DE10135342C1 - Projektionsanordnung - Google Patents
ProjektionsanordnungInfo
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Abstract
Bei einer Projektionsanordnung mit einer Projektoreinheit (1) und einer Projektionsfläche (2), bei der die Projektoreinheit (1) zum Erzeugen eines Bildes auf der Projektionsfläche (2) diese mit einem Lichtbündel (5) für jeden Bildpunkt des zu erzeugenden Bildes beleuchtet, umfaßt die Projektionsfläche (2) einen Spiegel (11) und eine Strahlaufweitungseinrichtung (12), die in Richtung der auf die Projektionsfläche einfallenden Lichtbündel (5) gesehen, dem Spiegel (11) vorgeschaltet ist, wobei der Spiegel (11) jedes von der Projektoreinheit (1) kommende, durch die Strahlaufweitungseinrichtung (12) hindurchtretende und auf dem Spiegel (11) treffende Lichtbündel so reflektiert, daß dabei zumindest ein durch die Strahlaufweitungseinrichtung (12) hindurchlaufendes, ausfallendes Lichtbündel (6) mit einen Hauptstrahl (25) erzeugt wird, wobei Hauptstrahlen (25) von ausfallenden Lichtbündel (6), die von in einer ersten Richtung benachbarten Orten der Projektionsfläche (2) ausgehen, in einem gedachten, in einer Ebene liegenden Betrachtungsfeld (9) konvergieren und wobei die durch die Strahlaufweitungseinrichtung (12) bedingte Aufweitung jedes ausfallenden Lichtbündels (6) so bestimmt ist, daß die ausfallenden Lichtbündel (6) jeweils divergieren und in der Ebene nicht mehr als das Betrachtungsfeld (9) beleuchten.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Projektionsanordnung mit einer Projektoreinheit und einer
Projektionsfläche, wobei die Projektoreinheit zum Erzeugen eines Bildes auf der
Projektionsfläche diese mit einem Lichtbündel für jeden Bildpunkt des zu erzeugenden Bildes
beleuchtet und die Projektionsfläche eine Strahlaufweitungseinrichtung zum Aufweiten von
durch sie hindurchlaufende Lichtbündel aufweist.
Eine solche Projektionsanordnung ist aus DE 195 40 108 C2 bekannt, wobei diese
Projektionsanordnung in einem Kraftfahrzeug innerhalb des Armaturenbretts angeordnet ist und
eine der Projektionsfläche nachgeordnete Abbildungsoptik aufweist, deren objektseitiger
Brennpunkt zwischen der Projektoreinheit und der Strahlaufweitungseinrichtung liegt. Dadurch
kann das Bild auf der Projektionsfläche mittels einer Spiegelung an der Windschutzscheibe
vergrößert als virtuelles Bild vom Betrachter wahrgenommen werden.
Eine solche virtuelle, vergrößerte Abbildung an der Windschutzscheibe erfordert jedoch
aufgrund der notwendigen Abbildungsoptik einen großen Raumbedarf innerhalb des
Armaturenbretts, der bei einem Kraftfahrzeug aber praktisch nicht zur Verfügung steht, da
dieser Raum z. B. durch elektrische Leitungen für die Anzeigeinstrumente und Bedienelemente
sowie durch Luftzuführungen für die Lüftung extrem dicht bepackt ist. Die Anordnung der
Abbildungsoptik im Bereich unterhalb des Armaturenbretts würde umfangreiche Änderungen in
der Konzeption des Kraftfahrzeuges erforderlich machen. Des weiteren ist für den
ungehinderten Lichtaustritt eine sehr große Öffnung im Armaturenbrett erforderlich, die aus
Designgründen nicht akzeptiert wird.
Ferner ist aus DE 197 30 563 A1 eine holografische Projektionsfläche für ein Fahrzeug
bekannt. Die Abstrahlung der Bildinformation soll in einem bei der Herstellung des Hologramms
vorgegebenen und einstellbaren Winkelbereich zum Betrachter hin erfolgen, wobei die
holografische Projektionsfläche das Umgebungslicht absorbieren und nur das Licht für die
Bilddarstellung zum Betrachter lenken soll. Nachteilig erweist sich jedoch bei einer solchen
Projektionsfläche die praktisch unkontrollierbare Abhängigkeit der Eigenschaften einer
derartigen Projektionsfläche von der Wellenlänge der einfallenden Lichtbündel und der
Einfallsrichtung der Lichtbündel des Nutzlichtes. Weiterhin ist die Qualität der Bilddarstellung
sowie auch die Erscheinung der Projektionsfläche an sich sehr stark von der
Betrachtungsrichtung abhängig.
Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, eine Projektionsanordnung der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, daß eine qualitativ hochwertige Bilddarstellung realisierbar ist.
Die Aufgabe wird bei einer Projektionsanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die Projektionsfläche einen Spiegel aufweist und daß die Strahlaufweitungseinrichtung, in
Richtung der auf die Projektionsfläche einfallenden Lichtbündel gesehen, dem Spiegel
vorgeschaltet ist, wobei der Spiegel jedes von der Projektoreinheit kommende, durch die
Strahlaufweitungseinrichtung hindurchtretende und auf den Spiegel treffende Lichtbündel so
reflektiert, daß dabei zumindest ein durch die Strahlaufweitungseinrichtung hindurchlaufendes,
ausfallendes Lichtbündel mit einem Hauptstrahl erzeugt wird, wobei die Hauptstrahlen von
ausfallenden Lichtbündel, die von in einer ersten Richtung benachbarten Orten (bzw. Stellen
auf) der Projektionsfläche ausgehen, in einem gedachten, in einer Ebene liegenden
Betrachtungsfeld konvergieren, und wobei die durch die Strahlaufweitungseinrichtung bedingte
Aufweitung jedes ausfallenden Lichtbündels so bestimmt ist, daß die ausfallenden Lichtbündel
jeweils divergieren und in der Ebene nicht mehr als das Betrachtungsfeld beleuchten. Durch die
Reflexion am Spiegel und durch die mittels der Strahlaufweitungseinrichtung bedingte
Aufweitung der ausfallenden Lichtbündel wird vorteilhaft erreicht, daß nahezu die gesamte
Lichtenergie in das Betrachtungsfeld gelangt, so daß die Bildhelligkeit außerordentlich hoch ist.
Wenn die erfindungsgemäße Projektionsanordnung in einem Verkehrsmittel, wie z. B. einem
Kraftfahrzeug, eingebaut ist, kann ein Kontrastunterschied von bis zu 1 : 500 erreicht werden.
Des weiteren ist der Aufbau der Projektionsanordnung aufgrund der Projektionsfläche
vergleichsweise einfach, wodurch die Projektionsanordnung besonders kostengünstig realisiert
werden kann.
Auch ist aufgrund der Richtcharakteristik der Projektionsfläche und der daraus bedingten hohen
Bildhelligkeit der Energieverbrauch der Projektionsanordnung außerordentlich niedrig und kann
beispielsweise unter 50 Watt liegen.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung ist die
Projektionsfläche gekrümmt. Die Krümmung kann in unterschiedlichen Richtungen
unterschiedlich sein, und insbesondere kann die Krümmung auch so gewählt sein, daß die
Projektionsfläche z. B. gewellt ist. Unabhängig von der vorhandenen Krümmung der
Projektionsfläche ist jedoch immer noch ihre Richtcharakteristik gegeben, so daß vorteilhaft die
geometrische Form der Projektionsfläche unabhängig von ihren optischen Eigenschaften
gewählt werden kann. Dies kann beispielsweise dazu ausgenutzt werden, daß die
Projektionsfläche bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung in einem
Kraftfahrzeug an die (gekrümmte) Form des Armaturenbretts angepaßt ist und auf diesem oder
auch als integraler Bestandteil von diesem vorgesehen ist. Dadurch werden die insbesondere
im Kraftfahrzeugbau hohen Ansprüche an das Design erfüllt.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung umfaßt die
Strahlaufweitungseinrichtung eine Streuschicht, die insbesondere als Folie ausgebildet sein
kann. Mittels der Streuschicht kann in einfachster Art und Weise die gewünschte Aufweitung
der ausfallenden Lichtbündel sichergestellt werden. Eine solche Streuschicht kann mit einem
geringen Luftspalt zum Spiegel oder unmittelbar auf diesem vorgesehen sein, wodurch eine
optimale Bildqualität erreicht wird. Die Streuschicht kann bevorzugt dieselbe Krümmung wie die
Projektionsfläche aufweisen, so daß diese äußerst kompakt ausgebildet werden kann.
Ferner ist es bei der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung noch möglich, daß die
Intensitätsverteilung der ausfallenden Lichtbündel mittels der Strahlaufweitungseinrichtung so
bestimmt ist, daß bei jedem Lichtbündel die Intensität des Hauptstrahls am größten ist und für
die restlichen Lichtstrahlen mit größer werdendem Winkel relativ zum Hauptstrahl abnimmt.
Durch diese Intensitätsverteilung wird eine gute Bildqualität erzielt.
Insbesondere kann die Strahlaufweitungseinrichtung noch eine Blende umfassen, die
einfallendes Licht aus anderen Richtungen als den Richtungen der von der Projektoreinheit
kommenden Lichtbündel und als den Richtungen der ausfallenden Lichtbündel abschattet. Eine
solche Blende gewährleistet, daß die einfallenden Lichtbündel ungehindert auf den Spiegel
treffen und die ausfallenden Lichtbündel vom Betrachter wahrgenommen werden können,
während unerwünschtes Umgebungslicht abgeschattet wird und somit nicht die Qualität der
Bilddarstellung verschlechtert. Des weiteren ist durch die Blende bei der Verwendung der
Projektionsanordnung in einem Kraftfahrzeug auch noch sichergestellt, daß die
Projektionsfläche von außerhalb des Fahrzeuges nicht als hell leuchtende Fläche
wahrgenommen wird. Ferner kann die Blende auch noch in der gleichen Farbe wie die des
Armaturenbretts eingefärbt werden, so daß die Projektionsfläche optisch vollständig im
Armaturenbrett integriert werden kann.
Insbesondere kann eine solche Blende, in Richtung der auf die Projektionsfläche einfallenden
Lichtbündel gesehen, der Streuschicht vorgeschaltet sein. Bei dieser Anordnung ist die Wirkung
der Blende sehr effektiv.
In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung umfaßt die Blende eine
Mehrzahl von beabstandeten und zueinander parallel verlaufenden Lamellen, die auf sie
treffendes Licht abblocken. Die Blende kann auch noch weiterhin eine Mehrzahl von
beabstandeten und zueinander parallel verlaufenden zweiten Lamellen aufweisen, die das auf
sie treffende Licht abblocken und quer zu den ersten Lamellen angeordnet sind. Solche
Blenden mit Lamellen sind z. B. in US 6,239,911 B1 beschrieben und als Folien kommerziell
erhältlich, so daß die erfindungsgemäße Projektionsanordnung in einfacher Art und Weise
realisiert werden kann.
Weiterhin kann bei der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung der Spiegel eine gekrümmte,
durchgehende Reflexionsschicht umfassen. Das kann z. B. durch eine verspiegelte Oberfläche
eines Trägers realisiert werden, wobei die Oberfläche als stetig verlaufende Freiformfläche
ausgebildet ist. Die Krümmung der Freiformfläche ist dabei so gewählt, daß bei spiegelnder
Reflexion des einfallenden Lichtbündels für den entsprechenden Bildpunkt der konvergente
Verlauf der Hauptstrahlen bewirkt wird.
Alternativ ist es auch möglich, daß bei der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung der
Spiegel als Vielflächenspiegel mit einer Vielzahl von ebenen Spiegelflächen ausgebildet ist,
wobei auf jeder Spiegelfläche ein Teil der Streuschicht als Beschichtung direkt aufgebracht sein
kann. Bei einem solchen Vielflächenspiegel ist es möglich, daß die Neigung der Spiegelflächen
unabhängig von der gewünschten Krümmung der Projektionsfläche festgelegt wird.
Insbesondere können die Spiegelflächen so angeordnet sein, daß die Flächennormalen von
zumindest zwei Spiegelflächen nicht parallel zueinander sind. Bevorzugt ist die Anordnung so
gewählt, daß mittels der Reflexion der konvergente Verlauf der Hauptstrahlen bewirkt wird.
Somit kann die Richtcharakteristik der Projektionsfläche unabhängig von einer gewünschten
Krümmung der Projektionsfläche eingestellt werden, so daß die Projektionsfläche leicht an
vorgegebenen Rahmenbedingungen angepaßt werden kann.
Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung
ist die Fläche jeder Spiegelfläche kleiner als die Größe eines Bildpunktes des auf der
Projektionsfläche zu erzeugenden Bildes, wobei die Verbesserung der Bildqualität schon dann
sehr gut ist, wenn die Anzahl der Spiegelelemente doppelt so groß ist wie die Bildpunktanzahl.
Bei dieser Weiterbildung können dann von einem einfallenden Lichtbündel mehrere, nicht
parallele, ausfallende Lichtbündel aufgrund der Reflexionen des einfallenden Lichtbündels an
mehreren Spiegelflächen erzeugt werden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung besteht darin,
daß der Spiegel ein Rückflächenspiegel ist. In diesem Fall wird eine Verschmutzung und eine
dadurch bedingte Verschlechterung der Bilddarstellung effektiv verhindert.
Ferner kann der Spiegel bei der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung eine transparente
Platte umfassen, bei der zumindest eine Seite so strukturiert ist, daß die Richtung eines durch
die Platte hindurchgehenden Lichtbündels verändert wird. Dadurch wird eine besonders
einfache Realisierungsmöglichkeit des Spiegel gewährleistet. Auch kann die Platte so
ausgebildet sein, daß aufgrund der durch sie bedingten Richtungsänderung der konvergente
Verlauf der Hauptstrahlen bewirkt wird.
Bevorzugt ist die der Strahlaufweitungseinrichtung abgewandte Seite der Platte strukturiert und
verspiegelt, so daß der Spiegel durch ein einziges Element in kompakter Art und Weise
realisiert werden kann. Damit wird es auch möglich, die Herstellungskosten des Spiegels und
somit der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung zu verringern.
Bei der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung ist es auch möglich, daß die Hauptstrahlen
von ausfallenden Lichtbündel, die von den in einer zweiten Richtung benachbarten Orten der
Projektionsfläche ausgehen, aufgrund der Reflexion am Spiegel im Betrachtungsfeld
konvergieren, wobei die zweite Richtung verschieden zur ersten Richtung ist. Insbesondere
können die beiden Richtungen einen Winkel von 90° einschließen. Insbesondere können alle
Hauptstrahlen der ausfallenden Lichtbündel im Betrachtungsfeld konvergieren. Durch diese
Weiterbildungen ist vorteilhaft eine Erhöhung der Bildhelligkeit möglich.
Insbesondere kann bei der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung die Projektoreinheit ein
intensitätsmoduliertes Lichtbündel erzeugen und über die Projektionsfläche lenken, um das Bild
zu erzeugen. Diese Ablenkung des Lichtbündels kann rasterartig (die Ablenkung erfolgt
zeilenweise über den gesamten Bildbereich, wobei das Lichtbündel bei dunklen Bildpunkten
dunkel getastet wird) oder vektorartig (die Ablenkung erfolgt im wesentlichen nur entlang der
hellen Bildpunkte) erfolgen. Dadurch wird eine einfache Art der Erzeugung des reellen Bildes
auf der Projektionsfläche ermöglicht.
Das Lichtbündel ist bevorzugt im wesentlichen kollinear und kann bevorzugt ein Strahlprodukt
von kleiner als 0,2 mm mrad (z. B. 0,1 mm mrad) aufweisen. Ein solches Lichtbündel kann
besonders einfach und effizient mit einem Laser erzeugt werden, wobei es monochromatisch
oder, für farbige Bilder, polychromatisch sein kann.
Neben der Verwendung einer solchen schreibenden Projektoreinheit ist es auch möglich,
bildabbildende Projektoreinheiten vorzusehen, bei denen beispielsweise mittels einer
Kippspiegelmatrix oder eines LCD-Moduls das gewünschte Bild erzeugt und mittels einer
Projektionsoptik auf die Projektionsfläche projiziert werden kann.
Die erfindungsgemäße Projektionsanordnung kann in vorteilhafter Weise dort eingesetzt
werden, wo von einer Fläche mit einer vorgegebenen Oberflächenform ein Bild mit gezielter
Abstrahlcharakteristik abgestrahlt werden soll, da die Projektionsfläche der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung entsprechend der vorgegebenen Oberflächenform ausgebildet werden
kann.
Besonders vorteilhaft ist dies bei der Verwendung der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung in einem Kraftfahrzeug, wobei die Projektionsfläche bevorzugt auf dem
Armaturenbrett oder als Bestandteil von diesem ausgebildet ist.
Die erfindungsgemäße Projektionsanordnung kann so ausgebildet sein, daß das reelle Bild auf
der Projektionsfläche für den Betrachter unmittelbar erfaßbar ist. In diesem Fall wird vorteilhaft
eine qualitativ sehr hochwertige Darstellung eines reellen Bildes erreicht.
Alternativ kann die erfindungsgemäße Projektionsanordnung noch eine der Projektionsfläche
nachgeordnete Reflexionsfläche (bevorzugt im wesentlichen eben) aufweisen, an der die
ausfallenden Lichtbündel so reflektiert werden, daß das auf der Projektionsfläche erzeugte Bild
als virtuelles Bild erfaßbar ist. Daher kann vorteilhaft die Projektionsfläche so angeordnet sein,
daß sie vom Betrachter nicht direkt einsehbar ist, wodurch die Anordnungsmöglichkeiten der
Projektionsfläche erhöht sind.
Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung in einem Kraftfahrzeug
kann die Reflexionsfläche besonders einfach durch die Windschutzscheibe (oder auch durch
eine im Fahrzeug unmittelbar vor der Windschutzscheibe angeordnete Scheibe, die bevorzugt
eben ist) verwirklicht sein. Da das Bild auf der Projektionsfläche in der gewünschten Größe
erzeugbar ist, ist vorteilhaft keine Abbildungsoptik zwischen der Projektions- und der
Reflexionsfläche notwendig.
In diesem Fall ist es noch von besonderem Vorteil, daß dieses virtuelle Bild im Szenenbild vom
Betrachter vor der Windschutzscheibe (und somit außerhalb des Fahrzeugs) erfaßt werden
kann, so daß der Betrachter bzw. der Fahrer bei der Betrachtung des virtuellen Bildes die
Augen nur gering akkomodieren muß.
Unter Umständen liefert die Wölbung der Windschutzscheibe eine kleine Veränderung der
Bildabmessungen, wobei die bei einer Schrägprojektion bekannten Geometriekorrekturen des
Bildes, wie z. B. in DE 197 37 374 C2 beschrieben ist, durchgeführt werden können.
Bei der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung wird die Aufweitung der ausfallenden
Lichtbündel bevorzugt isotrop bewirkt, so daß die Strahlaufweitungseinrichtung besonders
einfach ausgebildet werden kann. Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung in einem Kraftfahrzeug kann der Divergenzwinkel der ausfallenden
Lichtbündel bei Platzverhältnisse, wie sie in einem Kraftfahrzeug typisch sind, 2 bis 10°
betragen, wobei sich ein Divergenzwinkel von 5° als besonders vorteilhaft erwiesen hat. Es ist
natürlich auch möglich, daß die Aufweitung der ausfallenden Lichtbündel anisotrop bewirkt wird,
z. B. wenn das Betrachtungsfeld unterschiedliche Breite und Höhe aufweisen soll.
Ferner kann der Reflexionsschicht des Spiegels, an der die spiegelnde Reflexion stattfindet, so
strukturiert sein, daß bei der Reflexion gleichzeitig noch die Funktion der
Strahlaufweitungseinrichtung bewirkt wird. Ein solcher Spiegel kann beispielsweise dadurch
hergestellt werden, daß die gewünschte Oberflächenstruktur in eine Oberfläche einer Platte
abgeformt wird und daß danach die strukturierte Oberfläche verspiegelt wird.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielshalber anhand der Zeichnungen noch näher erläutert.
Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung;
Fig. 2 eine Explosionsdarstellung eines vergrößerten Ausschnitts der in Fig. 1 gezeigten
Projektionsfläche;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Ausführungsform von Fig. 1, wobei zur Erläuterung noch
Strahlverläufe eingezeichnet sind;
Fig. 4 eine Darstellung der Ausführungsform von Fig. 3 aus Sicht des Fahrers;
Fig. 5 eine vergrößerte Schnittdarstellung eines Ausschnitts der in Fig. 3 gezeigten
Projektionsfläche;
Fig. 6 eine Ausführungsform des Spiegels der Projektionsfläche;
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform des Spiegels der Projektionsfläche;
Fig. 8 eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung;
Fig. 9 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung, und
Fig. 10 eine Seitenansicht einer noch anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung.
In Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Projektionsanordnung gezeigt, die in einem Kraftfahrzeug eingebaut ist und eine
Projektoreinheit 1 und eine Projektionsfläche 2 umfaßt. Die Projektoreinheit 1 ist im
Dachbereich innerhalb des Kraftfahrzeugs nahe an seiner Windschutzscheibe 3 angeordnet
und die Projektionsfläche 2 ist auf einem Armaturenbrett 4 angebracht, wobei die Form der
Projektionsfläche 2 an die Form, die üblicherweise in unterschiedlichen Richtungen
unterschiedlich gekrümmt ist, des Armaturenbrett 4 angepaßt ist. Es ist natürlich auch möglich,
daß die Projektionsfläche 2 gleich als integraler Teil des Armaturenbretts 4 ausgebildet ist und
sie kann typischerweise eine Größe von 35 cm in der Breite und 10 cm in der Höhe aufweisen.
Die Projektoreinheit 1 erzeugt ein intensitätsmoduliertes, im wesentlichen paralleles Lichtbündel
5, das sie, wie schematisch in Fig. 1 gezeigt, über die Projektionsfläche 2 lenkt, um darauf ein
reelles Bild einzustellen. Die Projektionsfläche 2 strahlt das von der Projektoreinheit 1
kommende Licht als ausfallende Lichtbündel 6 nur in einen vorgegebenen Raumbereich 7 zum
Fahrer 8 hin ab, so daß dieser das reelle Bild auf der Projektionsfläche 2 erfassen kann, wenn
er auf dem Fahrersitz des Fahrzeugs sitzt.
Aufgrund dieser vorgegebenen Abstrahleigenschaft der Projektionsfläche 2 ist das Bild auf der
Projektionsfläche 2 für jeden Abstand von der Projektionsfläche nur innerhalb eines in einer
Ebene liegenden Betrachtungsfelds sichtbar, wobei in Fig. 1 das Betrachtungsfeld 9 unmittelbar
im Bereich der Augen 10 des Fahrers eingezeichnet ist.
Die Größe des Betrachtungsfeldes 9 wird durch die Abstrahlcharakteristik der Projektionsfläche
2 bestimmt, wobei die Abstrahlcharakteristik durch nachfolgend im Detail beschriebene
Maßnahmen so eingestellt wird, daß Fahrer 8 mit unterschiedlichen Körpergrößen das Bild auf
der Projektionsfläche 2 sehen können. Zusätzlich wird noch der übliche Bewegungsbereich des
Kopfes (und somit der Bewegungsbereich der Augen) berücksichtigt, so daß hier das viereckige
Betrachtungsfeld 9 bei einem Abstand von ca. 800 mm von der Projektionsfläche 2 eine
Ausdehnung von ca. 30 × 30 cm aufweist.
Um die gewünschte Abstrahlcharakteristik der Projektionsfläche 2 zu erzeugen, umfaßt sie, wie
aus der Explosionsdarstellung eines Ausschnitts der Projektionsfläche 2 in Fig. 2 ersichtlich ist,
einen Vielflächenspiegel 11, auf dem eine Strahlaufweitungseinrichtung 12 mit einer
Streuschicht 13 und einer Jalousie-Blende 14 aufgebracht ist.
Der Vielflächenspiegel 11 der Projektionsfläche 2 dient dazu, die einfallenden Lichtbündel 5 der
Projektoreinheit 1 örtlich individuell zu reflektieren, während die Streuschicht 13 für die
gewünschte Strahlaufweitung des reflektierten Lichtbündels 6 vorgesehen ist. Die Jalousie-
Blende 14 kann, falls nötig, zu einer Begrenzung der durch die Streuschicht 13 bedingten
Strahlaufweitung eingesetzt werden. Ferner dient sie noch dazu zu verhindern, daß
unerwünschtes Umgebungslicht auf den Vielflächenspiegel 11 trifft und die Bilddarstellung
verschlechtert sowie daß das reelle Bild von Dritten sichtbar ist. Der Vielflächenspiegel 11, die
Streuschicht 13 und die Jalousie-Blende 14 sind hinsichtlich ihrer optischen Aufgaben optimiert.
So umfaßt der Vielflächenspiegel 11 eine PMMA-Platte 15 (PMMA = Polymethylmethacrylat),
deren der Streuschicht 13 zugewandten Oberfläche strukturiert und verspiegelt ist. Die
Strukturierung ist so durchgeführt, daß eine Vielzahl von Mikroprismen 16 ausgebildet ist, wobei
jeweils eine Prismafläche als ebene Spiegelfläche 17 genutzt wird. Durch eine gezielte
Ausbildung der Mikroprismen 16 ist es möglich, die Neigung der Spiegelflächen 17 völlig
unabhängig voneinander und auch in weiten Grenzen unabhängig von der geometrischen
(makroskopischen) Form der Projektionsfläche 2 einzustellen. Die Einstellung wird bei
bekannter bzw. vorgegebener Form der Projektionsfläche 2 so eingestellt, daß die an den
Spiegelflächen 17 reflektierten Lichtbündel nur in den Raumbereich 7 reflektiert werden, wie
nachfolgend noch im Detail beschrieben wird.
Die Streuschicht 13 ist als Folie ausgebildet, die unmittelbar über dem Vielflächenspiegel 11
liegt und bewirkt, daß der Divergenzwinkel (halber Öffnungswinkel des Lichtbündels) eines
durch die Streuschicht 13 hindurchlaufenden Lichtbündels vergrößert wird, wie in Fig. 2 durch
die eingezeichnete Streukeule 18 angedeutet ist. Die durch die Streuschicht 13 bedingte
Aufweitung ist hier so gewählt, daß der Divergenzwinkel des ausfallenden Lichtbündels 6 im
Bereich von 2 bis 10° liegt. Als Streuschicht 13 kann beispielsweise ein holografischer Diffuser
der Firma POC Physical Optics Corporation, Torrance, Kanada, verwendet werden, der
vorteilhaft eine relativ große Unabhängigkeit der Transmission für die hier verwendeten
Wellenlängen aufweist.
Auf der Streuschicht 13 ist eine Jalousie-Blende 14 aufgebracht, die als Folie ausgebildet ist
und eine Vielzahl von beabstandeten und zueinander parallel verlaufenden Lamellen 19
aufweist, die auf sie fallendes Licht absorbieren. Durch den Abstand der Lamellen 19, ihrer
Neigung in der Folie und ihre Höhe kann der Winkelbereich des ein- und ausfallenden Lichtes
quer zu den Lamellen 19 begrenzt werden, wobei die Jalousie-Blende 14 so ausgebildet ist,
daß die einfallenden und ausfallenden Lichtbündel 5, 6 die Jalousie-Blende ungehindert
passieren können. Die Jalousie-Blende 14 verhindert insbesondere, daß Fremdlicht (z. B.
Sonnenlicht und Innenraumbeleuchtung), das unerwünschter Weise auf die Projektionsfläche 2
trifft, vom Fahrer 8 auf der Projektionsfläche 2 wahrgenommen wird. Ferner kann die Jalousie-
Blende 14 in der gleichen Farbe wie die des Armaturenbretts 4 eingefärbt werden, so daß das
äußere Erscheinungsbild der Projektionsfläche 2 an das des Armaturenbretts 4 angepaßt ist.
Außerdem wird durch die Jalousie-Blende 14 auch noch verhindert, daß die Projektionsfläche 2
außerhalb des Fahrzeugs als leuchtende Fläche erscheint. Eine solche Jalousie-Folie 14 mit
gewünschten Eigenschaften (wie z. B. der Lamellenneigung) kann beispielsweise von der Firma
3M bezogen werden.
Die Projektoreinheit 1 enthält, wie am besten aus der Seitenansicht von Fig. 3 ersichtlich ist,
drei Laserlichtquellen 20, 21, 22, die jeweils ein intensitätsmoduliertes kollineares (bzw. im
wesentlichen kollineares) Lichtbündel in jeweils einer der Primärfarben Rot, Grün und Blau
aussenden, eine Strahlzusammenführungseinheit 23, die die drei Lichtbündel der
Laserlichtquellen 20, 21 und 22 zu einem gemeinsamen Rot-Grün-Blau-Lichtbündel überlagert,
das dann mittels eines zweiachsig arbeitenden Ablenksystems 24 der Projektoreinheit 1 in einer
Zeilenrichtung (parallel zur Windschutzscheibe 3) und einer dazu senkrechten Spaltenrichtung
über die Projektionsfläche 2 gerastert wird. Der Ablenkwinkel in Spaltenrichtung beträgt ϕ, und,
wie in Fig. 4 eingezeichnet ist, die eine Ansicht aus Sicht des Fahrers 8 zeigt, beträgt der
Ablenkwinkel in Zeilenrichtung ϕ, wobei der Strahlenverlauf für verschiedene Bildpunkte P1, P2,
P3, P4, P5 und P6 auf der Projektionsfläche 2 dargestellt ist (wobei die Punkte P1-P3 in
Spaltenrichtung und die Punkte P4-P6 in Zeilenrichtung benachbart sind). Die Bildgröße ist
durch die Größe der Winkel ϕ und ϕ sowie durch den Abstand des Ablenksystems 24 zur
Projektionsfläche 2 bestimmt. Beim beschriebenen Beispiel beträgt der Abstand ca. 700 mm
und ϕ = 4° sowie ϕ = 28°, so daß sich eine Bildgröße von etwa 10 × 35 cm ergibt. Falls die
Winkel ϕ und ϕ durch das Ablenksystem 24 fest vorgegeben sind und nicht zur gewünschten
Bildgröße auf der Projektionsfläche 2 führen (z. B. aufgrund des durch die Einbaubedingungen
festgelegten Projektionsabstandes), kann dem Ablenksystem eine bekannte
Transformationsoptik (nicht dargestellt) im Strahlengang nachgeordnet werden, mit der die
gewünschte Anpassung der Ablenkwinkel und somit der Bildgröße durchgeführt werden kann.
Wie Fig. 3 zu entnehmen ist, wird das im wesentliche kollineare Lichtbündel 5, dessen
Stahlprodukt kleiner als 0,2 mm mrad (z. B. 0,1 mm mrad) ist und das zum Erzeugen der
Bildpunkte P1 bis P6 auf die Projektionsfläche 2 gerichtet wird, von der Projektionsfläche 2
jeweils als divergentes Lichtbündel 6 mit einem Hauptstrahl 25 (der Hauptstrahl 25 ist der
Stahl, der aufgrund der spiegelnden Reflexion ohne die Strahlaufweitung und somit gemäß
dem Reflexionsgesetz (Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel) erzeugt wird) abgestrahlt, wobei
alle Hauptstrahlen 25 im Augenpunkt 26 im Betrachtungsfeld 9 bzw. in einem den Augenpunkt
26 einschließenden Raumbereich konvergieren. Dies wird dadurch erreicht, daß die
entsprechende Spiegelfläche 17 für jeden der Bildpunkte P1 bis P6 so geneigt ist, daß bei
spiegelnder Reflexion des einfallenden Lichtbündels 5 die Hauptstrahlen 25 zum Augenpunkt
26 hin abgelenkt werden.
Neigung der Spiegelflächen 17 wird somit in Abhängigkeit ihrer örtlichen Lage in der
Projektionsfläche 2, ihrem Abstand vom Augenpunkt 26 und dem Einfallswinkel des auf sie
treffenden Lichtbündels 5 gemäß dem Reflexionsgesetz eingestellt. In Fig. 3 ist zur
Verdeutlichung dieser Reflexion für den Bildpunkt P2 noch das optische Lot 27 und in Fig. 4 ist
für den Bildpunkt PS das optische Lot 27' eingezeichnet.
Wenn man weiterhin der Projektionsfläche 2 noch eine makroskopische Flächennormale 28 für
den Bildpunkt P2 und eine makroskopische Flächennormale 28' für den Bildpunkt PS zuordnet,
wie in Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, sieht man, daß sowohl in Zeilenrichtung als auch in
Spaltenrichtung das optische Lot 27, 27' und die Flächennormale 28, 28' unterschiedlich
geneigt sind. Die Winkel γ und δ, die sie einschließen, sind in Fig. 3 und 4 eingezeichnet.
Daraus ist ersichtlich, daß die (makroskopische) Oberflächenform der Projektionsfläche 2
unabhängig von der gewünschten Richtung der reflektierten Lichtbündel 6 gewählt werden
kann. Daher ist es möglich, die gewünschten optischen Eigenschaften der Projektionsfläche 2
weitgehendst unabhängig von der Form (bzw. Krümmung) der Projektionsfläche 2 zu erzeugen.
Des weiteren wird das an den Spiegelflächen 17 reflektierte Lichtbündel noch durch die
Streuschicht 13 so aufgeweitet, daß der Divergenzwinkel Θ des ausfallenden Lichtbündels 6 in
Spaltenrichtung und der Divergenzwinkel τ in Zeilenrichtung jeweils einen vorbestimmten Wert
annehmen. Diese Werte ergeben sich aus dem Abstand des Betrachtungsfelds 9 von der
Projektionsfläche 2 und werden so gewählt, daß die divergierenden Lichtbündel 6 jeweils nur
das Betrachtungsfeld 9 ausleuchten.
Da beim hier beschriebenen Beispiel der Abstand des Fahrers 8 und somit des
Betrachtungsfelds 9 von der Projektionsfläche 2 etwa 800 mm beträgt und das Betrachtungsfeld
eine Ausdehnung von 20 × 20 cm aufweisen soll, werden die Divergenzwinkel Θ, τ der
ausfallenden Lichtbündel 6 jeweils bevorzugt auf ca. 5° eingestellt, wodurch die Aufweitung
mittels der Streuschicht 13 isotrop erfolgt, so daß die Divergenzwinkel Θ, τ gleich sind.
Es ist natürlich auch möglich, daß die beiden Divergenzwinkel Θ und τ unterschiedliche Werte
aufweisen. In diesem Fall ist dann auch die Ausdehnung des Betrachtungsfeldes in Zeilen- und
Spaltenrichtung unterschiedlich.
Ferner sind auch in Fig. 3 und 4 die Streukeulen 18 für die dargestellten ausfallenden
Lichtbündel 6 eingezeichnet. Aus den Streukeulen 18 kann entnommen werden, daß die
Bildhelligkeit in der Mitte des Betrachtungsfeldes 9 am höchsten ist und zu den Rändern hin
abnimmt, wobei die Abnahme ausgehend von der Mitte zuerst relativ gering ist und dann im
Randbereich sehr stark abnimmt. Dadurch wir eine relativ gute Gleichmäßigkeit der
Bildhelligkeit über das gesamte Betrachtungsfeld erzielt.
Durch die gerichtete Abstrahlcharakteristik der Projektionsfläche 2 wird vorteilhaft auch noch
erreicht, daß nahezu die gesamte zur Projektion eingesetzte Lichtenergie in das
Betrachtungsfeld 9 und somit in den Bewegungsbereich der Augen 10 abgebildet wird. Dadurch
kann eine ausreichende Helligkeit des projizierten Bildes bewirkt werden, so daß selbst bei
Tageslicht das Bild für den Fahrer 8 gut erkennbar ist.
In Fig. 5 ist ein Ausschnitt der Projektionsfläche 2 vergrößert in Schnittdarstellung gezeigt. Wie
Fig. 5 entnommen werden kann, erzeugt die Projektionsfläche 2 aus jedem einfallenden
Lichtbündel 5 ein ausfallendes Lichtbündel 6 mit dem Hauptstrahl 25, dessen Richtung
aufgrund der spiegelnden Reflexion an den verspiegelten Mikroprismenflächen 17 bestimmt ist.
Der Divergenzwinkel Θ, τ des ausfallenden Lichtbündels 6 wird durch die Streuschicht 13
eingestellt, wobei, in dem in Fig. 5 gezeigten Beispiel, die Jalousie-Blende 14 auch noch zur
Begrenzung des Divergenzwinkels beiträgt, da sie die gestreuten Strahlen, die zu einem zu
großen Divergenzwinkel führen würden, absorbiert. Mit der Jalousie-Blende 14 läßt sich somit
der mittels der Streuschicht 13 erzeugte Divergenzwinkel der ausfallenden Lichtbündel 6 noch
gezielt verkleinern.
In Fig. 6 ist in einer Explosionsdarstellung eine andere Realisierungsmöglichkeit des
Vielflächenspiegels 11 gezeigt. Der Vielflächenspiegel 11 umfaßt eine erste und eine zweite
PMMA-Platte 29, 30. Auf der Oberfläche der ersten Platte 29 sind parallel zueinander
verlaufende Rillen 31 ausgebildet, die einen V-förmigen Querschnitt aufweisen (wie in dem
vergrößerten Detail gezeigt ist). Diese Oberfläche ist verspiegelt, so daß ebene Spiegelflächen
17 mit einem Anstellwinkel von 40° vorgesehen sind. Die zweite PMMA-Platte 30 weist eine der
ersten PMMA-Platte 29 zugewandte plane Seite 30' und eine dazu entgegengesetzte zweite
Seite 32 auf, die eine Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden Rillen 33 mit V-förmigen
Querschnitt umfaßt, wobei eine erste Seite des V-förmigen Querschnitts nahezu senkrecht zur
planen Seite 30' ist und die andere Seite des V-förmigen Querschnitts, die als optische
Wirkfläche 34 dient, einen kleineren Winkel mit der planen Seite 30' einschließt als die erste
Seite. Des weiteren nimmt der Neigungswinkel der Wirkflächen 34 der Rillen 33 von der Mitte M
der zweiten Platte 30 nach außen in Richtung quer zur Rillenrichtung nach beiden Seiten hin
zu. Die zweite PMMA-Platte 30, deren Wirkung der einer Zylinderlinse entspricht, ist derart auf
der ersten PMMA-Platte 29 aufgebracht, daß die Rillen 33 quer zu den Rillen 31 verlaufen.
Dadurch wird die Ablenkung des ausfallenden Lichtbündels 6 einerseits durch die Brechung in
der zweiten Platte 30 und andererseits durch die Reflexion an der ersten Platte 29 erzeugt.
Mit dem in Fig. 6 gezeigten Vielflächenspiegel wird die Konvergenz der Hauptstrahlen 25 nur für
ausfallende Lichtbündel 6, die von in Rillenrichtung der Rillen 31 benachbarten Orten der
Projektionsfläche ausgehen bewirkt, während die Hauptstrahlen der Lichtbündel 6, die von in
Richtung quer zur Rillenrichtung benachbarten Orten ausgehen, parallel oder auch divergierend
verlaufen können. In diesem Fall wird die Aufweitung der ausfallenden Lichtbündel in dieser
Richtung so gewählt, daß sich die Lichtbündel im Bereich der Augen 10 noch überlappen.
In Fig. 7 ist eine weitere mögliche Ausgestaltung des Vielflächenspiegels 11 dargestellt, wobei
hier auf der Unterseite einer PMMA-Platte 35 eine Rillenstruktur mit einen V-förmigen
Querschnitt aufweisenden Rillen 36 gebildet und die Rillenstruktur verspiegelt ist. Auf der
Oberseite der Platte 35 ist eine der PMMA-Platte 30 entsprechende Rillenstruktur aufgebracht,
so daß der Vielflächenspiegel 11 als Rückflächenspiegel ausgebildet ist.
Eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung ist in Fig. 8
gezeigt. Diese unterscheidet sich von der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform dadurch, daß die
Projektoreinheit 1 nicht mehr im Dachbereich des Kraftfahrzeuges, sondern innerhalb bzw.
hinter dem Armaturenbrett 4 eingebaut ist.
Die von der Projektoreinheit 1 abgegebenen Lichtbündel 5 verlaufen im wesentlichen parallel
zur Windschutzscheibe 3 und treffen auf einen im Dachbereich innerhalb des Kraftfahrzeuges
nahe an der Windschutzscheibe 3 angeordneten Umlenkspiegel 37, an dem sie so reflektiert
werden, daß sie wiederum im wesentlichen parallel zur Windschutzscheibe 3 verlaufen und auf
die Projektionsfläche 2 treffen. Der Umlenkspiegel 37 ist in seiner Lage einstell- und fixierbar,
um die Bildlage nach Wunsch des Fahrers anzupassen. Bevorzugt dient er nur zur Faltung des
Strahlengangs. Dadurch kann die Projektoreinheit 1 im Armaturenbrett 4 angeordnet werden,
wodurch der Raumbedarf der Projektionsanordnung von dem dem Fahrer zugänglichen
Innenraum des Fahrzeugs nur noch durch den (kleinen) Umlenkspiegel 37 bestimmt ist.
Der Einbauraum für den Umlenkspiegel 37 kann beispielsweise durch den Rückspiegel 38
verdeckt werden. Wenn, wie in Fig. 8 gezeigt ist, noch eine Blende 39 auf der
Windschutzscheibe 3 aufgebracht ist, ist der Umlenkspiegel 37 auch nicht von außerhalb des
Fahrzeuges erkennbar. Dieses Verdecken des Umlenkspiegels 37 ist in gleicher Weise für die
Projektoreinheit 1 bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform möglich.
In Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Projektionsanordnung
gezeigt, wobei im Unterschied zu den bisher beschriebenen Ausführungsformen die
Projektionsfläche 2, insbesondere die Jalousie-Blende 14, so ausbildet ist, daß die
Projektionsfläche 2 durch den Fahrer 8 nicht direkt eingesehen werden kann. Der Fahrer 8 sieht
das an der Innenseite 40 der Windschutzscheibe 3 reflektierte Bild des auf der
Projektionsfläche 2 erzeugten reellen (Zwischen-)Bildes, so daß für den Fahrer 8 ein (virtuelles)
Bild 41 des auf der Projektionsfläche 2 erzeugten reellen Zwischenbildes vor der
Windschutzscheibe 3 im realen Szenenbild erscheint. Die restlichen Elemente der
Projektionsanordnung von Fig. 9 entsprechen im wesentlichen denen der in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsform und sind daher mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Insbesondere bei der Verwendung einer Projektoreinheit 1 mit Laserlichtquellen führt der
vorhandene Reflexionsgrad der Grenzfläche Glas-Luft zu einem ausreichend hellen
Bildeindruck. Zur Unterdrückung eines Geisterbildes, das durch Reflexion an der äußeren
Grenzfläche der Windschutzscheibe 3 entstehen kann, können bekannte Maßnahmen, wie z. B.
eine breitbandige Reflexionserhöhung auf der Innenfläche 40 der Windschutzscheibe 3,
durchgeführt werden.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Ausführungsform kann noch im Bereich des Armaturenbretts 4 eine
Blende 42 an der Innenseite 40 der Windschutzscheibe 3 vorgesehen sein, so daß die
Projektionsfläche 2 von außen nicht sichtbar ist.
Eine im Vergleich zu der in Fig. 9 gezeigten Ausführungsform etwas veränderte
Projektionsanordnung ist in Fig. 10 dargestellt, wobei nun die Projektoreinheit 1 nicht im
Dachbereich des Kraftfahrzeuges, sondern innerhalb des Armaturenbretts 4 (in gleicher Weise
wie bei der Projektionsanordnung von Fig. 8) angeordnet ist. Zusätzlich ist noch der
Umlenkspiegel 37 im Dachbereich des Kraftfahrzeuges zwischen dem Rückspiegel 38 und der
Blende 39 angeordnet. Die von der Projektoreinheit 1 abgegebenen Lichtbündel 5 verlaufen im
wesentlichen parallel zur Windschutzscheibe 3 und treffen auf den Umlenkspiegel 37, der sie
dann auf die Projektionsfläche 2 zurückreflektiert, wobei die davon ausgehenden Lichtbündel 6
an der Innenseite 40 der Windschutzscheibe 3 so reflektiert werden, daß wiederum ein
virtuelles Bild 41 für den Fahrer 8 sichtbar ist, das außerhalb des Kraftfahrzeugs vor der
Windschutzscheibe 3 im realen Szenenbild liegt.
Neben den bisher beschriebenen Ausführungsformen ist es natürlich auch möglich, die
Projektoreinheit 1 in anderen Bereichen der Dachfläche oder im Bereich der seitlichen
Einfassung der Windschutzscheibe 3, wie z. B. die A-Säule, anzuordnen, damit schräg auf die
Projektionsfläche 2 zu projizieren oder gegebenenfalls notwendige Umlenkspiegel vorzusehen.
Claims (20)
1. Projektionsanordnung mit einer Projektoreinheit (1) und einer Projektionsfläche (2), wobei die
Projektoreinheit (1) zum Erzeugen eines Bildes auf der Projektionsfläche (2) diese mit einem
Lichtbündel (5) für jeden Bildpunkt des zu erzeugenden Bildes beleuchtet und wobei die
Projektionsfläche (2) eine Strahlaufweitungseinrichtung (12) zum Aufweiten von durch sie
hindurchlaufende Lichtbündel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsfläche
(2) einen Spiegel (11) umfaßt und die Strahlaufweitungseinrichtung (12), in Richtung der auf die
Projektionsfläche einfallenden Lichtbündel (5) gesehen, dem Spiegel (11) vorgeschaltet ist,
wobei der Spiegel (11) jedes von der Projektoreinheit (1) kommende, durch die
Strahlaufweitungseinrichtung (12) hindurchtretende und auf den Spiegel (11) treffende
Lichtbündel so reflektiert, daß dabei zumindest ein durch die Strahlaufweitungseinrichtung (12)
hindurchlaufendes, ausfallendes Lichtbündel (6) mit einem Hauptstrahl (25) erzeugt wird, wobei
die Hauptstrahlen (25) von ausfallenden Lichtbündeln (6), die von in einer ersten Richtung
benachbarten Orten der Projektionsfläche (2) ausgehen, in einem gedachten, in einer Ebene
liegenden Betrachtungsfeld (9) konvergieren, und wobei die durch die
Strahlaufweitungseinrichtung (12) bedingte Aufweitung jedes ausfallenden Lichtbündels (6) SO
bestimmt ist, daß die ausfallenden Lichtbündel (6) jeweils divergieren und in der Ebene nicht
mehr als das Betrachtungsfeld (9) beleuchten.
2. Projektionsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsfläche
(2) gekrümmt ist.
3. Projektionsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Strahlaufweitungseinrichtung (12) eine Streuschicht (13) umfaßt.
4. Projektionsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Streuschicht (13)
auf dem Spiegel (11) aufgebracht ist.
5. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Strahlaufweitungseinrichtung (12) eine Blende (14) umfaßt, die einfallendes Licht aus anderen
Richtungen als den Richtungen der von der Projektoreinheit (1) kommenden Lichtbündel (5)
und als den Richtungen der ausfallenden Lichtbündel (6) abschattet, wobei die Blende (14)
bevorzugt so angeordnet ist, daß sie, in Richtung der auf die Projektionsfläche (2) einfallenden
Lichtbündel (5) gesehen, der Streuschicht (13) vorgeschaltet ist.
6. Projektionsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende (14) eine
Mehrzahl von beabstandeten und zueinander parallel verlaufenden Lamellen (19) umfaßt, die
auf sie treffendes licht abblocken.
7. Projektionsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende weiterhin
eine Mehrzahl von beabstandeten und zueinander parallel verlaufenden zweiten Lamellen
aufweist, die auf sie treffendes Licht abblocken und quer zu den ersten Lamellen (19)
angeordnet sind.
8. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spiegel eine gekrümmte durchgehende Reflexionsschicht umfaßt.
9. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spiegel (11) als Vielflächenspiegel mit einer Vielzahl von ebenen Spiegelflächen (17)
ausgebildet ist.
10. Projektionsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelflächen
(17) so ausgerichtet sind, daß die Flächennormalen von zumindest zwei Spiegelflächen (17)
nicht parallel zueinander sind.
11. Projektionsanordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spiegelflächen (17) so ausgerichtet sind, daß mittels der Reflexion der konvergente Verlauf der
Hauptstrahlen erzielt wird.
12. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fläche jeder Spiegelfläche (17) kleiner ist als die Größe eines Bildpunktes des auf der
Projektionsfläche (2) zu erzeugenden Bildes.
13. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Spiegel (11) eine transparente Platte (30, 35) umfaßt, bei der zumindest eine Seite so
strukturiert ist, daß die Richtung eines durch die Platte (30, 35) hindurchgehenden Lichtbündels
verändert wird.
14. Projektionsanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß aufgrund der
mittels der Platte (30, 35) bedingten Richtungsänderung der konvergente Verlauf der
Hauptstrahlen erzielt wird.
15. Projektionsanordnung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die der
Strahlaufweitungseinrichtung abgewandte Seite der Platte (35) strukturiert und verspiegelt ist.
16. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hauptstrahlen (25) von ausfallenden Lichtbündeln (6), die von in einer zweiten Richtung
benachbarten Orten der Projektionsfläche (2) ausgehen, aufgrund der Reflexion am Spiegel
(11) im Betrachtungsfeld (9) konvergieren, wobei die zweite Richtung verschieden zur ersten
Richtung ist.
17. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Hauptstrahlen (25) der ausfallenden Lichtbündel (6) im Betrachtungsfeld (9) konvergieren.
18. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Projektoreinheit (1) ein intensitätsmoduliertes Lichtbündel erzeugt und über die
Projektionsfläche (2) lenkt, um das Bild zu erzeugen.
19. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
eine der Projektionsfläche (2) nachgeordnete Reflexionsfläche (3) so angeordnet ist, daß die
ausfallenden Lichtbündel (6) an dieser reflektiert werden und somit das auf der
Projektionsfläche (2) erzeugte Bild als virtuelles Bild erfaßbar ist.
20. Projektionsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß
der Spiegel und die Strahlaufweitungseinrichtung integral ausgebildet sind.
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