DE10129206C2 - Heizsystem, Verfahren zum Beeinflussen von Luftströmungen in einem Heizsystem und strömungsmechanisches System - Google Patents
Heizsystem, Verfahren zum Beeinflussen von Luftströmungen in einem Heizsystem und strömungsmechanisches SystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Heizsystem zum Erwärmen von Luft, insbesondere zum
Beheizen des Innenraums eines Kraftfahrzeugs, mit mindestens einer ersten Hei
zung, mindestens einer zweiten Heizung und mindestens einem Strömungsweg,
der die erste Heizung und die zweite Heizung in Parallelschaltung verbindet. Die
Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Beeinflussen von Luftströmungen
in einem Heizsystem zum Erwärmen von Luft, insbesondere zum Beheizen des
Innenraums eines Kraftfahrzeugs, mit mindestens einer ersten Heizung, minde
stens einer zweiten Heizung und mindestens einem Strömungsweg, der die erste
Heizung und die zweite Heizung in Parallelschaltung verbindet. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein strömungsmechanisches System mit einem ersten Strömungs
weg, einem zweiten Strömungsweg und einer Umschaltklappe, die in einem er
sten Zustand den ersten Strömungsweg freigibt und den zweiten Strömungsweg
blockiert und in einem zweiten Zustand den ersten Strömungsweg in mindestens
einer Richtung blockiert und den zweiten Strömungsweg freigibt.
Ein gattungsgemäßes Heizsystem ist aus der DE 15 30 687 B bekannt geworden.
Insbesondere im Kraftfahrzeugbereich ist es bekannt, gattungsgemäße Heizsy
steme und gattungsgemäße Verfahren einzusetzen. Diese zeichnen sich durch
das Zusammenwirken einer ersten Heizung - der Fahrzeugheizung beziehungs
weise einer Kombination aus Fahrzeugheizung und Klimaanlage - und einer
zweiten Heizung - der Luftzusatzheizung - aus. Die Fahrzeugheizung bezie
hungsweise die Kombination aus Fahrzeugheizung und Klimaanlage wird auch
als "Frontbox" bezeichnet. Die Kombination aus Fahrzeugheizung und Klimaan
lage ist auch als HVAC ("Heat Ventilation Air Condition") bekannt. Wenn im Fol
genden bei der Beschreibung des Standes der Technik und bei der Beschreibung
der Erfindung von einer Fahrzeugheizung die Rede ist, so sind stets auch Kombi
nationen einer Fahrzeugheizung mit einer Klimaanlage gemeint.
Fig. 11 zeigt schematisch den Aufbau eines Systems des Standes der Technik.
Eine Fahrzeugheizung 110 mit einem Lufteintritt 138, der nicht näher dargestellt
ist, steht mit einer Mischkammer 114 in Verbindung. Weiterhin ist eine Zusatzhei
zung 112 vorgesehen, die einen Lufteintritt 136 aufweist. Auch die Zusatzheizung
112 steht mit der Mischkammer 114 in Verbindung. Die Mischkammer 114 weist
mehrere Luftkanäle 140 für den Austritt von Luft auf. Im Allgemeinen besteht in
der Mischkammer 114 die Möglichkeit, den dort eintretenden Volumenstrom über
Klappen in die unterschiedlichen Luftkanäle 140 umzuleiten oder Luftkanäle 140
abzuschließen. Auf diese Weise wird dem Benutzer die Möglichkeit gegeben,
umfangreiche Einstellungen zur Klimatisierung des Innenraums eines Kraftfahr
zeugs vorzunehmen.
Beim normalen Betrieb des Heizsystems gemäß Fig. 11 tritt ein Luftstrom 142
aus der Fahrzeugheizung 110 aus und in die Mischkammer 114 ein. Ebenso tritt
ein Luftstrom 144 aus der Zusatzheizung 112 aus und in die Mischkammer 114
ein. Aufgrund dieser an sich voneinander unabhängigen Luftströmungen 142, 144
kann eine Gegenkopplung resultieren, die beispielsweise zu dem Gegendruck
146 gegen die Strömung 144 der Zusatzheizung 112 führen kann. In Fig. 11 hat
der Gegendruck 146 einen geringen Betrag, so dass ein ordnungsgemäßes Ar
beiten des Heizsystems möglich ist.
In Fig. 12 ist ein System dargestellt, welches vom Aufbau her demjenigen aus
Fig. 11 entspricht. Im Unterschied zu dem in Fig. 11 schematisch dargestellten
Betriebszustand arbeitet das Heizsystem gemäß Fig. 12 nicht ordnungsgemäß.
Dies resultiert aus dem erhöhten Gegendruck 146, der im dargestellten Fall so
groß ist, dass er eine Umkehr der Luftströmung 144 bewirkt.
Das Entstehen der in Fig. 11 beziehungsweise in Fig. 12 schematisch darge
stellten Betriebszustände und die daraus resultierende Problematik wird nachfol
gend erläutert.
Die Fahrzeugheizung besitzt ein Gebläse, das mit hohem Volumenstrom und re
lativ geringer Drucksteifigkeit Luft in die Mischkammer einbläst. Unter dem Begriff
Drucksteifigkeit ist das Potential eines Druckaufbaus zu verstehen. Eine hohe
Drucksteifigkeit steht beispielsweise für das Potential, einen hohen Druck aufzu
bringen. Das Gebläse der Fahrzeugheizung kann stufenlos oder in Stufen gere
gelt werden, wobei diese Regelung insbesondere unabhängig von den thermody
namischen Zuständen in dem Heizsystem vorgenommen werden kann.
Auch die Zusatzheizung besitzt ein Gebläse. Dieses ist im Gegensatz zu dem
Gebläse der Fahrzeugheizung relativ drucksteif, wobei jedoch ein geringerer Vo
lumenstrom erzeugt wird. Bei gängigen Zusatzheizungen kann das Gebläse der
Zusatzheizung prinzipbedingt nicht unabhängig von der Heizleistung der Zusatz
heizung geregelt werden. Wenn mehr Heizleistung benötigt wird, so steigt auch
der Volumenstrom an und umgekehrt. Aufgrund der Änderung des Volumen
stroms der Zusatzheizung ändert sich aber auch die Drucksteifigkeit. Die Aus
blastemperatur an der Zusatzheizung ist unter anderem abhängig von den der
Zusatzheizung entgegenwirkenden Widerständen. Dies kann bei hohem Wider
stand zu einer erhöhten Ausblastemperatur führen, die durch Herunterregeln oder
Abschalten der Zusatzheizung begrenzt wird.
Für den Betrieb der Zusatzheizung ist es daher ideal, wenn sie bei niedrigen Aus
sentemperaturen mit hohen Heizleistungen, das heißt hohen Volumenströmen
und somit hoher Drucksteifigkeit laufen kann. Die Zusatzheizung kann dann dem
Gebläse der Fahrzeugheizung entgegenwirken, insbesondere wenn letzteres mit
niedrigen Gebläsestufen betrieben wird beziehungsweise wenn nur wenige Klap
pen in der Mischkammer geschlossen sind.
