DE10129421A1 - Anordnung und Verfahren zur Bestimmung der Öltemperatur beim Start eines Motors - Google Patents
Anordnung und Verfahren zur Bestimmung der Öltemperatur beim Start eines MotorsInfo
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Abstract
Bei einer Anordnung und einem Verfahren zur Bestimmung der Motoröltemperatur unter Verzicht auf einen Öltemperatursensor wird die Öltemperatur beim Motorstart, basierend auf einer berechneten Öltemperatur beim letzten Abschaltvorgang sowie verschiedener anderer Parameter, berechnet. Diese Parameter können die Motorkühlmitteltemperatur, die Abschaltzeit, die Außentemperatur oder den Umstand, ob eine Motorblockheizung benutzt wurde, umfassen. Mit der Erfindung wird eine präzisere Ermittlung der Motoröltemperatur möglich, wodurch die Motorsteuerung genauer durchgeführt werden kann, insbesondere während der ersten Minuten des Motorbetriebs.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Bestimmung der Motoröltemperatur eines Verbrennungsmo
tors beim Motorstart.
Die Öltemperatur ist einer von vielen Motorbetriebsparame
tern, die zur Steuerung eines Verbrennungsmotors herangezo
gen werden. Beispielsweise wird bei Verbrennungsmotoren mit
variabler Nockenwelle (Variable Cam Timing, VCT), bei denen
der Öldruck zur Verstellung der Einlass- bzw. Auslassventil
steuerung verwendet wird, die Öltemperatur dazu herangezo
gen, festzustellen, ob ein VCT-Betrieb zulässig oder wün
schenswert ist.
Bei bekannten Ansätzen zur Bestimmung der Motoröltemperatur
wird ein Öltemperatursensor zur direkten Messung der Tempe
ratur benutzt, oder die Öltemperatur wird anhand verschiede
ner anderer Sensoren bzw. Motorbetriebsparameter bestimmt.
Demgegenüber können durch eine Berechnung der Öltemperatur
verschiedene Vorteile durch Einsparung eines Sensors erzielt
werden. Jedoch ist für eine genaue Ableitung der Öltempera
tur während des Motorbetriebs, wie sie beispielsweise in der
US-PS 5 633 796 beschrieben ist, die genaue Kenntnis der Öl
temperatur unmittelbar nach dem Motorstart erforderlich. Bei
bekannten Ansätzen zur Bestimmung der Öltemperatur beim Mo
torstart werden nur die wichtigsten Startbedingungen berück
sichtigt, weshalb sich diese Ansätze manchmal als zu ungenau
erweisen. Beispielsweise werden bei diesen Ansätzen die Ein
flüsse einer Motorblockheizung, eines Neustartvorganges nach
kurzer Fahrt gefolgt von einem kurzen Abstellen des Motors
oder Änderungen der Motoröltemperatur, die dadurch auftre
ten, dass der Motor für einige Zeit nicht angelassen wird,
nachdem der Zündschlüssel in die "Ein"-Stellung gebracht
wurde, nicht berücksichtigt. Die letztgenannte Situation
kann beispielsweise dann auftreten, wenn Fahrzeugzubehör
längere Zeit betrieben wird, ohne den Motor zu starten, z. B.
um Radio zu hören.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Anordnung und ein Verfahren bereitzustellen, mit der bzw.
mit dem die Motoröltemperatur bei einem Motorstart präziser
bestimmt werden kann, ohne dass ein Motoröltemperatursensor
vorhanden sein muss.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird eine Anordnung und
ein Verfahren zur Bestimmung der Motoröltemperatur eines Mo
tors bei einem Motorstart für einen internen Verbrennungsmo
tor vorgeschlagen, bei der bzw. bei dem zunächst eine Öltem
peratur beim Motorstopp abgefragt wird, die bei dem Motor
stopp in einen Speicher abgelegt wurde, anschließend eine
Bestimmung eines Wertes entsprechend der Motorkühlmitteltem
peratur sowie eine Bestimmung der verstrichenen Zeit zwi
schen dem Motorstopp und dem Motorstart und schließlich eine
Berechnung der Motoröltemperatur beim Motorstart erfolgt,
basierend auf dem Motorkühlmitteltemperaturwert, der aus dem
Speicher abgefragten Motoröltemperatur beim Motorstopp und
der verstrichenen Zeit.
Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Reihe von Vorteilen
erzielt. Beispielsweise können dadurch, dass die Motoröltem
peratur beim Motorstart genauer ermittelt werden kann, die
Fahreigenschaften insbesondere bei VCT-Motoren verbessert
werden. Mit der vorliegenden Erfindung kann auf einen Motor
öltemperatursensor verzichtet werden, und zwar auch für Si
tuation, in denen eine genaue Motoröltemperatur benötigt
wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen bei
spielhaft näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm, in dem die Betriebsweise einer
Ausführungsform des Verfahrens bzw. der Anordnung
zur Bestimmung der Motoröltemperatur beim Motor
start gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt
ist;
Fig. 2 ein Flussdiagramm, in dem die Betriebsweise einer
Ausführungsform einer Anordnung bzw. eines Verfah
rens zur Bestimmung der Motoröltemperatur beim Mo
torstart gemäß der vorliegenden Erfindung darge
stellt ist; und
Fig. 3 ein detaillierteres Flussdiagramm, in dem die Be
triebsweise einer Anordnung und eines Verfahrens
zur Bestimmung der Motoröltemperatur beim Motor
start gemäß der vorliegenden Erfindung näher dar
gestellt ist.
