DE10133990A1 - Wegeventil - Google Patents
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Abstract
Offenbart ist ein Wegeventil mit einem stirnseitigen Anschluß und zumindest einem Radialanschluß, wobei die Stirnfläche eines Ventilkörpers (Ventilschieber oder Sitzkörper) des Wegeventils etwa vom gleichen Druck beaufschlagt sind, so dass die Stellkräfte zum Verschieben des Ventilkörpers minimal sind. Erfindungsgemäß wird der Druck zum Beaufschlagen einer rückwärtigen Stirnfläche des Ventilkörpers im Axialabstand zum Ventilkörper abgegriffen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Wegeventil mit einem in
einem Gehäuse geführten Ventilkörper, über den ein
stirnseitiger Anschluß mit einem Radialanschluß verbindbar
ist.
Stetig verstellbare Wegeventile werden beispielsweise
als proportional verstellbare Drossel eingesetzt. Das
Wegeventil ist in zwei Richtungen durchströmbar, d. h.
einmal vom stirnseitigen Anschluß zum Radialanschluß und -
in Gegenrichtung - vom Radialanschluß zum stirnseitigen An
schluß. Der Ventilkörper kann beispielsweise als
tassenförmiger Ventilschieber ausgeführt sein, in dessen
Mantel Radialdurchbrüche ausgebildet sind, über die der
Radialanschluß auf- bzw. zusteuerbar ist. Die Betätigung
des Ventils erfolgt vorzugsweise mittels eines proportional
verstellbaren Elektromagneten, über dessen Stößel der
Ventilkörper gegen die Kraft einer Druckfeder verschiebbar
ist. Um die Stellkräfte zu minimieren, wird der stirnseitig
auf den Ventilkörper wirkende Druck über eine Verbindungs
bohrung in einen rückwärtigen Druckraum geführt, so daß der
Ventilkörper im wesentlichen druckausgeglichen ist.
In Fig. 11, auf die bereits jetzt Bezug genommen wird,
ist die Volumenstromcharakteristik eines derartigen 2/2-
Wegeventils dargestellt, wobei der vom Ventilkörper durch
geführte Hub über der relativen Eingangsspannung des Elek
tromagneten, d. h. über der auf die Maximalspannung bezoge
nen Eingangsspannung dargestellt ist. Die unterschiedlichen
Kennlinien kennzeichnen die Volumencharakteristika für
verschiedene Druckdifferenzen Δp, wobei die am flachsten
verlaufende Kennlinie eine geringe Druckdifferenz dar
stellt, während die Kennlinien mit ansteigender Druckdiffe
renz Δp steiler werden. Gemäß Fig. 11 entspricht die
rechte, flach verlaufende Kennlinie etwa einem stabilen,
idealen Verlauf, wie er sich in der Regel bei einer Durch
strömung vom stirnseitigen Anschluß zum Radialanschluß oder
- bei einer Durchströmung in umgekehrter Richtung - bei
niedrigen Druckdifferenzen einstellt. Bei höheren Druckdif
ferenzen und Volumenströmen (linke Kennlinie in Fig. 11)
kann es zu einem schlagartigen Aufreißen des Ventilkörpers
kommen. Dieses schlagartige Aufreißen ist durch die Stufe
in der linken Kennlinie gemäß Fig. 11 gekennzeichnet,
gemäß der der Hub bei konstanter Eingangsspannung sprung
haft ansteigt. Des weiteren ist Fig. 11 entnehmbar, daß es
bei einer Durchströmung vom Radialanschluß zum stirnseiti
gen Anschluß bei hohen Volumenströmen zu Unstetigkeiten
kommen kann, die durch die Schwankungen der Kennlinie
gekennzeichnet sind.
Die vorbeschriebenen Unstetigkeiten, d. h. das sprung
hafte Aufreißen des Ventilkörpers und die Schwankungen im
Endbereich des Hubes resultieren aus den bei hohen Volumen
strömen auf den Ventilkörper wirkenden Strömungskräften,
die derart auf den Ventilkolben wirken, dass der Ist-
Drosselquerschnitt nicht demjenigen Wert entspricht, der
bei idealen Verhältnissen momentan durch die Eingangs
spannung vorgegeben ist. Besonders nachteilig ist, daß die
Kennlinien bei Ventilen mit der in Fig. 10 dargestellten
Volumenstromcharakteristik für die beiden Durch
strömungsrichtungen, d. h. die Durchströmung vom stirnsei
tigen Anschluß zum Radialanschluß und in umgekehrter Rich
tung unterschiedlich sind, so daß die Ansteuerung von
Verbrauchern nicht in der vorbestimmten Weise erfolgen
kann.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Wegeventil zu schaffen, bei dem in beiden Durchströ
mungsrichtungen bei hohen Druckdifferenzen auftretende
Unstetigkeiten minimiert sind.
Diese Aufgabe wird durch ein Wegeventil mit den Merkma
len des Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird der rückseitig auf den Ventilkör
per wirkende Druck nicht - wie bei der eingangs beschriebe
nen Lösung - direkt am Ventilkörper abgegriffen, sondern im
Bereich des stirnseitigen Anschlusses, d. h. in Durch
strömungsrichtung vom Radialanschluß zum stirnseitigen
Anschluß gesehen, stromabwärts des Ventilkörpers. Durch
diese Maßnahme läßt sich der Einfluß der Strömungskräfte
auf den Ventilkörper minimieren, so daß ein sprunghaftes
Aufreißen des Ventilkörpers oder das Auftreten von Unste
tigkeiten im Endhubbereich beseitigt oder zumindest stark
verringert werden kann.
Das Wegeventil kann als Schieberventil oder als Sitz
ventil und stromlos geöffnet oder geschlossen ausgeführt
sein. Es lässt sich desweiteren als Schaltventil oder
stetig verstellbares Ventil ausbilden.