Problematisch ist allerdings, wenn die Zusatzheizung aufgrund steigender Tem
peraturen die Heizleistung absenken muss. Aufgrund der vorstehend erläuterten
Gesetzmäßigkeiten sinkt dann auch die Drucksteifigkeit und mithin die Möglich
keit, dem Fahrzeuggebläse ausreichend entgegenzuwirken. Ein solcher Zustand
hat wiederum zur Folge, dass der Widerstand für die Zusatzheizung immer höher
wird und die Zusatzheizung immer weiter die Heizleistung herunterregelt. Dies
kann dazu führen, dass der Gegendruck, der durch das Fahrzeugheizungsgeblä
se erzeugt wird, höher ist als der Druck der Zusatzheizung. Dieser Zustand wird
auch als Überdrückung bezeichnet. Die Wärme der Zusatzheizung kann dann
nicht mehr abgefördert werden. Im Extremfall wird sie in die umgekehrte Richtung
transportiert. Dies kann dazu führen, dass ein im Allgemeinen im Auslassbereich
der Zusatzheizung angeordneter Überhitzungsschutz außer Kraft gesetzt werden
kann. Weiterhin kann es zu gravierenden Schäden am gesamten System kom
men, beispielsweise im Einlassbereich beziehungsweise am Steuergerät der Zu
satzheizung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Heizsystem und ein
Verfahren zur Verfügung zu stellen, welche die genannten Nachteile ausräumen
und welche insbesondere eine Überdrückung in dem Heizsystem vermeiden.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprü
chen angegeben.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Heizsystems mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 ist es möglich, eine Überdrückung des Heizsystems zu vermei
den. Im normalen Betrieb ist vorgesehen, dass sich die Mittel zum Umschalten in
dem ersten Zustand befinden. Dann ist die Abluftöffnung verschlossen, und es
existiert eine Verbindung zwischen der ersten Heizung und der zweiten Heizung,
die eine Operation des Heizsystems gestattet, wie sie aus dem Stand der Technik
bekannt ist. Kommt es allerdings zu der problematischen Überdrückung, so kann
die Verbindung zwischen der ersten Heizung und der zweiten Heizung unterbro
chen werden, wobei weiterhin eine Verbindung zwischen der zweiten Heizung
und einer Abluftöffnung hergestellt wird. Die zweite Heizung wird dann nicht mehr
durch den Gegendruck der ersten Heizung beeinflusst. Ferner kann die zweite
Heizung durch die Verbindung zur Abluftöffnung auskühlen. Sobald ein Gesamt
zustand erreicht ist, in dem damit zu rechnen ist, dass die erste Heizung und die
zweite Heizung wieder parallel arbeiten können, können die Mittel zum Umschal
ten wieder die normale Verbindung zwischen der ersten Heizung und der zweiten
Heizung freigeben, während die Verbindung der zweiten Heizung zur Abluftöff
nung wieder geschlossen wird.
Die Erfindung entfaltet ihre Vorteile besonders dadurch, dass die erste Heizung
eine Fahrzeugheizung ist und dass die zweiten Heizung eine Zusatzheizung ist.
Die Erfindung ist in vorteilhafter Weise für das Zusammenspiel von Heizungen in
beliebigen Umgebungen einsetzbar. Besondere Vorzüge ergeben sich aber beim
Einsatz in einem Kraftfahrzeug. Dort werden Zusatzheizungen häufig mit Fahr
zeugheizungen beziehungsweise mit Fahrzeugheizungssystemen kombiniert, die
sich bereits in der Anwendung befinden. Die Erfindung ermöglicht durch die Ent
kopplung der einzubindenden Zusatzheizung von der Fahrzeugheizung eine pro
blemlose Integration.
Vorzugsweise ist mindestens eine Mischkammer vorgesehen, in die aus der min
destens einen ersten Heizung und aus der mindestens einen zweiten Heizung
ausgeströmte Luft eintreten kann. Eine solche Mischkammer ist nützlich, um Luft
mit einer einheitlichen Temperatur in den Innenraum des Kraftfahrzeugs einzu
leiten. Die Verbindung der Fahrzeugheizung mit der Zusatzheizung besteht dann
im Allgemeinen über diese Mischkammer, wobei es auch dann zu der Problema
tik der Überdrückung kommen kann. Insbesondere weist eine Mischkammer häu
fig Klappen auf, mit denen Kanäle ganz oder teilweise verschlossen werden kön
nen, so dass der Gegendruck gegen die Strömung aus der Zusatzheizung sehr
hoch werden kann.
Es ist besonders vorteilhaft, dass die Mittel zum Umschalten als Umschaltklappe
realisiert sind. Eine Umschaltklappe kann in einfacher Weise realisiert werden,
und sie kann durch verschiedenste Mittel bedient werden. Daher bietet eine Um
schaltklappe eine Vielzahl von Möglichkeiten, die vorliegende Erfindung zu ver
wirklichen.
Beispielsweise kann es besonders nützlich sein, dass die Umschaltklappe durch
Betätigungsmittel betätigbar ist. Derartige Betätigungsmittel können beispielswei
se dadurch verwirklicht sein, dass ein Nutzer eines Kraftfahrzeugs die Umschalt
klappe manuell umschaltet. Dies kann beispielsweise dann erfolgen, wenn eine
Warnlampe im Fahrzeuginnenraum anzeigt, dass die Gefahr einer Überdrückung
im Heizsystem besteht. Es sind aber auch beliebige andere Betätigungen neben
der manuellen Betätigung denkbar.
Beispielsweise ist es besonders nützlich, dass die Betätigungsmittel elektrisch
aktivierbar sind und dass die elektrische Aktivierung in Abhängigkeit von Aus
gangssignalen eines Steuergerätes erfolgt. In diesem Fall wird die Umschaltklap
pe durch einen elektrischen Stellmotor betätigt. Sobald ein Heizungssteuergerät
eine Überdrückung erkennt, kann über ein Signal die Umschaltklappe von dem
ersten Zustand in den zweiten Zustand überführt werden. Umgekehrt kann nach
dem ausreichenden Abkühlen der Zusatzheizung von dem zweiten in den ersten
Zustand umgeschaltet werden. Ebenfalls ist es möglich, eine elektrische Betäti
gung unabhängig von einem Heizungssteuergerät zu realisieren. In diesem Fall
kann beispielsweise ein Bimetallelement beim Erreichen einer bestimmten Tem
peratur einen Motor ansteuern.
Im vorgenannten Zusammenhang einer elektrischen Betätigung der Umschalt
klappe ist es von besonderem Vorteil, dass zum Erfassen von Druckzuständen in
dem Heizsystem mindestens ein Drucksensor zum Erzeugen eines Eingangs
signals für ein Steuergerät vorgesehen ist. Ein solcher Drucksensor kann bei
spielsweise als Differenzdrucksensor ausgelegt sein, wobei die Differenz zwi
schen dem Druck vor dem Zusatzheizgerät und dem Druck im beziehungsweise
nach dem Zusatzheizgerät gemessen wird. Bei zu hoher Differenz liegt mit hoher
Wahrscheinlichkeit eine Überdrückung vor, so dass von dem Steuergerät Maß
nahmen eingeleitet werden können, beispielsweise das Umschalten der Um
schaltklappe. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass das Steuergerät
bei der Entscheidung, ob Gegenmaßnahmen gegen eine Überdrückung zu treffen
sind, verschiedenste Eingangssignale einbeziehen kann, beispielsweise CAN-
Bus-Signale.
Im gleichen Sinne ist es zu bevorzugen, dass zum Erfassen von Temperaturzu
ständen in dem Heizsystem mindestens ein Temperatursensor zum Erzeugen
eines Eingangssignals für ein Steuergerät vorgesehen ist. Die Auswertung der
Temperatursignale kann beispielsweise durch eine Gradientenauswertung erfol
gen. Ist ein Temperatursensor zum Beispiel in den Nähe des Ausgangs der Zu
satzheizung installiert, so kann es bei einer Überdrückung zu einem schlagartigen
Temperaturabfall im Bereich dieses Temperatursensors kommen. Da ein solcher
Temperaturabfall bei einer gleichbleibenden oder steigenden Heizleistung ohne
das Vorliegen einer Überdrückung nicht vorliegen könnte, kann aus dem Tempe
raturabfall auf eine Überdrückung geschlossen werden. Ebenfalls ist es möglich,
mehrere Temperatursensoren im Bereich der Zusatzheizung zu installieren und
aus dem räumlichen Temperaturverlauf auf eine eventuell vorliegende Überdrüc
kung zu schließen.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsge
mäße Heizsystem dadurch weitergebildet, dass die Umschaltklappe strömungs
mechanisch betätigbar ist. Dies ist von besonderem Vorteil, da auf diese Weise
Betätigungsmittel entbehrlich sind. Beispielsweise kann auf einen Stellmotor zur
elektrischen Betätigung der Umschaltklappe verzichtet werden. Die strömungs
mechanische Betätigung basiert darauf, dass die Strömungen in dem Heizungs
system zunächst dazu verwendet werden, das Vorliegen oder die Gefahr einer
Überdrückung zu erkennen, und anschließend auch noch als Energielieferant
dienen, um die Umschaltklappe in einen der Überdrückung entgegenwirkenden
Zustand zu überführen.