Wie ohne weiteres ersichtlich, kann die vorliegende Erfin
dung unabhängig von einer speziellen Motortechnologie in ei
ner Vielzahl von Verbrennungsmotoren, bei denen die Motoröl
temperatur zu Informations-, Diagnose- oder Steuerzwecken
herangezogen wird, eingesetzt werden. Beispielsweise kann
die vorliegende Erfindung bei konventionellen Verbrennungs
motoren oder auch bei Motoren mit Schichtladebetrieb (DISC)
oder Verbrennungsmotoren mit Direkteinspritzung (DISI) ein
gesetzt werden.
In Fig. 1 ist ein Blockdiagramm dargestellt, in dem ein Mo
torsteuerungssystem eines beispielhaften Verbrennungsmotors
gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt ist. Die Anord
nung weist vorzugsweise einen Verbrennungsmotor 10 mit einer
Mehrzahl von Zylindern - stellvertretend dargestellt durch
den Zylinder 12 - mit korrespondierenden Brennkammern 14
auf. Wie ohne weiteres ersichtlich, weist die Anordnung ver
schiedene Sensoren und Aktuatoren zur Einflußnahme auf den
Verbrennungsmotor auf. Ein oder mehrere Sensoren oder Aktua
toren können für jeden einzelnen Zylinder 12 vorgesehen
sein, oder ein einziger Sensor oder Aktuator kann für den
gesamten Verbrennungsmotor vorgesehen sein. Beispielsweise
können bei jedem Zylinder vier Aktuatoren zum Betrieb der
Einlassventile 16 und der Auslassventile 18 vorgesehen sein,
wohingegen im Ausführungsbeispiel lediglich ein einziger Mo
torkühlmitteltemperatursensor 20 vorgesehen ist.
Die Anordnung 10 weist vorzugsweise eine Steuereinheit bzw.
einen Controller 22 mit einem Mikroprozessor 24 auf, die
bzw. der in Verbindung mit verschiedenen computerlesbaren
Speichereinheiten steht. Die computerlesbaren Speichermedien
umfassen vorzugsweise einen ROM-Speicher (ROM) 26, einen
RAM-Speicher 28 (RAM) und ein Keep-Alive-Speicher (KAM) 30.
Wie allgemein bekannt, wird der KAM-Speicher 30 zur Speiche
rung verschiedener Betriebsvariablen benötigt, während das
Steuergerät 22 abgeschaltet, aber mit der Motorbatterie
(nicht dargestellt) verbunden ist. Die computerlesbaren
Speichermedien können unter Verwendung einer Vielzahl von
bekannten Speichertypen implementiert werden, beispielsweise
unter Verwendung von PROMs, EPROMs, EEPROMs, Flash Memory-
Bausteinen oder anderer elektrischer, magnetischer, opti
scher oder kombinierter Speichereinheiten, die dazu ausge
legt sind, Daten zu speichern, von denen einige auch aus
führbare Instruktionen für einen Mikroprozessor 24 zur Mo
torsteuerung sein können. Der Mikroprozessor 24 kommuniziert
mit einer Vielzahl von Sensoren und Aktuatoren über ein Ein
gabe/Ausgabe(I/O)Interface 32. Selbstverständlich kann im
Rahmen der vorliegenden Erfindung abhängig vom Anwendungs
fall auch mehr als ein physikalisch vorhandener Controller
eingesetzt werden, um den Motor zu steuern.
Im Betriebszustand fließt Luft durch den Einlass 34, die
dort der Mehrzahl von Zylindern über einen Einlasskrümmer
zugeführt wird, der insgesamt mit dem Bezugszeichen 36 ge
kennzeichnet ist. Die Anordnung 10 weist vorzugsweise einen
Luftmassenstromsensor 38 auf, der ein dem Luftmassenstrom
(mass airflow) entsprechendes Signal (MAF) an den Controller
22 sendet. Falls kein Luftmassenstromsensor vorgesehen ist,
kann der Luftmassenstrom auch aus verschiedenen Motorbe
triebsparametern abgeleitet werden. Ein Drosselventil bzw.
eine Drosselklappe 40 wird zur Veränderung des Luftstromes
durch den Einlass 34 bei verschiedenen Motorbetriebsarten
eingesetzt. Das Drosselventil 40 wird vorzugsweise von einem
entsprechenden Aktuator 42 elektronisch auf der Basis eines
entsprechenden Drosselpositionssignals gesteuert, das von
dem Controller 22 erzeugt wird. Die jeweils aktuelle Stel
lung des Drosselventils 40 wird durch einen Drosselpositi
onssensor 44 in ein Drosselpositionssignal (PP) entsprechend
der aktuellen Position des Drosselventils an den Controller
22 geschickt, um eine Rückkopplungsregelung für das Drossel
ventil 40 zu realisieren.
Wie in Fig. 1 dargestellt, sendet ein Einlassdrucksensor 86
ein Signal (MAP) entsprechend dem Einlassdruck zum Control
ler 22. Durch den Einlasskrümmer 36 strömt Luft in die
Brennkammern 14 unter entsprechender Steuerung einer oder
mehrere Einlassventile 16. Die Einlassventile 16 und die
Auslassventile 18 werden direkt oder indirekt vom Control
ler 22 im Hinblick auf eine variable Ventil- oder Nocken
steuerung angesteuert. Alternativ können die Einlassventi
le 16 und die Auslassventile 18 auch über eine konventionel
le Nockenwellenanordnung gesteuert werden. Bei einem oder
mehreren Einspritzereignissen wird eine jeweils angemessene
Menge Kraftstoff durch eine der Einspritzdüsen 48 basierend
auf einem Signal (FPW) des Controllers 22, das von einem
Treiber 50 verarbeitet wird, eingespritzt. Die Steuerung der
Kraftstoffeinspritzereignisse erfolgt grundsätzlich auf Ba
sis der Kolbenstellung 52 in dem Zylinder 12. Die entspre
chende Stellungsinformation wird durch einen Sensor 54 be
stimmt, durch den ein Stellungssignal (PIP) entsprechend der
Rotationsstellung der Kurbelwelle 56 ermittelt wird. Zu ei
nem vorbestimmten Zeitpunkt während des Verbrennungszyklus
gibt der Controller 22 ein Zündsignal (SA), das von einem
Zündsystem 58 verarbeitet wird, welches eine Zündkerze 60
steuert, durch die die Verbrennung in der Brennkammer 14
initiiert wird.
