DE10137807A1 - Ausgewölbte Rolloplane - Google Patents
Ausgewölbte RolloplaneInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rolloanordnung mit einer an einer Führungseinrichtung beweglichen, ausrollbaren Rolloplane (2), einer unter einer Abdeckung (1) angeordneten Rollowelle (3), einer in der Abdeckung (1) befindlichen Schlitzöffnung (4), wobei die Anordnung eine Einrichtung zum Auswölben der Rolloplane aufweist. Die Einrichtung zum Auswölben der Rolloplane ist dabei eine in eine aktive Position verstellbare Mimik (7), durch die ein entsprechendes Mittel (8) direkt auf die Rolloplane (2) einwirkt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Rolloanordnung mit einer an einer Führungseinrichtung beweglichen, ausrollbaren Rolloplane, einer unter einer Abdeckung angeordneten Rollowelle und mit einer in der Abdeckung befindlichen Schlitzöffnung, wobei die Anordnung eine Einrichtung zum Auswölben der Rolloplane aufweist.
- Eine solche Rolloanordnung ist beispielsweise zum Abdecken einer Heckscheibe eines Kraftfahrzeugs gegen Lichteinfall oder als Sichtschutz geeignet. Dabei ist in der Hutablage ein linearer Schlitz vorgesehen, durch den die Rolloplane über eine Umlenkung geführt ist.
- Bei einer gewölbten Scheibe ändert sich der Abstand zwischen der Scheibe und dem Rolloplanenaustritt an der linearen Schlitzöffnung mit dem Verlauf der Scheibenwölbung. Dadurch entstehen Toträume und auch optische Beeinträchtigungen, die beispielsweise bei einem Fahrzeug der gehobenen Klasse unerwünscht sind.
- Die DE 198 03 129 A1 zeigt bei einem Kraftfahrzeug eine Schlitzöffnung in der Hutablage, die einen der Wölbung der Scheibe folgenden Verlauf aufweist. Eine der Kanten der Schlitzöffnung ist als Führungskante ausgebildet, über die die Rolloplane geführt und durch die sie in Richtung der Scheibe gewölbt wird. Nachteilig bei dieser Ausbildung ist die Belastung, der die Rolloplane dabei ausgesetzt ist. Da die Rolloplane unter Zugspannung steht, wird sie mit der entsprechenden Kraft gegen die Führungskante gedrückt, was beim Aus- und Einfahren zu erheblicher Reibung und daraus folgender Abriebbelastung der Plane bzw. deren Beschichtung führt. Damit treten Probleme im Dauerbetrieb auf und darüber hinaus wird auch das Erscheinungsbild der Plane in Mitleidenschaft gezogen.
- Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist es, eine Auswölbung einer Rolloplane unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile zu realisieren.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Rolloanordnung vorgeschlagen, daß die Einrichtung zum Auswölben der Rolloplane eine in eine aktive Position verstellbare Mimik ist. Durch die Verstellbarkeit der die Rolloplane auswölbenden Mimik zwischen einer aktiven und einer nichtaktiven Position wirkt diese Mimik nicht dauerhaft sondern nur nach Bedarf auf die Rolloplane ein.
- In günstiger Weiterbildung ist die Mimik unabhängig von der Bewegung der Rolloplane betätigbar, wodurch eine Kopplung der Bewegung des Rollos beim Ein- oder Ausfahren mit der Betätigung der Mimik zum Wölben der Rolloplane vermieden ist.
- Mit Vorteil ist dabei die Mimik unterhalb der Abdeckung angeordnet, um eine vor äußeren Einflüssen geschützte und weitgehend unsichtbare Anordnung gewährleisten zu können.
- In einer Ausführungsform ist die verstellbare Mimik ein Schwenkhebel, der zwischen einer aktiven, auf die Rolloplane einwirkenden Position und einer nichtaktiven Position in einfacher Weise verschwenkt werden kann.
- In einer alternativen Ausführungsform ist die verstellbare Mimik ein parallel zu der Abdeckung angeordneter und entlang dieser verstellbarer Schieber, der einerseits auf die Rolloplane einwirken und andererseits zur Abdeckung der Schlitzöffnung genutzt werden kann.
- In sinnvoller Gestaltung weist die verstellbare Mimik ein gewölbtes, direkt auf die Rolloplane Mittel auf, mit dem zumindest in einem Teilbereich der Rolloplane dieser eine vorgegebene Wölbung aufgeprägt werden kann.
- Bei den beiden alternativen Ausbildungen mit einem Schwenkhebel oder einem Schieber ist es weiter sinnvoll, an der verstellbaren Mimik ein Umlenkmittel für die Rolloplane vorzusehen, um die Rolloplane auch im gewölbten Zustand unter Einwirkung der Mimik ohne eine größere Materialbeanspruchung aus- und einfahren zu können. In vorteilhafter Weiterbildung ist das Umlenkmittel dabei eine Rolle.
- In vorteilhafter Ausbildung ist die verstellbare Mimik im Bereich der Schlitzöffnung angeordnet. In diesem Bereich steht der nötige Bauraum zur Verfügung und die Auswölbung der Rolloplane kann in weitgehend unauffälliger Weise erfolgen.
- Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung können der nachfolgenden Beschreibung zu dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sowie den einzelnen Patentansprüchen entnommen werden.
- In der Zeichnung zeigt die einzige Fig. 1 eine Abdeckung mit einer Rolloanordnung im Querschnitt, wobei die gezeigte Abdeckung eine Hutablage 1 eines Pkw ist. Die Hutablage 1 ist im Bereich einer nicht gezeigten Heckscheibe angeordnet.
- Um den Lichteinfall durch dieses Heckfenster zu begrenzen- oder den Einblick durch die Heckscheibe in das Innere des Pkw zu verhindern, ist eine Rolloplane 2 vorgesehen, mit der weite Teile der Heckscheibe überdeckt werden können. Die Rolloplane wird dabei weitgehend parallel zu der Ausdehnung der Heckscheibe angeordnet. Die Rolloplane 2 wird aber nur bei Bedarf vor die Heckscheibe verfahren. Wenn eine Abdeckung nicht benötigt wird, befindet sich die Rolloplane 2 aufgewickelt auf einer unter der Hutablage befindlichen Rollowelle 3. Das Ausfahren der Rollowelle erfolgt in herkömmlicher Weise über eine nicht gezeigte Zugeinrichtung, die an einer fahrzeugfest angeordneten Führung verschieblich angeordnet ist und unter deren Wirkung die Rolloplane 2 beim Ausfahren von der Rollowelle abgewickelt wird.
- Beim Ausfahren der Rolloplane 2 in die Position vor der Heckscheibe wird die Rolloplane 2 durch eine sich mindestens über die Breite der Rolloplane erstreckende Schlitzöffnung 4 in der Hutablage 1 geführt. Diese Schlitzöffnung 4 ist insbesondere in Fahrzeugen der gehobenen Klasse im Normalzustand allein aus optischen Gründen verschlossen und wird nur im Bedarfsfall geöffnet. In dem vorliegenden Beispiel ist die Schlitzöffnung 4 im Normalfall durch einen Schieber 5 vollständig verschlossen, der vor dem Ausfahren der Rolloplane 2 parallel zu der Hutablage 1 in eine Position an der Unterseite der Hutablage verschoben wird, in der dann die Schlitzöffnung 4 geöffnet ist.
- Des weiteren weist die Rolloanordnung eine Umlenkrolle 6 auf, über die die Rolloplane 2 in die Position weitgehend parallel zu der Heckscheibe verfahren werden kann. Die Führung der Rolloplane 2 über die Umlenkrolle 6 ist notwendig, da unterhalb der Hutablage 1 im Bereich der Schlitzöffnung 4, auch bedingt durch das Vorsehen einer Lautsprecherbox 7, nicht genügend Raum für die Rollowelle 3und die entsprechende Mechanik zum Auf- und Einrollen der Rolloplane 2 zur Verfügung steht.
- Aus optischen Gründen und auch zur Vermeidung unnötiger Toträume besteht das Bestreben, die Rolloplane 2 im ausgefahrenen Zustand möglichst über die gesamte Fläche äquidistant zu der Heckscheibe anzuordnen. Eine Heckscheibe eines Pkw ist in aller Regel aber in Querrichtung nach außen gewölbt. Um die Form der Rolloplane 2 an diese Wölbung annähern zu können, wird die Rolloplane 2 im Bereich der Schlitzöffnung 4 durch eine entsprechende Mimik 7 auch nach außen gewölbt. Die Mimik 7 weist dabei einen auf die Rolloplane 2 unmittelbar mit einer Druckkraft einwirkenden, zylindrischen Stab 8 auf, der sich in Querrichtung, also senkrecht zur Bewegungsrichtung der Rolloplane 2 erstreckt.
- Der Stab 8 wiederum ist über einen Hebel 9 an einem fahrzeugfesten Gelenk 10 angelenkt und um dieses auf einer Kreisbahn verschwenkbar. So lange, wie die Rolloplane 2 nicht im Einsatz ist, befindet sich auch der Stab 8 in einer inaktiven Position, in der sich beispielsweise der Hebel 9 parallel zu der Hutablage 1 erstreckt. Der Stab 8 wird in diesem Fall erst mit der ausgefahrenen Rolloplane 2 in Kontakt gebracht, das heißt, die Rolloplane 2 wird nicht beim Ausfahren durch die Schlitzöffnung 4 über den Stab 8 gezogen, sondern erst nach dem Ausfahren durch das Verschwenken der Mimik 7 und dem daraus resultierenden Einwirken des Stabes gewölbt.
- Je nach Ausdehnung der gewünschten Wölbung der Rolloplane 2 kann die Ausdehnung des zylindrischen Stabes 8 in Querrichtung stärker oder schwächer ausgebildet sein. Der zylindrische Stab 8 kann auch seinerseits eine Wölbung aufweisen, die durch die direkte Einwirkung auf die Rolloplane dieser dann aufgeprägt wird. Es ist des weiteren auch im Rahmen der Erfindung, statt eines Stabes eine Kugel oder ähnliches einzusetzen.
- Die Form der Rolloplane wird dadurch gewährleistet, daß die Rolloplane durch die gegen eine Rückzugsfeder an der Rollowelle 3 wirkende Zugeinrichtung zum Ausfahren der Rolloplane gespannt wird und sich entsprechend über den Stab 8 oder adäquate Mittel wölbt.
- Abweichend von dem in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel kann auch der Schieber 5 als Mimik zur Wölbung der Rolloplane 2 dienen, indem dieser nach dem Ausfahren der Rolloplane wieder in den Bereich der Schlitzöffnung 4 zurückgefahren wird, bis dann dessen entsprechend ausgebildete Stirnseite 5a in Kontakt mit der Rolloplane tritt und dadurch die gewünschte Wölbung erzielt wird. Dies hätte auch noch den Nebeneffekt, daß die Größe des Schlitzes minimiert werden kann.
- Der letztgenannte Effekt ist allerdings auch bei Vorsehen eines Schwenkhebels als Mimik zum Auswölben der Rolloplane nutzbar, indem der Schieber 5 nach Ausfahren und Auswölben der Rolloplane 2 im möglichen Rahmen und unter Verschließen der Schlitzöffnung wieder in Richtung der Rolloplane 2 verfahren wird, ohne daß diese dabei jedoch durch den Schieber ausgewölbt wird.
- Ebenso ist es möglich, die Rolloplane 2 auch bei aktiver Mimik zum Wölben der Rolloplan aus- und einzufahren, wenn zur Vermeidung einer übermäßigen mechanischen Beanspruchung der Rolloplane, das mit der Rolloplane in direktem Kontakt stehende Mittel der Mimik als Rolle ausgebildet ist, auf der die Rolloplane 2 beim Ein- bzw. Ausfahren mit entsprechend geringer Reibung abrollen kann.
Claims (9)
1. Rolloanordnung mit einer an einer Führungseinrichtung
beweglichen, ausrollbaren Rolloplane, einer unter einer
Abdeckung angeordneten Rollowelle und mit einer in der
Abdeckung befindlichen Schlitzöffnung, wobei die
Anordnung eine Einrichtung zum Auswölben der Rolloplane
aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Auswölben der Rolloplane (2)
eine in eine aktive Position verstellbare Mimik (7)
ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mimik (7) unabhängig von der Bewegung der
Rolloplane (2) betätigbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mimik (7) unterhalb der Abdeckung (1)
angeordnet ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verstellbare Mimik (7) ein Schwenkhebel
(11)ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verstellbare Mimik ein parallel zu der
Abdeckung angeordneter und entlang dieser verstellbarer
Schieber ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verstellbare Mimik (7) ein gewölbtes, direkt
auf die Rolloplane (2) Mittel aufweist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verstellbare Mimik ein Umlenkmittel (8)
aufweist.
8. Anordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Umlenkmittel eine Rolle ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verstellbare Mimik (7) im Bereich der
Schlitzöffnung (4) angeordnet ist.
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