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DE10134006A1 - Multifunktionaler Deckel für ein Gargerät - Google Patents

Multifunktionaler Deckel für ein Gargerät

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DE10134006A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Deckel für ein Gargerät mit zumindest einem von dem Deckel zumindest teilweise verschließbaren Garbehälter, insbesondere in Form eines Tiegels, und/oder zumindest teilweise abdeckbaren Garfläche, wobei der Deckel multifunktional ist, und über den Deckel beim Garen in dem Gargerät und/oder beim Reinigen des Gargeräts zumindest ein erstes Medium zuführbar ist über zumindest einen Zufuhrkanal und zumindest ein zweites Medium abführbar ist über zumindest eine Absaugvorrichtung und/oder zumindest einen Abfuhrkanal und der Deckel mechanische Funktionen erfüllt über zumindest eine Hebe-/Senkvorrichtung, wir für zumindest einen Garkorb aus bzw. in den Garbehälter, zumindest eine Dichtvorrichtung, zumindest eine Verschlußvorrichtung, zumindest eine Kippvorrichtung und/oder zumindest eine Halterung für zumindest einen ersten Sensor, zumindest einen Garprozeßfühler, zumindest eine Düse und/oder eine Handbrause.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Deckel für ein Gargerät mit zumindest einem von dem Deckel zumindest teilweise verschließbaren Garbehälter, insbesondere in Form eines Tiegels, und/oder zumindest teilweise abdeckbaren Garfläche.
  • Es sind im Stand der Technik eine Vielzahl von Gargeräten bekannt, die zumindest einen Garbehälter aufweisen, der nach obenhin offen und während eines Garprozesses frei zugänglich bzw. mit einem Deckel verschließbar ist.
  • So ist aus der DE 196 53 279 A1 beispielsweise ein Gargerät für Lebensmittel bekannt, welches einen höhenverstellbar gehaltenen Deckel aufweist. Eine längs verschiebbare und vorzugsweise um ihre Längsachse drehbar gelagerte Führung des Deckels ermöglicht es, einen Garbehälter, welcher mit dem Deckel verbindbar ist, aus einer Garkammer herauszuheben und auf einer neben dem Gargerät angeordneten Abstellfläche abzustellen.
  • Aus der US 6,153,244 ist eine Vorrichtung zum Hochgeschwindigkeitsgrillen bzw. Konditionieren eines Speiseprodukts bekannt. Diese Vorrichtung umfaßt einen Deckel, welcher einen Wasserzulauf umfaßt, mit dem einer Kammer während des Grillens Flüssigkeit zur Erzeugung von Wasserdampf zugeführt werden kann. Dabei ist vorgesehen, daß die zugeführte Wassermenge automatisch gemessen wird und der Deckel vor bzw. nach dem Grillvorgang automatisch geöffnet bzw. geschlossen wird.
  • Die DE 85 07 365 U1 offenbart einen Deckel für einen Herd, wobei der Deckel zwei miteinander im Deckel verbundene Kanäle aufweist, durch die Luft fließen kann. Diese Luft wird mittels eines Ventilators, welcher außerhalb des Deckels angeordnet ist, angetrieben. Die durch den Deckel strömende Luft wird durch eine Herdplatte, welche im thermischen Kontakt mit dem Deckel steht, erwärmt, und kann somit zum Heizen eines vom Herd entfernten Raumes bzw. Raumbereichs verwendet werden, indem sie durch einen am Herd angeordneten Kanal vom Herd in diesen Raum geführt wird.
  • Aus der US 3,598,105 ist ein Deckel für einen Garbehälter bekannt, der mehrere Kanäle aufweist, durch die dem Garbehälter während eines Garprozesses zusätzliche Flüssigkeit zugeführt werden kann, ohne das dazu der Deckel vom Garbehälter entfernt werden muß. Darüber hinaus dienen die Kanäle zum Abführen von Wasserdampf und nicht kondensierbaren Gasen.
  • Eine Vorrichtung zur regelbaren Abfuhr von Wasserdampf aus einem Garbehälter ist aus der EP 0 839 485 A1 bekannt. Das dort offenbarte System zum ökologischen Kochen von Speisen umfaßt einen Deckel, welcher eine Regulationsvorrichtung für den Auslaß von in Luft befindlichem Fluid aus dem Garbehälter umfaßt.