Zum stirnseitigen Abgreifen des Druckes bieten sich
mehrere alternative Lösungen an. Bei einer erfindungsgemä
ßen Lösung ist im Ventilkörper eine Axialbohrung ausgebil
det, die einerseits in einer Innenstirnfläche des Ventil
körpers, und andererseits in einer rückwärtigen, den Druck
raum begrenzenden Stirnfläche des Ventilkörpers mündet. In
diese Axialbohrung ist ein Röhrchen eingesetzt, das sich
aus dem Ventilkörper heraus in Richtung zum stirnseitigen
Anschluß - oder ggf. darüber hinaus - erstreckt.
Bei einer zweiten, alternativen Lösung ist die Verbin
dungsbohrung als Gehäusekanal ausgebildet, der einerseits
im Bereich des stirnseitigen Anschlusses und andererseits
im Druckraum mündet. Diese Lösung ist wesentlich robuster
als die vorbeschriebene Variante, bei der das zum Anschluß
hin vorstehende Röhrchen bei starken Beanspruchungen abbre
chen oder abvibrieren kann, so daß ein hoher Aufwand zur
Befestigung des Röhrchens erforderlich ist.
Eine Schwierigkeit bei der Ausbildung des Gehäusekanals
besteht darin, daß dieser so gelegt werden muß, daß er den
Radialanschluß nicht anschneidet, so daß insbesondere bei
der Ausbildung des Radialanschlusses durch Radialbohrungss
terne eine vergleichsweise komplexe und exakte Kanalführung
erforderlich ist. Der Aufwand zur Ausbildung des Gehäuseka
nals läßt sich verringern, wenn diese Bohrung die Radial
bohrung bzw. Radialbohrungen des Radialanschlusses an
schneidet und dann durch ein vorzugsweise von der Stirn
seite her eingeschobenes Dichtrohr abgedichtet wird.
Der Gehäusekanal wird vorzugsweise als Winkelbohrung
ausgeführt, wobei ein axial verlaufender Abschnitt vom
stirnseitigen Anschluß her und ein dazu schräg angestellter
Schenkel als Schrägbohrung vom Druckraum her gebohrt wird.
Eventuell vorhandene Unstetigkeiten bei großen Druck
differenzen lassen sich insbesondere bei Wegeventilen, die
in eine Öffnungsstellung vorgespannt sind, weiter verrin
gern, wenn parallel zu einem Gehäusekanal ein zweiter, den
Ventilkörper durchsetzender Verbindungskanal vorgesehen
ist, über die der stirnseitig auf den Ventilkörper wirkende
Druck als Steuerdruck abgegriffen wird.
Der den Ventilkörper durchsetzende Verbindungskanal
wird vorzugsweise mit einem Axialabschnitt ausgeführt, der
in Radialabschnitte übergeht, die in dem rückwärtigen
Druckraum münden.
Bei einer Variante dieser Lösung ist in dem den Ventil
körper durchsetzenden Verbindungskanal zwischen der vorde
ren Stirnfläche des Ventilkörpers und den Radialabschnitten
zumindest eine Querbohrung vorgesehen, über die ein weite
rer Steuerölquerschnitt aufsteuerbar ist, über den Druck
mittel in den rückwärtigen Druckraum gelangen kann. Dieser
Steuerölquerschnitt wird nach einer vorgestimmten Axialver
schiebung des Ventilkörpers geöffnet.
Bei einem besonders einfach herstellbaren Ausführungs
beispiel mündet der Radialanschluß des Wegeventils direkt,
d. h. ohne Umfangsnut in der den Ventilkörper aufnehmenden
Ventilbohrung. Es zeigte sich überraschenderweise, daß sich
die Unstetigkeiten bei großen Druckdifferenzen durch diese
direkte Einmündung des den Radialanschluß ausbildenden
Bohrungssterns weiter verringern lassen.
Die Volumenstromcharakteristik des Wegeventils läßt
sich weiter verbessern, wenn dem Ventilkörper ein gehäuse
fester Innenkolben zugeordnet wird, der im Innenraum des
Ventilkörpers angeordnet ist. Ein mit dem Druckraum verbun
dener Dämpfungsraum ist bei dieser Variante durch die
Stirnfläche des Innenkolbens einerseits und die Innenstirn
fläche des Ventilkörpers andererseits begrenzt. Die auftre
tenden Strömungskräfte werden über den Innenkolben in das
Gehäuse eingeleitet, so daß keine Wechselwirkungen mit dem
Ventilkörper erfolgen. Die Volumencharakteristik eines
derartigen Wegeventils ist gegenüber den vorbeschriebenen
Lösungen nochmals deutlich verbessert. Schwankungen des
Druckes lassen sich ausgleichen, indem der Dämpfungsraum
über eine Drosselbohrung mit dem Druckraum verbunden ist.
Die Lagerung des Innenkolbens ist besonders einfach,
wenn dieser über einen den Mantel des Ventilkörpers durch
setzenden Paßstift im Ventilgehäuse gelagert ist.
Der Ventilkörper des Wegeventils ist vorzugsweise als
Ventilschieber ausgeführt, der über einen Proportional
magneten verstellbar ist.
Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der weiteren Unteransprüche.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel eines erfindungsgemäßen 2/2-Wegeventils;
Fig. 2 eine Variante des Wegeventils aus Fig. 1;
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Wegeven
tils, bei dem der Druck zur Kompensation der Strömungskräf
te über ein Röhrchen abgegriffen wird;
Fig. 4, 5 Schnitte durch ein weiteres Ausführungs
beispiel eines Wegeventils mit Innenkolben;
Fig. 6 Kennlinien eines erfindungsgemäßen 2/2-Wegeven
tils gemäß den Fig. 4, 5;
Fig. 7 eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbei
spiels eines Wegeventils, das in seiner Grundposition
geöffnet ist (stromlos offen);
Fig. 8 eine Variante des in Fig. 7 dargestellten Aus
führungsbeispiels mit verbessertem Durchflußverhalten;
Fig. 9 eine weitere verbesserte Variante des Ausfüh
rungsbeispiels aus Fig. 7;
Fig. 10 ein Ausführungsbeispiel als 3/2-Wegeventil und
Fig. 11 die Sollwerthubkennlinen eines herkömmlichen
2/2-Wegeventils.