Der Controller 22 (oder eine konventionelle Nockenwellenan
ordnung) steuert weiterhin einen oder mehrere Auslassventile
18 an, durch die das verbrannte Luft-/Kraftstoffgemsich in
einen Auslasskrümmer abgegeben wird. Ein Abgassauerstoffsen
sor 62 stellt ein Signal (EGO) entsprechend dem Sauerstoff
gehalt des Abgases an den Controller 22 bereit. Durch dieses
Signal wird das Luft-/Kraftstoffverhältnis eingestellt bzw.
die Betriebsart einer oder mehrerer Zylinder bestimmt. Das
Abgas wird durch den Abgaskrümmer, einen Katalysator 64 so
wie eine NOx-Falle 66 geführt, bevor es in die Atmosphäre ab
gegeben wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung bestimmt der Controller 22
eine abgeleitete Motoröltemperatur beim Motorstart basierend
auf einer Mehrzahl von Sensorsignalen, wie dem Signal eines
Motorkühlmitteltemperatursensors (ECT) 20. Mit der vorlie
genden Erfindung wird ein genauerer Initialisierungswert für
die Motoröltemperatur bereitgestellt, wodurch eine genauere
Motorsteuerung während der ersten Minuten des Motorbetriebs
erreicht werden kann. Sobald der Motor abgeschaltet wird,
speichert der Controller 22 einen Wert, der der zuletzt be
stimmten Motoröltemperatur entspricht, in dem KAM 30. Der
gespeicherte Wert wird nachfolgend beim. Einschalten (po
wer-up) abgerufen und zur Ableitung der aktuellen Motoröl
temperatur basierend auf verschiedenen Parametern verwendet,
einschließlich der Motorkühlmitteltemperatur, der Abschalt
dauer, der Umgebungstemperatur und dem Umstand, ob eine Mo
torblockheizung eingesetzt wurde. Zusätzlich trägt der Con
troller 22 einer Situation Rechnung, bei der der Fahrer den
Zündschlüssel umgedreht hat, während der Motor nicht läuft,
wodurch entsprechende Änderungen der Motorkühlmitteltempera
tur berücksichtigt werden können, so dass der Temperaturwert
immer noch nutzbar ist, wenn der Motor schließlich gestartet
wird.
In den Fig. 2 und 3 sind Flussdiagramme zur Erläuterung
der Betriebsweise einer Anordnung bzw. eines Verfahrens zur
Bestimmung der Motoröltemperatur beim Motorstart darge
stellt. In den Flussdiagrammen wird die grundsätzliche Kon
trolllogik eines Ausführungsbeispiels der Anordnung bzw. des
Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Wie
ohne weiteres ersichtlich, können die stellvertretend darge
stellten Flußdiagramme in einer Vielzahl bekannter Bearbei
tungsstrategien, wie z. B. eventbasiert, interruptbasiert,
mittels multi-tasking oder multi threading usw., ausgeführt
werden. Dementsprechend können verschiedene der dargestell
ten Funktionen in der gezeigten Reihenfolge oder parallel
ausgeführt werden oder auch teilweise ausgelassen werden.
Somit ist die dargestellte Ausführungsreihenfolge nicht
zwingend erforderlich, um die erfindungsgemäße Aufgabenstel
lung zu lösen; die dargestellte Reihenfolge dient nur zur
Veranschaulichung. Auch wenn dies nicht explizit dargestellt
ist, ist es ohne weiteres möglich, dass Schritte oder Funk
tion mehrfach ausgeführt werden, abhängig von der jeweiligen
Verarbeitungsstrategie.
Bevorzugt wird die Kontrolllogik mittels Software implemen
tiert, die von einem mikroprozessorbasierten Motor-Control
ler ausgeführt wird. Selbstverständlich kann die Kontroll
logik je nach Anwendungsfall mittels Software, Hardware oder
einer Kombination von Software und Hardware implementiert
sein. Bei Implementierung mittels Software wird die Kon
trolllogik bevorzugt in einem computerlesbaren Speichermedi
um bereitgestellt, welches gespeicherte Daten enthält, die
von einem Computer ausführbare Instruktionen enthalten, mit
denen der Motor gesteuert wird. Das computerlesbare Spei
chermedium kann eine elektrische, magnetische und/oder opti
sche Einrichtung zum vorübergehenden oder permanenten Spei
chern ausführbarer Instruktionen und der damit verbundenen
Quantifizierungsinformationen, Betriebsvariablen od. dgl.
sein.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wird in Block 100 entschieden,
ob ein Fehler bei dem Versuch aufgetreten ist, den vorher
gespeicherten Wert für die Motoröltemperatur aus dem Keep-
Alive-Speicher (KAM) abzurufen. Wenn ein Fehler aufgetreten
ist, wird die Motoröltemperatur mit der aktuellen Motorkühl
mitteltemperatur (ECT) initialisiert, die von dem Motorkühl
mitteltemperatursensor geliefert wird. Ein Speicherfehler
kann in Block 100 festgestellt werden, wenn die gespeicher
ten Daten korrumpiert worden sind oder außerhalb eines vor
bestimmten akzeptablen Temperaturbereichs liegen.
