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Die
Erfindung betrifft eine Axialverstellvorrichtung umfassend zwei
relativ zueinander verdrehbare koaxial zueinander gelagerte Scheiben,
zwischen denen in über
dem Umfang tiefenveränderlichen
Paaren von Kugelrillen in den Scheiben Kugeln geführt sind;
von den Scheiben ist eine axial abgestützt und eine gegen elastische
Rückstellkräfte von Federmitteln
axial verschiebbar; zumindest eine der Scheiben ist über ein
Verzahnungsgetriebe von einem Antriebsmotor antreibbar.
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Hierbei
kann eine drehend angetriebene Scheibe zugleich die sich axial verschiebende
sein, was jedoch die Ausnahme darstellt. Üblicherweise wird die abgestützte Scheibe
drehend angetrieben und die sich ihrerseits über die Kugeln an dieser abstützende axial
verschiebbare Scheibe verdrehfest gehalten.
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Zum
Betätigen
der Axialverstellvorrichtung wird der Antriebsmotor in einer ersten
Drehrichtung angetrieben, wobei die mit ihm über Untersetzungsstufen gekoppelte
zumindest eine der Scheiben verdreht wird und die sich an der axial
abgestützten Scheibe
ihrerseits abstützende
axial verschiebbare Scheibe gegen elastische Rückstellkräfte der Federmittel axial verschoben
wird.
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Die
in den Paaren von Kugelrillen an Endanschlägen anliegenden Kugeln, die
dort zugleich in den tiefsten Rillenabschnitten liegen, laufen durch das
relative Verdrehen der Scheiben gegeneinander zu flacheren Rillenabschnitten,
wodurch sich die Scheiben voneinander wegdrücken.
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Wird
der Antriebsmotor in Gegenrichtung angetrieben oder stromlos gesetzt,
so wird durch die elastische Rückstellkraft
der Federmittel auf die verschiebbare Scheibe diese zurückgeschoben
und die zumindest eine drehend antreibbare Scheibe aktiv vom Antriebsmotor
oder über
die Wirkung der Kugeln in den Kugelrillen zurückgedreht, bis die Kugeln in
ihren Paaren von Kugelrillen gleichzeitig an den Endanschlägen anschlagen.
Mit diesem Anschlagen der Kugeln an den Enden der Kugelrillen werden
die rotierenden Massen dieses Systems, nämlich die verdrehbare der Scheiben,
die Räder
des Rädergetriebes
sowie die Motorwelle des Antriebsmotors mit der Rotormasse abrupt
gestoppt.
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Bereits
eine elastische Verformung der Motorwelle durch den Impuls beim
abrupten Abstoppen der rotierenden Massen kann zum Zahnbruch am
Ritzel oder am Rädersatz
führen,
da die Kraftangriffspunkte in den Verzahnungen durch ein Ausbiegen der
Motorwelle nach außen
wandern und somit das Ritzel oder der Rädersatz über die Auslegung hinaus belastet
werden.
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Aus
der
DE 196 50 039
A1 ist eine Axialverstellvorrichtung zur Betätigung einer
Reibungskupplungseinheit aus zwei relativ zueinander verdrehbaren
Scheiben, zwischen denen in Rillenpaaren geführte Kugeln gehalten sind,
bekannt. Die Verdrehung der einen Scheibe gegenüber der anderen wird durch
die Wirkung einer Viscokupplung bewirkt. Ein von Rückstellfedern
bewirkter Rücklauf
der gegeneinander verdrehten Scheiben wird durch die Wirkung der
Viscokupplung gedämpft.
Stöße am Ende des
Rücklaufs
sind nicht zu besorgen.
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Aus
der
DE 38 15 225 C2 ist
eine Axialverstellvorrichtung der eingangs genannten Art bekannt; hierbei
enden die Kugelrillen in ihrer tiefsten Stelle am Ende eines von
Rückstellfedern
bewirkten Rücklaufs
in festen Anschlägen
für die
Kugeln. Ein Freilauf zum Trennen des Antriebsmotors und des Verzahnungsgetriebes
von der antreibbaren Scheibe beim Rücklauf ist hier vorgesehen.
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Hiervon
ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Konstruktion
bereitzustellen, die den Impuls beim Abbremsen der zuvor genannten
rotierenden Massen beim Anschlagen der Kugeln schadensfrei aufnehmen
kann.
