DE10129176C1 - Mehrpoliges Schaltgerät für den Einsatz auf Sammelschienensystemen - Google Patents
Mehrpoliges Schaltgerät für den Einsatz auf SammelschienensystemenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein mehrpoliges Schaltgerät für den Einsatz auf Sammelschienensystemen, mit Sicherungen (21) und mit einer Reihe quer zum Sammelschienensystem angeordneten, in einem Gehäuse (1, 2) gelagerten Schaltkontakten (6), mit jedem Schaltkontakt zugeordneter Sicherung (21), wobei die Schaltkontakte über einen gemeinsamen, im Gehäuse gelagerten Schieber (5) bewegbar sind, der mittels eines schwenkbar im Gehäuse gelagerten Betätigungshebels (8) verschiebbar ist. DOLLAR A Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein baulich einfaches und kostengünstig herstellbares Schaltgerät zu schaffen, das auf eine Blockiereinrichtung verzichtet und bei dem der Betätigungshebel nur dann wirksam eingesetzt werden kann, wenn sich das Schaltgerät in einem definierten Zustand befindet. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist eine Haube (11) zum Abdecken der Sicherungen schwenkbar im Gehäuse gelagert, ferner ist der Betätigungshebel in der Stellrichtung des Schiebers verschiebbar im Gehäuse gelagert, wobei ein Anschlag (38) an der Haube in deren Schließstellung als Gegenlager für den Betätigungshebel zwecks dessen Fixierung in der Stellrichtung des Schiebers dient.
Description
Die Erfindung betrifft ein mehrpoliges Schaltgerät für den Einsatz auf Sammelschienensystemen,
mit Sicherungen und in einer Reihe quer zum Sammelschienensystem angeordneten, in einem Ge
häuse gelagerten Schaltkontakten, mit jedem Schaltkontakt zugeordneter Sicherung, wobei die
Schaltkontakte über einen gemeinsamen, im Gehäuse gelagerten Schieber betätigbar sind, der mit
tels eines schwenkbar im Gehäuse gelagerten Betätigungshebels verschiebbar ist.
Bei einem derartigen Schaltgerät dienen die Sicherungen insbesondere dem Überlast- und Kurz
schlussschutz. Bei dem Schaltgerät finden bevorzugt zylindrische Sicherungen Verwendung.
Ein mehrpoliges Schaltgerät der eingangs genannten Art ist aus der DE 299 13 698 U1 bekannt.
Da derartige Schaltgeräte auch von Laien bedient werden, wird, um Fehlbedienungen und Be
schädigungen am Gerät zu verhindern, vorgeschlagen, dass es eine kombinierte Schalt- und Blo
ckiervorrichtung aufweist. Diese besteht aus einem Betätigungshebel, der zwischen einer Ein
schalt- und einer Ausschaltstellung hin und her schaltbar ist, einer Betätigungsanordnung zum
Schalten von Schaltkontakten des Schaltgerätes, wobei die Betätigungsanordnung zwischen ei
ner Kontakt- und einer Unterbrechungsstellung hin und her schaltbar ist, einer Blockiervorrich
tung für jede Schaltersicherungseinheit zum Blockieren der Betätigungsanordnung in der Unter
brechungsstellung und einer Arretiervorrichtung zum Arretieren des Sicherungseinsatzes in einer
Arbeitsposition, wobei die Arretiervorrichtung zwischen einer Arretierstellung und einer Frei
schaltstellung hin und her schaltbar ist.
Ein derartiges Schaltgerät ist baulich äußerst aufwendig und damit, nicht zuletzt wegen der kom
plizierten Montage der einzelnen Teile, sehr kostspielig. Es beruht überdies auf dem Prinzip, den
Einschaltvorgang zu blockieren. Problematisch ist die genau definierbare Kraft, die der Nutzer
zum Einschalten aufbringt, da dies im Ermessensspielraum des Nutzers liegt. Ein Bruch in der
Blockiereinrichtung kann zu Sicherheitsproblemen führen.
Aus der DE 12 73 033 B ist eine Sicherungsverteilerleiste für einen Kabelverteilerschrank be
kannt, die einen verschiebbaren Schwenkhebel aufweist, der das Herausnehmen eines mit Schal
tern und Sicherungen ausgestatteten Trägers verhindert.
