DE10143694A1 - Bruchtrenneinrichtung - Google Patents
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Abstract
Offenbart ist eine Einrichtung, bei der ein Werkstück zur Ausbildung geteilter Lagersitze über einen Kreuztisch und einen Drehtisch einzelnen Bearbeitungsstationen zuführbar ist, und ein Verfahren zur Ausbildung geteilter Lagersitze unter Nutzung der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Bruchtrenneinrichtung zur Ausbildung geteilter Lagersitze von Werkstücken, nach dem Patentanspruch 1 und ein Bruchtrennverfahren zum Bruchtrennen und Fügen der geteilten Lagersitze nach Patentanspruch 6.
- Das Bruchtrennen von Werkstücken wird z. B. im Automobilbau zur Herstellung von geteilten Lagersitzen an Pleueln, Kurbelwellengehäusen oder Gelenkwellen angewandt. Dabei werden an der Innenumfangsfläche der Lagersitze diametral zwei Sollbruchstellen in Form von achsparallel verlaufenden Kerben eingebracht, so daß die Lagersitze nach dem Aufbringen einer Bruchtrennkraft definiert in Lagerdeckel und Lagerbetten geteilt werden.
- Der Vorteil des Bruchtrennens besteht darin, daß sich eine Mikro- und Makroverzahnung zwischen den Füge bzw. Bruchflächen der Lagerdeckel und Lagerbetten ausbilden. Dadurch wird ein passgenaues Fügen ermöglicht, was aufwendige Nacharbeiten entbehrlich macht.
- Bekannte Lösungen sehen vor, daß mehrere Werkstücke auf einem Werkzeugtisch aufgespannt nacheinander einzelne Bearbeitungsstationen durchlaufen. Für jedes fertigbearbeitete und dem Werkzeugtisch entnommene Werkstück wird ein unbearbeitetes Werkstück dem Werkzeugtisch zugeführt.
- Nachteilig an dieser Lösung ist, daß der Rundtisch vergleichsweise komplex aufgebaut ist, da mehrere Werkzeugaufnahmen für die Vielzahl von am Umfang des Rundtisches verteilten Werkstücke erforderlich sind.
- Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß der Rundtisch einen gewissen Mindestdurchmesser haben muß, um die Bearbeitungsstationen um ihn herumgruppieren zu können, wobei noch eine gewisse Zugänglichkeit zur Wartung und zum Werkzeugwechsel gewährleistet sein muß. Dadurch benötigt die Anlage einen erheblichen Stellraum. Da über den Rundtisch lediglich ein Vorschub entlang einer Kreisbahn durchgeführt wird, müssen die Bearbeitungsstationen mit jeweils eigenen Vorschüben ausgeführt sein, um die Werkstücke bearbeiten zu können.
- Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bruchtrenneinrichtung zur Ausbildung geteilter Lagersitze von Werkstücken, insbesondere Gelenkwellen, und ein Bruchtrennverfahren zu schaffen, die die bekannten Nachteile beseitigt und bei der das Bruchtrennen und Fügen der Lagersitzteile mit minimalem vorrichtungstechnischen Aufwand durchführbar ist.
- Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Bruchtrenneinrichtung durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich des Bruchtrennverfahrens durch die Merkmale des Patentanspruchs 6 gelöst.
- Eine erfindungsgemäße Bruchtrenneinrichtung zur Ausbildung geteilter Lagersitze sieht vor, ein einzelnes Werkstück über einen auf einem Kreuztisch gelagerten Drehtisch Bearbeitungsstationen zuzuführen. Vorgesehene Bearbeitungsstationen sind eine Be- und Entladestation, eine Laserstation, eine Bruchtrennstation und eine Schraubstation. Dabei gilt es zu beachten, daß keine der Bearbeitungsstationen verfahrbar sein muß.
- Die erfindungsgemäße Konstruktion mit auf einem Kreuztisch gelagerten Drehtisch ermöglicht es, das Werkstück zur Bearbeitung mit Bezug zu jeder Bearbeitungsstation zu positionieren, so daß diese relativ einfach ohne komplexe Vorschubeinrichtung zur Positionierung der Bearbeitungsstationen sein können. Der erfindungsgemäße Vorschub erlaubt eine flexible Anpassung der Bearbeitungsaufgaben, wobei durch einfaches Umprogrammieren zusätzlich Bearbeitungsstationen angefahren oder mehrere Bearbeitungsgänge an einer Bearbeitungsstation durchgeführt werden können. Bei der eingangs genannten Lösung ist dies nicht möglich, da bei einem getakteten Rundtisch keine Mehrfachbearbeitung an einer Bearbeitungsstation vorgesehen ist, da sonst die andere Bearbeitungsstationen einen Leertakt durchführen müssten.
- Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel sieht vor, die Bruchtrennstation und die Schraubstation derart auszubilden, daß beide Bearbeitungsstationen auf den gleichen Spreizdorn zugreifen.
- Vorteilhafterweise hat der Spreizdorn einen Gegenhalter der derart angeordnet ist, daß ab einer bestimmten Einfahrtiefe des Spreizdorns in den Lagersitz der Lagerdeckel von dem Gegenhalter stützbar ist. Bei einer Unterschreitung dieser Einfahrtiefe gibt der Gegenhalter den Lagerdeckel frei, wobei der Spreizdorn mit einem Abschnitt in dem Lager verbleibt, so daß beim Fügen eine der Fügekraft entgegengerichtete Spreizkraft aufbringbar ist.
- Bei einem bevorzugten Verfahren werden Lagersitze eines Werkstücks bearbeitet, die in gegenüberliegenden Endabschnitten axial zueinander ausgerichtet sind. Das Werkstück wird über die Be- und Entladestation dem Drehtisch zugeführt. Das Werkstück steuert die Laserstation an, so daß in den ersten und zweiten Lagersitz Kerben eingebracht werden können. Dabei wird nach dem Einbringen jeweils einer Kerbe in die Lagersitze, das Werkstück über den Drehtisch um seine vertikale Achse um 180° gedreht und entsprechend den ersten Kerben zweite Kerben diametral zur jeweiligen ersten Kerbe in die Lagersitze eingebracht. In der folgenden Bruchtrennstation werden die gekerbten Lagersitze mittels eines Spreizdorns in jeweils ein Lagerbett und einen Lagerdeckel getrennt. Zum Schutz von Bruchtrennflächen und zum Erkennen von schadhaften Lagerbetten oder Lagerdeckeln werden die entsprechenden Lagerbetten und die Lagerdeckel in einer Schraubstation unter Zuführung von Schrauben gefügt. Abschließend erfolgt über die Be- und Entladestation die Entnahme des Werkstücks, so daß ein neues Werkstück zugeführt werden kann.
- Beim Bruchtrennen wird der Spreizdorn derart in dem Lagersitz positioniert, daß ein an dem Spreizdorn angeordneter Gegenhalter zur Stützung des Lagerdeckels senkrecht zur Bruchtrennebene gegenüber zumindest einem Abschnitt des Außenumfang des Lagerdeckels angeordnet ist.
- Beim Verschrauben des Lagerbetts mit dem Lagerdeckel wird der Spreizdorn derart in dem Lagersitz angeordnet, daß der Lagerdeckel von dem Gegenhalter freigeben wird, der Spreizdorn aber mit einem Abschnitt in dem Lagersitz verbleibt, so daß beim Fügen eine Spreizkraft aufgebracht werden kann, die der Fügekraft entgegengerichtet ist.
- Somit wird eine Bruchtrenneinrichtung und ein entsprechendes Bruchtrennverfahren geschaffen, die sich nicht nur durch eine flexible Anordnung der Bearbeitungsstationen, sondern auch durch einen raumsparenden (Kombination der Bruchtrennstation mit der Schraubstation, Mitführung des Gegenhalters an dem Spreizdorn) und einfachen Aufbau auszeichnen. Die einzelnen Bearbeitungsstationen sind gut zugänglich, was sich besonders bei Maßnahmen zur Wartung- oder Störungsbehebung positiv bemerkbar macht. Des Weiteren wird nur eine geringe Masse bewegt, wodurch der Kreuztisch mit seinen Antrieben entsprechend einfach ausgelegt werden kann.
- Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.
- Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeipiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
- Es zeigen
- Fig. 1 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Bruchtrenneinrichtung,
- Fig. 2 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Spreizdorns und
- Fig. 3 eine perspektivische Sicht eines bevorzugtes Werkstück.
- Fig. 1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bruchtrenneinrichtung 2 zur Ausbildung von geteilten Lagersitzen 4 eines Werkstücks 6 (Fig. 3) mit einer Zuführeinrichtung 8 und Bearbeitungsstationen S1, S2, S3.