  • Aus der US 4,569,277 ist darüber hinaus eine Garvorrichtung für Pasta und ähnliches bekannt. Diese Vorrichtung weist eine Vielzahl von verschieden großen Garbehältern auf. Die Garbehälter sind so ausgeführt, daß den Garbehältern über ein am Garbehälterboden befindliches Ventil Flüssigkeit zugeführt und aus den Garbehältern abgeführt werden kann. Die Vorrichtung ist so aufgebaut, daß die Oberseite der Vorrichtung mittels Deckeln verschlossen werden kann, diese jedoch die Garbehälter nicht verschließen. Der aus den Garbehältern austretende Wrasen wird über eine Abzugseinrichtung im Inneren der Vorrichtung aus dem Zwischenraum zwischen den Deckeln und Garbehältern aus der Vorrichtung abgeführt.
  • Darüber hinaus sind aus dem Stand der Technik weitere Vorrichtungen zum Abzug von Wrasen aus bzw. von einem Gargerät bekannt. So offenbart die DE 198 42 758 Al eine Gareinrichtung mit Dunstabzugshaube. Diese Dunstabzugshaube ist über dem Gargerät höhenverstellbar angeordnet und über zumindest eine beheizte Fläche des Gargeräts absenkbar. In die Dunstabzugshaube ist ein Katalysator zur Reinigung der abgesaugten Dünste angeordnet, welcher mit der beheizten Fläche so eng wie möglich thermisch gekoppelt ist.
  • Schließlich ist aus der DE 44 12 843 A1 ein Deckel für ein Bratgerät bekannt. Dieser Deckel wird während des Bratvorgangs auf das Bratgerät so aufgesetzt, daß eine Luftzuführung zwischen dem oberen Rand des Bratgeräts und dem unteren Deckelrand gebildet wird. Dies ermöglicht die Zuströmung von Luft. Während des Bratens entstehender Wrasen kann über Ausströmöffnungen, welche im oberen Bereich des Deckels angeordnet sind, ausströmen, wobei die Ausströmmenge über Einrichtungen im Bereich der Ausströmöffnungen regelbar ist.
  • Nachteilig bei den aus dem Stand der Technik bekannten Gargeräten bzw. Vorrichtungen für diese ist jedoch, daß zur Ausführung verschiedener Funktionen des Gargeräts zusätzliche Aufbauten am Gargerät notwendig sind, was den konstruktiven Aufwand des Gargeräts erhöht, daß der Zugang zu dem bzw. den Garbehältern oder der Garkammer während der Ausführung verschiedener Funktionen der Gargeräte erschwert ist, was die Funktionalität des Gargeräts einschränkt, die Garbehälter konstruktiv an das Gargerät angepaßt werden müssen, bzw. dem Benutzer ein zusätzlicher Arbeitsaufwand dadurch entsteht, daß die zur Ausführung der verschiedenen Funktionen des Gargeräts vorgesehenen Einrichtungen nicht zentral angeordnet sind.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen multifunktionalen Deckel für ein Gargerät bereitzustellen, so daß die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Deckel multifunktional ist, wobei über den Deckel beim Garen in dem Gargerät und/oder beim Reinigen des Gargeräts zumindest ein erstes Medium zuführbar ist über zumindest einen Zufuhrkanal und zumindest ein zweites Medium abführbar ist über zumindest eine Absaugvorrichtung und/oder zumindest einen Abfuhrkanal und der Deckel mechanische Funktionen erfüllt über zumindest eine Hebe-/Senkvorrichtung, wie für zumindest einen Garkorb aus bzw. in den Garbehälter, zumindest eine Dichtvorrichtung, zumindest eine Verschlußvorrichtung, zumindest eine Kippvorrichtung und/oder zumindest eine Halterung für zumindest einen ersten Sensor, zumindest einen Garprozeßfühler, zumindest eine Düse und/oder eine Handbrause.
  • Eine erfindungsgemäße Ausführungsform ist gekennzeichnet durch zumindest einen zweiten Sensor, zumindest ein Gebläse, zumindest eine Beleuchtungsvorrichtung, zumindest eine Dampferzeugungseinheit, zumindest eine Pumpe, zumindest ein Ventil, zumindest eine Eingabeeinheit, zumindest eine Ausgabeeinheit, zumindest eine Speichereinheit, zumindest eine Steuer- und/oder Regeleinheit und/oder zumindest einen Mikroprozessor.