In der EP 0 418 206 A2 ist ein mehrpoliges Schaltgerät für den Einsatz auf Sammelschienensys
temen beschrieben, bei dem ein an einem Schieber befestigter Haken vorgesehen ist, der einen
Deckel festhält, wenn der Schalter geschlossen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein baulich einfaches und kostengünstig herstellbares Schaltgerät
zu schaffen, das auf eine Blockiereinrichtung verzichtet und bei dem der Betätigungshebel nur
dann wirksam eingesetzt werden kann, wenn sich das Schaltgerät in einem definierten Zustand
befindet.
Gelöst wird die Aufgabe bei einem Schaltgerät der eingangs genannten Art dadurch, dass eine
Haube zum Abdecken der Sicherungen schwenkbar im Gehäuse gelagert ist und der Betäti
gungshebel in der Stellrichtung des Schiebers verschiebbar im Gehäuse gelagert ist, wobei ein
Anschlag an der Haube in deren Schließstellung als Gegenlager für den Betätigungshebel
zwecks dessen Fixierung in der Stellrichtung des Schiebers dient.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass zusätzlich eine Haube zum Abdecken der Si
cherungen Verwendung finden sollte, wobei die Haube in deren Schließstellung das Gegenlager
für den Betätigungshebel bildet. Ist die Haube nicht geschlossen, kann der Betätigungshebel kei
ne wirksame Kraft auf den Schieber übertragen, mit der Folge, dass die Schaltkontakte nicht in
ihre Schließstellung überführt werden können. Erst dann, wenn die Haube sich in der Schließ
stellung befindet,
somit dem Ein- bzw. Ausschalten der Schaltkontakte nichts im Wege steht, kann über
den Betätigungshebel die Stellkraft zum Betätigen des Schiebers eingeleitet werden. Die Haube
bildet damit in geschlossenem Zustand den Teil des Lagerpunktes für den Betätigungshebel bzw.
Schaltknebel, der zum Einschalten bzw. in eingeschaltetem Zustand die Kraftauflage bildet. Das
Einschalten des Gerätes wird bei geöffneter Haube durch die fehlende mechanische Zuordnung der
Haube zum Gegenlager des Betätigungshebel bzw. Schaltknebels verhindert.
Um diese Funktion zu erreichen, ist wesentlich, dass der Betätigungshebel in der Stellrichtung des
Schiebers im Gehäuse verschieblich gelagert ist. In der Schließstellung der Haube verhindert der
Anschlag der Haube das Verschieben des Betätigungshebels in der Stellrichtung des Schiebers, so
dass der Betätigungshebel beim Schwenken die Stellkraft auf den Schieber übertragen kann. Hierzu
ist der Betätigungshebel im Bereich seiner Schwenkachse beispielsweise mit einem Stellnocken
versehen.
Vorzugsweise ist eine Feder vorgesehen, die beim Bewegen des Schiebers in der Einschaltrichtung
des Schiebers vorgespannt wird. Durch diese Feder wird insbesondere die Öffnungsbewegung des
Schiebers unterstützt und auch der Betätigungshebel, der formschlüssig mit dem Schieber
zusammenwirkt, in einer definierten Richtung, bezogen auf seinen Freiheitsgrad in Stellrichtung des
Schiebers, vorgespannt. Die Feder ist zweckmäßig zwischen dem Gehäuse und einem mit dem Be
tätigungshebel zusammenwirkenden Schieberteil angeordnet.
Besonders einfach lässt sich die Lagerung des Betätigungshebels verwirklichen, wenn das Gehäuse
ein in Bewegungsrichtung des Schiebers angeordnetes Langloch bzw. ein Paar paralleler Langlö
cher zur Aufnahme eines Lagerschaftes des Betätigungshebels aufweist. Der am Betätigungshebel
benachbart zu dessen Schwenkachse befindliche Nocken bzw. Schaltansatz liegt bei geschlossener
Haube an deren Anschlag an.
