DE10142319C2 - Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine - Google Patents
Antriebsvorrichtung für eine UmformmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine,
insbesondere eine Umformpresse, mit einer Planetenradgetriebeeinrichtung, die mit ei
ner Maschinenantriebswelle eines Maschinenantriebs und mit einer Stößelantriebsvor
richtung eines Stößelantriebs verbunden ist, wobei die Planetenradgetriebeeinrichtung
zur Drehzahländerung der Stößelantriebsvorrichtung schaltbar ist, sowie ein Verfahren
zur Steuerung einer Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine.
Antriebsvorrichtungen für mechanische Pressen, insbesondere Umformpressen, wie sie
z. B. zur Bearbeitung von Blechwerkstücken verwendet werden und vielfach aufgrund
einer Werkstückgeometrie und einer Automatisierungseinrichtung einen großen Hub
aufweisen, sind mit einer oder mehreren parallel angeordneten Schubkurven ausgebil
det. Der Geschwindigkeitsverlauf eines Pressenstößels wird durch die Drehzahl einer
Stößelantriebswelle und die Charakteristik der Schubkurbel vorgegeben.
Zu Beginn eines Arbeitsvorgangs trifft der Stößel mit hoher Geschwindigkeit je nach
Hubzahl und Größe des Arbeitswegs auf eine Blechplatine bzw. ein vorgefertigtes Werk
stück auf, das auf einem Unterwerkzeug abgelegt ist. Daraus ergeben sich erhebliche
Stoßbelastungen für das Werkzeug und die Maschine, sowie eine hohe Lärmemission.
Diese Belastung sowie eine geeignete Umformgeschwindigkeit führen zu einer Ober
grenze für die Arbeitsweggeschwindigkeit.
Bei einer konstanten Betriebsgeschwindigkeit der Umformmaschine ergibt sich jedoch,
dass der Leerweg zwischen den Arbeitszügen mit relativ geringer Geschwindigkeit
durchgeführt wird. Um die Produktivität einer derartigen Umformpresse zu erhöhen, ist
es daher vorteilhaft, die Hubgeschwindigkeit innerhalb eines Hubzyklus derart zu verän
dern, dass der Stößel einen schnellen Leerweg und eine geschwindigkeitsreduzierte
Schließ- und Arbeitsbewegung des Werkzeugs ausführt. Insbesondere ist es vorteilhaft,
dass der Stößel einen schnellen Hub abwärts, gefolgt von einer geschwindigkeitsredu
zierten Schließbewegung und Arbeitsbewegung des Werkzeugs und einen schnellen
Rückhub realisiert.
Um eine derartige Modifikation des Geschwindigkeitsverlaufs des Stößels zu erreichen,
wurden bereits mehrgliedrige Koppelgetriebe vorgeschlagen. Diese mehrgliedrigen Koppelgetriebe
sind jedoch besonders aufwendig und haben bei großen Raumbedarf eine
geringe statische Steifigkeit.
Weiterhin wurden auch hydraulische Servo-Antriebe für mechanische Pressen vorge
schlagen, um eine Drehzahländerung in einem Hub der Presse zu erreichen. Diese ser
vohydraulischen Antriebe sind jedoch sehr aufwendig und teuer.
Weiterhin wurden Pressenstößel mit zwei Schwungrädern und zugehörigen Kupplungen
vorgeschlagen, wobei durch wechselseitiges Aufschalten der Schwungräder ein ge
wünschtes Geschwindigkeitsprofil des Stößels eingestellt wird. Derartige Antriebe sind
ebenfalls verhältnismäßig aufwendig und energetisch unwirtschaftlich.
Aus der Druckschrift DE 199 59 395 A1 ist eine Antriebsvorrichtung für eine Umform
presse bekannt, bei welcher der Leerlauf des Hubes des Pressenstößels mit erhöhter
Geschwindigkeit durchfahren werden kann. Diese Antriebsvorrichtung zeigt einen
Schwungradantrieb, der über eine Kupplungswelle und ein Planetenradgetriebe mit einer
Antriebswelle eines Stößelantriebs verbunden ist. Das Planetenradgetriebe ist unter
Verwendung eines Überlagerungsgetriebes schaltbar.
Für die Realisierung unterschiedlicher Profile der Stößelgeschwindigkeit ist es ebenfalls
bekannt, dem Hauptantrieb für den Pressenstößel, im allgemeinen ein Schwungradan
trieb mit anschließendem Planetenradgetriebe, einen Zusatzantrieb zu überlagern, so
dass eine hohe Variabilität des Geschwindigkeitsverlaufs für den Pressenstößel ermög
licht wird.
Eine derartige Lösung ist beispielsweise aus der EP 0 561 604 B1 bekannt. Hierbei wird
ein Planetenradgetriebe im Dreiwellenbetrieb mit zwei Eingängen verwendet. Dabei wirkt
ein Schwungradantrieb auf eine Eingangswelle des Planetenradgetriebes als Primäran
trieb und eine weitere Eingangswelle des Planetenradgetriebes wird mit einem drehzahl
geregelten Servomotor verbunden, um einen Antrieb an dem Planetenradgetriebe mit
modifizierter Drehzahl zu erhalten. An das Planetenradgetriebe schließt sich ein Stirn
radgetriebe an, das mit einem konventionellen Schubkurbelantrieb für den Antrieb des
Pressenstößels verbunden ist. Wegen der kurzen Schaltzeiten muss der Zusatzantrieb
jedoch eine sehr große Beschleunigungsleistung aufbringen. Weiterhin dient der Zusatzantrieb
während der Umformphase als Abstützelement, so dass dieser große Kräfte auf
nehmen muss. Während der Antrieb des Primärantriebs durch das Schwungrad unter
stützt wird, muss der Servomotor des Zusatzantriebs nach der maximalen Augenblicks
leistung ausgelegt sein. Somit ist die Lösung mit drehzahlgeregeltem Servomotor als
Zusatzantrieb insbesondere für mittlere und große Pressen nur relativ teuer und aufwen
dig zu realisieren. Für die Arbeitsphase muss der Eingang des Zusatzantriebes durch
eine Haltebremse blockiert werden.
