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DE10144498C2 - Verfahren zur induktiven Oberflächenhärtung von Schienen und kompakter Abschnitte innerhalb von Schienenwegen oder anderer Profile - Google Patents

Verfahren zur induktiven Oberflächenhärtung von Schienen und kompakter Abschnitte innerhalb von Schienenwegen oder anderer Profile

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DE10144498C2
DE10144498C2 DE10144498A DE10144498A DE10144498C2 DE 10144498 C2 DE10144498 C2 DE 10144498C2 DE 10144498 A DE10144498 A DE 10144498A DE 10144498 A DE10144498 A DE 10144498A DE 10144498 C2 DE10144498 C2 DE 10144498C2
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DE
Germany
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inductor
surface hardening
rail
profiles
shaped inductor
Prior art date
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DE10144498A
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DE10144498A1 (de
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Martin Stroefer
Joerg Herrmann
Gerhard Rech
Torsten Flug
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SCHWEISTECHNISCHE LEHR und VER
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SCHWEISTECHNISCHE LEHR und VER
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Publication date
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren mit dem Festigkeit und Verschleißwiderstand stark beanspruchter Oberflächenareale beispielsweise an Vignolschienen, Rillenschienen, Kran­ schienen, Weichenzungen und -herzstücken sowie anderer Konstruktionsprofile deutlich erhöht werden, wobei der sich gegebenenfalls ändernde Querschnitt der Profile in gleichmäßiger Tiefe behandelbar ist ohne, daß das Induktionswerkzeug in Abständen gewechselt werden muß.
Es ist bekannt, daß die genannten Schienenprofile in Regelgüten und hochverschleißfesten Sondergüten geliefert werden, wobei ausschließlich Strangguß-Vormaterial eingesetzt wird.
Deren Festigkeit und Verschleißwiderstand reicht bei fertig bearbeiteten Profilen für Schienenwege auf Dauer nicht aus, sodaß entweder der Grundwerkstoff aufwendig legiert oder einer teuren Wärmebehandlung mit hohem Energieaufwand unterworfen werden muß. Bei letzterem wird gemäß Stand der Technik das Vergüten von z. B. Weichenteilen, Kreuzungen und Schienenenden bevorzugt. Die dabei durchgeführte Kombination aus Härten und Anlassen wird meist in Induktionsöfen oder mittels Vorwärmbrenner durchgeführt, wobei eine Schiene auf Temperaturen oberhalb der Austenitisierungstemperatur erwärmt wird, sodaß das Gefüge vollständig in Austenit umgewandelt wird. Durch das anschließende schnelle Abkühlen mit einem geeigneten Medium erfolgt eine Martensitbildung, die durch die Abschreckgeschwindigkeit definiert ist. In der 2. Stufe der Wärmebehandlung - das Anlassen - erfolgt dann ein teilweises Herausdiffundieren des zwangsgelösten Kohlenstoffs aus dem Martensit mit der Folge, daß der Werkstoff bei weitgehender Beibehaltung der Härte an Zähigkeit gewinnt.
Demgegenüber steht das Feinperlitisieren wie es laut H. de Boer "Verbesserung des Be­ triebsverhaltens von Eisenbahnschienen durch Feinperlitisieren des Schienenkopfes; Stahl und Eisen 112 (1992) Nr. 10 beschrieben wird. Hier wird das nach dem Walzvorgang vorliegende groblamellare perlitische Gefüge durch eine gezielte Wärmebehandlung in eine feinlamellare Struktur umgewandelt. Da die Struktur des Perlits seine mechanischen Eigenschaften bestimmt, wird zu seiner Kennzeichnung häufig der Abstand der Zementitlamellen verwendet. So sind Streckgrenze, Zugfestigkeit und Bruchdehnung vom Lamellenabstand abhängig. Streckgrenze und Zugfestigkeit steigen mit abnehmendem Lamellenabstand stark an, während die Bruchdehnung des Perlits, die einen Hinweis auf seine Zähigkeit gibt, nur geringfügig vermindert wird.