In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines er
findungsgemäßen Wegeventils 1 dargestellt, das als
elektrisch betätigtes 2/2-Wege-Einbauventil in
Hohlschieberbauweise ausgeführt ist.
Das Wegeventil 1 hat ein zweiteiliges Ventilgehäuse 2,
mit einer Hülse 4 und einem Flanschteil 6, an dessen Außen
umfang ein Gewinde zum Einschrauben des Einbauventils in
einen Ventilblock oder eine Platte ausgebildet ist. Hülse 4
und Flanschteil 6 sind von einer Axialbohrung 8 durchsetzt,
die im Bereich des Flanschteils 6 stufenförmig erweitert
ist. Im flanschteilseitigen Mündungsbereich der Axialboh
rung 8 ist ein Innengewinde vorgesehen, in das ein als
Proportionalmagnet ausgeführter Elektromagnet 10 einge
schraubt ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat
der Elektromagnet 10 einen Einschraubbund 12, der in die
Axialbohrung 8 des Flanschteils 6 eintaucht. Ein mit einem
Anker des Elektromagneten 10 verbundener Stößel 14 liegt
mit seinem freien Endabschnitt an einem Ventilschieber 16
an, der axial verschiebbar in der Hülse 4 geführt ist. Bei
dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel hat der
Ventilschieber 16 einen rückwärtigen Ringbund 18, an dem
eine Druckfeder 20 angreift, die an der benachbarten Stirn
fläche 22 der Hülse 4 abgestützt ist, so dass der Ventil
schieber 16 gegen die benachbarte Stirnfläche des Ein
schraubbundes 12 und gegen den Stößel 14 vorgespannt ist.
Das Wegeventil 1 hat einen durch die stirnseitige Mün
dung der Axialbohrung 8 ausgebildeten Anschluß A und einen
durch einen Radialbohrungsstern 24 ausgebildeten Radialan
schluß B, der bei der in Fig. 1 dargestellten Version in
der Grundstellung des Wegeventils 1 zugesteuert ist.
Der als Hohlschieber ausgeführte Ventilschieber 16 hat
einen einen Innenraum 26 umgreifenden Mantel 28, der mehre
re am Umfang verteilte Manteldurchbrüche 30 aufweist, die
in der dargestellten Grundposition durch eine über eine
Umfangskante eines Ringraums des Radialanschlusses B gebil
dete Steuerkante 32 zugesteuert ist, so dass die Verbindung
zwischen den Anschlüssen A und B abgesperrt ist.
In der Ventilhülse 4 ist eine Gehäusebohrung 36 ausge
bildet, die einerseits in der in Fig. 1 linken Stirnseite
des Anschlusses A und andererseits in der rechten, flansch
teilseitigen Stirnfläche 22 der Hülse 4 mündet, so dass der
stirnflächige Bereich der Hülse 4 mit dem durch den radial
erweiterten Teil der Axialbohrung 8 des Flanschteils 6 und
die Stirnfläche 22 begrenzten, die Druckfeder 20 aufnehmen
den Federraum 38 verbunden ist. Bei dem in Fig. 1 darge
stellten Ausführungsbeispiel ist die Gehäusebohrung 36
durch eine Winkelbohrung mit einem im Axialabstand zur
Ventilachse ausgeführten Schenkel 40 und einem als Schräg
bohrung ausgeführten, im rückwärtigen Federraum 38 münden
den Schenkel ausgeführt. Eine derartige Gehäusebohrung 36
läßt sich auf äußerst einfache Weise von den Stirnseiten
her durch Bohren fertigen.
Zum Abgreifen des Druckes am Arbeitsanschluß A ist in
der Stirnseite 34 eine Radialnut 44 vorgesehen, die sich
von der Axialbohrung 8 hin zu dem axial verlaufenden Schen
kel 40 der Gehäusebohrung 36 erstreckt. Durch die Gehäu
sebohrung 36 wird der im Mündungsbereich der Axialbohrung 8
herrschende Druck in den rückwärtigen Federraum 38 gemel
det, in dem der in Fig. 1 rechte Endabschnitt des Ventil
schiebers 16 angeordnet ist, so dass dessen in Öffnungs-
und Schließrichtung wirksame Stirnflächen etwa mit dem
gleichen Druck beaufschlagt sind - die Betätigungskräfte
für den Elektromagneten 10 sind somit auf ein Minimum redu
ziert. Bei Betätigung des Elektromagneten 10 stellt sich
eine Axialposition des Ventilschiebers 16 ein, die im
wesentlichen von der Druckkraft der Druckfeder 20, der
Stellkraft des Elektromagneten, dem Druck an den Anschlüs
sen A, B und den auf den Ventilschieber 16 wirkenden Strö
mungskräften abhängt. Diese Strömungskräfte können ins
besondere bei der Durchströmung des 2/2-Wegeventils 1 vom
Radialanschluß B in Richtung zum axialen Anschluß A - wie
eingangs erwähnt - eine erhebliche, nicht vernachlässigbare
Größenordnung erreichen.
Zur Betätigung des Wegeventils 1 wird der Elektromagnet
10 angesteuert, so dass der Ventilschieber 16 über den
Stößel 14 gegen die Kraft der Druckfeder 20 gemäß der.