  • Ferner wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Absaugvorrichtung eine Filtervorrichtung für in abgesaugter Atmosphäre vorhandene Schmutz-, Fett- und/oder Geruchspartikel, und ein, vorzugsweise in der Drehzahl regel- und/oder steuerbares, zweites Gebläse umfaßt und/oder mit einer vom Gargerät wegführenden, einen ersten Abfuhrkanal bildenden Abluftleitung verbindbar ist.
  • Auch kann vorgesehen sein, daß ein erster Zufuhrkanal ein Fluidzufuhrkanal ist, der mit zumindest einer Düse, einem, vorzugsweise mehrere Sprühdüsen umfassenden Drehsprinkler und/oder Kippsprinkler, einer Berieselungsvorrichtung, zumindest einem Durchflußmengensensor, zumindest einem ersten Ventil und/oder zumindest zeitweise mit der Dampferzeugungseinheit verbindbar ist.
  • Eine Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Deckels dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Abfuhrkanal ein Fluidablaufkanal ist, der mit einer, vorzugsweise schmutzgängigen Pumpe und/oder zumindest einem zweiten Ventil verbindbar ist.
  • Bevorzugt ist erfindungsgemäß, daß ein zweiter Abfuhrkanal auf der dem Garbehälter zugewandten Seite des Deckels mit einer Verlängerung, vorzugsweise in Schnorchelform und/oder in der Länge variierbar, verbindbar ist.
  • Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, daß garprozeß-, reinigungsprozeß- und/oder gargutspezifische Daten, wie Feuchte, Druck, Temperatur, Luftbewegung im Garbehälter, Bräunung, (ph)-Wert, Durchmesser des Garguts, Dichte des Garguts, Gargutart, Reifegrad des Garguts, Konsistenz des Garguts, Lagerzustand des Garguts, Geschmack des Garguts, Qualität des Garguts, Krustenbildung des Garguts, Vitaminabbau des Garguts, Geruch, Entstehung konzerogener Substanzen, Hygiene, Wärmeleitfähigkeit des Garguts, und/oder dergleichen, über die Sensoren und/oder den Garprozeßfühler aufnehmbar sind.
  • Auch kann vorgesehen sein, daß die Beleuchtungsvorrichtung elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Bereich und/oder im infraroten Bereich emittiert und/oder empfängt.
  • Schließlich ist ein erfindungsgemäßer Deckel dadurch gekennzeichnet, daß der Zufuhrkanal, der Abfuhrkanal und/oder eine Verbindungsleitung zumindest teilweise längs der Drehachse des Deckels und/oder zumindest teilweise durch die Kippvorrichtung verläuft bzw. verlaufen.
  • Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß der Deckel eines Gargeräts so ausgeführt werden kann, daß der Deckel zur zentralen Medienzufuhr- und Medienabfuhrzentrale bzw. zur zentralen Einrichtung des Gargeräts, über die alle Funktionen, mit Ausnahme des Garens selbst, durchgeführt werden können.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung, in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft anhand schematischer Zeichnungen erläutert sind. Dabei zeigt:
  • Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Deckels;
  • Fig. 2 eine seitliche Schnittansicht eines Gargeräts mit einem erfindungsgemäßen Deckel gemäß einer zweiten Ausführungsform;
  • Fig. 3 eine Frontansicht des Gargeräts der Fig. 2;
  • Fig. 4 eine Schnittansicht eines Gargeräts mit einem Deckel gemäß einer dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform; und
  • Fig. 5 eine Frontansicht des Gargeräts der Fig. 4.
  • In Fig. 1 ist ein Gargerät 1 mit einem erfindungsgemäßen Deckel 3 dargestellt. Der Deckel 3 ist mittels einer Kippvorrichtung 5, welche mit einem nicht dargestellten Gehäuse des Gargeräts 1 verbunden ist, kippbar gelagert. Darüber hinaus umfaßt der Deckel 3 einen Drucksensor 7 zur Messung des Druckes in einem nicht dargestellten Garbehälter, welcher durch den Deckel verschließbar ist, eine Absaugöffnung 9 einer nicht dargestellten und in den Deckel integrierten Absaugvorrichtung, insbesondere für die Absaugung von Wrasen, eine Halterung für einen Garprozeßfühler 11, eine Wasserzufuhröffnung 13 eines nicht dargestellten und im Deckel 3 zumindest teilweise integrierten Fluidzufuhrkanals, eine Hebe-/Senkvorrichtung für einen nicht dargestellten Garkorb, Dichtungen 17 zum druckdichten Verschließen des Garbehälters und eine Wasserabflußöffnung 19 eines nicht dargestellten und im Deckel 3 integrierten Flüssigkeitskanals. Die Leitungen zur Versorgung der im Deckel 3 vorhandenen Einbauten, insbesondere eine Wasserversorgungsleitung 21 und eine Wasserentsorgungsleitung 23 verlaufen durch die Kippvorrichtung 5.