Wenn der vorhergehende Wert aus dem Speicher abgerufen wer
den kann, wird in Block 104 entschieden, ob die abgeleitete
Motoröltemperatur bereits initialisiert wurde, was einer Ab
frage entspricht, ob sich der Motor im Start- oder im Be
triebsmodus befindet. Wenn die Motoröltemperatur noch nicht
initialisiert wurde, befindet sich der Motor gemäß Block 104
im Startmodus und in Block 106 wird entschieden, ob es sich
um den ersten Zyklus oder das erste Mal handelt, bei dem die
Startmodusschleife ausgeführt wird. Mit diesem Test wird ein
Zustand erkannt, in dem der Motorcontroller eine gewisse
Zeit ohne einen Startversuch des Motors eingeschaltet ist,
wie er z. B. auftreten kann, wenn Fahrzeugzubehör - wie bei
spielsweise ein Autoradio - betrieben wird. Wie nachstehend
detaillierter beschrieben, wird - solange sich der Motor im
Anlassmodus befindet - der im Keep-Alive-Speicher abgelegte
Motoröltemperaturwert nicht geändert. Jedoch wird, wird der
im RAM gespeicherte Öltemperaturwert andauernd auf den im
KAM gespeicherten Wert gesetzt, so dass dieser Wert solange
gültig bleibt, bis der Motor tatsächlich gestartet wird.
Wenn der Motoröltemperaturwert im RAM gemäß Block 104 ini
tialisiert wurde, befindet sich der Motor im Betriebsmodus,
in dem die Öltemperatur gemäß Block 108 basierend auf dem
Einlass-Luftmassenstrom, der von dem Luftmassenstromsensor
gemessen oder anhand anderer Parameter abgeleitet wurde, und
der Motorkühlmitteltemperatur berechnet wird, die von dem
zugehörigen Motorkühlmitteltemperatursensor ermittelt wird.
Der in Block 108 bestimmte Momentanwert wird dann in Block
110 gefiltert, um einem Mittelwert zu bilden. Hierzu wird in
Block 110 bevorzugt ein Filter mit rollender Mittelwertbil
dung eingesetzt. Damit ist die Bestimmung der Motoröl
temperatur abgeschlossen und die Routine wird in Block 112
verlassen. Wie vorstehend beschrieben, wird der Prozess be
vorzugt in vorgegebenen Zeitabständen auf Veranlassung eines
Hintergrundschleifentimers wiederholt und kann außerdem
durch verschiedene Motorbetriebsereignisse ausgelöst werden,
so z. B. das Anlassen und Abstellen des Motors.
Im Startmodus wird gemäß Block 106 bestimmt, ob die Schleife
bzw. der Zyklus zum ersten Mal ausgeführt wird. Beim ersten
Durchlauf wird ein lokaler Stillstandstimer eingerichtet,
indem eine gespeicherte Stillstandszeit aus dem Speicher ab
gerufen wird, wie in Block 116 dargestellt. Die Stillstands
zeit entspricht der zwischen dem vorhergehenden Motorab
stellvorgang und dem aktuellen Motorstartvorgang verstriche
nen Zeitdauer. Bei weiteren Durchläufen wird in Block 114
die lokale Kopie der Motorstillstandszeit erhöht, um der Si
tuation Rechnung tragen zu können, dass der Fahrer den Zünd
schlüssel umgedreht hat, ohne den Motor zu starten.
In Block 118 wird ermittelt, ob eine Motorblockheizung ein
gesetzt wurde, um die Temperatur des Motorblocks oberhalb
der Umgebungstemperatur zu halten. Wenn keine Motorblockhei
zung vorhanden ist, oder wenn diese zwar vorhanden ist, je
doch nicht eingesetzt wurde, so sinkt die Motoröltemperatur
mit der Zeit von dem entsprechenden Abschalt-Temperaturwert
bis auf die Motorkühlmitteltemperatur ab, welche wiederum
langsam auf die Umgebungstemperatur absinkt. Bei kürzeren
Abschaltphasen kann sich die Motoröltemperatur auch in Rich
tung auf eine höhere Motorkühlmitteltemperatur erhöhen. Ins
gesamt wird in Block 120, wenn in Block 118 festgestellt
wird, dass keine Motorblockheizung vorhanden ist oder einge
setzt wurde, die Motoröltemperatur basierend auf der Motor
kühlmitteltemperatur und der Stillstandszeit berechnet. Be
vorzugt wird die Motoröltemperatur basierend auf einem expo
nentiellen Abfall berechnet, indem z. B. die Motorkühlmittel
temperatur zu der Differenz zwischen der vorher gespeicher
ten Motoröltemperatur und der Motorkühlmitteltemperatur mal
einer Exponentialfunktion der Stillstandszeit addiert wird,
wobei eine geeignete Zeitkonstante empirisch ermittelt wird.
Wenn eine Motorblockheizung gemäß Block 118 eingesetzt wur
de, liegt die Motoröltemperatur oberhalb der Umgebungstempe
ratur, jedoch ist das Öl im Ölsumpf nicht so warm wie das
Kühlwasser im Motorblock, das von der Motorblockheizung be
heizt wurde. Daher wird die gemessene Kühlmitteltemperatur
zwecks Berücksichtigung der Motorstillstandszeit derart an
gepasst, als wenn keine Motorblockheizung vorhanden wäre.
