DE10141357C2 - Befestigungswinkel mit breiter Federzunge - Google Patents
Befestigungswinkel mit breiter FederzungeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Befestigungswinkel zum Ausrichten
und Montieren von an Profilstäben befestigten Fassadenelementen
an einer Gebäudewand, mit einem Wand- und einem Kragschenkel,
wobei der Kragschenkel in einem Zangenbereich zum zangenartigen
Einspannen der oben genannten Profilstäbe mindestens ein Positi
onierelement und eine Federzunge umfasst.
Aus der EP 1 101 881 A2 ist ein geblechter Befestigungswinkel
bekannt, der entlang seines Wand- und Kragschenkels im Bereich
der Seitenränder je eine Versteifungssicke hat. Dadurch liegt
der Befestigungswinkel an der Gebäudewand - sehr gut wärmelei
tend - großflächig an. Der Kragschenkel weist eine schmale Fe
derzunge auf, die nur eine kurzzeitige Fixierungsfunktion er
laubt. Der am Befestigungswinkel montierte Profilstab, der an
den Positionierelementen des Kragschenkels fixiert wird, wird
beim Abbohren des Profilstabes die Federzunge stark belastet.
Dabei ergibt sich durch das Nachgeben der Federzunge ein Spalt
zwischen den Positionierelementen und dem Profilstab. Dieser Ab
stand verursacht beim Abbohren ein unbeabsichtigtes Auswandern
des Bohrwerkzeuges, so dass sich bei dem anschließenden Vernie
ten oder Verschrauben von Befestigungswinkel und Profilstab
teilweise untolerierbare Lageabweichungen ergeben.
Ferner ist aus der DE 37 29 824 A1 ein geblechter Befesti
gungswinkel mit einem Kragschenkel mit integrierter Federzunge
bekannt, der ebenfalls einen Profilstab zwischen dem Krag
schenkel und der Federzunge aufnimmt. Zum Verschrauben oder
Vernieten des Profilstabs mit dem Befestigungswinkel muss der
Profilstab im Federzungenbereich von oben und im äußeren Krag
schenkelbereich von unten aufgebohrt werden.
Des Weiteren ist aus der DE 197 54 022 A1 ein zweiteiliger ge
blechter Befestigungswinkel bekannt. Am Wandschenkel ist hier
der die Federzunge aufnehmende Kragschenkel eingehängt. Der auf
dem Kragschenkel gelagerte Profilstab ist nur an der Federzunge
befestigt. Die zweiteilige Gestaltung des Befestigungswinkels
bedeutet trotz höherem Gewicht einen Verlust an Formsteifigkeit
gegenüber einem einteiligen Befestigungswinkel und erfordert zu
dem einen zusätzlichen Montageaufwand.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Problemstellung zu
grunde, einen formsteifen, leichten Befestigungswinkel zu ent
wickeln, der bei einfacher Handhabung eine schnelle, präzise und
dauerhafte Montage der Fassadenelemente ermöglicht.
Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches
gelöst. Dazu hat der Befestigungswinkel ein doppel-s-förmiges
Profil mit einem zentralen, nicht an der Gebäudewand anliegen
den, Innenabschnitt und beidseits parallel versetzten Außenab
schnitten, wobei zwischen dem Innenabschnitt und den Außenab
schnitten formversteifende Versteifungsabschnitte angeordnet
sind. Die Federzunge weist eine Fläche auf, die mindestens 60%
der Fläche des Zangenbereiches beträgt. Die Federzunge hat eine
Basisbreite, die mindestens 70% der Befestigungswinkelbreite
ausmacht. Sie nimmt alle Bohrungen, Ausnehmungen und/oder Aus
brüche zur mindestens zweidimensionalen Befestigung der Profil
stäbe am Kragschenkel auf.
Der Kragschenkel des Befestigungswinkels hat eine großflächige
Federzunge mit einer breiten Federzungenbasis. Die Federzunge
nimmt bei waagerecht angeordnetem Kragschenkel alle horizontal
auftretenden Kräfte, wie u. a. die auf der Fassade lastende Wind
kraft, auf. Am Tragen der Gewichtskraft der Fassadenelemente ist
sie nicht beteiligt. Die Gewichtkraft übernehmen die Positio
nierelemente als Teile des Kragschenkels.
Diese Funktionentrennung gewährleistet eine hohe Lebensdauer der
Befestigungswinkel. Die Befestigungswinkel tragen die Fassaden
elemente nahezu frei von thermischen Spannungen, wodurch spe
ziell der Risskorrosion vorgebeugt wird. Ist beispielweise ein
Fassadenelement mit mindestens zwei übereinander angeordneten
Befestigungswinkeln gehalten, kann sich bei einer Wärmedehnung
in vertikaler Richtung die den Profilstab tragende Federzunge
des oberen Befestigungswinkels federnd in Dehnungsrichtung nach
oben ausweichen. Dabei wird die Federzunge ausschließlich an ei
ner definiert dafür vorgesehenen Biegestelle belastet.
Der Befestigungswinkel ist nur beispielsweise ein aus Blech ge
formtes Bauteil. Als Werkstoff sind z. B. korrosionsbeständiger
Stahl, Stahl mit einer korrosionsschützenden Beschichtung, eine
Aluminiumlegierung oder vergleichbare Materialien vorgesehen. Es
sind auch faserverstärkte Kunststoffe denkbar.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiels.
Fig. 1 Frontansicht des Befestigungswinkels;
Fig. 2 Schnitt durch den Wandschenkel und Draufsicht auf den
Kragschenkel;
Fig. 3 Seitenschnitt des Befestigungswinkels;
Fig. 4 Befestigungswinkel mit Wand, Profilstab und Fassaden
element.
Die Fig. 4 zeigt ein mittels eines Befestigungswinkels (10) an
einer Fassade (7) über einen Profilstab (3) befestigtes Fassa
denelement (1).
Der Befestigungswinkel (10) besteht aus einem Wandschenkel (20)
und einem Kragschenkel (30). Beide Schenkel (20, 30) des Ausfüh
rungsbeispiels sind Teile eines profilierten Stahlbleches. Das
Stahlblech ist mit einem metallischen Überzug aus einer Zink-
Aluminiumlegierung ausgestattet. Das Profil (11) des Befesti
gungswinkels (10) setzt sich im wesentlichen aus einem zentralen
Innenabschnitt (12), zwei Versteifungsabschnitten (13, 14) und
zwei Außenabschnitten (15, 16) zusammen, vgl. Fig. 2. Der zent
rale Innenabschnitt (12) entspricht ca. 73% der Gesamtbreite
(19) des Befestigungswinkels (10). An ihn schließen sich
beidseitig jeweils unter ca. 45° die Versteifungsabschnitte (13,
14) an. Ihre jeweilige Breite beträgt, nach Fig. 2, ca. 7-8%
der Gesamtbreite (19). Nach außen hin schließt sich an jeden
Versteifungsabschnitt (13, 14) ein benachbarter Außenab
schnitt (15, 16) an. Die Außenabschnitte (15, 16) haben jeweils
eine Breite, die 5-6% der Gesamtbreite (19) entspricht. Sie lie
gen parallel versetzt zu dem jeweils entsprechenden Innenab
schnitt (12). Der räumliche Versatz beträgt ca. 6-7% der Gesamt
breite (19). Die Blechstärke liegt bei ca. 1,6% der Gesamt
breite (19).
Der Wandschenkel (20) hat eine Höhe, die z. B. ca. 54% der Ge
samtbreite (19) entspricht. In der Mitte des Wandschenkels (20)
befindet sich eine Langloch (21), dessen Längsrichtung parallel
zu den seitlichen Außenkanten (28) verläuft. Das Langloch (21)
ist beispielsweise gedacht für eine Schraube oder einen Gewinde
bolzen mit einem M10-Gewinde. Seine Länge entspricht ca. dem
2,5-fachen seiner Breite. Es hat eine umlaufende Randverstär
kung (22), die sich nach Fig. 4 zur Fassade (7) hin erstreckt.
Die durch Umformen erzeugte Randverstärkung (22) hat eine Tiefe,
die fast der dreifachen Blechstärke entspricht. Die Randverstär
kung (22) versteift den gesamten Wandschenkel (20).
Auf der mittleren Höhe des Langloches (21) sind an den Außenab
schnitten (15, 16) - auf deren von der Fassade (7) abgewandten
Seite - jeweils, die Montage erleichternde, Markierungsker
ben (25) angeordnet. Der Befestigungswinkel (10) wird in der Re
gel an der Fassade (7) oder z. B. an einer Decke mittels einer
Schraube (9) oder eines anderen geeigneten Befestigungsmittels
fixiert. Beispielsweise wird eine Sechskantschraube mit Flansch
über einen Dübel (8) in der Wand (7) befestigt, vgl. Fig. 4.
Aufgrund des formsteifen Profils (11) des Befestigungswin
kels (10) kommt der Wandschenkel (20) nur mit ca. 10-12% seiner
Fläche zur Anlage an der Gebäudewand (7). Nur die Außenab
schnitte (15, 16) liegen auf. Hierdurch ergibt sich eine mini
male Wärmeübertragung zwischen den in der Regel wärmeren Fassa
denelementen (1) und der Gebäudewand (7). Bei einer Montage nach
Fig. 4 erlaubt der durch das Profil (11) zwischen der Fas
sade (7) und dem Wandschenkel (20) liegende Kanal (18) einen
thermischen Zug, so dass der Befestigungswinkel (10) wie eine
Kühlrippe wirkt. Die minimale Spaltfläche zwischen der Fas
sade (7) und dem Wandschenkel (20) minimiert zudem die Korro
sionsanfälligkeit des Befestigungswinkels (10), da sich anfal
lendes Kondensatwasser nicht in großflächigen Kapillarspalten
halten kann.
Zusätzlich kann zwischen dem Wandschenkel (20) und der Fas
sade (7) ein Isolierkörper (60) angeordnet werden, vgl. Fig. 2,
dort gestrichelt dargestellt. Der Isolierkörper (60) ist z. B.
eine rechteckige Platte mit einem zentralen Langloch. Die Innen
kontur des Langloches passt spielfrei oder mit einem Klemmsitz
auf die Randverstärkung (22). Somit kann der Isolierkörper (60)
verliersicher am Befestigungswinkel (10) fixiert werden. Dies
erleichtert die Handhabung dieses Bauteils auf der Baustelle er
heblich.
Der Kragschenkel (30) schließt sich unter 90° an den Wandschen
kel (20) an. Er hat zumindest im hinteren Bereich das gleiche
Profil (11) wie der Wandschenkel (20). Der maximale Krümmungs
radius der 90°-Biegung liegt bei ca. 10% der Gesamtbreite (19)
des Wandschenkels (20). Die Tiefe des Kragschenkels (30) ent
spricht im gezeigten Ausführungsbeispiel ca. 74% der Gesamt
breite (19).
Der Kragschenkel (30) hat einen sog. Zangenbereich (40), der
sich vom freien Ende des Schenkels (30) in Richtung auf die 90°-
Biegung erstreckt. Im Ausführungsbeispiel beträgt die Tiefe des
Zangenbereiches (40) ca. 58% der Gesamtbreite (19). Im Zangen
bereich (40) befindet sich im Innenabschnitt (12) des Pro
fils (11) eine Federzunge (41). Ihre Breite, die sog. Basis
breite (43), beträgt ca. 67% der Gesamtbreite (19), so dass
beidseitig der Federzunge (41) vom Innenabschnitt (12) jeweils
ein schmaler Randstreifen (31, 32) übrig bleibt, vgl. Fig. 1
und 2.
Die Federzunge (41) verläuft als eine Viertelblattfeder zumin
dest annähernd parallel zu den Randstreifen (31, 32), vgl.
Fig. 3. Sie wird beispielsweise durch Stanzen und Umformen aus
dem Innenabschnitt (12) herausgeformt. Zum Minimieren der Kerb
spannungen ist am jeweiligen innenliegenden Stanzschnittende
eine Bohrung (55) angeordnet. In diesem Bereich steht die Feder
zungenbasis (42) unter einem Winkel von ca. 60° gegenüber den
Randstreifen (31, 32) nach oben, um dann z. B. aus einem Höhen
abstand von ca. 2-3 mm wieder auf die freien Enden der Rand
streifen (31, 32) zu zulaufen. Im Tiefenabstand von 10% der Ge
samtbreite (19) vor dem freien Ende der Randstreifen (31, 32)
hat sich die Federzunge (41) den Randstreifen (31, 32) in der
Höhe wieder auf ca. 1 mm genähert.
In diesem Bereich befinden sich in der Nähe der einzelnen Rand
streifen (31, 32) je ein sphärisch nach unten gewölbter No
cken (53), der jeweils die den Randstreifen (31, 32) naheste
Kontaktstelle zum aufzunehmenden Profilstab (3) repräsentiert.
Zum freien Ende der Federzunge (41) hin, erstreckt sich diese
bogenförmig nach oben. Hierdurch bildet sich zwischen dem Feder
zungenende und den Randstreifenenden ein Einführkeil für ein er
leichtertes Einstecken eines zwischen der Federzunge (41) und
den Randstreifen (31, 32) zangenförmig eingespannten Profilstabs
(3), vgl. Fig. 4. Auch am Kragschenkel (30) sind an der
Oberseite der Außenabschnitte (15, 16) Tiefenmarkierungen (35)
angebracht. Sie liegen ca. 32% der Federzungentiefe vor den
freien Enden der Positionierelemente (31, 32).
Der in Fig. 4 dargestellte Profilstab (3) umfasst einen Fuß
steg (4) und einen Quersteg (5). Der Quersteg (5) ist mit dem
Fassadenelement (1) beispielsweise verklebt. Bei der Montage des
Fassadenelements (1) an dem schon an der Fassade (7) fixierten
Befestigungswinkels (10) wird der Fußsteg (4) zwischen die Fe
derzunge (41) und die Randstreifen (31, 32) eingeschoben. Dabei
liegt die Federzunge (41) über die Nocken (53) auf dem Fuß
steg (4) auf. Zum Ausrichten kann das Fassadenelement (1) mit
dem Profilstab (3) normal zum Fassadenelement (1) und längs dem
Profilstab (3) bei geringer Reibung ohne Kratzspuren hin- und
hergeschoben werden. Dafür sorgen die Nocken (53) und entspre
chende Anfasungen (36) an den Randstreifen (31, 32). Die Anfa
sungen (36), sowie entsprechende Anfasungen (46) an der Feder
zungenvorderkante sind beispielsweise 45°-Fasen. Diese Anfa
sungen (36, 46) schränken zusammen mit Eckenabrundungen an den
Wand- und Kragschenkeln (20, 30) das Verletzungsrisiko des Mon
teurs erheblich ein.
Beim Positionieren des Profilstabes (3) erkennt der Monteur an
der Sichtbarkeit der Tiefenmarkierungen (35), dass der Fuß
steg (4) nicht tief genug im Kragschenkel (30) steckt.
Zwischen den Nocken (53) befinden sich in der Regel mehrere Boh
rungen (51) und Langlöcher (52). Im Ausführungsbeispiel erkennt
man nach Fig. 2 zwischen den Nocken (53) in deren unmittelbarer
Nähe je eine Bohrung (51). Der Durchmesser der Bohrungen (51)
beträgt z. B. 5,1 mm. Zwischen den Bohrungen (51) sind zwei Lang
löcher (52) angeordnet. Die Breite der Langlöcher (52) ent
spricht dem Durchmesser der Bohrungen (51), während die Langlochlänge
z. B. dem Dreifachen des Bohrungsdurchmessers ent
spricht.
Die Nocken (53), die Bohrungen (51) und die Langlöcher (52) lie
gen spiegelsymmetrisch zu einer gedachten Mittellinie (38) des
Kragschenkels (30). Die Mittellinie (38) ist parallel zu einer
Seitenkante (56) der Federzunge (41). Die Mitte der Langlö
cher (52) ist ca. 24% der Gesamtbreite (19) von den Seitenkan
ten (56) entfernt. Zwischen den Langlöchern (52) und der Feder
zungenbasis (42) sind auf der Federzungenoberseite (57) parallel
zu den Seitenkanten (56) lange, die Mitte der Langlöcher (52)
markierende, Lochmarkierungskerben (45) angeordnet. Sie verlau
fen in Richtung der Federzungenbasis (42) über eine gedachte
Verbindungslinie zwischen den Tiefenmarkungen (35) hinweg.
Der Kragschenkel (30) kann zwischen der Federzungenbasis (42)
und dem Wandschenkel (20) beispielsweise in 30 mm-Schritten ver
längert werden. Mindestens sechs Verlängerungen sind denkbar.
Zur beispielhaften Montage von Fassadenelementen (1) mit Hilfe
dieser Befestigungswinkel (10) werden an den künftigen Befesti
gungsstellen zunächst horizontale Markierungslinien an der noch
unverkleideten Fassade (7) angebracht. Diese Linien haben den
vertikalen Abstand der übereinander angeordneten Befestigungs
winkel (10). An den Markierungslinien werden die Befestigungs
bohrungen (70) in die Gebäudewand (7) gebohrt. Die Dübel (8)
werden in die Bohrungen (70) eingesteckt. Nach dem Ausrichten
der Befestigungswinkel (10) mittels ihrer Markierungskerben (25)
an der Gebäudewand bzw. Fassade (7) über den Befestigungsbohrun
gen (70), werden die Befestigungswinkel (10) mittels der
Flanschschrauben (9) an der Gebäudewand (7) anmontiert. Die Fe
derzungenoberseite (57) zeigt hierbei z. B. nach oben.
Nun wird das Fassadenelement (1) über den Fußsteg (4) des Pro
filstabs (3) jeweils zwischen die Federzunge (41) und die Posi
tionierelemente (31, 32) eingesteckt. Die Positionierele
mente (31, 32) übernehmen die Gewichtskraft der Fassadenele
mente (1). Der jeweilige Fußsteg (4) wird so weit unter die Fe
derzunge (41) geschoben, bis die Tiefenmarkierung erreicht oder
überschritten ist. Der Monteur blickt hierbei auf die Feder
zungenoberseite (57).
Nach dem Positionieren werden die Fußstege (4) zur späteren
Nietbefestigung durchbohrt. Die Bohrungen (51) und/oder Lang
löcher (52) dienen hierbei als Bohrwerkzeugführung. Unmittelbar
nach dem sog. Abbohren vor Ort werden Blindniete (6) in die Boh
rungen (51) und/oder Langlöcher (52) eingesteckt und vernietet.
Dabei werden die Bohrungen (51) für freiheitsgradfreie Lager
stellen benutzt. Ggf werden die Verbindungselemente, z. B. Niete,
Schrauben, Biegelaschen u. s. w., die die Federzunge (41) mit dem
Profilstab (3) in Axialrichtung der Bohrungen (51) oder anderen
Ausnehmungen verbinden, mit Spiel bzw. ohne Restklemmkraft ein
gesetzt, so dass der Profilstab (3) gegenüber der Federzun
ge (41) u. a. eine zumindest geringfügige Schwenkbeweglichkeit um
die zuvor genannte Axialrichtung hat.
Müssen Wärmedehnungen ausgeglichen werden, kommen die Langlö
cher (52) zum Einsatz. Dort werden die Nieten (6) mit geringem
Spiel vernietet, so dass die jeweilige Niete (6) zusammen mit
dem Fassadenelement (1) im entsprechenden Langloch (52) wandern
kann.
Bei der gesamten Montage hat der Monteur am Befestigungswin
kel (10) nur von der Federzungenoberseite (57) her gearbeitet.
Das betraf u. a. das Positionieren, das Abbohren und das Nieten.
1
Fassadenelement
2
Klebstoff
3
Profilstab
4
Fußsteg
5
Quersteg
6
Niet
7
Wand, Gebäudewand, Fassade (unverkleidet)
8
Dübel
9
Schraube, Flanschschraube
10
Befestigungswinkel
11
Profil
12
Innenabschnitt, zentral
13
,
14
Versteifungsabschnitte
15
,
16
Außenabschnitte
18
Kanal
19
Befestigungswinkelbreite, Gesamtbreite
20
Wandschenkel
21
Langloch
22
Randverstärkung
25
Markierungskerben
28
Außenkante
30
Kragschenkel
31
,
32
Positionierelemente, Randstreifen
35
Tiefenmarkierungen
36
Anfasungen an Randstreifen
38
Mittellinie
40
Zangenbereich
41
Federzunge
42
Federzungenbasis
43
Basisbreite
45
Lochmarkierungskerben
46
Anfasungen an Federzunge
51
Bohrungen
52
Langlöcher, Ausnehmungen
53
Nocken
55
Bohrungen am Stanzschnittende
56
Seitenkanten
57
Federzungenoberseite
60
Isolierkörper
70
Fassadenbohrung
Claims (10)
1. Befestigungswinkel zum Ausrichten und Montieren von an Pro
filstäben befestigten Fassadenelementen an einer Gebäudewand,
mit einem Wand- und einem Kragschenkel, wobei der Kragschenkel
in einem Zangenbereich zum zangenartigen Einspannen der oben ge
nannten Profilstäbe mindestens ein Positionierelement und eine
Federzunge umfasst,
wobei der Befestigungswinkel (10) ein doppel-s-förmiges Pro fil (11) hat mit einem zentralen, nicht an der Gebäudewand (7) anliegenden, Innenabschnitt (12) und beidseits parallel ver setzten Außenabschnitten (15, 16), wobei zwischen dem Innen abschnitt (12) und den Außenabschnitten (15, 16) formverstei fende Versteifungsabschnitte (13, 14) angeordnet sind,
wobei die Federzunge (41) eine Fläche aufweist, die mindestens 60% der Fläche des Zangenbereiches (40) beträgt,
wobei die Federzunge (41) eine Basisbreite (43) hat, die min destens 70% der Befestigungswinkelbreite (19) ausmacht und
wobei die Federzunge (41) alle Bohrungen (51), Ausnehmun gen (52) und/oder Ausbrüche zur mindestens zweidimensionalen Befestigung der Profilstäbe (3) am Kragschenkel (30) aufnimmt.
wobei der Befestigungswinkel (10) ein doppel-s-förmiges Pro fil (11) hat mit einem zentralen, nicht an der Gebäudewand (7) anliegenden, Innenabschnitt (12) und beidseits parallel ver setzten Außenabschnitten (15, 16), wobei zwischen dem Innen abschnitt (12) und den Außenabschnitten (15, 16) formverstei fende Versteifungsabschnitte (13, 14) angeordnet sind,
wobei die Federzunge (41) eine Fläche aufweist, die mindestens 60% der Fläche des Zangenbereiches (40) beträgt,
wobei die Federzunge (41) eine Basisbreite (43) hat, die min destens 70% der Befestigungswinkelbreite (19) ausmacht und
wobei die Federzunge (41) alle Bohrungen (51), Ausnehmun gen (52) und/oder Ausbrüche zur mindestens zweidimensionalen Befestigung der Profilstäbe (3) am Kragschenkel (30) aufnimmt.
2. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wand- (20) und der Kragschenkel (30) einen 90°-Winkel
einschließen.
3. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass beidseits der Federzunge (41) je ein formsteifes Positio
nierelement (31, 32) angeordnet ist.
4. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Federzunge (41) in einer zum Wandschenkel (20) paralle
len und zum Positionierelement (31, 32) normalen Richtung eine
rechteckige Kontur hat.
5. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Federzunge (41) im Bereich ihrer Basis an den Über
gangsstellen zu den Positionierelementen (31, 32) Bohrungen (55)
zum Verringern einer Kerbwirkung aufweist.
6. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die an der Gebäudewand (7) anliegenden Außenabschnitte (15,
16) des Wandschenkels (20) eine Auflagefläche haben, die weniger
als 12% der Wandschenkelfläche ausmacht.
7. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Federzunge (41) auf einem befestigten Profilstab (3)
über mindestens zwei Nocken (53) aufliegt.
8. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wandschenkel (20) zur Befestigung an der zu verkleiden
den Gebäudewand (7) eine Ausnehmung (21) aufweist, die eine
Randverstärkung (22) hat.
9. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (21) ein Langloch ist.
10. Befestigungswinkel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Befestigungswinkel (10) zu einer Mittelebene, die den
Wand- (20) und den Kragschenkel (30) mittig und normal zu deren
zentralen Flächen schneidet, spiegelsymmetrisch gestaltet ist.
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