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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Erzeugung eines Dekoder-Taktsignals
zur Dekodierung eines Datensignals. Dieses Datensignal liegt mit einem bestimmten Takt
vor, der von einem Taktsignal signalisiert wird. Das Datensignal ist in Datenworte
unterteilt, die von einem Datenwort-Signal gekennzeichnet werden.
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Das Dekoder-Taktsignal soll einerseits auf die Frequenz des Taktsignals des Datensignals
rasten, d. h. sich an der Frequenz des Taktsignals orientieren. Andererseits soll die Größe
der Frequenz des Dekoder-Taktsignals in einem festen, vorgegebenen Verhältnis zu der
Frequenz des Datenwort-Signals stehen. Da sich die Frequenz sowohl des Taktsignals als
auch die des Datenwort-Signals jedoch ändern können, besteht das Problem, dass das
Dekoder-Taktsignal unter allen gegebenen Frequenzverhältnissen der beiden Signale die
beiden oben beschriebenen Bedingungen einhalten soll.
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Bei dem Datensignal kann es sich beispielsweise um ein digitales Tonsignal handeln, für
das ein zur Dekodierung geeignetes Taktsignal zur Verfügung zu stellen ist. Das Tonsignal
kann jedoch in verschiedenen Taktsignalen vorliegen. Ferner kann das Datenwort-Signal
verschiedene Größe aufweisen, wobei das Datenwort-Signal bei einem Tonsignal den
Wechsel zwischen den beiden Kanälen in jedem Datenwort signalisiert. Die Frequenz des
Datenwort-Signals kann dabei der Abtastfrequenz des Tonsignals entsprechen.
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Aus dem Stande der Technik sind Phasenregelkreise bekannt, in welchen einer oder
mehrere Teiler vorgesehen sind, deren Teilerverhältnisse einstellbar sind. Damit können
derartige Phasenregelkreise so gestaltet werden, dass sie auf eine bestimmte
Eingangsfrequenz, eine bestimmte Ausgangsfrequenz oder eine bestimmte Arbeitsfrequenz ausgelegt
sind.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung der eingangs genannten Art zur Erzeugung
eines Dekoder-Taktsignals anzugeben, welche in der Lage ist, sich auf verschiedene
Frequenzen des Taktsignals und des Datenwort-Signals selbsttätig einzustellen und ein
Dekoder-Taktsignal zu liefern, das bei allen auftretenden Frequenzverhältnissen in einem
festen vorgegebenen Frequenzverhältnis zu der jeweils auftretenden Frequenz des
Datenwort-Signals steht.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst:
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Anordnung zur Erzeugung eines Dekoder-Taktsignals zur Dekodierung eines Datensignals,
das mit einem Taktsignal und einem Datenwort signalisierenden Datenwort-Signal,
welche beide jeweils verschiedene Frequenzen aufweisen können, zur Verfügung steht,
wobei die Anordnung einen Phasenregelkreis, dem das Taktsignal zugeführt wird, der
ausgangsseitig das Dekoder-Taktsignal liefert und der wenigstens einen einstellbaren Teiler
aufweist, der vorzugsweise am Eingang des Phasenregelkreises vorgesehen ist und dessen
Teilerverhältnis einstellbar ist, und einen Detektor aufweist, der wenigstens das Verhältnis
zwischen der Frequenz des Taktsignals und der Frequenz des Datenwort-Signals feststellt
und in Abhängigkeit dieses Frequenzverhältnisses das Tellerverhältnis in dem einstellbaren
Teiler so einstellt, dass die Frequenz des Dekoder-Taktsignals bei allen möglicherweise
auftretenden Frequenzverhältnissen zwischen dem Taktsignal und dem Datenwort-Signal
ein festes, vorgegebenes Frequenzverhältnis zu der Frequenz des Datenwort-Signals
aufweist.
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In der erfindungsgemäßen Anordnung ist ein Phasenregelkreis vorgesehen, dem das
Taktsignal zugeführt wird. In dem Phasenregelkreis ist wenigstens ein einstellbarer Teiler
vorgesehen, der vorzugsweise am Eingang des Phasenregelkreises angeordnet ist. Das
Tellerverhältnis, mit dem dieser einstellbare Teiler arbeitet, ist einstellbar.