Darstellung in Fig. 1 nach links bewegt wird. Während
dieser Axialverschiebung des Ventilschiebers 16 werden die
Manteldurchbrüche 30 über die Steuerkante 32 aufgesteuert,
so dass der stirnseitige Anschluß A mit dem Radialanschluß
B hydraulisch verbunden ist. Der im Federraum 38 anliegende
Druck wird in einem vergleichsweise großen Axialabstand zu
den Mantelbohrungen 30 abgegriffen, so dass der Einfluß der
Strömungskräfte gegenüber den herkömmlichen Lösungen, bei
denen der Druck einfach durch eine im Innenraum 26 mündende
Innenbohrung des Ventilschiebers 16 in den Federraum 38
gemeldet wurde, wesentlich verringert wird. Ein plötzliches
Aufreißen des Ventils bei hohen Durchflüssen und Druckdif
ferenzen über dem Wegeventil 1 kann somit zuverlässig
verhindert werden. Auf diese Weise kann der wirksame, die
Druckdifferenz bestimmende Drosselquerschnitt des 2/2-
Wegeventils 1 sehr exakt über den Elektromagneten 10 vorge
geben werden, wobei die Volumenstromcharakteristika bei
einer Durchströmung vom Arbeitsanschluß A zum Arbeitsan
schluß B und in umgekehrter Richtung nahezu identisch sind
- auf diese Kennlinien wird im Folgenden noch näher einge
gangen.
Problematisch bei der vorbeschriebenen Lösung ist, dass
die Gehäusebohrung 36 den Radialbohrungsstern 24 kreuzt, so
dass insbesondere bei kleinen Nenngrößen eine sehr exakte
Bohrungsführung erforderlich ist, um ein Schneiden und
somit Kurzschließen dieser Kanäle zu verhindern.
Dieses Problem läßt sich mit dem in Fig. 2 dargestell
ten Ausführungsbeispiel verringern. Dieses Ausführungsbei
spiel hat den gleichen Grundaufbau wie das in Fig. 1
dargestellte Wegeventil 1, so dass der Einfachheit halber
einander entsprechende Bauelemente mit den gleichen Bezugs
zeichen versehen sind und auf eine nochmalige Beschreibung
dieser identischen Bauelemente verzichtet wird. Bei dem in
Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Radial
bohrungsstern des Radialanschlusses B durch drei axial
versetzte Bohrungssterne 46, 48, 50 ausgebildet, die in
einem gemeinsamen Ringraum 52 münden. Die Gehäusebohrung 36
ist im Axialabstand zur Ventilachse ausgeführt und er
streckt sich als gerade Bohrung von der Stirnseite 34 bis
zu der den Federraum 38 begrenzenden Stirnfläche 22 der
Hülse 4.
Durch die Vielzahl von Radialbohrungen des Anschlusses
B ist es praktisch unvermeidlich, dass die Gehäusebohrung
36 die Bohrungssterne 46, 48, 50 schneidet. Um einen Kurz
schluß zwischen den Anschlüssen A und B zu verhindern, ist
im Kreuzungsbereich zwischen den Bohrungssternen 46, 48, 50
und der Gehäusebohrung 36 von der Stirnseite 34 her ein
Dichtrohr 54 eingesetzt, so dass die Gehäusebohrung 36
gegenüber den Bohrungssternen 46, 48, 50 abgedichtet ist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Gehäuse
bohrung 36 als Stufenbohrung ausgebildet, wobei das Dicht
rohr 54 in einen radial erweiterten Abschnitt eingeschoben
ist und somit an einer Radialschulter anliegt. Das Dicht
rohr 54 kann mit Preßpassung in der Gehäusebohrung 36
aufgenommen sein, so dass der fertigungstechnische Aufwand
minimal ist.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei
dem der fertigungstechnische Aufwand gegenüber den vorbe
schriebenen Lösungen nochmals verringert ist. Der Grundauf
bau des in Fig. 3 dargestellten Ventils entspricht demje
nigen aus Fig. 2. Das heißt, in der Hülse 4 sind zueinan
der versetzte Bohrungssterne 46, 48, 50 ausgebildet, die in
dem Ringraum 52 münden. Im Unterschied zu den vorbeschrie
benen Lösungen wird der im Bereich des Anschlusses A wirk
same Druck nicht über eine Gehäusebohrung, sondern über
eine Innenbohrung 56 des Ventilschiebers 16 in den rückwär
tigen Federraum 38 gemeldet. Diese Innenbohrung 56 mündet
einerseits im Innenraum 26 und andererseits über Radialboh
rung 58 im Federraum 38. Um den Einfluß der insbesondere im
Umlenkungsbereich des Druckmittels großen Strömungskräfte
zu minimieren, ist in die Radialbohrung ein Röhrchen 60
eingesetzt, das den Innenraum 26 durchsetzt und sich in
Richtung zur Stirnseite 34 der Hülse 4 - oder wie in Fig.
3 gezeigt - darüber hinaus erstreckt, so dass der im Feder
raum 38 wirksame Druck in großem Axialabstand zu. den Man
teldurchbrüchen 30 abgegriffen wird.
In den Fig. 4 und 5 ist eine weiteres Ausführungs
beispiel eines erfindungsgemäßen 2/2-Wegeventils darge
stellt, bei dem der Einfluß der Strömungskräfte gegenüber
den vorbeschriebenen Lösungen nochmals verringert werden
ist. Fig. 4 und 5 zeigen Schnittdarstellungen des Wege
ventils 1, dessen Grundaufbau wieder demjenigen aus Fig. 1
entspricht. In der Hülse 4 ist eine als Winkelbohrung
ausgeführte Gehäusebohrung 36 vorgesehen, über die der
Druck am axialen Anschluß A in den rückwärtigen Federraum
38 gemeldet wird. Im Unterschied zu den vorbeschriebenen
Ausführungsbeispielen ist der Innenraum 26 des Ventilschie
bers 16 in Richtung zum Ringbund 18 axial verlängert, so
dass der Bereich zwischen den Manteldurchbrüchen 30 und
einer Innenstirnfläche 62 des Innenraums 26 eine größere
Axiallänge als bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispie
len hat. In diesem Bereich ist ein gehäusefester Innenkol
ben 64 vorgesehen, auf dessen Außenumfang der Ventilschie
ber 16 dichtend geführt ist. Ein von der Stirnfläche des
Innenkolbens 64 und der Innenstirnfläche 62 begrenzter
Dämpfungsraum 66 ist bei dem dargestellten Ausführungsbei
spiel über eine Drosselbohrung 67 im Mantel des Ventil
schiebers 16 mit dem Federraum 38 verbunden, so dass in
diesem und im Dämpfungsraum 66 im wesentlichen der gleiche
Druck, d. h. der Druck am Arbeitsanschluß A vorliegt.