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Eine
erste Lösung
hierfür
liegt darin, daß Federmittel
vorgesehen sind, die beim Rücklauf
der Scheiben nach Erreichen der durch die größte Rillentiefe dargestellten
Endlage der Kugeln in den Kugelrillen ein Überschwingen der antreibbaren
Scheibe gegen elastische Rückstellkräfte der
Federmittel zulassen. Dies erlaubt es, daß in begrenztem Umfang ein
Weiterdrehen des stromlos gesetzten Motors oder des gegebenenfalls
elektrisch gebremsten Motors ohne mechanische Überlasten möglich ist, wobei die rotierenden
Massen dann abgefedert und vorzugsweise zusätzlich gedämpft abgebremst werden können.
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Nach
einer ersten Ausführung
ist vorgesehen, daß eines
der Räder
des Rädergetriebes
voneinander getrennte Naben- und Zahnkranzelement umfaßt, die
sich über
Federmittel elastisch gegeneinander abstützen, wobei die Federmittel
insbesondere in Umfangsrichtung in den Naben- und Zahnkranzelementen
einliegende Schraubendruckfedern sein können.
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Eine
andere Ausführung
geht dahin, daß die nicht
angetriebene der Scheiben mit einem Halteelement im Gehäuse verdrehfest
gehalten ist, das über Federmittel
abgestützt
elastisch auslenkbar angeordnet ist, wobei das Halteelement insbesondere
ein radial zur Scheibe verlagerbarer Haltestift sein kann, der in
eine Rastmulde am Scheibenrand eingreift und über Druckfedern elastisch im
Gehäuse
abgestützt ist.
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Ein
dritte Ausführung
sieht vor, daß die
Kugelrillen im Anschluß an
die durch die größte Rillentiefe
dargestellte Endlage einen ansteigenden Auslauf haben und die Federmittel
von den zuerst genannten Federmitteln zur Rückstellung der axial verschiebbaren
Scheibe gebildet werden. Diese Federmittel können insbesondere achsparallel
zur Scheibe angeordnete Schraubendruckfedern sein.
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Eine
Lösung
sieht vor, daß Federmittel
vorgesehen sind, die beim Rücklauf
der Scheiben vor Erreichen der Endanschläge in den Kugelrillen durch die
Kugeln gegen eine Rückstellkraft
elastisch vorgespannt werden. Hierdurch wird bewirkt, daß bereits vor
Anschlagen der Kugeln an den Endanschlägen die rotierenden Massen
elastisch abgefedert und insbesondere dabei die Federbewegung zusätzlich gedämpft wird.
Ein Überschwingen
nach Erreichen der Endanschläge
ist hierbei grundsätzlich
nicht erforderlich. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, die hier
genannte Lösung
mit der erstgenannten in Kombination zur Anwendung zu bringen.
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In
einer ersten Ausführung
ist vorgesehen, daß die
Federmittel von einer an einer der Scheiben befestigten Blattfeder,
deren freies Ende mit einem Anschlag an der anderen der Scheiben
zusammenwirkt, gebildet werden. Zur Dämpfung kann hierbei das freie
Ende der Blattfeder an der anderen der Scheiben vor Erreichen eines
Endanschlages entlang gleiten.
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Eine
zweite Ausführung
geht dahin, daß die Federmittel
von einem elastischen Gummi- oder Kunststoffelement gebildet werden,
das an einer der Scheiben befestigt ist und mit einem Anschlag an
der anderen der Scheiben zusammenwirkt . Dieses Gummi- oder Kunststoffelement
kann insbesondere eine entsprechende Innendämpfung haben.