Die Berechnung der Motoröltemperatur gemäß Block 122 erfolgt
derart, dass die abgeleitete Motorkühlmitteltemperatur auf
einen mittleren Wert zwischen der Umgebungstemperatur und
der aktuellen Motorkühlmitteltemperatur festgesetzt wird.
Die Öltemperatur wird dann basierend auf der angepassten Mo
torkühlmitteltemperatur und der aktuellen Motorkühlmittel
temperatur berechnet, wie weiter unten näher erläutert.
In Block 124 wird ermittelt, ob der Motor läuft. Wie allge
mein bekannt, folgt die Motoröltemperatur in diesem Fall in
der Regel der Motorkühlmitteltemperatur. Der Zusammenhang
zwischen Öl- und Kühlmitteltemperatur ist dabei eine Funkti
on der Motorlast. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausfüh
rungsform wird der Luftmassenstrom als Maß für die Motorlast
herangezogen, wie in Block 108 angedeutet. Wenn der Motor
seine Arbeitsdrehzahl erreicht hat - d. h., dass der Motor
nicht mehr angelassen wird - wird gemäß Block 126 entschie
den, ob genügend Zeit vergangen ist, damit sich der Motor
kühlmitteltemperatursensor stabilisieren konnte. Wenn genü
gend Zeit vergangen ist, wird die berechnete Motoröltempera
tur im KAM abgespeichert, der Stillstandstimer nullgesetzt
und ein Flag (welches später in Block 104 abgefragt wird)
gesetzt, wonach die Öltemperatur initialisiert wurde.
In Fig. 3 ist ein detaillierteres Diagramm der Betriebswei
se der erfindungsgemäßen Anordnung bzw. eines Verfahrens zur
Bestimmung der Motoröltemperatur in einem Ausführungsbei
spiel dargestellt. In Block 150 wird zunächst ein Flag
(KAM_ERROR) getestet, um zu entscheiden, ob der Keep-Alive-
Speicher zuverlässig ist. Der Wert "1" des Flags zeigt an,
dass der Keep-Alive-Speicher korrumpiert ist. In diesem Fall
wird in Block 152 die abgeleitete Motoröltemperatur gleich
dem Wert der Motorkühlmitteltemperatur (ECT) sowie eine lo
kale Kopie des Motor-Abschalttimers (SOAK_EOT) auf den
höchstzulässigen Wert gesetzt.
Wenn das in Block 150 abgefragte Flag dagegen anzeigt, dass
die im Speicher abgelegten Daten verläßlich sind, wird in
Block 154 ein Flag (INIT_FLG) abgefragt, das angezeigt, ob
die Initialisierung der lokalen Kopie der abgeleiteten Mo
toröltemperatur (IEOT) abgeschlossen ist. Wenn diese nicht
abgeschlossen ist, wird in Block 156 ein Flag (FRST_FLG) ab
gefragt, welches anzeigt, ob der erstmalige Durchlauf durch
diesen Prozeß abgeschlossen wurde. Der Wert "1" dieses Flags
zeigt an, dass der erstmalige Durchlauf abgeschlossen wurde.
Falls die lokale Kopie der abgeleiteten Motoröltemperatur
noch nicht initialisiert wurde, wie in Block 143 abgefragt
wird, und in Block 156 ermittelt wird, dass es sich um den
erstmaligen Durchlauf handelt, wird in Block 166 die lokale
Kopie des Motorabschalttimers (SOAK_EOT) gleich dem im Spei
cher abgelegten Wert (SOAKTIME) gesetzt, welcher der Anzahl
der Minuten oder der verstrichenen Zeit entspricht, seit der
Motor abgeschaltet war. Diese Information ist bei modernen
Motorsteuereinheiten ohne weiteres verfügbar. Bei weiteren
Durchläufen durch den Prozess wird in Block 164 die lokale
Kopie des Timers (SOAK_EOT) anhand des Hintergrundschleifen
timers (BG_TMR) erhöht.
In Block 168 wird ein Flag (BH_FLG) abgefragt, um zu ermit
teln, ob eine Motorblockheizung vor dem jeweiligen Anschal
ten benutzt wurde. Wenn eine Blockheizung eingesetzt wurde,
wird in Block 172 die abgeleitete Motoröltemperatur basie
rend auf einem Kalibrierbruchteil (INF_FRC) des abgeleiteten
Motorkühlmitteltemperaturwerts (ENGT_INF) berechnet, die dem
abgeleiteten Wert der Motorkühlmitteltemperatur beim Motor
start entspricht, wenn keine Motorblockheizung vorhanden wä
re. Diese abgeleitete Temperatur basiert auf der gemessenen
Motorkühlmitteltemperatur beim Abschalten und fällt mit zu
nehmender Abschaltzeit auf die Umgebungstemperatur ab.
Wenn keine Motorblockheizung vorhanden ist oder eine derar
tige Heizung nicht eingesetzt wurde, wird in Block 170 die
abgeleitete Motoröltemperatur basierend auf der aktuellen
Motorkühlmitteltemperatur (ECT) und der Differenz
(IEOT-ECT), multipliziert mit einer Exponentialfunktion der
Abschaltzeit mit einer passenden Zeitkonstanten (SOAK_TC),
die der Rate, mit der die Öltemperatur nach dem Abschalten
absinkt entspricht, berechnet. Die Zeitkonstante kann abhän
gig vom Anwendungsfall analytisch oder empirisch bestimmt
werden.