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Da der Phasenregelkreis als Eingangssignal das Taktsignal erhält, arbeitet der
Phasenregelkreis in Abhängigkeit des eingestellten Tellerverhältnisses des Teilers in einem bestimmten
Frequenzverhältnis zu der Frequenz des Taktsignals. Somit weist das Ausgangssignal des
Phasenregelkreises, das das Ausgangssignal der Anordnung und somit das
Dekoder-Taktsignal darstellt, zwar gegebenenfalls eine andere Frequenz als das Taktsignal auf, weist aber
in Bezug auf dieses ein festes Frequenzverhältnis auf, ist also auf das Taktsignal des
Datensignals gerastet.
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Die Frequenz des Dekoder-Taktsignals soll jedoch in einem festen, vorgegebenen
Frequenzverhältnis zu der Frequenz des Datenwort-Signals stehen. Da dem Phasendetektor
eingangsseitig jedoch nicht dieses Datenwort-Signal, sondern das Taktsignal zugeführt
wird, ist erfindungsgemäß in der Anordnung ein Detektor vorgesehen, der das Verhältnis
zwischen der Frequenz des Taktsignals und der Frequenz des Datenwort-Signals feststellt
und den oder die in dem Phasenregelkreis vorgesehenen einstellbaren Teiler bzgl. deren
Teilerverhältnis zu einstellt, dass die Frequenz des Ausgangssignals des Phasenregelkreises
und somit die Frequenz des Dekoder-Taktsignals bei allen auftretenden
Frequenzverhältnissen zwischen Taktsignal und Datenwort-Signal das feste, vorgegebene
Frequenzverhältnis zu der Frequenz des Datenwort-Signals einhält.
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Es wird auf diese Weise einerseits erreicht, dass das Dekoder-Taktsignal bzgl. Frequenz und
Phasenverhalten auf das Taktsignal gerastet ist. Andererseits steht seine Frequenz in einem
festen, vorgegebenen Frequenzverhältnis zu der Frequenz des Datenwort-Signals.
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All dies wird nun mit einem Phasenregelkreis erreicht, wodurch vor allem der Vorteil
auftritt, dass nicht mehrere, sich ggf. gegenseitig beeinflussende Phasenregelkreise
vorzusehen sind.
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Ferner stellt sich die Anordnung selbsttätig auf verschiedene Frequenzen des Taktsignals
ein und liefert somit automatisch unabhängig von der Frequenz des Taktsignals ein
Dekoder-Taktsignal, das in dem vorgegebenen Frequenzverhältnis zu dem Datenwort-
Signal steht, das jedoch auf das Taktsignal gerastet ist.
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Je nach Größe der auftretenden Frequenzen und je nach Arbeitsfrequenz des
Phasenregelkreises kann dieser vorteilhaft gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung nach
Anspruch 2 weitere Teiler aufweisen. Insgesamt können drei Teiler vorgesehen sein, von
denen wenigstens einer, vorzugsweise der am Eingang des Phasenregelkreises vorgesehene
Teiler, einstellbar sind. Durch die weiteren Teiler können die Eingangsfrequenz des
Phasenregelkreises, dessen Ausgangsfrequenz sowie dessen Arbeitsfrequenz in weiten
Bereichen wunschgemäß eingestellt werden, und es ist eine leichte Anpassung an
verschiedene vorgesehene Frequenzverhältnisse möglich.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 3 muß der Detektor für
verschiedene auftretende Frequenzverhältnisse zwischen der Frequenz des Taktsignals und
der Frequenz des Datenwort-Signals nicht jeweils eine neue Berechnung der
Teilerverhältnisse vornehmen; vielmehr kann er diese aus einer Tabelle auslesen. Abhängig von dem
festgestellten Frequenzverhältnis liefert diese Tabelle die einzustellenden Tellerverhältnisse
für den oder die einstellbaren Teiler, die der Detektor daraufhin entsprechend einstellt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 4 handelt es sich bei
dem Datensignal um ein Tonsignal. Insbesondere bei derartigen Tonsignalen können
verschiedene Frequenzen und verschiedene Datenwort-Frequenzen auftreten. Für diese
verschiedenen Tonformate ist die erfindungsgemäße Anordnung aufgrund ihrer
selbsttätigen Einstellung auf die verschiedenen Frequenzen besonders geeignet.