- Die Zuführeinrichtung 8 weist einen NC-gesteuerten Kreuztisch 10 und einen auf dem Kreuztisch 10 angeordneten ebenfalls NC-gesteuerten Drehtisch 12 auf. Der per se bekannte Kreuztisch 10 hat zwei senkrecht zueinander in der Zeichenebene linear verfahrbare Linearschlitten 14, 16. Der zweite Linearschlitten 16 erfüllt in diesem Ausführungsbeispiel jedoch keine Funktion, so daß er ebenfalls wegfallen kann. Dieser Linearschlitten 16 ist nur vollständigkeitshalber skizziert. Der Drehtisch 12 zur Aufnahme eines einzelnen Werkstücks 6 ist auf dem ersten Linearschlitten 14 zentral angeordnet und mindestens um 180° um seine vertikale Achse senkrecht zur Zeichenebene drehbar. Somit kann das Werkstück 6 jede Position in Reichweite der Zuführeinrichtung 2 in der Zeichenebene ansteuern, wodurch eine größtmögliche Flexibilität in Hinblick der Anordnung der Bearbeitungsstationen S1, S2, S3 gegeben ist. D. h. die Bearbeitungsstationen S1, S2, S3 sind sowohl entlang der Bewegungsrichtungen des Kreuztisches 10 (L-förmig, I-förmig, T-förmig), als auch ringförmig um den Kreuztisch 10 anordnungsbar.
- Bevorzugte Bearbeitungsstationen S1, S2, S3 sind eine Be- und Entladestation S1 (nicht dargestellt), eine Laserstation zum Kerben der Lagersitze S2 und eine Bruchtrenn- und Schraubstation S3 zum Teilen und Fügen der Lagersitze 4. Die Laserstation S2 und die Bruchtrenn- und Schraubstation S3 sind an gegenüberliegenden Seitenflächen 20, 22 des Kreuztisch 10 angeordnet. Die Be- und Entladestation S1 ist zwischen der Laserstation S2 und der Bruchtrenn- und Schraubstation S3 an dem Kreuztisch 10 positioniert. Es ist jedoch vorstellbar, eine andere Anordnung der Bearbeitungsstationen zu wählen bzw. weitere zu positionieren.
- Die Laserstation S2 verfügt über einen per se bekannten Industrielaser 24 und ein Optiksystem 26, um einen Laserstrahl entsprechend zu fokussieren. Der Industrielaser 24 ist fest im Bereich der Zuführeinrichtung 8 angeordnet, wobei das Optiksystem 26 zur Ausrichtung des Laserstrahls auf einem Kreuztisch 28 gelagert ist, der über NC-Antriebe 30, 32 die linearen Bewegungen des Kreuztisch 10 der Zuführeinrichtung 8 nachfahren kann. Die Trennung von Industrielaser 24 und Optiksystem 26 hat den Vorteil, daß nur das Optiksystem 26 verfahrbar ausgeführt werden kann, wodurch ein entsprechend einfach ausgelegter Kreuztisch 28 zum Ausrichten des Laserstrahls mit Bezug zum Werkstück 6 wählbar ist.
- Die erfindungsgemäße Bruchtrenn- und Schraubstation S3 ist eine Kombination einer Bruchtrennstation mit einer Schraubenstation. Es jederzeit möglich die Bruchtrenn- und Schraubenstation S3 gegen eine eigenständige Bruchtrennstation und eine eigenständige Schraubstation zu ersetzen. Die erfindungsgemäße Bruchtrenn- und Schraubstation S3 weist eine Bruchtrenn- und Verschraubungseinheit 34 und eine Schraubenzuführeinheit 36 auf. Die Bruchtrennen- und Verschraubungseinheit 36 ist über einen von einem NC-Antrieb 38 angetriebenen Linearschlitten 40 linear im Abstand zur Laserstation S2 verfahrbar. Erfindugnsgemäß verfügt die Bruchtrennen- und Verschraubungseinheit 36 über einen Spreizdorn 42 (Fig. 2), über den nicht nur die Bruchtrennkraft FB beim Bruchtrennen aufgebracht werden kann, sondern auch eine Spreizkraft FS erzeugbar ist, die einer Fügekraft FF beim Verschrauben der bruchgetrennten Lagersitzteile 50, 56 entgegengerichtet ist. Zum prinzipiellen Aufbau eines Spreizdorns 42 mit zumindest einer radial bewegbaren Spreizbacke 44 und einer feststehenden Spreizbacke 46 ist auf Patent DE 198 41 027 verwiesen.
- Vorteilhafterweise ist an dem Spreizdorn 42 ein Gegenhalter 48 zur Lagefixierung des Lagerteils 50 vorgesehen, das durch die Aufbringung der Bruchtrennkraft FB beim Bruchtrennen weggesprengt wird. Dadurch wird beim Ausrichten des Spreizdorns 42 in dem Lagersitz 4 der Gegenhalter 48 mitgeführt und automatisch in eine definierte Position zum wegzusprengendem Lagersitzteil 50, dem sogenannten Lagerdeckel, gesetzt. Somit entfällt beim Bruchtrennen ein ständiges erneutes Ausrichten des Gegenhalters 48, als auch eine Einrichtung zum Führen und Ansteuern des Gegenhalters 48. Dabei ist der Gegenhalter 48 derart gelagert, daß er bei jeder radiale Bewegung die bewegbare Spreizbacke 44 des Spreizdorns 42 mitgeführt wird und so der Abstand A zwischen der bewegbaren Spreizbacke 44 und dem Gegenhalter 48 stets konstant bleibt.
- Um den beim Bruchtrennen verwendeten Spreizdorn 42 mit Gegenhalter 48 ebenfalls beim Verschrauben einsetzen zu können, ist dieser derart ausgebildet, daß ab einer bestimmten Einfahrtiefe ET des Spreizdorns in dem Lagersitz 4 der Lagerdeckel 50 über dem Gegenhalter 48 stützbar ist. Wird dagegen die Einfahrtiefe ET unterschritten, so gibt der Gegenhalter 48 den Lagerdeckel 50 frei, wobei der Spreizdorn 42 mit einem Abschnitt 52 in dem Lagersitz 4verbleibt. Werden nun Schrauben 54 dem geteilten Lagersitz 4 zugeführt und die Lagersitzteile 50, 56 gefügt, kann beim Verschrauben der Fügekraft FF die Spreizkraft FS entgegengesetzt werden.
- Die per se bekannte Schraubenzuführeinheit 36 dient zur Speicherung und Zufuhr der Schrauben 36 und ist fest im Bereich der Zuführenrichtung 8 positioniert. Über einen Kanal 58 sind die Schrauben 54 den Lagersitzen 4 des Werkstücks 6 in eine definierten Position zuführbar.
- Bei einem erfindungsgemäßen Bruchtrennverfahren werden bevorzugt Lagersitze 4 von Werkstücken 6 gemäß Fig. 3 bearbeitet. Die Lagersitze 4 sind in gegenüberliegenden Endabschnitten 60, 62 einer Gelenkwelle 6 axial zueinander ausgerichtet und teilen sich entlang einer Bruchtrennebene 64 in Lagerbetten 56 und Lagerdeckel 50. Die Bruchtrennebene 64 wird über achsparallel zur Lagersitzachse 66 und diametral verlaufende Kerben 68, 70 an den Innenumfangsflächen 72 der Lagersitze 4 vorbestimmt.