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in einer ersten Ausführung
mit Federmitteln in einem Mehrscheibenzahnrad in einem Axialschnitt;
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2 zeigt
das Mehrscheibenzahnrad nach 1 als Einzelheit
- a) in axialer Ansicht,
- b) im Axialschnitt nach A-A,
- c) im Axialschnitt nach B-B;
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3 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in einer zweiten Ausführung
mit elastisch federndem Haltezapfen
- a) in einem
Axialschnitt,
- b) in axialer Ansicht;
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4 zeigt
einen Haltezapfen in einer gegenüber 3 abgewandelten Ausführung als vergrößerte Einzelheit;
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5 zeigt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in einer dritten Ausführung
mit mit den Federnmitteln zusammenwirkender Kugelrillenform in einem Axialschnitt;
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6 zeigt
eine der Scheiben nach 5 als Einzelheit
- a) in axialer Ansicht,
- b) mit einer Kugelrillenform gemäß den 1 bis 4,
- c) mit einer Kugelrillenform gemäß der 5;
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7 zeigt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in einer vierten Ausführung
mit Federmitteln, die zwischen den Scheiben wirksam sind, in einer
ersten Variante
- a) in einem Axialschnitt,
- b) in axialer Ansicht;
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8 zeigt
die zwei Scheiben mit einer Blattfeder nach 7 als Einzelheit
- a) im Axialschnitt,
- b) in axialer Ansicht,
- c) in perspektivischer Ansieht;
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9 zeigt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in der vierten Ausführung
mit Federmitteln, die zwischen den Scheiben wirksam sind, in einer
zweiten Variante
- a) in einem Axialschnitt,
- b) in axialer Ansicht;
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10 zeigt
die zwei Scheiben nach 9 als Einzelheit
- a) in einem Axialschnitt,
- b) in axialer Ansicht,
- c) in einer perspektivischen Ansicht,
- d) als Einzelheit gemäß C-C aus 10b.
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In 1 ist
eine Axialverstellvorrichtung gemäß der Erfindung in einer Einbausituation
gezeigt. An einem Antriebsmotor 11 ragt aus einem Gehäuse 13 das
Ende einer Motorwelle 12 hervor. Das Motorgehäuse 13 ist
in eine Zentrierbohrung 101 in einer Gehäusewand 102 eingesetzt.
Auf dem Wellenende 12 ist ein Wellenzapfen 14 mit
einem Antriebsritzel 15 aufgesetzt. In die Gehäusewand 102 ist
ein Lagerzapfen 18 eingesetzt, auf dem ein Hülsenritzel 19 über zwei
Nadellager 41, 42 unmittelbar gelagert ist. Auf
das Hülsenritzel 19 wiederum
ist ein mehrteiliges Zahnrad 20 aufgepreßt, das
mit dem Ritzel 15 im Verzahnungseingriff ist. Einzelheiten
zu diesem Zahnrad 20 werden unten im einzelnen näher beschrieben.
Das Hülsenritzel 19 steht
mit seiner Verzahnung mit einem Zahnsegment 22 im Verzahnungseingriff,
das mit einer ersten Scheibe 24 der Verstellvorrichtung
fest verbunden ist. Diese Scheibe 24 ist über ein
Nadellager 23 drehbar auf dem Ansatz eines Deckels 25 gelagert,
auf dem sie sich über
ein Axiallager 26, eine Scheibe 27 und einen Sicherungsring 28 axial
abstützt.
Die drehend antreibbare Scheibe 24 wirkt mit einer weiteren
Scheibe 29 zusammen, die gleitend auf einem Ansatz an der
Scheibe 24 gelagert ist und die sich über ein Axiallager 30 und
eine Scheibe 31 an Druckfedern 33 im Deckel 25 abstützt. In
den Druckfedern 33 liegen Druckstifte 32 ein,
die die Stellglieder bilden. In den einander zugewandten Flächen der
Scheiben 24, 29 befinden sich Paare von über dem
Umfang tiefenveränderlichen Rillen
in denen Kugeln 35 laufen, die in einem Kugelkäfig 36 gehalten
sind. Jede der Rillen verläuft
von einem ersten Anschlag mit größter Rillentiefe
zu einem zweiten Anschlag mit geringster Rillentiefe. Die Scheibe 29 hat
einen Radialansatz 37 mit einer Führungsklaue 38. Die
Führungsklaue 38 gleitet
längsverschieblich
auf einem Haltestift 40, der in eine Bohrung 105 in
einer Gehäusewand 106 fest
eingesetzt ist und der auf diese Weise die axialverschiebliche Scheibe 29 verdrehgesichert
festhält.
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In 2 ist
das Zahnrad 20 als vergrößerte Einzelheit dargestellt,
wobei die einzelnen Teildarstellungen nachstehend gemeinsam beschrieben werden.
Das Zahnrad 20 umfaßt
zwei Nabenscheiben 51, 52, die unmittelbar auf
das Hülsenritzel 19 aufgepreßt sind.