Wie insbesondere aus Fig. 5 hervorgeht, ist der Innen
kolben 64 über einen Stift 68 in der Hülse 4 verankert.
Dieser Stift 68 durchsetzt den Innenkolben 64 und den
Mantel des Ventilschiebers 16 in Radialrichtung, wobei die
beiden Endabschnitte in radial verlaufenden Lagerbohrungen
70 der Hülse 4 aufgenommen sind. Um die Axialverschiebung
des Ventilschiebers 16 gegenüber dem gehäusefesten Innen
kolben 64 zu ermöglichen, sind im Mantel des Ventilschie
bers 16 zwei Langlöcher 72, 74 ausgebildet, die vom Stift
68 durchsetzt sind. Durch diese Konstruktion ist der Innen
kolben 64 an der Hülse 4 und somit am Ventilgehäuse abge
stützt, während der Ventilschieber 16 weiter axial ver
schiebbar in der Axialbohrung 8 und dichtend am Außenumfang
des Innenkolbens 64 geführt ist. Der Druck am stirnseitigen
Anschluß A wird über die Gehäusebohrung 36, den Federraum
38 und die Drosselbohrung 67 in den Drosselraum 66 geführt,
so dass auch die Innenstirnfläche 62 mit dem am stirnseiti
gen Anschluß A herrschenden Druck beaufschlagt ist.
Die insbesondere im Bereich der Manteldurchbrüche 30
durch die Umlenkung und die Druckdifferenz über dem Dros
selquerschnitt verursachten Strömungs- und Strahlkräfte
werden über den Innenkolben 64 und den Stift 68 in die
Hülse 4 eingeleitet, so dass die Wechselwirkungen mit dem
Ventilschieber 16 minimal sind. Durch die Drosselbohrung 67
läßt sich der Einfluß hochfrequenter Druckschwankungen im
Drosselraum 66 dämpfen, so dass ein optimales
Ansprechverhalten des Wegeventils 1 gewährleistet ist.
In Fig. 6 sind die Kennlinien eines derartigen, opti
mierten 2/2-Wegeventils dargestellt. Den Sollwerthubkennli
nien ist entnehmbar, dass die bei den herkömmlichen Lösun
gen (Fig. 11) erkennbaren Unstetigkeiten praktisch nicht
mehr auftreten. Die Kennlinien haben einen nahezu idealen,
linearen Verlauf, wobei keinerlei Aufreißtendenz zu beob
achten ist. In der Darstellung gemäß Fig. 6 steigen die
Druckdifferenzen Δp über dem Wegeventil in Pfeilrichtung
an. Bei höheren Druckdifferenzen Δp ergibt sich - wie aus
der Abflachung der Kennlinien entnehmbar - eher eine Ten
denz zu einem Zuziehen des Ventils, so dass die Strömungs
kräfte den Ventilschieber in Schließrichtung beaufschlagen.
Ein derartiges Verhalten ist wesentlich besser beherrschbar
als die Aufreißtendenz bei herkömmlichen Lösungen. Die in
Fig. 6 dargestellten Kennlinien sind bei den erfindungsge
mäßen Lösungen praktisch für eine Durchströmung von vom
Anschluß A zum Anschluß B und in umgekehrter Richtung
identisch, so dass der Verbraucher in optimaler Weise
ansteuerbar ist.
Die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele sind in einer
Bauweise ausgeführt, bei der das Wegeventil bei unbestrom
tem Elektromagneten geschlossen ist (stromlos geschlossen).
Das erfindungsgemäße Konzept mit dem Abgreifen des Steuer
öls (Druckmittel) im Abstand zur Stirnfläche des Ventil
schiebers 16 läßt sich selbstverständlich auch bei Wegeven
tilen 1 realisieren, die bei unbestromtem Elektromagneten
geöffnet sind (stromlos offen). Derartige Ausführungsbei
spiele werden anhand der Fig. 7 bis 9 erläutert.
Der Grundaufbau der in den Fig. 7 bis 9 dargestell
ten Ausführungsbeispiele entspricht dem in Fig. 1 darge
stellten Ventil, so daß hier lediglich auf die Unterschiede
eingegangen wird.
Im Prinzip läßt sich die Konstruktion eines stromlos
geschlossenen Ventils auf ein stromlos geöffnetes Ventil
übertragen, in dem die Manteldurchbrüche 30 im Ventilschie
ber 16 axial so weit verschoben werden, daß sie in der
Grundposition hydraulisch mit dem Radialbohrungsstern 24
verbunden sind und bei Axialverschiebung diese Verbindung
zugesteuert werden. D. h., ähnlich wie bei dem in. Fig. 7
angedeuteten Ausführungsbeispiel, sind die Manteldurchbrü
che 30 gegenüber der Darstellung gemäß Fig. 1 nach links
verschoben.
Vorversuche zeigten, daß eine derartige Lösung bei gro
ßen Druckdifferenzen noch gewisse Unstetigkeiten im Durch
flußverhalten zeigt. Zur Beseitigung dieser Unstetigkeiten
wird bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel
parallel zur Verbindungsbohrung 36 im Ventilgehäuse 2 im
Ventilschieber 16 ein Verbindungskanal 76 ausgebildet, der
einerseits im Innenraum 26 des Ventilschiebers 16 und
andererseits im Federraum 38 mündet. Der Durchmesser dieses
Verbindungskanals 76 ist größer als derjenige der Gehäuse
bohrung 36 gewählt.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel
hat der Verbindungskanal 76 einen Axialabschnitt 78, der in
zumindest einem im Federraum 38 mündenden Radialabschnitt
(senkrecht zur Zeichenebene in Fig. 7) 80 übergeht. Ein
derartiger Verbindungskanal 76 läßt sich somit ohne weite
res durch Axial- und Radialbohrungen ausbilden. Der Durch
messer des Radialabschnittes 80 ist vergleichsweise gering
gewählt, so daß dieser als Düse wirkt.
Ähnlich wie bei den vorbeschriebenen Ausführungsbei
spielen mündet der Radialbohrungsstern 24 in einer Ringnut
82, die an der Innenumfangswandung der Axialbohrung 8
ausgebildet ist. Die Axialposition der Manteldurchbrüche 30
ist so gewählt, daß diese bei einer Axialverschiebung des
Ventilschiebers 16 durch eine Steuerkante 84 der Ringnut 82
zugesteuert werden, so daß die Verbindung vom Anschluß A
zum Anschluß B geschlossen wird.
Bei der in Fig. 8 dargestellten Variante hat der Ven
tilschieber 16 ebenfalls einen Verbindungskanal 76, über
den der Innenraum 26 des Ventilschiebers 16 mit dem rück
wärtigen Druckraum, d. h. dem Federraum 38, verbunden ist.
Im Unterschied zum vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel
ist die den Innenraum 26 ausbildende Kolbenbohrung 86 in
Axialrichtung verlängert, so daß entsprechend der Axialab
schnitt 78 verkürzt ist.
Ähnlich wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel mündet die Verbindungsbohrung 36 in einer
Stirnfläche 22 der Hülse 4. Diese Mündung liegt in demjeni
gen Bereich, in dem die Stirnfläche 22 vom Ventilschieber
16 durchsetzt wird. Im Ventilschieber sind Querbohrungen 90
ausgebildet, die einerseits in der Kolbenbohrung 86 und
andererseits am Außenumfang des Ventilschiebers 16 münden.
Bei einer Axialverschiebung des Ventilschiebers 16 in
Richtung vom Magneten weg werden die Querbohrungen 90 durch
eine Steuerkante 92 zugesteuert, die durch eine Umfangsnut
94 der Hülse 4 im Mündungsbereich ausgebildet ist. Bei
einer Axialverschiebung um das Maß T ist der
Steuerquerschnitt vollständig zugesteuert. D. h., in der
Grundposition (stromlos offen) ist ein zusätzlicher
Steuerquerschnitt aufgesteuert, der einen wesentlich
größeren Durchmesser als derjenige des Radialabschnittes 80
und der Verbindungsbohrung 36 hat.
Wie desweiteren in Fig. 8 angedeutet ist können an
stelle der kreisförmigen Manteldurchbrüche 30 dreieckförmi
ge Steuerfenster ausgebildet werden, so daß der aufgesteu
erte Steuerquerschnitt mit zunehmender Axialverschiebung
rasch zunimmt.
Mit der in Fig. 8 dargestellten Variante lassen sich
die Unstetigkeiten im Durchflußverhalten gegenüber den
vorbeschriebenen Lösungen weiter verringern.
Fig. 9 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines
Ventils in Stromlos-offen-Bauweise, das sich durch einen
äußerst einfachen Aufbau und optimales Durchflußverhalten
auszeichnet.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Ven
tilschieber 16 eine Kolbenbohrung 86, die etwa die gleiche
Länge aufweist wie die Kolbenbohrung 86 und der Axialab
schnitt 76 zusammen aus den in den Fig. 7 und 8 darge
stellten Ausführungsbeispielen.
Im Bereich des Endabschnittes der axial verlaufenden
Kolbenbohrung 86 sind eine oder mehrere Radialabschnitte 80
ausgebildet, über die der von der Kolbenbohrung 86 be
grenzte Innenraum 26 mit dem Federraum 38 verbunden ist.
Ähnlich wie bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel ist die Gehäusebohrung 36 achsparallel ausge
bildet und mündet in der Stirnfläche 22 der Hülse.
Desweiteren mündet bei dieser bevorzugten Ausführungs
form der Radialbohrungsstern 24, der aus zueinander ver
setzten Einzelbohrungen ausgebildet sein kann, direkt in
der Axialbohrung 8 und nicht - wie bei den vorbeschriebenen
Ausführungsbeispielen - in einer Ringnut 82 der Hülse 4.
D. h., der Radialbohrungsstern 24 wird direkt durch die als
Steuerkante wirkende Umfangskante 96 des Ventilschiebers 16
auf- bzw. zugesteuert.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel ist besonders ein
fach herstellbar, da die Axialbohrung 8 im wesentlichen
durchgehend ohne Ringnut 82 ausgeführt werden kann und die
Gehäusebohrung 36 auch ebenfalls in einem einzigen Arbeits
gang herstellbar ist. Auch der Ventilschieber 16 ist äu
ßerst einfach aufgebaut, da in seinem Inneren keine Stufen
bohrungen wie bei den in den Fig. 7 und 8 dargestellten
Ausführungsbeispielen vorgesehen werden müssen.
Selbstverständlich können bei dem in Fig. 9 darge
stellten Ausführungsbeispiel anstelle des Radialbohrungs
sterns 24 mit kreisförmigen Mantelbohrungen auch eine andere
Geometrie, bspw. die dreieckförmigen Steuerfenster gemäß
Fig. 8 gewählt werden.
Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen ist das
Wegeventil als 2/2-Wegeventil ausgeführt.