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Neben der bisher beschriebenen ersten Betriebsart der erfindungsgemäßen Anordnung
kann vorteilhaft eine weitere, gemäß Anspruch 5 ausgestaltete zweite Betriebsart der
Anordnung vorgesehen sein, bei der dem Phasenregelkreis ein von einem Quarzoszillator
generiertes Signal zugeführt wird. Die Frequenz des Ausgangssignals des Phasenregelkreises
ist mittels der einstellbaren Tellerverhältnisse so einzustellen, dass sie einen bestimmten
Wert aufweist. In diesem Fall orientiert sich das Dekoder-Signal nicht an der Frequenz des
Taktsignals; vielmehr weist das Dekoder-Signal eine feste, von der Frequenz des
Taktsignals unabhängige Frequenz auf. In dieser zweiten Betriebsart kann die
erfindungsgemäße Anordnung beispielsweise dazu eingesetzt werden, selbst ein Master-
Frequenzsignal zu liefern, das dazu eingesetzt wird, ein analoges Tonsignal in den digitalen
Bereich umzusetzen, also abzutasten. Somit liegt dann das Datensignal als digitales
Tonsignal vor, wobei dessen Abtastfrequenz sich an der Frequenz des Dekoder-Signals
orientiert. Damit sind automatisch wieder die gewünschten Frequenzverhältnisse hergestellt. In
dieser zweiten Betriebsart wird also die erfindungsgemäße Anordnung nicht auf die
Frequenzen der Eingangssignale gerastet; vielmehr werden umgekehrt die Frequenzen der
Eingangssignale in Abhängigkeit der Arbeitsfrequenz der erfindungsgemäßen Anordnung
eingestellt. In beiden Fällen können die gewünschten Frequenzverhältnisse eingehalten
werden.
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Es kann ggf. der Fall eintreten, dass das festgestellte Frequenzverhältnis zwischen der
Frequenz des Taktsignals und der Frequenz des Datenwort-Signals keinem der
vorgegebenen Sollwerte entspricht. Für diesen Fall ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung nach Anspruch 6 eine dritte Betriebsart vorgesehen, welche genau in diesem Fall
gewählt wird. Es ermittelt dann ein Mikroprozessor den Wert des auftretenden
Frequenzverhältnisses und stellt die Teilerverhältnisse des oder der einstellbaren Teiler so ein, dass
wieder das gewünschte, feste Frequenzverhältnis zwischen der Frequenz des
Dekoder-Taktsignals und der Frequenz des Datenwort-Signals eingehalten wird. Durch diese dritte
Betriebsart ist die erfindungsgemäße Anordnung noch universeller einsetzbar, da hier sogar
nicht normgerechte Frequenzverhältnisse verarbeitet werden können.
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Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Erzeugung
eines Dekoder-Taktsignals mit drei möglichen Betriebsarten,
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Fig. 2 ein Blockschaltbild eines Phasenregelkreises, der Anordnung gemäß Fig. 1
und
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Fig. 3 eine Tabelle mit den möglichen auftretenden Frequenzen bzw.
Frequenzverhältnissen der Signale der Anordnung gemäß Fig. 1 und den
möglichen Teilerverhältnissen der Teiler des Phasenregelkreises gemäß
Fig. 1 bzw. Fig. 2.
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Fig. 1 zeigt in Form eines Blockschaltbildes eine erfindungsgemäße Anordnung zur
Erzeugung eines Dekoder-Taktsignals clk.
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Die Frequenz des Dekoder-Taktsignals clk soll in einem bestimmten Verhältnis zu der
Frequenz eines Datenwort-Signals WS liefern, welches jeden Datenwortwechsel in einem
in der Figur nicht angedeuteten Datensignal signalisiert.
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Bei dem Datensignal kann es sich beispielsweise um ein digitales Tonsignal handeln, das in
einem bestimmten Takt vorliegt, der durch ein Taktsignal bclk signalisiert wird. Das
Datenwort-Signal WS signalisiert außer dem Datenwortwechsel auch jeweils den Wechsel
der Daten der beiden Tonkanäle. Ferner entspricht die Frequenz des Datenwort-Signals
WS der Abtastfrequenz des Tonsignals.
