DE10136402C2 - Physikalisch aktives Pflaster und Verfahren zur Herstellung - Google Patents
Physikalisch aktives Pflaster und Verfahren zur HerstellungInfo
- Publication number
- DE10136402C2 DE10136402C2 DE10136402A DE10136402A DE10136402C2 DE 10136402 C2 DE10136402 C2 DE 10136402C2 DE 10136402 A DE10136402 A DE 10136402A DE 10136402 A DE10136402 A DE 10136402A DE 10136402 C2 DE10136402 C2 DE 10136402C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electrode
- layer
- piezoelectric
- patch according
- voltage
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/18—Applying electric currents by contact electrodes
- A61N1/32—Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents
- A61N1/36—Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents for stimulation
- A61N1/36014—External stimulators, e.g. with patch electrodes
- A61N1/36021—External stimulators, e.g. with patch electrodes for treatment of pain
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/02—Details
- A61N1/04—Electrodes
- A61N1/0404—Electrodes for external use
- A61N1/0408—Use-related aspects
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/02—Details
- A61N1/04—Electrodes
- A61N1/0404—Electrodes for external use
- A61N1/0408—Use-related aspects
- A61N1/0428—Specially adapted for iontophoresis, e.g. AC, DC or including drug reservoirs
- A61N1/0448—Drug reservoir
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/02—Details
- A61N1/04—Electrodes
- A61N1/0404—Electrodes for external use
- A61N1/0408—Use-related aspects
- A61N1/0456—Specially adapted for transcutaneous electrical nerve stimulation [TENS]
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/02—Details
- A61N1/04—Electrodes
- A61N1/0404—Electrodes for external use
- A61N1/0408—Use-related aspects
- A61N1/0464—Specially adapted for promoting tissue growth
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/02—Details
- A61N1/04—Electrodes
- A61N1/0404—Electrodes for external use
- A61N1/0408—Use-related aspects
- A61N1/0468—Specially adapted for promoting wound healing
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/02—Details
- A61N1/04—Electrodes
- A61N1/0404—Electrodes for external use
- A61N1/0472—Structure-related aspects
- A61N1/0492—Patch electrodes
- A61N1/0496—Patch electrodes characterised by using specific chemical compositions, e.g. hydrogel compositions, adhesives
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Biophysics (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Pain & Pain Management (AREA)
- Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
- Radiology & Medical Imaging (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Medicinal Preparation (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein physi
kalisch aktives Pflaster und ein Verfahren zu seiner
Herstellung.
Derartige physikalisch aktive Pflaster können im Be
reich der Human- und Tiermedizin, insbesondere zur
Linderung von Leiden, zur Schmerzbekämpfung, zum vor
beugenden Körper- und Gesundheitsschutz sowie zur
Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Mensch und
Tier und auch für kosmetische Anwendungen verwendet
werden.
Funktionale Pflaster sind bereits Stand der Technik.
Sie werden in der Humanmedizin eingesetzt. Dazu gehö
ren beispielsweise Schmerz- und Betäubungspflaster,
Wehen- und Narbenpflaster, Hormon- und Fieberpflaster
oder auch Pflaster gegen Übelkeit. Diese Funkti
onspflaster haben ein gemeinsames Wirkprinzip: der
Wirkstoff (Medikament) ist z. B. in einem Gel gelöst.
Dieses Gel befindet sich in einem Reservoire über ei
ner durchlässigen Membran, durch die es kontinuier
lich diffundieren kann. Im Gel enthaltene zusätzliche
Wirkstoffe sorgen dafür, daß das Medikament in die
obersten Hautschichten gelangt. Darunter liegende
Blutgefäße nehmen den Wirkstoff auf, und es erfolgt
sein Transport in den Körper. Als Beispiel sei das
Schmerzpflaster Durgesic von der Firma Janssen ge
nannt, bei dem der Wirkstoff Fentanyl in einem Pfla
sterreservoire angewendet wird (Durgesic Schmerzpfla
ster, http:/ / www.janssenpharmaceutica.be/pmp). Die
aufgezeigten Pflaster arbeiten nach dem Prinzip der
Diffusion und es wird immer ein Wirkstoff benötigt.
Nachteilig bei diesen Pflastern ist, daß sie bei vie
len Patienten nicht angewendet werden können, die die
entsprechenden Wirkstoffe nicht vertragen oder dage
gen allergisch sind. Weiterhin sind diese Pflaster z. T.
sehr teuer, weil die Wirkstoffe aus komplizierten
Pharmazeutika bestehen. Nachteilig ist auch der ein
geschränkte Anwendungsbereich und die nur einmalige
Verwendung.
Darüber hinaus ist ein funktionales Pflaster bekannt
(Pain T. E. M.), das mit Mikrostrom-Membranen arbeitet
(Pain T. E. M. für Schmerzbekämpfung ohne Medikamente,
http:/ / www.schmerzpflaster.at). Es handelt sich dabei
um ein elektrisch wirkendes Pflaster, bei dem Mi
kroströme im Mikroampere-Bereich in die Haut abgege
ben werden. Es wird hauptsächlich zur Schmerzbekämp
fung und bei Entzündungen eingesetzt. Nachteilig bei
diesem Pflaster ist, daß seine Wirkung bei vielen Pa
tienten nicht eintritt und wenn sie eintritt, nicht
ausreichend ist.
Weiterhin sind Pflaster bekannt, die nach dem Prinzip
der transkutanen elektrischen Nervenstimulation ar
beiten und zur Schmerzbekämpfung dienen sollen
(Transkutane Elektrische Nervenstimulation,
http:/ / www.eurovation.de/inhalt/tens.htm) oder als
elektronische Muskelstimulatoren wirken (Gymform
Plus, Electronic Muscle Stimulator,
http:/ / www.livwell.com/gymform.htm). Diese Pflaster
beruhen auf der Einkopplung elektrischer Signale in
die Haut oder Muskeln. Ihre Wirkung ist stark be
grenzt und ihre Anwendung ist im Falle der Muskelsti
mulatoren für das Muskeltraining bestimmt.
Die Druckschrift WO 99/56829 A1 offenbart ein physi
kalisch aktives Pflaster, bei dem eine aus einer er
sten Elektrode, einem piezoelektrischen Transducer-
Material und einer zweiten Elektrode bestehende
Schichtenfolge auf einem Substrat angeordnet ist. Mit
dieser Anordnung werden Ultraschall-Pulse auf die
Haut im Bereich von 20 kHz bis 10 MHz ausgestrahlt,
so daß die Verheilung von Wunden beschleunigt wird.
Aus der Druckschrift DE 198 30 559 C1 ist eine Banda
ge bekannt, die unter Anlegung eines magnetischen
und/oder elektrischen Feldes mechanische Impulse zur
Unterstützung und Reizung von Muskelpartien vorsieht.
Dies wird durch ein flaches, in das Pflaster inte
griertes Behältnis erreicht, das mit magneto-
und/oder elektrorheologischer Flüssigkeit gefüllt
ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein medi
zinisches Pflaster zur Verfügung zu stellen, mit dem
eine elektromechanische Einwirkung auf Mensch oder
Tier ausgeübt werden kann. Aufgabe ist es dabei, ein
beliebig oft verwendbares und mit hoher medizinischer
Wirkung ausgestattetes Pflaster, sowie ein Herstel
lungsverfahren anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch das physikalisch aktive
Pflaster gemäß Patentanspruch 1 und durch das Her
stellungsverfahren für derartige Plaster gemäß Pa
tentanspruch 24 gelöst. Die vorteilhaften Weiterbil
dungen des erfindungsgemäßen Pflasters sowie des er
findungsgemäßen Verfahrens werden in den jeweiligen
abhängigen Ansprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß weist ein physikalisch aktives Pfla
ster ein Substrat auf, das über eine Haftschicht auf
seiner einen Seite an die Haut eines Patienten ange
heftet werden kann. Auf der anderen Seite befindet
sich ein piezoelektrisches, quasi-piezoelektrisches
und/oder elektrostriktives Polymermaterial zwischen
zwei Elektroden eingebettet. Durch die Strukturierung
der Elektroden des elektrisch aktiven Polymerelemen
tes und die Art und Weise der Anwendung der elektri
schen Spannung (Hochfrequenz, Frequenz im Tonbereich
und Gleichspannung, elektrische Abrasterung der Zei
len- und Matrixstrukturen) wird eine besonders gün
stige mechanische Anregung der Haut und darüber hin
aus auch tiefer liegender Körperteile realisiert
(Tiefenwirkung bis einige Zentimeter). Weiterhin ist
es von Vorteil, punktgenau eine mechanische Welle
oder einen Druck anzuwenden, indem die erfindungsge
mäßen mikrostrukturierten Matrixelektroden verwendet
werden. Man kann bei diesem Anwendungsfall von einer
elektromechanischen Punktur sprechen.
Je nach Anwendungsfall kommen als Polymermaterialien
piezoelektrische Vinylidenfluorid-Homo- und Kopolyme
re, piezoelektrische und quasi-piezoelektrische porö
se Polymermaterialien, z. B. auf Basis von Polyte
trafluorethylen, Polypropylen, Polyarylsulfonen, Po
lyethersulfonen, Polyurethanen, Polyestern, Cellulose
und Cellulosederivaten, Polyetherimiden, Polyethere
therketonen, Polyimiden, Polycarbonaten, Polybenzimi
dazolen, Polyamiden, Polyakrylnitrilen, Tetrafluore
thylen-Kopolymeren, Polyphenylsulfid, Polystyrol und
elektrostriktive Polymere, wie z. B. elastische Poly
mermaterialien und/oder auch Polymergele mit über
durchschnittlich starker Elektrostriktion in Frage.
Das Polymermembran kann dabei in Form von Folien
und/oder dünnen Schichten eingesetzt bzw. auf das
Substrat aufgetragen werden.
Gegenüber herkömmlichen Funktionspflastern zeichnet
sich das erfindungsgemäße physikalisch aktive Pflas
ter durch eine erheblich verbesserte medizinische
Wirkung aus. Insbesondere zeigt das erfindungsgemäße
Pflaster bei Durchblutungsstörungen (z. B. Angina
Pectoris), Venenleiden, Hauterkrankungen, Nervenlei
den, Rückenbeschwerden (z. B. Bandscheibenleiden),
Verspannungen, Verrenkungen, Verstauchungen, Arthrose
und bei der Wund- und Knochenheilung sowie der
Schmerzbekämpfung eine deutlich schnellere und stark
verbesserte medizinische Wirkung. Das erfindungsgemä
ße Pflaster kann nicht nur bei bereits eingetretenen
Leiden und Krankheiten mit großem Vorteil eingesetzt
werden, sondern es findet auch positive Anwendung
beim vorbeugenden Gesundheitsschutz und bei der Erhö
hung der Leistungsfähigkeit des Körpers. Eine hinrei
chend gute elektrische Isolation und elektromagneti
sche Abschirmung des Pflasters vermeidet eine Gefähr
dung durch elektrische Spannung und Hochfrequenzfel
der bei der Anwendung des Pflasters. Es treten keine
Allergien auf. Die Behandlung ist schmerzfrei. Gegen
über herkömmlichen therapeutischen Maßnahmen hat das
erfindungsgemäße Pflaster auch den Vorteil, dass es
flexibel ist und sich beliebig geformten Körperteilen
anpasst. Es kann z. B. um den Nacken oder einen Fin
ger gelegt werden und entfaltet dort aufgrund seiner
optimalen mechanischen Anpassung und günstigen Ein
kopplung der mechanischen Wellen und Schwingungen
seine therapeutische Wirkung. Weiterhin spielt auch
die günstige akustische Impedanz
der zu verwendenden elektrisch aktiven Polymermateri
alien eine positive Rolle, die eine die medizinische
Wirkung mindernde Reflexion der mechanischen Schwin
gungen und Wellen an der Oberfläche des Körpers weit
gehend verhindert. Darüber hinaus hat das erfindungs
gemäße Pflaster auch kosmetische Wirkungen (Vermei
dung von Falten und Faltenglättung) und ist beliebig
oft anwendbar.
Im folgenden werden einige die Erfindung erläuternde
Beispiele von Pflastern und ihre Anwendungen sowie
deren Herstellung beschrieben.
Es zeigen Fig. 1 den Aufbau eines Pflasters;
Fig. 2 ein weiteres Pflaster und
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Pflaster.
Fig. 1 zeigt den typischen Aufbau eines physikalisch
aktiven Pflasters. Dieses Beispiel zeigt kein erfin
dungsgemäßes Pflaster, dient aber dem besseren Ver
ständnis einzelner Aspekte der Erfindung. Auf einer
mit einer medizinisch verträglichen Klebeschicht 9
versehenen Elastomerfolie 1 wird eine geerdete Grund
elektrode 2, die gleichzeitig als elektromagnetische
Abschirmung dient, aufgebracht. Dann folgt eine pie
zoelektrisch oder elektrostriktive aktive Polymer
schicht oder -folie 3, die auf ihrer Oberseite eine
Deckelektrode 4 trägt. Die Polymerschicht oder -folie
3 kann dabei auf die Elektrode 2 aufgegossen oder
aufgelegt werden. Polymerschicht 3 und Elektrode 2
können auch bereits vorab als Verbund in Form einer
metallisierten Polymerschicht hergestellt werden, wo
bei die Metallisierung die Elektrode 2 bildet. Eine
Isolationsschicht 5, eine Abschirmschicht 2', die mit
der Elektrode 2 elektrisch leitend verbunden ist und
mit dieser einen Faradayschen Käfig um die Schichten
3, 4 und 5 bildet, und Schutzschicht 6 schließen sich
nach oben an und bedecken die Elektroden 2, 4 und die
Polymerschicht 3. Elektrische Zuleitungen 7, 8 führen
zu den Elektroden 2, 4. Besonderes Augenmerk ist auf
das Material der als elektromagnetische Abschirmung
wirkenden Grundelektrode 2 und Schutzschild 6 zu
richten. Hinsichtlich einer effizienten elektromagne
tischen Abschirmung haben sich als Elektrodenmateria
lien für die Grundelektrode 2 Silber und ferromagne
tische Materialien als günstig erwiesen. Legt man an
das physikalisch aktive Pflaster bzw. die Elektroden
2, 4 über elektrische Zuleitungen 7 bzw. 8 eine elek
trische Wechselspannung einer Spannungsquelle 10 an,
so wird das elektrisch aktive Funktionselement 3 zu
Dicken- und Längsschwingungen angeregt, die über die
Elastomerfolie 1 in den menschlichen oder Tierkörper
einkoppeln und auf diese Weise eine positive medizi
nische Wirkung ausüben. Durch zusätzliches Anlegen
einer Gleichspannung wird die medizinische Wirkung
des Pflasters stark erhöht. Die Frequenz der angeleg
ten Wechselspannung liegt je nach Anwendungsfall im
Bereich zwischen 1 Hz und 10 MHz. Die zu verwendenden
elektrischen Feldstärken betragen 0,1 MV/m bis 100 MV/m.
Das physikalisch aktive Pflaster hat insbeson
dere dann eine ausreichend positive medizinische Wir
kung, wenn die piezoelektrischen und quasipiezoelek
trischen Koeffizienten der verwendeten Piezomateria
lien mindestens 30 pC/N betragen bzw. die elek
trostriktiven Materialien eine Elektrostriktion auf
weisen, die bei gleichen elektrischen Feldern zu den
selben Dicken- und Längsschwingungen führt, wie bei
den verwendeten piezoelektrischen Materialien. Die
Klebeschicht 9 sowie die Abschirmung 2', die selbst
bereits eine Schutzschicht darstellt, sind auf ihren
außenliegenden Seiten ihrerseits von Schutzschichten
6' bzw. 6 bedeckt.
Fig. 2 stellt eine Variante eines physkalisch aktiven
Pflasters dar, in der die Elektroden 2, 4 der piezo
elektrisch aktiven Schicht oder Folie 3 strukturiert
sind. Dieses Beispiel zeigt kein erfindungsgemäßes
Pflaster, dient aber dem besseren Verständnis einzel
ner Aspekte der Erfindung. Bei der Anwendung dieser
Variante wird die elektrische Spannung zeitlich ge
staffelt an die z. B. zeilenmäßig strukturierten
Elektroden 4a, 4b gelegt. Es entsteht dann durch die
elektromechanischen Effekte der elektrisch aktiven
Materialien 3 eine mechanische Wanderwelle von einer
Teilelektrode zur nächsten Teilelektrode, die über
die Haut in den Körper einkoppelt und dort eine be
sonders starke therapeutische Wirkung ausübt. Die
Frequenz der Wanderwelle beträgt zwischen 0,1 Hz und
1 MHz. Durch die Zeilenstruktur der Elektroden 4a, 4b
des elektrisch aktiven Elements ist es auch möglich,
lokal gezielte mechanische Wellen und Deformationen
auf den Körper anzuwenden.
Durch Anwendung mikroelektronischer Technologien kön
nen deshalb in einer erfindungsgemäßen Variante eines
physikalisch aktiven matrixförmige Elektrodenstruktu
ren 4a, 4b, 2a, 2b realisiert und elektrisch ange
steuert werden. Dies ist in Fig. 3 dargestellt, wobei
jede Elektrode 2, 4 stufenförmige, parallel zueinan
der laufende und getrennt voneinander steuerbare Tei
lelektroden 2a, 2b bzw. ea, 4b aufweisen. Die Teile
lektroden der beiden Elektroden 2, 4 sind dabei
rechtwinkelig zueinander angeordnet und bilden zusam
men eine Matrixanordnung. Dadurch ist es möglich, ei
ne lokal definierte elektromechanische Anregung auch
in Mikrometer-Bereichen (z. B. 100 ×
100 µm) bei geeigneter Dimensionierung der Stufen
breite der Teilelektroden auf den zu behandelnden
Körperteilen zu realisieren. Für die Benutzung des
erfindungsgemäßen Pflasters sind Gleichspannungsquel
len und/oder Hochfrequenzgeneratoren nebst notwendi
gen Verstärkern erforderlich, die beispielsweise und
mit Vorteil für den Anwender der Pflaster in Handy's
untergebracht sind. Damit ist es möglich, eine mobile
Anwendung der erfindungsgemäßen Pflaster zu realisie
ren.
Derartige, in Fig. 1 bis 3 dargestellte Elektroden
können wie folgt hergestellt werden:
- 1. Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen physika lisch aktiven Pflasters wird auf eine Elastomerfo lie der Dicke von 30 µm, die einseitig mit einer Klebeschicht versehen ist, durch Bedampfen im Hochvakuum Silber als Grundelektrode aufgebracht. Danach verwendet man ein organolösliches Vinyli denfluorid-Trifluorethylen-Kopolymer, das in einer 10 Gewichts-%igen Lösung in Methylethylketon auf gelöst ist und schleudert die Polymerlösung auf die Grundelektrode auf. Nach Anwendung eines Trocknungsprozesses entsteht eine Fluorpolymer schicht der Dicke von 20 µm, die durch einen elek trischen Polarisierungsprozess mit elektrischen Feldstärken von mindestens 200 MV/m piezoelek trisch aktiviert wird und dadurch ein piezoelek trischen Koeffizient von 30 pC/N in der Polymer schicht entsteht. Danach folgen die Aufbringung der Deckelektrode, die Aufbringung einer Isolati onsschicht aus einem Silikon- oder Polyurethan- Polymer und nach Kontaktieren der elektrischen Zu leitungen die elektromagnetische Abschirmung. Statt der elektrisch polarisierten Vinylidenflu orid-Trifluorethylen-Kopolymerschicht werden auch vorteilhaft piezoelektrische oder quasi piezoelektrische Elektretfolien aus porösem Poly mermaterial, beispielsweise auf Basis von Polyte trafluorethylen, Polypropylen, Polystyren oder Po lyethersulfon, verwendet, die einen piezoelektri schen Koeffizienten von mindestens 30 pC/N aufwei sen und die sich zusätzlich durch eine permanente elektrische Aufladung auszeichnen. Durch die zu sätzliche elektrische Aufladung geht die Elektret folie eine elektrostatische Bindung mit der ein seitig bedampften Elastomerfolie ein und bildet mit ihr einen festen Verbund. Alternativ kann man die Elektretfolie auch auf die Elastomerfolie auf kleben. Zum Betrieb des physikalisch aktiven Pfla sters verwendet man eine Hochfrequenzspannung von 1 MHz und 10 V, die nach dem Aufkleben des Pfla sters auf die zu behandelnde Körperpartie angelegt wird. Je nach Behandlungsfall wird die Spannung zwischen 10 s und 10 Stunden angelegt mit bis 10 Wiederholungen.
- 2. Zur Behandlung von Rückenbeschwerden klebt man beidseitig parallel zum Rückgrat zwei physikalisch aktive Pflaster auf den Rücken auf. Die piezoelek trisch aktiven Polymerelemente der Pflaster haben dabei senkrecht zum Rückgrat angeordnete zeilen förmige Elektrodenstrukturen mit einer Breite von 1 cm, Länge von 10 cm und einem Abstand von 1 cm. Zur Schmerzbehandlung legt man für 10 min zeitlich gestaffelt an die Zeilenelektroden eine Hochfre querizspannung von 1 MHz an. Mit einer Taktfrequenz von 1 kHz werden die einzelnen Zeilenelektroden zeitlich nacheinander und wiederholt angesteuert. Dadurch breitet sich entlang der Elektroden eine Art elektromechanische Wanderwelle aus, die eine spezifische mechanische Anregung der Rückenpartie hervorruft mit stark schmerzmindernder Wirkung.
- 3. Zur Faltenglättung, z. B. auf der Stirn, verwendet man eine elektrostriktive beidseitig metallisierte Kautschukfolie der Dicke von 30 µm und integriert sie in das physikalisch aktive Pflaster. Die Glät tung der Haut erfolgt, indem man 100 V Gleichspan nungs-Impulse mit einer Taktfrequenz von 1 Hz 5 min anlegt. Durch die Elektrostriktion der Kau tschukfolie streckt sich das mit der Haut fest verbundene physikalisch aktive Pflaster und übt eine faltenglättende Wirkung aus. Dieses Pflaster kann auch zur Vermeidung von Falten verwendet wer den.
- 4. Zur Anregung der Fußreflexzonen klebt man ein phy sikalisch aktives Pflaster auf die rechte oder linke Fußsohle. Das Pflaster ist dabei der Gestalt der Fußsohle angepasst. Das physikalisch aktive Element besteht aus einer piezoelektrischen Folie, die eine strukturierte Elektrode aufweist, die die Fuß-Reflexzonen abbildet und die einzeln oder kom biniert elektrisch angesteuert werden können. Zur Anregung der Fußreflexe legt man eine Hochfrequenz von ca. 10 MHz an die Elektrode, in deren Folge eine Ultraschallwelle erzeugt wird, die sich in der Fußsohle lokal ausbreitet und auf diese Weise die Fußreflexe anregt und ihre therapeutische Wir kung auf den Körper ausübt.
- 5. An ein Ohrläppchen bringt man ein Pflaster mit der Abmessung von ca. 2 mm × 5 mm an, das mit Mikro steckern und Mikrokontakten versehen ist. Hierbei verwendet man als aktives Element eine piezoelek trische Polymerschicht oder -Folie, die eine ma trixförmige Elektrodenstruktur mit z. B. 50 × 50 Elementen, aufweist. Dadurch ist es möglich, mi kroskopisch genau und punktförmig elektromecha nisch Reize auf die Haut und den Körper einwirken zu lassen, indem man elektrische Impulse der Länge von z. B. 10 µs und einer Frequenz von 1 kHz sowie einer Spitzenspannung von 100 V an die Matrixele mente anlegt. Die therapeutische Behandlung er folgt, indem entweder ein ausgewähltes Matrixele ment angesteuert oder die gesamte Matrix abgera stert wird. Die Behandlungszeit liegt zwischen 30 s und 300 s. Die impulsförmige elektrische Anregung ruft an der Oberfläche des Ohrläppchens lokal ge zielte nadelstichähnliche mechanische Impulse aus, die tief in das Ohrläppchen eindringen und dort ihre anregende positive Wirkung ausüben (Elektro mechanische Punktur).
Claims (25)
1. Physikalisch aktives Pflaster mit einem flä
chigen Substrat (1), das auf seiner einen Seite
mit einer Haftschicht (9) versehen ist,
wobei auf der der Haftschicht (9) abgewandten
Seite des Substrates (1) zumindest bereichsweise
eine erste Elektrode (2), darüber zumindest be
reichsweise eine Schicht (3) aus einem piezoelek
trischen, quasi-piezoelektrischen und/oder elek
trostriktiven Polymermaterial und darüber zumin
dest bereichsweise eine zweite Elektrode (4) an
geordnet ist,
wobei die erste und/oder die zweite Elektrode (2, 4) strukturiert sind,
wobei die erste und/oder zweite Elektrode (2, 4) mehrere einzelne, streifenförmige, parallel zu einander liegende Elektrodenstreifen (2a, 2b, 4a, 4b) aufweisen,
und wobei die beiden Elektroden (2, 4) so ange ordnet sind, daß die Längsrichtung der Elektro denstreifen (2a, 2b) der ersten Elektrode (2) senkrecht zu der Längsrichtung der Elektroden streifen (4a, 4b) der zweiten Elektrode (4) ist.
wobei die erste und/oder die zweite Elektrode (2, 4) strukturiert sind,
wobei die erste und/oder zweite Elektrode (2, 4) mehrere einzelne, streifenförmige, parallel zu einander liegende Elektrodenstreifen (2a, 2b, 4a, 4b) aufweisen,
und wobei die beiden Elektroden (2, 4) so ange ordnet sind, daß die Längsrichtung der Elektro denstreifen (2a, 2b) der ersten Elektrode (2) senkrecht zu der Längsrichtung der Elektroden streifen (4a, 4b) der zweiten Elektrode (4) ist.
2. Pflaster nach dem vorhergehenden Anspruch, da
durch gekennzeichnet, daß die Schicht (3) aus ei
nem piezoelektrischen, quasi-piezoelektrischen
und/oder elektrostriktiven Polymermaterial eine
Folie oder eine Dünnschicht ist.
3. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (3) aus
einem piezoelektrischen, quasi-piezoelektrischen
und/oder elektrostriktiven Polymermaterial eines
oder mehrerer der folgenden Materialien enthält
oder aus diesen besteht:
piezoelektrische Vinylidenfluorid-Homo- oder Ko polymere, piezoelektrische und quasi piezoelektrische poröse Polymermaterialien, der artige Materialien auf der Basis von Polyte trafluorethylen, Polypropylen, Polyarylsulfonen, Polyethersulfonen, Polyurethanen, Polyestern, Cellulose, Cellulosederivate, Polyetherimiden, Polyetheretherketonen, Polyimiden, Polycarbona ten, Polybenzimidazolen, Polyamiden, Polyakrylni trilen, Tetrafluorethylen-Kopolymeren, Polyphe nylsulfid, Polystyrol oder elektrostriktive Poly mere, elektrostriktive elastische Polymermateria lien und/oder Polymergele mit Elektrostriktion.
piezoelektrische Vinylidenfluorid-Homo- oder Ko polymere, piezoelektrische und quasi piezoelektrische poröse Polymermaterialien, der artige Materialien auf der Basis von Polyte trafluorethylen, Polypropylen, Polyarylsulfonen, Polyethersulfonen, Polyurethanen, Polyestern, Cellulose, Cellulosederivate, Polyetherimiden, Polyetheretherketonen, Polyimiden, Polycarbona ten, Polybenzimidazolen, Polyamiden, Polyakrylni trilen, Tetrafluorethylen-Kopolymeren, Polyphe nylsulfid, Polystyrol oder elektrostriktive Poly mere, elektrostriktive elastische Polymermateria lien und/oder Polymergele mit Elektrostriktion.
4. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die piezoelektrischen
oder quasi-piezoelektrischen Materialien einen
piezoelektrischen bzw. quasipiezoelektrischen
Koeffizienten von mindestens 30 pC/N aufweisen.
5. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (1) eine
Elastomerfolie ist.
6. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Haftschicht (9)
einen Klebstoff enthält oder aus diesem besteht.
7. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Elektrode
(2) geerdet ist.
8. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Elektrode
(2) Silber und/oder ferromagnetische Materialien
enthält oder aus diesen besteht.
9. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (3) aus
einem piezoelektrischen, quasi-piezoelektrischen
und/oder elektrostriktiven Polymermaterial
und/oder die zweite Elektrode (4) von einer elek
trischen Isolationsschicht (5) bedeckt oder umge
ben sind.
10. Pflaster nach dem vorhergehenden Anspruch, da
durch gekennzeichnet, daß die Isolationsschicht
(5) ein Silikon- und/oder Polyurethan-Polymer
enthält oder aus ihm besteht.
11. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (3) aus
einem piezoelektrischen, quasi-piezoelektrischen
und/oder elektrostriktiven Polymermaterial, die
zweite Elektrode (4) und/oder die elektrische
Isolationsschicht (5) von einer elektromagneti
schen Abschirmschicht (2') und/oder von einer
Schutzschicht (6) bedeckt oder umgeben sind.
12. Pflaster nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schutzschicht (6) selbst
eine elektromagnetische Abschirmung ist.
13. Pflaster nach dem vorhergehenden Anspruch, da
durch gekennzeichnet, daß die elektromagnetische
Abschirmschicht (2') und/oder die Schutzschicht
(6) elektrisch leitend mit der ersten Elektrode
(2) verbunden ist.
14. Pflaster nach dem vorhergehenden Anspruch, da
durch gekennzeichnet, daß die erste Elektrode (2)
und die elektromagnetische Abschirmschicht (2')
und/oder die Schutzschicht (6) einen Faradayschen
Käfig für die Schicht (3) aus piezoelektrischem,
quasi-piezoelektrischem und/oder elektrostrikti
vem Polymermaterial, die zweite Elektrode (3) und
gegebenenfalls die elektrische Isolationsschicht
(5) bildet.
15. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es eine Spannungs
quelle aufweist, mit der die erste und die zweite
Elektrode (2, 4) verbunden sind.
16. Pflaster nach dem vorhergehenden Anspruch, da
durch gekennzeichnet, daß die Spannungsquelle ei
ne Gleichspannungsquelle und/oder Hochfrequenz
spannungsquelle ist.
17. Pflaster nach einem der beiden vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es mit einem
Mobiltelefon verbunden ist, in dem die Spannungs
quelle angeordnet ist.
18. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß and der ersten und
zweiten Elektrode (2, 4), gegebenenfalls über
elektrische Zuleitungen (7a, 7b, 8a, 8b) eine
Wechselspannung anliegt.
19. Pflaster nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich
net, daß eine Wechselspannung mit einer Frequenz
zwischen 1 Hz-10 MHz anliegt.
20. Pflaster nach einem der beiden vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wech
selspannung anliegt, die zwischen den beiden Ele
troden (2, 4) eine elektrische Feldstärke zwi
schen 0,1 MV/m und 100 MV/m erzeugt.
21. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Elek
troden (2, 4) zusätzlich zu der Wechselspannung
eine Gleichspannung anliegt.
22. Pflaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zur Verwendung im Bereich der Human- und Tierme
dizin sowie der Kosmetik.
23. Pflaster nach dem vorhergehenden Anspruch zur
Linderung von Leiden, zur Schmerzbekämpfung, zum
vorbeugenden Körper- und Gesundheitsschutz, zur
Besserung der Leistungsfähigkeit des Menschen o
der des Tieres sowie zur Vermeidung von Falten
und zur Faltenglättung.
24. Verfahren zur Herstellung eines Pflasters nach
einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekenn
zeichnet, daß
- a) eine Elastomerfolie (1) durch ein Vakuumver fahren (CVD- oder PVD-Verfahren) mit einer ersten Elektrode (2) bedampft,
- b) ein organolösliches Polymer in Lösung gebracht und auf die erste Elektrode (2) aufgeschleudert und getrocknet wird,
- c) die in Schritt b) erzeugt Polymerschicht (3) durch Anlegen einer Spannung piezoelektrisch ak tiviert wird.
- d) anschließend auf die Polymerschicht (3) die zweite Elektrode (4) aufgebracht wird,
- e) die Elektroden (2, 2a, 2b, 4, 4a, 4b) mit Zu leitungen (7a, 7b, 8a, 8b) kontaktiert und
- f) auf die Isolationsschicht (5) eine elektroma gnetische Abschirmung als Schutzschicht (6) auf gebracht wird.
25. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, da
durch gekennzeichnet, daß
- a) eine Elastomerfolie (1) durch ein Vakuumver fahren (CVD- oder PVD-Verfahren) mit einer Sil berschicht (2) als erster Elektrode bedampft,
- b) ein organolösliches Vinylidenfluorid- Trifluorethyl-Kopolymer in einer 10 Gewichts- %igen Lösung in Methylethylketon aufgelöst und auf die erste Elektrode (2) aufgeschleudert und getrocknet wird,
- c) die in Schritt b) erzeugt Polymerschicht (3) durch Anlegen einer Spannung piezoelektrisch ak tiviert wird.
- d) anschließend auf die Polymerschicht (3) die zweite Elektrode (4), aufgebracht wird,
- e) die Elektroden (2, 2a, 2b, 4, 4a, 4b) mit Zu leitungen (7a, 7b, 8a, 8b) kontaktiert und
- f) auf die Isolationsschicht (5) die elektroma gnetische Abschirmung (6) aufgebracht wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10136402A DE10136402C2 (de) | 2001-07-26 | 2001-07-26 | Physikalisch aktives Pflaster und Verfahren zur Herstellung |
| US10/205,056 US6937893B2 (en) | 2001-07-26 | 2002-07-25 | Physically active patch, methods of manufacturing same and its use |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10136402A DE10136402C2 (de) | 2001-07-26 | 2001-07-26 | Physikalisch aktives Pflaster und Verfahren zur Herstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10136402A1 DE10136402A1 (de) | 2003-02-20 |
| DE10136402C2 true DE10136402C2 (de) | 2003-07-31 |
Family
ID=7693158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10136402A Expired - Fee Related DE10136402C2 (de) | 2001-07-26 | 2001-07-26 | Physikalisch aktives Pflaster und Verfahren zur Herstellung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6937893B2 (de) |
| DE (1) | DE10136402C2 (de) |
Families Citing this family (45)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NO315547B1 (no) * | 2000-10-16 | 2003-09-22 | Meditron Asa | Medisinsk plaster |
| US8734421B2 (en) * | 2003-06-30 | 2014-05-27 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Methods of treating pores on the skin with electricity |
| US7507228B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-03-24 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Device containing a light emitting diode for treatment of barrier membranes |
| US20040265395A1 (en) * | 2003-06-30 | 2004-12-30 | Ying Sun | Device for delivery of reducing agents to barrier membranes |
| US7476222B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-01-13 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Methods of reducing the appearance of pigmentation with galvanic generated electricity |
| US7477938B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-01-13 | Johnson & Johnson Cosumer Companies, Inc. | Device for delivery of active agents to barrier membranes |
| US7477940B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-01-13 | J&J Consumer Companies, Inc. | Methods of administering an active agent to a human barrier membrane with galvanic generated electricity |
| US7479133B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-01-20 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Methods of treating acne and rosacea with galvanic generated electricity |
| US7480530B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-01-20 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Device for treatment of barrier membranes |
| US7477941B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-01-13 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Methods of exfoliating the skin with electricity |
| US7486989B2 (en) * | 2003-06-30 | 2009-02-03 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Device for delivery of oxidizing agents to barrier membranes |
| US7662177B2 (en) | 2006-04-12 | 2010-02-16 | Bacoustics, Llc | Apparatus and methods for pain relief using ultrasound waves in combination with cryogenic energy |
| US8287475B2 (en) * | 2006-12-18 | 2012-10-16 | Technology Capital Investors, Llc | Apparatus and method for applying an electrostatic field to a wound or scar to promote healing thereof |
| WO2009045720A2 (en) * | 2007-09-28 | 2009-04-09 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Electricity-generating particulates and the use thereof |
| US9414970B2 (en) * | 2007-10-24 | 2016-08-16 | Bio Med Sciences, Inc. | Wrinkle reducing skin patch, process of manufacture and useful articles thereof |
| US8718313B2 (en) * | 2007-11-09 | 2014-05-06 | Personics Holdings, LLC. | Electroactive polymer systems |
| JP2011505897A (ja) * | 2007-12-06 | 2011-03-03 | ロレアル | 美容における電気活性材料アクチュエータの使用 |
| FR2929810A1 (fr) * | 2008-04-11 | 2009-10-16 | Oreal | Utilisations d'actuateurs a materiaux electroactifs en cosmetique. |
| FR2924581B1 (fr) * | 2007-12-06 | 2011-05-20 | Oreal | Utilisations d'actuators a materiaux electroactifs en cosmetique |
| US20100082088A1 (en) * | 2008-08-27 | 2010-04-01 | Ali Fassih | Treatment of sweating and hyperhydrosis |
| US8150525B2 (en) * | 2008-08-27 | 2012-04-03 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Treatment of hyperhydrosis |
| US20120089232A1 (en) | 2009-03-27 | 2012-04-12 | Jennifer Hagyoung Kang Choi | Medical devices with galvanic particulates |
| KR20120091335A (ko) | 2009-11-13 | 2012-08-17 | 존슨 앤드 존슨 컨수머 캄파니즈, 인코포레이티드 | 갈바닉 피부 치료 장치 |
| CN103096976B (zh) | 2009-12-31 | 2016-04-27 | 杰拓奥兹有限公司 | 便携式超声系统 |
| KR20110091461A (ko) * | 2010-02-05 | 2011-08-11 | 존슨 앤드 존슨 컨수머 캄파니즈, 인코포레이티드 | 갈바니 미립자를 포함하는 립 조성물 |
| WO2011109259A1 (en) * | 2010-03-01 | 2011-09-09 | Johnson & Johnson Consumer Companies, Inc. | Skin care composition having desirable bulk color |
| US20110236491A1 (en) * | 2010-03-25 | 2011-09-29 | Jeannette Chantalat | Topical anti-inflammatory composition |
| EP2861296A1 (de) | 2012-06-15 | 2015-04-22 | Case Western Reserve University | Therapieverabreichungsvorrichtungen und verfahren für nichtschädigenden nervengewebeleitungsblock |
| US10195434B2 (en) | 2012-06-15 | 2019-02-05 | Case Western Reserve University | Treatment of pain using electrical nerve conduction block |
| US9050053B2 (en) | 2013-02-15 | 2015-06-09 | Naimco, Inc. | Ultrasound device with cavity for conductive medium |
| DK3446742T3 (da) | 2013-03-15 | 2023-09-04 | Carewear Corp | Lysterapienhed |
| US10864373B2 (en) | 2015-12-15 | 2020-12-15 | Case Western Reserve University | Systems for treatment of a neurological disorder using electrical nerve conduction block |
| CN109069898B (zh) | 2016-03-07 | 2021-09-21 | 1195143Bc有限公司 | 健身器械 |
| WO2017205578A1 (en) | 2016-05-26 | 2017-11-30 | San Diego State University Research Foundation | Photoeradication of microorganisms with pulsed purple or blue light |
| ES2890460T3 (es) | 2016-08-17 | 2022-01-19 | 1195143 B C Ltd | Dispositivo de generación de resistencia, aparato de ejercicio y método |
| US10792495B2 (en) | 2016-12-01 | 2020-10-06 | Thimble Bioelectronics, Inc. | Neuromodulation device and method for use |
| US10272240B2 (en) | 2017-04-03 | 2019-04-30 | Presidio Medical, Inc. | Systems and methods for direct current nerve conduction block |
| JP7456944B2 (ja) | 2018-02-09 | 2024-03-27 | プレシディオ・メディカル・インコーポレイテッド | 心伝導ブロックのためのシステムおよび方法 |
| CN119607410A (zh) | 2018-02-20 | 2025-03-14 | 普雷西迪奥医学有限公司 | 用于神经传导阻滞的方法和系统 |
| US11020605B2 (en) | 2018-05-29 | 2021-06-01 | Carewear Corp. | Method and system for irradiating tissue with pulsed blue and red light to reduce muscle fatigue, enhance wound healing and tissue repair, and reduce pain |
| EP3813925B1 (de) | 2018-07-01 | 2025-08-06 | Presidio Medical, Inc. | Systeme und verfahren für nervenleitungsblock |
| DE102018127651A1 (de) * | 2018-11-06 | 2020-05-07 | iNDTact GmbH | Elektromechanischer Wandler mit einem Schichtaufbau |
| US12268865B2 (en) | 2019-11-24 | 2025-04-08 | Presidio Medical, Inc. | Current bias as a control mechanism for electrode operation |
| WO2021102448A1 (en) | 2019-11-24 | 2021-05-27 | Presidio Medical, Inc. | Pulse generation and stimulation engine systems |
| CN114746059A (zh) * | 2019-11-26 | 2022-07-12 | 株式会社资生堂 | 皮肤刺激装置和皮肤刺激方法 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999056829A1 (en) * | 1998-05-06 | 1999-11-11 | Exogen, Inc. | Ultrasound bandages |
| DE19830559C1 (de) * | 1998-07-08 | 2000-01-05 | Fraunhofer Ges Forschung | Vorrichtung zur gezielten mechanischen Unterstützung und Reizung von Muskelpartien |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5959000A (ja) * | 1982-09-28 | 1984-04-04 | Toshiba Corp | 凹面型超音波探触子及びその製造方法 |
| EP0840369A4 (de) * | 1995-06-30 | 2001-12-19 | Toshiba Kk | Elektronisches bauteil und herstellungsverfahren dafür |
| US5598845A (en) * | 1995-11-16 | 1997-02-04 | Stellartech Research Corporation | Ultrasound transducer device for continuous imaging of the heart and other body parts |
-
2001
- 2001-07-26 DE DE10136402A patent/DE10136402C2/de not_active Expired - Fee Related
-
2002
- 2002-07-25 US US10/205,056 patent/US6937893B2/en not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999056829A1 (en) * | 1998-05-06 | 1999-11-11 | Exogen, Inc. | Ultrasound bandages |
| DE19830559C1 (de) * | 1998-07-08 | 2000-01-05 | Fraunhofer Ges Forschung | Vorrichtung zur gezielten mechanischen Unterstützung und Reizung von Muskelpartien |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10136402A1 (de) | 2003-02-20 |
| US6937893B2 (en) | 2005-08-30 |
| US20030023270A1 (en) | 2003-01-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE10136402C2 (de) | Physikalisch aktives Pflaster und Verfahren zur Herstellung | |
| DE102015017269B3 (de) | Elektronisches Stimulationssystem und Vorrichtung davon für Spinalganglion | |
| EP1809370B1 (de) | Mittel zur elektrischen stimulation von sensorischen hautrezeptoren | |
| DE60221244T2 (de) | Wundheilungsfördernde vorrichtung | |
| CH626537A5 (de) | ||
| Finn et al. | Handbook of neuroprosthetic methods | |
| DE2303811A1 (de) | Bioelektrochemische regeneratorund stimulatoreinrichtung, sowie verfahren zum anlegen von elektrischer energie an zellen und/oder gewebe eines lebenden koerpers | |
| WO2012110248A2 (de) | Vorrichtung und verfahren zur reduktion von schmerzen | |
| JPH0321190B2 (de) | ||
| DE4229693A1 (de) | Elektrotherapeutisches Gerät | |
| WO1999024109A2 (de) | Cuff-elektrode und verfahren zu deren herstellung | |
| JP2020531094A (ja) | 双極性ナノ秒パルスの干渉による標的化遠隔電気刺激 | |
| EP3254474A1 (de) | Elektroakustisches implantat | |
| DE112018000546T5 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Energiegewinnung unter Verwendung polymerer piezoelektrischer Strukturen | |
| US9192758B2 (en) | Extensible implantable medical lead with sigmoidal conductors | |
| Greig et al. | Electrical stimulation for wound healing: opportunities for E-textiles | |
| CH673949A5 (de) | ||
| CICARDO | Physiochemical mechanisms in experimental epilepsy | |
| DE19854290C2 (de) | Physiotherapiematte zur Hautreizung und Durchblutungsförderung mit Reizstrom | |
| DE20321629U1 (de) | Muskelstimulierung in einer Gips-immobilisierten Extremität | |
| CN105268098A (zh) | 具有电疗的足浴装置 | |
| DE20319390U1 (de) | Vorrichtung aus Ultraschallapplikator und Trägerelement | |
| DE3716816C2 (de) | ||
| WO2011045053A1 (de) | Vorrichtung zum verabreichen von arzneimitteln und zum beeinflussen von arzneimittelwirkungen | |
| CN221691983U (zh) | 用于防治全麻术后谵妄的经皮穴位电刺激装置 |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: IP VERWERTUNGS GMBH, 82031 GRUENWALD, DE |
|
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20120201 |