DE10128785A1 - Gemischaufbereitungsvorrichtung für einen Verbrennungsmotor - Google Patents
Gemischaufbereitungsvorrichtung für einen VerbrennungsmotorInfo
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Abstract
Eine Gemischaufbereitungsvorrichtung für einen Verbrennungsmotor hat einen Einlaßkanal 2 für ein gasförmiges Medium, insbesondere Luft, der mit der einen Endseite 12 mit dem Brennraum 14 des Verbrennungsmotors verbindbar ist und der auf der anderen Endseite eine Einlaßöffnung 20 hat, und DOLLAR A eine Durchflußmengensteuerungseinrichtung 4 mit einem Drosselkörper 25 zur Steuerung der Durchflußmenge durch den Einlaßkanal 2 und damit der Last des Verbrennungsmotors, wobei der Drosselkörper 25 an der Einlaßöffnung 20 angeordnet ist und durch eine Relativbewegung zwischen dem Drosselkörper 25 und der Einlaßöffnung 20 der Öffnungsgrad der Einlaßöffnung 20 gegenüber der Umgebung einstellbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Gemischaufbereitungsvorrichtung für einen
Verbrennungsmotor.
Eine Gemischaufbereitungsvorrichtung für einen Verbrennungsmotor dient u. a.
dazu, die Last eines Verbrennungsmotors über die Justierung der Durchflußmenge
durch den Einlaßkanal des Verbrennungsmotors zu steuern. Üblicherweise wird
passend zur Durchflußmenge von Luft eine bestimmte Menge an Kraftstoff
entweder in den Einlaßkanal oder direkt in den Brennraum hinzu dosiert, um eine
geeignete Verbrennung im Brennraum zu erhalten. Zur Justierung der
Durchflußmenge wird üblicherweise im Einlaßkanal eine Drosseleinrichtung, wie
eine Drosselklappe, ein Schieber oder eine Blende verwendet, die entweder in
einem Vergaser integriert ist, oder als separate Einrichtung im Einlaßkanal
vorgesehen sein kann.
Bei einem intermittierend arbeitenden Verbrennungsmotor, wie beispielsweise
einem Hubkolbenmotor, ist die Länge des Einlaßkanals derart auf die übrigen
Bauteile des Verbrennungsmotors abgestimmt, daß die im Einlaßkanal
schwingende Luftsäule, die durch das intermittierende Arbeiten des
Verbrennungsmotors erzeugt wird, den Füllungsgrad des Verbrennungsmotors
verbessert. Ein Einlaßkanal ist hierzu auf einer Seite mit dem Brennraum
beispielsweise über ein Ventil verbunden und auf der anderen Seite über eine
Einlaßöffnung zur Atmosphäre hin geöffnet. Üblicherweise hat die Einlaßöffnung
einen Ansaugtrichter, wobei das Drosselorgan stromab des Einlaßtrichters bzw. der
Einlaßöffnung angeordnet ist, um eine Beruhigungsstrecke für die angesaugte Luft
auszubilden. Das Drosselorgan ist daher in einem mittleren Abschnitt des
Einlaßkanals vorgesehen, was den Nachteil hat, daß das Drosselorgan die im
Einlaßkanal schwingende Luftsäule bzw. Gassäule stört, und somit die Füllung des
Brennraums negativ beeinflußt. Eine durch das Drosselorgan verursachte Störung
ist insbesondere dann gegeben, wenn im Teillastbereich das Drosselorgan den
Einlaßkanal teilweise einschnürt, wie z. B. eine teilweise geöffnete Drosselklappe
oder ein teilweise geöffneter Schieber. Eine Drosselklappe oder ein Schieber oder
auch ein sonstiges Drosselorgan stellt aber auch bei voller Öffnung des jeweiligen
Drosselorgans eine Störung für die im Einlaßkanal schwingende Luftsäule dar.
Beispielsweise bei einer Drosselklappe verbleibt die geöffnete Drosselklappe immer
in der Mitte des Einlaßkanals oder bei einem Schieber gibt es Kanten entlang der
Schieberführung, die den Durchfluß durch den Einlaßkanal und die Schwingung der
Luftsäule stören.