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Das Tonsignal kann in verschiedenen Frequenzen vorliegen, d. h., dass die Frequenz des
Taktsignals bclk verschiedene vorgegebene Werte annehmen kann.
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Entsprechend kann auch die Frequenz des Datenwort-Signals WS abhängig von der
Abtastfrequenz des Tonsignals verschieden sein.
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Die Frequenz des Dekoder-Taktsignals clk soll in einem bestimmten Verhältnis zu der
Frequenz des Datenwort-Signals WS stehen. Andererseits soll das Dekoder-Taktsignal
jedoch auf das Taktsignal bclk gerastet sein, d. h., sich bzgl. Frequenz und Phase an diesem
orientieren. Hierbei besteht jedoch das Problem, dass unabhängig von der Frequenz des
Datenwort-Signals WS das Taktsignal bclk verschiedene Frequenzen annehmen kann.
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Zur Lösung dieses Problems ist in der erfindungsgemäßen Anordnung gemäß Fig. 1
außer einem Phasenregelkreis 1 ein Detektor 2 vorgesehen. Dem Detektor 2 werden
eingangsseitig sowohl das Taktsignal bclk des im übrigen nicht dargestellten Datensignals
wie auch dessen Datenwort-Signal WS zugeführt. Der Detektor 2 berechnet aus
diesen beiden Signalen das Frequenzverhältnis der beiden Signale und bestimmt daraus
diejenigen Teilerverhältnisse, die an dem oder den einstellbaren Teilern in dem
Phasenregelkreis 1 einzustellen sind.
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Zu dem Blockschaltbild gemäß Fig. 1 im einzelnen:
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Die oben bereits erläuterten Signale bclk und WS werden dem Detektor 2 zugeführt. Es ist
ferner ein erster Multiplexer 3 vorgesehen, welcher mittels eines Betriebsarten-Signals m/s
umschaltbar ist. Dem ersten Multiplexer 3 wird einerseits das Taktsignal bclk und
andererseits ein von einem in der Figur nicht näher angedeuteten Quarzoszillator stammendes
Taktsignal xtal zugeführt. In Abhängigkeit des Betriebsarten-Signals m/s wird zwischen
diesen beiden Taktsignalen umgeschaltet, und das entsprechende Signal wird dem
Phasenregelkreis 1 zugeführt.
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Es ist ferner ein zweiter Multiplexer 4 vorgesehen, der 3 Eingänge aufweist, von dem einer
mit dem Ausgangssignal des Detektors 2 gespeist wird. Zwei weitere Eingänge
erhalten Eingangssignale T2 und T3, bei denen es sich um Tellerverhältnisse handelt, die in
dem Phasenregelkreis gemäß Fig. 1 bzw. in den in diesem vorgesehenen einstellbaren
Teilern einzustellen sind. Die Umschaltung zwischen dem Ausgangssignal
des Detektors 2 und den Signalen T2 und T3 wird mittels eines Umschaltsignals sel
vorgenommen.
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Bereits dieses Blockschaltbild zeigt, dass die Anordnung gemäß Fig. 1 in drei
Betriebsarten arbeiten kann. Es wird zunächst die Arbeitsweise der Anordnung in der
ersten Betriebsart beschrieben, in welcher sich die Anordnung normalerweise befinden
wird.
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Bei dieser Betriebsart ist der erste Multiplexer 3 mittels des Betriebsarten-Signals m/s auf
seinen zweiten Eingang geschaltet, so dass dem Phasenregelkreis 1 eingangsseitig das
Taktsignal bclk des Datensignals zugeführt wird. Der Phasenregelkreis orientiert sich also
an diesem Signal und rastet auf dieses.
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Dabei besteht jedoch das Problem, dass die Frequenz des Dekoder-Taktsignals clk in
einem bestimmten Verhältnis zu der Frequenz des Datenwort-Signals WS liegen soll, das
Taktsignal bclk jedoch verschiedene Frequenzen aufweisen kann.
