DE10141493A1 - Mobiltelefon mit adaptiver Lautstärkeneinstellung - Google Patents
Mobiltelefon mit adaptiver LautstärkeneinstellungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Kommunikationsendgerät (1) mit einem Mikrofon (2) zum Empfangen von Akustikeingangssignalen (10), einem Lautsprecher (6) zum Aussenden von Akustikausgangssignalen (15), ersten Mitteln (3) zum Messen der Pegel (11) der Akustikeingangssignale (10), und zweiten Mitteln (4, 5) zum Einstellen der Pegel der Akustikausgangssignale (15) in Abhängigkeit von den Pegeln (11) der Akustikeingangssignale (10).
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf Mobiltelefone. Insbesondere betrifft die Erfindung die Lautstärkeneinstellung eines in ein Mobiltelefon integrierten Lautsprechers.
- Bei einem Telefonat mittels eines Mobiltelefons können laute Umgebungsgeräusche dazu führen, dass der Gesprächspartner nur schwer zu verstehen ist. Beispielsweise führt lauter Verkehrslärm zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Gesprächsqualität. In den meisten Mobiltelefonen sind aus diesem Grund variable Lautstärkeneinstellungen des eingebauten Lautsprechers vorgesehen. Die Lautstärkeneinstellung muss jedoch von dem Benutzer des Mobiltelefons selbst den jeweiligen Umgebungsgeräuschen angepasst werden.
- Ein weiteres Problem beim Gebrauch von Mobiltelefonen bezieht sich ebenfalls auf den in ein Mobiltelefon integrierten Lautsprecher. Durch den Lautsprecher werden neben den Sprachsignalen auch Ruf- oder Alarmsignale ausgegeben, mit denen beispielsweise ein eingehender Anruf angekündigt wird. Die Lautstärke der Ruf- oder Alarmsignale lässt sich bei den meisten Mobiltelefonen ebenfalls vom Benutzer einstellen. Sofern dieses gewünscht ist, muss die Lautstärke der Ruf- oder Alarmsignale allerdings auch von dem Benutzer den jeweiligen Gegebenheiten individuell angepasst werden. Z. B. wird es als störend empfunden, wenn ein Mobiltelefon in geschlossenen Räumen laute Ruf- oder Alarmsignale aussendet, obwohl das Mobiltelefon beispielsweise offen auf einem Schreibtisch liegt. Andererseits können Gegenstände, wie z. B. Kleidungsstücke, welche die Oberfläche des Mobiltelefons abdecken, dazu führen, dass die Ruf- oder Alarmsignale aufgrund der akustischen Dämpfung nur schwer wahrgenommen werden.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Kommunikationsendgerät, insbesondere ein Mobiltelefon, zu schaffen, welches in der Lage ist, selbständig die Lautstärke seines Lautsprechers den jeweiligen Gegebenheiten, insbesondere den Umgebungsgeräuschen, anzupassen.
- Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabenstellung wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Ein erfindungsgemäßes Kommunikationsendgerät weist ein Mikrofon zum Empfangen von Akustikeingangssignalen und einen Lautsprecher zum Aussenden von Akustikausgangssignalen auf. Des Weiteren umfasst das Kommunikationsendgerät erste Mittel, welche die Pegel der Akustikeingangssignale messen, und zweite Mittel, welche die Pegel der Akustikausgangssignale einstellen. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist, dass die Einstellung der Pegel der Akustikausgangssignale in Abhängigkeit von den Pegeln der Akustikeingangssignale erfolgt.
- Mit dem Begriff "Pegel" ist in der vorliegenden Patentanmeldung beispielsweise die Amplitude des betreffenden Signals gemeint. Es kann sich dabei allerdings auch um den Mittelwert einer Signalamplitude innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder einen aus der Signalamplitude berechneten Wert handeln.
- Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das Kommunikationsendgerät in der Lage ist, selbständig die Pegel der Akustikausgangssignale in Abhängigkeit von den Pegeln der Akustikeingangssignale einzustellen. Beispielsweise kann dieser Grundgedanke derart ausgestaltet werden, dass das Kommunikationsendgerät bei lauten Umgebungsgeräuschen die Lautstärkeneinstellung des Lautsprechers erhöht. Dieses führt für den Benutzer des Kommunikationsendgeräts zu einer verbesserten akustischen Verständlichkeit seines Gesprächspartners. Des Weiteren kann das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät auch derart ausgelegt sein, dass es die Lautstärke der von ihm selbst ausgesendeten Ruf- oder Alarmsignale misst und daraus die optimale Lautstärke der auszusendenden Ruf- oder Alarmsignale bestimmt.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die zweiten Mittel eine Verstärkereinheit zur Einstellung eines Verstärkungsfaktors auf. Der Verstärkungsfaktor gibt die Verstärkung an, mit welcher die Akustikausgangssignale aus dem Lautsprecher ausgegeben werden. Des weiteren umfassen die zweiten Mittel eine Einheit zur Erzeugung eines Verstärkungsfaktoränderungssignals. Das Verstärkungsfaktoränderungssignal gibt eine Änderung des Verstärkungsfaktors vor und wird in Abhängigkeit von den Pegeln der Akustikeingangssignale und dem eingestellten Verstärkungsfaktor erzeugt. Diese vorteilhafte Ausgestaltung gibt eine einfache Realisierungsmöglichkeit an, um die Pegel der Akustikausgangssignale entsprechend den Umgebungsgeräuschen bestmöglich einzustellen.
- Vorteilhafterweise weist das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät eine Fuzzy-Logik auf, welche für die Einstellung der Pegel der Akustikausgangssignale verwendet wird. Die Prinzipien der Fuzzy-Logik sind in der Ausgabe 3/1993 der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaften", Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 1993 auf den Seiten 90 bis 103 erläutert. Dieser Abschnitt wird hiermit in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung aufgenommen.
- Ein Vorteil der Fuzzy-Logik ist, dass sie einfach in das Kommunikationsendgerät integriert werden kann, da sie wenig Speicherplatz und Rechenkapazität benötigt und außerdem einfach zu programmieren ist. Die für die Fuzzy-Logik notwendigen Rechenoperationen können aufgrund des geringen Rechenbedarfs beispielsweise einer bereits für andere Aufgaben vorgesehenen Recheneinheit des Kommunikationsendgeräts zusätzlich übertragen werden.
- Wesentliche Merkmale einer Fuzzy-Logik sind die sogenannten linguistischen Variablen. Ihre Werte sind Wörter und Ausdrücke einer natürlichen Sprache. Da Wörter nicht so präzise wie Zahlen sind, werden durch die linguistischen Variablen unscharfe Mengen repräsentiert. Die linguistischen Variablen der in das vorliegende Kommunikationsendgerät integrierten Fuzzy-Logik sind vorteilhafterweise die Pegel der Akustikeingangssignale, der Verstärkungsfaktor und das Verstärkungsfaktoränderungssignal.
- Eine Weiterentwicklung von Systemen mit einer Fuzzy-Logik stellen Neuro-Fuzzy-Systeme dar. Reine Fuzzy-Logik-Systeme bestehen im Wesentlichen aus vorgegebenen linguistischen Regeln und sind daher nicht lernfähig. Dahingegen können neuronale Netze aus Daten lernen. Eine Kombination aus neuronalen Netzen und Fuzzy-Logiken ermöglicht es, Neuro-Fuzzy-Systeme zu schaffen, die aus Daten sowohl Fuzzy-Regeln als auch Fuzzy-Mengen erlernen. Dabei wird in der Regel das Lernverfahren des Neuro-Fuzzy-Systems mit Vorwissen initialisiert. Vorteilhafterweise kann das vorliegende Kommunikationsendgerät ein derartiges Neuro-Fuzzy-System enthalten.
- Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die zweiten Mittel in Abhängigkeit der Pegel von in den Akustikeingangssignalen enthaltenen Umgebungsgeräuschen die Pegel der Akustikausgangssignale einstellen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die ersten Mittel während einer Zeitspanne, in welcher keine Sprachsignale übertragen werden, die Pegel der Umgebungsgeräusche messen und die zweiten Mittel anhand der Pegel der Umgebungsgeräusche und eines Referenzwerts für die Pegel der Umgebungsgeräusche die Pegel der Akustikausgangssignale optimal einstellen. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die zweiten Mittel die von den ersten Mitteln gemessenen Pegel der Umgebungsgeräusche mit den Pegeln der Sprachsignale vergleichen und anhand der Differenz der beiden Pegel und eines Referenzwerts für die Differenz die Pegel der Akustikausgangssignale einstellen.
- Eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass Ruf- oder Alarmsignale mit den Akustikausgangssignalen ausgesendet werden und von dem Mikrofon wieder empfangen werden. Die ersten Mittel ermitteln aus den empfangenen Ruf- oder Alarmsignalen ihren Pegel und die zweiten Mittel stellen anhand des ermittelten Pegels der in das Kommunikationsendgerät zurückgekoppelten Ruf- oder Alarmsignale den Pegel der auszusendenden Ruf- oder Alarmsignale optimal ein.
- Diese Maßnahme kann besonders vorteilhaft bei einer Benutzung des erfindungsgemäßen Kommunikationsendgeräts in einer lauten Umgebung sein. Um für den Benutzer die Ruf- oder Alarmsignale trotz der lauten Umgebungsgeräusche hörbar auszugeben, misst das Kommunikationsendgerät die Lautstärke seiner selbst ausgesendeten Ruf- oder Alarmsignale in Verbindung mit den Umgebungsgeräuschen und kann aufgrund derartiger Messungen die Lautstärke der anschließend auszusendenden Ruf- oder Alarmsignale in einer lauten Umgebung beispielsweise erhöhen. Eine Erhöhung der Lautstärke der Ruf- oder Alarmsignale erfolgt erfindungsgemäß ebenfalls, falls beispielsweise Kleidungsstücke den Lautsprecher des Kommunikationsendgeräts abdecken und eine akustische Dämpfung der Ruf- oder Alarmsignale verursachen. Für den umgekehrten Fall sei angenommen, dass sich der Benutzer in einem geräuschgedämpften Raum aufhält. Dort werden die von dem Kommunikationsendgerät ausgesendeten Ruf- oder Alarmsignale nicht durch Umgebungsgeräusche beeinträchtigt, sodass das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät die Ruf- oder Alarmsignale mit nur geringer Lautstärke aussendet.
- Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung stellen die zweiten Mittel den Pegel der auszusendenden Ruf- oder Alarmsignale derart ein, dass der Pegel der durch das Mikrofon empfangenen Ruf- oder Alarmsignale auf einen vorgegebenen Wert geregelt wird. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass jeweils das erste ausgesendete Ruf- oder Alarmsignal dazu dient, um anhand der Pegel des wieder empfangenen Ruf- oder Alarmsignals die Pegel der weiteren Ruf- oder Alarmsignale einzustellen. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn das jeweils erste Ruf- oder Alarmsignal mit nur geringer Lautstärke ausgesendet wird, damit es in einer geräuscharmen Umgebung für den Benutzer des zugehörigen Kommunikationsendgeräts nicht als störend empfunden wird.
- Das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät lässt sich vorteilhafterweise als Mobiltelefon oder als Mobilteil eines schnurlosen Telefons oder als integrierter Bestandteil eines PDAs (Personal Digital Assistant) oder eines Laptops realisieren.
- Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Einstellung der Pegel von Akustikausgangssignalen in einem Kommunikationsendgerät umfasst folgende Schritte. Zunächst werden Akustikeingangssignale empfangen und es werden ihre Pegel gemessen. Anschließend erfolgt die Einstellung der Pegel der Akustikausgangssignale in Abhängigkeit von den Pegeln der Akustikeingangssignale.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist von Vorteil bei der optimalen Einstellung der Lautstärke sowohl der mittels eines Lautsprechers ausgegebenen akustischen Sprachsignale als auch der Ruf- oder Alarmsignale.
- Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:
- Fig. 1 ein schematisches Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Kommunikationsendgeräts mit einer integrierten Fuzzy-Logik;
- Fig. 2 ein Diagramm zur Verdeutlichung der Funktionsweise des ersten Ausführungsbeispiels; und
- Fig. 3 ein schematisches Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Kommunikationsendgeräts mit Mitteln zur Lautstärkeneinstellung der Ruf- oder Alarmsignale.
- In Fig. 1 ist ein Mobiltelefon 1 schematisch dargestellt, welches akustische Eingangssignale 10 über ein Mikrofon 2 empfängt und akustische Ausgangssignale 15 über eine Lautsprechereinheit 6 aussendet. In dem Mobiltelefon 1 werden die empfangenen Eingangssignale 10 weiterverarbeitet. Eine Verarbeitungseinheit 3 bestimmt eine effektive Amplitude 11 der Eingangssignale 10 innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls. Beispielsweise kann dazu die maximale Amplitude innerhalb des Zeitintervalls herangezogen werden, oder die Eingangssignale 10 werden über das Zeitintervall gemittelt und aus dem Mittelwert wird durch geeignete Rechenoperationen die effektive Amplitude 11 errechnet.
- Das Ziel der Bestimmung der effektiven Amplitude 11 der Eingangssignale 10 ist es, die Lautstärke der Umgebungsgeräusche zu ermitteln, welche zu dem Zeitpunkt der Benutzung des Mobiltelefons auf das Mikrofon einwirken. Um beispielsweise die Umgebungsgeräusche während eines Zeitintervalls zu bestimmen, in welchem die Umgebungsgeräusche nicht von Sprachsignalen des Benutzers des Mobiltelefons überlagert werden, kann in der Verarbeitungseinheit 3 eine geeignete Signalanalyse durchgeführt werden, um so zwischen Sprachsignalen des Benutzers und reinen Umgebungsgeräuschen unterscheiden zu können.
- Die effektive Amplitude 11 der Eingangssignale 10 wird an eine Fuzzy-Einheit 4 weitergeleitet, deren Aufgabe es ist, anhand der effektiven Amplitude 11 und eines eingestellten Verstärkungsfaktors 13 den optimalen Verstärkungsfaktor 13 zu bestimmen. Der Verstärkungsfaktor 13 dient zur Verstärkung von Signalen 14, die in der Lautsprechereinheit 6 in die akustischen Ausgangssignale 15 umgewandelt werden. Zur Bestimmung des optimalen Verstärkungsfaktors 13 wird der Fuzzy- Einheit 4 neben der effektiven Amplitude 11 auch der jeweils eingestellte Verstärkungsfaktor 13 von einer Verarbeitungseinheit 5, welche den Verstärkungsfaktor 13 einstellt, zugeführt. Um den Verstärkungsfaktor 13 einstellen zu können, speist die Fuzzy-Einheit 4 die Verarbeitungseinheit 5 mit einem Verstärkungsfaktoränderungssignal 12, welches vorgibt, inwieweit der zu dem jeweiligen Zeitpunkt gültige Verstärkungsfaktor 13 verändert werden soll.
- Zur Ermittlung des Verstärkungsfaktoränderungssignals 12 bedient sich die Fuzzy-Einheit 4 einer Fuzzy-Logik. Die linguistischen Variablen der vorliegenden Fuzzy-Logik sind die effektive Amplitude 11, das Verstärkungsfaktoränderungssignal 12 sowie der Verstärkungsfaktor 13. Gemäß den Prinzipien einer Fuzzy-Logik beinhaltet die effektive Amplitude 11 als linguistische Variable in ihrer Wertemenge Begriffe, die beispielsweise "sehr leise", "leise", "normal", "laut" und "sehr laut" lauten können. Der Verstärkungsfaktor 13 weist eine aus den Begriffen "groß negativ", "klein negativ", "null", "klein positiv" und "groß positiv" bestehende Wertemenge auf. Die Wertemenge des Verstärkungsfaktoränderungssignals 12 umfasst die Begriffe "stark negativ", "etwas negativ", "null", "etwas positiv" und "stark positiv". Eine Zuordnungstabelle für die drei linguistischen Variablen ist nachfolgend aufgelistet. Effektive Amplitude 11
- Anhand der vorstehenden Zuordnungstabelle kann aus der effektiven Amplitude 11 und dem Verstärkungsfaktor 13 das Verstärkungsfaktoränderungssignal 12 ermittelt werden.
- In Fig. 2 sind die effektive Amplitude 11, das Verstärkungsfaktoränderungssignal 12 und der Verstärkungsfaktor 13 gegen die Zeit t aufgetragen. Die in Fig. 2 gezeigten Kurven ergeben sich aus einer Simulation der in Fig. 1 gezeigten Fuzzy- Einheit 4 zusammen mit der vorstehenden Zuordnungstabelle. Die effektive Amplitude 11 wird dabei als Eingangsgröße der Simulation als eine Dreieckskurve vorgegeben. Es ergeben sich daraus das Verstärkungsfaktoränderungssignal 12 und der Verstärkungsfaktor 13, wobei zwischen der effektiven Amplitude 11 und dem Verstärkungsfaktor 13 eine zusätzliche Zeitverzögerung vorgesehen ist.
- In Fig. 3 ist ein schematisches Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Kommunikationsendgeräts dargestellt. In dem zweiten Ausführungsbeispiel ist in einem Mobiltelefon 1 zwischen ein Mikrofon 2 und eine Lautsprechereinheit 6 eine Verarbeitungseinheit 3, eine Regelschaltung 7 und ein Regler 9 geschaltet. Die Verarbeitungseinheit 3 bestimmt wie in dem in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel die effektive Amplitude 11 der Eingangssignale 10. In dem vorliegenden zweiten Ausführungsbeispiel wird die effektive Amplitude 11 aus Ruf- oder Alarmsignalen ermittelt, welche mit den Eingangssignalen 10 empfangen werden. Die Ruf- oder Alarmsignale werden zuvor mit einem Signalgenerator 8 erzeugt, mittels eines Signals 16 an den Regler 9 weitergeleitet und dort verstärkt. Anschließend werden die Ruf- oder Alarmsignale mittels eines Signals 18 an die Lautsprechereinheit 6 weitergeleitet und durch die Lautsprechereinheit 6 als Ausgangssignale 15 ausgegeben. Die effektive Amplitude 11 der über die Luftschnittstelle rückgekoppelten Ruf- oder Alarmsignale wird von der Regelschaltung 7 mit den Pegeln der von dem Signalgenerator 8 erzeugten Ruf- oder Alarmsignale und/oder einem vorgegebenen Referenzpegel verglichen. Je nach Umgebungsbedingungen des Mobiltelefons 1 stellt die Regelschaltung 7 den Regler 9 mittels eines Regelsignals 17 derart ein, dass die effektive Amplitude 11 der rückgekoppelten Ruf- oder Alarmsignale einen optimalen Wert annimmt.
Claims (20)
1. Kommunikationsendgerät (1) mit
einem Mikrofon (2) zum Empfangen von Akustikeingangssignalen (10),
einem Lautsprecher (6) zum Aussenden von Akustikausgangssignalen (15),
ersten Mitteln (3) zum Messen der Pegel (11) der Akustikeingangssignale (10), und
zweiten Mitteln (4, 5; 7, 8, 9) zum Einstellen der Pegel der Akustikausgangssignale (15) in Abhängigkeit von den Pegeln (11) der Akustikeingangssignale (10).
einem Mikrofon (2) zum Empfangen von Akustikeingangssignalen (10),
einem Lautsprecher (6) zum Aussenden von Akustikausgangssignalen (15),
ersten Mitteln (3) zum Messen der Pegel (11) der Akustikeingangssignale (10), und
zweiten Mitteln (4, 5; 7, 8, 9) zum Einstellen der Pegel der Akustikausgangssignale (15) in Abhängigkeit von den Pegeln (11) der Akustikeingangssignale (10).
2. Kommunikationsendgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Mittel (4, 5) eine Verstärkereinheit (5)
zur Einstellung eines Verstärkungsfaktors (13) der Pegel
der Akustikausgangssignale (15) und eine Einheit (4) zur
Erzeugung eines Verstärkungsfaktoränderungssignals (12)
aufweisen, wobei das Verstärkungsfaktoränderungssignal
(12) in Abhängigkeit von den Pegeln (11) der
Akustikeingangssignale (10) und dem eingestellten Verstärkungsfaktor
(13) erzeugt wird und das
Verstärkungsfaktoränderungssignal (12) eine Änderung des Verstärkungsfaktors (13)
bewirkt.
3. Kommunikationsendgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Mittel (4, 5) eine Fuzzy-Logik aufweisen.
4. Kommunikationsendgerät (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pegel (11) der Akustikeingangssignale (10), der
Verstärkungsfaktor (13) und das
Verstärkungsfaktoränderungssignal (12) linguistische Variablen der Fuzzy-Logik
sind.
5. Kommunikationsendgerät (1) nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Mittel (4, 5) derart ausgelegt ist, dass
sie in Abhängigkeit der Pegel (11) von in den
Akustikeingangssignalen (10) enthaltenen Umgebungsgeräuschen die
Pegel der Akustikausgangssignale (15) einstellen.
6. Kommunikationsendgerät (1) nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Mittel (4, 5) ein Neuro-Fuzzy-System
aufweisen.
7. Kommunikationsendgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Akustikausgangssignale (15) Ruf- oder
Alarmsignale umfassen.
8. Kommunikationsendgerät (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Mittel (7, 8, 9) derart ausgelegt sind,
dass der Pegel der Ruf- oder Alarmsignale in Abhängigkeit
von dem Pegel der durch das Mikrofon in die zweiten Mittel
(7, 8, 9) zurückgekoppelten Ruf- oder Alarmsignale
einstellbar ist.
9. Kommunikationsendgerät (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Mittel (7, 8, 9) derart ausgelegt sind,
dass der Pegel der Ruf- oder Alarmsignale derart
eingestellt wird, dass der Pegel (11) der durch das Mikrofon
(2) in die zweiten Mittel (7, 8, 9) zurückgekoppelten Ruf-
oder Alarmsignale auf einen vorgegebenen Wert geregelt
wird.
10. Kommunikationsendgerät (1) nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kommunikationsendgerät (1) in einem Mobiltelefon
oder einem Mobilteil eines schnurlosen Telefons oder einem
PDA oder einem Laptop enthalten ist.
11. Verfahren zum Einstellen der Pegel von
Akustikausgangssignalen (15) in einem Kommunikationsendgerät (1), das
folgende Schritte umfasst:
1. Empfangen von Akustikeingangssignalen (10);
2. Messen der Pegel (11) der Akustikeingangssignale (10);
und
3. Einstellen der Pegel der Akustikausgangssignale (15) in
Abhängigkeit von den Pegeln (11) der
Akustikeingangssignale (10).
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Schritt (3) ein Verstärkungsfaktor (13) für die
Pegel der Akustikausgangssignale (15) eingestellt wird,
wobei für die Einstellung des Verstärkungsfaktors (13) ein
Verstärkungsfaktoränderungssignal (12), welches eine
Änderung des Verstärkungsfaktors (13) bewirkt, in Abhängigkeit
von den Pegeln (11) der Akustikeingangssignale (10) und
von der jeweiligen Größe des Verstärkungsfaktors (13)
erzeugt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt (3) auf einer Fuzzy-Logik basiert.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pegel (11) der Akustikeingangssignale (10), der
Verstärkungsfaktor (13) und das
Verstärkungsfaktoränderungssignal (12) linguistische Variablen der Fuzzy-Logik
sind.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis
14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pegel der Akustikausgangssignale (15) in
Abhängigkeit der Pegel von in den Akustikeingangssignalen (10)
enthaltenen Umgebungsgeräuschen eingestellt werden.
16. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis
15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt (3) auf einem Neuro-Fuzzy-System basiert.
17. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Akustikausgangssignale (15) Ruf- oder
Alarmsignale umfassen.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Pegel der auszusendenden Ruf- oder Alarmsignale
(15) in Abhängigkeit von dem Pegel (11) der mit den
Akustikeingangssignalen (10) empfangenen Ruf- oder
Alarmsignale eingestellt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Pegel der auszusendenden Ruf- oder Alarmsignale
(15) derart eingestellt wird, dass der Pegel (11) der mit
den Akustikeingangssignalen (10) empfangenen Ruf- oder
Alarmsignale auf einen vorgegebenen Wert geregelt wird.
20. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis
19,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kommunikationsendgerät (1) in einem Mobiltelefon
oder einem Mobilteil eines schnurlosen Telefons oder einem
PDA oder einem Laptop enthalten ist.
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|---|---|---|---|
| DE10141493A DE10141493A1 (de) | 2001-08-24 | 2001-08-24 | Mobiltelefon mit adaptiver Lautstärkeneinstellung |
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|---|---|---|---|
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