DE10129782B4 - Flurförderzeug mit einer Antriebseinheit, die an einem benachbarten Rahmenabschnitt eines Fahrzeugrahmens befestigt ist. - Google Patents
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Abstract
Flurförderzeug mit einer Antriebseinheit (1), die einen Verbrennungsmotor (2) und mindestens ein davon angetriebenes, stirnseitig angeordnetes Aggregat, insbesondere eine hydraulische Pumpe (3) aufweist und an einem benachbarten Rahmenabschnitt eines Fahrzeugrahmens befestigt ist, wobei das Flurförderzeug als Gabelstapler mit einem heckseitigen Gegenwicht (8) ausgebildet, die Antriebseinheit (1) quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet und das Gegengewicht (8) als Rahmenabschnitt zur Lagerung der Antriebseinheit (1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Lagerstellen (5, 6, 7) innerhalb der Axialerstreckung der Antriebseinheit (1) angeordnet ist, wobei in Richtung zum Gegengewicht (8) schräg unterhalb des Schwerpunkts (S) der Antriebseinheit (1) eine erste (5) und eine davon in Axialrichtung beabstandete zweite Lagerstelle (6) angeordnet sind und schräg oberhalb des Schwerpunkts (S) eine dritte Lagerstelle (7) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit einer Antriebseinheit, die einen Verbrennungsmotor und mindestens ein davon angetriebenes, stirnseitig angeordnetes Aggregat, insbesondere eine hydraulische Pumpe, aufweist und an einem benachbarten Rahmenabschnitt eines Fahrzeugrahmens befestigt ist, wobei das Flurförderzeug als Gabelstapler mit einem heckseitigen Gegengewicht ausgebildet, die Antriebseinheit quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet und das Gegengewicht als Rahmenabschnitt zur Lagerung der Antriebseinheit vorgesehen ist. Mit dem Begriff ”stirnseitig” ist dabei gemeint, dass das Aggregat in Verlängerung der Rotationsachse der Kurbelwelle angeordnet ist.
- Ein gattungsgemäßes Flurförderzeug ist in der
DE 198 49 753 B4 offenbart. In axialer Verlängerung der Antriebseinheit befindet sich an jedem Ende jeweils ein Pendellager. Eine dazwischen angeordnete Drehmomentstütze nimmt Reaktionsmomente auf. - Aus dem DE-Buch: LUEGER; Lexikon der Technik, Band 12, Fahrzeugtechnik, Stuttgart 1967, Seite 429, 359, 360 ist es bekannt, am vorderen Ende einer aus einem Verbrennungsmotor und einem angeflanschtem Getriebe bestehenden Antriebseinheit zwei schräg gestellte Lager und am hinteren, getriebeseitigen Ende ein einzelnes Lager anzuordnen.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Flurförderzeug der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, dessen Antriebseinheit so gelagert ist, dass der zur Verfügung stehende Bauraum besser ausgenutzt und die Krafteinleitung in das Gegengewicht schwingungstechnisch optimiert wird.
- Diese Aufgabe wird gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung dadurch gelöst, dass eine Mehrzahl von Lagerstellen innerhalb der Axialerstreckung der Antriebseinheit angeordnet ist, wobei in Richtung zum Gegengewicht schräg unterhalb des Schwerpunkts der Antriebseinheit eine erste und eine davon in Axialrichtung beabstandete zweite Lagerstelle angeordnet sind und schräg oberhalb des Schwerpunkts eine dritte Lagerstelle angeordnet ist.
- Es befinden sich also keine Lagerstellen an den Längsenden der Antriebseinheit, wodurch der Platzbedarf in dieser Richtung verringert wird. Dies ist insbesondere bei Quereinbau der Antriebseinheit in das Flurförderzeug von Vorteil. Die Lagerstellen sind dabei so plaziert, dass sie den Zugang zu Verschleißteilen der Antriebseinheit nicht versperren. So ist beispielsweise der Zahnriemen des Verbrennungsmotors, der an demjenigen Längsende angeordnet ist, das dem Aggregat gegenüberliegt, zur Kontrolle und zum Austausch leicht zugänglich.
- Durch die direkte Ankopplung der Antriebseinheit auf kurzem Wege an das Gegengewicht werden schwingungstechnische Vorteile erzielt, zumal die Krafteinleitungsstellen eine hohe Steifigkeit aufweisen.
- Die erste und die zweite Lagerstelle sind zweckmäßigerweise in einer gemeinsamen Ebene, insbesondere einer unterhalb der Antriebseinheit befindlichen Ebene, angeordnet. Die dritte Lagerstelle befindet sich mit Vorteil im Bereich eines axial zwischen dem Verbrennungsmotor und dem Aggregat angeordneten Zwischenflansches der Antriebseinheit.
- Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung kann nach dem Lösen der dritten (oberen) Lagerstelle die Antriebseinheit vom Rahmenabschnitt weggekippt werden, um beispielsweise den Anlasser des Verbrennungsmotors auszutauschen. Ferner ist die Pumpe von oben frei zugänglich.
- Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird die oben genannte Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Mehrzahl von Lagerstellen innerhalb der Axialerstreckung der Antriebseinheit angeordnet ist, wobei in Richtung des Gegengewichts schräg unterhalb des Schwerpunkts der Antriebseinheit eine erste Lagerstelle angeordnet ist und schräg oberhalb des Schwerpunkts eine zweite und eine davon in Axialrichtung beabstandete dritte Lagerstelle angeordnet sind. Hierbei können die zweite und die dritte Lagerstelle in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sein.
- Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist eine an den Verbrennungsmotor angeschlossene Abgasanlage am Gegengewicht befestigt, wobei ein Bewegungen des Verbrennungsmotors ausgleichendes Entkopplungselement in die Abgasanlage integriert ist und wobei die Lagerstellen so angeordnet sind, dass durch Fahrbahnstöße angeregte Relativbewegungen der Antriebseinheit zum Gegengewicht um einen Drehpunkt erfolgen, der im Bereich des Entkopplungselementes oder dazu benachbart angeordnet ist.
- Durch diese Anordnung des Drehpunktes ergeben sich für das relativ empfindliche Entkopplungselement nur geringe laterale Auslenkungen beim Ein- und Ausfedern der Antriebseinheit.
- Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigt
-
1 eine Ansicht einer Antriebseinheit des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs in Richtung zum Rahmenabschnitt des Fahrzeugrahmens, an dem die Antriebseinheit befestigt ist, und -
2 eine Seitenansicht der Darstellung gemäß1 . - Das erfindungsgemäße Flurförderzeug sei im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Gegengewichts-Gabelstapler mit einer quer zur Fahrtrichtung angeordneten Antriebseinheit
1 ausgebildet, die einen Verbrennungsmotor2 und eine stirnseitig daran angeflanschte hydraulische Pumpe3 aufweist. Die Fahrtrichtung entspricht in Bezug auf ein in den Figuren dargestelltes Raumkoordinatensystem der x-Achse. Selbstverständlich kann die im folgenden beschriebene Aufhängung der Antriebseinheit1 auch für den Längseinbau in einen Gabelstapler verwendet werden. Sie ist jedoch für den Quereinbau und die Befestigung der Antriebseinheit1 an einem heckseitigen Gegengewicht8 besonders vorteilhaft. - Die Pumpe
3 kann für einen hydrostatischen Fahrantrieb und/oder eine Arbeitshydraulik des Gabelstaplers vorgesehen sein. Ferner ist es möglich, dass in Verlängerung der Pumpe3 eine zweite Pumpe4 angeflanscht ist (Hilfspumpe, z. B. für eine hydraulische Lenkung), wie in den Figuren dargestellt. - Die Antriebseinheit
1 ist mittels drei Lagerstellen5 ,6 und7 , die sich alle innerhalb der Axialerstreckung der Antriebseinheit1 befinden (siehe1 ), an einem heckseitigen Gegengewicht8 (siehe2 ) des Gabelstaplers befestigt, das einen Rahmenabschnitt des Fahrzeugrahmens bildet. Hierbei befinden sich die erste Lagerstelle5 und die zweite Lagerstelle6 unterhalb der Antriebseinheit1 und damit unterhalb des Schwerpunktes S der Antriebseinheit1 in einer gemeinsamen Ebene. Die dritte Lagerstelle7 befindet sich oberhalb des Schwerpunktes S zwischen der ersten Lagerstelle5 und der zweiten Lagerstelle6 im Bereich eines zwischen dem Verbrennungsmotor2 und der Pumpe3 angeordneten Zwischenflansches9 . - Die Lagerstellen
5 ,6 und7 sind also derart angeordnet, dass der Bauraum, den die Antriebseinheit1 in y-Richtung (Querrichtung des Gabelstaplers) benötigt, minimiert und darüber hinaus der Zugang zu Verschleißteilen nicht versperrt ist. Der Bauraum oberhalb der Pumpe3 kann für einen Luftfilter des Verbrennungsmotors2 genutzt werden. Der stirnseitig entgegengesetzt zur Pumpe3 angeordnete Zahnriemen des Verbrennungsmotors2 ist frei zugänglich. Nach dem Lösen der dritten (oberen) Lagerstelle7 kann die Antriebseinheit1 nach vorne gekippt werden, um den Anlasserwechel zu erleichtern. - Durch die direkte Anbindung der Antriebseinheit
1 an das Gegengewicht8 auf kurzem Wege ergeben sich sehr steife Krafteinleitungsstellen. Der hohe mechanische Eingangswiderstand an den Anbindungspunkten erschwert die Einleitung von Schwingungen der Antriebseinheit1 in das Gegengewicht8 . - Bei Einwirkung einer horizontalen Kraftkomponente, die durch die Hochdruckleitungen der Pumpe
