DE10142396A1 - Kathode und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Kathode und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Abstract
Es wird eine Kathode, die einfach betrieben werden kann, ungefährlich und bei hohen Temperaturen von mindestens 1400 DEG C stabil ist und gleichzeitig eine hervorragende Elektronen-Emissionscharakteristik aufweist, und ein Verfahren zu deren Herstellung zur Verfügung gestellt. Die erfindungsgemäße Kathode umfaßt eine polykristalline Substanz oder eine polykristalline poröse Substanz aus hochschmelzendem Metallmaterial und ein Emittermaterial, das in der genannten polykristallinen Substanz oder polykristallinen porösen Substanz dispergiert ist, wobei das Emittermaterial mindestens ein Oxid, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid und Titanoxid, umfaßt und in einer Menge von 0,1 bis 30 Gew.-% in der Kathode dispergiert ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kathode, die bei
hohen Temperaturen betrieben werden kann, und ein Verfahren
zu ihrer Herstellung. Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung eine Kathode, die bei Temperaturen, die höher als
die Betriebstemperatur imprägnierter Kathoden sind (z. B.
mindestens 1400°C), betrieben werden kann und die
umweltverträgliches Material umfaßt, und ein Verfahren zu
ihrer Herstellung.
Herkömmlicherweise wird eine in Fig. 15(a) und (b) gezeigte
Kathode als mittlere bis große Elektronenröhre, z. B. als
Röhre für große Stromversorgungsanlagen, eingesetzt.
Mittlerweile wird die in Fig. 15(a) gezeigte Kathode auch
allgemein für eine Lampe einer Hochleistungsentladungsröhre,
z. B. für eine Lampe, die als Lichtquelle für
Photolithographie-Vorrichtungen dient, eingesetzt. Diese
Kathode, die auch bei einer Temperatur von mindestens 1400°C
betrieben werden kann, bei der imprägnierte Kathoden nicht
einsetzbar sind, umfaßt eine Wolfram-Kathode 21, die (etwa
2 Gew.-%) Thoriumoxid (ThO2) (nachfolgend als thorierte
Kathode bezeichnet) enthält und mit einer Elektrode 20
verbunden ist. Seit kurzem werden schrittweise imprägnierte
Kathoden für mittlere bis große Elektronenröhren eingesetzt,
da Verbesserungen bezüglich des im Inneren der Röhre
erreichbaren Vakuums und Änderungen in der Röhrengestaltung,
die auf Umweltschutzanforderungen beruhen, vorgenommen
wurden. Thorierte Kathoden sind jedoch die einzigen praktisch
einsetzbaren Kathoden für Lampen von
Hochleistungsentladungsröhren und sie können nicht einfach
durch imprägnierte Kathoden ersetzt werden.
In der thorierten Kathode wird bei etwa 1500 bis 1800°C
ThO2 im Wolfram W durch das Wolfram oder durch Kohlenstoff C
auf der Oberfläche der Kathode deoxidiert und eine
monoatomare Th-W-Schicht wird auf der Kathodenoberfläche
gebildet. Dadurch kann eine Austrittsarbeit von etwa 2,7 eV
erreicht werden und unter einem Vakuum von 10-5 Pa bei
2000°C kann eine Elektronen-Emissionscharakteristik von etwa
10 A/cm2 erreicht werden. Das bedeutet, daß die Elektronen-
Emissionscharakteristik im Vergleich zu Wolfram-Kathoden (die
eine Austrittsarbeit von etwa 4,5 eV aufweisen) etwa um den
Faktor 1000 verbessert ist. Da jedoch das in der thorierten
Kathode enthaltene ThO2 ein radioaktives Material ist,
erfordert es eine streng kontrollierte Handhabung. Darüber
hinaus bestehen Gefahren für die Gesundheit und die Umwelt.
Mit dem gegenwärtig steigenden Umweltbewußtsein wachsen auch
die Bestrebungen, den Einsatz von Thorium, hauptsächlich bei
dessen Lieferanten, d. h. den europäischen Ländern, zu
beschränken oder zu unterbinden, so daß in Zukunft mit
Problemen hinsichtlich einer kontinuierlichen Versorgung zu
rechnen ist.
Außer der thorierten Kathode und der Wolfram-Kathode gibt es
Kathoden, die den in Fig. 16 gezeigten Aufbau aufweisen. Sie
werden als Quelle für Elektronenstrahlen hoher Intensität in
Elektronenstrahl-Photographievorrichtungen von
Elektronenmikroskopen oder bei der Herstellung von Ultra-
LSI's eingesetzt. Diese Kathode kann bei hohen Temperaturen
betrieben werden und ist aus einer Kathode 22 aus
Lanthanborid (LaB6), die mit Elektroden 20 verbunden ist,
aufgebaut. Die Kathode weist eine metallische elektrische
Leitfähigkeit und eine relativ geringe Austrittsarbeit
(2,68 eV) auf. Eine Elektronen-Emissionscharakteristik von
etwa 20 bis 100 A/cm2 kann unter einem Vakuum von 10-5 Pa bei
einer Betriebstemperatur von 1600°C erreicht werden.
Außerdem weist die Kathode eine relativ hohe
Widerstandsfähigkeit gegenüber Ionenbeschuß auf und die
ursprüngliche Elektronen-Emissionscharakteristik kann auch
nach Kontakt mit der Atmosphäre leicht wieder hergestellt
werden. Weil jedoch LaB6 eine monokristalline Struktur
aufweist, ist es notwendig, die geeignete (100)- oder (210)-
Kristallfläche auszuwählen, um eine ausreichende Elektronen-
Emissionscharakteristik zu erreichen. Außerdem beträgt die
Lebensdauer von LaB6 nur 500 bis 2000 Stunden, da Probleme
hinsichtlich der Stabilität der LaB6-Zusammensetzung noch
nicht überwunden werden konnten. D. h., obwohl LaB6 bei weitem
stabiler als andere Boride von Seltenerdmetallen (wie YB6 und
GdB6) ist, existieren viele Berichte über Probleme
hinsichtlich der Stabilität der Oberflächenzusammensetzung
bei hohen Temperaturen. Somit ist LaB6 mit den Nachteilen
einer schwierigen Handhabung aufgrund der monokristallinen
Struktur und einer kurzen Lebensdauer aufgrund der geringen
Stabilität der Verbindung verbunden.
Ein weiteres jedoch untergeordnetes Beispiel ist die in Fig.
