DE10135216A1 - Herstellungsverfahren für ein Dünnschicht-Bauelement, insbesondere einen Dünnschicht-Hochdrucksensor, und Dünnschichtbauelement - Google Patents
Herstellungsverfahren für ein Dünnschicht-Bauelement, insbesondere einen Dünnschicht-Hochdrucksensor, und DünnschichtbauelementInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Herstellung eines Dünnschicht-Bauelements, insbesondere eines Dünnschicht-Hochdrucksensors, sowie ein Dünnschichtbauelement vorgeschlagen, bei dem auf einer elektrisch nicht leitfähigen Oberfläche einer Membranschicht (10, 20) eine Widerstandsschicht zur Ausbildung von Messelementen, insbesondere Dehnmessstreifen (30), aufgebracht ist, wobei ein Kontaktschichtsystem (41) zur elektrischen Kontaktierung der Messelemente derart auf den Messelementen aufgetragen ist, daß sich zwischen jedem Bereich des Kontaktschichtsystems und der Membranschicht (10, 20) Bereiche der Messelemente (30) befinden. Dies dient zur Bereitstellung insbesondere eines Hochdrucksensors mit symmetrisch ausgestalteten Kapazitäten der Kontakte des Kontaktschichtsystems.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren
für ein Dünnschichtbauelement und ein Dünnschichtbauelement,
insbesondere einen Dünnschicht-Hochdrucksensor, welcher ein
Substrat aufweist, auf das mindestens eine mit Kontakten zu
versehende Funktionsschicht aufzubringen ist. Solche
Hochdrucksensoren kommen in zahlreichen Systemen im
Kraftfahrzeug zum Einsatz, beispielsweise bei der
Benzindirekteinspritzung oder bei Diesel-Common-Rail-
Einspritzung. Auch im Bereich der Automatisierungstechnik
werden Hochdrucksensoren eingesetzt. Die Funktion dieser
Sensoren beruht auf der Umwandlung der durch den Druck
hervorgerufenen mechanischen Verformung einer Membran in ein
elektrisches Signal mit Hilfe eines Dünnschichtsystems. Aus
der DE 100 14 984 sind bereits derartige Dünnschichtsysteme
aufweisende Hochdrucksensoren bekannt, die jedoch in der
Praxis leicht Schichthaftungsprobleme im Bereich der
Kontaktschichten und kapazitive Asymmetrien als Folge
fertigungsbedingter Flächenasymmetrien der Kontaktschichten
aufweisen können.
Das erfindungsgemäße Verfahren beziehungsweise das
erfindungsgemäße Dünnschicht-Bauelement mit den
kennzeichnenden Merkmalen der unabhängigen Ansprüche hat
demgegenüber den Vorteil, daß Probleme mit Kantenabdeckungen
beziehungsweise Kantenabrissen vermieden werden und die
Schichthaftung verbessert wird, da das Kontaktschichtsystem
auf einem einheitlichen Untergrund abgeschieden wird bzw. da
keine oder nur sehr niedrige von den Schichten zu
überwindende Stufen vorliegen.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten
Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und
Verbesserungen des in den unabhängigen Ansprüchen
angegebenen Verfahrens beziehungsweise Dünnschicht-
Bauelements möglich.
Besonders vorteilhaft ist, daß dadurch, dass sich zwischen
jedem Bereich des Kontaktschichtsystems und der
Membranschicht ein Bereich der Messelemente befindet, eine
kapazitive Symmetrie gewährleistet wird, da die Fläche und
damit die Kapazität der Kontakte (relativ zur
Membranschicht) durch die präzise geätzte
Widerstandsschicht, nicht aber durch das weniger präzise, in
eine Schattenmaske abgeschiedene Kontaktschichtsystem
bestimmt wird. Außerdem ist die Schichthaftung verbessert,
da das Kontaktschichtsystem auf einem einheitlichen
Untergrund abgeschieden wird, und nicht wie bisher,
zumindest teilweise auch auf dem isolierenden Untergrund der
Membranschicht, auf dem beim Ätzprozess der
Widerstandsschicht Rückstände zurückbleiben können, die die
Haftung auf dem Untergrund verschlechtern. Ferner liegen
überhaupt keine von den Schichten zu überwindende Stufen
vor, so daß wirkungsvoll Probleme mit Kantenabdeckungen
beziehungsweise Kantenabrissen vermieden werden.
Weiterhin ist es vorteilhaft, die Widerstandsschicht und
eine Passivierungsschicht gemeinsam zu ätzen, da auf diesem
Wege unter Einsparung einer Maskenebene eine erhöhte
Ausbeute erzielt werden kann. Darüber hinaus wird vermieden,
daß die Bondbarkeit durch Rückstände gestört wird, die
entstehen können, wenn eine Passivierungsschicht durch eine
Schattenmaske hindurch aufgebracht wird.
Weiterhin ist es vorteilhaft, dass als Material für die
Widerstandsschicht Nickelchrom oder Nickelchromsilizium
verwendet wird. Dadurch kann auf den PECVD-Prozessschritt
bei über 500°C zur Abscheidung des Poly-Siliziums als
Widerstandsschicht verzichtet werden und statt dessen ein
Sputterprozess zur Abscheidung des Nickelchrom bzw. des
Nickelchromsiliziums verwendet werden, der bereits bei 130°C
und darunter anwendbar ist. Dadurch kann die maximale
Prozesstemperatur deutlich reduziert werden.
Weitere Vorteile ergeben sich durch die weiteren in den
abhängigen Ansprüchen und in der Beschreibung genannten
Merkmale.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein erstes erfindungsgemäßes
Herstellungsverfahren, Fig. 2 Verfahrensschritte eines
zweiten erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens, Fig. 3
ein drittes erfindungsgemäßes Herstellungsverfahren, Fig. 4
einen Verfahrensschritt eines vierten Herstellungsverfahrens
und Fig. 5 Verfahrensschritte eines fünften
Herstellungsverfahrens.
Fig. 1 zeigt ein erstes erfindungsgemäßes Verfahren zur
Herstellung von Hochdrucksensoren. Zunächst wird (Fig. 1a)
ganzflächig auf die zu beschichtende Oberfläche einer
Stahlmembran 10 eine Isolationsschicht 20 aufgebracht.
Anschließend wird die eigentliche Funktionsschicht für
Dehnmessstreifen ganzflächig aufgebracht; diese
Dehnmessstreifen 30 werden dann in einem weiteren Schritt
mit Hilfe eines photolithographischen
Strukturierungsschrittes erzeugt (Fig. 1b). Daran
anschließend wird die Kontaktschicht bzw. das
Kontaktschichtsystem 40 aufgebracht, die bzw. das zumeist
ebenfalls photolithographisch strukturiert wird (Fig. 1c).
Alternativ zur photolithographischen Strukturierung der
Kontaktschicht 40 wird auch die Schattenmaskentechnik
eingesetzt. Zur Einstellung der gewünschten elektrischen
Eigenschaften schließt daran häufig ein Abgleichvorgang an,
insbesondere zur Einstellung der Symmetrie einer durch
mehrere herausstrukturierte piezoresistive Dehnmessstreifen
beziehungsweise Widerstandselemente gebildeten
Wheatstoneschen Brücke. In einem weiteren Schritt (Fig. 1d)
wird eine Passivierungsschicht 50 aufgebracht, deren
Strukturierung ebenfalls entweder photolithographisch oder
durch Anwendung der Schattenmaskentechnik erfolgt. Wenn die
Strukturierung der Passivierungsschicht photolithographisch
erfolgt, geschieht dies mittels einer Photolackmaske und
einem Plasmaätzschritt, bei dem als Ätzgas vorzugsweise ein
CF4/O2 Gasgemisch verwendet wird. Wenn die Strukturierung
der Passivierungsschicht mittels der Schattenmaskentechnik
erfolgt, wird die Lage der Öffnung der Schattenmaske so
gewählt, dass ein Auftragen ausschließlich an geeigneten
Positionen oder Orten erfolgt.
In einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden,
wie in Fig. 1a und 1b gezeigt, eine Isolationsschicht 20
auf die Stahlmembran 10, anschließend auf die
Isolationsschicht 20 eine Widerstandsschicht aufgebracht und
in einem weiteren Schritt die Widerstandsschicht zu
Dehnmessstreifen beziehungsweise Widerstandselementen 30
strukturiert. Als Isolationsschicht wird beispielsweise eine
10 Mikrometer dicke Siliziumoxidschicht verwendet, die in
einem PECVD-Verfahren (PECVD = Plasma Enhanced Chemical
Vapor Deposition) aufgetragen wird. Als Widerstandsschicht
wird eine 500 Nanometer dicke Polysiliziumschicht oder eine
50 Nanometer dicke Nickelchrom- oder Nickelchromsilizium-
Schicht aufgebracht, die im Falle des Polysiliziums über
einen Photolithographieschritt und einen anschließenden
Plasmaätzschritt und im Falle des Nickelchroms oder des
Nickelchromsiliziums über einen Nassätzschritt strukturiert
wird.
Erfindungsgemäß wird, um beim anschließenden Auftrag des
Kontaktschichtsystems 40 im Vergleich zur Dicke der
Kontaktschicht nur kleine Stufen abzudecken, beim in Fig. 1
gezeigten Verfahren die Widerstandsschicht als ca. 50
Nanometer dicke Nickelchrom- oder Nickelchromsiliziumschicht
ausgebildet. Anschließend wird die Kontaktschicht, die in
Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 40 versehen ist, mittels eines
Sputter- oder Aufdampfprozesses aufgebracht. Dies geschieht .
entweder mittels einer Schattenmaske oder ganzflächig mit
anschließendem Photostrukturierungsprozess mittels eines
Ionenstrahlätzschrittes.
Gemäß eines zweiten erfindungsgemäßen Verfahrens wird zur
Erzeugung des Kontaktschichtsystems wie in Fig. 2
beschrieben verfahren, wobei das Kontaktschichtsystem derart
auf den Messelementen aufgetragen wird, dass keine Stufen
abgedeckt werden:
Zur Erzeugung des Kontaktschichtsystems 41 wird zunächst eine 500 Nanometer dicke Schichtenfolge aus Nickelchrom, Palladium und anschließend Gold durch eine Schattenmaske hindurch auf die Dehnmessstreifen 30 aufgesputtert oder aufgedampft (Fig. 2a). Die Öffnungen der hierzu verwendeten Schattenmaske liegen hierbei alle innerhalb des Bereichs der zuvor strukturierten Dehnmessstreifen, so daß sich an jeder Stelle des Kontaktschichtsystems 41 zwischen dem Kontaktsystem 41 und der Stahlmembran 10 Bereiche des Dehnmessstreifens 30 befinden. In einem weiteren Schritt (Fig. 2b) wird durch eine weitere Schattenmaske hindurch in einem PECVD-Verfahren eine 500 Nanometer dicke Passivierungsschicht SO aus Siliziumnitrid (SixNiy; x = 3, y = 4) abgeschieden, die die funktionssensitiven Bereiche der Dehnmessstreifen 30 zwischen den Kontakten des Kontaktschichtsystems 41 vor äußeren Einflüssen schützt, um einen störungsfreien Betrieb des Sensorelements unter den Einsatzbedingungen in einem Kraftfahrzeug sicherzustellen.
Zur Erzeugung des Kontaktschichtsystems 41 wird zunächst eine 500 Nanometer dicke Schichtenfolge aus Nickelchrom, Palladium und anschließend Gold durch eine Schattenmaske hindurch auf die Dehnmessstreifen 30 aufgesputtert oder aufgedampft (Fig. 2a). Die Öffnungen der hierzu verwendeten Schattenmaske liegen hierbei alle innerhalb des Bereichs der zuvor strukturierten Dehnmessstreifen, so daß sich an jeder Stelle des Kontaktschichtsystems 41 zwischen dem Kontaktsystem 41 und der Stahlmembran 10 Bereiche des Dehnmessstreifens 30 befinden. In einem weiteren Schritt (Fig. 2b) wird durch eine weitere Schattenmaske hindurch in einem PECVD-Verfahren eine 500 Nanometer dicke Passivierungsschicht SO aus Siliziumnitrid (SixNiy; x = 3, y = 4) abgeschieden, die die funktionssensitiven Bereiche der Dehnmessstreifen 30 zwischen den Kontakten des Kontaktschichtsystems 41 vor äußeren Einflüssen schützt, um einen störungsfreien Betrieb des Sensorelements unter den Einsatzbedingungen in einem Kraftfahrzeug sicherzustellen.
Fig. 3 zeigt ein drittes erfindungsgemäßes Verfahren zur
Herstellung eines Hochdrucksensors, bei dem in einem ersten
Schritt (Fig. 3a) in einem PECVD-Verfahren eine 10
Mikrometer dicke Siliziumoxid-Isolationsschicht 20 auf eine
Stahlmembran 10 aufgebracht wird, auf die anschließend eine
Widerstandsschicht 32 aus Polysilizium (500 Nanometer dick)
oder aus NiCr (50 Nanometer dick) oder aus NiCrSi (50
Nanometer dick) aufgetragen wird. In einem zweiten Schritt
(Fig. 3b) erfolgt das Aufbringen eines 500 Nanometer dicken
Kontaktschichtsystems 41 in Schattenmaskentechnik. Als
Material wird hierzu Nickel oder eine Schichtenfolge aus
Nickelchrom, Palladium und anschließend Gold verwendet.
Alternativ kann zur Erzeugung des Kontaktschichtsystems
ganzflächig das Kontaktmaterial aufgebracht und anschließend
mittels eines Photolithographie- und eines Ätzschrittes eine
Strukturierung des aufgebrachten Kontaktmaterials erfolgen.
Nachfolgend wird, wie in Fig. 3c dargestellt; ganzflächig
eine Siliziumnitridlage 52 und darauf eine Photolackschicht
60 aufgebracht. Der Photolack wird zur Strukturierung der
Widerstandsschicht 32 zur Erzeugung der Widerstandselemente
beziehungsweise Dehnmessstreifen 30 derart belichtet, daß
beim nachfolgenden Entwickeln darüber hinaus sowohl
Innenbereiche 43 des Kontaktschichtsystems 41 als auch
Randbereiche des Sensors freigelegt bzw. einem Ätzangriff
ausgesetzt werden können. Nach der Entwicklung der
Photolackschicht 60, dem Wegätzen der Siliziumnitridlage 52
in den Innenbereichen 43, bei dem die Innenbereiche 43 als
Ätzstoppschicht dienen, und dem Wegätzen sowohl der
Siliziumnitridlage 52 als auch der Widerstandsschicht 32
sowohl zwischen den Kontakten des Kontaktschichtsystems 41
zur Herausbildung der Widerstandselemente als auch in den
Randbereichen des Sensorelements resultiert ein noch mit den
verbliebenen Teilen der Photolackschicht bedeckter
Hochdrucksensor, dessen Dehnmessstreifen 30 mit einer
Passivierungsschicht 50 aus Siliziumnitrid bedeckt sind und
dessen Kontaktschichtsystem ganzflächig mit nicht entfernten
Bereichen der Widerstandsschicht 32 unterlegt ist. Als
Ätzverfahren wird hierbei im Falle von Polysilizium als
Widerstandsmaterial vorzugsweise ein Plasmaätzprozess unter
Einsatz eines Tetrafluorkohlenstoff-Sauerstoff-Gemischs
angewandt, im Falle von NiCr oder NiCrSi als
Widerstandsmaterial ein nasschemischer Ätzprozess. Nach
Beseitigen der restlichen Photolackschicht (Fig. 3e) können
in weiteren Schritten die Kontakte des Kontaktschichtsystems
mit elektrischen Anschlüssen versehen und die Oberseite des
Hochdrucksensors beispielsweise noch mit einem Gehäuse
verdeckt werden.
In einer zur in Fig. 3 dargestellten dritten
Ausführungsform alternativen Vorgehensweise (viertes
Verfahren) kann, anstelle von Siliziumnitrid (Fig. 3c)
photoempfindliches BCB (= Benzocyclobuten) als
Passivierungslage 52 aufgetragen werden. Das Belichten und
Entwickeln von Photolackschicht und BCB-Schicht kann dann
gleichzeitig erfolgen, so daß nachfolgend nicht mehr die
Passivierungsschicht, sondern nur noch die
Widerstandsschicht geätzt werden muß. Nach dem Entfernen der
Photolackschicht kann sich dann noch, wie in Fig. 4
gezeigt, ein Erwärmen der Anordnung auf eine Temperatur von
beispielsweise 300°C anschließen, um ein leichtes Verfließen
(engl. "Reflow") der BCB-Schicht zu erzielen und somit die
äußeren Kanten der Dehnmessstreifen 30 auch noch mit der aus
der BCB-Lage resultierenden Passivierungsschicht 55 zu
bedecken.