Weiterhin ist aus der DE 299 06 519 U1 ein Zwei-Motor-Schwungradantrieb bekannt.
Diese werden abwechselnd als Eingang auf ein Umlaufrädergetriebe im Zweiwellenbe
trieb geschaltet. Die beiden Schwungräder müssen deshalb mit unterschiedlichen Dreh
zahlen laufen.
Aus der DE 197 33 326 A1 ist ein Pressenantrieb für Umformpressen mit einstufigem
Planetenradschaltgetriebe bekannt. Dabei werden über eine Kupplungs-Brems-
Kombination zwei unterschiedliche Getriebedrehzahlen eingestellt. Bei dem Planeten
radgetriebe im Dreiwellenbetrieb wird jeweils ein Glied blockiert. Wird beispielsweise das
Ringrad blockiert, so arbeitet das Planetenradgetriebe als Übersetzungsgetriebe mit Ar
beitsweggeschwindigkeit des Pressenstößels. Wird dagegen der Planetenträger mit dem
Abtrieb verbunden, so arbeitet das Getriebe mit der Übersetzung i = 1 mit einer hohen
Leerlaufgeschwindigkeit des Stößels.
Diese Lösung hat den Nachteil, dass die Funktion des Planetenradgetriebes als kom
paktes Übersetzungsgetriebe eingeschränkt wird. Mit Planetenradgetrieben lässt sich in
einer Stufe leicht ein Übersetzungsverhältnis von i = 6 erreichen. In den beiden Schalt
stellungen des Getriebes erfolgt dann die Übersetzung i = 1 und i = 6 aufeinander, wodurch
ein Schalten bei laufendem Getriebe mit hohen Geschwindigkeitssprüngen und Be
schleunigungsstößen verbunden ist. Somit besteht bei dieser Lösung der Nachteil darin,
dass mit dem Festlegen des Übersetzungsverhältnisses des Planetenradgetriebes
gleichzeitig das Verhältnis von Leerlauf- zu Arbeitsweggeschwindigkeit der Stößel fest
gelegt ist.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Antriebsvorrichtung für eine Um
formmaschine der eingangs genannten Art sowie ein Verfahren zur Steuerung einer Antriebsvorrichtung
für eine Umformmaschine zu schaffen, wobei die Drehzahländerung in
einfacher Weise mit geringen Belastungen durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Antriebsvorrichtung für eine
Umformmaschine der eingangs genannten Art, wobei die Planetenradgetriebeeinrichtung
ein erstes und ein zweites schaltbares Planetenradgetriebe aufweist, wobei das erste
und das zweite Planetenradgetriebe miteinander gekoppelt sind.
Dadurch wird ein einfacher und kompakter Aufbau der Antriebsvorrichtung möglich, wo
bei das erste und zweite miteinander gekoppelte Planetenradgetriebe eine hohe Steifig
keit der Antriebsvorrichtung schafft.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung weist das erste Planetenrad
getriebe eine erste Bremseinrichtung auf und das zweite Planetenradgetriebe eine
zweite Bremseinrichtung auf, um das erste und das zweite Planetenradgetriebe
zu schalten.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind die erste Bremseinrichtung und die zweite
Bremseinrichtung unabhängig voneinander betätigbar.
Durch die erste und zweite Bremseinrichtung kann die Planetenradgetriebeeinrichtung in
einfacher und zuverlässiger Weise geschaltet werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, zur Steue
rung der ersten und zweiten Bremseinrichtung, wobei die erste und zweite Bremsein
richtung in eine erste Schaltstellung bringbar sind, in der die erste Bremseinrichtung ge
öffnet und die zweite Bremseinrichtung geschlossen ist, die erste und zweite Bremsein
richtung in eine zweite Schaltstellung bringbar sind, in der die erste Bremseinrichtung
geschlossen und die zweite Bremseinrichtung geöffnet ist, und die erste und zweite
Bremseinrichtung in eine dritte Schaltstellung bringbar sind, in der die erste und die
zweite Bremseinrichtung geschlossen sind.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das erste Planetenradgetriebe einen Getriebe
eingang und zwei Getriebeausgänge auf. Das zweite Planetenradgetriebe weist zwei
Getriebeeingänge und einen Getriebeausgang auf.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind ein Getriebeeingang des ersten Pla
netenradgetriebes und ein erster Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes mit
der Maschinenantriebswelle verbunden, wobei ein erster Getriebeausgang des ersten
Planetenradgetriebes fest mit einem zweiten Getriebeeingang des zweiten Planetenrad
getriebes verbunden ist und ein Getriebeausgang des zweiten Planetenradgetriebes mit
der Stößelantriebsvorrichtung verbunden ist.
Durch diese spezielle Kopplung des ersten und zweiten Planetenradgetriebes kann eine
kompakte Bauweise geschaffen werden und die Drehzahlsprünge in einfacher Weise,
und im wesentlichen unabhängig von der Gesamtübersetzung des Getriebes konstruktiv
festgelegt werden.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind der Getriebeeingang des ersten Planetenradge
triebes und der erste Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes fest mit der
Maschinenantriebswelle verbunden. Der Getriebeausgang des zweiten Planetenradge
triebes ist fest mit der Stößelantriebsvorrichtung verbunden. Diese festen Verbindungen
verzichten auf weitere Kupplungseinrichtungen.
In bevorzugter Weise ist der Getriebeeingang des ersten Planetenradgetriebes fest mit
einem Sonnenrad des ersten Planetenradgetriebes verbunden, und der erste Getriebe
eingang des zweiten Planetenradgetriebes fest mit einem Sonnenrad des zweiten Pla
netenradgetriebes verbunden.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung sind die Son
nenräder des ersten und zweiten Planetenradgetriebes koaxial angeordnet. Die Sonnen
räder des ersten und zweiten Planetenradgetriebes sind auf einer gemeinsamen Welle
angeordnet. Das Sonnenrad des ersten Planetenradgetriebes ist koaxial auf der Maschi
nenantriebswelle angeordnet.
In bevorzugter Weise ist der erste Getriebeausgang des zweiten Planetenradgetriebes
fest mit einem Planetenträger des zweiten Planetenradgetriebes verbunden, wobei der
Getriebeausgang des zweiten Planetenradgetriebes mit der Stößelantriebsvorrichtung
eines Stößelantriebes verbunden ist. Somit ist der erste Getriebeausgang des ersten
Planetenradgetriebes mit dem zweiten Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetrie
bes verbunden.
In bevorzugter Weise ist der erste Getriebeausgang des ersten Planetenradgetriebes
fest mit einem Planetenträger des ersten Planetenradgetriebes verbunden und der
zweite Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes fest mit einem Ringrad des
zweiten Planetenradgetriebes verbunden.
Durch diese spezielle Ausführungsform wird ein steifer und kompakter Aufbau geschaf
fen, wobei die Drehzahlsprünge in einfacher Weise und unabhängig von der Gesamt
übersetzung des Getriebes konstruktiv festgelegt werden.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung ist die zweite
Bremseinrichtung vorgesehen, um das Ringrad des zweiten Planetenradgetriebes fest
zu bremsen oder freizugeben. Das erste Planetenradgetriebe weist ein Ringrad auf, wo
bei die erste Bremseinrichtung vorgesehen ist, um das Ringrad des ersten Planetenrad
getriebes fest zu bremsen oder freizugeben.
Durch die erste und zweite Bremseinrichtung können die Planetenradgetriebe in einfa
cher und zuverlässiger Weise geschaltet werden.
In bevorzugter Weise sind das erste und zweite Planetenradgetriebe in einem gemein
samen Gehäuse aufgenommen. Der Maschinenantrieb ist als Schwungradantrieb aus
gebildet.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung ist die Maschi
nenantriebswelle eine Kupplungswelle, wobei eine schaltbare Kupplungseinrichtung an
der Kupplungswelle zum Verbinden/Trennen des Maschinenantriebs und der Planeten
radgetriebeeinrichtung vorgesehen ist.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind das erste und das zweite Planeten
radgetriebe koaxial zueinander angeordnet.
Weiterhin wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Steuerung
einer Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine, insbesondere eine Umformpresse,
nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei eine Antriebsdrehzahl der Stößel
antriebsvorrichtung durch wechselseitiges Schalten des ersten und des zweiten schalt
baren Planetenradgetriebes gesteuert wird.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das erste Planetenradgetriebe
eine erste Bremseinrichtung auf und das zweite Planetenradgetriebe eine zweite Brems
einrichtung auf, um das erste und das zweite Planetenradgetriebe zu schal
ten, wobei in einer ersten Schaltstellung die erste Bremseinrichtung geöffnet und die
zweite Bremseinrichtung geschlossen ist, in einer zweiten Schaltstellung die erste Brems
einrichtung geschlossen und die zweite Bremseinrichtung geöffnet ist, und in einer dritten
Schaltstellung die erste und die zweite Bremseinrichtung geschlossen sind.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Ver
bindung mit der dazugehörigen Zeichnung näher beschrieben und erläutert. Die Zeich
nung zeigt die schematische Darstellung eines Ausführungsbeispieles einer Antriebsein
richtung für mechanische Pressen.
In der Figur ist eine Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine, insbesondere eine
Umformpresse, gezeigt. Wie aus der schematischen Darstellung der Figur hervorgeht,
weist diese Antriebsvorrichtung eine Antriebsquelle auf, die auf ein Schwungrad 6 wirkt.
Dieses Schwungrad 6 ist drehbar gelagert und dient als Energiespeicher der Antriebs
vorrichtung. Das Schwungrad 6 ist über eine Kupplungseinrichtung 7 mit einer Kupp
lungswelle 8 verbunden. In einem geschlossenen Zustand der Kupplungseinrichtung 7
wird die Antriebsenergie des Schwungrades 6 auf die Kupplungswelle 8 übertragen. In
einem geöffneten Zustand der Kupplungseinrichtung 7 ist das Schwungrad 6 von der
Kupplungswelle 8 getrennt, so dass keine Kraftübertragung erfolgt. Der Motor, das
Schwungrad 6, die Kupplungseinrichtung 7 und die Kupplungswelle 8 bilden im wesentli
chen den Maschinenantrieb, wobei die Kupplungswelle 8 als Maschinenantriebswelle
ausgebildet ist.
Die Maschinenantriebs- oder Kupplungswelle 8 ist mit einer Planetenradgetriebeeinrich
tung 13 verbunden. Die Kupplungswelle 8 ist eine Eingangswelle dieser Planetenradge
triebeeinrichtung 13, und ein Ritzel 11 ist mit der Ausgangswelle der Planetenradgetrie
beeinrichtung 13 verbunden. Dieses Ritzel 11 ist Teil einer nicht weiter gezeigten Stö
ßelantriebsvorrichtung und wirkt beispielsweise direkt auf die Kurbelwelle eines Stößel
antriebs einer mechanischen Umformpresse.
Die Planetenradgetriebeeinrichtung 13 weist ein erstes Planetenradgetriebe 12 und ein
zweites Planetenradgetriebe 12' auf. Wie in der Figur gezeigt, sind das erste und das
zweite Planetenradgetriebe 12, 12' in einem gemeinsamen Gehäuse 1 aufgenommen.
In bekannter Weise weist das erste Planetenradgetriebe 12 ein Sonnenrad 2 auf, das in
Eingriff mit einer Mehrzahl von Planetenrädern 3 ist. Diese Planetenräder 3 werden über
einen Planetenträger 5 gelagert. Die Planetenräder 3 sind weiterhin mit einem Ringrad 4
in Eingriff. Das Sonnenrad 2, die Planetenräder 3 und das Ringrad 4 sind als Zahnräder
ausgebildet, wobei das Sonnenrad 2 und die Planetenräder 3 außenverzahnte Zahnrä
der sind und das Ringrad 4 ein innenverzahntes Zahnrad ist.
Das Sonnenrad 2 ist koaxial zu dem Ringrad 4 angeordnet, wobei die Planetenräder 3
zwischen dem Sonnenrad 2 und dem Ringrad 4 eingesetzt sind.
Der Grundaufbau des zweiten Planetenradgetriebes 12' entspricht im wesentlichen dem
Grundaufbau des ersten Planetenradgetriebes 12. Wie in der Figur gezeigt, weist das
zweite Planetenradgetriebe ein Sonnenrad 2', Planetenräder 3' und ein Ringrad 4' auf,
wobei die Planetenräder 3' über den Planetenträger 5' gelagert werden.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist das Sonnenrad 2 des ersten Planetenradgetriebes
12 fest mit der Kupplungswelle 8 verbunden. Das Sonnenrad 2 des ersten Planetenrad
getriebes 12 ist drehfest auf der Kupplungswelle 8 gelagert, so dass sich dieses Sonnen
rad 2 mit derselben Drehzahl wie die Kupplungswelle 8 dreht. Die Drehzahl n2 des Son
nenrads 2 des ersten Planetenradgetriebes 12 ist somit gleich der Antriebsdrehzahl nan
der Kupplungswelle 8.
Weiterhin ist das Sonnenrad 2' des zweiten Planetenradgetriebes 12' fest mit dem Son
nenrad 2 des ersten Planetenradgetriebes 12 verbunden. Das Sonnenrad 2' ist drehfest
auf der Kupplungswelle 8 gelagert. Die Drehzahl n2 des zweiten Sonnenrades 2' des
zweiten Planetenradgetriebes 12' ist somit gleich der Drehzahl n2 des Sonnenrads 2 des
ersten Planetenradgetriebes 12 bzw. der Antriebsdrehzahl nan der Kupplungswelle 8.
Wie in der Figur gezeigt, sind die Sonnenräder 2, 2' des ersten und zweiten Planeten
radgetriebes 12, 12' koaxial auf der gemeinsamen Maschinenantriebs- bzw. Kupplungs
welle 8 gelagert.
Zwischen dem Ringrad 4 des ersten Planetenradgetriebes 12 und dem Gehäuse 1 ist
eine erste Bremseinrichtung 9 vorgesehen. Mit Hilfe dieser ersten Bremseinrichtung 9
kann das Ringrad 4 des ersten Planetenradgetriebes 12 an dem Gehäuse 1 fest ge
bremst oder freigegeben werden.
Der Planetenträger 5 des ersten Planetenradgetriebes 12 ist fest mit dem Ringrad 4' des
zweiten Planetenradgetriebes 12' verbunden. Wie in der Figur gezeigt, sind der Planeten
träger 5 des ersten Planetenradgetriebes 12 und das Ringrad 4' des zweiten Planeten
radgetriebes 12' koaxial bezüglich der Kupplungswelle 8 angeordnet.
Zwischen dem Ringrad 4' des zweiten Planetenradgetriebes 12' und dem Gehäuse 1 ist
eine zweite Bremseinrichtung 10 vorgesehen. Mit dieser zweiten Bremseinrichtung 10
kann das Ringrad 4' des zweiten Planetenradgetriebes 12' an dem Gehäuse 1 festge
bremst oder freigegeben werden. Die erste und die zweite Bremseinrichtung 9, 10 sind
im wesentlichen gleich ausgebildet.