17 gezeigte mit Zirkonium überzogene Wolfram-Kathode 23
(monokristalline (100)-Fläche). Sie wird teilweise für
Elektronenstrahl-Photolithographievorrichtungen bei der
Herstellung von Ultra-LSI's eingesetzt. In der mit Zirkonium
überzogenen Wolfram-Kathode wird Zirkoniumhydrid im Vakuum
thermisch zersetzt und das Zirkonium wird auf der Oberfläche
des Wolframs adsorbiert. Durch nachfolgende Einführung von
Sauerstoff bildet sich auf der Oberfläche eine Zr-O-W-Schicht
24 mit elektrischem Dipolmoment. Dadurch wird die Austritts
arbeit auf etwa 2,4 eV verringert und eine hervorragende
Charakteristik kann erreicht werden. Weiterhin wurde über die
Entwicklung von ähnlich aufgebauten Kathoden mit einer
Ti-O-W-Schicht (monokristalline (100)-Fläche) berichtet. Es
wird angegeben, daß die Betriebstemperatur etwa 1500°C und
die Lebensdauer 5000 Stunden beträgt, wobei ein Vakuum von
mindestens 10-7 Pa erforderlich ist. Es existieren jedoch
viele Probleme z. B. hinsichtlich der Auswahl der
Kristallfläche des Wolfram-Einkristalls und der praktischen
Reproduzierbarkeit.
Zusammenfassend ist der Einsatz einer thorierten Kathode, die
bei hohen Temperaturen betrieben werden kann, mit Problemen
bezüglich Umwelt und. Gesundheit verbunden, da sie radioaktive
Materialien enthält. Außerdem ist eine kontinuierliche
Versorgung mit dem Material fraglich. Imprägnierte Kathoden
können im allgemeinen nicht betrieben werden, wenn die
Temperatur mindestens 1400°C beträgt. LaB6-Kathoden oder mit
Zirkonium überzogene Wolfram-Kathoden (monokristalline (100)-
Fläche) sind durch eine schwierige Handhabung, z. B.
hinsichtlich der Flächenausrichtung, und mangelnde Stabilität
gekennzeichnet.
Die vorliegende Erfindung wurde getätigt, um die genannten
Probleme zu lösen. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht darin, eine Kathode, die einfach zu handhaben und
ungefährlich ist und gleichzeitig einen stabilen Aufbau
aufweist und auch bei hohen Temperatur von mindestens 1400°C
durch eine hervorragende Elektronen-Emissionscharakteristik
gekennzeichnet ist, und ein Verfahren zur ihrer Herstellung
zur Verfügung zu stellen.
Die erfindungsgemäße Kathode umfaßt eine polykristalline
Substanz oder eine polykristalline poröse Substanz aus
hochschmelzendem Metall und ein Emittermaterial, das in der
polykristallinen Substanz oder der polykristallinen porösen
Substanz dispergiert ist, wobei das Emittermaterial
mindestens ein Oxid, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid und
Titanoxid, umfaßt und in einer Menge von 0,1 bis 30 Gew.-%,
bezogen auf die Kathode, dispergiert ist.
Durch diesen Aufbau wird bei hohen Betriebstemperaturen auf
der Oberfläche des hochschmelzenden Metalls, z. B. Wolfram (W)
oder Molybdän (Mo), aus dem Hafniumoxid, Zirkoniumoxid,
Lanthanoxid, Ceroxid und/oder Titanoxid eine monoatomare
Schicht (z. B. eine Hf-W-Schicht in Abwesenheit von Sauerstoff
oder eine Hf-O-W-Schicht in Gegenwart von Sauerstoff)
gebildet. Die monoatomare Schicht ist bei hohen Temperaturen
relativ stabil, verringert die Austrittsarbeit und dient als
Kathode, die in der Lage ist, eine hervorragende
Elektronenemission zu erzeugen.
Das hochschmelzende Metallmaterial ist bevorzugt eine
Legierung, die durch Zugabe von 0,01 bis 1 Gew.-% Hf, Zr oder
Ti zu Wolfram oder Molybdän erhalten wird. Diese zugefügten
Elemente wirken als Reduktionsmittel, die die
Reduktionswirkung der hochschmelzenden Metallelemente weiter
verbessern.
Es ist bevorzugt, eine Metallschicht aus mindestens einem
Metall, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Iridium (Ir),
Ruthenium (Ru), Osmium (Os) und Rhenium (Re), zumindest auf
einer Elektronen-Emissionsoberfläche der polykristallinen
Substanz oder der polykristallinen porösen Substanz
anzuordnen. Dadurch wird die Austrittsarbeit weiter
verringert.
Es ist auch bevorzugt, eine Wolframcarbid-Schicht oder eine
Molybdäncarbid-Schicht zumindest auf einer Elektronen-
Emissionsoberfläche der polykristallinen Substanz oder der
polykristallinen porösen Substanz anzuordnen. Dadurch wird
die Austrittsarbeit weiter verringert.
Bevorzugt sind die Kristallkörner der polykristallinen
Substanz oder der polykristallinen porösen Substanz
faserförmig in gleicher Richtung angeordnet. Dadurch wird die
Zähigkeit verbessert und die Bearbeitung vereinfacht.
Weiterhin wird bei einem solchen hochdichten Aufbau, wenn
eine Carbonisierung stattfindet, eine Carbidschicht nur auf
der äußersten Oberfläche gebildet.
In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird bevorzugt eine Verbindungsschicht aus mindestens einer
Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafniumwolframat, Zirkoniumwolframat, Lanthanwolframat,
Cerwolframat und Titanwolframat auf einer Elektronen-
Emissionsoberfläche angeordnet. Bei diesem Aufbau zerfällt
z. B. Hafniumwolframat bei den Betriebsbedingungen der Kathode
(hohe Temperatur und Vakuum) zu Wolfram und Hafniumoxid. Das
so erhaltene Wolfram und das so erhaltene Hafniumoxid weisen
eine hervorragende Homogenität auf und die Reduktionswirkung
des Wolframs ist gleichmäßig, wodurch vorteilhafterweise zu
einer langen Lebensdauer der Kathode beigetragen wird.
Das Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Kathode
ist ein Verfahren, in dem ein Emittermaterial in einer
polykristallinen Substanz oder in einer polykristallinen
porösen Substanz aus einem hochschmelzenden Metallmaterial
dispergiert wird, und ein erfindungsgemäßes Verfahren umfaßt
den Einsatz mindestens einer pulverförmigen Verbindung,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hafniumwolframat,
Zirkoniumwolframat, Lanthanwolframat, Cerwolframat und
Titanwolframat als mindestens einem Bestandteil des
Emittermaterials. Dadurch können das Wolfram und der
oxidische Emitter gleichmäßig dispergiert werden und das
Emittermaterial kann gleichförmig reduziert werden.
Ein anderes Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Kathode umfaßt das Mischen eines pulverförmigen Oxids eines
hochschmelzenden Metallmaterials mit einem pulverförmigen
Oxid mindestens eines Metalls, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Hf, Zr, La, Ce und Ti, in Wasser oder in einem
organischen Lösungsmittel und anschließend das Calcinieren
und gegebenenfalls das Sintern der Mischung. Auf diese Weise
wird das Oxid des hochschmelzenden Metalls reduziert und es
ist möglich, ein Emittermaterial, das mindestens ein Oxid,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hafniumoxid,
Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid und Titanoxid enthält, im
hochschmelzenden Metallmaterial zu dispergieren.