Dem Betätigungshebel kommt zweckmäßig auch die Funktion zu, die Haube in ihrer geschlossenen
Position zu verriegeln. Hierzu sollte der Betätigungshebel mit einem Ansatz versehen sein, der bei
geschlossener Abdeckhaube einen Vorsprung an dieser hintergreift.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Patentansprüchen, der Beschreibung der Figuren so
wie den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Merkmale und Kombinationen
von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
In den Figuren ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellt, ohne hierauf be
schränkt zu sein. Es zeigt:
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung des erfindungsgemäßen Schaltgerätes,
Fig. 2 eine räumliche Ansicht des in Fig. 1 gezeigten Schaltgerätes, bei abgenommenem
vorderen Gehäuseteil,
Fig. 3 einen Längsmittelschnitt durch das Schaltgerät, bei geöffneter Abdeckhaube und in
Offenstellung befindlichen Schaltkontakten,
Fig. 4 das Schaltgerät in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3, allerdings bei geschlossener
Abdeckhaube und in Einschaltstellung befindlichen Schaltkontakten,
Fig. 5 den in Fig. 4 gezeigten Bereich des Schaltgerätes mit dem Betätigungshebel in ei
ner vergrößerten Darstellung,
Fig. 6 den in Fig. 5 im Kreisausschnitt veranschaulichten Lagerbereich des Betätigungs
hebels in einer vergrößerten Darstellung,
Fig. 7 eine Darstellung des Schaltgerätes gemäß Fig. 5, allerdings bei nichtgeschlossener
Haube und
Fig. 8 eine Darstellung des Schaltgerätes gemäß Fig. 7, allerdings in Offenstellung des
Betätigungshebels verdeutlicht.
Das Gerät weist ein in Längsrichtung des Gerätes geteiltes Gehäuse mit den Gehäuseteilen 1 und 2
auf. Die beiden Gehäuseteile 1 und 2 sind ineinandersteckbar, so dass auf diese Weise das Gehäuse
gebildet werden kann. Die Gehäuseteile bestehen aus Kunststoff und sind als Spritzgussteil ausge
bildet. Sie weisen jeweils drei fußartige Befestigungshaken 3 zum Aufstecken auf drei im Quer
schnitt rechteckige Sammelschienen 4 eines Sammelschienensystems auf. In Längsrichtung der
Gehäuseteile 1 und 2, somit senkrecht zu der Längserstreckung der Sammelschienen 4 orientiert, ist
zwischen die beiden Gehäuseteile 1 und 2 ein Schieber 5 in das Gehäuse eingelegt. Dieser dient der
Aufnahme von drei Schaltkontakten 6. Jeder Schaltkontakt 6 ist einer Phase zugeordnet und als
Metallplatte ausgebildet, die senkrecht zur Schieberichtung des Schiebers 5 angeordnet ist. Die Plat
te ist senkrecht zur Plattenebene mit Spiel im Schieber 5 geführt und wird von einer im Schieber S
gelagerten Druckfeder 7 in Einschaltrichtung des Schiebers 5 vorgespannt. Verschoben wird der
Schieber 5 mittels eines Betätigungshebels 8, der in den beiden Gehäuseteilen 1 und 2 schwenkbar
gelagert ist. Auf der dem Betätigungshebel 8 abgewandten Seite des Gehäuses ist in den beiden
Gehäuseteilen 1 und 2 eine Abdeckhaube 11 schwenkbar gelagert. In der geschlossenen Stellung
der Abdeckhaube 11 kann der Betätigungshebel 8 zum Überführen der Schaltkontakte 6 in die
Schaltstellung verschwenkt werden, wobei bei eingeschaltetem Gerät ein Steg 15 am Betätigungs
hebel 8 einen Ansatz 16 an der Abdeckhaube 11 hintergreift, so dass sie in dieser Stellung des Betä
tigungshebels 8 nicht geöffnet werden kann.
Die ineinander gesteckten Gehäuseteile 1 und 2 dienen ferner der Aufnahme von drei Gewindehül
sen 17 mit Anschlussklemmen 18. Jede Gewindehülse 17 ist einer Sammelschiene bzw. einer Phase
zugeordnet und dient dem Einschrauben einer Schraubkappe 19 zwecks üblicher leitender Kontak
tierung des Kopfes 20 einer in die Schraubkappe 19 eingesetzten zylindrischen Sicherung 21. Diese
Verhältnisse sind am besten in der Darstellung der Fig. 3, dort der Schnittdarstellung der rechten
Sicherung 21 zu entnehmen.