  • Fig. 2 zeigt ein Gargerät 1, welches einen Deckel 3' entsprechend einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform umfaßt. Die Bezugszeichen entsprechen denjenigen in Fig. 1. Das Gargerät 1 umfaßt darüber hinaus einen Garbehälter 25, in welchem sich Gargut 27 befindet. Der Garprozeßfühler 11 ist aus der Halterung am Deckel 3' entnommen und in das Gargut 27 eingeführt. In Fig. 2 wird das Anbraten des Gargutes 27 im Garbehälter 25 dargestellt. Dazu wird der Garbehälter 25 über eine nicht dargestellte Heizvorrichtung erwärmt und der während des Anbratens des Garguts 27 entstehende Wrasen 29 wird über die Absaugöfihung 9 abgesaugt. Dazu umfaßt die Absaugvorrichtung ein nicht dargestelltes Gebläse, über das der abgesaugte Wrasen 29 einer Abluftleitung 31, welche durch die Kippvorrichtung 5 des Deckels 3' verläuft, zugeführt wird. Darüber hinaus umfaßt die Absaugvorrichtung eine Filtereinrichtung, mit welcher Schmutz-, Fett- und Geruchspartikel aus der abgesaugten Luft entfernt . werden. Aufgrund der niedrigeren Temperatur der Oberfläche des Deckels 3' kommt es zur Kondensation von Flüssigkeit auf der dem Garbehälter 25 zugewandten Seite des Deckels 3'. Diese läuft aufgrund der Gravitation den Deckel 3' hinab, und wird mittels eines Umlenkbleches 33, welches vor der Wasserabflußöffnung 19 angeordnet ist, der Wasserabflußöffnung 19 zugeführt. Von der Wasserabflußöffnung 19 wird die Flüssigkeit durch den Flüssigkeitskanal im Deckel 3', in dessem Verlauf eine nicht dargestellte schmutzgängige Pumpe angeordnet ist, in die Wasserentsorgungsleitung 23 gefördert.
  • Anhand der Fig. 3 wird nun die weitere Behandlung des Garguts 27 erläutert. Nach Beendigung des Anbratens des Garguts 27 wird die Wasserzufuhröffnung 13 mit einem Sprinkler 37, welcher mehrere Sprühdüsen 39 aufweist, verbunden. Über eine nicht dargestellte Eingabeeinheit im Deckel 3' gibt ein Benutzer Daten für ein anschließendes Druckgaren ein, welche über eine nicht dargestellte Anzeigeeinheit im Deckel 3' angezeigt werden. Eine nicht dargestellte Regelungseinheit führt den folgenden Druckgarprozeß automatisch durch. Anschließend wird der Garbehälter 25 mittels des Deckels 3' durch die Verschlußvorrichtungen 35a, 35b und die Dichtung 17 druckdicht verschlossen. Darüber hinaus wird das Gebläse zur Absaugung des Wrasen 29 ausgeschaltet. Im nächsten Garschritt wird über die Wasserzufuhröffnung 13 und dem Sprinkler 37 Wasser 41 zugeführt, welches in Form von Wasserstrahlen aus den Sprühdüsen 31 austritt. Dieses Wasser dient zur Ablöschung des Garguts 27. Aufgrund der Temperatur des Garbehälters 25 und des Garguts 27 entsteht Wasserdampf und ein Überdruck im Garbehälter 25, welcher über den Drucksensor 7 gemessen wird. Dieser ist mit der Regelungseinheit verbunden. Die Regelungseinheit ist darüber hinaus mit einem nicht dargestellten ersten und zweiten Ventil an der Absaugöffnung 9 und Wasserabflußöffnung 19 und einer nicht dargestellten Dampferzeugungseinheit im Deckel 3' verbunden. Die Dampferzeugungseinheit steht darüber hinaus mit der Wasserzuführöffnung 13 in Verbindung und ermöglicht die Zufuhr von Wasserdampf in den Garbehälter 25. Durch Öffnen und Schließen des ersten Ventils bzw. Regelung des Wasser- bzw. Dampfzulaufs über die Wasserzufuhröffnung 13 wird der Druck innerhalb des Garbehälters 25 geregelt.