Ein anderes Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Kathode umfaßt das Mischen einer Lösung, die durch Auflösen.
eines Nitrats mindestens eines Metalls, ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus Hf, Zr, La, Ce und Ti, in Wasser oder in
einem organischen Lösungsmittel erhalten wird, mit dem
pulverförmigen Oxid des hochschmelzenden Metallmaterials und
anschließend das Calcinieren der Mischung. Dadurch wird das
Oxid des hochschmelzenden Metalls reduziert und das Nitrat
wird zersetzt. Somit ist es möglich, ein Emittermaterial, das
mindestens ein Oxid, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid und
Titanoxid enthält, im hochschmelzenden Metallmaterial zu
dispergieren.
Ein anderes Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Kathode umfaßt das Tränken eines porösen hochschmelzenden
Metallmaterials mit einer Lösung, die durch Auflösen eines
Alkoxids mindestens eines Metalles, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Hf, Zr, La, Ce und Ti, in einem organischen
Lösungsmittel erhalten wurde, unter verringertem Druck und
das anschließende Calcinieren der Mischung. Dadurch wird das
Alkoxid zersetzt und es ist möglich, das Emittermaterial, das
mindestens ein Oxid, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid und
Titanoxid enthält, im porösen hochschmelzenden Metallmaterial
zu dispergieren.
Ein anderes Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Kathode umfaßt das Beschichten eines Pulvers des
hochschmelzenden Metalls mit einem Alkoxid mindestens eines
Metalles, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hf, Zr, La,
Ce und Ti, und anschließend das Calcinieren der Mischung.
Dadurch wird das Alkoxid in ein Oxid zersetzt und ein
hochschmelzendes Metallpulver, das mit dem Oxid beschichtet
ist, wird gebildet. Im Ergebnis ist es möglich, ein
Emittermaterial, das mindestens ein Oxid, ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid,
Ceroxid und Titanoxid enthält, im hochschmelzenden
Metallmaterial zu dispergieren.
Es ist bevorzugt, das feste Material, das durch Beschichtung
des Pulvers aus hochschmelzendem Metall mit dem Oxid gebildet
wurde, im Calcinierungsschritt zu pulverisieren, mit weiterem
Pulver des hochschmelzenden Metalls zu mischen und
anschließend die Mischung zu sintern. Dadurch kann die
mechanische Festigkeit der geformten Artikel verbessert
werden.
Bevorzugt wird der Calcinierungs- und der Sinterschritt des
Herstellungsverfahrens bei einer Temperatur durchgeführt, bei
der das Emittermaterial nicht deoxidiert wird. Dadurch ist es
möglich, die unnötige Verdampfung des Emittermaterials, z. B.
des Hafniumoxids, zu hemmen und das Endprodukt zu bilden.
Bevorzugt umfaßt jedes der oben genannten Verfahren weiterhin
einen Schritt des Streckens des hochschmelzenden
Metallmaterials, in dem das Emittermaterial dispergiert ist,
durch Ausziehen (z. B. Gesenkschmieden) unter Wasserstoff.
Dadurch können die Kristallkörner des hochschmelzenden
Metalls faserförmig in gleicher Richtung angeordnet werden
und somit wird die Zähigkeit verbessert und eine
hervorragende Verarbeitbarkeit erreicht.
Es ist bevorzugt, eine Wolframcarbid-Schicht oder eine
Molybdäncarbid-Schicht zumindest auf der Elektronen-
Emissionsoberfläche der Kathode zu bilden, nachdem die
faserförmige Struktur erzeugt wurde. Dadurch wird ein
vorteilhafter Aufbau erhalten, da die Carbonisierung
insbesondere nur auf der äußersten Oberfläche, jedoch nicht
im Inneren stattfindet.
Fig. 1 ist eine Ansicht einer Kathode gemäß Ausführungsform 1
der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 ist ein Flußdiagramm, das ein Verfahren zur
Herstellung der in Fig. 1 gezeigten Kathode darstellt.
Fig. 3 ist ein Flußdiagramm, das ein anderes Verfahren zur
Herstellung der in Fig. 1 gezeigten Kathode darstellt.
Fig. 4 ist ein Schnittbild einer Kathode gemäß
Ausführungsform 2 der vorliegenden Erfindung.
Fig. 5 ist ein Flußdiagramm, das ein Verfahren zur
Herstellung der in Fig. 4 gezeigten Kathode darstellt.
Fig. 6 ist ein Schnittbild einer Kathode gemäß
Ausführungsform 3 der vorliegenden Erfindung.
Fig. 7 ist ein Flußdiagramm, das ein Verfahren zur
Herstellung der in Fig. 6 gezeigten Kathode darstellt.
Fig. 8 ist ein Schnittbild einer Kathode gemäß
Ausführungsform 4 der vorliegenden Erfindung.
Fig. 9 ist eine Darstellung eines Beispiels für einen
Sputter-Schritt für die in Fig. 8 gezeigte Kathode.
Fig. 10 ist ein Schnittbild einer Kathode gemäß
Ausführungsform 5 der vorliegenden Erfindung.
Fig. 11 ist eine Darstellung eines Beispiels für einen
Carbonisierungsschritt für die in Fig. 10 gezeigte Kathode.
Fig. 12 ist eine vergrößerte Ansicht der Oberfläche der in
Fig. 10 gezeigten Kathode.
Fig. 13 ist ein Schnittbild einer Kathode gemäß
Ausführungsform 6 der vorliegenden Erfindung.
Fig. 14 ist eine Ansicht einer Kathode gemäß Ausführungsform
7 der vorliegenden Erfindung.
Fig. 15 ist eine Ansicht einer herkömmlichen thorierten
Kathode.
Fig. 16 ist ein Schnittbild, das eine herkömmliche LaB6-
Kathode für eine Elektronenstrahlquelle hoher Intensität
zeigt.
Fig. 17 ist eine Ansicht, die eine herkömmliche mit Zirkonium
überzogene Wolfram-Kathode, die für Elektronenstrahl-
Photographievorrichtungen zur Herstellung von Ultra-LSI's
eingesetzt wird, zeigt.
Die erfindungsgemäße Kathode für den Hochtemperaturbetrieb
und das Verfahren zu ihrer Herstellung werden nachfolgend
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erklärt.
Eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Kathode für den
Hochtemperaturbetrieb ist in Fig. 1(a) und (b) gezeigt. Fig.
1(a) und (b) sind Querschnitte einer Kathode für eine
Röntgenröhre bzw. für die Lampe einer
Hochleistungsentladungsröhre. Bevorzugt umfaßt die Kathode
eine polykristalline Substanz oder eine poröse
polykristalline Substanz 1 aus einem hochschmelzenden
Metallmaterial, z. B. Wolfram, und ein Emittermaterial 2
umfassend mindestens ein Oxid, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid,
Ceroxid und Titanoxid, das in einer Menge von 0,1 bis 30 Gew.-%,
bezogen auf die Kathode, in der polykristallinen
Substanz oder der porösen polykristallinen Substanz
dispergiert ist. Alternativ wird zum oben genannten
Emittermaterial 2 mindestens ein Metall, ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus Hafnium, Zirkonium, Lanthan, Cer und
Titan, gegeben. 4 bezeichnet eine Kathodenumhüllung, 5 eine
Heizung und 20 eine Elektrode. Fig. 1 zeigt den Fall, in dem
das Dispergieren des Emittermaterials 2 in der
polykristallinen Substanz 1, die das hochschmelzende
Metallmaterial umfaßt, durch Mischen des hochschmelzenden
Metallmaterialpulvers mit Emittermaterialpulver durchgeführt
wird.
