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DE10143005A1 - Verfahren zur Handhabung einer laufenden Folienbahn - Google Patents

Verfahren zur Handhabung einer laufenden Folienbahn

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Publication number
DE10143005A1
DE10143005A1 DE2001143005 DE10143005A DE10143005A1 DE 10143005 A1 DE10143005 A1 DE 10143005A1 DE 2001143005 DE2001143005 DE 2001143005 DE 10143005 A DE10143005 A DE 10143005A DE 10143005 A1 DE10143005 A1 DE 10143005A1
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DE
Germany
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transfer belt
film web
roller
roll
film
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Withdrawn
Application number
DE2001143005
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Killar
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
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Priority to DE2001143005 priority Critical patent/DE10143005A1/de
Publication of DE10143005A1 publication Critical patent/DE10143005A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
    • B29C43/22Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor of articles of indefinite length
    • B29C43/24Calendering
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C59/00Surface shaping of articles, e.g. embossing; Apparatus therefor
    • B29C59/02Surface shaping of articles, e.g. embossing; Apparatus therefor by mechanical means, e.g. pressing
    • B29C59/04Surface shaping of articles, e.g. embossing; Apparatus therefor by mechanical means, e.g. pressing using rollers or endless belts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)

Abstract

Verfahren zur Handhabung einer laufenden Folienbahn (20), dadurch gekennzeichnet, daß die laufende Folienbahn (20) von einer Walze auf ein laufendes Transferband (16) überführt wird durch Anlegen des Transferbandes (16) an die Folienbahn (20) gegen die Walze (8) in einem Bereich, wo die Folienbahn (20) an der Walze (8) anliegt, während die Folienbahn (20) auf der Walze (8) und auf dem Transferband (16) mindestens in einem Teilbereich, vorzugsweise im ersten Kontaktbereich, eine Temperatur hat, bei welcher sie ohne das Transferband (16) durch Transportkräfte plastisch verformt würde.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Handhabung einer laufenden Folienbahn gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
  • Aus der US 5 552 183 (DE 43 11 235 A1), GB 2 050 942 A, GB 2 100 191 A, US 5 075 065, DE 37 08 908 A1 sind Release-Verfahren und Transferbänder hierfür bekannt. In der erstgenannten Schrift wird vorgeschlagen, ein Transportband mit einer Release-Schicht auszustatten, die aus Silikon oder PTFE (Teflon ®) bestehen kann. Die aus PTFE bestehende Schicht hat den Nachteil, daß das zu behandelnde oder herzustellende Produkt, wenn es kalt ist oder kalt wird, nicht mehr an dem Produkt hafte, so daß das Produkt sich von der PTFE-Schicht löst, insbesondere an Rollen, Walzen oder anderen Umlenkstellen. Silikon ist nicht beständig gegen Weichmacher, sondern löst sich durch Weichmacher auf, welcher in vielen Kunststoffprodukten enthalten ist, insbesondere auch in Weich-PVC-Produkten. Deshalb haben Release-Produkte wie beispielsweise mit Silikon beschichtetes Releasepapier nur eine begrenzte Verwendungsdauer. Sie können meist nur bis zu sieben Mal verwendet werden. Release-Papier wird normalerweise beim Beschichten von Bahnen als Hilfsträger benutzt, um Beschichtungsmaterial auf die Trägerbahn zu übertragen.
  • Die Erfindung betrifft allgemein Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von Folien mit Kalandern und Extrudern sowie zum Bedrucken und Lackieren von Folien mit Dispersionsfarben und Dispersionslacken und jegliche andere Arten der Behandlung von Folien. Gebräuchlich sind Kalander mit zwei bis fünf Walzen. Solche mit sechs oder 7 Walzen sind Sonderbauarten. Für Weich- PVC sind Vierwalzenkalander in F-Anordnung üblich. Für Hart-PVC Folien haben sich vier- oder fünf Walzen-Kalander in L-Anordnung durchgesetzt. Diese Anordnung hat hier den Vorteil, daß beim Einspeisen in die Kalanderwalzen entstehender Materialauswurf nicht auf die Warenbahn fällt.
  • Einfachere Zwei- und Dreiwalzenkalander werden bisher nur zur Herstellung von Beschichtungen und hochgefüllten Folien (über 60% Füllstoffanteil) eingesetzt. Bei einem Beschichtungsverfahren nimmt das Trägermaterial die beim Abnehmen von der letzten Kalanderwalze entstehenden Zugspannungen auf. Hochgefüllt Folien werden mit sehr geringen Zugspannungen von der letzten Kalanderwalze abgenommen, da diese nur sehr wenig haften. Das gefüllte Material ist selbst in der Lage diese geringen Zugspannungen ohne wesentliche Dehnung aufzunehmen. Ungefüllte Folien können auf Zweiwalzenkalandern nicht hergestellt werden. Auf Dreiwalzenkalandern können ungefüllte Folien mit geringen Geschwindigkeiten von 20-30 m pro Minute hergestellt werden. Mit 4-Walzenkalandern sind Produktionsgeschwindigkeiten von 70 m/min bis 100 m/min möglich.
  • Herkömmliches Verfahren mit 4-Walzenkalander
  • Plastifiziertes PVC-Strangmaterial mit einer Temperatur von ca. 200°C wird den Kalanderwalzen über ein Förderband zugeführt. Im ersten Walzenspalt wird das Material z. B. auf 0,20 mm ausgewalzt und auf ca. 195°C abgekühlt. Im zweiten Walzenspalt wird das Material auf ca. 0,12 mm ausgewalzt und auf ca. 190°C abgekühlt. Im dritten Walzenspalt wird das Material auf ca. 0,10 mm ausgewalzt und auf ca. 185°C abgekühlt. Von der letzten Kalanderwalze wird die Folienbahn frei (ohne ein Transferband) abgenommen, und in einer Anordnung aus 5 bis 7 Abzugswalzen temperiert und der Prägeeinrichtung zugeführt. Zur besseren Prägung kann zur Oberflächenerwärmung ein IR-Strahler eingesetzt werden. Die Prägeeinrichtung besteht aus einer Stahlgravurwalze und einer elastischen Anpreßwalze. Die elastische Anpreßwalze kann innen und außen gekühlt werden, die Gravurwalze hat Innenkühlung.
  • Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Möglichkeit zu schaffen, durch welche die Folienbahn bei einer höheren Folientemperatur von einer Walze für die weitere Behandlung der Folienbahn abgenommen werden kann, als dies im Stand der Technik möglich ist.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
  • Diese Aufgabe wird demgemäß dadurch gelöst, daß die laufende Folienbahn von einer Walze auf ein motorisch angetriebenes, laufendes Transferband überführt wird durch Anlegen des Transferbandes an die Folienbahn gegen die Walze in einem Bereich, wo die Folienbahn an der Walze anliegt, während die Folienbahn auf der Walze und auf dem Transferband mindestens in einem Teilbereich, vorzugsweise im ersten Kontaktbereich (Überführungsbereich), eine Temperatur hat, bei welcher sie ohne das Transferband durch Transportkräfte plastisch verformt würde, wobei auf das Transferband eine es antreibende Zugspannung ausgeübt wird und das Transferband bei dieser Zugspannung und dieser Temperatur weder elastisch noch plastisch verformt wird.
  • Damit ergeben sich insbesondere folgende Vorteile:
    Die Erfindung ermöglicht die Herstellung von ungefüllten PVC- und auch PU- Folien und anderen Folien auf einfachen 2-Walzenkalandern mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 m/min und auf 3-Walzenkalandern von bis zu 100 m/min.
  • Die Vorrichtung, welche die Folienbahn nach dem sie herstellenden Extruder übernimmt, beispielsweise ein Kalander, kann kleiner, beispielsweise mit weniger Walzen ausgebildet werden als beim Stand der Technik, weil nicht eine solange Verweilzeit der Folienbahn darin erforderlich ist, bis sie zu einer nächsten Bearbeitungsstation, beispielsweise einer Trocknungs-, Kühlungs-, Präge- oder Bedruckstation zuführbar ist. Die Folie kann im Kalander im Schmelzbereich gefahren werden, was die Kräfte auf die Kalanderwalzen und damit deren Durchbiegung reduziert. Dies ergibt eine gleichmäßigere Dickenverteilung in der Folie. Gleichzeitig oder stattdessen hat die Erfindung den Vorteil, daß die Folienbahn mit höherer Geschwindigkeit transportiert werden kann. In beiden Fällen besteht auch der Vorteil, daß die Folienbahn bei der Abnahme von Kalander nicht verformt wird, insbesondere keinen Seiteneinsprung (Reduzierung der Folienbreite) erleidet.
  • Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten. Diese betreffen insbesondere vorteilhafte Anwendungen der Erfindung, bei welchen die genannten Vorteile besonders wirksam sind.
  • Demgemäß kann das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet sein, daß die Folienbahn im Extruderverfahren hergestellt und dann durch einen Kalander hindurchgeleitet wird, dessen letzte Walze die genannte Walze ist, an welcher das Transferband die Folienbahn von der Walze abnimmt.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn geprägt wird, während sie auf dem laufenden Transferband ist.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn bedruckt wird, während sie auf dem laufenden Transferband ist.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn durch eine Trocknungsvorrichtung getrocknet wird. Dies ermöglicht hohe Trocknungstemperaturen, wie sie für Dispersionsfarben erforderlich sind, ohne daß die Folie einen Seiteneinsprung erleidet.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn durch eine Kühlvorrichtung gekühlt wird, während sie auf dem laufenden Transferband ist.
  • Gemäß einem weiteren Merkmale der Erfindung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß ein Transferband verwendet wird, bei welchem mindestens dessen das Folienband kontaktierende Transferfläche aus einem oder mehreren der folgenden Materialien oder Kombinationen davon besteht:
    Polyetheretherketon (PEEK), Ester, insbesondere Celluloseester und Celluloseacetat, Fluorelastomer, insbesondere Polychlortrifluorethylen, Vinylidenfluorid-Hexafluorpropylen-Copolymere, fluorierte Silikonkautschuke (FSI), Polyethylen-Tetrafluorethylen (PETFE), Polyfluorethylenpropylen (FEP), Perfluoralkoxy (PFA), Polychlortrifluorethylen (CTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Polyethylen-Chlortrifluorethylen (PCTFE), Polytetrafluorethylen (PTFE).
  • Beispiel einer Ausführungsform des neuen Verfahrens nach der Erfindung
  • Plastifiziertes PVC-Strangmaterial mit einer Temperatur von ca. 195°C bis ca. 220°C wird den Kalanderwalzen über ein Förderband zugeführt. Die Temperatur muß im Eingang höher sein, als beim 4-Walzenkalander, da aus der Schmelze gearbeitet wird, um die erforderliche Foliendicke ohne Auswalzung nur durch Verformung bei geringen Anpreßdrücken herstellen zu können. Das Anschmelzen geschieht im ersten Spalt durch beheizte Walzen. Die Walzentemperatur steigt von der ersten Walze bis zur dritten Walze um ca. 10°C-15°C an. Durch die höhere Temperatur und das Verformen des Strangmaterials im Schmelzbereich sind die Anpreßdrücke der Kalanderwalzen wesentlich geringer. Damit ergibt sich eine sehr geringe Walzendurchbiegung und eine gleichmäßige Dickenverteilung im Längs- und Querprofil der Folie. Hierdurch kann mit 3-Walzenkalandern mit einer ähnlichen Geschwindigkeit von ca. 100 m/min wie mit 4-Walzenkalandern bei vergleichbarer Qualität produziert werden.
  • An die letzte Kalanderwalze wird mit einer elastischen Preßrolle zur Abnahme des Produktes ein Transferband gemäß der Erfindung angedrückt. Das Transferband kann ein Releasepapier, ein Gewebe, eine Folie oder ein Film sein. Das Transferband kann endlos oder von Rolle zu Rolle gefahren werden. Hierdurch ist gewährleistet, daß auf das noch sehr elastische Produkt bei der Abnahme keine verformende Zugspannung ausgeübt wird. Es erfolgt also kein Seiteneinsprung, auch das Einziehen von Schleppluft zwischen Produkt und Abnahmewalze wird verhindert. Ebenso wird die Streckung durch Längszug verhindert. Auf dem Abnahmeband wird das Produkt langsam ohne Verzug abgekühlt, was auf einer einzelnen Abnahmewalze nicht möglich ist. Die Abnahmeeinheit besteht z. B. aus zwei Rollen, einem Gestell und dem Transferband. Dieses wird vorzugsweise gekühlt, z. B. in einem Kühlgehäuse angeordnet. Hier werden die flüchtigen Bestandteile abgesaugt und entsorgt. Kondensat aus Weichmacher, Stabilisatoren, Gleitmittel usw. auf der Folienoberfläche, sowie an den Abzugswalzen wird verhindert. Auf dem Transferband wird das Produkt z. B. auf ca. 170°C abgekühlt. Eine weitere Abkühlung und der weitere Abbau von inneren Spannungen erfolgt über eine Anordnung von z. B. 5 bis 7 Abnahmewalzen. Danach wird das Produkt z. B. einer Prägeeinrichtung zugeführt. Zur besseren Prägung kann zur Oberflächenerwärmung ein IR-Strahler eingesetzt werden. Die Prägeeinrichtung besteht z. B. aus einer Stahlgravurwalze und einer elastischen Anpreßwalze. Die elastische Anpreßwalze kann innen und/oder außen gekühlt werden. Die Gravurwalze hat vorzugsweise Innenkühlung.
  • Das Transferband als Präge- und Drucktransferband gemäß der Erfindung
  • Anstatt der beschriebenen Stahlgravurwalzen zur Prägung von Narben in Folien, Filme und Beschichtungen kann vorteilhaft ein Prägeband eingesetzt werden, welches Releaseeigenschaften aufweist. Ein solches Prägeband ist wesentlich preisgünstiger, leichter und einfacher zu handhaben als Stahlgravurwalzen. Dieses Band kann auch zum Mattieren von Folien und Beschichtungen eingesetzt werden. Eine weitere vorteilhaft Anwendung des Transferbandes ist, die Folie auf das Transferband zu laminieren und die Folie auf dem Transferband mit Dispersionsfarben und/oder Lacken zu bedrucken und am Ausgang der Druckmaschine das Laminat zu trennen. Diese Verfahrenstechnik ermöglicht das schnelle Bedrucken von Folien mit Dispersionsfarben und Lacken und die schnelle Trocknung derselben, ohne daß es zu Seiteneinsprung und Schrumpf der Folie kommt.
  • Das Transferband kann auch gleich in einer Druckmaschine zugeführt werden. Der gesamte Druckvorgang findet also auf dem Transferband statt, welches eine präzise Rakortierung und Rapportierung gewährleistet. Das Transferband kann endlos oder von Rolle zu Rolle gefahren werden. Das Transferband kann aus einem Träger mit Releasebeschichtung, aus einem Film oder aus einer Folie bestehen.
  • Vorteilhafte Merkmale der Erfindung
    • 1. Verwendbar als Temperierverfahren zum Kühlen eines biegeweichen Produktes, insbesondere einer Kunststofffolie, eines Kunststofffilms, einer Schaumfolie, von Tapeten, Bodenbelägen, Tischdecken und anderen geschäumten oder ungeschäumten Produktbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperierung durch ein Transferband als Temperierband oder Kühlband erfolgt, welches an das Produkt angedrückt wird, so daß es an diesem Transferband lösbar haftet und von diesem ohne Verformung wieder abgenommen werden kann. Das Transferband kann aus Releasepapier, einem Film, einer Folie, oder einem beschichteten Gewebe bestehen.
    • 2. Das Transferband kann endlos oder von Rolle zu Rolle eingesetzt werden.
    • 3. Das Transferband kann als Hilfsträger bei der Schaumfolienherstellung im 1- oder 2-Stufen-Verfahren eingesetzt werden.
    • 4. Das Transferband kann zur Abnahme von Folien mit hohem Füllstoffanteil von der Kalanderwalze eingesetzt werden (z. B. 1 Teil Kunstoff, 10 Teile Füllstoff).
    • 5. Das Transferband kann zur Abnahme von Recycling-Folien mit Textilanteilen, Papierabfällen, Lederabfällen oder mit anderen Bestandteilen eingesetzt werden.
    • 6. Das Transferband, mindestens dessen Transferfläche (Release-, Antihaft- oder Trennfläche) kann vorzugsweise ganz oder teilweise aus einem oder mehreren der folgenden Materialien oder Kombinationen davon bestehen:
      Polyetheretherketon (PEEK), Ester, insbesondere Celluloseester und Celluloseacetat, Fluorelastomer, insbesondere Polychlortrifluorethylen, Vinylidenfluorid-Hexafluorpropylen-Copolymere, fluorierte Silikonkautschuke (FSI), Polyethylen-Tetrafluorethylen (PETFE), Polyfluorethylenpropylen (FEP), Perfluoralkoxy (PFA), Polychlortrifluorethylen (CTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Polyethylen-Chlortrifluorethylen (PCTFE), Polytetrafluorethylen (PTFE).
    • 7. Das Transferband kann bei 4-Walzenkalandern, 3-Walzenkalander, 2- Walzenkalandern und anderen Kalandern und bei Extrudern verwendet werden.
    • 8. Das Prägeband (Beschichtetes Releasepapier, Folie oder Film) kann endlos oder von Rolle zu Rolle zum Prägen von Folien und Beschichtungen eingesetzt werden.
  • Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von bevorzugten Ausführungsformen als Beispiele beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
  • Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht einer Einrichtung nach der Erfindung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung,
  • Fig. 2 schematisch eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform einer Einrichtung nach der Erfindung zur Durchführung des Vefahrens nach der Erfindung,
  • Fig. 3 schematisch eine Seitenansicht einer Einrichtung nach dem Stand der Technik.
  • Fig. 1 zeigt einen Kalander 2 mit beispielweise drei Kalanderwalzen 4, 6 und 8. Die oberste 4 hat beispielsweise eine Temperatur von 200°C, die mittlere 6 eine Temperatur von beispielsweise 205°C und die unterste 8 eine Temperatur von beispielsweise 210°C. Der erste Walzenspalt 10 hat beispielsweise eine Spaltweite von 0,15 mm. Der zweite Spalt 12 (letzter Spalt) hat beispielsweise eine Spaltweite von 0,1 mm.
  • Eine Kühleinrichtung 14 enthält ein Transferband 16, welches gemäß der Erfindung ausgebildet ist und gemäß der Erfindung durch eine Rolle 18 (Rolle, Walze, Zylinder) an eine durch den Kalander laufende Folienbahn 20 angedrückt wird, in einem Bereich, wo die Folienbahn 20 an der Mantelfläche der letzten Kalanderwalze 8 anliegt. Die Rolle 18, im folgenden Abnahmerolle genannt, ist vorzugsweise elastisch, indem sie entweder insgesamt elastisch ist oder vorzugsweise aus einer Stahlwalze besteht und mit einer elastischen Oberfläche, z. B. aus Silikon, versehen ist zum elastischen Andrücken der Folienbahn 20 an die letzte Kalanderwalze 8. Das Transferband 16 hat eine sogenannte Release-Oberfläche. Dadurch übernimmt sie von der letzten Kalanderwalze 8 die Folienbahn 20, während diese noch so heiß ist, daß sie noch plastisch verformbar ist durch Transportkräfte auf die Folienbahn 20, falls diese ohne das Transferband 16 im freien Zug auf eine Abnahmerolle 18 übertragen würde. Die Folienbahn 20 kann bei Anwendung der Erfindung beispielsweise beim Einlaufen in den ersten Walzenspalt 10 eine Temperatur von 195°C und beim Verlassen des Transferbandes ca. 170°C haben.
  • Das Transferband 16 läuft über eine achsparallel zur Abnahmerolle 18 angeordnete Umlenkrolle 24. Eine von beiden ist antreibbar.
  • Das Transferband 16 dient als Kühlband und hat beispielsweise eine Temperatur von 150°C. Das Transferband kann von mindestens einer seiner Rollen 18 und 24 gekühlt werden, wobei noch weitere Rollen vorgesehen sein können, gekühlt oder ungekühlt.
  • Nach dem Kühlen durch das Transferband 16 wird die Folienbahn durch eine zweite Abnahmerolle 28 von dem Transferband 16 abgenommen und mäanderförmig über weitere Kühlwalzen 30 geführt, wobei es nicht mehr von einem Transferband unterstützt wird.
  • Danach läuft die Folienbahn, welche beispielsweise aus PVC besteht, durch eine Gravurstation oder eine Prägestation 32, beispielsweise durch einen Spalt 38 zwischen einer Gravur- oder Prägewalze 34 aus Stahl oder einem anderen Metall und einer an dieser anliegenden elastischen Walze 36, z. B. einer Gummiwalze 36. An der Walze 36 kann eine Kühlwalze 40 anliegen.
  • Während beim Stand der Technik die maximale Transportgeschwindigkeit der Folienbahn 20 etwa 20 m/min beträgt, kann sie gemäß der Erfindung 70-100 m/min oder mehr betragen.
  • Das Transferband 16 ist vorzugsweise mindestens auf seiner die Folienbahn 20 kontaktierenden Seite als Releasefläche ausgebildet, so daß diese Oberfläche die Folienbahn 20 aufnehmen kann, während diese noch in einem plastisch formbaren heißen Zustand (noch nicht in einem elastischen Zustand) ist, und später dann die Folienbahn 20 nach deren weiterem Abkühlen abgeben kann an eine Walze oder an ein anderes Element, ohne daß die Folienbahn weiterhin ein Transferband oder ein Trägerband benötigt oder an diesem dauerhaft klebt, und ohne die Nachteile des Standes der Technik, daß eine plastische Verformung der Folienbahn durch Zugbeanspruchung oder durch Luftansaugung in einen Spalt zwischen Walzen, Transferband und/oder Folienbahn erfolgt. Das Transferband kann insgesamt aus Releasematerial bestehen oder aus einem Trägermaterial, welches mit Releasematerial versehen ist. Das Releasematerial besteht vorzugsweise aus einem oder mehreren der folgenden Materialien:
    Polyetheretherketon (PEEK), Ester, insbesondere Celluloseester und Celluloseacetat, Fluorelastomer, insbesondere Polychlortrifluorethylen, Vinylidenfluorid-Hexafluorpropylen-Copolymere, fluorierte Silikonkautschuke (FSI), Polyethylen-Tetrafluorethylen (PETFE), Polyfluorethylenpropylen (FEP), Polyethylen-Tetrafluorethylen (PETFE), Polyfluorethylenpropylen (FEP), Perfluoralkoxy (PFA), Polychlortrifluorethylen (CTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Polyethylen-Chlortrifluorethylen (PCTFE), Polytetrafluorethylen (PTFE).
  • Fig. 2 ist bis einschließlich der weiteren Kühlwalzen 30 identisch mit der Ausführungsform von Fig. 1. Sie enthält zusätzlich einen Infrarotstrahler 42 zur Beheizung der Folienbahn 20. Als Prägeelement ist nicht eine Prägewalze vorgesehen, sondern ein Prägeband 44, welches von einer Stahlwalze 46 gegen die Folienbahn 20 und mit dieser gegen eine Gummiwalze 36 gedrückt wird. Das Prägeband 44 kann als endloses Band oder als von Rolle zu Rolle laufendes Band ausgebildet sein. In Fig. 2 läuft das Prägeband über eine parallel zur Stahlwalze 46 angeordnete weitere Rolle 48. Die geprägte Folienbahn 20 wird von einer dritten Abnahmerolle 50 von dem Prägeband 44 abgenommen.
  • Fig. 3 zeigt eine Einrichtung und ein Verfahren nach dem Stand der Technik, welche zur Herstellung von Folien mit einer Bahngeschwindigkeit von beispielsweise 100-120 m/min mindestens 4-Kalanderwalzen 4, 5, 6 und 8 benötigt, welche nacheinander z. B. folgende Temperaturen haben: 200°C, 195°C, 190°C und 185°C. Die Weite der Walzenspalte 9, 10 und 12 betragen in der gleichen Reihenfolge beispielsweise 0,2 mm, 0,15 mm, 0,10 mm. Die Folienbahn 20 gelangt nach der letzten Kalanderwalze 8 im freien Zug, d. h. ohne unterstützendes Transferband, auf eine mit radialem Abstand von der letzten Kalanderwalze 8 angeordnete erste von mehreren Kühlwalzen 30, zwischen welchen sie zur Kühlung mäanderförmig hindurchgeführt ist. Danach kann, wie in Fig. 1 gezeigt, eine Prägevorrichtung 32 folgen mit einer Prägewalze 34, einer Gegenwalze 36 und einer Kühlwalze 40. Da die Folienbahn 20 zwischen der letzten Kalanderwalze 8 und der ersten Kühlwalze 30 einen freien Folienzug 52 hat, muß sie hier von der letzten Kalanderwalze 8 bereits auf eine niedrigere Temperatur heruntergekühlt sein als bei der Erfindung, damit sie nicht plastisch verformt wird, insbesondere keinen Seiteneinsprung (durch Zugbeanspruchung hervorgerufene Bahnverschmälerung) erleidet. Ferner besteht hier der Nachteil, daß zwischen dem freien Folienbahnzug 52 und der ersten Kühlwalze 30 Schleppluft 54 in den zwischen ihnen gebildeten Einlaufspalt eingesaugt wird, welche die Folienbahn 20 verformen kann.
  • Auffallend ist, daß beim Stand der Technik die Kalanderwalzen nacheinander heruntergekühlt werden müssen, um an der letzten Kalanderwalze eine Temperatur zu haben, bei welcher die Folienbahn 20 nicht mehr plastisch verformbar ist durch die Zugbelastung, während bei der Erfindung nach den Fig. 1 und 2 die Kalanderwalzen eine zunehmend höhere Temperatur haben können und dadurch eine stärkere Trocknung der Folienbahn 20 bewirken können als beim Stand der Technik. Die Erfindung umfaßt aber auch Kalanderwalzen und/oder andere Walzen, welche nacheinander eine abnehmende oder gleiche Temperatur haben.

Claims (8)

1. Verfahren zur Handhabung einer laufenden Folienbahn, welche über eine Walze geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die laufende Folienbahn (20) von einer Walze auf ein motorisch angetriebenes, laufendes Transferband (16) überführt wird durch Anlegen des Transferbandes (16) an die Folienbahn (20) gegen die Walze (8) in einem Bereich, wo die Folienbahn (20) an der Walze (8) anliegt, während die Folienbahn (20) auf der Walze (8) und auf dem Transferband (16) mindestens in einem Teilbereich, vorzugsweise im ersten Kontaktbereich, eine Temperatur hat, bei welcher sie ohne das Transferband (16) durch Transportkräfte plastisch verformt würde, wobei auf das Transferband (16) eine es antreibende Zugspannung ausgeübt wird und das Transferband (16) bei dieser Zugspannung und dieser Temperatur weder elastisch noch plastisch verformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn (20) im Extruderverfahren hergestellt und dann durch einen Kalander (2) hindurchgeleitet wird, dessen letzte Walze (8) die genannte Walze ist, an welcher das Transferband (16) die Folienbahn (20) von der Walze abnimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn (20) geprägt wird, während sie auf dem laufenden Transferband (16) ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn (20) bedruckt wird, während sie auf dem laufenden Transferband (16) ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn (20) durch eine Trocknungsvorrichtung getrocknet wird, während sie auf dem laufenden Transferband (16) ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn (20) durch eine Kühlvorrichtung gekühlt wird, während sie auf dem laufenden Transferband (16) ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß ein Transferband (16) verwendet wird, bei welchem mindestens dessen das Folienband (16) kontaktierende Transferfläche aus einem oder mehreren der folgenden Materialien oder Kombinationen davon besteht:
Polyetheretherketon (PEEK), Ester, insbesondere Celluloseester und Celluloseacetat, Fluorelastomer, insbesondere Polychlortrifluorethylen, Vinylidenfluorid-Hexafluorpropylen-Copolymere, fluorierte Silikonkautschuke (FSI), Polyethylen-Tetrafluorethylen (PETFE), Polyfluorethylenpropylen (FEP), Perfluoralkoxy (PFA), Polychlortrifluorethylen (CTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Polyethylen-Chlortrifluorethylen (PCTFE), Polytetrafluorethylen (PTFE).
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze eine höhere Oberflächen-Temperatur an ihrer die Folienbahn (20) kontaktierenden Oberfläche hat als eine oder mehrere ihr vorgeordnete Walzen, über welche die Folienbahn (20) geführt wird.
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