Zwischen beiden ist mit dem erforderlichen Axialspiel ein Zahnkranz 53 drehbeweglich axial
fixiert. Sowohl die Nabenscheiben 51, 52 als auch
der Zahnkranz 53 weisen Fensterdurchbrüche 54, 55 bzw.
Innenausbrüche 56 auf,
die in Umfangsrichtung jeweils etwa gleiche Länge haben und in die gemeinsam
Schraubendruckfedern 57 eingesetzt sind. Diese wer den von
den Fensterdurchbrüchen bzw.
Innenausbrüchen
lagefixiert gehalten und stützen
sich an den Enden der Durchbrüche 54, 55 bzw. Ausbrüche 56 ab.
Hierdurch wird bei relativer Verdrehung der Nabenscheiben 51, 52 gegenüber dem Zahnkranz 53 eine
axiale Verkürzung
der Schraubendruckfedern 57 bewirkt; diese Verkürzung bewirkt eine
Rückstellkraft,
die der Relativverdrehung entgegenwirkt.
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Bei
einer positiven Verstellung der Verstellvorrichtung durch den Antriebsmotore 11 wird
eine Verdrehung der ersten Scheibe 24 bewirkt und dadurch
die zweite Scheibe 29 durch die von tieferen Kugelrillenbereichen
zu flacheren Kugelrillenbereichen laufenden Kugeln 35 axial
auf dem Deckelansatz gegen die Rückstellkraft
der Federn 33 verschoben. Der Deckel 25 ist regelmäßig Teil
eines Kupplungskorbes einer Sperrkupplung in einem Differentialgetriebe.
Bei einer Rückstellung
der Verstellvorrichtung wird die Scheibe 24 durch den Antriebsmotor 11 in
der entgegengesetzten Drehrichtung zurückgedreht, bis die Kugeln 35 die
Endanschläge
in den Kugelrillen 34, 39 erreichen. Das hierdurch
bewirkte abrupte Abbremsen der Scheibe 24 wird insofern
nicht unmittelbar auf die Rotormasse des Antriebsmotors übertragen,
als das Zahnrad 22 unter Verkürzung der Druckfedern 57 ein Überschwingen
zuläßt, so daß nur die
relativ geringe Masse des Hülsenritzels 19 ungefedert
abgebremst wird, während
die größere Rotormasse
abgefedert wird. Der Antriebsmotor ist regelmäßig ein frequenzmodulierter
Elektromotor.
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In 3 ist eine Axialverstellvorrichtung gemäß der Erfindung
in einer Einbausituation gezeigt. Die Darstellungen nach 3a und 3b werden nachfolgend
gemeinsam beschrieben. An einem Antriebsmotor 11 ragt aus
einem Gehäuse 13 das Ende einer
Motorwelle 12 hervor. Das Motorgehäuse 13 ist in eine
Zentrierbohrung 101 in einer Gehäusewand 102 eingesetzt.
Auf dem Wellenende 12 ist ein Wellenzapfen 14 mit
einem Antriebsritzel 15 aufgesetzt. In die Gehäusewand 102 ist
ein Lagerzapfen 18 eingesetzt, auf dem ein Hülsenritzel 19 über zwei
Nadellager 41, 42 unmittelbar gelagert ist. Auf
das Hülsenritzel 19 wiederum
ist ein Zahnrad 20 aufgepreßt, das mit dem Ritzel 15 im
Verzahnungseingriff ist. Das Hülsenritzel 19 steht
mit seiner Verzahnung mit einem Zahnsegment 22 im Verzahnungseingriff,
das mit einer ersten Scheibe 24 der Verstellvorrichtung fest
verbunden ist. Diese Scheibe 24 ist über ein Nadellager 23 drehbar
auf dem Ansatz eines Deckels 25 gelagert, auf dem sie sich über ein
Axiallager 26, eine Scheibe 27 und einen Sicherungsring 28 axial
abstützt.