In Block 174 wird ein Flag (CRKFLG) abgefragt, um zu ermit
teln, ob der Anlassmodus des Motors aktiv ist. Wenn der Mo
tor nicht im Anlassmodus ist, wird in Block 176 ein weiteres
Flag (ECT_STA_FLG) angefragt, das anzeigt, ob der gemessene
Wert der Motorkühlmitteltemperatur lange genug nach dem Ein
schalten abgefragt wurde, um im Hinblick auf eine Verwendung
in der Motorsteuerung verlässlich zu sein. Der Wert "1"
zeigt an, dass die Temperaturdaten des Motorkühlmittelsen
sors verlässlich sein sollten. In diesem Falle wird in Block
178 der lokale Wert der abgeleiteten Motoröltemperatur im
Keep-Alive-Speicher für spätere Nutzung abgelegt, der lokale
Wert des Abschalttimers zurückgesetzt und das Initialisie
rungsflag (INIT_FLG) gleich "1" gesetzt. Wenn die lokale Ko
pie der abgeleiteten Motoröltemperatur noch nicht initiali
siert worden ist, wie in Block 143 abgefragt, so wird in
Block 158 ein temporäres Register (tmp) eingesetzt, um den
Momentanwert der abgeleiteten Motoröltemperatur vor dem Fil
tervorgang zu berechnen. Wie anhand von Block 158 darge
stellt, wird der momentane Wert bei laufendem Motor basie
rend auf einem kalibrierbaren Offset der angeleiteten Motor
öltemperatur relativ zu der Motorkühlmitteltemperatur
(IEOT_INT), einem kalibrierbaren Summand (IEOT_LIN), der ei
ne Funktion des Luftmassenstroms (AM) darstellt, einem kali
brierbaren Term (IEOT_SQR), der eine Funktion des Quadrats
des Luftmassenstroms darstellt, und einem kalibrierbaren
Faktor der Motorkühlmitteltemperatur (IEOT_KECT) berechnet.
Der momentane Wert wird dann in Block 160 gefiltert. Bevor
zugt wird der momentane Wert mittels einer rollenden Mittel
wertbildung (rolav) unter Verwendung einer passenden Zeit
konstanten (RUN_TC) gefiltert. Empirische Daten ergeben,
dass die Öltemperatur wesentlich langsamer ansteigen kann
als die Motorkühlmitteltemperatur. Außerdem unterliegt die
Motorkühlmitteltemperatur im Vergleich zu der Motoröltempe
ratur relativ starken Schwankungen in beiden Richtungen.
Wie vorstehend beschrieben, wird gemäß der vorliegenden Er
findung ein genauerer Initialisierungswert für die abgelei
tete Öltemperatur beim Motorstart berechnet, wodurch die Ge
nauigkeit der Motorsteuerung beim Anlassvorgang und während
der ersten Betriebsminuten erhöht werden kann. Die Genauig
keit des Anfangswerts der Motoröltemperatur ist unabhängig
vom Einsatz einer Motorblockheizung. Weiterhin wird bei der
vorliegenden Erfindung eine Situation berücksichtigt, bei
der das elektronische Steuermodul für längere Zeit einge
schaltet ist, ohne dass der Motor angelassen wird, wie sie
z. B. bei der Nutzung von Fahrzeugzubehör auftreten kann.
Claims (22)
1. Verfahren zur Bestimmung der Öltemperatur beim Motor
start eines Verbrennungsmotors (10), gekennzeichnet
durch die folgenden Schritte:
Abrufen eines Abschalt-Motoröltemperaturwerts, der in einem Speicher (30) abgelegt wurde, bevor der Motor (10) abgestellt wurde;
Bestimmung eines der Motorkühlmitteltemperatur (ECT) entsprechenden Wertes;
Bestimmung der zwischen dem Abstellen und dem Starten des Motors (10) verstrichenen Zeit; und
Berechnung der Motoröltemperatur beim Motorstart basie rend auf dem Wert der Motorkühlmitteltemperatur, des aus dem Speicher abgerufenen Abschalt-Motoröltem peraturwerts und der verstrichenen Zeit.
Abrufen eines Abschalt-Motoröltemperaturwerts, der in einem Speicher (30) abgelegt wurde, bevor der Motor (10) abgestellt wurde;
Bestimmung eines der Motorkühlmitteltemperatur (ECT) entsprechenden Wertes;
Bestimmung der zwischen dem Abstellen und dem Starten des Motors (10) verstrichenen Zeit; und
Berechnung der Motoröltemperatur beim Motorstart basie rend auf dem Wert der Motorkühlmitteltemperatur, des aus dem Speicher abgerufenen Abschalt-Motoröltem peraturwerts und der verstrichenen Zeit.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Berechnungsschritt die Addition des Motorkühlmit
teltemperaturwerts zu einer Differenz zwischen dem Mo
torkühlmitteltemperaturwert und dem Abschalt-
Motoröltemperaturwert, multipliziert mit einer Exponen
tialfunktion der verstrichenen Zeit, umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, dass der Verbrennungsmotor (10) eine Motorblock
heizung aufweist, durch die der Motorblock auf einer
Temperatur oberhalb der Umgebungstemperatur gehalten
wird, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
Ermittlung, ob die Motorblockheizung zum Aufwärmen des Motors (10) eingesetzt wurde;
falls die Motorblockheizung zum Aufwärmen des Motors eingesetzt wurde, bei dem Schritt der Berechnung der Motoröltemperatur zusätzliche Anpassung des Motorkühl mitteltemperaturwerts basierend auf einer Schätzung der Kühlmitteltemperatur, die sich eingestellt hätte, wenn keine Motorblockheizung eingesetzt worden wäre.