Das erfindungsgemäße Heizsystem ist in diesem Zusammenhang dadurch be
sonders vorteilhaft, dass die Umschaltklappe einen ersten Bereich aufweist, der
in einen Strömungsbereich zwischen der ersten Heizung und der zweiten Hei
zung hineinragt, dass die Umschaltklappe durch die Wechselwirkung des ersten
Bereiches mit der Strömung zwischen dem ersten Zustand und dem zweiten Zu
stand umschaltbar ist, wobei bei einer Strömung von der zweiten Heizung zu der
ersten Heizung der erste Zustand angenommen wird und bei Strömungsumkehr
der zweite Zustand angenommen wird, dass der erste Bereich in dem ersten Zu
stand eine Strömung von der zweiten Heizung zu der ersten Heizung zulässt und
bei Strömungsumkehr eine Strömung von der ersten Heizung zu der zweiten Hei
zung im Wesentlichen verhindert und dass die Umschaltklappe einen zweiten
Bereich aufweist, der in dem ersten Zustand die Abluftöffnung verschließt und in
dem zweiten Zustand die Abluftöffnung freigibt. Der erste Bereich dient also zu
nächst dazu, strömungsabhängig die Umschaltklappe zu betätigen. Nach der
Überführung von dem ersten in den zweiten Zustand dient der erste Bereich dann
weiterhin dazu, die Verbindung zwischen der ersten Heizung und der zweiten
Heizung zu unterbrechen. Der zweite Bereich wird zusammen mit dem ersten
Bereich der Umschalklappe bewegt, da die Bereiche vorzugsweise starr mitein
ander verbunden sind. Im ersten Zutand blockiert der zweite Bereich die Ab
luftöffnung, während er im zweiten Zustand die Abluftöffnung freigibt. Durch eine
derartige Umschaltklappe lässt sich somit automatisch eine Überdrückung ver
meiden.
Im Zusammenhang mit der strömungsmechanisch betätigten Umschaltklappe ist
es besonders bevorzugt, dass der erste Bereich eine Öffnung mit einer Abdec
kung aufweist, wobei die Abdeckung die Öffnung bei einer Strömung von der
zweiten Heizung zu der ersten Heizung freigibt und bei einer Strömungsumkehr
im Wesentlichen verschließt. Auf diese Weise kann die grundsätzliche Funktion
der Umschaltklappe realisiert werden. Eine Strömung von der zweiten Heizung in
Richtung der Mischkammer kann stets erfolgen. Eine Strömung von der ersten
Heizung zur zweiten Heizung wird durch das Verschließen der Öffnung mit der
Abdeckung verhindert. Gleichzeitig kann die Abluft aus der zweiten Heizung
durch die Abluftöffnung austreten.
In diesem Zusammenhang ist es von besonderem Vorteil, dass die Abdeckung
elastisch ist. Beispielsweise kann die Abdeckung aus einem Elastomer bestehen,
so dass sie den Luftstrom von der zweiten Heizung zur ersten Heizung praktisch
ungehindert durchlassen kann. Bei Strömungsumkehr schmiegt sich das Elasto
mer abdichtend an den Rand der Öffnung an, so dass die erfindungsgemäße
Betätigung der Umschaltklappe erfolgen kann.
Weiterhin ist es im Zusammenhang mit der strömungsmechanisch betätigten
Umschaltklappe von besonderem Vorteil, dass die den Strömungswiderstand bil
dende wirksame Fläche des ersten Bereiches bei einer Strömung von der zweiten
Heizung zu der ersten Heizung und die wirksame Fläche des zweiten Bereiches
so gewählt sind, dass bei einer ersten Strömung von der zweiten Heizung zu der
ersten Heizung der erste Zustand angenommen wird. Durch eine derartige Aus
legung der Flächenverhältnisse des ersten Bereiches und des zweiten Bereiches
wird sichergestellt, dass der Druck auf den zweiten Bereich nicht so groß werden
kann, dass er bei an sich zu verschließender Abluftöffnung die Abluftöffnung frei
gibt. Die angegebenen Flächen sind also im Sinne eines zuverlässigen ersten
Zustandes der Umschaltklappe in der angegebenen Weise zu wählen.
Die strömungsmechanisch betätigte Umschaltklappe ist in besonders vorteilhafter
Weise dadurch weitergebildet, dass der erste Bereich und der zweite Bereich ei
nen Winkel größer 90° einschließen und dass im Verbindungsbereich zwischen
dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich eine Achse vorgesehen ist, mit der
die Umschaltklappe gelenkig im Heizsystem gelagert ist. Es gibt zahlreiche Mög
lichkeiten, die Umschaltklappe im Heizsystem zu befestigen. Um eine besonders
gute Beweglichkeit und eine besonders langlebige Anordnung zu erhalten, ist
eine gelenkige Befestigung mit einer Achse jedoch zu bevorzugen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15
werden die im Zusammenhang mit dem Heizsystem erläuterten Eigenschaften
und Vorzüge der Erfindung auch im Rahmen eines Verfahrens realisiert. Dies gilt
ebenso für die nachfolgend genannten Ausführungsformen des Verfahrens.
Die Erfindung entfaltet ihre Vorteile besonders dadurch, dass die erste Heizung
eine Fahrzeugheizung ist und dass die zweiten Heizung eine Zusatzheizung ist.
Vorzugsweise ist mindestens eine Mischkammer vorgesehen, in die aus der min
destens einen ersten Heizung und aus der mindestens einen zweiten Heizung
ausgeströmte Luft eintreten kann.
Es ist besonders vorteilhaft, dass das Umschalten durch eine Umschaltklappe
erfolgt.
Zum Beispiel kann es besonders vorteilhaft sein, dass die Umschaltklappe durch
Betätigungsmittel betätigt wird.
Beispielsweise ist es besonders nützlich, dass die Betätigungsmittel elektrisch
aktiviert werden und dass die elektrische Aktivierung in Abhängigkeit von Aus
gangssignalen eines Steuergerätes erfolgt.
Im vorgenannten Zusammenhang einer elektrischen Betätigung der Umschalt
klappe ist es von besonderem Vorteil, dass Druckzustände in dem Heizsystem
von mindestens einem Drucksensor erfasst werden und dass ein druckabhängi
ges Eingangssignal für ein Steuergerät erzeugt wird.
Im gleichen Sinne ist es zu bevorzugen, dass Temperaturzustände in dem Heiz
system von mindestens einem Temperatursensor erfasst werden und dass ein
temperaturabhängiges Eingangssignal für ein Steuergerät erzeugt wird.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsge
mäße Verfahren dadurch weitergebildet, dass die Umschaltklappe strömungsme
chanisch betätigt wird.
Durch das erfindungsgemäße strömungsmechanische System mit den Merkma
len des Anspruchs 24 werden die anhand des Heizsystems erläuterten Vorteile
der strömungsmechanisch betätigten Umschaltklappe auch in beliebigen strö
mungsmechanischen Systemen umgesetzt. Dies gilt auch für die nachfolgend
angegebenen bevorzugten Ausführungsformen strömungsmechanischer Syste
me.
Das strömungsmechanische System ist in besonders vorteilhafter Weise dadurch
weitergebildet, dass der erste Bereich der Umschaltklappe eine Öffnung mit einer
Abdeckung aufweist, wobei die Abdeckung die Öffnung bei einer Strömung von
der zweiten Heizung zu der ersten Heizung freigibt und bei einer Strömungsum
kehr im Wesentlichen verschließt.
Es ist besonders zu bevorzugen, dass die Abdeckung an dem ersten Bereich der
Umschaltklappe elastisch ist.