Der Unterschied des Feinperlitisierens und Vergütens wird z. B. an einem Schienenstahl der Güte 900 nach UIC 860 V deutlich, wobei dessen Ausgangswerte eine minimale Zugfestigkeit von 880 N/mm2 und eine Bruchdehnung von ≧ 10% aufweist.
Nach einem Feinperlitisieren ändern sich die mechanischen Eigenschaften in der Weise, daß die Zugfestigkeit auf ca. 1100-1300 N/mm2 erhöht wird und die Bruchdehnung mit ≧ 8% nur unwesentlich zurückgeht.
Beim Vergüten erhöht sich die Zugfestigkeit auf über 1300 N/mm2, während die Bruch­ dehnung wesentlich zurückgeht (Gefahr des Sprödbruchs).
Es ist bereits bekannt, daß eine Festigkeitssteigerung über 1300 N/mm2 das Verschleiß­ verhalten der Paarung Rad/Schiene nicht weiter positiv verbessert, sodaß das Feinperlitisieren bei einer Bearbeitungstemperatur von ca. 900°C als optimale Verfahrensvariante angesehen wird. Dies betrifft sowohl die Wärmebehandlung von unbearbeiteten als auch die gezielte Induktionserwärmung an mechanisch bearbeiteten Schienenköpfen.
Induktionserwärmungsanlagen haben in den letzten Jahren durch die Entwicklung der Lei­ stungstransistortechnik einen Stand erreicht der es gestattete, mobile Frequenzumrichter mit geringem Bauvolumen zu fertigen. Sie besitzen einen höheren Wirkungsgrad und die Möglichkeit der Ankopplung sowohl der Mittelfrequenz-(MF) als auch der Hochfrequenz- (HF) Energie über Kabel an Koaxialtransformatoren, die in Abhängigkeit von der Leistung auch als Handtransformatoren zum Einsatz kommen können.
So gestaltete Induktionsanlagen sind vielfach im Einsatz und bieten den Vorteil, daß das Werkzeug (Induktor) zum Werkstück bewegt werden kann, wie z. B. in H.-J. Peter "Einige Besonderheiten bei der Anwendung des Induktionslötens", DVS-Bericht (1995), Band 166 beschrieben.
Durch die mobile Anlagentechnik, verbunden mit den geringen Abmessungen der HF- oder MF-Generatoren, wird die Integration in übergeordnete Fertigungseinrichtungen mit Realisierung kinematischer Abläufe möglich. Durch die Entwicklung der Leistungs­ elektronik wurde auch diese Technik weiterentwickelt, sodaß gegenwärtig Induktions­ erwärmungsanlagen mit den Abmessungen von Schweißstromquellen kommerziell verfügbar sind.
Neben dem bekannten Einsatz von Induktionserwärmungsanlagen gibt es auch Anwendungen zum Schweißen und für Wärmebehandlungen, wie in (anonym), "Zusammenstellung von Induktionssystemen zum Stumpfschweißen und -löten von Rohren, Automaticeskaja svarka, Kiev 42 (1990) 5 genannt. So sind Anwendungen von Induktionserwärmungsanlagen zum Längsnahtschweißen oder Schweißnahtglühen von Rohren bekannt.
Neben solchen Ausführungen der Außenfelderwärmung sind auch Beispiele zum Induktionsschweißen mit Innenfelderwärmung üblich. Die Mittelfrequenz- Induktionserwärmung liegt bei etwa 0,5-10 KHz, während sich die Hochfrequenz- Induktionserwärmung im Frequenzbereich zwischen 0,1 MHz und 5 MHz bewegt.
Aus der Patentliteratur wird gemäß DD 235 275 A1 vorgeschlagen, einen breitflächigen Induktor, der abstandsgerecht nachführbar ist, zu verwenden. Nachteilig ist, daß keine wechselnde Profilgeometrie gleichmäßig erreicht werden kann und als zusätzlicher Verfahrensschritt abgeschreckt werden muß. Es kann nicht für kontinuierliche Gefügeübergänge garantiert werden.
In der Hilfsgebrauchsmusteranmeldung DE 17 44 853 U wird auf die Anwendung einer Steuereinrichtung zur Leistungsanpassung von Mittelfrequenz- oder Hochfrequenzgeneratoren hingewiesen, wobei die genannten Generatoren die Energie für induktive Glüh-, Härte- und Lötprozesse liefern.
Die Strahlungsintensität des erwärmten Werkstückes wird dabei außermittig gemessen. Hinweise zu einer verfahrensgerechten Umsetzung lassen sich hieraus nicht ableiten, zumal zur Ausbildung des Induktors nichts gesagt ist.
Um den Erfordernissen kompliziert gestalteter Profilquerschnitte in der Induktionswärmebehandlung besser gerecht zu werden, sind gemäß Eckstein, Hans- Joachim "Technologie der Wärmebehandlung von Stahl" von 1987, S. 561 bis 568 die unterschiedlichsten Formen von Induktorwerkzeugen vorgeschlagen worden. Eine solche spezielle Anpassung ist mit dem erfindungsgemäß durchgeführten Verfahren nicht notwendig.
Gemäß dem vorbeschriebenen Stand der Technik ist es lediglich üblich und möglich, Werkstücke im wesentlichen in vollem Querschnitt oder mit flächigem Induktor, bei Schienenprofilen (nach DD 235 275 A1), mit der Wärmebehandlung zu erfassen (Vergüten, Feinperlitisieren) mit entsprechenden Induktionsöfen beim Brennhärten oder in Verbindung mit Fügeprozessen des Stumpf-Längsnahtschweißens von Rohren mit speziellen Einrichtungen im Außen- oder Innenbereich Induktionserwärmungen zu koppeln. Letztere beschränken sich auf den unmittelbaren Nahtbereich.
Eine Ausnahme bildet da das Brennhärten, welches mit großem technischen Aufwand des Vorwärmens, Härtens mittels Härtebrenner, Abschreckens und Abkühlens, auch für Weichenherzstücke zum Einsatz kommt. Die Einstellung der Parameter für wechselnde Profile bzgl. des Querschnitts ist dabei äußerst kompliziert, wobei die Einstellung der Brenner über Supporte erfolgt.
Für eine oberflächennahe Wärmebehandlung zähharter Grundwerkstoffe im Sinne des Einsatzhärtens sind dagegen keine Induktions-Lösungen bekannt, die in einem Zuge und in ständiger Rückkopplung mit einem z. B. MF-Generator die erforderliche Arbeitstemperatur bei der Wärmebehandlung zur Verfügung stellen wenn es darum geht, variable veränderbare Profilquerschnitte gewalzter Schienenprofile oder anderer Profile für Tragwerke zu behandeln.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Lösung vorzuschlagen, mit der kostengünstig Verschleißflächen kompliziert verlaufender Profilquerschnitte durchgängig, unter der Anwendung von in Grenzen festgelegter Arbeitsparameter, reproduzierbar wärmebehandelt werden können, wobei die Ausbildung des auch in mehrfacher Weise einsetzbaren - die Induktionswärme aussendenden Werkzeuges - von untergeordneter Bedeutung ist und gegebenenfalls zur Erwärmung sehr kompakter Profilquerschnitte eine zusätzliche Energiequelle vorgesehen wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe wie folgt gelöst, wobei hinsichtlich der grundlegenden erfinderischen Gedanken auf den Patentanspruch 1 verwiesen wird. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus den Patentansprüchen 2 und 3.
