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DE1014116B - Verfahren zur Herstellung von Glutaminsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glutaminsaeure

Info

Publication number
DE1014116B
DE1014116B DEI8760A DEI0008760A DE1014116B DE 1014116 B DE1014116 B DE 1014116B DE I8760 A DEI8760 A DE I8760A DE I0008760 A DEI0008760 A DE I0008760A DE 1014116 B DE1014116 B DE 1014116B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filtrate
calcium
glutamic acid
steffen
precipitate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI8760A
Other languages
English (en)
Inventor
Ralph W Shafor
Erik V Heegaard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Minerals and Chemical Corp
Original Assignee
International Minerals and Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Minerals and Chemical Corp filed Critical International Minerals and Chemical Corp
Priority to DEI8760A priority Critical patent/DE1014116B/de
Publication of DE1014116B publication Critical patent/DE1014116B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsäure aus den bei der Raffination von Zucker aus Zuckerrüben erhaltenen Abfallaugen in so reiner Form, daß sie sich zur Umwandlung in Mononatriumglutamat eignet. In dem vorliegenden neuartigen Verfahren wird besonders das Steffensche Filtrat bzw. das konzentrierte Filtrat als Rohmaterial angewandt.
In der Lebensmittelindustrie wird Glutaminsäure in großem Umfange in Form von Mononatriumglutamat angewandt, das das Aroma vieler Lebensmittel zu verbessern vermag. Es sind bisher zahlreiche Verfahren zur Herstellung und Gewinnung von Glutaminsäure aus Steffenschen Filtraten vorgeschlagen worden. Bei allen diesen Verfahren bestehen erhebliche Schwierigkeiten darin, die Glutaminsäure in hohen Ausbeuten zu gewinnen und die rohe Glutaminsäure so weit zu reinigen, daß bei der Überführung in Mononatriumglutamat ein wirklich hochreines Produkt und in annehmbaren Ausbeuten erhalten wird.
In den bisherigen Verfahren hat die wirksame Abtrennung der verunreinigenden anorganischen Salze aus dem Hydrolysat des Steffenschen Filtrats und die Reinigung der rohen Glutaminsäure erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Insbesondere werden niedrigere Ausbeuten an Mononatriumglutamat erhalten, wenn die Lösungen derselben gewisse Verunreinigungen, z. B. Calciumverbindungen enthalten, die das Kristallwachstum unterbinden und dadurch die Ausbeuten an Mononatriumglutamat verzögern und verringern. Besondere Schwierigkeiten sind bei der Verarbeitung der Abfallauge des .Steffenschen Filtrats und der Gewinnung von Mononatriumglutamat aus dieser aufgetreten, weil erhebliche Mengen von Verunreinigungen in Form anorganischer Salze die Kristallisation des Mononatriumglutamats aus diesen Laugen hindern und die Mononatriumglutamatausbeute herabsetzen.
Es ist bekannt, Glutaminsäure abspaltende Eiweißsubstanzen mit Salzsäure zu hydrolysieren und das Hydrolysat dann zwecks Ausfällung von Erdalkalien mit <"> Natriumcarbonat zu versetzen — oder aber Hydrolyse und Erdalkaliausfällung durch Behandlung der Ausgangssubstanzen mit Schwefelsäure in einer Stufe durchzuführen.
Demgegenüber besteht die Erfindung ganz allgemein darin, daß man zunächst das Calcium, das in den Gemischen, aus denen Glutaminsäure gewonnen werden soll, vorhanden ist, aus dem glutaminsäurehaltigen Gemisch in Form eines in Wasser unlöslichen Calciumsalzes, z.B. als Calciumcarbonat oder Calciumphosphat, ausfällt. Dazu wird das glutaminsäurehaltige Gemisch mit einem Alkalicarbonat oder Alkaliphosphat versetzt und der erhaltene Niederschlag von der Lösung abgetrennt. Das Reagens soll vor der mit einem Alkalihydroxyd erfolgenden Verfahren zur Herstellung
von Glutaminsäure
Anmelder:
International
Minerals & Chemical Corporation,
Chicago, 111. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 13,
Ainmillerstr. 26, Patentanwälte
Ralph W. Shafor, Los Gatos, Calif.,
und Erik V. Heegaard, Menlo Park, Calif. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
Hydrolyse zu dem glutaminsäurehaltigen Gemisch gegeben werden.
Durch den Zusatz eines der obigen Reagenzien zwecks Fällung des wasserunlöslichen Calciumsalzes bzw. Entfernung des Calciums aus dem glutaminsäurehaltigen Gemisch wird der durch unvollständige Kristallisation bedingte Mononatriumglutamatverlust auf ein Mindestmaß beschränkt. Der zweite wesentliche Vorteil der Erfindung liegt darin, daß der Zusatz des Alkalicarbonate bzw. -phosphats von sich aus die Wirksamkeit der anschließenden Hydrolyse mit dem Alkalihydroxyd erhöht.
Nach einer Ausführungsform wird Natriumcarbonat zu dem Steffenschen Filtrat gegeben und das ausgefällte Calciumsalz z.B. abfiltriert. Das Steffensche Filtrat kann vor der Klärung, Konzentration bzw. vor allem vor der Hydrolyse mit Natriumcarbonat behandelt werden.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird Natriumcarbonat mit dem konzentrierten Steffenschen Filtrat vermischt, dessen pn und spezifisches Gewicht je nach Ursprung der Lauge in ziemlich weiten Grenzen schwanken können, wobei aber im allgemeinen das spezifische Gewicht bei etwa 1,32 und das pn zwischen etwa 9,0 und 10,5 liegt, wodurch die unlöslichen Salze praktisch vollständig ausgefällt werden. Diese Salzniederschläge werden dann von dem Steffenschen Filtrat z.B. abfiltriert. Das erhaltene Filtrat wird dann anschließend in an sich bekannter Weise mit Alkalihydroxyd hydrolysiert und die Glutaminsäure aus dem Hydrolysat in der üblichen Weise gewonnen.
709 658/427
Das das unlösliche Salz bildende Reagens wird im allgemeinen entweder in fester Form oder in wäßriger Lösung zugesetzt. Wenn man es bevorzugt als wäßrige Lösung zusetzt, braucht nicht gerührt zu werden. Wenn das Reagens aber in Form eines Pulvers od. dgl. zugesetzt wird, muß gerührt werden, damit es sich auflöst. Man verwendet zur Fällung des Calciums zwischen 4,5 und 27 kg Alkalisalz je Tonne konzentrierten Steffenschen Filtrats.
Nach Zusatz des Fällungsreagens wird das Gemisch stehengelassen, bis sich das unlösliche Calciumsalz praktisch vollständig abgeschieden hat, oder aber man erhitzt das Gemisch, um diese Abscheidung zu beschleunigen. Wenn man die Abscheidung der unlöslichen Salze sehr beschleunigen will, erhitzt man das Gemisch am besten bis zum Sieden. Notfalls wird das Gemisch auch noch gerührt. Die Dichte des Gemisches, aus dem das Calcium abgeschieden werden soll, braucht nicht besonders eingestellt zu werden; die Bildung der unlöslichen Calciumsalze erfolgt aber in verdünnten Lösungen schneller als in sehr konzentrierten Lösungen.
Beispiel I
Zu konzentriertem Steffenschen Filtrat, das etwa 4,2 kg Calciumoxyd je Tonne enthielt, wurden wechselnde Mengen 15°/oiger wäßriger Natriumcarbonatlösung gegeben. Diese Gemische wurden dann auf etwa 80° erhitzt und anschließend auf Raumtemperatur abkühlen gelassen. Der Niederschlag wurde abfiltriert. In der folgenden Tabelle ist angegeben, bis zu welchem Grade das Calcium aus den konzentrierten Steffenschen Filtraten bei Zusatz steigender Mengen Natriumcarbonat entfernt worden ist. säure aus der erhaltenen Lösung bei einem pn zwischen etwa 2,5 und 4,0 auskristallisieren gelassen wurde, waren die Glutaminsäure um bis zu 6 % reiner und die Ausbeute an Glutaminsäure um 2 bis 2,5% höher als bei Behandlung des Steffenschen Filtrats nach früheren Verfahren.
Beispiel II
Konzentriertes Steifensches Filtrat mit 0,18% CaO und 58,3% Trockensubstanz wurde mit Trinatriumphosphat in verschiedenen Mengen vermischt und das Gemisch bis zur praktisch völligen Umsetzung mit dem Calcium gerührt. Das gefällte Calciumphosphat wurde abfiltriert und der Calciumgehalt des Filtrats bestimmt. Wie aus den Ergebnissen ersichtlich, ließ sich das Calcium durch diese Behandlung völlig entfernen.
Zum Steffenschen Filtrat Calciumgehalt V^d, IL j. U. Iii~
entfernung
gegebene Menge
Na3PO1-12H2O
nach der
Behandlung
in "/ο
kg/t in CaO 61
3,7 0,07 83
7,3 0,03 100
14,7 0,00 100
22,0 0,00
Calciumentfernung in % aus
konzentrierten Steffenschen Filtraten
Zugesetztes Entferntes Calcium Restliches
Natrium
carbonat
CaO entfernung CaO
kg/t kg/t in % kg/t
5 2,2 52 2,0
10 3,3 76 0,9
15 3,7 88 0,5
20 3,9 92 0,3
25 4,1 96 0,1
35
40
45
Wenn das Steifensche Filtrat, aus dem das Calcium entfernt worden war, hydrolysiert wurde, die anorganischen Salze gefällt und abgetrennt wurden und die Glutamin-

Claims (3)

PaTENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von Glutaminsäure, bei dem Steffensches Filtrat mit einem Alkalihydroxyd hydrolysiert und die Glutaminsäure aus dem erhaltenen Hydrolysat gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man das in dem Steffenschen Filtrat vorhandene Calcium vor der Hydrolyse mit einem Alkalicarbonat oder Alkaliphosphat fällt und den erhaltenen Niederschlag von dem Steffenschen Filtrat abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Fällung des Calciums Natriumcarbonat oder Natriumphosphat verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Fällung des Calciums zwischen 4,5 und 27 kg Natriumcarbonat je Tonne konzentrierten Steffenschen Filtrats verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 301 499;
österreichische Patentschrift Nr. 17 574;
USA.-Patentschrift Nr. 2 375 165.
® 709 658/427 8.57
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE301499C (de) * 1916-04-07
AT17574B (de) * 1902-01-31 1904-09-10 Hermann Dr Schrader Verfahren zur Gewinnung der in der Melasseschlempe enthaltenen organischen Säuren.
US2375165A (en) * 1942-06-27 1945-05-01 Great Western Sugar Co Recovery of nitrogenous products from organic wastes

Patent Citations (3)

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