Ermittlung, ob die Motorblockheizung zum Aufwärmen des Motors (10) eingesetzt wurde;
falls die Motorblockheizung zum Aufwärmen des Motors eingesetzt wurde, bei dem Schritt der Berechnung der Motoröltemperatur zusätzliche Anpassung des Motorkühl mitteltemperaturwerts basierend auf einer Schätzung der Kühlmitteltemperatur, die sich eingestellt hätte, wenn keine Motorblockheizung eingesetzt worden wäre.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schritt der Berechnung der Motoröltemperatur die
Anpassung des Motorkühlmitteltemperaturwerts basierend
auf der Umgebungstemperatur und der verstrichenen Zeit
aufweist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekenn
zeichnet durch den weiteren Schritt:
Gleichsetzen des Motoröltemperaturwerts mit dem Motor
kühlmitteltemperaturwert, falls bei dem Schritt der Ab
frage des vorher gespeicherten Abschalt-Motoröltem
peraturwerts ein Fehler auftritt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekenn
zeichnet durch die weiteren Schritte:
Ermittlung, ob der Motor (10) läuft; und
falls der Motor läuft, Berechnung der Motoröltemperatur basierend auf der Einlassluftmasse und der Motorkühl mitteltemperatur.
Ermittlung, ob der Motor (10) läuft; und
falls der Motor läuft, Berechnung der Motoröltemperatur basierend auf der Einlassluftmasse und der Motorkühl mitteltemperatur.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, dass die verstrichene Zeit solange hoch
gezählt wird, bis ermittelt wird, dass der Motor (10)
läuft.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass die berechnete Motoröltemperatur ge
filtert wird.
9. Anordnung zur Bestimmung der Motoröltemperatur beim Mo
torstart eines Verbrennungsmotors (10), mit
einem Kühlmitteltemperatursensor (20), der ein der Kühlmitteltemperatur entsprechendes Signal bereit stellt;
einem Luftmassenstromsensor (38), der ein dem Luft massenstrom entsprechendes Signal bereitstellt;
gekennzeichnet durch
eine Steuereinheit (22), die in Verbindung mit dem Mo torkühlmitteltemperatursensor (20), dem Luftmassen stromsensor (38) und einem Speicher (30) steht, wobei
die Steuereinheit einen Abschalt-Motoröltemperaturwert abruft, der zuvor vor dem Abschalten des Motors (10) in dem Speicher (30) gespeichert wurde,
die Steuereinheit einen der Kühlmitteltemperatur ent sprechenden Wert basierend auf wenigstens dem Signal des Kühlmitteltemperatursensors (20) bestimmt,
die Steuereinheit eine verstrichene Zeit zwischen dem Motorstopp und dem Motorstart bestimmt, und wobei
die Steuereinheit die Motoröltemperatur beim Motorstart basierend auf dem Motorkühlmitteltemperaturwert, dem aus dem Speicher (30) abgerufenen Abschalt- Motoröltemperaturwert und der verstrichenen Zeit be rechnet.
einem Kühlmitteltemperatursensor (20), der ein der Kühlmitteltemperatur entsprechendes Signal bereit stellt;
einem Luftmassenstromsensor (38), der ein dem Luft massenstrom entsprechendes Signal bereitstellt;
gekennzeichnet durch
eine Steuereinheit (22), die in Verbindung mit dem Mo torkühlmitteltemperatursensor (20), dem Luftmassen stromsensor (38) und einem Speicher (30) steht, wobei
die Steuereinheit einen Abschalt-Motoröltemperaturwert abruft, der zuvor vor dem Abschalten des Motors (10) in dem Speicher (30) gespeichert wurde,
die Steuereinheit einen der Kühlmitteltemperatur ent sprechenden Wert basierend auf wenigstens dem Signal des Kühlmitteltemperatursensors (20) bestimmt,
die Steuereinheit eine verstrichene Zeit zwischen dem Motorstopp und dem Motorstart bestimmt, und wobei
die Steuereinheit die Motoröltemperatur beim Motorstart basierend auf dem Motorkühlmitteltemperaturwert, dem aus dem Speicher (30) abgerufenen Abschalt- Motoröltemperaturwert und der verstrichenen Zeit be rechnet.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (22) zur Bestimmung des Motoröltempe
ratur beim Motorstart den Motorkühlmitteltemperaturwert
zu der Differenz zwischen dem Motorkühlmitteltempera
turwert und dem letzten Motoröltemperaturwert, multi
pliziert mit einer exponentiellen Funktion der verstri
chenen Zeit, addiert.
11. Anordnung nach Anspruch 9 oder 20, dadurch gekennzeich
net, dass eine Motorblockheizung vorgesehen ist, die
mit der Steuereinheit (22) in Verbindung steht, und
dass die Steuereinheit bestimmt, ob die Motorblockhei
zung zum Aufwärmen des Motors (10) benutzt wurde, und
dass, falls die Motorblockheizung zum Aufwärmen des Mo
tors benutzt wurde, die Steuereinheit (22) die Motoröl
temperatur basierend auf einer angepassten Motorkühl
mitteltemperatur berechnet, die eine Schätzung der Mo
torkühlmitteltemperatur darstellt, wenn keine Motor
blockheizung benutzt worden wäre.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Motorsteuereinheit (22) die Motorkühlmittel
temperatur durch Anpassung des Motorkühlmitteltempera
turwerts abhängig von der Umgebungstemperatur und der
verstrichenen Zeit berechnet.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (22) den Motor
öltemperaturwert mit dem Motorkühlmitteltemperaturwert
gleichsetzt, falls beim Abrufen des im Speicher (30)
gespeicherten Abschalt-Motoröltemperaturwerts ein Feh
ler auftritt.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (22) ermittelt,
ob der Motor (10) läuft, und die Motoröltemperatur ba
sierend auf dem Signal des Luftmassenstromsensors (38)
und dem Signal des Kühlmitteltemperatursensors (20) be
rechnet.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (22) die ver
strichene Zeit solange hochzählt, bis ermittelt wird,
dass der Motor (10) läuft.
16. Computerlesbares Speichermedium mit gespeicherten Da
ten, die von einem Computer ausführbaren Instruktionen
zur Bestimmung der Öltemperatur eines Verbrennungsmo
tors (10) beim Motorstart entsprechen, enthaltend:
Instruktionen zum Abruf eines Abschalt-Motoröltem peraturwerts, der in einem Speicher (30) vor dem Ab schalten des Motors abgelegt wurde;
Instruktionen zur Bestimmung eines der Motorkühlmittel temperatur entsprechenden Wertes;
Instruktionen zur Bestimmung der zwischen dem Motor stopp und dem Motorstart verstrichenen Zeit; und
Instruktionen zur Berechnung der Motoröltemperatur beim Motorstart basierend auf dem Motorkühlmitteltemperatur wert, dem aus dem Speicher abgerufenen Abschalt- Motoröltemperaturwert und der verstrichenen Zeit.
Instruktionen zum Abruf eines Abschalt-Motoröltem peraturwerts, der in einem Speicher (30) vor dem Ab schalten des Motors abgelegt wurde;
Instruktionen zur Bestimmung eines der Motorkühlmittel temperatur entsprechenden Wertes;
Instruktionen zur Bestimmung der zwischen dem Motor stopp und dem Motorstart verstrichenen Zeit; und
Instruktionen zur Berechnung der Motoröltemperatur beim Motorstart basierend auf dem Motorkühlmitteltemperatur wert, dem aus dem Speicher abgerufenen Abschalt- Motoröltemperaturwert und der verstrichenen Zeit.
17. Computerlesbares Speichermedium nach Anspruch 16, ge
kennzeichnet durch Instruktionen zur Berechnung durch
Bestimmung der Motoröltemperatur beim Motorstart durch
Addition des Motorkühlmitteltemperaturwerts zu der Dif
ferenz zwischen dem Motorkühlmitteltemperaturwert und
dem letzten Motoröltemperaturwert, multipliziert mit
einer exponentiellen Funktion der verstrichenen Zeit.
18. Computerlesbares Speichermedium nach Anspruch 16 oder
17, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbrennungsmotor
(10) eine Motorblockheizung zur Aufrechterhaltung einer
Temperatur oberhalb der Umgebungstemperatur aufweist,
und dass das computerlesbare Speichermedium aufweist:
Instruktionen zur Entscheidung, ob die Blockheizung zum Aufwärmen des Motors (10) benutzt wurde,
wobei die Instruktionen für die Berechnung der Motoröl temperatur für den Fall, dass die Motorblockheizung zum Aufwärmen des Motors benutzt wurde, Instruktionen zur Anpassung des Motorkühlmitteltemperaturwerts basierend auf einer Schätzung der Motorkühlmitteltemperatur ent halten, die sich ergeben würde, wenn keine Blockheizung vorhanden wäre.
Instruktionen zur Entscheidung, ob die Blockheizung zum Aufwärmen des Motors (10) benutzt wurde,
wobei die Instruktionen für die Berechnung der Motoröl temperatur für den Fall, dass die Motorblockheizung zum Aufwärmen des Motors benutzt wurde, Instruktionen zur Anpassung des Motorkühlmitteltemperaturwerts basierend auf einer Schätzung der Motorkühlmitteltemperatur ent halten, die sich ergeben würde, wenn keine Blockheizung vorhanden wäre.
19. Computerlesbares Speichermedium nach Anspruch 18, da
durch gekennzeichnet, dass die Instruktionen zur Be
rechnung der Motorkühlmitteltemperatur Instruktionen
zur Anpassung des Motorkühlmitteltemperaturwerts basie
rend auf der Umgebungstemperatur und der verstrichenen
Zeit enthalten.
20. Computerlesbares Speichermedium nach einem der Ansprü
che 16 bis 19, gekennzeichnet durch
Instruktionen zum Gleichsetzen des Motoröltemperatur
werts mit dem Motorkühlmitteltemperaturwert, wenn bei
dem Abrufen des Abschalt-Motoröltemperaturwerts, der
vorher in dem Speicher abgelegt wurde, ein Fehler auf
tritt.
21. Computerlesbares Speichermedium nach einem der Ansprü
che 16 bis 20, gekennzeichnet durch:
Instruktionen zur Bestimmung, ob der Motor (10) läuft; und
Instruktionen zur Berechnung der Motoröltemperatur ba sierend auf dem Luftmassenstrom und der Motorkühlmit teltemperatur, wenn ermittelt wurde, dass der Motor läuft.
Instruktionen zur Bestimmung, ob der Motor (10) läuft; und
Instruktionen zur Berechnung der Motoröltemperatur ba sierend auf dem Luftmassenstrom und der Motorkühlmit teltemperatur, wenn ermittelt wurde, dass der Motor läuft.
22. Computerlesbares Speichermedium nach Anspruch 21, ge
kennzeichnet durch:
Instruktionen zum fortgesetzten Heraufzählen der ver
strichenen Zeit, bis erkannt wurde, dass der Motor (10)
läuft.
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