Aus der DE 40 41 795 A1 ist eine Drosselvorrichtung bekannt, die einen zwischen
zwei Ringen aufgenommenen Schlauch aufweist, wobei der Drosselvorgang und
damit die Verengung eines Durchlaßquerschnitts durch Verdrehen der beiden Ringe
gegeneinander erfolgt. In diesem Fall ist zwar die Drosselströmung günstiger
ausgebildet, jedoch ist auch in diesem Fall die Drossel stromab der Einlaßöffnung
des Einlaßkanals angeordnet, wodurch je nach Drosselstellung eine mehr oder
weniger große Störung der schwingenden Luftsäule im Einlaßkanal auftritt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Gemischaufbereitungseinrichtung für einen Verbrennungsmotor zur Verfügung zu
stellen, bei der die Last des Verbrennungsmotors variiert werden kann, ohne die
schwingende Luftsäule im Einlaßkanal zu stören.
Diese Aufgabe wird gelöst, durch eine Gemischaufbereitungsvorrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren zum Betreiben einer
Gemischaufbereitungseinrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 14.
Indem der Drosselkörper einer Drosseleinrichtung an der Einlaßöffnung des
Einlaßkanals angeordnet ist und durch eine Relativbewegung zwischen dem
Drosselkörper und der Einlaßöffnung der Öffnungsgrad der Einlaßöffnung
gegenüber der Umgebung einstellbar ist, kann die Durchflußmenge durch den
Einlaßkanal gesteuert werden, wobei eine Störung der schwingenden Gassäule
innerhalb des Einlaßkanals vermieden wird. Da die Drosselvorrichtung an der
Einlaßöffnung des Einlaßkanals positioniert ist, werden jegliche Einschnürungen,
Störkanten oder im Einlaßkanal befindliche Drosselkörper eliminiert, wobei eine freie
und ungestörte Strömung durch den Einlaßkanal möglich ist.
In einer vorteilhaften Ausführung erfolgt die Relativbewegung zwischen dem
Drosselkörper und der Einlaßöffnung lotrecht zur Ebene der Einlaßöffnung oder in
axialer Richtung zum Einlaßkanal, wobei ein veränderbarer, umlaufender Spalt
zwischen dem Umfang der Einlaßöffnung und dem Drosselkörper einstellbar ist.
Hierbei kann der Drosselkörper als eine Platte, die lotrecht zur Ebene der
Einlaßöffnung beweglich ist, oder als ein in die Einlaßöffnung einführbarer und zum
Einlaßendabschnitt des Einlaßkanals passender Stöpsel oder als eine Kombination
aus Platte und Stöpsel ausgebildet sein. Dadurch, daß ein umlaufender Spalt,
bevorzugt ein ringförmiger umlaufender Spalt, zwischen dem Umfang der
Einlaßöffnung und dem Drosselkörper einstellbar ist, wird auf besonders vorteilhafte
Weise die Einströmung von gasförmigem Medium im Randbereich der
Einlaßöffnung bewerkstelligt, über den normalerweise die hauptsächliche
Einströmung von gasförmigem Medium über die Einlaßöffnung in den Einlaßkanal
erfolgt. Dadurch ist es möglich, die Strömung beim Einströmen in den Einlaßkanal
minimal zu stören, wobei durch Verändern der Größe des umlaufenden Spalts die
angesaugte Gasmenge und damit die Last des Motors reguliert werden kann.
In einer besonders vorteilhaften Ausführung ist der die Einlaßöffnung aufweisende
Einlaßendabschnitt des Einlaßkanals als rotationssymmetrischer Einlaßtrichter und
der Drosselkörper als rotationssymmetrischer, kugelförmiger Körper ausgebildet,
wobei eine Mittellinie des kugelförmigen Körpers und die Mittellinie des
Einlaßtrichters deckungsgleich sind. Hierbei wird ein besonders
strömungsgünstiger, ringförmiger Spalt zwischen dem Einlaßtrichter und dem
kugelförmigen Körper ausgebildet, wobei das Einstellen des Spalts durch eine
Relativbewegung zwischen dem Einlaßtrichter und dem kugelförmigen Körper längs
der Mittellinien erfolgt. D. h., daß entweder der kugelförmige Körper in den
feststehenden Einlaßtrichter hinein und heraus bewegt wird oder, daß der
Einlaßtrichter gegenüber dem feststehenden kugelförmigen Körper mittels einer
ersten Bewegungseinrichtung hin und her bewegt wird.