Der Planetenträger 5' des zweiten Planetenradgetriebes 12' ist mit dem Abtrieb der Pla
netenradgetriebeeinrichtung 13 verbunden. Wie in der Figur gezeigt, ist der Planetenträ
ger 5' des zweiten Planetenradgetriebes 12' fest mit dem Ritzel 11 verbunden, so dass
die Drehzahl n5' des Planetenträgers 5' gleich der Drehzahl nab des Ritzels 11 ist.
Das erste und zweite Planetenradgetriebe 12, 12' sind miteinander gekoppelt, wobei je
des der Planetenradgetriebe 12, 12' durch die erste bzw. zweite Bremseinrichtung 9, 10
schaltbar ist. Die gezeigten Planetenradgetriebe 12, 12' werden jeweils im sogenannten
Dreiwellenbetrieb verwendet. Dementsprechend weist jedes der Planetenradgetriebe
insgesamt drei Getriebeeingänge oder -ausgänge auf.
Ein Getriebeeingang des ersten Planetenradgetriebes 12 ist mit der Maschinenantriebs
welle 8 verbunden. Dieser Getriebeeingang des ersten Planetenradgetriebes 12 ist fest
mit dessen Sonnenrad 2 verbunden. Ein erster Getriebeeingang des zweiten Planeten
radgetriebes 12' ist ebenfalls mit der Maschinenantriebswelle 8 verbunden. Somit ist der
erste Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes mit dem Getriebeeingang des
ersten Planetenradgetriebes 12 verbunden. Der erste Getriebeeingang des zweiten Pla
netenradgetriebes 12' ist fest mit dessen Sonnenrad 2' verbunden. Die Sonnenräder 2,
2' des ersten und zweiten Planetenradgetriebes 12, 12' sind jeweils mit Getriebeeingän
gen dieser Planetenradgetriebe verbunden. Diese Eingänge der Planetenradgetriebe 12,
12' werden parallel von der Kupplungswelle 8 abgenommen. Somit ist die Antriebsdreh
zahl nan der Kupplungswelle 8 gleich der Eingangsdrehzahl am Getriebeeingang des
ersten Planetenradgetriebes 12 und gleich der Eingangsdrehzahl am ersten Getriebe
eingang des zweiten Planetenradgetriebes 12'. D. h., die Kupplungswelle 8 und die Son
nenräder 2, 2' der ersten und zweiten Planetenradgetriebe 12, 12' drehen stets mit glei
cher Drehzahl.
Ein erster Getriebeausgang des ersten Planetenradgetriebes 12 ist fest mit einem zwei
ten Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes 12' verbunden. Dieser erste Ge
triebeausgang des ersten Planetenradgetriebes 12 ist fest mit dessen Planetenträger 5
verbunden, und der zweite Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes 12' ist
fest mit dessen Ringrad 4' verbunden. Somit ist die Drehzahl des ersten Getriebeaus
gangs des ersten Planetenradgetriebes 12 gleich der Drehzahl des zweiten Getriebeein
gangs des zweiten Planetenradgetriebes 12'.
Der zweite Getriebeausgang des ersten Planetenradgetriebes 12 wird durch dessen
Ringrad 4 gebildet. Dieser Getriebeausgang ist ein s. g. leerer Ausgang und durch die
erste Bremseinrichtung 9 schaltbar.
Der Getriebeausgang des zweiten Planetenradgetriebes 12' ist mit der Stößelantriebs
vorrichtung des Stößelantriebs verbunden (mit dem Ritzel 11, wie in der Figur gezeigt).
Der Getriebeausgang des zweiten Planetenradgetriebes 12 ist mit dessen Planetenträ
ger 5' verbunden.
Durch die koaxiale Anordnung des ersten und zweiten Planetenradgetriebes 12, 12' und
die oben beschriebene Kopplung der Getriebe können diese in einem gemeinsamen
Gehäuse 1 aufgenommen werden. Die erste und die zweite Bremseinrichtung 9, 10 sind
zwischen den jeweiligen Planetenradgetrieben 12, 12' und dem gemeinsamen Gehäuse
1 angeordnet. Dadurch weist die Antriebsvorrichtung einen besonders kompakten und
steifen Aufbau auf.
Nachfolgend wird die Funktion und die Betriebsweise der oben beschriebenen Arbeits
vorrichtung für eine Umformmaschine erläutert. In einer ersten Schaltstellung ist die
Bremseinrichtung 10 des Ringrades 4' des zweiten Planetenradgetriebes 12' geschlos
sen und die erste Bremseinrichtung 9 des Ringrades 4 des ersten Planetenradgetriebes
12 geöffnet. Weiterhin ist die Kupplungseinrichtung 7 geschlossen, so dass die Antriebs
energie über die Kupplungswelle 8 auf die Planetenradgetriebeanordnung 13 übertragen
wird. In dieser ersten Schaltstellung erfolgt der Antrieb des Stößelantriebs mit verringer
ter Arbeitsgeschwindigkeit, die durch die Übersetzung des zweiten Planetenradgetriebes
12' gegeben ist. Das Ringrad 4 des ersten Planetenradgetriebes 12 läuft leer mit.
In einer zweiten Schaltstellung ist die erste Bremseinrichtung 9 am Ringrad 4 des ersten
Planetenradgetriebes 12 geschlossen und die zweite Bremseinrichtung 10 am Ringrad 4'
des zweiten Planetenradgetriebes 12' geöffnet. In dieser zweiten Schaltstellung wird von
dem Sonnenrad 2 über den Planetenträger 5 des ersten Planetenradgetriebes 12 eine
Überlagerungsbewegung auf das Ringrad 4' des zweiten Planetenradgetriebes 12' ein
geleitet. Der Antrieb der Stößelantriebsvorrichtung hat nun eine erhöhte Geschwindigkeit
für schnellen Vor- und Rücklauf des Pressenstößels.
Die Größe dieser erhöhten Leerweggeschwindigkeit wird durch das Übersetzungsver
hältnis des ersten Planetenradgetriebes 12 konstruktiv festgelegt. Diese konstruktive
Festlegung kann im wesentlichen frei gewählt werden. Mit üblichen Zähnezahlen kann
ein Drehzahlbereich nmaxab/nminab von ca. 1.5 bis 2.75 erreicht werden. Dabei kann einer
seits der Drehzahlsprung so ausgelegt werden, dass dieser nicht zu groß ist, während
andererseits das Übersetzungsverhältnis im zweiten Planetenradgetriebe möglichst groß
gewählt werden kann. Dadurch können Schaltstöße beim Umschalten vermindert wer
den, und trotzdem die Einrichtung als Kompaktgetriebe mit einer großen Übersetzung
ausgeführt werden.
In einer dritten Schaltstellung sind sowohl die erste als auch die zweite Bremseinrichtung
9, 10 geschlossen und die Kupplungseinrichtung 7 ist geöffnet. In dieser dritten Schalt
stellung ist der Antrieb der Stößelantriebsvorrichtung blockiert und wird von den beiden
entsprechend dimensionierten Bremseinrichtungen 9, 10 sicher gehalten.
Zur Steuerung der ersten und zweiten Bremseinrichtung 9, 10 ist eine (nicht gezeigte)
Steuereinrichtung vorgesehen. Diese Steuereinrichtung bringt die Bremseinrichtungen 9,
10 und die Kupplungseinrichtung 7 in eine der genannten Schaltstellungen in Abhängig
keit des Betriebszustandes der Umformmaschine.
Wie bereits erläutert, ist in der ersten Schaltstellung die zweite Bremse 10 geschlossen
und die erste Bremse 9 geöffnet. Die Kupplung 7 ist geschlossen. Dann beträgt die Ab
triebsdrehzahl (Antriebsdrehzahl der Stößelantriebsvorrichtung)
z4' = Zähnezahl des Ringrades 4' des zweiten Planetenradgetriebes 12'
z2' = Zähnezahl des Sonnenrads 2' des zweiten Planetenradgetriebes 12'
z2' = Zähnezahl des Sonnenrads 2' des zweiten Planetenradgetriebes 12'
In der zweiten Schaltstellung ist die erste Bremse 9 geschlossen, die zweite Bremse 10
geöffnet. Die Kupplung 7 ist geschlossen. Dann die beträgt die Abtriebsdrehzahl (An
triebsdrehzahl der Stößelantriebsvorrichtung)
z4 = Zähnezahl des Ringrades 4 des ersten Planetenradgetriebes 12
z2 = Zähnezahl des Sonnenrads 2 des ersten Planetenradgetriebes 12
z2 = Zähnezahl des Sonnenrads 2 des ersten Planetenradgetriebes 12
Bei der oben genannten Antriebsvorrichtung für eine Umformpresse mit dem ersten und
zweiten schaltbaren Planetenradgetriebe 12, 12', die miteinander gekoppelt sind, wird
die Abtriebsdrehzahl, die als Antriebsdrehzahl der Stößelantriebsvorrichtung dient, wie
folgt gesteuert: eine Antriebsdrehzahl einer Maschinenantriebswelle 8 dient als Ein
gangsdrehzahl des ersten Planetenradgetriebes 12 und als erste Eingangsdrehzahl des
zweiten Planetenradgetriebe 12'.
Das erste Planetenradgetriebe 12 liefert eine erste Ausgangsdrehzahl (am ersten Ge
triebeausgang), die als zweite Eingangsdrehzahl (am zweiten Getriebeeingang) des
zweiten Planetenradgetriebes 12' dient. Die erste und zweite Eingangsdrehzahl des
zweiten Planetenradgetriebes 12' werden überlagert und bestimmen die Ausgangsdreh
zahl des zweiten Planetenradgetriebes 12'. Gemäß dem oben beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel wird die Ausgangsdrehzahl des ersten Planetenradgetriebes 12 bzw. die
zweite Eingangsdrehzahl des zweiten Planetenradgetriebes 12' verändert, um die Aus
gangsdrehzahl des zweiten Planetenradgetriebes 12' zu steuern.
Bei dem in der Figur gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Antriebsdrehzahl der Maschi
nenantriebswelle gleich der Eingangsdrehzahl des ersten Planetenradgetriebes 12, die
auf dessen Sonnenrad 2 wirkt. Die Ausgangsdrehzahl des ersten Planetenradgetriebes
12 liegt an dessen Planetenträger 5 an.