  • Fig. 4 und Fig. 5 zeigen ein Gargerät 1, welches einen Deckel 3" entsprechend einer dritten Ausführungsform umfaßt. Die Bezugszeichen entsprechen denen der vorherigen Figuren. An der Hebe- bzw. Senkvorrichtung 15 ist ein Garkorb 45 befestigt, in welchem sich ein Gargut 27', hier in Form von Nudeln, befindet. Nach Auswahl eines Garprogrammes durch den Benutzer in der oben beschriebenen Weise wird der Garbehälter 25 mit Wasser 41, welches über die nicht dargestellte Heizeinrichtung erwärmt wird, automatisch gefüllt. Wenn das Wasser 41 kocht, wird der Garkorb 45 über die Hebe- bzw. Senkvorrichtung 15 in den Garbehälter 25 eingebracht. Zur Durchführung des Garprozesses kann der Deckel 3" mittels der Kippvorrichtung 5 zum Verschließen des Garbehälters 25 durch die Verschlußvorrichtungen 35a, 35b gekippt werden. Nach Beendigung des Garvorgangs wird der Deckel 3" geöffnet und nach Öffnen des Deckels 3" der Garkorb 45 automatisch über die Hebe- bzw. Senkvorrichtung aus dem Garbehälter 25 gehoben. Zum gleichen Zeitpunkt wird das Gebläse zur Absaugung des Wrasens 29 über die Absaugöffnung 9 und die Absaugvorrichtung eingeschaltet. Zum Abschrecken des Garguts 27' wird das Gargut 27' anschließend mittels einer Handbrause 43, welche an einer nicht dargestellten Halterung im Deckel 3" befestigbar ist, mit Wasser 41 bestrahlt. Um die Bearbeitung des Garguts 27' zu erleichtern, umfaßt der Deckel 3" eine Beleuchtungsvorrichtung 47. Diese emittiert elektromagnetische Strahlung sowohl im sichtbaren, als auch im infraroten Bereich. Durch die elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Bereich, wird der Arbeitsbereich beleuchtet und mittels der Infrarotstrahlung ein Abkühlen des Garguts 27' verhindert. Nachdem der Garkorb 45 mit dem Gargut 27' entnommen ist, wird die Wasserabflußöffnung 19' mit einem nicht dargestellten Rohr, welches in seiner Länge der Tiefe des Garbehälters 25 angepaßt ist, verbunden und die Handbrause 43 von der Wasserzufuhröffnung 13 getrennt. Anschließend wird der Deckel 3" geschlossen und das im Garbehälter 25 vorhandene Wasser 41 durch das Rohr und die Wasserabflußöffnung 19' mittels einer nicht dargestellten schmutzgängigen Pumpe abgesaugt. Zur Reinigung des Garbehälters 25 wird anschließend über die Wasserzufuhröffnung 13 dem Garbehälter 25 Wasser zugeführt, welches anschließend über das Rohr und die Wasserabflußöffnung 19' abgesaugt wird. Durch diesen Wasserdurchfluß wird eine mechanische Reinigung des Garbehälters 25 erreicht.
  • Es wird also erfindungsgemäß erstmals ein Deckel für ein Gargerät bereitgestellt, in welchem die verschiedensten Funktionen des Gargeräts mit Ausnahme des Garens selbst integriert sind.
  • Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein. Bezugszeichenliste 1 Gargerät
    3, 3', 3" Deckel
    5 Kippvorrichtung
    7 Drucksensor
    9 Absaugöffnung
    11 Garprozeßfühler
    13 Wasserzufuhröffnung
    15 Hebe-/Senkvorrichtung
    17 Dichtung
    19, 19' Wasserabflußöffnung
    21 Wasserversorgungsleitung
    23 Wasserentsorgungsleitung
    25 Garbehälter
    27, 27' Gargut
    29 Wrasen
    31 Abluftleitung
    33 Umlenkblech
    35a, 35b Verschlußvorrichtung
    37 Sprinkler
    39 Sprühdüse
    41 Wasser
    43 Handbrause
    45 Garkorb
    47 Beleuchtungsvorrichtung

Claims (9)

1. Deckel für ein Gargerät mit zumindest einem von dem Deckel zumindest teilweise verschließbaren Garbehälter, insbesondere in Form eines Tiegels, und/oder zumindest teilweise abdeckbaren Garfläche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (3, 3', 3") multifunktional ist, wobei über den Deckel (3; 3', 3") beim Garen in dem Gargerät (1) und/oder beim Reinigen des Gargeräts (1) zumindest ein erstes Medium (41) zuführbar ist über zumindest einen Zufuhrkanal und zumindest ein zweites Medium (29) abführbar ist über zumindest eine Absaugvorrichtung und/oder zumindest einen Abfuhrkanal und der Deckel (3, 3', 3") mechanische Funktionen erfüllt über zumindest eine Hebe-/Senkvorrichtung (15), wie für zumindest einen Garkorb (45) aus bzw. in den Garbehälter (25), zumindest eine Dichtvorrichtung (17), zumindest eine Verschlußvorrichtung (35a, 35b), zumindest eine Kippvorrichtung (5) und/oder zumindest eine Halterung für zumindest einen ersten Sensor, zumindest einen Garprozeßfiihler (11), zumindest eine Düse (39) und/oder eine Handbrause (43).
2. Deckel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest einen zweiten Sensor (7), zumindest ein Gebläse, zumindest eine Beleuchtungsvorrichtung (47), zumindest eine Dampferzeugungseinheit, zumindest eine Pumpe, zumindest ein Ventil, zumindest eine Eingabeeinheit, zumindest eine Ausgabeeinheit, zumindest eine Speichereinheit, zumindest eine Steuer- und/oder Regeleinheit und/oder zumindest einen Mikroprozessor.
3. Deckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugvorrichtung eine Filtervorrichtung für in abgesaugter Atmosphäre vorhandene Schmutz-, Fett- und/oder Geruchspartikel, und ein, vorzugsweise in der Drehzahl regel- und/oder steuerbares, zweites Gebläse umfaßt und/oder mit einer vom Gargerät (1) wegführenden, einen ersten Abfuhrkanal bildenden Abluftleitung (31) verbindbar ist.
4. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Zufuhrkanal ein Fluidzufuhrkanal ist, der mit zumindest einer Düse, einem, vorzugsweise mehrere Sprühdüsen (39) umfassenden Drehsprinkler und/oder Kippsprinkler (37), einer Berieselungsvorrichtung, zumindest einem Durchflußmengensensor, zumindest einem ersten Ventil und/oder zumindest zeitweise mit der Dampferzeugungseinheit verbindbar ist.
5. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Abfuhrkanal ein Fluidablaufkanal ist, der mit einer, vorzugsweise schmutzgängigen Pumpe und/oder zumindest einem zweiten Ventil verbindbar ist.
6. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Abfuhrkanal auf der dem Garbehälter (25) zugewandten Seite des Deckels (3, 3', 3") mit einer Verlängerung, vorzugsweise in Schnorchelform und/oder in der Länge variierbar, verbindbar ist.
7. Deckel nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß garprozeß-, reinigungsprozeß- und/oder gargutspezifische Daten, wie Feuchte, Druck, Temperatur, Luftbewegung im Garbehälter (25), Bräunung, (ph)-Wert, Durchmesser des Garguts (27, 27'), Dichte des Garguts (27, 27'), Gargutart, Reifegrad des Garguts (27, 27'), Konsistenz des Garguts (27, 27'), Lagerzustand des Garguts (27, 27'), Geschmack des Garguts (27, 27'), Qualität des Garguts (27, 27'), Krustenbildung des Garguts (27, 27'), Vitaminabbau des Garguts (27, 27'), Geruch, Entstehung konzerogener Substanzen, Hygiene, Wärmeleitfähigkeit des Garguts (27, 27), und/oder dergleichen, über die Sensoren (7) und/oder den Garprozeßfiihler (11) aufnehmbar sind.
8. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungsvorrichtung (47) elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Bereich und/oder im infraroten Bereich emittiert und/oder empfängt.
9. Deckel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufuhrkanal, der Abführkanal und/oder eine Verbindungsleitung zumindest teilweise längs der Drehachse des Deckels (3, 3', 3") und/oder zumindest teilweise durch die Kippvorrichtung (5) verläuft bzw. verlaufen.
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