In einer vorteilhaften Ausführung ist der die Einlaßöffnung aufweisende
Einlaßendabschnitt des Einlaßkanals teleskopartig gegenüber dem verbleibenden
Einlaßkanal verschieblich, um so die Relativbewegung zwischen Drosselkörper und
Einlaßöffnung zu bewerkstelligen, wobei sich die Länge des Einlaßkanals mit
zunehmender Freigabe des Spalts zwischen Drosselkörper und Einlaßöffnung
verkürzt. Da mit zunehmender Last und damit auch zunehmenden Drehzahlen der
Füllungsgrad des Motors durch einen sich verkürzenden Einlaßkanal verbessert
wird, ist es besonders vorteilhaft, den Einlaßendabschnitt, der bevorzugt als Trichter
ausgebildet ist, gegenüber dem feststehenden Drosselkörper zurückzuziehen und
damit den ringförmigen Spalt frei zu geben.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist der Drosselkörper mittels einer zweiten
Bewegungseinrichtung lotrecht zur Ebene der Einlaßöffnung oder in axialer
Richtung des Einlaßkanals bewegbar, um die Größe des Spalts (32) zwischen
Drosselkörper und Einlaßöffnung einzustellen. Hierdurch ist es möglich, über die
erste Bewegungseinrichtung die Länge des Einlaßkanals passend zur
gegenwärtigen Drehzahl des Verbrennungsmotors einzustellen und gleichzeitig über
die zweite Bewegungseinrichtung die Größe des Spalts und damit die gegenwärtig
gewünschte Last einzustellen, wobei die erste und die zweite
Bewegungseinrichtung eine überlagerte und koordinierte Bewegung ausführen.
In einer vorteilhaften Ausführung ist im Drosselkörper eine Umgehungsleitung
ausgebildet, die die Umgebung mit dem Einlaßkanal verbindet, wobei in der
Umgehungsleitung ein zusätzliches Drosselorgan vorgesehen ist, um eine
Durchflußmengensteuerung für kleine Durchflußmengen, wie den Leerlauf und den
unteren Teillastbereich auszubilden. Durch dieses in der Umgehungsleitung
angeordnete zusätzliche Drosselorgan wird eine zusätzliche
Durchflußmengensteuerung für kleine Durchflußmengen zur Verfügung gestellt, die
in Registeranordnung zur Durchflußmengensteuerung über den ringförmigen Spalt
steuerbar ist. Somit ist eine optimale Durchflußmengensteuerung vom Leerlauf bis
zum Vollastbereich des Verbrennungsmotors gewährleistet.
In einer vorteilhaften Ausführung ist ein Kraftstoffventil zum Einbringen von Kraftstoff
in den Einlaßkanal passend zur Menge der angesaugten Umgebungsluft
vorgesehen, wobei das Kraftstoffventil bevorzugt im Drosselkörper angeordnet ist
und Kraftstoff über eine Kraftstoffauslaßöffnung des Kraftstoffventils in Richtung der
Mittellinie des Einlaßkanals eingebracht wird. Auf diese Weise ist es möglich den
Kraftstoff optimal in die Luftströmung zu dosieren und eine gute Vermischung bei
nahezu jeder Last zu erhalten.
In einer vorteilhaften Ausführung mündet die Kraftstoffauslaßöffnung des
Kraftstoffventils in eine im Drosselkörper koaxial zur Mittellinie des Drosselkörpers
ausgebildete, zum Einlaßkanal hin geöffnete zylindrische Kammer, wobei die
Umgehungsleitung bevorzugt auf wenigstens zwei Teilleitungen verzweigt ist, die in
die zylindrische Kammer quer zur Einbringungsrichtung des Kraftstoffs münden.
Hierdurch ist insbesondere im Leerlauf und im unteren Teillastbereich eine gute
Vermischung von Kraftstoff und Luft gewährleistet.
In einer vorteilhaften Ausführung ist ein Luftsammelgehäuse vorgesehen, das die
Einlaßöffnung und den Drosselkörper aufnimmt, wobei das Luftsammelgehäuse sich
über einen Luftfilter zur Atmosphäre hin öffnet. Durch die Abstimmung der Größe
bzw. des Volumens des Luftsammelgehäuses ist es möglich, die im Einlaßkanal
schwingende Luftsäule und damit den Füllungsgrad des Motors positiv zu
beeinflussen. Weiterhin wird die Brandgefahr im Einlaßbereich des
Verbrennungsmotors durch das Vorsehen des Luftsammelgehäuses vermindert.