Weiterhin ist bevorzugt, dass die den Strömungswiderstand bildende wirksame
Fläche des ersten Bereiches der Umschaltklappe bei einer Strömung in der er
sten Richtung und die wirksame Fläche des zweiten Bereiches so gewählt sind,
dass bei einer Strömung in der ersten Richtung der erste Zustand angenommen
wird.
Weiterhin ist das strömungsmechanische System vorteilhafterweise so gestaltet,
dass der erste Bereich und der zweite Bereich der Umschaltklappe einen Winkel
größer 90° einschließen und dass im Verbindungsbereich zwischen dem ersten
Bereich und dem zweiten Bereich eine Achse vorgesehen ist, mit der die Um
schaltklappe gelenkig im strömungsmechanischen System gelagert ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine Überdrückung und die
damit verbundenen Probleme im Bereich einer Luftzusatzheizung durch das Be
reitstellen einer Umschaltklappe überwunden werden können. Die Umschaltklap
pe kann in vielfältiger Weise ausgelegt sein. Insbesondere können unterschiedli
che Betätigungsmechanismen für die Umschaltklappe verwendet werden. Als
besonders nützliche Ausführungsform ist eine strömungsmechanisch betätigte
Umschaltklappe zu nennen, da auf dieser Grundlage Betätigungsmittel, wie zum
Beispiel elektrische Stellmotoren, entbehrlich sind. Aber auch elektrisch betätigte
Umschaltklappen können von Vorteil sein, da auf diese Weise zahlreiche Infor
mationen, beispielsweise unter Mitwirkung eines Steuergerätes, verarbeitet wer
den können, um den Überdrückungszustand zu erkennen und zum richtigen Zeit
punkt geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen anhand be
vorzugter Ausführungsformen beispielhaft erläutert.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Heizsystems mit einer ersten
Ausführungsform einer Umschaltklappe;
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Teils eines Heizsystems mit
einer zweiten Ausführungsform einer Umschaltklappe;
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der zweiten Ausführungsform einer
Umschaltklappe;
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Teils eines Heizsystems mit
einer zweiten Ausführungsform einer Umschaltklappe während ei
nes ersten Strömungszustandes;
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Teils eines Heizsystems mit
einer zweiten Ausführungsform einer Umschaltklappe während ei
nes zweiten Strömungszustandes;
Fig. 6 ein Diagramm, bei dem Druckdifferenzen von Drücken vor und hin
ter einer Luftzusatzheizung beziehungsweise einer Fahrzeughei
zung gegen den Volumenstrom aufgetragen sind;
Fig. 7 eine schematische Darstellung eines Heizsystems mit einer Rück
schlagklappe;
Fig. 8 drei perspektivische Darstellungen einer Rückschlagklappe in ver
schiedenen Perspektiven beziehungsweise Montagezuständen;
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer Luftzusatzheizung mit einem
Druckdifferenzsensor;
Fig. 10 eine schematische Darstellung einer Luftzusatzheizung mit Tempe
ratursensoren;
Fig. 11 eine schematische Darstellung eines Heizsystems des Standes der
Technik mit einem unkritischen Strömungszustand; und
Fig. 12 eine schematische Darstellung eines Heizsystems des Standes der
Technik mit einem kritischen Strömungszustand.
Bei der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungsfiguren bezeichnen gleiche
Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Elemente.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Heizsystems mit einer ersten
Ausführungsform einer Umschaltklappe 18. Eine Fahrzeugheizung 10 mit einem
Lufteintritt 38, der nicht näher dargestellt ist, steht mit einer Mischkammer 14 in
Verbindung. Weiterhin ist eine Zusatzheizung 12 vorgesehen, die einen Luftein
tritt 36 aufweist. Auch die Zusatzheizung 12 kann mit der Mischkammer 14 ver
bunden sein. Die Mischkammer 14 weist mehrere Luftkanäle 40 für den Austritt
von Luft auf. Im Allgemeinen besteht in der Mischkammer 14 die Möglichkeit, den
dort eintretenden Volumenstrom über Klappen in die unterschiedlichen Luftkanäle
40 umzuleiten oder Luftkanäle 40 abzuschließen. Auf diese Weise wird dem Be
nutzer die Möglichkeit gegeben, umfangreiche Einstellungen zur Klimatisierung
des Innenraums des Kraftfahrzeugs vorzunehmen.
Weiterhin ist in dem Verbindungsbereich zwischen Zusatzheizung 12 und Misch
kammer 14, der auch der Verbindungsbereich zwischen Zusatzheizung 12 und
Fahrzeugheizung 10 ist, eine Abluftöffnung 16 vorgesehen. Im Bereich dieser
Abluftöffnung 16 ist eine Umschaltklappe 18 gelenkig angeordnet.
Die Umschaltklappe 18 ist in zwei Zuständen gezeigt und daher mit unterbroche
nen Linien dargestellt. Im ersten Schaltzustand verschließt die Umschaltklappe
18 die Abluftöffnung 16, und es besteht eine Verbindung zwischen der Zusatzhei
zung 12 und der Mischkammer 14 beziehungsweise der Fahrzeugheizung 10. In
einem zweiten Schaltzustand verschließt die Umschaltklappe 18 diese Verbin
dung zwischen Zusatzheizung 12 und Mischkammer 14; die Abluftöffnung 16 wird
hingegen freigegeben. Das Heizsystem mit dem ersten Zustand der Umschalt
klappe 16 entspricht also strömungstechnisch vom Prinzip her dem Heizsystem
des Standes der Technik, das anhand der Fig. 11 und 12 erläutert wurde.
Dieser erste Zustand der Umschaltklappe kann also dann eingenommen werden,
wenn ein zulässiger Strömungszustand vorliegt, wie er anhand von Fig. 11 er
läutert wurde, insbesondere also dann, wenn keine Überdrückung durch einen
Gegendruck 46 vorliegt, der letztlich aus der ausströmenden Luft 42 aus der
Fahrzeugheizung 10 resultiert. In dem Fall hat die Strömung 44 aus der Zusatz
heizung 12 eine ausreichende Drucksteifigkeit, um in die Mischkammer 14 zu
gelangen. Erhöht sich der Gegendruck 46 jedoch, so dass es letztlich zu einer
Strömungsumkehr der Strömung 44 aus der Zusatzheizung 12 kommen könnte,
so verschließt die Umschaltklappe 18 die Verbindung zwischen der Zusatzhei
zung 12 und der Mischkammer 14 beziehungsweise der Fahrzeugheizung 10 und
gibt die Abluftöffnung 16 frei. Die Strömung 44 aus der Zusatzheizung 12 kann
dann durch die Abluftöffnung 16 austreten. Somit kann die mitunter stark aufge
heizte Zusatzheizung 12 abkühlen.
Das Umschalten der Umschaltklappe 18 kann beispielsweise durch einen (nicht
dargestellten) elektrischen Stellmotor erfolgen, der von einem Ausgangssignal
eines (nicht dargestellten) Steuergerätes aktiviert wird. Dieses Steuergerät kann
eine Vielzahl von Eingangssignalen verarbeiten, beispielsweise Druck bezie
hungsweise Temperatur an verschiedenen Positionen des Heizsystems. Wenn
nach einer gewissen Zeit des Abströmens der Strömung 44 aus der Zusatzhei
zung 12 durch die Abluftöffnung 16 davon auszugehen ist, dass die Zusatzhei
zung 12 ausreichend abgekühlt ist, kann die Umschaltklappe 18 wieder in den
ersten Zustand überführt werden, da dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
die Drucksteifigkeit der Strömung 44 wieder ausreicht, so dass sie den Gegen
druck 46 überwinden kann.
