradzug der ersten Wendeschaltsatzstufe weist die gleiche Anzahl an Stirnrädern und Gesamtübersetzung wie der zweite Stirnradzug der zweiten Wendeschaltsatzstufe auf.
18. Hydrodynamisches Getriebe (2) nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die hinsichtlich Anzahl und Gesamtübersetzung
gleich angelegten Stirnradzüge einen hinsichtlich der Stirnräder
identischen Aufbau aufweisen.
19. Hydrodynamisches Getriebe (2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche 17
oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Stirnradzug der
ersten Wendeschaltsatzstufe und der erste Stirnradzug der zweiten
Wendeschaltsatzstufe eine um eine ungerade Zahl verschiedene
Anzahl an Stirnrädern gegenüber den zweiten Stirnradzügen der
ersten und zweiten Wendeschaltsatzstufe aufweisen.
20. Hydrodynamisches Getriebe (2; 2.3; 2.4) nach einem der Ansprüche
1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang (7) über ein
Hochgangstrio (61) mit den beiden Läufern (52; 52.3; 53; 53.3)
gekoppelt ist.
21. Antriebssystem, insbesondere Schienenfahrzeugantriebssystem zum
Antrieb der in den Achsen (5a, 5b, 5c, 61, 6b, 6c) gelagerten Rädern
zweier Drehgestelle
- 1. 21.1 mit einer Antriebsmaschine;
- 2. 21.2 mit einem mit der Antriebsmaschine gekoppelten hydrodynamischen Getriebe (2; 2.3; 2.4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20.
22. Verwendung eines Antriebssystems gemäß Anspruch 21 zum Antrieb
einer 6-achsigen Lokomotive.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001146082 DE10146082C1 (de) | 2001-09-19 | 2001-09-19 | Hydrodynamische Getriebebaueinheit, inbesondere Mehrkreislaufgetriebebaueinheit und Schienenfahrzeugantriebssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001146082 DE10146082C1 (de) | 2001-09-19 | 2001-09-19 | Hydrodynamische Getriebebaueinheit, inbesondere Mehrkreislaufgetriebebaueinheit und Schienenfahrzeugantriebssystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10146082C1 true DE10146082C1 (de) | 2003-08-07 |
Family
ID=7699491
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001146082 Expired - Fee Related DE10146082C1 (de) | 2001-09-19 | 2001-09-19 | Hydrodynamische Getriebebaueinheit, inbesondere Mehrkreislaufgetriebebaueinheit und Schienenfahrzeugantriebssystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10146082C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10339299A1 (de) * | 2003-08-27 | 2005-04-07 | Keller, Rolf, Dipl.-Ing. | Hydrodynamisches Doppelgetriebe mit erweitertem Betriebsbereich für Diesellokomotiven |
| EP1520762A3 (de) * | 2003-10-02 | 2005-07-06 | Spicer Off-Highway Belgium N.V. | Verlustleistungsmanagementsystem |
| DE102011109118A1 (de) | 2011-08-02 | 2013-02-07 | Voith Patent Gmbh | Antriebsstrang eines Schienenfahrzeugs |
Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1898249U (de) * | 1962-08-23 | 1964-08-06 | Maybach Motorenbau Gmbh | Hydromechanisches wechsel- und wende-getriebe, besonders in schienentriebfahrzeugen, z. b. in mehrzweck-diesellokomotiven. |
| DE1812606A1 (de) * | 1968-12-04 | 1970-06-18 | Motoren Turbinen Union | Hydrokonetisches Getriebe fuer zwei Antriebsmaschinen |
| DE1650888A1 (de) * | 1967-10-18 | 1970-12-03 | Voith Getriebe Kg | Hydrodynamisches Getriebe |
| DE2049375A1 (de) * | 1970-10-08 | 1972-04-13 | Voith Getriebe Kg, 7920 Heidenheim | Hydrodynamisches Drei Kreislauf Ge triebe mit Stromungsbremse |
| DE3000968C2 (de) * | 1980-01-12 | 1987-06-25 | J.M. Voith Gmbh, 7920 Heidenheim, De | |
| DE3730340C2 (de) * | 1987-09-10 | 1989-12-28 | J.M. Voith Gmbh, 7920 Heidenheim, De | |
| DE4307222A1 (de) * | 1993-03-09 | 1994-09-15 | Voith Gmbh J M | Hydrodynamisches Fahrzeuggetriebe |
| DE19855147A1 (de) * | 1998-09-11 | 2000-04-06 | Rolf Keller | Hydrodynamisches Getriebe |
-
2001