3 erzeugt wird, auf die Antriebseinheit1 werden die Lagerstellen5 ,6 und7 aufgrund ihrer Winkellage jeweils mit einer Kraftkomponente in ihrer Hauptwirkungsrichtung beaufschlagt. Dadurch ist die Aufhängung der Antriebseinheit1 unempfindlicher gegenüber Abweichungen vom statisch ausgelegten Arbeitspunkt als eine Aufhängung, bei der die Lagerstellen5 ,6 und7 in einer Ebene angeordnet sind und die genannte horizontale Kraftkomponente senkrecht zur Hauptwirkungsrichtung der Lagerstellen5 ,6 und7 liegt. - Die Anordnung der Lagerstellen
5 ,6 und7 kann prinzipiell auch umgedreht werden, so dass zwei Lagerstellen5 und6 schräg oberhalb und eine Lagerstelle7 schräg unterhalb des Schwerpunktes S angeordnet sind. - Am Gegengewicht
8 ist eine an den Verbrennungsmotor2 angeschlossene Abgasanlage befestigt, die in den Figuren nicht näher dargestellt ist. Die Abgasanlage enthält ein Entkopplungselement10 , das Relativbewegungen des Verbrennungsmotors2 bzw. der Antriebseinheit1 zum Gegengewicht8 ausgleicht. Die Anordnung der Lagerstellen5 ,6 und7 ist so gewählt, dass durch Fahrbahnstöße angeregte Relativbewegungen der Antriebseinheit1 um einen Drehpunkt D erfolgen, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel benachbart ist zum Entkopplungselement10 (im Idealfall liegt der Drehpunkt D im Bereich des Entkopplungselements10 ). Dadurch werden Lateralbewegungen (insbesondere in Richtung der x-Achse) des relativ empfindlichen Entkopplungselementes10 minimiert und dessen Lebensdauer erhöht.
Claims (6)
- Flurförderzeug mit einer Antriebseinheit (
1 ), die einen Verbrennungsmotor (2 ) und mindestens ein davon angetriebenes, stirnseitig angeordnetes Aggregat, insbesondere eine hydraulische Pumpe (3 ) aufweist und an einem benachbarten Rahmenabschnitt eines Fahrzeugrahmens befestigt ist, wobei das Flurförderzeug als Gabelstapler mit einem heckseitigen Gegenwicht (8 ) ausgebildet, die Antriebseinheit (1 ) quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet und das Gegengewicht (8 ) als Rahmenabschnitt zur Lagerung der Antriebseinheit (1 ) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Lagerstellen (5 ,6 ,7 ) innerhalb der Axialerstreckung der Antriebseinheit (1 ) angeordnet ist, wobei in Richtung zum Gegengewicht (8 ) schräg unterhalb des Schwerpunkts (S) der Antriebseinheit (1 ) eine erste (5 ) und eine davon in Axialrichtung beabstandete zweite Lagerstelle (6 ) angeordnet sind und schräg oberhalb des Schwerpunkts (S) eine dritte Lagerstelle (7 ) angeordnet ist. - Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (
5 ) und die zweite Lagerstelle (6 ) in einer gemeinsamen Ebene, insbesondere einer unterhalb der Antriebseinheit (1 ) befindlichen Ebene angeordnet sind. - Flurförderzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die dritte Lagerstelle (
7 ) im Bereich eines axial zwischen dem Verbrennungsmotor (2 ) und dem Aggregat (Pumpe3 ) angeordneten Zwischenflansches (9 ) der Antriebseinheit (1 ) befindet. - Flurförderzeug mit einer Antriebseinheit, die einen Verbrennungsmotor und mindestens ein davon angetriebenes, stirnseitig angeordnetes Aggregat, insbesondere eine hydraulische Pumpe aufweist und an einem benachbarten Rahmenabschnitt eines Fahrzeugrahmens befestigt ist, wobei das Flurförderzeug als Gabelstapler mit einem heckseitigen Gegenwicht ausgebildet, die Antriebseinheit quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet und das Gegengewicht als Rahmenabschnitt zur Lagerung der Antriebseinheit vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Lagerstellen innerhalb der Axialerstreckung der Antriebseinheit angeordnet ist, wobei in Richtung des Gegengewichts schräg unterhalb des Schwerpunkts der Antriebseinheit eine erste Lagerstelle angeordnet ist und schräg oberhalb des Schwerpunkts eine zweite und eine davon in Axialrichtung beabstandete dritte Lagerstelle angeordnet sind.
- Flurförderzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite und die dritte Lagerstelle in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
- Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine an den Verbrennungsmotor (
2 ) angeschlossene Abgasanlage am Gegengewicht (8 ) befestigt ist, wobei ein Bewegungen des Verbrennungsmotors (2 ) ausgleichendes Entkopplungselement (10 ) in die Abgasanlage integriert ist und wobei die Lagerstellen (5 ,6 ,7 ) so angeordnet sind, dass durch Fahrbahnstöße angeregte Relativbewegungen der Antriebseinheit (1 ) zum Gegengewicht (8 ) um einen Drehpunkt (D) erfolgen, der im Bereich des Entkopplungselementes (10 ) oder dazu benachbart angeordnet ist.
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