Das in der vorliegenden Erfindung eingesetzte hochschmelzende
Metallmaterial weist einen Schmelzpunkt von mindestens
2500°C auf. Beispiele unter dem Gesichtspunkt einer
optimalen Reduktionswirkung, einer hohen Zugfestigkeit und
eines geringen Dampfdruckes sind Wolfram (W) und Molybdän
(Mo).
Das Emittermaterial 2 wird in der polykristallinen Substanz
oder der porösen polykristallinen Substanz 1, die das
hochschmelzende Metallmaterial umfaßt, dispergiert. Das
Emittermaterial 2, das mindestens ein Oxid, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Hafniumoxid, Zirkoniumoxid,
Lanthanoxid, Ceroxid und Titanoxid; umfaßt, wird in einer
Menge von 0,1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 4 Gew.-%,
bezogen auf die Kathode, mit einer polykristallinen Substanz
oder in einer Menge von 0,1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt
20 Gew.-%, bezogen auf die Kathode, mit einer porösen
polykristallinen Substanz gemischt. Wenn die Menge des oben
genannten Oxids weniger als 0,1 Gew.-% beträgt, kann aufgrund
der instabilen Bildung einer monoatomaren Schicht auf der
Kathodenoberfläche keine ausreichende Emissionscharakteristik
erreicht werden. Wenn sie mehr als 30 Gew.-% beträgt,
verringert sich die mechanische Festigkeit oder eine große
Menge des verdampften Emitters verunreinigt die Röhre. Unter
den oben genannten Oxiden sind Hafniumoxid und Zirkoniumoxid
unter dem Gesichtspunkt der Realisierung einer auch bei
höchsten Temperaturen betriebsfähigen Kathode aufgrund ihres
geringen Dampfdruckes bevorzugt.
In einer bevorzugt Kathode ist mindestens ein Metall,
ausgewählt aus der Gruppe bestehen aus Hafnium (Hf),
Zirkonium (Zr), Lanthan (La), Cer (Ce) und Titan (Ti)
zusätzlich in das Emittermaterial eingemischt. Unter dem
Gesichtspunkt einer starken Reduktionswirkung und eines
geringen Dampfdruckes sind unter diesen Hf und Zr bevorzugt.
Die Menge beträgt bevorzugt 0,01 bis 1 Gew.-% und besonders
bevorzugt 0,1 bis 1 Gew.-%. Wenn die zum Emittermaterial 2
zugefügte Menge weniger als 0,01 Gew.-% beträgt, ist die
Wirkung der Verbesserung der Emission vernachlässigbar. Wenn
sie mehr als 1 Gew.-% beträgt, kann das Ausmaß der
Emitterverdampfung ansteigen.
Außerdem wird bevorzugt eine Legierung, die etwa 0,01 bis
1 Gew.-% Hf, Zr oder Ti enthält, als Reduktionsmittel zum
hochschmelzenden Metallmaterial zugefügt, da auf diese Weise
die Reduktionswirkung weiter verbessert werden kann. Wenn die
Menge weniger als 0,01 Gew.-% beträgt, kann die
Reduktionswirkung nicht signifikant verbessert werden. Wenn
sie mehr als 1 Gew.-% beträgt, ist die Legierung schwierig
herzustellen. Unter dem Gesichtspunkt einer starken
Reduktionswirkung und eines geringen Dampfdruckes sind Hf und
Zr als Reduktionsmittel besonders bevorzugt.
Um die erfindungsgemäße Kathode herzustellen, wird
Wolframoxid-Pulver WO3 mit Hafniumoxid-Pulver HfO2 in Alkohol
gemischt und die Mischung wird getrocknet (S1), wie im
Flußdiagramm in Fig. 2 beispielhaft gezeigt ist. Der Alkohol
verringert die Oberflächenenergie der Körner und verhindert
die Kohäsion der Körner untereinander, so daß ein homogenes
Mischen ermöglicht wird. Anstelle von Alkohol kann auch ein
anderes organisches Lösungsmittel oder Wasser eingesetzt
werden. Ein organisches Lösungsmittel ist jedoch besonders
bevorzugt, da es leicht trocknet. Während des
Mischungsverfahrens werden die zu mischenden Substanzen über
die gesamte Zeit in gleicher Menge zugefügt, z. B. auf die
Weise, daß zu Beginn Wolframoxid-Pulver und Hafniumoxid-
Pulver miteinander in gleichen Mengen gemischt werden und
dann Wolframoxid-Pulver in gleicher Menge wie die Mischung
zugefügt wird. Dadurch kann eine homogene Mischung erhalten
werden und die Reproduzierbarkeit der Kathode kann verbessert
werden, auch wenn die Menge des Hafniumoxids nur 1 Gew.-%
beträgt.
Anschließend wird das Calcinierungsverfahren in einem
Wasserstoffofen bei etwa 800°C für etwa 10 min durchgeführt,
um das Wolframoxid zu reduzieren. Dann wird ein gemischtes
Pulver aus feinem Wolfram-Pulver und feinem Hafniumoxid-
Pulver, das eine Teilchengröße von 0,1 bis 1 µm aufweist,
hergestellt (S2). Nachdem das gemischte Pulver ausreichend in
Alkohol gemischt wurde (S3), wird das Pulver unter Einsatz
einer Düse in Tablettenform gepreßt (S4) und eine Kathode der
gewünschten Form wird durch CIP (kaltes isostatisches
Pressen) hergestellt (S5).
Abschließend wird die Kathode einer thermischen Behandlung in
einem Wasserstoffofen bei mindestens 1800°C unterzogen (S6).
Die thermische Behandlung wird durchgeführt, um das Wolfram
zu sintern (Restrukturierung der Korngrenzen) und die
mechanische Festigkeit zu verbessern, bevorzugt wird die
thermische Behandlung bei einer Temperatur durchgeführt, bei
der das Emittermaterial nicht reduziert und die Kathode nicht
aktiviert wird. D. h. in einer Ausführungsform, in der
Hafniumoxid eingesetzt wird, wird die Behandlung bei 2200°C
für 20 min durchgeführt. Somit ist es möglich, unnötige
Verdampfung von Hafniumoxid zu unterbinden und die
Endprodukte zu bilden. Die Bildung und der Einschluß von Hf
in diesem Verfahren verursacht keine Probleme.
In der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform kann anstelle von
Wolframoxid WO3 auch Molybdänoxid eingesetzt werden. Auch
wenn Wolfram-Pulver oder Molybdän-Pulver, zu denen jeweils
Hf, Zr oder Ti zugefügt wurde, eingesetzt wird, ist es
möglich eine Kathode zu erhalten, in der das Emittermaterial
in einer Wolfram-Legierung oder Molybdän-Legierung, die Hf,
Zr oder Ti enthält, dispergiert ist.