- 2001-09-19 DE DE2001146082 patent/DE10146082C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1898249U (de) * | 1962-08-23 | 1964-08-06 | Maybach Motorenbau Gmbh | Hydromechanisches wechsel- und wende-getriebe, besonders in schienentriebfahrzeugen, z. b. in mehrzweck-diesellokomotiven. |
| DE1650888A1 (de) * | 1967-10-18 | 1970-12-03 | Voith Getriebe Kg | Hydrodynamisches Getriebe |
| DE1812606A1 (de) * | 1968-12-04 | 1970-06-18 | Motoren Turbinen Union | Hydrokonetisches Getriebe fuer zwei Antriebsmaschinen |
| DE2049375A1 (de) * | 1970-10-08 | 1972-04-13 | Voith Getriebe Kg, 7920 Heidenheim | Hydrodynamisches Drei Kreislauf Ge triebe mit Stromungsbremse |
| DE3000968C2 (de) * | 1980-01-12 | 1987-06-25 | J.M. Voith Gmbh, 7920 Heidenheim, De | |
| DE3730340C2 (de) * | 1987-09-10 | 1989-12-28 | J.M. Voith Gmbh, 7920 Heidenheim, De | |
| DE4307222A1 (de) * | 1993-03-09 | 1994-09-15 | Voith Gmbh J M | Hydrodynamisches Fahrzeuggetriebe |
| DE19855147A1 (de) * | 1998-09-11 | 2000-04-06 | Rolf Keller | Hydrodynamisches Getriebe |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10339299A1 (de) * | 2003-08-27 | 2005-04-07 | Keller, Rolf, Dipl.-Ing. | Hydrodynamisches Doppelgetriebe mit erweitertem Betriebsbereich für Diesellokomotiven |
| EP1520762A3 (de) * | 2003-10-02 | 2005-07-06 | Spicer Off-Highway Belgium N.V. | Verlustleistungsmanagementsystem |
| DE102011109118A1 (de) | 2011-08-02 | 2013-02-07 | Voith Patent Gmbh | Antriebsstrang eines Schienenfahrzeugs |
| WO2013017275A1 (de) | 2011-08-02 | 2013-02-07 | Voith Patent Gmbh | Antriebsstrang eines schienenfahrzeugs |
| DE102011109118B4 (de) | 2011-08-02 | 2018-11-22 | Voith Patent Gmbh | Antriebsstrang eines Schienenfahrzeugs |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP3109509B1 (de) | Getriebeanordnung | |
| EP2979004A1 (de) | Getriebe für ein kraftfahrzeug | |
| DE102007023462A1 (de) | Überlagerungsgetriebe zum Verteilen eines Antriebsmomentes auf wenigstens zwei Abtriebswellen | |
| DE3137805A1 (de) | Getriebe zum querstehenden einbau und motorfahrzeug mit eingebautem getriebe | |
| WO2012025286A1 (de) | Antriebseinrichtung für einen triebwagen und wendegetriebe | |
| EP4155578B1 (de) | Antriebseinrichtung für einen kraftfahrzeugantriebsstrang eines elektrofahrzeugs | |
| EP2978999A1 (de) | Getriebe für ein kraftfahrzeug | |
| DE102013222086A1 (de) | Antriebsstrang für ein Schienenfahrzeug | |
| DE10146082C1 (de) | Hydrodynamische Getriebebaueinheit, inbesondere Mehrkreislaufgetriebebaueinheit und Schienenfahrzeugantriebssystem | |
| DE102021111060A1 (de) | Anordnung | |
| DE2521831A1 (de) | Gangwechselgetriebe fuer fahrzeuge mit mindestens einem planetenraeder- getriebe | |
| DE3912369C2 (de) | Stufenloses hydrostatisch-mechanisches Leistungsverzweigungsgetriebe | |
| WO2025098744A1 (de) | Elektrisches antriebssystem | |
| EP1297271B1 (de) | Hydrodynamisches 2-gang-turbogetriebe | |
| WO2020244703A1 (de) | Elektrische achsantriebseinheit mit einer zweigängigen getriebeeinrichtung; sowie kraftfahrzeug | |
| EP1199237B1 (de) | Getriebe für Schienenfahrzeuge | |
| DE3536335A1 (de) | Stufenloses hydromechanisches verzweigungsgetriebe fuer kraftfahrzeuge | |
| DE2025555B2 (de) | Antriebsanordnung für ein elektrisches Triebfahrzeug | |
| EP3961064A1 (de) | Getriebeeinheit, getriebeanordnung und landwirtschaftliches zugfahrzeug | |
| DE19855147A1 (de) | Hydrodynamisches Getriebe | |
| DE102020122827A1 (de) | Getriebeeinheit, Getriebeanordnung und landwirtschaftliches Zugfahrzeug | |
| WO2006079418A1 (de) | Differentialeinheit, insbesondere sperrdifferential, und antriebssystem für schienenfahrzeuge | |
| DE19621380A1 (de) | Wandlergetriebe, insbesondere Differentialwandlergetriebe | |
| EP1264124B1 (de) | Getriebeeinheit | |
| DE102004026333A1 (de) | Getriebe, insbesondere hydrodynamisches Mehrkreislaufgetriebe |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |