DE10143771C1 - Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen und Polieren der Innenflächen von Hohlraumresonatoren - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen und Polieren der Innenflächen von HohlraumresonatorenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schleifen und Polieren der Innenflächen von Hohlraumresonatoren, bei dem zur Gleitschleifbearbeitung Schleifkörper in das Innere des Hohlraumresonators eingebracht werden und dieser in Rotation versetzt wird. Um den Bearbeitungswirkungsgrad eines solchen Verfahrens zu erhöhen, ist vorgesehen, dass der Hohlraumresonator (12) neben der Rotation zu einer Kreisbewegung um eine zu seiner Rotationsachse (19) parallelversetzte Achse (9) angetrieben wird. Auf diese Weise kann ein erhöhter Wirkungsgrad und Bearbeitungsabtrag an der Innenfläche durch die Relativbewegung zwischen Schleifkörpern und Innenfläche aufgrund der Fliehkräfte der überlagerten Rotation und Kreisbewegung des Hohlraumresonators erreicht werden. Vorzugsweise ist die Längsachse des Hohlraumresonators dabei unter einem Winkel zu seiner Rotationsachse (19) geneigt, so dass der Hohlraumresonator eine Kreiselbewegung ausführt und seine Längsachse somit dauernd ihre Ausrichtung im Raum ändert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Schleifen und Polieren der Innenflächen von Hohlraumresonatoren,
bei dem zur Gleitschleifbearbeitung Schleifkörper in das Innere
des Hohlraumresonators eingebracht werden und dieser in Rotation
versetzt wird.
Hohlraumresonatoren (oft auch als Cavities bezeichnet) werden in
Teilchenbeschleunigern für Experimente der Hochenergiephysik
verwendet, um geladene Teilchen zu beschleunigen. Ein Hohlraumre
sonator ist ein im Wesentlichen rohrförmiges Teil, entlang dem
ein oder mehrere Aufweitungen gebildet sind, die die Resonanz
hohlräume bilden. Da immer höhere Teilchenenergien angestrebt
werden und mithin die zu erzeugenden Feldstärken steigen, erhöhen
sich die Anforderungen an die Hohlraumresonatoren. Inzwischen
werden oft supraleitende Hohlraumresonatoren verwendet, die aus
reinem Niob durch Tiefziehen von Blechen zu Halbschalen und
Schweißen oder durch Hydroforming aus Rohren hergestellt werden.
Wegen der im Betrieb auftretenden hohen Feldstärken im Inneren
der Hohlraumresonatoren, stellen sich erhebliche Anforderungen
an die Güte der Innenfläche der Resonatoren. Die Innenfläche muss
geschliffen und poliert sein, wobei üblicherweise Material im
Bereich von 80 bis 100 µm abgetragen wird. An der Innenfläche
müssen alle Unebenheiten wie Risse, Poren, herausragende
Schweißnähte entfernt werden, wobei die maximale Rautiefe 0,5 bis
2 µm beträgt.
Aus "Superiority of Electropolishing over Chemical Polishing on
High Gradients", K. Saito et al., Proceedings of the 8th Workshop
of Superconductivity, Oktober 6-10, 1997, Abano Terme (Padova),
Italien, Seiten 795-813 und "Investigation on Barrel Polishing
for Superconducting Niobium Cavities", T. Higuchi et al.,
Proceedings of the 7th Workshop of Superconductivity, Oktober 17-20,
1995, Saclay, Gif sur Yvette, Frankreich, Seiten 723-727, ist ein
Verfahren zum Schleifen und Polieren von Innenflächen von
Hohlraumresonatoren bekannt. Bei diesem Verfahren, das auch als
"Tumbling"-Verfahren bezeichnet wird, wird der Hohlraumresonator
zur Gleitschleifbearbeitung mit Schleifkörpern und Wasser
beladen. Zur Bearbeitung werden Schleifkörper (die im Folgenden
oft auch als Chips bezeichnet werden) und Wasser, dem weitere
Additive zugesetzt sind, die auf dem Gebiet der Gleitschleif
bearbeitung zusammen als Compound bezeichnet werden, verwendet.
Die Schleifkörper weisen feine Schleifkörner auf, die durch
Kunststoff oder Keramik gebunden sind. Wenn der Hohlraumresonator
in Rotation um seine Längsachse versetzt wird, erfolgt ein
Abtragen mikroskopischer Unebenheiten an der Innenfläche des
Hohlraumresonators durch eine Schlagwirkung der Schleifkörper auf
die zu bearbeitende Innenfläche. Das Verfahren hat aber eine sehr
geringen Wirkungsgrad (Abtrag von etwa 7 µm pro Tag) und kann
nicht zum Abtragen von größeren Unebenheiten, wie z. B. Schweiß
nähten verwendet werden.
Dieser Nachteil ist hauptsächlich auf die relativ niedrige
kinetische Energie der "tumbelnden" Schleifkörper (Chips)
zurückzuführen, die durch ihre niedrige relative Bewegungs
geschwindigkeit und Masse bedingt ist. Andererseits ist eine
Erhöhung der Geschwindigkeit durch die zulässige Fliehkraft
begrenzt, wobei ab einer bestimmten Drehzahl die Schleifkörper
durch die Fliehkräfte so stark an die Innenfläche gedrückt
werden, dass sie dort festgehalten werden und insofern keine
Relativbewegung zur Innenfläche mehr ausführen, so dass kein
Abtrag mehr stattfindet. Beispielsweise können Hohlraumresonato
ren mit einem Durchmesser von 200 mm nur bis ungefähr 90 Um
drehungen/Minute gedreht werden.
Aus JP 09323253 A ist ein Verfahren zum Polieren der Innenflächen
von Druckgaszylindern bekannt. Bei diesem Verfahren wird der mit
Schleifmittel beladene Druckgaszylinder in Rotation um seine
Längsachse versetzt und ferner zu einer Kreisbewegung um eine zu
seiner Rotationsachse parallel versetzte Achse angetrieben.
Aus DE 27 02 429 A1 ist eine Scheuer- und Poliermaschine mit
umlaufenden Trommeln zur Bearbeitung von Werkstücken mittels
Schleifkörpern in mehreren drehbaren Trommeln bekannt. Die Trom
meln sind so aufgehängt, daß sie zunächst eine Kreisbewegung um
eine Achse ausführen, wobei jede Trommel jeweils zwischen zwei
Rotorscheiben so aufgehängt sind, daß ihre Längsachse (die mit
ihre Rotationsachse zusammenfällt) gegen die Achse der Kreis
bewegung geneigt ist. Dies führt zu einer Rotationsbewegung jeder
Trommel überlagert mit einer Kreisbewegung der Trommel um eine
Achse, wobei die Neigung der Rotationsachse (= Längsachse der
Trommel) zur Achse der Kreisbewegung konstant ist. Axiale
Bewegungskomponenten zwischen Schleifmittel und Trommel, d. h. in
Richtung parallel zur Längsachse, werden so nicht im wesentlichen
Umfang erzeugt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Schleifen und Polieren der Innenfläche von Hohlraumresonatoren
anzugeben, mit dem ein höherer Bearbeitungswirkungsgrad erreich
bar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe dient das Verfahren nach
Patentanspruchs 1. Vor
teilhafte Ausführungsformen des Verfahrens sowie eine Vorrichtung
zum Ausführen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen
auf geführt.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Hohlraumresonator neben
seiner Rotation um eine durch seinen Mittelpunkt verlaufende
Rotationsachse, die zur Längsachse des Resonators geneigt ist,
zu einer weiteren Kreisbewegung um eine zu seiner Rotationsachse
parallelversetzte Achse angetrieben wird. Auf diese Weise kann
ein erhöhter Wirkungsgrad und Bearbeitungsabtrag an der Innen
fläche durch die kreisende und axiale Relativbewegung zwischen
Schleifkörpern und Innenfläche aufgrund der Fliehkräfte der
überlagerten Rotation und Kreisbewegung des Hohlraumresonators
erreicht werden. Mithin können höhere Kräfte und höhere relative
Geschwindigkeiten zwischen Schleifkörpern und Innenfläche
erreicht werden. Die durch den Mittelpunkt des Hohlraumresonators
verlaufende Rotationsachse ist leicht gegen die Längsachse des
im Wesentlichen rohrförmigen Hohlraumresonators geneigt. Dadurch
führt der Hohlraumresonator (im Ruhesystem der Kreisbewegung)
eine Kreiselbewegung aus. Die Kreisfrequenzen von Kreisbewegung
und Rotationsbewegung sind verschieden, so dass die Längsachse
somit ständig ihre Ausrichtung im Raum ändert. Dies ist besonders
effektiv, da dadurch verschiedene Bereiche der Innenfläche des
Hohlraumresonators von der Haupteinwirkung der Schleifkörper
überstrichen werden und dadurch im Ergebnis für eine gleichmäßige
Bearbeitung gesorgt wird.
Vorzugsweise wird die Bearbeitung in wenigstens zwei Arbeits
gängen durchgeführt. Im ersten Arbeitsgang wird der größte Teil
der zu entfernenden Schicht und der Schweißnaht vorzugsweise mit
Kunststoffchips als Schleifkörpern abgetragen, wobei diese
Bearbeitung im "überkritischen" Bereich ausgeführt wird, während
der zweite Arbeitsgang im "unterkritischen" Bereich durchgeführt
wird. Der überkritische Bereich ist durch folgende Bedingung de
finiert:
(ωr/ωa)2 < Ra/Rr
In der Formel bedeuten:
ωr: Winkelgeschwindigkeit des Resonators um seine eigene Achse,
ωa: Winkelgeschwindigkeit des Resonators bei der Kreisbewe gung um die Rotationsachse,
Rr: Radius des Resonators,
Ra: A + Rr: Radius der Anlage,
A: Abstand zwischen den Achsen (Rotationsachse und Dreh achse).
ωr: Winkelgeschwindigkeit des Resonators um seine eigene Achse,
ωa: Winkelgeschwindigkeit des Resonators bei der Kreisbewe gung um die Rotationsachse,
Rr: Radius des Resonators,
Ra: A + Rr: Radius der Anlage,
A: Abstand zwischen den Achsen (Rotationsachse und Dreh achse).
Im überkritischen Bereich, dem eine hohe relative Geschwindigkeit
zwischen Innenfläche und Schleifkörpern entspricht, bildet sich
auf der Innenfläche eine dünne Schicht von Wasser und Schleifkör
nern, die den Abtrag fördert. Dieses gilt jedoch nur für
Kunststoffchips als Schleifkörper. Bei schwereren Keramikchips
zeigen sich in diesem Bereich keine guten Ergebnisse - der Abtrag
ist klein, die Oberfläche rau, sie kann sogar durch fliegende
Chips beschädigt werden. Versuchsergebnisse sind in Tabelle 1
zusammengefasst.
Die guten Ergebnisse der Kunststoffchips im überkritischen
Bereich können so erklärt werden. Die Kunststoffchips sind
relativ leicht und haben niedrige Reibungswerte. Der Verschleiß
der Chips, der bei ihrer Reibung an der Innenfläche und zwischen
den Chips entsteht, führt zur Freilegung tieferliegender
Schleifkörner, wodurch die Abrasivität der Chips erhalten bleibt.
Die schweren, relativ festen Keramikchips hingegen werden auf der
sehr zähen Nioboberfläche von Hohlraumresonatoren so stark
gebremst, dass sie sich hauptsächlich sprunghaft bewegen, was
einerseits zu Beschädigung der Innenfläche führen kann. Anderer
seits können Keramikchips an der Innenfläche haften bleiben, was
den relativ kleinen Abtrag erklärt.
Dagegen führen Keramikchips bei der Feinbearbeitung und Politur
im "unterkritischen" Bereich zu einer sehr glatten Oberfläche,
die frei von Schleifresten ist. Der unterkritische Bereich ist
durch die Bedingung definiert:
(ωr/ωa)2 < Ra/Rr.
Daher wird im zweiten Arbeitsgang vorzugsweise mit Keramikchips
im unterkritischen Bereich gearbeitet.
Die Bearbeitung erfolgt vorzugsweise in vertikaler Ausrichtung
des Resonators. In diesem Fall verschieben sich die Schleifkörper
etwas nach unten und der untere Teil wird besser geschliffen.
Nach jedem halben Arbeitsgang wird der Resonator um 180° um eine
horizontale Achse gedreht und der dann unten liegende Teil besser
bearbeitet. Die senkrechte Anordnung ist besonders vorteilhaft
bei der Feinbearbeitung im zweiten Arbeitsgang, die bei niedriger
Geschwindigkeit durchgeführt wird.
Die senkrechte Anordnung des Resonators während der Durchführung
des Verfahrens führt jedoch bei mehrzelligen Hohlraumresonatoren
zu einem Problem, da bei der Anbringung des Resonators in
vertikaler Stellung die Schleifkörper nach unten fallen. In
diesem Fall werden vorteilhafterweise folgende Verfahrensschritte
durchgeführt. Die Vorrichtungsachse (entsprechend der Drehachse
der Kreisbewegung) wird zunächst waagerecht angeordnet und der
mit Chips und Wasser mit Compound beladene Resonator in der Vor
richtung befestigt. Danach wird der Hohlraumresonator zunächst
in Rotation um seine Rotationsachse versetzt. Daraufhin wird der
rotierende Resonator in vertikale Ausrichtung geschwenkt und die
zweite Bewegung, nämlich die Kreisbewegung um eine Drehachse, die
parallelversetzt zur Rotationsachse des Resonators ist, einge
schaltet. Die Abfolge kann auch umgekehrt sein, so dass zunächst
mit der kreisenden Bewegung des im Wesentlichen waagerechten
Resonators begonnen wird, dann die Schwenkung in die Vertikale
erfolgt und daraufhin die Rotation des Resonators gestartet wird.
Gegenüber den herkömmlichen Schleifverfahren (z. B. "Tumbling")
weist die vorliegende Erfindung mehrere Vorteile auf:
Es besteht die Möglichkeit, durch Einstellung der ver schiedenen Drehgeschwindigkeiten, Neigungswinkel der Längsachse des Resonators zur Rotationsachse und die Einstellung anderer Parameter die Bearbeitungsprozesse zu steuern;
der Bearbeitungswirkungsgrad oder die Abtragsleistung ist etwa 20 Mal größer als bei den herkömmlichen Verfahren; dadurch kann auch die Schweißnaht und andere größere Unebenheiten abgetragen werden;
die Innenoberfläche wird gleichmäßiger bearbeitet;
die Oberflächenrauigkeit beträgt nur 0,8 bis 1,6 µm.
Es besteht die Möglichkeit, durch Einstellung der ver schiedenen Drehgeschwindigkeiten, Neigungswinkel der Längsachse des Resonators zur Rotationsachse und die Einstellung anderer Parameter die Bearbeitungsprozesse zu steuern;
der Bearbeitungswirkungsgrad oder die Abtragsleistung ist etwa 20 Mal größer als bei den herkömmlichen Verfahren; dadurch kann auch die Schweißnaht und andere größere Unebenheiten abgetragen werden;
die Innenoberfläche wird gleichmäßiger bearbeitet;
die Oberflächenrauigkeit beträgt nur 0,8 bis 1,6 µm.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
in den Zeichnungen erläutert, in denen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung zur
Bearbeitung der Innenfläche eines einzelligen Resona
tors zeigt,
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung zur
Bearbeitung von mehrzelligen Resonatoren zeigt.
In Fig. 1 ist ein Resonator 12 an seinen Flanschen 11 an
Drehtellern 10 befestigt, die um eine vertikale Achse 19 drehbar
sind.