Alternativ kann das oben genannte Verfahren zur Herstellung
einer Kathode durch Mischen von Wolframoxid-Pulver mit einem
Emittermaterial auch durch die in Fig. 3 gezeigten Schritte
durchgeführt werden. In diesem Fall wird als erstes eine
Lösung hergestellt, in der Hafniumnitrat (Hf(NO3)2) in
Alkohol gelöst ist (S11). Auch in diesen Fall kann anstelle
von Alkohol ein anderes organisches Lösungsmittel oder Wasser
eingesetzt werden. Wolframoxid-Pulver (WO3) wird zur Lösung
zugefügt und die Mischung wird ausreichend gemischt und
getrocknet (S12). Als nächster Schritt wird das Calcinieren
in einem Wasserstoffofen bei 800°C für etwa 10 min
durchgeführt (S13). Hierbei wird das Wolframoxid reduziert
und das Hafniumnitrat thermisch zersetzt, so daß ein
gemischtes Pulver aus feinem Wolfram-Pulver und feinem
Hafniumoxid-Pulver erhalten wird. Anschließend wird erneut
ein ausreichendes Mischen in Alkohol durchgeführt (S14).
Dann wird das gemischte Pulver in Tabletten gepreßt (S15) und
CIP (kaltes isostatisches Pressen) unterworfen (S16), um eine
Kathode der gewünschten Form herzustellen. Abschließend wird
die Kathode durch thermische Behandlung in einem
Wasserstoffofen bei mindestens 1800°C für etwa 20 min
erhalten (S17). Wie im oben genannten Verfahren wird die
thermische Behandlung bevorzugt bei einer Temperatur
durchgeführt, bei der das Emittermaterial nicht reduziert und
die Kathode nicht aktiviert wird. Dadurch ist es möglich,
eine unnötige Verdampfung von Hafniumoxid zu hemmen und die
Endprodukte zu bilden. Mit diesem Verfahren ist es möglich,
eine Kathode zu erhalten, in der das Emittermaterial
besonders homogen dispergiert ist.
Die Bildung und das Einfügen von Hf verursacht auch in diesem
Verfahren keine Probleme. Anstelle von Wolframoxid (WO3) kann
auch Molybdänoxid eingesetzt werden. Ebenso ist es möglich,
durch Einsatz von Wolfram-Pulver oder Molybdän-Pulver, zu
denen jeweils Hf, Zr oder Ti zugefügt wurde, eine Kathode zu
erhalten, in der das Emittermaterial in einer Wolfram-
Legierung oder Molybdän-Legierung, die Hf, Zr oder Ti
enthält, dispergiert ist.
Die so erhaltene erfindungsgemäße Kathode wird in eine
Elektronenröhre oder Entladungsröhrenlampe eingebracht, indem
die Kathode mit einer Heizung 5 und Elektroden 20, wie in
Fig. 1(a) und (b) gezeigt, verbunden wird. Zur Inbetriebnahme
wird die Kathode durch einmaligen Stromfluß durch die Heizung
5 bei etwa 2400°C aktiviert und dann stellt sich die
Temperatur der Kathode auf etwa 2400°C ein. Dadurch wird das
Hafniumoxid durch das Wolfram reduziert, so daß eine
monoatomare Schicht 3 aus Hafnium oder über Sauerstoff
gebundenem Hafnium, d. h. Hafniumoxid, (Hf-W-Schicht oder Hf-
O-W-Schicht) auf der Kathodenoberfläche gebildet wird,
wodurch die Austrittsarbeit verringert werden kann. Im
Ergebnis wird mit der erfindungsgemäßen Kathode eine
Elektronen-Emissionscharakteristik von etwa 0,5 A/cm2 bei
1800°C erreicht. Im Fall einer Entladungsröhrenlampe wird
z. B. unter Xenongas durch induzierende Hochspannungsimpulse
als Entladungsauslöser eine Glimmentladung hervorgerufen, die
unverzüglich in eine Bogenentladung übergeht. Der Übergang
hängt von der Plasmadichte ab, die durch den Gasdruck der
Atmosphäre und der an die Kathode angelegten Stärke des
elektrischen Feldes bestimmt wird, und ein automatischer
Übergang wird in der Entladungsröhrenlampe eingestellt. Wie
in der Kathode zum Zeitpunkt der Bogenentladung wird eine
monoatomare Schicht auf der Kathodenoberfläche gebildet,
Elektronen werden emittiert und die Bogenentladung wird
aufrecht erhalten wie im oben genannten Fall.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, in der das Emittermaterial 2 im hochschmelzenden
Metallmaterial dispergiert wird, indem die Poren der porösen
kristallinen Substanz 1 des hochschmelzenden Metallmaterials
mit dem Emittermaterial 2 getränkt werden. In diesem Fall
dringt Hafniumoxid in die Poren des porösen Wolfram-Materials
(Wolfram-Matrix) ein. Um diese erfindungsgemäße Kathode
herzustellen, wird polykristallines poröses Wolfram gebildet,
indem Wolfram-Pulver, das einen Teilchendurchmesser von z. B.
etwa 0,1 bis 50 µm aufweist, in die gewünschte Kathodenform
gebracht wird und bei etwa 1800 bis etwa 2400°C gesintert
wird.
Anschließend wird an eine Hafniumalkoxid-Lösung ein
verringerter Druck angelegt, so daß ein Vakuum von
6,7 × 103 Pa resultiert. Unter verringertem Druck wird das
poröse Wolfram in die Alkoxid-Lösung getaucht, in der das
Alkoxid in einem organischen Lösungsmittel gelöst vorliegt.
Durch Aufhebung des verringerten Druckes wird das poröse
Wolfram mit der Alkoxid-Lösung getränkt (S21). Anschließend
wird durch Trocknen (S22) und Calcinieren in einem Ofen bei
1000°C für etwa 20 min (S24) in den Hohlräumen der porösen
Substanz Hafniumoxid gebildet. Anschließend werden beginnend
mit Schritt S21 die nachfolgenden Imprägnierungs-,
Trocknungs- und Calcinierungsschritte etwa 10mal wiederholt,
so daß das Emittermaterial ausreichend in die Poren gelangt
und eine Kathode, die den in Fig. 4 gezeigten Aufbau
aufweist, erhalten werden kann. In diesem
Imprägnierungsverfahren ist es nicht notwendig, das
Emittermaterial einem Sinterschritt bei einer Temperatur von
2000°C zu unterziehen. Daher wird das Emittermaterial kaum
beeinträchtigt und ist hinsichtlich der Reproduzierbarkeit
vorteilhaft.
Die Bildung und Einbindung von Hf während des Verfahrens
verursacht auch in diesem Fall keine Probleme. Anstelle von
Wolframoxid kann auch Molybdänoxid eingesetzt werden. Ebenso
ist es möglich, durch Einsatz von Wolfram-Pulver oder
Molybdän-Pulver, zu denen jeweils Hf, Zr oder Ti zugefügt
wurde, eine Kathode zu erhalten, in der das Emittermaterial
in einer Wolfram-Legierung oder einer Molybdän-Legierung, die
Hf, Zr oder Ti enthält, dispergiert ist.