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils eines Heizsystems mit
einer zweiten Ausführungsform einer Umschaltklappe 20. Die strömungsmecha
nisch betätigte Umschaltklappe 20 ist im vorliegenden Beispiel in der Verbin
dungsleitung zwischen der Fahrzeugheizung 10 beziehungsweise der Misch
kammer 14 und der Zusatzheizung 12 angeordnet. Sie befindet sich daher im
Bereich der Strömung 44, die von der Zusatzheizung erzeugt wird, und des Ge
gendruckes 46, der von dem Gebläse der Fahrzeugheizung 10 erzeugt wird. Die
Umschaltklappe 20 hat einen ersten Bereich 26, der in den Strömungsbereich
hineinragt. Ein zweiter Bereich 28 dient dem Verschließen beziehungsweise dem
Freigeben einer Abluftöffnung 16. Die Umschaltklappe 20 ist weiterhin mit einer
Abdeckung 32 an ihrem ersten Bereich 26 ausgestattet, die vorliegend als Ela
stomerlappen realisiert ist. Die Umschaltklappe 20 ist mittels einer Achse 34 ge
lenkig gelagert.
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung der zweiten Ausführungsform einer
Umschaltklappe 20. Eine mögliche Gestaltung der Umschaltklappe 20 ist zu er
kennen. Dabei bilden der erste Bereich 26 und der zweite Bereich 28 im Quer
schnitt eine L-förmige Struktur, wobei der von dem ersten Bereich 26 und dem
zweiten Bereich 28 eingeschlossene Winkel größer ist als 90°. Der erste Bereich
26 hat weiterhin eine Öffnung 30. Diese Öffnung kann von der Abdeckung 32
freigegeben beziehungsweise verschlossen werden. Aufgrund der Kräfte, die
strömungsmechanisch auf die Umschaltklappe 20 wirken, kann die Umschalt
klappe 20 durch gelenkige Lagerung um die Achse 34 geschwenkt werden.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils eines Heizsystems mit
einer zweiten Ausführungsform einer Umschaltklappe 20 während eines ersten
Strömungszustandes. In dem hier dargestellten Strömungszustand ist der Ge
gendruck 46 der Fahrzeugheizung 10 gering. Somit kann die Zusatzheizung 12
eine Strömung 44 in die richtige Richtung ausbilden. Die Umschaltklappe 20 wird
hierdurch in Richtung der Fahrzeugheizung 10 beziehungsweise der Mischkam
mer 14 gedrückt, und die als Rückschlagklappe wirkende Abdeckung 32 öffnet
sich. Der zweite Bereich 28 der Umschaltklappe 20 verschließt die Abluftöffnung
16. Damit es nicht zu einem unbeabsichtigten Öffnen der Abluftöffnung 16
kommt, obwohl an sich ein korrekter Betrieb erfolgen kann, sind die an der Strö
mungsmechanik beteiligten Flächen, das heißt der erste Bereich 26, der zweite
Bereich 28 und die Abdeckung 32 entsprechend aufeinander abgestimmt.
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils eines Heizsystems mit
einer zweiten Ausführungsform einer Umschaltklappe 20 während eines zweiten
Strömungszustandes. Dieser Strömungszustand wird erreicht, wenn der Gegen
druck 46, der aus der Richtung der Fahrzeugheizung 10 beziehungsweise der
Mischkammer 14 kommt, ansteigt. Ist dies der Fall, so schließt sich die Abdec
kung bzw. Rückschlagklappe 32 in zunehmendem Maße. Wird der Gegendruck
46 so stark, dass die Strömung 44 von der Zusatzheizung 12 nicht mehr in die
richtige Richtung erfolgen kann, so wird die Rückschlagklappe 32 komplett ge
schlossen. Der sich aufbauende Staudruck zwingt die Umschaltklappe 20 zum
Umkippen. Ebenfalls verschließt die als Rückschlagklappe wirkende Abdeckung
32 die Öffnung 30 (Fig. 3) des ersten Bereiches 26 der Umschaltklappe 20. Ver
ringert sich der Druck 46 der Fahrzeugheizung 10, so wird durch die Strömung 44
beziehungsweise durch den hierdurch entstehenden Überdruck an der Umschalt
klappe 20 diese wieder zum Umkippen in die andere Richtung gezwungen.
Die Fig. 1, 2, 4 und 5 zeigen die Umschaltklappen 18, 20 stets im Verbin
dungsbereich zwischen der Mischkammer 14 und der Zusatzheizung 12. Dies ist
eine bevorzugte Position der Umschaltklappen 18, 20. Es sind allerdings auch
andere Positionierungen möglich, etwa direkt am Ausgang der Zusatzheizung 12
oder im Bereich von Mischkammer 14 beziehungsweise Fahrzeugheizung 10.
Fig. 6 zeigt ein Diagramm, bei dem Druckdifferenzen von Drücken vor und hinter
einer Luftzusatzheizung beziehungsweise einer Fahrzeugheizung gegen den
Volumenstrom aufgetragen sind. Die dargestellten Gebläsekennlinien sind teil
weise nur qualitativ zu betrachten. Kurve a zeigt die Kennlinie eines Gebläses
einer Fahrzeugheizung auf hoher Stufe. Kurve b zeigt die Kennlinie eines ver
gleichsweise kleinen Gebläses einer Zusatzheizung bei relativ geringer Drehzahl;
Kurve c zeigt die Kennlinie desselben Gebläses bei erhöhter Drehzahl. Kurve d
zeigt die Kennlinie eines größeren Gebläses bei relativ geringer Drehzahl; Kurve
e zeigt die Kennlinie desselben Gebläses bei erhöhter Drehzahl.
Die Kennlinien b, c, d von Zusatzheizungsgebläsen, die die Kennlinie a des Fahr
zeugheizungsgebläses nicht schneiden, zeigen an, dass die Gebläse der Zusatz
heizungen bei den jeweiligen Drehzahlen den Gegendruck der Fahrzeugheizung
nicht überwinden können. Dies führt zu einer Überdrückung des Heizgerätes.
Die Kennlinie e des Zusatzheizungsgebläses schneidet die Kennlinie a des Fahr
zeugheizungsgebläses. Dies bedeutet, dass bei der angegebenen Drehzahl das
Zusatzheizungsgebläse einen höheren Druck aufbringen kann als das Fahrzeug
heizungsgebläse und dabei weiterhin Heizluft in die richtige Richtung fördern
kann. Es kommt also nicht zu einer Überdrückung des Heizsystems. Das kleinere
Zusatzheizungsgebläse kann gemäß den Kennlinien b und c weder bei niedriger
noch bei hoher Drehzahl dem Fahrzeugheizungsgebläse entgegenwirken. Es
erfolgt unabhängig von der Drehzahl eine Überdrückung des Heizsystems. Bei
dem größeren Gebläse findet eine solche Überdrückung nur bei der geringen
Drehzahl gemäß Kennlinie d statt.
Allerdings ist zu beachten, dass die angegebenen Kennlinien Kaltkennlinien sind,
so dass auch beim Einsatz eines großen Zusatzheizungsgebläses der Einsatz
eines Zusatzgebläses sinnvoll ist. Dies hat den Grund, dass im Heizbetrieb der
Aufbau der angegebenen hohen Drücke zwischen 6 und 7 Millibar nicht möglich
ist, da mit steigendem Gegendruck auch der Volumenstrom abnimmt und somit
die Heizlufttemperatur ansteigt. Bei maximalen Druck kann somit die Wärme des
Wärmeübertragers nicht mehr abgeführt werden, es kommt zur Überhitzung und
damit zur Überhitzungsabschaltung. Außerdem ist zu beachten, dass ein Ab
schalten oder ein Herunterregeln des Zusatzheizgerätes mitunter auch schon bei
geringeren Gegendrücken erfolgt, was mit einer Absenkung der Drehzahl des
Zusatzheizungsgebläses einhergeht. Auch dies birgt die Gefahr einer Überdrüc
kung des Heizsystems. Auch im Startbetrieb kann das Gebläse einer Zusatzhei
zung im Allgemeinen nicht mit Volllast betrieben werden, so dass im Hinblick dar
auf ebenfalls ein Zusatzgebläse nützlich ist, um eine Überdrückung des Heizsy
stems zu vermeiden.
Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Heizsystems mit einer Rück
schlagklappe. Das dargestellte Heizsystem entspricht in weiten Teilen dem Heiz
system des Standes der Technik gemäß den Fig. 11 und 12 beziehungsweise
den Heizsystemen, die im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 5 erläutert wur
den. In der dargestellten Ausführungsform sind jedoch keine Abluftöffnung (16,
Fig. 1) sowie keine Umschaltklappe (18, Fig. 1) vorgesehen. Als zusätzliche
Komponenten sind eine Rückschlagklappe 56 zwischen der Zusatzheizung 12
und der Mischkammer 14 beziehungsweise der Fahrzeugheizung 10 sowie ein
zusätzlicher Temperatursensor 58 am Eingangsbereich der Zusatzheizung 12
vorgesehen. Der zusätzliche Temperatursensor 58 kann direkt am Steuergerät
der Luftzusatzheizung 12 angebracht werden. Vorzugsweise sollte der Sensor
frei im Luftstrom liegen, um so eine möglichst geringe Trägheit zu realisieren. Die
Anschlüsse und ein eventuell vorgesehener Stecker am Temperatursensor soll
ten jedoch wasserdicht ausgeführt sein.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten Heizsystem wird der Überdrückung des Heizsy
stems auf die folgende Weise entgegengewirkt. Die Rückschlagklappe 56 lässt
eine Strömung 44 von der Zusatzheizung 12 in die Mischkammer 14 zu, wenn die
Druckverhältnisse einen normalen Betrieb erlauben. Kommt es zu einer Über
drückung des Heizsystems durch erhöhten Gegendruck 46, so erfolgt durch die
Rückschlagklappe 56 eine totale Verdämmung der Zusatzheizung 12. Ein in der
Zusatzheizung 12 ohnehin in der Regel vorgesehener Temperatursensor (nicht
dargestellt) erkennt diese totale Verdämmung aufgrund des erfolgenden Tempe
raturanstiegs und schaltet die Zusatzheizung 12 ab. Der zusätzliche Tempera
turfühler 58 der Zusatzheizung 12 dient als redundantes Sicherheitselement. Ist
nämlich die Rückschlagklappe 56 defekt und kommt es somit zu einer Überdrüc
kung des Heizsystems, so kann mitunter ein beispielsweise im Ausgangsbereich
der Zusatzheizung 12 angeordneter Temperaturfühler keinen Temperaturanstieg
feststellen. Im Bereich des Temperaturfühlers 58 am Eingangsbereich der Zu
satzheizung 12 wird jedoch die rückströmende Luft durch die Zusatzheizung 12
ausreichend erhitzt sein, so dass der Temperaturanstieg als zuverlässiges Indiz
für eine Überdrückung verwendet werden kann. Abhängig von den Zuständen
sonstiger Fahrzeugkomponenten können im Steuergerät der Zusatzheizung 12
unterschiedliche Programmabläufe abgearbeitet werden. Wenn beispielsweise
die Zündung des Fahrzeugs beziehungsweise die Fahrzeugheizung 10 einge
schaltet sind, so können bei einem Abschalten des Brenners die Drehzahlen der
Zusatzheizung 12 so weit erhöht werden, dass in jedem Fall eine ausreichende
Luftmenge zum Abkühlen der Bauteile in die vorgesehene Richtung zur Verfü
gung gestellt werden kann. Mit anderen Worten: eine Regelpausendrehzahl der
Zusatzheizung 12 wird von einem an sich geringen Wert hochgesetzt, vorzugs
weise auf 100%. Sind hingegen die Zündung des Kraftfahrzeugs beziehungswei
se die Fahrzeugheizung 10 ausgeschaltet, so wird auf die besonders starke
Drehzahlerhöhung der Zusatzheizung 12 verzichtet, was mit einer geringeren Ge
räuschentwicklung verbunden ist. Mit anderen Worten: es findet eine "normale"
Regelpause mit einer Regelpausendrehzahl von zirka 15 bis 30% der Voll
lastdrehzahl statt. Das Überführen des Zusatzheizgerätes 12 in die Regelpause
kann anstelle einer ebenfalls einsetzbaren Störverriegelung stattfinden. Dabei ist
bevorzugt, dass das Heizgerät 12 nur eine begrenzte Anzahl aufeinanderfolgen
der Übergänge in eine Regelpause durchführen kann. Danach wird das Heizgerät
in einen Zustand mit Störverriegelung überführt.
Bei dem System gemäß Fig. 7 kann zusätzlich vorgesehen sein, das an der
Ausblasseite der Luftzusatzheizung 12 eine Auskühlöffnung vorgesehen ist, die
vorzugsweise mit einem sogenannten Entenschnabel verschlossen ist. Dies er
möglicht, dass bei einer totalen Verdämmung des Zusatzheizgerätes 12 und dem
daraus resultierenden hohen Druck im System zumindest ein kleiner Lufttransport
stattfinden kann und die erhitzte Luft von den empfindlichen Bauteilen abgehalten
wird. Bringt man gleichzeitig die Öffnung als Bohrung an der richtigen Stelle an,
so kann sie als Ablauf für Kondenswasser verwendet werden.
Fig. 8 zeigt drei perspektivische Darstellungen einer Rückschlagklappe in ver
schiedenen Perspektiven beziehungsweise Montagezuständen. Es sind drei Bei
spiele von Rückschlagklappen 56 gezeigt, wobei diesen gemeinsam ist, dass ein
gitterförmiger Träger mit einem oder mehreren darauf angeordneten elastischen
Lappen vorgesehen ist. Die Lappen können den gitterförmigen Träger vollständig
überdecken.
Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung einer Luftzusatzheizung 12 mit einem
Druckdifferenzsensor 22. Es sind weiterhin ein Steuergerät 60, ein Gebläse 62
und ein Wärmeübertrager 70 dargestellt. Auf dem Steuergerät 60 ist ein Druck
differenzsensor 22 angebracht, der über eine Druckleitung 64 mit dem Bereich
vor der Luftzusatzheizung 12, das heißt dem Zuströmbereich, verbunden ist. Der
Druckdifferenzsensor 22 ist somit in der Lage, eine Differenz eines Drucks 66 vor
und eines Drucks 68 hinter der Luftzusatzheizung 12 zu messen. Dieses Signal
kann dann direkt dem Steuergerät 60 eingegeben werden. Wird eine zu große
Druckdifferenz festgestellt, so wird je nach Ausführungsform des restlichen Heiz
systems auf eine Überdrückung beziehungsweise eine Verdämmung geschlos
sen. Die Zusatzheizung 12 wird dann ausgeschaltet beziehungsweise in einen
anderen Betriebsmodus überführt.
Weitere Möglichkeiten zum Erkennen einer Überdrückung bestehen darin, einen
Windrichtungssensor beziehungsweise einen Strömungssensor zu verwenden.
Dieser ist in der Lage, eine Strömungsrichtung zu erkennen, wobei Verfahren
verwendet werden können, die auf einem Flügelrad, einer kaloriemetrischen Be
stimmung über einen Heizdraht oder auf Ultraschall beruhen. Weiterhin kann die
Drehzahländerung eines Gebläses als Indiz für eine Überdrückung herangezogen
werden, da die Drehzahl ansteigt, sobald das Heizgerät verdämmt beziehungs
weise überdrückt wird. Dieser Anstieg der Gebläsedrehzahl kann über das Hei
zungssteuergerät 60 erkannt und ausgewertet werden.
Fig. 10 zeigt eine schematische Darstellung einer Luftzusatzheizung 12 mit
mehreren Temperatursensoren 24, wobei ansonsten ein ähnlicher Aufbau wie in
Fig. 9 erkannt werden kann. Diese Temperatursensoren 24 sind an unterschied
lichen Positionen der Luftzusatzheizung 12 angeordnet. Die Informationen der
unterschiedlichen Temperaturfühler 24 können in unterschiedlicher Weise genutzt
werden. Es gibt beispielsweise Betriebsbedingungen, bei denen im Falle einer
Überdrückung die Temperaturen des Temperatursensors 24 im Bereich des
Steuergerätes 60 und des mittleren Temperatursensors 24 ansteigen, während
die Temperatur des Temperatursensors 24 im Bereich des Eingangs der Zusatz
heizung 12 abfällt. Dieser Zustand kann beispielsweise als Indiz für eine Über
drückung herangezogen werden. Ebenfalls kann die zeitliche Änderung der Tem
peratur an den Temperaturfühlern im Rahmen einer Gradientenauswertung ge
nutzt werden. Dabei kann eine positive Gradientenauswertung in Frage kommen,
nämlich im Hinblick auf solche Temperatursensoren 24, bei denen im Falle einer
Überdrückung eine Temperaturerhöhung zu erwarten ist. Bei anderen Tempera
tursensoren 24, bei denen eine Erniedrigung der Temperatur im Falle einer Über
drückung zu erwarten ist, kann eine negative Gradientenauswertung verwendet
werden. Es ist zu berücksichtigen, dass bei besonderen Betriebszuständen des
Heizgerätes, beispielsweise am Anfang des Betriebs im ausgekühlten Zustand,
gewisse Nebenbedingungen vorliegen. Beispielsweise kann beim Betriebsbeginn
einem durchgekühlten Heizgerät schlagartig warme Luft aus dem Innenraum zu
geführt werden, wodurch ein hoher Temperaturgradient ermittelt wird. Es wäre
fehlerhaft, diesen als Indiz für eine Überdrückung zu verwenden. Ebenfalls sollten
erste Anzeichen einer Temperaturerhöhung am Überdrückungssensor nicht un
mittelbar in Maßnahmen gegen eine Überdrückung umgesetzt werden. Vielmehr
sollten wiederholte Messungen der Messwerte herangezogen werden bezie
hungsweise unterschiedliche Messwerte, die an sich redundant sind, und als Kri
terium für eine Gegenmaßnahme gegen eine Überdrückung verwendet werden.
Je nach dem eingesetzten System zur Vermeidung einer Überdrückung können
äußere Einflussfaktoren eine große Rolle spielen. Insbesondere bei einer Tempe
raturauswertung kann es sinnvoll sein, die Außentemperatur, die Ansaugtempe
ratur, den Einschaltzustand der Fahrzeugheizung, den Verdämmungsgrad der
Ansaugheizung und/oder den Vorzustand der Fahrzeugheizung bei der Erwä
gung von Maßnahmen einzubeziehen. Aus beliebigen Kombinationen dieser Ein
flussfaktoren resultieren dann unterschiedliche Betriebsarten des Systems.
Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäß der vorlie
genden Erfindung dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der
Beschränkung der Erfindung. Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Ände
rungen und Modifikationen möglich, ohne den Umfang der Erfindung sowie ihre
Äquivalente zu verlassen.
10
Fahrzeugheizung
12
Zusatzheizung
14
Mischkammer
16
Abluftöffnung
18
Umschaltklappe
20
Umschaltklappe
22
Druckdifferenzsensor
24
Temperatursensor
26
erster Bereich der Umschaltklappe
28
zweiter Bereich der Umschaltklappe
30
Öffnung
32
Abdeckung
34
Achse
36
Lufteintritt
38
Lufteintritt
40
Luftkanäle
42
Strömung
44
Strömung
46
Gegendruck
56
Rückschlagklappe
58
Temperaturfühler
60
Steuergerät
62
Gebläse
64
Druckleitung
66
Druck vor der Luftzusatzheizung
68
Druck hinter der Luftzusatzheizung
70
Wärmeübertrager
110
Fahrzeugheizung
112
Zusatzheizung
114
Mischkammer
136
Lufteintritt
138
Lufteintritt
140
Luftkanäle
142
Strömung
144
Strömung
146
Gegendruck
Claims (28)
1. Heizsystem zum Erwärmen von Luft, insbesondere zum Beheizen des In
nenraums eines Kraftfahrzeugs, mit mindestens einer ersten Heizung (10),
mindestens einer zweiten Heizung (12) und mindestens einem Strö
mungsweg, der die erste Heizung (10) und die zweite Heizung (12) in Par
allelschaltung verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Verbindungsbereich zwischen der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) mindestens eine Abluftöffnung (16) vorgesehen ist,
dass Mittei (18, 20) zum Umschalten zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand vorgesehen sind,
dass in dem ersten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der min destens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Hei zung (12) besteht,
dass in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung von der minde stens einen ersten Heizung (10) zu der mindestens einen zweiten Heizung (12) zumindest teilweise blockiert ist und
dass in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der mindestens einen zweiten Heizung (12) und der mindestens einen Ab luftöffnung (16) besteht.
dass in einem Verbindungsbereich zwischen der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) mindestens eine Abluftöffnung (16) vorgesehen ist,
dass Mittei (18, 20) zum Umschalten zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand vorgesehen sind,
dass in dem ersten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der min destens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Hei zung (12) besteht,
dass in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung von der minde stens einen ersten Heizung (10) zu der mindestens einen zweiten Heizung (12) zumindest teilweise blockiert ist und
dass in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der mindestens einen zweiten Heizung (12) und der mindestens einen Ab luftöffnung (16) besteht.
2. Heizsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Heizung eine Fahrzeugheizung
(10) ist und dass die zweite Heizung eine Zusatzheizung (12) ist.
3. Heizsystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Mischkammer (14) vor
gesehen ist, in die aus der mindestens einen ersten Heizung (10) und aus
der mindestens einen zweiten Heizung (12) ausgeströmte Luft eintreten
kann.
4. Heizsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Umschalten als Umschalt
klappe realisiert sind.
5. Heizsystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltklappe (18) durch Betäti
gungsmittel betätigbar ist.
6. Heizsystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel elektrisch aktivier
bar sind und dass die elektrische Aktivierung in Abhängigkeit von Aus
gangssignalen eines Steuergerätes (60) erfolgt.
7. Heizsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Erfassen von Druckzuständen in
dem Heizsystem mindestens ein Drucksensor (22) zum Erzeugen eines
Eingangssignals für ein Steuergerät (60) vorgesehen ist.
8. Heizsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Erfassen von Temperaturzuständen
in dem Heizsystem mindestens ein Temperatursensor (24) zum Erzeugen
eines Eingangssignals für ein Steuergerät (60) vorgesehen ist.
9. Heizsystem nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltklappe (20) strömungsme
chanisch betätigbar ist.
10. Heizsystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltklappe (20) einen ersten Be
reich (26) aufweist, der in einen Strömungsbereich zwischen der ersten
Heizung (10) und der zweiten Heizung (12) hineinragt,
dass die Umschaltklappe (20) durch die Wechselwirkung des ersten Berei ches (26) mit der Strömung zwischen dem ersten Zustand und dem zwei ten Zustand umschaltbar ist, wobei bei einer Strömung von der zweiten Heizung (12) zu der ersten Heizung (10) der erste Zustand angenommen wird und bei Strömungsumkehr der zweite Zustand angenommen wird,
dass der erste Bereich (26) in dem ersten Zustand eine Strömung von der zweiten Heizung (12) zu der ersten Heizung (10) zulässt und bei Strö mungsumkehr eine Strömung von der ersten Heizung (10) zu der zweiten Heizung (12) im Wesentlichen verhindert, und
dass die Umschaltklappe (20) einen zweiten Bereich (28) aufweist, der in dem ersten Zustand die Abluftöffnung (16) verschließt und in dem zweiten Zustand die Abluftöffnung (16) freigibt.
dass die Umschaltklappe (20) durch die Wechselwirkung des ersten Berei ches (26) mit der Strömung zwischen dem ersten Zustand und dem zwei ten Zustand umschaltbar ist, wobei bei einer Strömung von der zweiten Heizung (12) zu der ersten Heizung (10) der erste Zustand angenommen wird und bei Strömungsumkehr der zweite Zustand angenommen wird,
dass der erste Bereich (26) in dem ersten Zustand eine Strömung von der zweiten Heizung (12) zu der ersten Heizung (10) zulässt und bei Strö mungsumkehr eine Strömung von der ersten Heizung (10) zu der zweiten Heizung (12) im Wesentlichen verhindert, und
dass die Umschaltklappe (20) einen zweiten Bereich (28) aufweist, der in dem ersten Zustand die Abluftöffnung (16) verschließt und in dem zweiten Zustand die Abluftöffnung (16) freigibt.
11. Heizsystem nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bereich (26) der Umschaltklap
pe (20) eine Öffnung (30) mit einer Abdeckung (32) aufweist, wobei die
Abdeckung (32) die Öffnung (30) bei einer Strömung von der zweiten Hei
zung (12) zu der ersten Heizung (10) freigibt und bei einer Strömungsum
kehr im Wesentlichen verschließt.
12. Heizsystem nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (32) an dem ersten Be
reich (26) der Umschaltklappe (20) elastisch ist.
13. Heizsystem nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die den Strömungswiderstand bildende
wirksame Fläche des ersten Bereiches (26) der Umschaltklappe (20) bei
einer Strömung von der zweiten Heizung (12) zu der ersten Heizung (10)
und die wirksame Fläche des zweiten Bereiches (28) so gewählt sind, dass
bei einer Strömung von der zweiten Heizung (12) zu der ersten Heizung
(10) der erste Zustand angenommen wird.
14. Heizsystem nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bereich (26) und der zweite Be
reich (28) der Umschaltklappe (20) einen Winkel größer 90° einschließen
und
dass im Verbindungsbereich zwischen dem ersten Bereich (26) und dem
zweiten Bereich (28) eine Achse (34) vorgesehen ist, mit der die Um
schaltklappe (20) gelenkig im Heizsystem gelagert ist.
15. Verfahren zum Beeinflussen von Luftströmungen in einem Heizsystem
zum Erwärmen von Luft, insbesondere zum Beheizen des Innenraums ei
nes Kraftfahrzeugs, mit mindestens einer ersten Heizung (10), mindestens
einer zweiten Heizung (12) und mindestens einem Strömungsweg, der die
erste Heizung (10) und die zweite Heizung (12) in Parallelschaltung ver
bindet,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Verbindungsbereich zwischen der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) mindestens eine Abluftöffnung (16) vorgesehen ist,
dass im Bedarfsfall zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand umgeschaltet wird,
wobei in dem ersten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) besteht,
in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung von der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) teilweise blockiert ist, und
in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der minde stens einen zweiten Heizung (12) und der mindestens einen Abluftöffnung (16) besteht.
dass in einem Verbindungsbereich zwischen der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) mindestens eine Abluftöffnung (16) vorgesehen ist,
dass im Bedarfsfall zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand umgeschaltet wird,
wobei in dem ersten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) besteht,
in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung von der mindestens einen ersten Heizung (10) und der mindestens einen zweiten Heizung (12) teilweise blockiert ist, und
in dem zweiten Zustand eine Strömungsverbindung zwischen der minde stens einen zweiten Heizung (12) und der mindestens einen Abluftöffnung (16) besteht.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Heizung eine Fahrzeugheizung
(10) ist und dass die zweite Heizung eine Zusatzheizung (12) ist.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischkammer (14) vorgesehen ist, in
die aus der mindestens einen ersten Heizung (10) und aus der mindestens
einen zweiten Heizung (12) ausgeströmte Luft eintreten kann.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass das Umschalten durch eine Umschalt
klappe (18, 20) erfolgt.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltklappe (18) durch Betäti
gungsmittel betätigt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel elektrisch aktiviert
werden und dass die elektrische Aktivierung in Abhängigkeit von Aus
gangssignalen eines Steuergerätes (60) erfolgt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass Druckzustände in dem Heizsystem von
mindestens einem Drucksensor (22) erfasst werden und dass ein druckab
hängiges Eingangssignal für ein Steuergerät (60) erzeugt wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass Temperaturzustände in dem Heizsystem
von mindestens einem Temperatursensor erfasst werden und dass ein
temperaturabhängiges Eingangssignal für ein Steuergerät (60) erzeugt
wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltklappe (20) strömungsme
chanisch betätigt wird.
24. Strömungsmechanisches System mit einem ersten Strömungsweg, einem
zweiten Strömungsweg und einer Umschaltklappe, die in einem ersten Zu
stand den ersten Strömungsweg freigibt und den zweiten Strömungsweg
blockiert und in einem zweiten Zustand den ersten Strömungsweg in min
destens einer ersten Richtung blockiert und den zweiten Strömungsweg
freigibt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltklappe (20) einen in einen
Strömungsbereich hineinragenden ersten Bereich (26) aufweist und durch
die Wechselwirkung des ersten Bereiches (26) mit der Strömung zwischen
dem ersten Zustand und dem zweiten Zustand umschaltbar ist, wobei bei
einer Strömung in einer ersten Richtung der erste Zustand angenommen
wird und bei Strömungsumkehr der zweite Zustand angenommen wird,
dass der erste Bereich (26) in dem ersten Zustand eine Strömung in der ersten Richtung zulässt und bei Strömungsumkehr eine Strömung in einer zweiten Richtung im Wesentlichen verhindert und
dass die Umschaltklappe (20) einen zweiten Bereich (28) aufweist, der in dem ersten Zustand den zweiten Strömungsweg verschließt und in dem zweiten Zustand den zweiten Strömungsweg freigibt.
dass der erste Bereich (26) in dem ersten Zustand eine Strömung in der ersten Richtung zulässt und bei Strömungsumkehr eine Strömung in einer zweiten Richtung im Wesentlichen verhindert und
dass die Umschaltklappe (20) einen zweiten Bereich (28) aufweist, der in dem ersten Zustand den zweiten Strömungsweg verschließt und in dem zweiten Zustand den zweiten Strömungsweg freigibt.
25. Strömungsmechanisches System nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bereich (26) der Umschaltklap
pe (20) eine Öffnung (30) mit einer Abdeckung (32) aufweist, wobei die
Abdeckung (32) die Öffnung (30) bei einer Strömung von der zweiten Hei
zung (12) zu der ersten Heizung (10) freigibt und bei einer Strömungsum
kehr im Wesentlichen verschließt.
26. Strömungsmechanisches System nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (32) an dem ersten Be
reich (26) der Umschaltklappe (20) elastisch ist.
27. Strömungsmechanisches System nach einem der Ansprüche 24 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, dass die den Strömungswiderstand bildende
wirksame Fläche des ersten Bereiches (26) der Umschaltklappe (20) bei
einer Strömung in der ersten Richtung und die wirksame Fläche des zwei
ten Bereiches (28) so gewählt sind, dass bei einer Strömung in der ersten
Richtung der erste Zustand angenommen wird.
28. Strömungsmechanisches System nach einem der Ansprüche 24 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bereich (26) und der zweite Be
reich (28) der Umschaltklappe (20) einen Winkel größer 90° einschließen
und
dass im Verbindungsbereich zwischen dem ersten Bereich (26) und dem
zweiten Bereich (28) eine Achse (34) vorgesehen ist, mit der die Um
schaltklappe (20) gelenkig im strömungsmechanischen System gelagert
ist.
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|---|---|---|---|
| DE2001129206 DE10129206C2 (de) | 2001-06-18 | 2001-06-18 | Heizsystem, Verfahren zum Beeinflussen von Luftströmungen in einem Heizsystem und strömungsmechanisches System |
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|---|---|---|---|
| DE2001129206 DE10129206C2 (de) | 2001-06-18 | 2001-06-18 | Heizsystem, Verfahren zum Beeinflussen von Luftströmungen in einem Heizsystem und strömungsmechanisches System |
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|---|---|
| DE10129206A1 DE10129206A1 (de) | 2003-01-09 |
| DE10129206C2 true DE10129206C2 (de) | 2003-05-08 |
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