Folgende ergänzende Hinweise zur erfindungsgemäßen Lehre sind erforderlich. Verfahrensgemäß werden entsprechend von Rost, Verzunderungen u. ä. Verunreinigungen befreite Schienen, Schienenherzstücke, Weichenzungen o. a. Profile parallel zur Hauptachse des verwendeten Schweißtisches darauf abgelegt bzw. ausgerichtet, wobei der in 3 Translationsachsen (x, y, z) bewegbare Induktor in seine Ausgangsstellung gebracht wird. Nach Erreichen der für die Induktionswärmebehandlung erforderlichen Temperatur in den Grenzen von 850 bis 950°C beginnt die temperaturgesteuerte, elektromotorisch durchgeführte Verfahrung des Induktors entlang der profilierten Oberfläche einer Schiene oder eines anderen Profils, wobei die Areale der bekannten Verschleißflächen erfaßt werden. Die Translation des Induktors erfolgt während der kontinuierlichen Behandlung in der x-Achse, wobei Nachstellungen des optimalen Abstandes vom Werkstück entweder von Hand oder mittels Stellmotore (Sterlingmotore) vorgenommen werden. Die mittels eines verwendeten Mittelfrequenzgenerators erzeugte Arbeitstemperatur, die an dem mit einem Koaxialtransformator gekoppelten Induktor anliegt, wird durch ein geeignetes Meßmittel, welches mit dem Induktor funktionell in Wirkverbindung steht, ständig dahingehend kontrolliert, daß die Verfahrgeschwindigkeit eine vorgesehene Eindringtiefe zur Oberflächenhärtung ergibt. Der Meßpunkt für die Abnahme, der Arbeitstemperatur sollte im Zentrum des Induktors liegen, wobei deren Auswertung in der mit dem MF- Generator in Verbindung stehender Temperatur-Meß- und Regeleinheit vorgenommen wird.
Der als einfach gewendelter, in etwa haarnadelförmig ausgebildet, vorliegende Induktor erreicht, in gleichmäßigem Abstand zur Werkstückoberfläche gehalten, reproduzierbare Eindringtiefen zur. Feinperlitisierung, sodaß keine abrupten Übergänge zwischen gehärtetem Gefüge und Grundwerkstoff zugelassen werden sowie gleichzeitig der Querschnitt eines abzufahrenden Profils veränderbar sein kann. Als Beispiel seien dafür Weichenzungen angeführt. Die Besonderheit des Verfahrens liegt hauptsächlich darin, daß keine Materialverwerfungen, die ein Nachrichten erfordern würden, auftreten, keine Verzunderungen beseitigt werden müssen und die Abkühlung an ruhender Luft erfolgt, sodaß infolge des sonst üblichen Abschreckens mit nachfolgendem Anlassen auf die Beseitigung von Martensit nicht zu orientiert werden braucht.
Es ist denkbar, daß bei entsprechend in kompakter Form (breite Schienenköpfe) vorliegenden Profilen, die Oberflächenbehandlung - falls erforderlich - in Tandemführung des Induktors erfolgen kann und beispielsweise Weichenherzstücke, zur Vermeidung von Materialspannungen, an ihrer Unterseite mittels Gasbrenner vorgewärmt werden.
Ebenso kann der Meßpunkt zur Messung der Temperaturverhältnisse aus dem Zentrum des Induktors hinaus verlegt werden, wobei die gewonnenen Meßwerte in modifizierbarer Weise mit der Temperatur-Meß- und Regeleinheit sowie nachfolgend mit dem verwendeten MF-Generator zur Erreichung der Arbeitstemperatur zu bewerten wären.
Folgende weitere Erläuterungen zur Erfindung sind anhand eines Ausführungsbeispiels erforderlich, wobei auf die Fig. 1 bis 4 verwiesen wird.
Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 Schematische Blockbilddarstellung
Fig. 2 Schnitt B-B am Ende eines variablen Profilquerschnitts
Fig. 3 Schnitt A-A am Beginn eines variablen Profilquerschnitts
Fig. 4 Schnitt C-C, unterhalb des Induktors im Stahlprofil ausgebildetes Wärmefeld
Die in den Figuren verwendeten Bezugszeichen haben folgende Bedeutung: 1 Schienenkopf
2 Induktor
3 Mittelfrequenz-(MF-) Generator
4 Temperatur-Meß- und Regeleinheit
5 Koaxialtransformator
6 Meßpunkt
7 wärmebehandelter Bereich
8 wärmebehandelter Bereich
Ein einfach gewendelter und mit dem Koaxialtransformator 5 als Einheit aufzufassender Induktor 2 nimmt die vom Mittelfrequenz-(MF)-Generator 3 bereitgestellte Energie auf, die von ihm in definiertem Abstand zur Oberfläche des Schienenkopfes 1 abgegeben wird. Der Abstand sollte dabei konstant innerhalb der Grenzen von 2 bis 5 mm eingehalten werden. Letzteres geschieht über die nutzbaren Translationsachsen einer modifiziert ausgebildeten Roboterschweißanlage, wobei der Induktor 2 in Richtung der x-Achse mit konstanter Geschwindigkeit entlang der wärmezubehandelnden Bereiche 7, 8 verfahren wird. In ständiger Auswertung der Arbeitstemperatur im Meßpunkt 6 und Rückkopplung mit der Temperatur-Meß- und Regeleinheit 4 wird eine konstante Verfahrgeschwindigkeit realisiert, in der Regel zwischen 0,5 . . . 1,5 cm/min., sodaß die Eindringtiefe der wärmezubehandelnden Bereiche 7, 8 den üblicherweise geforderten Wert von 15 mm erreicht, wobei ein allmählicher Übergang des oberflächengehärteten Werkstoffs in den Grundwerkstoff im allgemeinen mit zähharten Eigenschaften - erfolgt und im Zuge der Feinperlitisierung eine Martensitbildung unterbleibt.