Fig. 6 stellt einen Querschnitt dar, der eine andere
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt. In dieser
Ausführungsform wird eine Kathode gebildet, indem das
Emittermaterial 2, z. B. Hafniumoxid, mit dem die Korngrenzen
des hochschmelzenden Metallpulvers, das z. B. Wolfram-Pulver
umfaßt, beschichtet sind, dispergiert und gesintert wird.
Fig. 7 zeigt ein Flußdiagramm der Herstellung dieser
erfindungsgemäßen Kathode. Zu Beginn wird Wolfram-Pulver, das
eine Teilchengröße von 0,1 bis 1 µm aufweist, zu einer
Alkoxid-Lösung gegeben und mit ihr vermischt (S31). Die
Mischung wird getrocknet (S32), in einem Wasserstoffofen bei
1000°C für etwa 20 min calciniert (S33) und pulverisiert
(S34), um ein Wolfram-Pulver zu erhalten, dessen Korngrenzen
mit Hafniumoxid beschichtet sind. Dann wird zusätzliches
Wolfram-Pulver dazugegeben (S35) und die Mischung wurde
mittels Pressen durch eine Düse (S36) und CIP (S37) geformt.
Anschließend wird durch Sintern in einem Wasserstoffofen bei
2200°C für etwa 20 min (S38) die in Fig. 6 gezeigte Kathode
erhalten.
In der oben genannten Ausführungsform wird in Schritt S35
neues zusätzliches Wolfram-Pulver zum Wolfram-Pulver, dessen
Korngrenzen mit Hafniumoxid beschichtet wurden, gefügt. Es
ist bevorzugt, auf diese Weise frisches zusätzliches Wolfram-
Pulver einzumischen, da die mechanische Festigkeit der
geformten Artikel auf diesem Weg verbessert werden kann. An
den Calcinierungsschritt S33 kann sich jedoch auch direkt das
Pressen des Pulvers durch eine Düse (S36) anschließen (unter
Auslassung der Schritte S34 und S35). Auch in diesem Fall ist
es möglich, eine Kathode zu erhalten, in der die Korngrenzen
des hochschmelzenden Metallpulvers mit dem Emittermaterial 2,
z. B. Hafniumoxid, überzogen sind.
Mit den oben genannten Ausführungsformen können Kathoden
erhalten werden, die eine hervorragende Elektronen-
Emissionscharakteristik aufweisen. Die Austrittsarbeit kann
jedoch weiter verringert werden und die Eigenschaften der
Kathoden können verbessert werden, indem eine Metallschicht
aus Iridium (Ir), Ruthenium (Ru), Osmium (Os) oder Rhenium
(Re) oder eine Wolframcarbid-Schicht (W2C) oder eine
Molybdäncarbid-Schicht (Mo2C) auf mindestens einer
Elektronen-emittierenden Oberfläche der in Fig. 1, 4 und 6
gezeigten Kathoden gebildet wird. Die Dicke der Metallschicht
beträgt bevorzugt 0,01 bis 0,5 µm. Wenn sie geringer als
0,01 µm ist, ist es schwierig eine Schicht abzuscheiden bzw.
die Dicke der Schicht zu beeinflussen. Wenn sie größer als
0,5 µm ist, wird keine weitere Verbesserung der Kathode
erreicht. Die Dicke der Carbid-Schicht beträgt bevorzugt
höchstens 20% der Kathodendicke. Wenn die Dicke der Carbid-
Schicht mehr als 20% der Kathodendicke beträgt, kann sich
die mechanische Festigkeit der Kathode verringern.
Fig. 8(a) und (b) zeigen eine Ausführungsform, in der eine
Ir-Schicht 6 auf der Kathodenoberfläche abgeschieden ist. Die
Kathode ist mit den gleichen Elementen wie die in Fig. 1
gezeigte Ausführungsform verbunden. Die Ir-Schicht wird z. B.
unter Einsatz einer Sputtervorrichtung 10, die in Fig. 9
gezeigt ist, gebildet. Zuerst wird eine Kathode 8 in eine
Sputtervorrichtung 10 eingeführt. Unter einer Argonatmosphäre
von etwa 8,0 × 10-1 Pa wird zwischen einem Target 9, das Ir
umfaßt, und der geerdeten Kathode 8 eine Hochfrequenzleistung
von 250 W erzeugt. Eine Ir-Schicht 6 mit einer Dicke von
300 nm wird hergestellt, indem für etwa 30 min gesputtert
wird. Die Abscheidung der Ir-Schicht 6 bewirkt eine
Verringerung der Austrittsarbeit um etwa 0,5 eV im Vergleich
zum in Fig. 1 gezeigten Kathodenaufbau und verbessert die
Elektronen-Emissionscharakteristik. In Fig. 8 sind die
gleichen Elemente wie in Fig. 1 identisch numeriert, auf eine
erneute Erläuterung wird daher verzichtet. In Fig. 9 bedeutet
9 eine Turbo-Molekularpumpe zur Vakuumerzeugung und 12
bedeutet eine Umlaufpumpe.
Obwohl in der in Fig. 8 gezeigten Ausführungsform eine
Ir-Schicht 6 auf der Kathodenoberfläche abgeschieden ist,
kann auch eine Schicht aus Ru, Os oder Re anstelle der
Ir-Schicht gebildet werden. Eine solche Schicht verringert
die Austrittsarbeit und verbessert die Elektronen-
Emissionscharakteristik in gleicher Weise wie die Ir-Schicht.
Die Metallschicht aus Ir oder den anderen genannten Elementen
kann auch durch Hydrolyse und Calcinieren eines
Metallalkoxids sowie durch ein Sputterverfahren gebildet
werden.
Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform, in der eine
Wolframcarbid-Schicht (W2C) 7 auf der Kathodenoberfläche
gebildet ist. Die Kathode ist mit den gleichen Elementen wie
die in Fig. 1(a) gezeigte Ausführungsform verbunden. Die W2C-
Schicht wird z. B. gebildet, indem die Kathode 8 an eine
vorgegebene Position innerhalb eines Carbonisierungsofens mit
einer Vakuumkammer 14 plaziert wird und die folgenden
Schritte durchgeführt werden. Als erstes wird die
Vakuumkammer evakuiert, so daß der Innendruck höchstens
133 × 10-7 Pa beträgt. Dann wird aus einer Heptan-
Stahlflasche 17 durch ein Gaseinlaßventil 15 schrittweise
Heptan in die Vakuumkammer eingeführt, da der
Sättigungsdampfdruck von Heptan bei Raumtemperatur etwa
6,7 × 103 Pa beträgt. In diesem Fall wird das Hauptventil 16
in geeigneter Weise abgedichtet, um den Innendruck der
Vakuumkammer stabil auf 133 × 5 × 10-4 Pa einzustellen.
Anschließend wird durch Heizen der Kathode 8 auf 2200°C
unter Einsatz der Heizung 13 des Carbonisierungsofens eine
W2C-Carbid-Schicht 7 mit einer Dicke von etwa 15 µm in etwa
fünf Minuten erhalten (siehe Fig. 10). Wie in Fig. 12
vergrößert dargestellt, bildet W2C säulenförmige Kristalle.