Die drehend antreibbare Scheibe 24 wirkt mit einer weiteren
Scheibe 29 zusammen, die gleitend auf einem Ansatz an der
Scheibe 24 gelagert ist und die sich über ein Axiallager 30 und
eine Scheibe 31 an Druckfedern 33 im Kupplungsdeckel 25 abstützt. In
den Druckfedern 33 liegen Druckstifte 32 ein,
die die Verstellglieder bilden. In den einander zugewandten Flächen der
Scheiben 24, 29 befinden sich Paare von über dem
Umfang tiefenveränderlichen
Rillen 34, 39, in denen Kugeln 35 laufen,
die in einem Kugelkäfig 36 gehalten
sind. Jede der Rillen 34, 39 verläuft von
einem ersten Anschlag mit größter Rillentiefe
zu einem zweiten Anschlag mit geringster Rillentiefe. Die Scheibe 29 hat
einen Radialansatz 37 mit einer Führungsnut 38'. Die Führungsnut 38' gleitet längsverschieblich
auf einem mehrteiligem Haltestift 60, der mit einem Halbkugelkopf 63 in
die Führungsnut 38' eingreift und
der auf diese Weise die axialverschiebliche Scheibe 29 verdrehgesichert
festhält. Der
Haltestift 60 ist in einem Hülsenkörper 61 radial zur
Scheibenachse gelagert und stützt
sich in diesem über
Tellerdruckfedern 66 elastisch ab. Der Hülsenkörper ist
unmittelbar mit einem Gewinde 62 in eine Bohrung 105 in
der Gehäusewand 106 ein gedreht. Bei
einer positiven Verstellung der Verstellvorrichtung durch den Antriebsmotor 11 wird
eine Verdrehung der ersten Scheibe 24 bewirkt und dadurch
die zweite Scheibe 29 durch die von tieferen Kugelrillenbereichen
zu flacheren Kugelrillenbereichen laufenden Kugeln 35 axial
auf dem Deckelansatz gegen die Rückstellkraft
der Federn 33 verschoben. Der Deckel 25 ist regelmäßig Teil
eines Kupplungskorbes einer Sperrkupplung in einem Differentialgetriebe.
Bei einer Rückstellung
der Verstellvorrichtung wird die Scheibe 24 durch den Antriebsmotor 11 in
der entgegengesetzten Drehrichtung zurückgedreht, bis die Kugeln 35 die
Endanschläge
in den Kugelrillen 34, 39 erreichen. Ein hierdurch
bewirktes Abbremsen der Scheibe 24 wird insofern abgefedert,
als die Scheibe 24 gemeinsam mit der Scheibe 29 unter
Verkürzung der
Tellerfedern 66 ein Überschwingen
vollzieht, so daß das
gesamte Rädergetriebe
gefedert abgebremst wird, d. h. insbesondere auch die Rotormasse abgefedert
wird. Der Konus des Haltestiftes 60 steigt dabei in der
zur einen Seite flacher steigend ausgeführten keilförmigen Führungsnut 38'. Die beiden Scheiben 24, 29 bleiben
hierbei über
die in den Endanschlägen
liegenden Kugeln fest angekoppelt. Der Antriebsmotor ist regelmäßig ein
frequenzmodulierter Elektromotor.
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In 4 ist
der elastische Haltestift 60' in
einer zweiten Ausführung
in vergrößerter Einzelheit gezeigt.
Der Haltestift 60' stützt sich
hier über
zwei Schraubendruckfedern 64, 65 elastisch im
Hülsenkörper 61 ab.
Anstelle des Halbkugelkopfes ist hier ein Konus 63' vorgesehen.
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In 5 ist
eine Axialverstellvorrichtung gemäß der Erfindung in einer Einbausituation
gezeigt. An einem Antriebsmotor 11 ragt aus einem Gehäuse 13 das
Ende einer Motorwelle 12 hervor. Das Motorgehäuse 13 ist
in eine Zentrierbohrung 101 in einer Gehäusewand 102 eingesetzt.
Auf dem Wellenende 12 ist ein Wellenzapfen 14 mit
einem Antriebsritzel 15 aufgesetzt. In die Gehäusewand 102 ist
ein Lagerzapfen 18 eingesetzt, auf dem ein Hülsenritzel 19 über zwei
Nadellager 41, 42 unmittelbar gelagert ist. Auf
das Hülsenritzel 19 wiederum
ist ein Zahnrad 20 aufgepreßt, das mit dem Ritzel 15 im
Verzahnungseingriff ist. Das Hülsenritzel 19 steht
mit seiner Verzahnung mit einem Zahnsegment 22 im Verzahnungseingriff,
das mit einer ersten Scheibe 24 der Verstellvorrichtung
fest verbunden ist. Diese Scheibe 24 ist über ein
Nadellager 23 drehbar auf dem Ansatz eines Deckels 25 gelagert,
auf dem sie sich über
ein Axiallager 26, eine Scheibe 27 und einen Sicherungsring 28 axial
abstützt.