Zwischen der jeweiligen zylindrischen Sicherung 21 und dem dieser zugeordneten Befestigungsha
ken 3 bzw. zugeordneten Sammelschiene 4 sind zwei bewegliche Festkontakte 22 und 23 positio
niert. Beide Festkontakte 22 und 23 sind senkrecht zur Ebene des Sammelschienensystems, somit in
Einschraubrichtung bzw. Ausschraubrichtung der jeweiligen Sicherung 21 beweglich in den Gehäu
seteilen 1 und 2 gelagert bzw. geführt. Die Festkontakte 22 bzw. 23 jeder Phase sind spiegelbildlich
angeordnet und weisen parallel zueinander angeordnete mittlere Kontaktabschnitte 24 bzw. 25 auf,
die der Kontaktierung der Sammelschiene 4 bzw. des Fußkontaktes 26 der jeweiligen Sicherung 21
dienen. Zwischen den Kontaktabschnitten 24 und 25 ist ein nichtleitendes Distanzelement 27 ange
ordnet. Die dem jeweiligen Schaltkontakt 6 zugewandten Abschnitte der Festkontakte 22 und 23
sind, bezogen auf die Symmetrieachse der Festkontakte, nach außen abgewinkelt, so dass Kontakt
abschnitte 28 entstehen, die in Kontakt mit dem zugeordneten Schaltkontakt 6 gebracht werden
können. Nasen 29 am Schieber 5 verhindern, dass der jeweilige Schaltkontakt 6 mittels der Druck
feder 7 in der ausgeschalteten Stellung des Schaltgerätes gegen die Kontaktabschnitte 28 der Fest
kontakte 22 und 23 gedrückt wird. Die Kontaktabschnitte 28 hintergreifen senkrecht zur Sammel
schienenebene angeordnete Bereiche der Gehäuseteile 1 und 2. Die den Kontaktabschnitten 28 ab
gewandten Abschnitte 30 der Festkontakte 22 und 23, die schwimmend in den Gehäuseteilen 1 und
2 gelagert sind, nehmen zwischen sich ein gleitendes Distanzelement 31 auf. Grundsätzlich könnte
dieses Element auch Bestandteil des Gehäuses sein, womit allerdings die Funktion der schwimmen
den Lagerung des Festkontaktes 22 beeinträchtigt würde.
Der der Verstellung des Schiebers S dienende Betätigungshebel 8 ist radial spielfrei in einem eine
Bohrung des Betätigungshebels durchsetzenden Lagerstift 36 gehalten, der seinerseits, beidseitig
des Betätigungshebels 8 in Langlöcher 37 in den Gehäuseteilen 1 und 2 eingreift. Diese
Langlöcher 37 sind in der Stellrichtung des Schiebers 5 orientiert. Im Bereich des Lagerstiftes 36 ist
der Betätigungshebel 8 mit einem Nocken 9 versehen, der in eine quergerichtete Nut 10 des Schie
bers 5 eingreift. Die Abdeckhaube 11 ist im Bereich ihres den Ansatz 16 aufweisenden Endes mit
zwei Ansätzen 38 versehen, die bei in geschlossener Position befindlicher Abdeckhaube 11 in das
Gehäuse ragen, konkret in den Spalt 39, der zwischen dem Gehäuse und dem Betätigungshebel 8 im
Bereich seines Lagerstiftes 36 gebildet.
Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Schaltgerätes stellt sich wie folgt dar:
Bei geöffneter Abdeckhaube 11 und damit bei geöffneten Schaltkontakten 6 wird das Gerät auf die drei Sammelschienen 4 aufgesteckt, wobei die drei Befestigungshaken 3 die Sammelschienen 4 hintergreifen. Es werden dann die Schraubkappen 19, die die zylindrischen Sicherungen 21 auf nehmen, in die Gewindehülsen 17 eingeschraubt, wobei beim Einschrauben der Fußkontakt 26 der jeweiligen Sicherung 21 den Kontaktabschnitt 25 des Festkontaktes 23 kontaktiert und in Richtung der Sammelschiene 4 verschiebt. Folglich wird das Distanzelement 27 mit verschoben und drückt auf den Kontaktabschnitt 24 des anderen Festkontaktes 22. Über den Einschraubvorgang der jewei ligen Sicherung 21 wird damit die Verspannung des Festkontaktes 23 zur Sicherung 21 und des Festkontaktes 22 zur Sammelschiene 4 erreicht. Nach dem Einschrauben der Schraubkappe 19 mit den Sicherungen 21, wie es in Fig. 3 gezeigt ist, wird die Abdeckhaube 11 geschlossen, wobei, wie es insbesondere den Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist, die Ansätze 38 der Abdeckhaube 11 eine Position einnehmen, in der sie das Widerlager für einen nockenartigen Bereich 41 des Betäti gungshebels 8 benachbart seines Schwenklagers bilden und verhindern, dass sich die Lagerachse des Betätigungshebel 8, verwirklicht durch den Lagerstift 36, in Längsrichtung des Langloches 37 bzw. der Langlöcher verschiebt. Beim Verschwenken des Betätigungshebels 8 aus der in Fig. 3 gezeigten Stellung in die in Fig. 4 gezeigte Stellung wird der Schieber 5 mittels des Nockens 9 des Betätigungshebels 8 verschoben und es kontaktiert der unter Einwirkung der Druckfeder 7 stehende jeweilige plattenförmige Schaltkontakt 6 die beiden Kontaktabschnitte 28 der Festkontakte 22 und 23. Die genannte Bewegung des Schiebers 5 erfolgt entgegen der Kraft der zwischen diesem und dem Gehäuse wirksamen Druckfeder 40. Das Gerät befindet sich somit in eingeschaltetem Zustand, der in Fig. 4 veranschaulicht ist. Von der jeweiligen Sammelschiene 4 fließt der Strom über den Festkontakt 22 und den Schaltkontakt 6 zum Festkontakt 23, von dort über den Sicherungsfuß 26 durch die Sicherung zum Sicherungskopf 20 und den leitenden Bereich der Schraubkappe 19 zur Gewindehülse 17 und von der Anschlussklemme 18 über eine angeschlossene Leitung zum Verbraucher.