Gemäß Fig. 4 wird eine prinzipielle Darstellung des Wärmefeldes am universell einsetzbaren Induktor 2 gegeben, wobei die Ausbildung eines quasistationären Temperaturfeldes mit zwei Maxima und einem Minimum im Zuge der relativen Bewegung des Induktors 2 zur Bauteiloberfläche an ruhender Luft deutlich wird. Die Erwärmung erfolgt in gezielter Weise von Innen heraus, sodaß neben geringerem Energieaufwand gegenüber den Verfahren des Brennhärtens, metallurgisch gesehen, feinere Gefügestufen geschaffen werden.
Die besonderen Vorteile des Verfahrens können zusammengefaßt dargestellt werden in folgenden Punkten:
  • - Im Gegensatz zu gleichwertigen Verfahren des Brennhärtens sind aufwendige Ver­ fahrensschritte des Vorwärmens, Abschreckens und nachfolgendem Anlassens nicht erforderlich
  • - gezielter Temperatureintrag mit geringen Abstrahlungsverlusten
  • - geringer gerätetechnischer Aufwand
  • - wechselnde Profilquerschnitte sind in einem Arbeitsgang behandelbar, wobei das Werkzeug (Induktor) nicht gewechselt werden muß
  • - vorteilhaft einsetzbar für Schienen-(Profil-) längen bis 5000 mm und/oder länger bzw. kürzer
  • - Abkühlung an ruhender Luft.

Claims (3)

1. Verfahren zur induktiven Oberflächenhärtung von Schienen und kompakten Abschnitten innerhalb von Schienenwegen oder anderen Profilen mit stabförmiger Gestalt und/oder einem grossen Längen-/Querschnittsverhältnis unter Verwendung einer Induktionserwärmungsanlage, einer einen u-förmigen Induktor (2) mit konstanter Geschwindigkeit bewegenden Linearführungseinheit und einer Temperatur-Mess- und Regeleinheit (4), gekennzeichnet dadurch, dass als Parameter zur Durchführung des Verfahrens eine Verfahrgeschwindigkeit des u-förmigen Induktors (2) in den Grenzen von 0,5 bis 1,5 cm/min, in Induktorabstand von 2 bis 5 mm und eine Arbeitstemperatur von 850°C bis 950°C gewählt werden, so dass sich ein quasistationäres Temperaturfeld mit 2 Maxima und einem Minimum einstellt, bei einer zu erfolgenden Aufheizung in definierter Haltezeit und einer nachfolgenden Abkühlung, wobei der u-förmige Induktor (2) auch in Mehrfachausführung eingesetzt wird und die Erwärmung von kompakten Schienenstücken/Weichenherzstücken durch einen zusätzlichen Gasbrenner von unten unterstützt wird.
2. Verfahren zur induktiven Oberflächenhärtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass zur Durchführung des Verfahrens bei kompakten Schienenstücken/Weichenherzstücken zusätzlich ein Gasbrenner unterhalb derselben parallel zum u-förmigen Induktor (2) mitgeführt wird und dazu angepasste Arbeitsparameter eingestellt werden.
3. Verfahren zur induktiven Oberflächenhärtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass der u-förmige Induktor (2) auch in Tandemausführung eingesetzt wird.
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