DE1013695B - Anordnung zur Regelung der Zeilenbreite in Fernsehempfaengern - Google Patents
Anordnung zur Regelung der Zeilenbreite in FernsehempfaengernInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf die Regelung der Zeilenbreite in Fernsehempfängern durch kontinuierliche
Regelung der Amplitude des Sägezahnstroines,
welcher die Ablenkung des Elektronenstrahl es der Bildröhre in Zeilenrichtung bewerkstelligt.
Zur Regelung der Zeilenbreite sind verschiedene Anordnungen, bekannt- Beispielsweise hat man die
wirksame Ladeinduktivität im Anodenkreis der Zeilenendröhra durch ' Parallelscbalten einer veränderlichen
Induktivität zu den Ablenkspulen· oder zu einer Anzapfung des Zeilentraiisformaitors verändert.
Ferner ist es. bekannt,: das Übersetzungsverhältnis am
Zeilentransformator zu verändern., oder man hat eine induktive Spannungsteilung zwischen Ablenkspulen
und eine Spule mit veränderlicher Induktivität eingeschaltet. Weitere bekannte Verfahren bestehen darin,
daß man den Arbeitspunkt des Zeilenendrohres z. B. durch Änderung der Schirmgitteirspannung
verschiebt oder eine Varlustregelung durch ein parallel
zu den Zeilenablenkspulen geschaltetes Potentiometer
vornimmt.
Diese bekannten "Anordnungen zur Zeilenbreiten,-regelung
sind mit Mangeln behaftet. Ein. Nachteil ist der, daß die Induktivitäts- und Streuinduktivitätsverhältnisse
geändert" werden. Als Folge davon können, unerwünschte Partialschwingungen auftreten,
die senkrechte dunkle und helle Streifen auf dem Bildschirm der Elektronenstrahlröhre erzeugen.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß mit der
Zeilenbreite die Booster-Spannung und die Hochspannung mehr oder weniger stark geändert werden.
Dies ist unerwünscht einerseits, wenn z. B. auch das Bildausgangsrohr aus der Booster-Spannung gespeist
wird und andererseits, weil eine Änderung der Hochspannung eine Änderung der Bildschärfe mit sich
bringt.
Es ist auch bekannt, den Zeilentransformator als Manteltransformator auszubilden und im dem mittleren,
beide Wicklungen tragenden Schenkel einen sich über einen Teil oder den gesamten Querschnitt
des Schenkels erstreckenden veränderbaren Luftspalt einzufügen. Bai dieser Anordnung der Wicklungen
bereitet vielfach die Hochspannungsisolation Schwierigkeiten. Infolge des unmittelbaren Übereinandierwickelns
der von, der Zeilenablenkendstufe gespeisten Wicklung und der Hochspannungswicklung· ergeben
sich schädliche Streukapazitäten,, die die Güte des Ablenkkreises herabsetzen. Ferner ist bei dieser Anordnung
der Wicklungen der Drahtbedarf bei gegebener Windungszahl größer als bei getrennter An-Ordnung
der Spulen auf verschiedenen Schenkeln des Kernes.
Um diese und die zuvor genannten Nachteile zu vermeiden, schlägt die Erfindung eine Anordnung zur
Anordnung zur Regelung der Zeilenbreite in Fernsehempfängern
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Norbert Hemmer, Karlsruhe-Rüppurr,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Regelung der Zeilenbreite durch kontinuierliche Veränderung des Luftspaltes im Zeilentransformator vor,
die derart ausgebildet ist, daß zur Übertragung des ZeilenablenkstrotneS' ein Kerntransformator vorgesehen
ist, dessen Wicklung in an sich bekannter Weise nach Art eines, Auitotranisformators geschaltet
ist und dessen Kern aus zwei U-förmigen Schenkeln besteht, die um einen Drehpunkt gegeneinander kippbar
angeordnet sind, wobei dlis von der Zeilenablenkendstufe
gespeiste Wicklung des Zeilenitransformators über dem dadurch entstehenden veränderbaren Luftspalt
und die Hochspannungsspule diametral gegenüberliegend angeordnet ist.
Die erfindungsgeimäße Ausführungsform dies· Zeilentransformators
hat gegenüber der bekannten Bauweise als Manteltransformator den Vorteil größerer Hochspanniungsfestigkeit
und Einfachheit, ohne daß bei Regelung der Zeilenbreita die transfo'rmatorischie
Kopplung und damit die Booster-Spannung nachteilig geändert wird.
Die Verwendung von einfenstrigen Kernen mit veränderbarem Luftspalt ist zwar an sich bekannt,
nicht aber in der von der Erfindung vorgeschlagenen Bauart und nicht zur Regelung der Zeilenbreite in
Fernsehempfängern.
Die Erfindung und dazugehörige Einzelheiten sind an Hand von Fig. 1 und 2 beispielsweise erläutert.
In Fig. 1 besteht die Anordnung nach der Erfindung darin, daß der Eisenkern des Zeilentransformators aus
zwei U-förmigen Schenkeln 1 und 2 besteht, die um einen Drehpunkt 3 gegeneinander kippbar angeordnet
sind. Hierdurch wird erreicht, daß der Luftspalt 4 verändert wird. Als Einstellmittel für die Veränderung des Luftspaltes 4 bzw. das Kippen der beiden
U-förmigen Schenkel 1 und 2 des Eisenkernes dient gemäß der Erfindung zweckmäßig eine mit einem Ein-
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stellgriff versehene Spindel. Diese hat z. B. vorteilhaft nach Art von Differentialgewinden auf der einen
Seite ein Gewinde mit größerer Steigung als auf der anderen Seite, z. B. auf der einen Seite ein metrisches
Normalgewinde und auf der anderen Seite ein metrisches
Feingewinde. Die eine Gewindeseite der Spindel ist in einer am Schenkel 1 befestigten Gewindebohrung
geführt und die andere Spindelseite in einer Gewindebohrung, die am Schenkel 2 festsitzt. Beim
Drehen werden die beiden Schenkel 1 und 2 mehr oder weniger auseinandergespreizt -bzw. zusammengeführt.
Dies ist an Hand von Fig. 2 näher erläutert. Die beiden U-förmigen Schenkel 1 und 2 sind unten durch
den Bolzen 5 und die Blattfedern 6, z. B. Pertinax- oder Plexiglasplatten, federnd zusammengespannt. Die
Einstellspindel 7 mit dem Einstellhandgriff 8 hat auf der einen Seite das metrische Normalgewinde 9 und
auf der anderen Seite das metrische Feingewinde 10. Die beiden Gewinde sind in Muttern 11 geführt, die
an den Blattfedern 6 befestigt sind. Die U-förmigen Schenkel 1 und 2 sind an die Blattfedern 6 z. B. angeklebt.
Die von der Zeilenablenkendstufe gespeiste Wicklung des Zeilentransformators ist mit 12 bezeichnet
und die Hochspannungsspule mit 13. Der veränderbare Luftspalt liegt bei diesem Ausführungsbeispiel
innerhalb der Transformatorspule 12.
Messungen haben ergeben, daß bei der Zeilenbreitenänderung nach der Erfindung die sonstigen Betriebsverhältnisse
des Fernsehempfängers nicht oder nur sehr wenig verändert werden. Läßt man beispielsweise
eine Änderung der Booster-Spannung von ± 10 Volt zu, so kann eine Zeilenbreitenvariation von
insgesamt 30 mm ausgenutzt werden. Die Hochspannung bleibt hierbei praktisch konstant. Je größer der
Luftspalt, um so größer ist die Stromaufnahme der Querinduktivität des Transformators und mithin des
gesamten Systems. Mit Hilfe der Anordnung nach der Erfindung kann also auch eine Alterung der Zeilenausgangsröhre
ausgeglichen werden.
Die Änderung des scheinbaren Luftspaltes des Zeilentransformators wird zweckmäßig bei der Anordnung
nach der Erfindung z. B. in einem Regelbereich von 0,07 mm bis 0,4 mm durchgeführt, beispielsweise
für ein 70°-Bildschreiberrohr bei 11 ... 12 kV Anodenspannung. Der mechanische Hub der
Einstellvorrichtung beträgt dabei rund 0,5 mm. Verwendet man einen Gewindebolzen mit einem Durchmesser
von 3 mm, der an einer Seite metrisches Normalgewinde trägt und an der anderen Seite metrisches
Feingewinde, so ergibt sich pro Umdrehung ein Hub von 0,15 mm, der durch die Steigungsdifferenz
der beiden Gewinde bestimmt wird. Für eine Zeilenregelung von 30 mm sind also hier drei Umdrehungen
erforderlich.
Claims (3)
1. Anordnung zur Regelung der Zeilenbreite in Fernsehempfängern durch kontinuierliche Veränderung
des Luftspaltes im Zeilentransformatorkern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung
des Zeilenablenkstromes ein Kerntransformator vorgesehen ist, dessen Wicklung in an sich bekannter
Weise nach Art eines Autotransformators geschaltet ist und dessen Kern aus zwei U-förmigen
Schenkeln (1, 2) besteht, die um einen Drehpunkt (3) gegeneinander kippbar angeordnet sind, und
daß die von der Zeilenablenkendstufe gespeiste Wicklung (12) des Zeilentransformators über dem
dadurch entstehenden veränderbaren Luftspalt (4) und die Hochspannungsspule (13) diametral gegenüberliegend
angeordnet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Einstellmittel für die Veränderung
des Luftspaltes bzw. das Kippen der beiden U-förmigen Schenkel des Eisenkernes eine
mit einem Einstellgriff versehene Spindel dient, die vorzugsweise auf der einen Seite ein Gewinde
mit größerer Steigung hat als auf der anderen Seite, z. B. auf der einen Seite metrisches Normalgewinde
und auf der anderen Seite metrisches Feingewinde.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden U-förmigen
Schenkel des Eisenkernes auf der einen Seite durch einen Bolzen federnd zusammengespannt sind und
auf der anderen Seite durch die Einstellspindel gegeneinander verstellt werden können.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 451026, 2 513 160.
USA.-Patentschriften Nr. 2 451026, 2 513 160.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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| CH315762A (de) | 1956-08-31 |
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