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Aus diesem Grunde ermittelt der Detektor 2 das Frequenzverhältnis zwischen dem
Taktsignal bclk und dem Datenwort-Signal WS und ermittelt daraus bestimmte
Teilerverhältnisse, die über den Multiplexer 4 mittels entsprechend eingestelltem Umschaltsignals sel an
den Phasenregelkreis 1 geliefert werden. In dem Phasen-Regelkreis 1 können in weiter
unten noch zu erläuternder Weise ein oder mehrere einstellbare Teiler vorgesehen sein,
deren Teilerverhältnisse entsprechend diesen, von dem Detektor 2 gelieferten Signal
eingestellt werden. Durch eine geeignete Wahl der Tellerverhältnisse, auf die ebenfalls
noch einzugehen sein wird, kann damit erreicht werden, dass die Frequenz des Dekoder-
Taktsignals clk in einem bestimmten Frequenzverhältnis zu der Frequenz des Datenwort-
Signals WS steht, jedoch bezüglich Frequenz und Phasenverhalten sich an dem Taktsignal
bclk orientiert, also auf dieses in einem bestimmten Frequenzverhältnis gerastet ist.
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Der Detektor 2 ist somit in der Lage, auch für verschiedene Frequenzen des Taktsignals
bclk und somit für verschiedene Frequenzverhältnisse zwischen diesem Signal und dem
Datenwort-Signal WS immer die Bedingung einzuhalten, dass das Dekoder-Taktsignal clk
bezüglich seiner Frequenz in einem bestimmten Verhältnis zu der Frequenz des
Datenwort-Signals WS steht.
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Diese Einstellung der erfindungsgemäßen Anordnung geschieht automatisch, d. h., es
findet eine selbsttätige Anpassung der erfindungsgemäßen Anordnung an verschiedene
Frequenzverhältnisse statt, so dass automatisch die o. a. Bedingungen eingehalten werden.
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Dies ist jedenfalls so lange möglich, wie die Frequenzverhältnisse zwischen dem Taktsignal
bclk und dem Datenwort-Signal WS bestimmte normgerechte Werte einhalten. Unter
besonderen Umständen kann der Fall eintreten, dass das Frequenzverhältnis zwischen
diesen beiden Signalen nicht der Norm entspricht oder neue, unbekannte Werte annimmt.
Die erfindungsgemäße Anordnung gemäß Fig. 1 kann dann auf eine dritte Betriebsart
geschaltet werden, was dadurch geschieht, dass das Umschaltsignal sel den zweiten
Multiplexer 4 auf seinen dritten Eingang geliefert und nunmehr die einstellbaren
Teilerverhältnisse durch ein Signal T3 bestimmt werden, welches den entsprechenden einstellbaren
Teilern in dem Phasenregelkreis 1 zugeführt wird. In dieser Betriebsart wählt also nicht
mehr der Detektor 2 feste, vorgegebene Tellerverhältnisse aus, sondern diese werden durch
einen extern vorgesehenen und in der Figur nicht dargestellten Mikroprozessor berechnet.
Der Mikroprozessor berechnet aus der Frequenz des Taktsignals clk und der Frequenz des
Datenwort-Signals WS die einzustellenden Tellerverhältnisse und stellt über das Signal T3
die einstellbaren Teiler in dem Phasenregelkreis 1 entsprechend ein.
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Diese dritte Betriebsart wird normalerweise nicht die Standard-Betriebsart sein, sondern
wird nur dann gewählt werden, wenn die erste Betriebsart, in der der Detektor die
Tellerverhältnisse bestimmt, aufgrund nicht normgerechter oder neuer Frequenzverhältnisse
nicht anwendbar ist.
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Es ist ferner eine zweite Betriebsart vorgesehen, bei der der erste Multiplexer 3 mittels des
Betriebsartensignals m/s auf seinem ersten Eingang und der zweite Multiplexer 4 mittels
des Umschaltsignals sel auf seinen Eingang geschaltet wird. In dieser Betriebsart orientiert
sich das Dekoder-Taktsignal clk nicht mehr an dem Taktsignal bclk, sondern an einem
Signal fester Frequenz xtal, das von einem in der Figur nicht angedeuteten Quarzoszillator
geliefert wird. Ferner werden die in dem Phasenregelkreis vorgesehenen einstellbaren Teiler
auf bestimmte Tellerverhältnisse eingestellt, die das Signal T2 angibt. Diese sind so
gewählt, dass in Abhängigkeit der Frequenz des Signals xtal am Ausgang des
Phasenregelkreises 1 ein Dekoder-Taktsignal clk mit einer gewünschten festen Frequenz auftritt.
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Diese zweite Betriebsart kann vorteilhaft dann gewählt werden, wenn das Dekoder-
Taktsignal sich bezüglich Frequenz und Phasenverhalten nicht an dem Taktsignal xtal des
Datensignals orientieren soll, sondern selber unabhängig davon sein und selber quasi ein
Master-Taktsignal darstellen soll. Diese Betriebsart kann beispielsweise dann gewählt
werden, wenn das Tonsignal, das in der Figur nicht angedeutet ist, durch Abtastung eines
analogen Tonsignals entsteht und die Abtast-Frequenz sich an der Frequenz des Dekoder-
Taktsignals clk orientiert. In diesem Fall sind dann auch die Frequenzen des Taktsignals
bclk und des Datenwort-Signals WS in einem bestimmten Verhältnis zu dem Dekoder-
Taktsignal clk, so dass die oben beschriebenen Frequenz verhältnisse wiederum eingehalten
werden. In dieser Betriebsart liefert jedoch die erfindungsgemäße Anordnung, quasi die
Master-Frequenz, an der sich die Frequenzen bclk und WS orientieren, während es in der
ersten Betriebsart genau umgekehrt ist. In beiden Fällen werden im Ergebnis die oben
beschriebenen Frequenzverhältnisse eingehalten.
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In Fig. 2 ist ein Blockschaltbild des Phasenregelkreises 1 der Darstellung gemäß Fig. 1
angedeutet. Der Phasenregelkreis gemäß Fig. 2 weist einen Phasendetektor 11, einen
Filter 2 sowie einen gesteuerten Oszillator 3 auf. Eingangsseitig, also dem Phasendetektor
vorgeschaltet, befindet sich ein erster, einstellbarer Teiler 14, dem ein Signal Tx zugeführt
wird, bei dem es sich um das Ausgangssignal des zweiten Multiplexers 4 der Anordnung
gemäß Fig. 1 handelt.
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Das Teilerverhältnis, mit dem der einstellbare Teiler 14 arbeitet, ist in Abhängigkeit dieses
Signals Tx einstellbar.
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Der Phasendetektor gemäß Fig. 2 weist zwei weitere Teiler 15 und 16 auf, die jedoch
nicht einstellbar gewählt sind, sondern deren Teilerverhältnis fest eingestellt ist.
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Der zweite Teiler 15 ist am Ausgang des Phasendetektors, also hinter dessen steuerbarem
Oszillator 13 angeordnet und liefert das Ausgangssignal des Phasenregelkreises.
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Der dritte Teiler 16 ist in der Rückkopplungsschleife des Phasenregelkreises angeordnet,
also zwischen dem Ausgang des steuerbaren Oszillators 13 und dem zweiten Eingang des
Phasendetektors 11.
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Wie oben bereits erläutert, arbeitet der einstellbare Teiler 14 in Abhängigkeit des Signals
Tx, was in der ersten Betriebsart der Schaltung gemäß Fig. 1 bedeutet, dass dieses
Teilerverhältnis von dem Detektor 2 bestimmt wird.
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In dem Ausführungsbeispiel gemäß der Zeichnung arbeiten die beiden weiteren Teiler 15
und 16 mit festen Teilerverhältnissen. In anderen Ausführungsformen ist es
selbstverständlich möglich, auch diese Teiler 15 und 16 bezüglich ihrer Teilerverhältnisse
einstellbarer zu gestalten und in der ersten Betriebsart der Anordnung gemäß Fig. 1 ihre
Teilerverhältnisse ebenfalls durch den Detektor 2 vorgeben zu lassen. In Fig. 3 ist eine Tabelle
dargestellt, welche verschiedene Frequenzverhältnisse und Tellerverhältnisse der
Anordnung gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2 darstellt.
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In der ersten Spalte der Tabelle ist das Frequenzverhältnis zwischen dem Taktsignal bclk
und dem Datenwort-Signal WS eingetragen. Diese Spalte zeigt, dass dieses
Frequenzverhältnis stark unterschiedliche Werte annehmen kann. Die weiteren Spalten 2, 3 und 4
sind mit m, n, p gekennzeichnet, bei denen es sich um die Divisoren handelt, mit denen
die Teiler 14, 15 und 16 des Phasenregelkreises gemäß Fig. 2 und somit auch des
Phasenregelkreises 1 gemäß Fig. 1 arbeiten. Diese Divisoren bestimmen die
Tellerverhältnisse dieser Teiler 14, 15 und 16.
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Diese Divisoren werden in der ersten Betriebsart der Schaltung gemäß Fig. 1 von dem
Detektor 2 geliefert. In den beiden anderen Betriebsarten werden diese durch die Signale
T2 und T3 bestimmt.
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Die Tabelle gemäß Fig. 3 zeigt, dass es für das Ausführungsbeispiel ausreichend ist, den
Wert des Divisors n variabel zu gestalten, also durch den Detektor 2 vorgeben zu lassen.
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Hingegen können die Teilerverhältnisse der Teiler 15 und 16 des Phasenregelkreises
gemäß Fig. 2 konstant gehalten werden.
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Dies ist möglich, da für die verschiedenen Frequenzen des Datenwort-Signals WS, die in
der Tabelle 3 mit 32 kHz, 44,1 kHz und 48 kHz angegeben sind, dennoch die Bedingung
eingehalten werden kann, dass das Dekoder-Taktsignal clk der Anordnung gemäß Fig. 1
in einem bestimmten Frequenzverhältnis zu der Frequenz des Datenwort-Signals WS steht
und andererseits Arbeitsfrequenz des Phasenregelkreises 1 gemäß Fig. 1 bzw. des in Fig.
2 dargestellten Phasenregelkreises in einem Soll-Arbeitsfrequenzbereich des
Phasenregelkreises gehalten werden kann.
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Die Tabelle gemäß Fig. 3 zeigt in den Spalten 5, 6 und 7 für die Frequenz 32 kHz des
Datenwort-Signals WS und für die verschiedenen Frequenzverhältnisse gemäß der ersten
Spalte die dabei auftretenden Frequenzen des Taktsignals bclk, die Frequenz am Eingang
des Phasendetektors 11 des Phasendetektors gemäß Fig. 2 sowie die Frequenz am
Ausgang des Phasenregelkreises gemäß Fig. 2 bzw. des Phasenregelkreises 1 gemäß Fig. 1.
Die entsprechenden Frequenzverhältnisse sind in den Spalten 8 bis 13 in entsprechender
Weise für die Frequenzen 44,1 kHz bzw. 48 kHz des Datenwort-Signals dargestellt.
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Im Ergebnis zeigt die Tabelle gemäß Fig. 3, dass die Frequenz des Ausgangssignals des
Phasenregelkreises immer in einem bestimmten Verhältnis zu der Frequenz des
Datenwort-Signals WS steht, und zwar unabhängig davon, welches Frequenzverhältnis zwischen
dem Taktsignal bclk und dem Datenwort-Signal WS vorliegt, also unabhängig von der
Frequenz des Taktsignals.
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Die in der Tabelle gemäß Fig. 3 dargestellten Werte der Teilerverhältnisse m, n, p kann
der Detektor 2 seinerseits aus einer in ihm vorgesehenen Tabelle unmittelbar entnehmen,
d. h. sie müssen nicht für jedes auftretende Tellerverhältnis neu berechnet werden, sondern
können unmittelbar eingestellt werden.
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Die oben erläuterte dritte Betriebsart ist dann vorzusehen, wenn keines der in der ersten
Spalte der Tabelle gemäß Fig. 3 vorgesehenen Teilerverhältnisse vorliegt, sondern wenn
abweichende oder neue Tellerverhältnisse eintreten. Dann sind die Werte der
Tellerverhältnisse m, n und p von einem Mikroprozessor entsprechend dem real auftretenden
Tellerverhältnis zu berechnen und einzustellen.
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Im Ergebnis liefert die erfindungsgemäße Anordnung ein Dekoder-Taktsignal clk, welches
bzgl. seines Phasenverhaltens auf das Taktsignal bclk gerastet ist, unabhängig von dessen
Frequenz. Vielmehr wird die Anordnung selbsttätig so konfiguriert, dass die Frequenz
dieses Signals immer in einem vorgegebenen Verhältnis zu der Frequenz des Datenwort-
Signals Wirbelsäule steht. Damit ist das Dekoder-Taktsignal in idealer Weise zur
Dekodierung des Datensignals geeignet.