Daher werden sehr kleine Risse auf der Oberfläche gebildet.
Dadurch wird die Oberfläche der Kathode vergrößert, so daß es
für das Hafniumoxid 2 einfacher ist, in das Innere zu
diffundieren. Wenn der Heptan-Druck im Inneren der
Vakuumkammer mindestens 133 × 10-3 Pa beträgt, wird eine
gemischte Carbid-Schicht aus WC und W2C gebildet, und die in
Fig. 12 gezeigten säulenförmigen Strukturen können nicht
erhalten werden. An den WC-Korngrenzen wachsen größere
Kristalle und es ist schwierig, eine vergrößerte
Kathodenoberfläche, wie in in Fig. 12 gezeigt, zu erreichen.
Außerdem bewirkt eine übermäßige Carbonisierung einen Anstieg
der Austrittsarbeit.
Für die Bildung der Carbid-Schicht ist es bevorzugt die
Temperatur auf 2100°C bis 2450°C einzustellen. Wenn die
Temperatur weniger als 2100°C beträgt, erfordert die Bildung
der Carbid-Schicht viel Zeit. Weiterhin wird amorpher
Kohlenstoff auf der Kathodenoberfläche abgeschieden, in
einigen Teilen steigt die Kohlenstoff-Konzentration und WC
wird gebildet. Wenn die Temperatur mehr als 2450°C beträgt,
setzt aufgrund der eutektischen Temperatur von W und W2C der
Schmelzvorgang ein.
In der gleichen Weise wie in der in Fig. 1(a) gezeigten
Ausführungsform wird die Kathode in der Elektronenröhre
angeordnet und dann wird die Kathode durch Aufheizen auf etwa
2400°C aktiviert und die Kathodenoberfläche wird gereinigt.
Währenddessen wird das Hafniumoxid teilweise reduziert, so
daß die Bildung einer monoatomaren Schicht vervollständigt
wird. Die Rolle des W2C besteht hierbei darin, die Reduktion
des Hafniumoxids bei geringen Temperaturen zu ermöglichen. Da
die Reduktion verglichen mit dem Fall, in dem kein W2C
gebildet wird, bei der Betriebstemperatur von 1800°C
beschleunigt wird, wird die Elektronen-
Emissionscharakteristik verbessert. Anders gesagt wird
Hafniumoxid nicht nur durch Wolfram sondern auch durch
Kohlenstoff reduziert und daher wird eine größere Menge an
Hafnium, das die monoatomare Schicht bildet, zur Verfügung
gestellt. Im Hinblick auf die Lebensdauer wird die Kathode
bevorzugt bei einer Betriebstemperatur von 1800°C
eingesetzt. Aufgrund der Bildung einer W2C-Schicht auf der
Kathodenoberfläche kann die Elektronen-
Emissionscharakteristik von 0,3 A/cm2 auf mindestens 5 A/cm2
bei 1800°C gesteigert werden. Diese Carbonisierung bewirkt
außerdem eine Hemmung der Verdampfung des Emittermaterials.
Obwohl in dieser Ausführungsform eine Wolframcarbid-Schicht
auf der Kathodenoberfläche gebildet wird, kann die
Elektronen-Emissionscharakteristik auch verbessert werden,
indem eine Molybdäncarbid-Schicht anstelle der Wolframcarbid-
Schicht gebildet wird.
Fig. 13 ist ein Querschnitt einer Kathode gemäß einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die
Abbildung zeigt einen Zustand, in dem die Korngrenzen des
Wolframs dadurch faserförmig ausgebildet sind, daß das
polykristalline poröse Wolfram, das aufgrund des
Pulverpressen und des Sinterns als Masse anfällt, bei 1500
bis 1800°C unter Einsatz entsprechend geformter Werkzeuge
gestreckt, z. B. gesenkgeschmiedet, wird. Durch diese
Korngrenzenstruktur wird die Zähigkeit verbessert und die
Verarbeitung wird einfacher. Aufgrund des hochdichten Aufbau s
wird außerdem die Carbid-Schicht idealerweise nur auf der
äußersten Oberfläche, nicht jedoch im Inneren gebildet, wenn
die Kathode carbonisiert wird. In der Praxis wird die
polykristalline Wolfram-Masse durch Gesenkschmieden in Stäbe
geformt und diese Wolfram-Stäbe werden anschließend zu der in
Fig. 1(a) und (b) gezeigten Kathode verarbeitet. Es ist
möglich, in dieser Ausführungsform anstelle von Wolfram
Molybdän einzusetzen.
Fig. 14 ist die Abbildung einer Kathode gemäß einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In dieser
Ausführungsform wird Hafniumwolframat-Pulver als
Emittermaterial eingesetzt und das Hafniumwolframat-Pulver 18
wird auf die Heizung 19 aufgebracht. 20 bezeichnet die
Elektroden. Wenn durch die Heizung 19 im Vakuum Strom fließt,
so daß die Kathode in Betrieb gesetzt wird, zersetzt sich das
Hafniumwolframat 18 thermisch in Wolfram und Hafniumoxid.
Hafniumoxid bildet eine monoatomare Schicht auf der
Oberfläche des Wolframs und, wie in den oben genannten
Ausführungsformen erklärt, kann eine hervorragende
Elektronen-Emissionscharakteristik erreicht werden. Da das
Wolfram und das Hafniumoxid aus einer Verbindung gebildet
werden, ist ihre Verteilung im atomaren Bereich homogen und
die Elektronen-Emissionscharakteristik ist stabil. Da
weiterhin die Kathode durch Aufbringen eines Pulvers gebildet
werden kann, eignet sich diese Ausführungsform für Kathoden,
in denen Elektronen aus einer Oberfläche komplizierter Form
emittiert werden müssen.
Die vorliegende Erfindung wurde durch die verschiedenen
Ausführungsformen beschrieben, sie ist jedoch nicht auf diese
Ausführungsformen beschränkt und kann in vielfältiger Weise
modifiziert werden. Anstelle von Hafniumoxid, das in den oben
genannten Ausführungsformen als Emittermaterial eingesetzt
wird, können z. B. ein oder mehrere Oxide, ausgewählt aus
Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid und Titanoxid, oder
Materialien, die durch Mischen eines oder mehrerer Metalle,
ausgewählt aus Hafnium, Zirkonium, Lanthan, Cer und Titan,
mit diesen Emittermaterialien erhalten werden, als
Emittermaterialien eingesetzt werden.
Weiterhin können als Ausgangsmaterial für die oben genannten
Emittermaterialien Hafniumwolframat, Zirkoniumwolframat,
Lanthanwolframt, Cerwolframat oder Titanwolframat mit Wolfram
gemischt werden, um eine Kathode herzustellen. In diesem Fall
werden die Wolframate unter den Betriebsbedingungen der
Kathode (hohe Temperatur und Vakuum) in Wolfram und
Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid oder
Titanoxid zersetzt. D. h., wenn zur Bildung des
Emittermaterials eine Wolframat-Verbindung eingesetzt wird,
verläuft die Reduktion des Emittermaterials aufgrund einer
verbesserten Homogenität im Wolfram gleichförmig, so daß eine
längere Lebensdauer erzielt wird, obwohl der
Betriebsmechanismus der gleiche wie in der oben genannten
Kathode ist.
Weiterhin kann das hochschmelzende Metall eine Legierung
sein, die durch Zugabe von 0,01 bis 1 Gew.-% Hafnium,
Zirkonium oder Titan zu Wolfram oder Molybdän erhalten wird.
Wenn auf diese Weise Additive eingeführt werden, kann die
Reduktionsfähigkeit in Verbindung mit Wolfram verbessert
werden und dadurch kann das Emittermaterial bereits bei
geringeren Temperaturen reduziert werden, so daß eine
monoatomare Schicht gebildet wird.
Obwohl die Kathoden in den oben genannten Ausführungsformen
als Tabletten geformt werden, können sie selbstverständlich
auch in eine lineare oder verschiedene andere Formen gebracht
werden.
Wie oben beschrieben kann durch die vorliegende Erfindung
eine Kathode erhalten werden, die bei hohen Temperaturen von
mindestens 1400°C, bei denen eine imprägnierte Kathode nicht
betrieben werden kann, einsetzbar ist und die eine besonders
hervorragende Elektronen-Emissionscharakteristik aufweist. Da
weiterhin Hafniumoxid, Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid
und Titanoxid, die als Emittermaterial eingesetzt werden,
einen geringen Dampfdruck und eine ausreichende Elektronen-
Emissionscharakteristik aufweisen, ist es möglich, eine
Kathode herzustellen, die nicht durch Verdampfung bei hohen
Temperaturen gekennzeichnet ist und die verbesserte
Eigenschaften aufweist.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden das
hochschmelzende Metallmaterial und das Emittermaterial
homogen dispergiert und daher verläuft die Reduktion des
Emittermaterials gleichförmig. Weiterhin wird durch das
Strecken, z. B. das Gesenkschmieden, die Verarbeitung
erleichtert und somit kann nach der Carbonisierung ein
idealer Aufbau erhalten werden.
Claims (17)
1. Kathode, umfassend eine polykristalline Substanz oder
eine polykristalline poröse Substanz aus einem
hochschmelzenden Metallmaterial und ein
Emittermaterial, das in der genannten polykristallinen
Substanz oder der genannten polykristallinen porösen
Substanz dispergiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß
das genannte Emittermaterial mindestens ein Oxid,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hafniumoxid,
Zirkoniumoxid, Lanthanoxid, Ceroxid und Titanoxid,
umfaßt und in einer Menge von 0,1 bis 30 Gew.-% in der
genannten Kathode dispergiert ist.
2. Kathode gemäß Anspruch 1, worin das genannte
Emittermaterial mindestens ein Metall, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Hafnium, Zirkonium, Lanthan,
Cer und Titan, enthält.
3. Kathode gemäß Anspruch 1 oder 2, worin das genannte
hochschmelzende Metallmaterial eine Legierung ist, die
durch Zufügen von 0,01 bis 1 Gew.-% Hafnium, Zirkonium
oder Titan zu Wolfram oder Molybdän erhältlich ist.
4. Kathode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, worin eine
Metallschicht aus mindestens einem Metall, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Iridium, Ruthenium, Osmium
und Rhenium, auf mindestens einer Elektronen-
emittierenden Oberfläche der genannten polykristallinen
Substanz oder der genannten polykristallinen porösen
Substanz abgeschieden ist.
5. Kathode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, worin eine
Wolframcarbid-Schicht oder eine Molybdäncarbid-Schicht
auf mindestens einer Elektronen-emittierenden
Oberfläche der genannten polykristallinen Substanz oder
der genannten polykristallinen porösen Substanz
gebildet ist.
6. Kathode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, worin eine
Verbindungsschicht aus mindestens einer Verbindung,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafniumwolframat, Zirkoniumwolframat, Lanthanwolframat,
Cerwolframat und Titanwolframat, auf einer Elektronen-
emittierenden Oberfläche aufgebracht ist.
7. Kathode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, worin die
Kristallkörner der genannten polykristallinen Substanz
oder der genannten polykristallinen porösen Substanz
faserförmig in gleicher Richtung angeordnet sind.
8. Verfahren zur Herstellung einer Kathode gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 7, umfassend das Mischen eines
pulverförmigen Oxids des hochschmelzenden
Metallmaterials mit einem Oxid, Nitrat oder Alkoxid
mindestens eines Metalles, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Hafnium, Zirkonium, Lanthan, Cer und
Titan, und das Calcinieren der Mischung.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, worin das pulverförmige
Oxid des hochschmelzenden Metallmaterials mit einem
pulverförmigen Oxid mindestens eines Metalles,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hafnium,
Zirkonium, Lanthan, Cer und Titan, in Wasser oder in
einem organischen Lösungsmittel gemischt wird.
10. Verfahren gemäß Anspruch 8, worin das pulverförmige
Oxid des hochschmelzenden Metallmaterials mit einer
Lösung, die durch Auflösen eines Nitrates mindestens
eines Metalles, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafnium, Zirkonium, Lanthan, Cer und Titan, in Wasser
oder in einem organischen Lösungsmittel erhalten wird,
gemischt wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 8, worin das Pulver des
hochschmelzenden Metallmaterials mit einem Alkoxid
mindestens eines Metalles, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Hafnium, Zirkonium, Lanthan, Cer und
Titan, überzogen wird.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11, worin das feste Material,
das durch Calcinierung des mit dem genannten Alkoxid
überzogenen Pulvers des hochschmelzenden Metalls
gebildet wird, pulverisiert wird und zusätzliches
Pulver des hochschmelzenden Metalls eingemischt wird.
13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 12, worin
zusätzlich ein Sinterschritt bei einer Temperatur, bei
der das genannte Emittermaterial nicht deoxidiert wird,
durchgeführt wird.
14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 13, das
weiterhin einen Schritt des Streckens des genannten
hochschmelzenden Metallmaterials, in dem das genannte
Emittermaterial dispergiert ist, unter Wasserstoff
umfaßt.
15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 14, das
weiterhin einen Schritt der Bildung einer
Wolframcarbid-Schicht oder einer Molybdäncarbid-Schicht
auf mindestens einer Elektronen-emittierenden
Oberfläche der Kathode umfaßt.
16. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 15, worin
mindestens eine pulverförmige Verbindung, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Hafniumwolframat,
Zirkoniumwolframat, Lanthanwolframat, Cerwolframat und
Titanwolframat als mindestens ein Bestandteil des
Emittermaterials eingesetzt wird.
17. Verfahren zur Herstellung einer Kathode gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 7, worin ein poröses hochschmelzendes
Metall unter verringertem Druck mit einer Lösung, die
durch Auflösen eines Alkoxids mindestens eines
Metalles, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Hafnium, Zirkonium, Lanthan, Cer und Titan, in einem
organischen Lösungsmittel erhalten wird, getränkt und
anschließend calciniert wird.
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