Selbstverständlich ist die Erfindung auch bei
Konstruktionen mit mehreren Anschlüssen anwendbar. Fig. 10
zeigt eine Variante, bei der das Wegeventil mit 3
Anschlüssen ausgebildet ist. Bei der dargestellten Variante
sind in der in das Ventilgehäuse 6 eingesetzten Hülse 4 ein
Axialanschluss A, ein durch zwei Radialbohrungssterne
98, 100 und eine umlaufende Ringnut 102 gebildeter
Radialanschluss B sowie einen durch Mantelbohrungen 104 des
Gehäuses 6 und dazu fluchtende Durchbrüche 106 der Hülse 4
gebildeten weiteren Radialanschluss C. Der Ventilschieber
16 hat - wie die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele -
einen durch eine Sacklochbohrung gebildeten Innenraum 26,
in dem Manteldurchbrüche 30 des Ventilschiebers 16 münden.
Der dargestellte Ventilschieber hat in dem in der
Axialbohrung 8 geführten Abschnitt zwei Ringbünde 108, 110.
Die Ringstirnflächen dieser beiden Ringbünde 108, 110 sind
derart ausgebildet, dass in der Grundstellung des
Ventilschiebers 16, in der dieser durch die Druckfeder 20
gegen eine Anschlag vorgespannt ist, die beiden Anschlüsse
B und C über einen Ringraum 112 miteinander verbunden sind.
Der die Druckfeder 20 aufnehmende Federraum 38 ist über
eine Gehäusebohrung 36 mit demjenigen Bereich verbunden,
der an die Stirnseite 34 der Hülse 4 angrenzt. Die
Betätigung des in Fig. 10 dargestellten Ventils erfolgt
über einen proportional verstellbaren Magneten oder über
einen Schaltmagneten dessen Stößel 14 an der in Fig. 10
rechten Stirnfläche des Ventilschiebers 16 anliegt. In der
dargestellten Grundposition sind die Manteldurchbrüche 30
des Ventilschiebers 16 durch den Steg zwischen den beiden
Radialbohrungssternen 98, 100 verschlossen, so daß keine
Verbindung zwischen dem stirnseitigen Anschluss A und einem
der Radialanschlüsse B, C vorliegt.
Bei Ansteuerung des Elektromagneten wird der
Ventilschieber 16 gegen die Kraft der Druckfeder 20 nach
links verschoben, so daß eine durch die Ringstirnfläche des
Ringbundes 110 ausgebildete Steuerkante 114 den Anschluß C
zusteuert, während eine durch die Umfangskante des
Manteldurchbruchs 30 gebildete Steuerkante 116 den
Radialbohrungsstern 98 aufsteuert, so daß die Verbindung
vom stirnseitigen Anschluss A zum Radialanschluss B
geöffnet wird. Im Federraum 38 der Druckfeder 20 wirkt
dabei immer derjenige Druck, der im Abstand Ventilschieber
16 über die Gehäusebohrung 36 abgegriffen wird. Beim
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Gehäusebohrung 36
als gerade Durchgangsbohrung ausgebildet,
selbstverständlich können - je nach Aufbau des
Ventilgehäuses - auch die vorbeschriebenen Varianten zum
Abgreifen des Drucks im Federraum verwendet werden.
Die beschriebenen Varianten sind als stromlos offen-
oder stromlos-geschlossen-Ventile ausführbar. Selbstver
ständlich können die vorbeschriebenen Wegeventile 1 auch
als Sitz-Ventile ausgeführt sein.
Offenbart ist ein Wegeventil mit einem stirnseitigen
Anschluß und zumindest einem Radialanschluß, wobei die
Stirnflächen eines Ventilkörpers (Ventilschieber oder
Sitzkörper) des Wegeventils etwa vom gleichen Druck
beaufschlagt sind, so dass die Stellkräfte zum Verschieben
des Ventilkörpers minimal sind. Erfindungsgemäß wird der
Druck zum Beaufschlagen einer rückwärtigen Stirnfläche des
Ventilkörpers im Axialabstand zum Ventilkörper abgegriffen.
1
Wegeventil
2
Ventilgehäuse
4
Hülse
6
Flanschteil
8
Axialbohrung
10
Elektromagnet
12
Einschraubbund
14
Stößel
16
Ventilschieber
18
Ringbund
20
Druckfeder
22
Stirnfläche
24
Radialbohrungsstern
26
Innenraum
28
Mantel
30
Manteldurchbruch
32
Steuerkante
34
Stirnseite
36
Gehäusebohrung
38
Federraum
40
Schenkel (axial)
42
Schenkel (schräg)
44
Radialnut
46
Bohrungsstern (B)
48
Bohrungsstern (B)
50
Bohrungsstern (B)
52
Ringraum
54
Dichtrohr
56
Innenbohrung
58
Radialbohrung
60
Röhrchen
62
Innenstirnfläche
64
Innenkolben
66
Dämpfungsraum
67
Drosselbohrung
68
Stift
70
Aufnahmebohrung
72
,
74
Langloch
76
Verbindungskanal
78
Axialabschnitt
80
Radialabschnitt
82
Ringnut
84
Steuerkante
86
Kolbenbohrung
90
Querbohrung
92
Steuerkante
94
Umfangsnut
96
Steuerkante
98
Radialbohrungsstern
100
Radialbohrungsstern
102
Ringbund
104
Mantelbohrung
106
Durchbruch
108
Ringbund
110
Ringbund
110
Ringraum
114
Steuerkante
116
Steuerkante
Claims (15)
1. Wegeventil, insbesondere stetig verstellbares
Wegeventil mit einem in einer Ventilbohrung (8) eines
Gehäuses (4, 6) geführten Ventilkörper (16), über den eine
Verbindung zwischen einem stirnseitigen Anschluß (A) und
zumindest einem Radialanschluß (B) auf- und zusteuerbar
sind, wobei der an einem Anschluß (A) wirksame Druck über
eine Verbindungsbohrung zur Ventilkörperrückseite geführt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im Abstand zum
Ventilkörper (16) im Bereich des stirnseitigen Anschlusses
(A) abgegriffen ist.