Weiter Ausgestaltungen der Erfindung sind in den üblichen Unteransprüchen
angegeben.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird im folgenden unter Hinweis auf die
beigefügten Zeichnungen näher beschrieben, wobei:
Fig. 1 eine Schnittansicht durch die Gemischaufbereitungsvorrichtung für
einen Verbrennungsmotor mit vollständig geschlossener Durchflußmengen
steuerungseinrichtung ist;
Fig. 2 eine Schnittansicht der Gemischaufbereitungsvorrichtung für einen
Verbrennungsmotor mit vollständig geöffneter Durchflußmengensteuerungs
einrichtung ist;
Fig. 3 eine teilweise Schrägansicht der Gemischaufbereitungsvorrichtung für
einen Verbrennungsmotor mit vier in Reihe angeordneten Einlaßkanälen ist.
Gemäß Fig. 1 und 2 hat die Gemischaufbereitungsvorrichtung einen Einlaßkanal 2
eine Durchflußmengensteuerungseinrichtung 4 zum Steuern der Durchflußmenge
eines gasförmigen Mediums, insbesondere von Luft, durch den Einlaßkanal 2, die
zur Steuerung der Last des Verbrennungsmotors insbesondere im mittleren und
oberen Lastbereich dient. Weiterhin hat die Gemischaufbereitungsvorrichtung eine
zusätzliche Durchflußmengensteuerungseinrichtung 6 für ein gasförmiges Medium,
insbesondere Luft, die zur Steuerung der Last des Verbrennungsmotors im
Leerlaufbetrieb und im unteren Lastbereich dient. Weiterhin hat die
Gemischaufbereitungsvorrichtung ein Kraftstoffventil 8 zum Einspritzen bzw.
Einbringen von Kraftstoff in den Einlaßkanal 2, wobei die eingespritzte
Kraftstoffmenge jeweils passend zur Menge der aus der Umgebung angesaugten
Luft paßt. Die gesamte Gemischaufbereitungseinrichtung ist von einem relativ
großen Luftsammelgehäuse 10 umgeben, das wiederum über einen Luftfilter (nicht
dargestellt) zur Umgebung hin offen ist.
Der Einlaßkanal 2 ist auf der einen Endseite 12 mit dem Brennraum 14 (nur
teilweise dargestellt) verbunden. Im Übergangsbereich zwischen dem Brennraum
14 und der einen Endseite 12 befindet sich ein Ventilsitz 15, der über ein Ventil (nur
symbolisch durch eine Mittellinie 16 dargestellt) geschlossen und geöffnet werden
kann. Das Ventil wird nur während des periodisch wiederkehrenden Einlaßvorgangs
geöffnet, was zu Schwingungen der im Einlaßkanal 2 befindlichen Luftsäule führt.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel verzweigt sich in einem mittleren Abschnitt 17
der Einlaßkanal 2 auf zwei einzelne Kanäle, so daß der Brennraum über zwei
nebeneinander angeordnete Ventile befüllt wird.
Die andere Endseite 19 des Einlaßkanals 2 hat eine Einlaßöffnung 20. Ein an der
Endseite 19 angeordneter Endabschnitt 21 des Einlaßkanals 2 ist als Einlaßtrichter
22 ausgebildet, der eine Mittellinie 23 hat. Der Einlaßtrichter 22 ist auf einer sich
längs zu einem mittleren Abschnitt 17 des Einlaßkanals 2 erstreckenden linearen,
ersten Bewegungseinrichtung 24 (nur symbolisch durch einen Pfeil dargestellt)
zwischen einer vorderen Endstellung gemäß Fig. 1 und einer hinteren Endstellung
gemäß Fig. 2 hin und her beweglich.
In der vorderen Endstellung gemäß Fig. 1 wird die Einlaßöffnung 20 des
Einlaßtrichters 22 durch einen Drosselkörper 25 verschlossen. Der Drosselkörper 25
hat einen mittleren, zylindrischen Abschnitt 26, dessen Durchmesser d1 größer als
der Durchmesse d2 des Endabschnitts 21 des Einlaßkanals 2 ist. An den
zylindrischen Abschnitt 26 schließt sich auf der der Einlaßöffnung 20 zugewandten
Seite ein teilkugelförmiger Körper 27 an. An den mittleren zylindrischen Abschnitt 26
schließt sich auf der der Einlaßöffnung gegenüberliegenden Seite ein weiterer
teilkugelförmiger Körper 28 an. Eine Mittellinie 29 des Drosselkörpers 25 ist
deckungsgleich zur Mittellinie 23 des Einlaßtrichters 22 und damit zur Erstreckung
des Einlaßkanals 2 angeordnet.
Befindet sich der Einlaßtrichter 22 in der vorderen Stellung gemäß Fig. 1, so ragt
der teilkugelförmige Körper 27 teilweise in die Einlaßöffnung 20 hinein, wobei die
Einlaßöffnung 20 verschlossen ist. Der Drosselkörper 25 ist im Bereich eines
ringförmigen Abschnitts 30, in dem die Einlaßöffnung 20 des Einlaßtrichters 22 in
seiner vorderen Stellung gemäß Fig. 1 gegen den Drosselkörper 25 stößt mit einer
elastomeren Dichtung 31 versehen. Der Drosselkörper 25 ist im
Luftsammelgehäuse 10 befestigt. Die Durchflußmengensteuerungseinrichtung 4
wird dadurch ausgebildet, daß der Einlaßtrichter 22 von der vorderen
geschlossenen Stellung gemäß Fig. 1 in Richtung zur hinteren Stellung gemäß Fig.
2 vom Drosselkörper 25 weg bewegt wird, wobei ein ringförmiger Spalt 32 bzw. ein
Abstand a zwischen der Einlaßöffnung 20 und dem Drosselkörper 25 einstellbar ist.
Je größer der ringförmige Spalt 32 bzw. der Abstand a eingestellt wird, desto mehr
Luft kann in den Einlaßkanal 2 einströmen, bis bei der hinteren Endstellung des
Einlaßtrichters 22 nach Fig. 2 der ringförmige Spalt 32 bzw. der Abstand a maximal
ist. Mit zunehmender Vergrößerung des ringförmigen Spalts 32 bzw. des Abstands
a verkürzt sich auch die Länge des Einlaßkanals 2, womit gleichzeitig zur
Einstellung und Regulierung der Luftmenge bzw. der Last des Motors die Länge des
Einlaßkanals 2 optimal an die Last und an die bei der jeweiligen Last herrschende
Drehzahl anpaßbar ist.
Das Kraftstoffventil 8 hat ein mehrfach gestuftes, zylindrisches Gehäuse 33, an
dessen einen Stirnseite eine als Düse dienende Kraftstoffaustrittsöffnung 34
angeordnet ist. Im Drosselkörper 35 ist längs zu seiner Mittellinie 29 eine
mehrfachgestufte Bohrung 35 ausgebildet, in der das Kraftstoffventil 8 eingepaßt ist,
so daß Kraftstoff in Richtung der Längserstreckung des Einlaßkanals 2 und mittig
zum Einlaßkanal 2 eingespritzt werden kann. Die Bohrung 35 ist im Bereich der
Kraftstoffaustrittsöffnung 34 als eine zur Einlaßöffnung 20 hin geöffnete, zylindrische
Kammer 36 ausgebildet.
Im Drosselkörper 25 ist eine Umgehungsleitung 37 ausgebildet, die das Innere des
Luftsammelgehäuses 10 und damit die Atmosphäre mit der zylindrischen Kammer
36 und damit mit der Einlaßöffnung 20 verbindet. Die Umgehungsleitung 37 hat
einen im Drosselkörper 25 ausgebildeten Sammelraum 40, der über eine nicht
dargestellte Öffnung mit dem Luftsammelgehäuse 10 verbunden ist. In der
Umgehungsleitung 37 befindet sich stromab des Sammelraums 40 ein zusätzliches
Drosselorgan (nicht dargestellt) zur Regulierung der durch die Umgehungsleitung 37
strömenden Luft. Die Umgehungsleitung teilt sich stromab des zusätzlichen
Drosselorgans in zwei Teilleitungen 38 auf, die quer zur Mittellinie 29 des
Drosselkörpers 25 in die zylindrische Kammer 36, benachbart zur
Kraftstoffaustrittsöffnung 34 münden. Die Umgehungsleitung 37 mit dem darin
angeordneten zusätzlichen Drosselorgan bildet eine zusätzliche
Durchflußmengensteuerungseinrichtung 6 zum Regulieren von kleineren
Luftmengen aus, wie sie im Leerlauf und im unteren Teillastbereich des
Verbrennungsmotors benötigt werden.
Mit dieser zusätzlichen Durchflußmengensteuerungseinrichtung 6 wird die Last des
Motors und damit die Luftmenge in der vorderen Stellung des Einlaßtrichters 22
gemäß Fig. 1 für den Leerlauf- und den unteren Teillastbetrieb gesteuert. Wird eine
höhere Last als die untere Teillast vom Verbrennungsmotor gefordert, so wird der
Einlaßtrichter 22 sukzessive in Richtung hintere Stellung des Einlaßtrichters 22
gemäß Fig. 2 bewegt, wobei über den sich öffnenden ringförmigen Spalt 32 immer
mehr Luft bei nachlassender Drosselung angesaugt wird und spätestens in der
hinteren Stellung des Einlaßtrichters 22 gemäß Fig. 2 keine Drosselung zwischen
der Einlaßöffnung 20 des Einlaßtrichters 22 und dem Drosselkörper 25 mehr
stattfindet.
Gemäß Fig. 3 ist eine Reihe von Drosselkörpem 25 derart nebeneinander
angeordnet und dieser Reihe von Drosselkörpem 25 gegenüberliegend eine Reihe
von beweglichen Einlaßtrichtern 22 angeordnet, die für den Betrieb beispielsweise
eines Vierzylinderreihenmotors oder eine Vierzylindermotorenbank vorgesehen
sind.
Nachstehend werden Variationen und Abwandlungen zum vorstehend dargestellten
Ausführungsbeispiel erläutert.
Der Drosselkörper 25 kann auf vorteilhafte Weise über eine zweite
Bewegungseinrichtung 39 (nur symbolisch durch einen Pfeil dargestellt) koaxial zur
ersten Bewegungseinrichtung 24 zur Einlaßöffnung 20 hin und von der Einlaßöffnung
20 weg bewegt werden. Hierdurch ist es möglich, über die erste
Bewegungseinrichtung 24 in erster Linie die Länge des Einlaßkanals 2 passend zur
gegenwärtigen Drehzahl des Verbrennungsmotors einzustellen und gleichzeitig über
die zweite Bewegungseinrichtung 39 die Größe des ringförmigen Spalts 32 und
damit die gegenwärtig gewünschte Last einzustellen, wobei die erste und die zweite
Bewegungseinrichtung 24 und 39 eine überlagerte und koordinierte Bewegung
ausführen. Damit kann einerseits die Länge des Einlaßkanals 2 optimal an die
Drehzahl angepasst werden, andererseits die Last bzw. die Größe des ringförmigen
Spalts 32 unabhängig von der Länge des Einlaßkanals 2 über die zweite
Bewegungseinrichtung 39 wunschgemäß eingestellt werden.
Anstatt die Größe des ringförmigen Spalts 32 durch Bewegen des Drosselkörpers
25 in Richtung zur Einlaßöffnung 20 einzustellen kann auch um einen
unbeweglichen Drosselkörper 25 herum ein Hülse (nicht dargestellt) angeordnet
sein, die in Richtung zur Einlaßöffnung 20 beweglich ist, um die Größe des Spalts
32 einzustellen, insbesondere auch dann wenn mit der ersten
Bewegungseinrichtung 24 der Einlaßkanal 2 zum Anpassen an die gegenwärtige
Drehzahl verstellt insbesondere verkürzt worden ist.
Es ist auch möglich den Einlaßkanal 2 feststehend ohne die erste
Bewegungseinrichtung 24 auszubilden und den ringförmigen Spalt 32 durch hin und
her Bewegen des Drosselkörpers 25 durch die zweite Bewegungseinrichtung 39
einzustellen.
Weiterhin ist es grundsätzlich möglich den gesamten Lastbereich vom Leerlauf bis
zur Vollast des Verbindungsmotors über die Regulierung des ringförmigen Spalts 32
zu bewerkstelligen. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, den Drosselkörper 25 als
Stöpsel auszubilden, so daß ein relativ langer ringförmiger Spalt 32 in
geschlossener Stellung gemäß Fig. 1 ausgebildet wird, wobei beim Dosieren
geringer Luftmengen und damit niedriger Lasten eine feinfühligere
Durchflußmengensteuerung durch Zurückziehen des Einlaßtrichters 22
bewerkstelligbar ist.
In diesem Zusammenhang kann der Drosselkörper 25 auch als ein ellipsenförmiger
Körper oder als ein Körper ausgebildet sein, der in etwa der Innenform des
Einlaßbereichs des Einlaßtrichters 22 entspricht. Auch kann der Drosselkörper 25
als eine Platte ausgebildet sein, die parallel zur Ebene der Einlaßöffnung 20
angeordnet ist oder als eine Kombination aus Platte und in etwa einer der Innenform
des Einlaßbereichs des Einlaßtrichters 22 entsprechenden Körper. Hierdurch kann
auf vorteilhafte Weise die Form des Drosselkörpers 25 und die Form des
Einlaßendabschnitts 21 des Einlaßkanals 2 und damit die Form des frei werdenden
Spalts 32 zwischen der Einlaßöffnung 20 und dem Drosselkörper 25 auf die sich mit
der Lasteinstellung verändernde Länge des Einlaßkanals 2 abgestimmt werden. Für
jede Lasteinstellung und auch für jede Drehzahl wird eine optimale Einströmung in
den Einlaßkanal 2 ermöglicht, wobei sowohl die Einströmung in den Einlaßkanal 2
als auch die Strömung im Einlaßkanal 2 selbst minimal gestört wird.
Die dargestellte Gemischaufbereitungsvorrichtung kann auch dazu verwendet
werden, ein fertiges Kraftstoff-Luftgemisch oder ein Gemisch aus Luft und
brennbarem Gas zu regulieren. Auch ist es möglich die vorstehend dargestellte
Durchflußmengensteuerungseinrichtung 4 in Kombination mit einer Direktein
spritzung von Kraftstoff in den Brennraum 14 zu kombinieren.
Weiterhin kann die Gemischaufbereitungsvorrichtung auch bei einem aufgeladenen
Motor verwendet werden.
Claims (15)
1. Gemischaufbereitungsvorrichtung für einen Verbrennungsmotor mit
einem Einlaßkanal (2) für ein gasförmiges Medium, insbesondere Luft, der mit der einen Endseite (12) mit dem Brennraum (14) des Verbrennungsmotors verbindbar ist und der auf der anderen Endseite eine Einlaßöffnung (20) hat,
einer Durchflußmengensteuerungseinrichtung (4) mit einem Drosselkörper (25) zur Steuerung der Durchflußmenge durch den Einlaßkanal (2) und damit der Last des Verbrennungsmotors,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkörper (25) an der Einlaßöffnung (20) angeordnet ist und durch eine Relativbewegung zwischen dem Drosselkörper (25) und der Einlaßöffnung (20) der Öffnungsgrad der Einlaßöffnung (20) gegenüber der Umgebung einstellbar ist.
einem Einlaßkanal (2) für ein gasförmiges Medium, insbesondere Luft, der mit der einen Endseite (12) mit dem Brennraum (14) des Verbrennungsmotors verbindbar ist und der auf der anderen Endseite eine Einlaßöffnung (20) hat,
einer Durchflußmengensteuerungseinrichtung (4) mit einem Drosselkörper (25) zur Steuerung der Durchflußmenge durch den Einlaßkanal (2) und damit der Last des Verbrennungsmotors,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkörper (25) an der Einlaßöffnung (20) angeordnet ist und durch eine Relativbewegung zwischen dem Drosselkörper (25) und der Einlaßöffnung (20) der Öffnungsgrad der Einlaßöffnung (20) gegenüber der Umgebung einstellbar ist.
2. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Relativbewegung zwischen dem Drosselkörper (25) und der Einlaßöffnung
(20) lotrecht zur Ebene der Einlaßöffnung (20) oder in axialer Richtung des
Einlaßkanals (2) erfolgt, wobei ein veränderbarer, umlaufender Spalt (32) zwischen
dem Umfang der Einlaßöffnung (20) und dem Drosselkörper (25) einstellbar ist.
3. Gemischaufbereitungsvorrichtung Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der die Einlaßöffnung (20) aufweisende Endabschnitt (21) des Einlaßkanals (2)
als rotationssymmetrischer Einlaßtrichter (22) ausgebildet ist und daß der
Drosselkörper (25) als ein kugelförmiger Körper (27) ausgebildet ist, wobei eine
Mittellinie (29) des kugelförmigen Körpers (27) und eine Mittellinie des
Einlaßtrichters (23) deckungsgleich sind, und durch die Relativbewegung zwischen
Einlaßöffnung (20) und Drosselkörper (25) ein in Breite und Länge veränderbarer
ringförmiger Spalt (32) zwischen dem Einlaßtrichter (22) und dem kugelförmigen
Körper (27) bewerkstelligbar ist
4. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drosselkörper (25) als eine Platte, die parallel zur Ebene
der Einlaßöffnung (20) angeordnet oder als ein in die Einlaßöffnung (20)
einführbarer, und zum Einlaßendabschnitt (21) des Einlaßkanals (2) passender
Stöpsel oder als eine Kombination aus Platte und Stöpsel ausgebildet ist.
5. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der die Einlaßöffnung (20) aufweisende
Endabschnitt (21) des Einlaßkanals (2) mittels einer ersten Bewegungseinrichtung
(24) teleskopartig gegenüber dem verbleibenden Einlaßkanal (2) verschieblich ist,
um die Relativbewegung zwischen Drosselkörper (25) und Einlaßöffnung (20) zu
bewerkstelligen, wobei sich die Länge des Einlaßkanals (2) mit zunehmender
Freigabe des Spalts (32) zwischen Drosselkörper (25) und Einlaßöffnung (20)
verkürzt.
6. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkörper (25) mittels einer zweiten
Bewegungseinrichtung (39) lotrecht zur Ebene der Einlaßöffnung (20) oder in axialer
Richtung des Einlaßkanals (2) bewegbar ist, um die Größe des Spalts (32) zwischen
Drosselkörper (25) und Einlaßöffnung (20) einzustellen.
7. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschossenem Spalt (32) zwischen
Einlaßöffnung (20) und Drosselkörper (25) im Kontaktbereich zwischen der
Einlaßöffnung (20) und dem Drosselkörper (25) eine Dichtung (31) bevorzugt aus
einem Elastomer vorgesehen ist.
8. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß im Drosselkörper (25) eine Umgehungsleitung (37)
ausgebildet ist, die die Umgebung mit dem Einlaßkanal (2) verbindet, wobei in der
Umgehungsleitung (37) ein zusätzliches Drosselorgan vorgesehen ist, um eine
zusätzliche Durchflußmengensteuerung (6) für kleine Durchflußmengen, wie beim
Leerlauf und im unteren Teillastbereich auszubilden.
9. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß im Drosselkörper (25) ein zusätzlicher Sammelraum (40) stromauf dem
zusätzlichen Drosselorgan vorgesehen ist, wobei der zusätzliche Sammelraum (40)
mit der Umgebung verbunden ist.
10. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kraftstoffventil (8) zum Einbringen von
Kraftstoff in den Einlaßkanal (20) passend zur Menge der angesaugten
Umgebungsluft vorgesehen ist.
11. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kraftstoffventil (8) im Drosselkörper (25) angeordnet ist und Kraftstoff über
eine Kraftstoffaustrittsöffnung (34) des Kraftstoffventils (8) koaxial zur Mittellinie (23)
des Einlaßkanals (2) eingebracht wird.
12. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kraftstoffaustrittsöffnung (34) des Kraftstoffventils (8) in
eine im Drosselkörper (25) koaxial zur Mittellinie (29) des Drosselkörpers (25)
ausgebildete, zum Einlaßkanal (2) hin offene zylindrische Kammer (36) mündet und
daß die Umgehungsleitung (37) bevorzugt auf zwei Teilleitungen (38) verzweigt ist,
die in die zylindrische Kammer (36) quer zur Einbringungsrichtung des Kraftstoffs
münden.
13. Gemischaufbereitungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 10
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßöffnung (20) und der Drosselkörper
(25) von einem Luftsammelgehäuse (10) umgeben sind, das sich über einen
Luftfilter zur Atmosphäre hin öffnet.
14. Verfahren zum Betreiben einer Gemischaufbereitungseinrichtung für einen
Verbrennungsmotor nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Last des Verbrennungsmotors durch eine
Relativbewegung zwischen dem Drosselkörper (25) und der Einlaßöffnung (20) des
Einlaßkanals (2) eingestellt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß kleinere
Durchflußmengen wie für einen Leerlauf und eine untere Teillast des
Verbrennungsmotors durch ein in einer Umgehungsleitung (37) angeordnetes,
zusätzliche Drosselorgan eingestellt werden.
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