Die drehend antreibbare Scheibe 24 wirkt mit einer weiteren
Scheibe 29 zusammen, die gleitend auf einem Ansatz an der
Scheibe 24 gelagert ist und die sich über ein Axiallager 30 und
eine Scheibe 31 an Druckfedern 33 im Deckel 25 abstützt. In
den Druckfedern 33 liegen Druckstifte 32 ein,
die die Stellglieder bilden. In den einander zugewandten Flächen der
Scheiben 24, 29 befinden sich Paare von über dem
Umfang tiefenveränderlichen Rillen 34, 39,
in denen Kugeln 35 laufen, die in einem Kugelkäfig 36 gehalten
sind. Die Scheibe 29 hat einen Radialansatz 37 mit
einer Führungsklaue 38.
Die Führungsklaue 38 gleitet
längsverschieblich
auf einem Haltestift 40, der in eine Bohrung 105 in
einer Gehäusewand 106 fest
eingesetzt ist und der auf diese Weise die axialverschiebliche Scheibe 29 verdrehgesichert
festhält.
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In 6 ist
die Scheibe 29 in Axialansicht gezeigt, wobei der Ansatz 37 und
die Führungsklaue 38 als
Einzelheiten erkennbar sind. In dieser Darstellung ist die Form
der Kugelrillen 39 im einzelnen erkennbar, die von einem
ersten Axialanschlagbereich 71 größter Tiefe am Ende A zu einem
zweiten Axialanschlag 72 geringster Tiefe am Ende B verlaufen. Die
Kugel rillen in der Scheibe 24 bilden in Ansicht das vollständig gleiche
Bild, so daß bei
bestimmungsgemäßer Montage
jeweils Rillenpaare mit ihren ersten Enden A in Deckung gebracht
werden können,
wobei die Kugel an diesen ersten Endanschlägen A anliegt und die Scheiben
ihre am weitesten angenäherte
Position haben. Eine relative Verdrehung der Scheiben gegeneinander
läßt die Kugeln
in beiden Rillen eines Rillenpaares zu den Enden B verlaufen, wodurch
sich die axialbewegliche der Scheiben von der axial abgestützten entfernt.
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In
der Darstellung b ist die Bahnform nach den 1 bis 4 gezeigt,
bei der die Kugelanschläge 71, 72 an
der tiefsten Stelle A bzw. der flachsten Stelle B der Kugelrille 39 ausgebildet
sind und kugelschalenförmig
sind.
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In
der Darstellung c ist die Kugelrillenform gemäß der 5 gezeigt,
wobei der tiefste Punkt der Kugelrille 39 am Ende A nicht
den Anschlag bildet, sondern statt dessen ein steigender Auslauf 73 vorgesehen
ist, der bei einem weiteren Verdrehen der Scheiben über die
Endlage hinaus wieder zu einem Entfernen der Scheiben voneinander
führt und
damit die Druckfedern 33 erneut verkürzt, so daß die Rotormasse und die gesamte
Drehmasse des Getriebes über
die Rückstellkraft
der Druckfedern 33 beim Überschwingen über die
Endlage abgefedert wird.
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In 7a ist eine Axialverstellvorrichtung gemäß der Erfindung
in einer Einbausituation gezeigt. An einem Antriebsmotor 11 ragt
aus einem Gehäuse 13 das
Ende einer Motorwelle 12 hervor. Das Motorgehäuse 13 ist
in eine Zentrierbohrung 101 in einer Gehäusewand 102 eingesetzt.
Auf dem Wellenende 12 ist ein Wellenzapfen 14 mit
einem Antriebsritzel 15 aufgesetzt. In die Gehäusewand 102 ist
ein Lagerzapfen 18 eingesetzt, auf dem ein Hülsenritzel 19 über zwei
Nadellager 41, 42 unmittelbar gelagert ist. Auf
das Hülsenritzel 19 wiederum
ist ein Zahnrad 20 aufgepreßt, das mit dem Ritzel 15 im
Verzahnungseingriff ist. Das Hülsenritzel 19 steht
mit seiner Verzahnung mit einem Zahnsegment 22 im Verzahnungseingriff,
das mit einer ersten Scheibe 24 der Verstellvorrichtung
fest verbunden ist. Diese Scheibe 24 ist über ein
Nadellager 23 drehbar auf dem Ansatz eines Deckels 25 gelagert,
auf dem sie sich über
ein Axiallager 26, eine Scheibe 27 und einen Sicherungsring 28 axial
abstützt.
Die drehend antreibbare Scheibe 24 wirkt mit einer weiteren
Scheibe 29 zusammen, die gleitend auf einem Ansatz an der
Scheibe 24 gelagert ist und die sich über ein Axiallager 30 und
eine Scheibe 31 an Druckfedern 33 im Kupplungsdeckel 25 abstützt. In
den Druckfedern 33 liegen Druckstifte 32 ein,
die die Stellglieder bilden. In den einander zugewandten Flächen der
Scheiben 24, 29 befinden sich Paare von über dem
Umfang tiefenveränderlichen
Rillen 34, 39, in denen Kugeln 35 laufen,
die in einem Kugelkäfig 36 gehalten
sind. Jede der Rillen verläuft
von einem ersten Anschlag mit größter Rillentiefe
zu einem zweiten Anschlag mit geringster Rillentiefe. Die Scheibe 29 hat
einen Radialansatz 37 mit einer Führungsklaue 38. Die
Führungsklaue 38 gleitet
längsverschieblich
auf einem Haltestift 40, der in eine Bohrung 105 in
einer Gehäusewand 106 fest
eingesetzt ist und der auf diese Weise die axialverschiebliche Scheibe 29 verdrehgesichert
festhält.
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In
der Ansicht der 7b ist erkennbar,
daß am
Ansatz 37 der Scheibe 29 eine Blattfeder 81 angeschraubt
ist, deren freies Ende mit einer Anlaufkurve 82 am Zahnsegment 22 der
ersten Scheibe 24 zusammenwirkt. Hierbei gleitet das Ende
der Blattfeder 81 zunächst
an der Anlaufkurve 82 unter Erzeugung von Reibungskräften entlang,
bis es an einem Anschlag 83 am Zahnsegment 22 anschlägt und die Blattfeder 81 beim
weiteren Verdrehen verkürzt
wird. Der wirksame Eingriff der Blattfeder am Anschlag 83 erfolgt
hierbei bereits bevor die Kugeln die Endanschläge in den Kugelrillen erreicht
haben.
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In 8 sind
die gleichen Einzelheiten wie in 7 mit gleichen
Ziffern bezeichnet. Auf die dortige Beschreibung wird insoweit Bezug
genommen. Weitere Einzelheiten sind nicht zu erwähnen.
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In 9a ist
eine Axialverstellvorrichtung gemäß der Erfindung in einer Einbausituation
gezeigt. An einem Antriebsmotor 11 ragt aus einem Gehäuse 13 das
Ende einer Motorwelle 12 hervor. Das Motorgehäuse 13 ist
in eine Zentrierbohrung 101 in einer Gehäusewand 102 eingesetzt.
Auf dem Wellenende 12 ist ein Wellenzapfen 14 mit
einem Antriebsritzel 15 aufgesetzt. In die Gehäusewand 102 ist
ein Lagerzapfen 18 eingesetzt, auf dem zweiteiliges Zahnrad
läuft.
Dieses ist derart aufgebaut, daß ein Hülsenritzel 19 über zwei
Nadellager 41, 42 unmittelbar auf dem Zapfen 18 gelagert
ist. Auf die Ritzelhülse 19 wiederum
ist ein Zahnrad 20 aufgepreßt, das mit dem Ritzel 15 im
Verzahnungseingriff ist. Einzelheiten zu diesem Zahnrad 20 werden
unten im einzelnen näher
beschrieben. Die Ritzelhülse 19 steht mit
ihrer Verzahnung mit einem Zahnsegment 22 im Verzahnungseingriff,
das mit einer ersten Scheibe 24 der Verstellvorrichtung
fest verbunden ist. Diese Scheibe ist über ein Nadellager 23 drehbar
Hülseneinsatz 21 gelagert,
auf dem sie sich über
ein Axiallager 26, eine Scheibe 27 und einen Sicherungsring 28 axial
abstützt.