Bei geöffneter Abdeckhaube 11 und damit bei geöffneten Schaltkontakten 6 wird das Gerät auf die drei Sammelschienen 4 aufgesteckt, wobei die drei Befestigungshaken 3 die Sammelschienen 4 hintergreifen. Es werden dann die Schraubkappen 19, die die zylindrischen Sicherungen 21 auf nehmen, in die Gewindehülsen 17 eingeschraubt, wobei beim Einschrauben der Fußkontakt 26 der jeweiligen Sicherung 21 den Kontaktabschnitt 25 des Festkontaktes 23 kontaktiert und in Richtung der Sammelschiene 4 verschiebt. Folglich wird das Distanzelement 27 mit verschoben und drückt auf den Kontaktabschnitt 24 des anderen Festkontaktes 22. Über den Einschraubvorgang der jewei ligen Sicherung 21 wird damit die Verspannung des Festkontaktes 23 zur Sicherung 21 und des Festkontaktes 22 zur Sammelschiene 4 erreicht. Nach dem Einschrauben der Schraubkappe 19 mit den Sicherungen 21, wie es in Fig. 3 gezeigt ist, wird die Abdeckhaube 11 geschlossen, wobei, wie es insbesondere den Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist, die Ansätze 38 der Abdeckhaube 11 eine Position einnehmen, in der sie das Widerlager für einen nockenartigen Bereich 41 des Betäti gungshebels 8 benachbart seines Schwenklagers bilden und verhindern, dass sich die Lagerachse des Betätigungshebel 8, verwirklicht durch den Lagerstift 36, in Längsrichtung des Langloches 37 bzw. der Langlöcher verschiebt. Beim Verschwenken des Betätigungshebels 8 aus der in Fig. 3 gezeigten Stellung in die in Fig. 4 gezeigte Stellung wird der Schieber 5 mittels des Nockens 9 des Betätigungshebels 8 verschoben und es kontaktiert der unter Einwirkung der Druckfeder 7 stehende jeweilige plattenförmige Schaltkontakt 6 die beiden Kontaktabschnitte 28 der Festkontakte 22 und 23. Die genannte Bewegung des Schiebers 5 erfolgt entgegen der Kraft der zwischen diesem und dem Gehäuse wirksamen Druckfeder 40. Das Gerät befindet sich somit in eingeschaltetem Zustand, der in Fig. 4 veranschaulicht ist. Von der jeweiligen Sammelschiene 4 fließt der Strom über den Festkontakt 22 und den Schaltkontakt 6 zum Festkontakt 23, von dort über den Sicherungsfuß 26 durch die Sicherung zum Sicherungskopf 20 und den leitenden Bereich der Schraubkappe 19 zur Gewindehülse 17 und von der Anschlussklemme 18 über eine angeschlossene Leitung zum Verbraucher.
Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen im Vergleich zur Situation gemäß Fig. 5 die zwei unter
schiedlichen Endstellungen des Betätigungshebels 8, allerdings dann, wenn sich die Abdeckhaube
11 nicht in deren Schließstellung befindet. Die Fig. 8 verdeutlicht dabei die Verhältnisse bei ge
öffneter Abdeckhaube und in Offenstellung befindlichen Schaltkontakten und in Offenstellung be
findlichem Betätigungshebel 8. Die Druckfeder 40 hält den Schieber 5 in einer
Stellung, in der er am Gehäuse anliegt und die Schaltkontakte in Offenstellung hält. Hierbei ist
zwischen dem Betätigungshebel 8 und den Gehäuseteilen 1, 2 der Spalt 39 zum Einführen der An
sätze 38 an der Abdeckhaube 11 gebildet. Wird versehentlich der Betätigungshebel 8 in seine
Schließstellung überführt, ohne dass sich die Abdeckhaube in ihrer geschlossenen Position befindet,
wie es in Fig. 7 veranschaulicht ist, führt dies dazu, dass der Betätigungshebel 8 sich beim
Schwenken zwar an den Gehäuseteilen 1 und 2 abstützt, aber aufgrund der Exzentrizität des Betäti
gungshebels 8 in dessen Lagerbereich, der Betätigungshebel 8 sich ausschließlich in Richtung des
der benachbarten Sicherung 19 zugewandten Endes des Langloches 37 bewegt, ohne dass es zum
Schaltvorgang kommt.
Nach dem Aufstecken des Gerätes auf die Sammelschienen 4 dient ein in den Gehäuseteilen 1 und 2
um eine Achse 32 schwenkbar gelagertes Element 33 dem Festlegen des Gerätes relativ zum Sam
melschienensystem. Hierzu hintergreift ein Ansatz 34 des Elementes 33 eine der Sammelschienen 4
auf ihrer dem Befestigungshaken 3 abgewandten Seite. Es kann, wie veranschaulicht, ein weiterer
Ansatz 34 vorgesehen sein, der der Festlegung einer Sammelschiene dient, die breiter ist als die im
Ausführungsbeispiel gezeigte.
Claims (8)
1. Mehrpoliges Schaltgerät für den Einsatz auf Sammelschienensystemen, mit Sicherungen
(21) und in einer Reihe quer zum Schienensystem angeordneten, in einem Gehäuse (1, 2) ge
lagerten Schaltkontakten (6) mit jedem Schaltkontakt (6) zugeordneter Sicherung (21), wo
bei die Schaltkontakte (6) über einen gemeinsamen, im Gehäuse (1, 2) gelagerten Schieber
(5) betätigbar sind, der mittels eines schwenkbar im Gehäuse (1, 2) gelagerten Betätigungs
hebels (8) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Haube (11)
schwenkbar im Gehäuse (1, 2) gelagert ist, die dem Abdecken der Sicherungen (21) dient, und der Betätigungshebel
(8) in der Stellrichtung des Schiebers (5) verschiebbar im Gehäuse (1, 2) gelagert ist, wobei
ein Anschlag (38) an der Haube (11) in deren Schließstellung als Gegenlager für den Betäti
gungshebel (8) zwecks dessen Fixierung in der Stellrichtung des Schiebers (5) dient.
2. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Feder (40), die in der Einschaltstellung
der Schaltkontakte (6) den Schieber (5) in seine Einschaltstellung vorspannt.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (40) zwischen dem Gehäuse
(1, 2) und einem mit dem Betätigungshebel (8) zusammenwirkenden Teil des Schiebers (5)
angeordnet ist.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1, 2)
ein in Bewegungsrichtung des Schiebers (5) angeordnetes Langloch (37) bzw. ein Paar pa
ralleler Langlöcher (37) zur Aufnahme eines Lagerschaftes (36) des Betätigungshebels (8)
aufweist.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (8) benachbart
zu seiner Schwenkachse (36) mit einem Schaltansatz (9) versehen ist, der in eine quer zur
Schaltrichtung des Schiebers (5) angeordnete Schiebemut (10) eingreift.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossener
Haube (11) deren Anschlag (38) den Betätigungshebel (8) kontaktiert, insbesondere einen
nockenartigen Bereich (41) benachbart der Schwenkachse (26) des Betätigungshebels (8).
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel
(8) in seiner mit der Einschaltstellung der Schaltkontakte (6) korrespondierenden Stellung
die Abdeckhaube (11) in ihrer geschlossenen Position versperrt.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (8) mindestens
einen Ansatz (15) aufweist, der in eine Hintergreifstellung zu einem Vorsprung (16) der Ab
deckhaube (11) bringbar ist.
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