Gegenüber dem Resonator 12 ist eine Stange mit Gegengewichten 5
angeordnet. Obere und untere Arme 6 sind in Kugellagerzapfen
gelagert und untereinander durch die Stange und die zentrale
Welle verbunden, so dass ein Rahmen gebildet ist, in dem der
Resonator 12 an den Drehtellern 10 und die Gegengewichte 5
befestigt sind. Dieser Rahmen ist seinerseits in einer Aufhängung
13, 15 drehbar gelagert.
Im Betrieb wird nun einerseits der aus den verbundenen oberen und
unteren Armen 6 bestehende Rahmen um die Vorrichtungsachse 9, und
zwar angetrieben von einem Motor 7, gedreht, wodurch der
Resonator 12 insgesamt eine kreisende Bewegung um die Vor
richtungsachse 9 ausführt. Ferner wird der Resonator 12 um eine
vertikale, durch seinen Mittelpunkt verlaufende Rotationsachse
19 in Rotation versetzt, indem wenigstens einer der Drehteller
10 über ein Getriebe 8 in Drehung versetzt wird. In der darge
stellten Ausführungsform ist der Resonator 12 so an den Drehtel
lern 10 befestigt, dass seine Längsachse leicht gegenüber der
vertikalen Rotationsachse 19, die parallel versetzt zu der
Vorrichtungsachse 9 durch die Mittelpunkte der Drehteller 10
verläuft, geneigt ist. Vorzugsweise liegt der Neigungswinkel im
Bereich von 4 bis 10°. Insgesamt führt der Resonator 12 also eine
Kreiselbewegung um die Rotationsachse 19, die von einer kreisen
den Bewegung um die Vorrichtungsachse 9 überlagert ist, aus.
Die Aufhängung 13, 15 für den um die Vorrichtungsachse 9
drehbaren Rahmen ist wiederum an einer horizontalen Spindel 4
aufgehängt, die ihrerseits in einem Gehäuse 2 gelagert ist. Die
Spindel kann mit einem Motor 3 gedreht werden, wodurch der
Resonator umgedreht werden kann, so dass in einem halben Arbeits
gang ein Ende nach oben weist und in einem weiteren halben
Arbeitsgang das andere Ende nach oben weist. Dadurch wird eine
gleichmäßige Bearbeitung entlang der gesamten Innenfläche
gewährleistet.
Das Getriebe 8 der Vorrichtung lässt die Rotationsbewegung des
Resonators 12 um seine Rotationsachse 19 in gegensinniger
Richtung zu der Drehbewegung des Resonators 12 um die Vor
richtungsachse 9 ausführen und erlauben die Umschaltung zwischen
dem unterkritischen und überkritischen Betrieb. Der Motor 7 hat
eine verstellbare Umdrehungszahl zur Steuerung des Drucks und der
Geschwindigkeit der Schleifkörper, um bessere Schleifergebnisse
zu erzielen.
Fig. 2 zeigt schematisch den Aufbau einer Vorrichtung zur
Bearbeitung von zwei neun-zelligen Resonatoren 12, die allerdings
nur schematisch als Zylinder angedeutet sind. Die Resonatoren 12
sind an nicht dargestellten Befestigungseinrichtungen mit ihren
Längsachsen leicht geneigt gegen die vertikale Vorrichtungsachse
9 eingespannt. Der Motor 22 dreht über ein schematisch darge
stelltes Getriebe 8 die Resonatoren 12 um ihre Rotationsachsen
19. Beide Resonatoren 12 mit Befestigungen, Getriebe 8 und Arm
17 werden mit dem Motor 18 zur Drehung um die Vorrichtungsachse
9 angetrieben.
Der Motor 16 erlaubt es, den Rahmen 24 insgesamt im Gestell 1 zu
drehen, und dadurch die Resonatoren während der Bearbeitung um
180° zu drehen, so dass jeweils ein Ende in einem Bearbei
tungsgang nach oben weist.