Die drehend antreibbare Scheibe 24 wirkt mit einer weiteren
Scheibe 29 zusammen, die gleitend auf der Scheibe 24 gelagert
ist und die sich über
ein Axiallager 30 und eine Scheibe 31 an Druckfedern 33 im
Kupplungsdeckel 25 abstützt.
In den einander zugewandten Flächen
der Scheiben 24, 29 befinden sich Paare von über dem
Umfang tiefenveränderlichen
Rillen 34, 39, in denen Kugeln 35 laufen,
die in einem Kugelkäfig 36 gehalten
sind. Jede der Rillen verläuft
von einem ersten Anschlag mit größter Rillentiefe
zu einem zweiten Anschlag mit geringster Rillentiefe. Die Scheibe 29 hat
einen Radialansatz 37 mit einer Führungsklaue 38. Die
Führungsklaue 38 gleitet
längsverschieblich
auf einem Haltestift 40, der in eine Bohrung 105 in
einer Gehäusewand 106 fest
eingesetzt ist und der auf diese Weise die axialverschiebliche Scheibe 29 verdrehgesichert
festhält.
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In
der Ansicht der 9b ist anstelle der
anhand 7b erläuterten Blattfeder hierbei
zwischen den beiden Scheiben ein elastisches Element 91 wirksam,
das am Ansatz 37 der Scheibe 29 angeschraubt ist
und gegen das ein Puffersteg 92, der mit Schrauben 93, 94 am
Scheibensegment 22 angeschraubt ist, einwirkt. Der wirksame
Anschlag des Puffersteges 92 am elastischen Element 91 erfolgt hierbei
bereits bevor die Kugeln die Endanschläge in den Kugelrillen erreicht
haben.
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In 10 ist
zusätzlich
zu den genannten Einzelheiten eine Schraube 95 erkennbar,
die das elastische Element 91 an dem Ansatz 27 festhält.
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Bei
einem Rückdrehen
der Scheibe 24 durch den Antriebsmotor 11 wird
mit den Mitteln der Vorrichtungen gemäß den 7 bis 10 erreicht, daß bereits
vor Erreichen der Endanschläge
in den Kugelrillen die Rotormasse und die gesamte Drehmasse des
Getriebes gegenüber
der drehfest gehaltenen Scheibe 29 abgebremst wird, bevor
die Endanschläge
in den Kugelrillen erreicht werden. Danach wird die Wirkung der
Federelemente ein gewisses Zurückdrehen
von den Endanschlägen
weg bewirken, soweit dies im Verhältnis zur Rückstellkraft der Schraubendruckfedern 33 möglich ist.
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- 11
- Antriebsmotor
- 12
- Motorwelle
- 13
- Motorgehäuse
- 14
- Wellenzapfen
- 15
- Antriebsritzel
- 16
-
- 17
-
- 18
- Lagerzapfen
- 19
- Hülsenritzel
- 20
- Zahnrad
- 21
-
- 22
- Zahnsegment
- 23
- Nadellager
- 24
- Scheibe
- 25
- Deckel
- 26
- Axiallager
- 27
- Scheibe
- 28
- Sicherungsring
- 29
- Scheibe
- 30
- Axiallager
- 31
- Scheibe
- 32
- Druckstift
- 33
- Druckfeder
- 34
- Rille
- 35
- Kugel
- 36
- Käfig
- 37
- Radialansatz
- 38
- Führungsklaue,
-nut
- 39
- Rille
- 40
- Haltestift
- 41
- Nadellager
- 42
- Nadellager
- 51
- Nabenscheibe
- 52
- Nabenscheibe
- 53
- Zahnkranz
- 54
- Fensterdurchbruch
- 55
- Fensterdurchbruch
- 56
- Innenausbruch
- 57
- Druckfeder
- 60
- Haltestift
- 61
- Hülsenkörper
- 62
- Gewinde
- 63
- Halbkugel,
Konus
- 101
- Zentrierbohrung
- 102
- Gehäusewand
- 103
- Bohrung
- 104–105
- Bohrung
- 106
- Gehäusewand