- Die Gelenkwelle 6 wird über die Beladungsstation 51 in eine Halterung auf dem Drehtisch 12 vororientiert gelegt. Mittels optoelektrischer Elemente wird die Lage der Gelenkwelle 6 in der Halterung ermittelt, so daß die Gelenkwelle 6 über eine Drehung des Drehtisches 12 in eine endorientierte Lage mit Bezug zu den Bearbeitungstationen S1, S2, S3 bringbar ist. Die Gelenkwelle 6 steuert die Laserstation S2 an, bei der in den Innenumfangsflächen der Lagersitze 4 nacheinander zwei diametrale und achsparallel zur Lagersitzachse Kerbe 68, 70 eingebracht werden. Eine für das Einbringen der Kerbe 68, 70 notwendige lineare Bewegung kann über eine entsprechende Ansteuerung des Kreuztisches 10 erfolgen. Dabei wird zuerst in jeden Lagersitz 4 eine Kerbe 68 eingebracht, die Gelenkwelle 6 vertikal um 180° geschwenkt und anschließend die zweite Kerbe 70 in jeden Lagersitz 4 eingebracht. Nun werden die Lagersitze 4nacheinander in der Bruchtrenn- und Schraubstation S3 gebrochen und gefügt. Über eine entsprechende lineare Bewegung des Kreuztischs 10 und kann der Spreizdorn 42 der Bruchtrenn- und Schraubstation S3 in einen Lagersitz 4 einfahren, wodurch gemäß dem erfindungsgemäßen Aufbau des Spreizdorns 42 gleichzeitig der Gegenhalter 48 zum Lagerdeckel 50 positioniert wird, so daß bei einer folgenden radialen Aussteuerung der bewegbaren Spreizbacke 44 der Lagerdeckel 50 senkrecht zur Bruchtrennebene 64 weggesprengt und durch den Gegenhalter 50 in seiner Lage fixiert wird. Der Kreuztisch 10 fährt definiert zurück, bis der Gegenhalter 48 den Lagerdeckel 50 freigibt, so daß der erste Lagersitz 4 mittels Schrauben 54 nach einem Entfernen von losen Bruchstücken von den Bruchflächen 74 gefügt werden kann. Wenn der erste Lagersitz 4 entsprechend gefügt ist, wird die Gelenkwelle über den Drehtisch um 180° um seine vertikale Achse gedreht und das Bruchtrennen und Fügen wiederholt sich am zweiten Lagersitz 4. Abschließend wird die Gelenkwelle 6 über die Entladestation S1 aus der Halterung des Drehtisches 12 entnommen und abgeführt, so daß eine weitere Gelenkwelle 6 bearbeitet werden kann.
- Es ist jedoch auch vorstellbar, daß ein Laserkopf 76 am lagersitzseitigen Endabschnitt 78 des Optiksystems 26 um 180° um eine Lagersitzachse 66 drehbar ist, so daß über eine entsprechende Ansteuerung des Lasrkopfs 76 die jeweilige zweite Kerbe 70 direkt nach der jeweiligen ersten Kerbe 68 in die Innenumfangsflächen 72 der Lagersitze 4 einbringbar ist. Ein notwendige Drehung des Drehtisches 12 um 180° entfällt somit.
- Des Weiteren ist es vorstellbar, Bruchtrennverfahren zu schaffen, bei dem ein Werkstück 6 über einen Kreuztisch 10 nur in eine ungefähre Position zu den einzelnen Bearbeitungsstationen S1, S2, S3 gebracht wird, und eine Detailpositionierung über Antriebe der Bearbeitungsstationen S1, S2, S3 erfolgt.
- Offenbart ist eine Einrichtung, bei der ein Werkstück zur Ausbildung geteilter Lagersitze über einen Kreuztisch und einen Drehtisch einzelnen Bearbeitungsstationen zuführbar ist, und ein Verfahren zur Ausbildung geteilter Lagersitze unter Nutzung der erfindungsgemäßen Einrichtung. Bezugszeichenliste 2 Einrichtung
4 Lagersitz
6 Werkstück
8 Zuführeinrichtung
10 Kreuztisch
12 Drehtisch
14 Linearschlitten
16 Linearschlitten
20 Seitenfläche
22 Seitenfläche
24 Industrielaser
26 Optiksystem
28 Kreuztisch
30 NC-Antrieb
32 NC-Antrieb
34 Bruchtrenn- und Verschraubungseinheit
36 Schraubenzuführeinheit
38 NC-Antrieb
40 Linearschlitten
42 Spreizdorn
44 bewegbare Spreizbacke
46 feststehende Spreizbacke
48 Gegenhalter
50 Lagersitzteil (Lagerdeckel)
52 Abschnitt
54 Schraube
56 Lagersitzteil (Lagerbett)
58 Kanal
60 Endabschnitt
62 Endabschnitt
64 Bruchtrennebene
66 Lagersitzachse
68 Kerbe
70 Kerbe
72 Innenumfangsfläche
74 Bruchfläche
76 Laserkopf
78 lagersitzseitigen Endabschnitt
Claims (9)
1. Bruchtrenneinrichtung (2) zur Ausbildung geteilter
Lagersitze (4) von Werkstücken (6), mit einer Be- und
Entladestation, einer Laserstation zum Einbringen von
Kerben in die Lagersitze, einer Bruchtrennstation zum
Bruchtrennen der Lagersitze und mit einer Schraubstation
zum Verschrauben der Lagersitze, dadurch gekennzeichnet,
daß allen Bearbeitungsstationen ein gemeinsamer, auf
einem Kreuztisch (10) gelagert Drehtisch (12) zugeordnet
ist, auf dem ein einziges Werkstück (6) aufgespannt ist,
wobei der Kreuztisch (10) so ausgebildet ist, daß die
Bearbeitungsstationen zur Bearbeitung des Werkstücks (6)
anfahrbar sind.
2. Bruchtrenneinrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Kreuztisch ein Drehtisch (12)
gelagert ist, der mindestens um 180° drehbar ist.
3. Bruchtrenneinrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitungsstationen
ringförmig um den Kreuztisch (10) oder I-förmig, oder T-
förmig oder L-förmig angeordnet sind.
4. Bruchtrenneinrichtung (2) nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bruchtrennstation und
die Schraubstation derart kombiniert sind, daß beide
Bearbeitungsstationen (53) auf den gleichen Spreizdorn
(42) zugreifen.
5. Bruchtrenneinrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Spreizdorn (42) mit einem Gegenhalter
(48) derart angeordnet ist, daß ab einer bestimmten
Einfahrtiefe des Spreizdorns (42) in den Lagersitz (4) ein
Lagerdeckel (50) von dem Gegenhalter (48) in einer Lager
fixierbar ist und bei einer Unterschreitung dieser
Einfahrtiefe der Gegenhalter (48) den Lagerdeckel (59)
freigibt, wobei der Spreizdorn (42) mit einem Abschnitt
(52) in dem Lagersitz (4) verbleibt.
6. Bruchtrennverfahren (2) zur Ausbildung geteilter
Lagersitze (4) von Werkstücken (6), die mittels eines
Bruchtrennens in Lagerbetten (56) und Lagerdeckel (50)
getrennt werden, und nach einem Entfernen von losen
Bruchstücken von Bruchflächen (74) gefügt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß ein einziges Werkstück (6) auf einem
Drehtisch (12) gespannt wird, der über einen Kreuztisch
(10) verfahren wird, so daß das Werkstück (6) einer Be-
und Entladestation, einer Laserstation zum Einbringen
von Kerben (68, 70) in die Lagersitze (4), einer
Bruchtrennstation zum Bruchtrennen der Lagersitze (4) und
einer Schraubstation zum Verschrauben der Lagersitze (4)
zugeführt wird.
7. Bruchtrennverfahren nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Verschrauben eine der Fügekraft
entgegenwirkende Spreizkraft auf den Lagersitz (4)
aufgebracht werden kann, wobei die Spreizkraft über den
Spreizdorns (42) erzeugt wird, mittels dem zuvor die
Bruchtrennkraft beim aufgebracht wurde.
8. Bruchtrennverfahren nach Anspruch 6 oder 7, mit den
Schritten:
- Einringen jeweils einer Kerbe (68) in den ersten und
eines zweiten Lagersitzes (4) an einem Abschnitt ihrer
Innenumfangsfläche (72),
- Drehen des Werkstücks um 180° um seine vertikale Achse
und Einbringen jeweils einer Kerbe (70) diametral zu
den ersten Kerben (68) in dem entsprechenden Lagersitz
(4),
- Bruchtrennen und Verschrauben des ersten Lagersitzes
(4) und
- Bruchtrennen und Verschrauben des zweiten Lagersitzes
(4).
9. Bruchtrennverfahren nach Anspruch 6, 7 oder 8 mit den
Schritten:
- Positionieren des Spreizdorns (42) der Bruchtrennstation
in dem Lagersitz (4), so daß ein über dem Spreizdorn
(42) mitgeführter Gegenhalter (48) den Lagerdeckel (50)
beim Bruchtrennen senkrecht zur Bruchtrennebene (64) in
seiner Lage fixiert,
- Bruchtrennen des Lagersitzes (4),
- Positionieren des Spreizdorns (42) der Bruchtrennstation
in dem Lagersitz (4), so daß der Gegenhalter (48) den
Lagerdeckel (50) freigibt und Schrauben (54) zugeführt
werden können, der Spreizdorn (42) jedoch mit einem
Abschnitt (52) in dem Lagersitz (4) verbleibt,
- Verschrauben des Lagersitzes (4), und
- Drehen des Werkstücks (6) um 180° um seine vertikale
Achse und Wiederholen der Schritte an dem zweiten
Lagersitz (4).
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