In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist ein Paar von
Resonatoren 12 gegenüberliegend in der Vorrichtung angebracht.
Es können ein oder mehrere Paare von Resonatoren in der Vor
richtung angebrach sein, wobei die paarweise Anordnung für die
Auswuchtung der Vorrichtung wichtig ist.
Claims (7)
1. Verfahren zum Schleifen und Polieren der Innenfläche eines
Hohlraumresonators, bei dem zur Gleitschleifbearbeitung
Schleifkörper und Wasser mit Compound in das Innere des
Hohlraumresonators eingebracht werden und dieser in Rotation
versetzt wird, wobei der Hohlraumre
sonator (12) ferner zu einer Kreisbewegung um eine zu seiner
Rotationsachse (19) parallelversetzte Achse (9) angetrieben
wird und dass der Hohlraumresonator (12) so in Rotation
versetzt wird, dass seine Längsachse unter einem Winkel von
wenigstens 2°, vorzugsweise unter einem Winkel im Bereich von
4 bis 10°, zu seiner Rotationsachse (19) geneigt ist, so dass
der Hohlraumresonator eine Kreiselbewegung ausführt und die
Längsachse somit dauernd ihre Ausrichtung im Raum und zu der
Achse (9) der Kreisbewegung ändert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
größere Teil der zu entfernenden Materialien an der Wand
fläche in einem ersten Arbeitsgang im "überkritischen"
Bereich abgetragen wird und dass in einem zweiten Arbeits
gang die Feinbearbeitung im "unterkritischen" Bereich
durchgeführt wird, wobei der überkritische Bereich durch die
Bedingung (ωr/ωa)2 < Ra/Rr und der unterkritische Bereich die
Bedingung (ωr/ωa)2 < Ra/Rr definiert ist, wobei ωr die Winkel
geschwindigkeit des Resonators um seine Rotationsachse (19)
ist, ωa die Winkelgeschwindigkeit der Kreisbewegung des
Resonators um die zur Rotationsachse versetzte Drehachse (9)
ist, Rr der Radius des Resonators, Ra = A + Rr ist, wobei A
der Abstand zwischen den Achsen (9, 19) ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rotationsachse (19) und die
Drehachse (9) der Kreisbewegung vertikal ausgerichtet sind,
wobei der Resonator (12) wenigstens einmal um 180° gedreht
wird, so dass jedes Ende des Resonators in einer Bearbei
tungsphase nach oben weist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Resonator (12), der bereits mit
Schleifkörpern und und Wasser mit Compound beladen ist,
zunächst mit seiner Rotationsachse in waagerechter Aus
richtung in Rotation versetzt wird, und darauffolgend die
Rotationsachse in die Vertikale geschwenkt wird und danach
die Kreisbewegung des Resonators (12) um die zur Rotations
achse (19) parallelversetzte Achse (9) eingeleitet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Resonator (12), der bereits mit Schleif
körpern und Wasser mit Compound beladen ist, zunächst in im
Wesentlichen waagerechter Ausrichtung in die Kreisbewegung
um die zur Rotationsachse (19) parallelversetzte Achse (9)
versetzt wird, und darauffolgend in die Vertikale geschwenkt
wird und danach die Rotationsbewegung des Resonators (12)
eingeleitet wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der
vorhergehenden Ansprüche.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen
Rahmen (24), in dem wenigstens ein Resonator (12) zur
kreisenden Rotationsbewegung um eine zu seiner Längsachse
leicht geneigte, durch seinen Mittelpunkt verlaufende
Rotationsachse (19) und zur Drehbewegung um eine gegenüber
der Rotationsachse (19) parallelversetzte Drehachse (9)
antreibbar aufgehängbar ist, wobei der Rahmen (24) wiederum
in einem Gestell (1) drehbar aufgehängt ist, so dass der
Rahmen um wenigstens 180° um eine horizontale Achse gedreht
werden kann, um eine gleichmäßige Bearbeitung beider Hälften
des Resonators zu erreichen.
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