In der ersten Schaltstellung, in der die zweite Bremseinrichtung 10 geschlossen und die
erste Bremseinrichtung 9 geöffnet ist, dreht das Ringrad 4 (zweiter Getriebeausgang)
des ersten Planetenradgetriebes 12 frei mit und der Planetenträger 5 des ersten Plane
tenradgetriebes 12 ist über die zweite Bremseinrichtung 10 blockiert, so dass die erste
Ausgangsdrehzahl des ersten Planetenradgetriebes 12 bzw. die zweite Eingangsdreh
zahl des zweiten Planetenradgetriebes 12' gleich Null ist. Die Abtriebsdrehzahl, d. h. die
Ausgangsdrehzahl des zweiten Planetenradgetriebes 12' ergibt sich aus der Überset
zung dieses Planetenradgetriebes 12'. Diese Ausgangsdrehzahl entspricht der niedrigen
Arbeitsweggeschwindigkeit.
In der zweiten Schaltstellung ist die erste Bremseinrichtung 9 geschlossen und die
zweite Bremseinrichtung 10 geöffnet. Die Kupplung 7 ist geschlossen. In dieser Schalt
stellung wird die Eingangsdrehzahl auf das Sonnenrad 2 des ersten Planetenradgetriebes
12 übertragen. Durch die koaxiale Lagerung der Sonnenräder 2, 2' der Planetenrad
getriebe 12, 12' auf einer gemeinsamen Welle sind die Eingangsdrehzahl des ersten
Planetenradgetriebes und die erste Eingangsdrehzahl des zweiten Planetenradgetriebes
gleich. Durch das gebremste Ringrad 4 des ersten Planetenradgetriebes 12 läuft der
Planetenträger 5 des ersten Planetenradgetriebes 12 entsprechend dem Übersetzungs
verhältnis des ersten Planetenradgetriebes 12 um. Durch die feste Verbindung des Pla
netenträgers 5 des ersten Planetenradgetriebes 12 mit dem Ringrad 4' des zweiten Pla
netenradgetriebes 12' ist diese erste Ausgangsdrehzahl des ersten Planetenradgetriebes
12 gleich der zweiten Eingangsdrehzahl des zweiten Planetenradgetriebes 12' und wird
in Abhängigkeit des Übersetzungsverhältnisses des zweiten Planetenradgetriebes 12'
der ersten Eingangsdrehzahl dieses Getriebes 12' überlagert. Somit kann durch wech
selseitiges Schalten der ersten Bremseinrichtung 10 und der zweiten Bremseinrichtung 9
die Planetenradgetriebeeinrichtung 13 zwischen einer niedrigen Arbeitsweggeschwindig
keit und einer höheren Leerweggeschwindigkeit geschaltet werden.
Mit dem Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung kann eine Umformpresse betrieben
werden, wobei aus einer schnellen Vorwärtsbewegung des Pressenstößels heraus der
Auftreffstoß beim Schließen der Presse und seine schädlichen Folgen vermindert wer
den. Die Aufwärtsbewegung des Pressenstößels erfolgt mit erhöhter Geschwindigkeit
wodurch der Teileausstoß erhöht wird. Der erhöhte Teileausstoß wird aus wirtschaftli
chen Gründen gefordert. Die geringere Belastung durch die Verminderung des Auftreff
stoßes ermöglicht eine leichtere Bauweise der Maschine, erhöht die Zuverlässigkeit und
reduziert Wartungs- und Reparaturarbeiten mit den entsprechenden Stillstandszeiten.
Dadurch ergibt sich eine weitere Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.
Durch die Integration des Überlagerungsgetriebes (erstes Planetenradgetriebe) mit dem
Untersetzungsgetriebe (zweites Planetenradgetriebe) und deren koaxialer Bauweise
entsteht ein kompaktes Modul mit einer hohen Gesamtübersetzung, das flexibel in Pres
senantrieben eingesetzt werden kann.
Claims (21)
1. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine, insbesondere eine Umformpresse,
mit einer Planetenradgetriebeeinrichtung, die mit einer Maschinenantriebswelle
eines Maschinenantriebs und mit einer Stößelantriebsvorrichtung eines Stößelan
triebs verbunden ist, wobei die Planetenradgetriebeeinrichtung zur Drehzahlände
rung der Stößelantriebsvorrichtung schaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Planetenradgetriebeeinrichtung (13) ein erstes und ein zweites schaltbares
Planetenradgetriebe (12, 12') aufweist, wobei das erste und das zweite Planeten
radgetriebe (12, 12') miteinander gekoppelt sind.
2. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Planetenradgetriebe (12) eine erste Bremseinrich
tung (9) aufweist und das zweite Planetenradgetriebe (12') eine zweite Bremsein
richtung (10) aufweist, um das erste und das zweite Planetenradgetriebe
(12, 12') zu schalten.
3. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste Bremseinrichtung (9) und die zweite Bremseinrich
tung (10) unabhängig voneinander betätigbar sind.
4. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 2 oder 3, gekenn
zeichnet durch eine Steuereinrichtung zur Steuerung der ersten und zweiten
Bremseinrichtung (9, 10) und einer Kupplungseinrichtung (7), wobei die erste und
zweite Bremseinrichtung (9, 10) in eine erste Schaltstellung bringbar sind, in der
die erste Bremseinrichtung (9) geöffnet und die zweite Bremseinrichtung (10) ge
schlossen ist, die erste und zweite Bremseinrichtung (9, 10) in eine zweite Schalt
stellung bringbar sind, in der die erste Bremseinrichtung (9) geschlossen und die
zweite Bremseinrichtung (10) geöffnet ist, und die erste und zweite Bremsein
richtung (9, 10) in eine dritte Schaltstellung bringbar sind, in der die erste und die
zweite Bremseinrichtung (9, 10) geschlossen sind und die Kupplungseinrichtung
(7) geöffnet ist.
5. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Getriebeeingang des ersten Pla
netenradgetriebes (12) und ein erster Getriebeeingang des zweiten Planetenrad
getriebes (12') mit der Maschinenantriebswelle (8) verbunden sind, wobei ein erster
Getriebeausgang des ersten Planetenradgetriebes (12) fest mit einem zweiten
Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes (12') verbunden ist und ein
Getriebeausgang des zweiten Planetenradgetriebes (12') mit der Stößelantriebs
vorrichtung (11) verbunden ist.
6. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Getriebeeingang des ersten Planetenradgetriebes (12)
und der erste Getriebeeingang des zweiten Planetenradgetriebes (12') fest mit
der Maschinenantriebswelle (8) verbunden sind.
7. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Getriebeausgang des zweiten Planetenradgetriebes
(12') fest mit der Stößelantriebsvorrichtung (11) verbunden ist.
8. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Getriebeeingang des ersten Pla
netenradgetriebes (12) fest mit einem Sonnenrad (2) des ersten Planetenradge
triebes (12) verbunden ist, und der erste Getriebeeingang des zweiten Planeten
radgetriebes (12') fest mit einem Sonnenrad (2') des zweiten Planetenradgetrie
bes (12') verbunden ist.
9. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Sonnenräder (2, 2') des ersten und zweiten Planetenrad
getriebes (12, 12') koaxial angeordnet sind.
10. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Sonnenräder (2, 2') des ersten und zweiten Planetenrad
getriebes (12, 12') auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind.
11. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Sonnenrad (2) des ersten Pla
netenradgetriebes (12) koaxial auf der Maschinenantriebswelle (8) angeordnet ist.
12. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Getriebeausgang des zweiten
Planetenradgetriebes (12') fest mit einem Planetenträger (5') des zweiten Plane
tenradgetriebes (12') verbunden ist.
13. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Getriebeausgang des
ersten Planetenradgetriebes (12) fest mit einem Planetenträger (5) des ersten
Planetenradgetriebes (12) verbunden ist und der zweite Getriebeeingang des
zweiten Planetenradgetriebes (12') fest mit einem Ringrad (4') des zweiten Pla
netenradgetriebes (12') verbunden ist.
14. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß die zweite Bremseinrichtung (10) vorgesehen ist, um das
Ringrad (4') des zweiten Planetenradgetriebes (12') fest zu bremsen oder frei
zugeben.
15. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Planetenradgetriebe (12)
ein Ringrad (4) aufweist, wobei die erste Bremseinrichtung (9) vorgesehen ist, um
das Ringrad (4) des ersten Planetenradgetriebes (12) fest zu bremsen oder frei
zugeben.
16. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und zweite Planetenrad
getriebe (12, 12') in einem gemeinsamen Gehäuse (1) aufgenommen sind.
17. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Maschinenantrieb als Schwung
radantrieb (6) ausgebildet ist.
18. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinenantriebswelle eine
Kupplungswelle (8) ist, wobei eine schaltbare Kupplungseinrichtung (7) an der
Kupplungswelle (8) zum Verbinden/Trennen des Maschinenantriebs und der Pla
netenradgetriebeeinrichtung (13) vorgesehen ist.
19. Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine nach zumindest einem der Ansprü
che 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Planeten
radgetriebe (12, 12') koaxial zueinander angeordnet sind.
20. Verfahren zur Steuerung einer Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine,
insbesondere eine Umformpresse, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis
19, wobei eine Antriebsdrehzahl der Stößelantriebsvorrichtung (11) durch wech
selseitiges Schalten des ersten und des zweiten schaltbaren Planetenradgetrie
bes (12, 12') gesteuert wird.
21. Verfahren zur Steuerung einer Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine
nach Anspruch 20, wobei das erste Planetenradgetriebe (12) eine erste Brems
einrichtung (9) aufweist und das zweite Planetenradgetriebe (12') eine zweite
Bremseinrichtung (10) aufweist, um das erste und das zweite Planetenradgetrie
be (12, 12') zu schalten, wo in einer ersten
Schaltstellung die erste Bremseinrichtung (9) geöffnet und die zweite Bremsein
richtung (10) geschlossen ist, in einer zweiten Schaltstellung die erste Bremsein
richtung (9) geschlossen und die zweiten Bremseinrichtung (10) geöffnet ist, und in
einer dritten Schaltstellung die erste und die zweite Bremseinrichtung (9, 10) ge
schlossen sind und eine Kupplungseinrichtung (7) geöffnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001142319 DE10142319C2 (de) | 2001-08-30 | 2001-08-30 | Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001142319 DE10142319C2 (de) | 2001-08-30 | 2001-08-30 | Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10142319A1 DE10142319A1 (de) | 2003-03-27 |
| DE10142319C2 true DE10142319C2 (de) | 2003-11-27 |
Family
ID=7696988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001142319 Revoked DE10142319C2 (de) | 2001-08-30 | 2001-08-30 | Antriebsvorrichtung für eine Umformmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10142319C2 (de) |
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2001
- 2001-08-30 DE DE2001142319 patent/DE10142319C2/de not_active Revoked
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| PAJ: Patent Abstracts of Japan, CD-ROM, JP 2001-3 49 394 A * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10142319A1 (de) | 2003-03-27 |
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