In einem weiteren zur in Fig. 3 dargestellten
Ausführungsform alternativen fünften Herstellungsverfahren
wird unter Einsatz von Nickelchrom als Widerstandsmaterial
auf die Verwendung von Photolack gänzlich verzichtet und, im
Anschluß an einer in den Teilfiguren 3a und b dargestellten
Vorgehensweise, lediglich eine Lage 57 photoempfindlichen
BCB-Materials ganzflächig auf die Oberfläche von
Widerstandsschicht 32 beziehungsweise Kontaktschichtsystem
41 aufgesprüht oder aufgedruckt (Fig. 5a). Nach Belichten
und Entwickeln der BCB-Lage 57 ist die Widerstandsschicht
sowohl in Randbereichen als auch in dem Bereich zwischen den
Kontakten derart freigelegt, daß zum einen bereits die
erwünschte Passivierungsschicht 58 entsteht und zum anderen
ein nachfolgendes nasschemisches Ätzen der
Widerstandsschicht an diesen freigelegten Stellen zur
gewünschten Strukturierung der Widerstandsschicht zu
Dehnmessstreifen 30 führt (Fig. 5b). Ein Verzicht auf eine
Photolackschicht ist im Falle von NiCr oder NiCrSi als
Widerstandsmaterial und dem Einsatz eines nasschemischen
Ätzprozesses möglich, da die BCB-Schicht resistent gegenüber
der Säure zum Ätzen des Nickelchroms oder des
Nickelchromsiliziums ist. Ein wiederum sich anschließendes
"Reflow-Bake" führt zu einer Abrundung der
Passivierungsschichtkanten an den Kontakten sowie
insbesondere zu einer Passivierung auch der Kantenbereiche
der Dehnmessstreifen 30 infolge der sich ausbildenden
umgeformten Passivierungsschicht 59.
Alternativ kann auch wie in der DE 100 14 984 beschrieben
eine Strukturierung der Widerstandsschicht mit einem
Laserverfahren erfolgen.
Die Einheit von (Edel-)Stahlmembran 10 und Isolationsschicht
20 kann auch wahlweise durch eine Glasmembran ersetzt
werden.
In einer weiteren Alternative kann die Isolationsschicht aus
anderen organischen oder anorganischen Schichten bestehen,
beispielsweise aus "HSQ" (engl. "Hydrogen Silsesguioxan")
von Dow Corning, aus "SiLK" von Dow Chemical oder aus.
"Flare" von Allied Signal.
Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung eines Dünnschicht-Bauelements,
insbesondere eines Dünnschicht-Hochdrucksensors, bei dem auf
einer elektrisch nicht leitfähigen Oberfläche einer
Membranschicht (10, 20) eine Widerstandsschicht zur
Ausbildung von Messelementen, insbesondere Dehnmessstreifen
(30), aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Kontaktschichtsystem (40, 41) zur elektrischen Kontaktierung
der Messelemente derart auf den Messelementen aufgetragen
wird, daß keine Stufen oder im Vergleich zur Dicke der
Kontaktschicht nur kleine Stufen abgedeckt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kontaktschichtsystem (41) derart auf den Messelementen
aufgetragen wird, daß sich zwischen jedem Bereich des
Kontaktschichtsystems und der Membranschicht (10, 20) ein
Bereich der Messelemente (30) befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Auftragen des Kontaktschichtsystems mittels eines
Sputterprozesses oder eines Aufdampfprozesses durch die
Öffnungen einer Schattenmaske hindurch erfolgt, wobei die
Lage der Öffnungen so gewählt ist, daß ein Auftragen
ausschließlich auf der Widerstandsschicht erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Widerstandsschicht zunächst ganzflächig aufgetragen, und
in einem weiteren Schritt die Widerstandsschicht
photolithographisch oder mittels eines Laserverfahrens
strukturiert wird, so daß die laterale Ausdehnung der
strukturierten Widerstandsschicht beziehungsweise der
Messelemente an allen Stellen größer ist als die Öffnungen
in der nachfolgend zum Auftragen des Kontaktschichtsystems
verwendeten Schattenmaske.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Widerstandsschicht zunächst ganzflächig aufgetragen
wird, in einem weiteren Schritt das Kontaktschichtsystem auf
die Widerstandsschicht aufgebracht und in einem weiteren
Schritt die Anordnung ganzflächig mit einer
Passivierungsschicht versehen wird, wobei nachfolgend die
Strukturierung der Widerstandsschicht und der
Passivierungsschicht mittels nur einer Ätzmaske erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ätzmaske durch Auftragen, Belichten und Entwickeln einer
Photolackschicht auf der Passivierungsschicht hergestellt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
als Material für die Passivierungsschicht fotoempfindliches
BCB verwendet wird, so daß mit der Photolackschicht
gleichzeitig die Passivierungsschicht mitbelichtet und
mitentwickelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als Material für die
Widerstandsschicht (30) Nickelchrom oder Nickelchromsilizium
verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
als Material für die Widerstandsschicht Nickelchrom oder
Nickelchromsilizium und als gleichzeitig als Ätzmaske
dienende Passivierungsschicht eine Schicht aus BCB-Material
verwendet wird, ohne zusätzlich eine Photolackschicht
aufzutragen.
10. Dünnschicht-Bauelement, insbesondere Dünnschicht-
Hochdrucksensor, bei dem auf einer elektrisch nicht
leitfähigen Oberfläche einer Membranschicht (10, 20) eine
Widerstandsschicht zur Ausbildung von Messelementen,
insbesondere Dehnmessstreifen (30), aufgebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktschichtsystem (40,
41) zur elektrischen Kontaktierung der Messelemente derart
auf den Messelementen aufgetragen wird, daß keine Stufen
oder im Vergleich zur Dicke der Kontaktschicht nur kleine
Stufen abgedeckt werden.
11. Dünnschicht-Bauelement nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, dass das Kontaktschichtsystem (41) zur
elektrischen Kontaktierung der Messelemente derart auf den
Messelementen aufgetragen ist, daß sich zwischen jedem
Bereich des Kontaktschichtsystems und der Membranschicht
(10,20) Bereiche der Messelemente (30) befinden.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10135216A DE10135216A1 (de) | 2000-07-26 | 2001-07-24 | Herstellungsverfahren für ein Dünnschicht-Bauelement, insbesondere einen Dünnschicht-Hochdrucksensor, und Dünnschichtbauelement |
| PCT/DE2001/002768 WO2002008711A1 (de) | 2000-07-26 | 2001-07-25 | Herstellungsverfahren für ein dünnschicht-bauelement, insbesondere einen dünnschicht-hochdrucksensor, und dünnschichtbauelement |
| US10/343,210 US20040026367A1 (en) | 2000-07-26 | 2001-07-25 | Production method for a thin-layer component, especially a thin-layer high pressure sensor, and corresponding thin-layer component |
| JP2002514354A JP2004505239A (ja) | 2000-07-26 | 2001-07-25 | 薄膜構成素子、例えば、薄膜高圧センサの製造方法、及び薄膜構成素子 |
| US11/147,496 US20050275502A1 (en) | 2000-07-26 | 2005-06-07 | Method for manufacturing a thin-layer component, in particular a thin-layer, high-pressure sensor, and thin-layer component |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10036285 | 2000-07-26 | ||
| DE10135216A DE10135216A1 (de) | 2000-07-26 | 2001-07-24 | Herstellungsverfahren für ein Dünnschicht-Bauelement, insbesondere einen Dünnschicht-Hochdrucksensor, und Dünnschichtbauelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10135216A1 true DE10135216A1 (de) | 2002-05-08 |
Family
ID=7650202
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10135216A Ceased DE10135216A1 (de) | 2000-07-26 | 2001-07-24 | Herstellungsverfahren für ein Dünnschicht-Bauelement, insbesondere einen Dünnschicht-Hochdrucksensor, und Dünnschichtbauelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10135216A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102022212450A1 (de) | 2022-11-22 | 2024-05-23 | Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Sensoranordnung, Betätigungsvorrichtung, Kraftfahrzeug |
-
2001
- 2001-07-24 DE DE10135216A patent/DE10135216A1/de not_active Ceased
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102022212450A1 (de) | 2022-11-22 | 2024-05-23 | Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Sensoranordnung, Betätigungsvorrichtung, Kraftfahrzeug |
| US12509030B2 (en) | 2022-11-22 | 2025-12-30 | Robert Bosch Gmbh | Sensor arrangement, actuation device, motor vehicle |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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| 8131 | Rejection |