2. Wegeventil nach Patentanspruch 1, wobei der Ventilkör
per (16) tassenförmig ausgeführt ist und in dessen Mantel
(28) Manteldurchbrüche (30) zur Verbindung des stirnseiti
gen Anschlusses (A) mit dem Radialanschluss (B) ausgebildet
sind.
3. Wegeventil nach Patentanspruch 2, wobei der Ventilkör
per (16) eine Innenbohrung (56) hat, die einerseits in
einem rückseitigen Druckraum (38) mündet, und in die ein
Röhrchen (60) eingesetzt ist, das sich von der Innenbohrung
(56) weg aus dem Ventilkörper (16) heraus in Richtung zum
stirnseitigen Anschluß (A) erstreckt.
4. Wegeventil nach Patentanspruch 1 oder 2, mit einem
Gehäusekanal (36), der einerseits im Bereich des stirnsei
tigen Anschlusses (A) und andererseits im rückwärtigen
Druckraum (38) mündet.
5. Wegeventil nach Patentanspruch 4, wobei der Gehäuseka
nal (36) als Winkelbohrung ausgeführt ist und ein in der
Stirnfläche (34) des Axialanschlusses (A) mündender Schen =
kel (40) als achsparallele Bohrung und ein im Druckraum
(38) mündender Schenkel (42) als Schrägbohrung ausgeführt
ist.
6. Wegeventil nach Patentanspruch 4 oder 5, wobei der
Gehäusekanal (36) zumindest eine Radialbohrung des Ra
dialanschlusses (B) schneidet und im Schnittbereich ein
Dichtrohr (54) eingesetzt ist.
7. Wegeventil nach einem der Patentansprüche 4 bis 6,
wobei der Ventilkörper (16) einen Verbindungskanal (76)
hat, der einerseits in der anschlußseitigen Stirnseite des
Ventilkörpers (16) und andererseits im rückwärtigen Druck
raum (38) mündet.
8. Wegeventil nach Patentanspruch 7, wobei der Verbin
dungskanal (76) einen Axialabschnitt (78) hat, der in im
rückwärtigen Druckraum (38) mündende Radialabschnitte (80)
übergeht.
9. Wegeventil nach Patentanspruch 8, mit Querbohrungen
(90), über die nach einer Axialverschiebung des Ventilkör
pers (16) ein zusätzlicher Durchflußquerschnitt zum Druck
raum (38) auf- bzw. zusteuerbar ist.
10. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei der Radialanschluß (B) über einen Radialboh
rungsstern (24) in der Ventilbohrung (8) des Gehäuses (4,
6) mündet.
11. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei dieses stromlos offen oder stromlos geschlossen
ausgeführt ist.
12. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei in einem Innenraum (26) des Ventilkörpers (16)
ein gehäusefester Innenkolben (64) geführt ist, der im
Bereich zwischen den Manteldurchbrüchen (30) und einer
Innenstirnfläche (62) des Ventilkörpers angeordnet ist, und
der mit dem Ventilkörper (16) einen Dämpfungsraum (66)
begrenzt, der mit dem rückwärtigen Druckraum (38) verbunden
ist.
13. Wegeventil nach Patentanspruch 12, wobei im Mantel
(28) des Ventilkörpers (16) eine Drosselbohrung (67) ausge
bildet ist, die einerseits im rückwärtigen Druckraum (68),
andererseits im Dämpfungsraum (66) mündet.
14. Wegeventil nach Patentanspruch 12 oder 13, wobei der
Innenkolben (64) über einen zumindest ein Langloch (72, 74)
des Ventilkörpers (16) durchsetzenden Stift (68) im Gehäuse
(4, 6) befestigt ist.
15. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprü
che, wobei der Ventilkörper ein vorzugsweise über einen
Elektromagneten (10) betätigter Ventilschieber (16) ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10133990A DE10133990A1 (de) | 2000-09-11 | 2001-07-17 | Wegeventil |
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| US10/363,833 US6916003B2 (en) | 2000-09-11 | 2001-09-04 | Directional-control valve |
| EP01973999A EP1317638B1 (de) | 2000-09-11 | 2001-09-04 | Wegeventil |
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Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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|---|---|
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Family Applications (2)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE10133990A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2011124394A1 (de) * | 2010-04-10 | 2011-10-13 | Hydac Fluidtechnik Gmbh | Stromregelventil |
| US10544869B2 (en) | 2015-03-19 | 2020-01-28 | Hydac Fluidtechnik Gmbh | Valve |
| DE112005002528B4 (de) | 2004-10-15 | 2021-12-09 | Bosch Rexroth Ag | Hydraulisch betätigte Giesseinheit und Verfahren zu deren Ansteuerung |
-
2001
- 2001-07-17 DE DE10133990A patent/DE10133990A1/de not_active Withdrawn
- 2001-09-04 DE DE50104708T patent/DE50104708D1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE112005002528B4 (de) | 2004-10-15 | 2021-12-09 | Bosch Rexroth Ag | Hydraulisch betätigte Giesseinheit und Verfahren zu deren Ansteuerung |
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| US8757211B2 (en) | 2010-04-10 | 2014-06-24 | Hydac Fluidtechnik Gmbh | Flow control valve |
| US9395013B2 (en) | 2010-04-10 | 2016-07-19 | Hydac Fluidtechnik Gmbh | Flow control valve |
| US10544869B2 (en) | 2015-03-19 | 2020-01-28 | Hydac Fluidtechnik Gmbh | Valve |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE50104708D1 (de) | 2005-01-05 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN REXROTH AG, 97816 LOHR, DE |
|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BOSCH REXROTH AG, 70184 STUTTGART, DE Owner name: BOSCH REXROTH AG, 70184 STUTTGART, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |