DE10127200A1 - Bauteil mit Rohrstück - Google Patents
Bauteil mit RohrstückInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Bauteil mit einem Rohrstück, einen Abgaskrümmer mit einem erfindungsgemäßen Bauteil sowie ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Bauteils. Das Bauteil zeichnet sich dadurch aus, dass in wenigstens einem Bereich des Bauteils, in dem eine hohe Steifigkeit erwünscht ist, zwei Wandungen vorgesehen sind und in anderen Bereichen, in denen eine Elastizität des Bauteils erwünscht ist, eine elastische Wellung vorgesehen ist, die jedoch nur aus einer Wandung besteht. Der Abgaskrümmer umfasst ein derartiges erfindungsgemäßes Bauteil als abgasführendes Element. Das Verfahren stellt ein erfindungsgemäßes Bauteil durch Anordnen von Wandungen und Innenhochdruckumverformen der Wandungen her.
Description
Die Erfindung betrifft ein Bauteil mit einem Rohrstück, einen Abgaskrümmer mit einem
solchen Bauteil, sowie ein Verfahren zum Herstellen des Bauteils.
Bekannt sind durchströmte Bauteile, z. B Abgaskrümmer, die ähnlich wie Rohrleitungen
nach außen hin flüssigkeits- und gasdicht sein müssen. Durch Temperaturänderungen
dehnen sich diese Bauteile jedoch bei Erwärmung aus oder ziehen sich bei Abkühlung
zusammen. Diese Ausdehnungen müssen in konstruktiver Weise aufgenommen werden,
um extrem hohe Spannungen oder Drücke in dem Bauteil zu vermeiden, die zu seiner
Zerstörung führen könnten.
Hierzu werden sogen. elastische Wellungen, Schiebesitze usw., die auch als
Dehnungswellungen bezeichnet werden, eingesetzt. Diese elastischen Wellungen sind in
bestimmten Bereichen des Bauteils einer Rohrachse verwirklicht, so dass sich leicht
verformbare Bereiche ergeben. Diese elastischen Wellungen können sowohl die eigene
als auch die thermische Ausdehnung von anderen Teilen des Bauteils durch ihre leichte
Verformbarkeit aufnehmen.
Bekannt sind Bauteile, bei denen zwischen formstabilen Rohrstücken solche elastischen
Wellungen eingeschweißt werden, um so die gewünschte Aufnahme der thermischen
Ausdehnung zu erreichen. Nachteilig ist hierbei, dass das Schweißen von
dünnwandigem Material, wie es zur Bildung der elastischen Wellung nötig ist,
verfahrensmäßig schwierig und fehleranfällig ist. Allein die Tatsache, dass überhaupt
geschweisst werden muss, ist ein die Produktion von derartigen Bauteilen verteuernder
Faktor.
Bauteile, die ausschließlich aus einem dünnwandigen Material bestehen, das geeignet
ist, elastische Wellungen zu bilden, zeigen insgesamt eine ungenügende Formstabilität
des gesamten Bauteils.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Bauteil, z. B einen Abgaskrümmer,
zu schaffen, das insgesamt eine ausreichende Formstabilität und Robustheit aufweist,
jedoch thermische Ausdehnungen des Bauteils aufnehmen kann.
Die Aufgabe wird durch ein Bauteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1, einen
Abgaskrümmer mit den Merkmalen des Anspruchs 9 sowie durch ein Verfahren mit den
Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
Das Bauteil umfasst mindestens ein Rohrstück, das eine erste Wandung aufweist, die
wenigstens zwei (verschiedene) Bereiche umfasst. In dem einem Bereich des
Rohrstücks ist eine elastische Wellung ausgebildet und in dem zweiten Bereich ist das
Rohrstück mit einer zweiten Wandung verstärkt, so dass die Steifigkeit des Rohrstücks in
dem zweiten Bereich erhöht ist. Dadurch, dass die erste Wandung als durchgehendes
Element den Bereich mit der elastischen Wellung aufweist, ist ein Schweißen von
dünnwandigem Material nicht nötig, da wegen der Durchgängigkeit des dünnwandigen
Materials eine Dichtheit von sich aus gegeben ist. Der Begriff "durchgängig" bedeutet,
dass die erste Wandung keine Schweißnähte, Klebungen oder sonstige Verbindungen
enthält, weil sie aus einem Stück besteht, wobei aber eventuelle Längsschweißnähte, die
dann vorkommen, wenn beispielsweise Rohre durch Biegen und Zusammenschweißen
von Blechstreifen hergestellt werden, dennoch vorhanden sein können.
Dadurch, dass in dem Bereich, in dem die elastische Wellung nicht vorgesehen ist, eine
zweite Wandung des Rohrstücks die erste Wandung verstärkt, ergibt sich insgesamt ein
Bauteil, das eine ausreichend hohe Formstabilität und Robustheit aufweist, auf der
anderen Seite jedoch Zonen hat, in denen thermische Ausdehnungen durch die
elastische Wellung aufgenommen werden können. Schweißnähte zwischen Material, das
die elastische Wellung bildet, mit Material, das eine Steifheit in einem anderen Teil des
Rohrstücks herstellt, um diese beiden Teile gas- und/oder flüssigkeits-, d. h. fluiddicht,
miteinander zu verbinden, können somit vermieden werden. Trotzdem wird eine hohe
und zuverlässige Dichtigkeit - wegen der durchgängigen ersten Wandung - erreicht.
Das erfindungsgemäße Bauteil kann allerdings optional auch Schweißnähte oder
Schweißpunkte aufweisen, um z. B. die beiden Wandungen miteinander zu verbinden
und in Position zueinander zu halten.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die erste Wandung
innen und die zweite Wandung außen liegt. Dadurch ergibt sich auf der Innenseite eine
glatte Fläche, die besonders gut geeignet ist, Fluidströmungen aufzunehmen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die erste
Wandung dünner ist als die zweite Wandung. Dadurch, dass die erste Wandung, die den
Bereich mit der elastische Wellung aufweist, im Vergleich zur zweiten Wandung dünner
ist, kann der Bereich mit der elastischen Wellung in einfacher Weise mit geeigneter
Elastizität verwirklicht werden. Für den zweiten Bereich des Rohrstücks, der durch eine
zweite Wandung verstärkt ist, ergibt sich damit eine gegenüber dem ersten Bereich
erhöhte Stabilität. Prinzipiell ist jedoch die Wandstärke der zweiten Wandung auch mit
kleineren Wandstärken als die erste Wandung ausreichend, da in dem Bereich, in dem
das Bauteil eine erhöhte Steifigkeit aufweisen soll, die Steifigkeit sich immer aus der
ersten und der zweiten Wandung gemeinsam ergibt. Jede Verstärkung der ersten
Wandung im zweiten Bereich auch mit einer dünnen zweiten Wandung führt zum
angestrebten Ergebnis.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die erste
und/oder die zweite Wandung mehrlagig ausgebildet ist. Dadurch lassen sich
beispielsweise auch beschichtete Wandungen verwenden, die beispielsweise die
Korrosionsbeständigkeit oder sonstige Eigenschaften des Bauteils verbessern. Auch ein
Aufbau der Wandungen aus mehreren Schichten, die nicht unbedingt Beschichtungen
sein müssen, ist für spezielle Ausführungen des Bauteils von Vorteil.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die Wandungen
metallisch sind. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, das Bauteil in einem großen
Temperaturintervall einzusetzen. Dies beinhaltet z. B. Tieftemperatureinsätze in
Verbindung mit Flüssiggasen oder auch Hochtemperatureinsätze in Verbindung mit
Abgasen, z. B. von Verbrennungen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, die Kontaktzone
so auszubilden, dass diejenige Fläche der zweiten Wandung, die der ersten Wandung
zugewandt ist, vollständig in Kontakt mit der ersten Wandung steht. Dadurch werden
Kräfte von beiden Wandungen unmittelbar gemeinsam aufgenommen, so dass sich eine
gleichmässige Kräfteeinleitung über beide Wandungen ergibt.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, die elastische
Wellung so vorzusehen, dass die elastische Wellung wärmebedingte Ausdehnungen des
Bauteils aufnehmen kann. Durch den Einsatz in wechselnden Temperaturen ist eine
elastische Wellung, die temperaturbedingte Ausdehnungen des Bauteils aufnehmen
kann, vorteilhaft, da so Spannungen in dem Bauteil vermieden werden können.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, in dem Bauteil
mehrere Wellungsbereiche vorzusehen, die sich mit nicht gewellten Bereichen
abwechseln. Dadurch, dass sich auch hier die erste Wandung durchgängig auch über
mehrere Wellungsbereiche hindurch erstreckt, ist nach wie vor die Fluiddichtheit des
Bauteils insgesamt gegeben. Insbesondere werden damit Schweißnähte an eventuellen
Stoßstellen beim Übergang von einem "glatten" Bereich in einen gewellten Bereich
vermieden, so dass sich auch eine hohe Herstellungsvereinfachung bei hoher
Zuverlässigkeit ergibt.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die erste
und zweite Wandung in der Kontaktzone miteinander verpresst sind. Dadurch wird auch,
ohne dass weitere Verbindungstechniken angewandt werden, ein Verschieben der
Bauteile gegeneinander nahezu ausgeschlossen. Ein Lösen der beiden Wandungen,
beispielsweise durch Vibrationen, kann durch die Verpressung weitgehend vermieden
werden. Jedoch können alternativ oder zusätzlich Schweißpunkte oder Schweißnähte
vorgesehen sein, um die beiden Wandungen aneinander zu fixieren.
In einem bevorzugten Anwendungsfall wird ein erfindungsgemäßes Bauteil in einem
Abgaskrümmer verwendet. In einem Abgaskrümmer treten extrem hohe
Temperaturdifferenzen zwischen Umgebungstemperatur und Abgastemperatur auf. Die
thermischen Änderungen des Abgaskrümmers erzeugen hohe Ausdehnungen des
abgasführenden Elementes des Abgaskrümmers. Wenn als abgasführendes Element ein
erfindungsgemäßes Bauteils eingesetzt wird, ergibt sich ein Abgaskrümmer, der die
stark variierenden Temperaturen und die sich dadurch bedingenden großen thermischen
Ausdehnungen problemlos in den elastischen Wellungen aufnehmen kann. Weiterhin
ergibt sich wegen des durch die zweite Wandung verstärkten Bereichs des Bauteils eine
insgesamt stabile und robuste Ausführungsform des Abgaskrümmers.
Erfindungsgemäße Abgaskrümmer können vorteilhaft bei Verbrennungsmotoren
eingesetzt werden, wie sie beispielsweise in Pkws, Lkws, Motorrädern, Flugzeugen,
Booten, Schiffen, Kompressoren etc. eingesetzt werden.
Vorteilhafte Ausführungsformen des Abgaskrümmers umfassen eine Isolierschicht, die
das Bauteil umgibt und einen Außenmantel, der das Bauteil und/oder die Isolierschicht
ummantelt. Die Ummantelung kann sowohl aus im Tiefziehverfahren hergestellten
Blechen jeglicher Art (Halbschalentechnik) als auch im Gießverfahren mit allen
Gusswerkstoffen hergestellt werden.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Bauteils
sieht die Anordnung von verschiedenen Wandungen als Formstücke vor, die
anschließend mit einem Umformverfahren umgeformt werden. Dies kann insbesondere
ein Innenhochdruckumformverfahren sein.
Das Innenhochdruckumformverfahren besteht darin, das Innere eines herzustellenden
Bauteils mit einem Fluid zu füllen und das Fluid unter Hochdruck zu setzen. Dadurch
dehnen sich die Elemente, die das Bauteil bilden werden, nach außen aus und werden
gegen eine Form gedrückt. Dadurch können mit einem Verfahrensschritt sowohl die
elastische Wellung als auch die genaue Form des Bauteils hergestellt werden. Auch das
Verpressen der ersten und zweiten Wandung miteinander geschieht vorteilhafterweise
mit ein und demselben Verfahrensschritt.
Das Verfahren ist dann besonders vorteilhaft, wenn das erste und/oder zweite, die
Wandungen bildende Formstück ein Rohr ist. Zum einen sind Rohre Standardelemente,
die kostengünstig und in vielen Abmessungen erhältlich sind, zum anderen ist die
Ausgangsform eines Rohres für Bauteile, insbesondere Bauteile zur Leitung von Fluiden,
vorteilhaft, da so nur geringe Umformungen des Materials notwendig sind.
Vorteilhaft ist es hierbei, Rohre mit verschiedenen Durchmessern vorzusehen, die so
ineinander gesteckt werden können, bevor die Innenhochdruckverformung durchgeführt
wird. Eine Dünnwandigkeit des ersten Rohres im Vergleich zu dem zweiten ist hierbei
von Vorteil, da aus dem ersten Rohr die Wandung mit dem Bereich, der die elastische
Wellung bildet, geformt wird, die somit eine gute Elastizität aufweist.
Statt Rohre können vorteilhafterweise auch tiefgezogene Formstücke, gefalzte,
beschichtete, geschweißte oder andersartig vorgeformte Formstücke je nach
Anforderung verwendet werden.
Die beiden Wandungen können auch in Form eines einzigen oder auch meherer partiell
doppelwandiger Rohre vorgesehen sein. Bei derartigen vorgefertigten partiell
doppelwandigen Rohren, die auch "tailored blanks" genannt werden, sind die beiden
Wandungen bereits in einem Element erhältlich.
Das Verfahren kann weiterhin die Schritte des Anbringens von Flanschen, das Formen
von Ein- und Auslässen oder ähnlichem vorsehen.
Im Folgenden wird eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bauteils und des
erfindungsgemäßen Abgaskrümmers anhand der anliegenden Figuren erläutert.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine Anordnung von Rohren von der zur Herstellung eines
erfindungsgemäßen Bauteils in Fig. 2 ausgegangen wird,
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Bauteil,
Fig. 3a das Detail X aus Fig. 1 und 2,
Fig. 3b das Detail Y aus Fig. 1,
Fig. 4 einen erfindungsgemäßen Abgaskrümmer.
In Fig. 1 ist zunächst eine Anordnung von Rohrwandungen 5 und 7 dargestellt, wobei
die Rohrwandung 5 (erste Wandung) ein durchgängiges bzw. durchgehendes Teil ist,
was bedeutet, dass der links und in der Mitte zu sehende Teil zur selben Rohrwandung 5
gehören, während die beiden Rohrwandungsabschnitte 7 (zweite Wandung) von zwei
verschiedenen, einzelnen Rohrstücken gebildet sind. Der Durchmesser der zweiten
Wandung ist geringfügig grösser als der der ersten Wandung, so dass das die zweite
Wandung bildende Rohrteil über das die durchgehende erste Wandung bildende Rohrteil
geschoben werden kann. Die Rohrteile, d. h. die ersten und zweiten Wandungen, können
beliebige Querschnittsform haben, die also nicht unbedingt kreisförmig sein muss.
Aus diesen ersten und zweiten Wandungen kann nun - wie in Fig. 2 dargestellt - ein
Bauteil 1 mit einem aus den ersten und zweiten Wandungen entstandenen Rohrstück 2,
z. B mit einem Innenhochdruckverfahren, erhalten werden. Die erste Wandung 5 des
Rohrstücks 2 weist nun einen ersten Bereich 3 mit einer elastische Wellung 6 auf, hier
aus drei Wellen bestehend, sowie einen zweiten Bereich 4, der durch die zweite
Wandung 7 verstärkt ist, in dem diese Wandung - in diesem Ausführungsbeispiel
aussenliegend - die erste Wandung dort umgibt.
Die erste Wandung 5 und die zweite Wandung 7 sind wenigstens im Bereich einer
Kontaktzone 8 in Kontakt miteinander.
Wie in Fig. 2 dargestellt, wird bei dem Innenhochdruckumverformen im linken Teil des
Rohrstücks ein zusätzlicher Stutzen geschaffen.
In Fig. 3a ist ein Ausschnitt (Detail X) aus Fig. 1 gezeigt. Zu erkennen ist hier, wie sich
die erste Wandung 5 über den ersten und zweiten Bereich des Rohrstücks durchgängig
hindurch erstreckt. Weiterhin ist zu erkennen, wie die zweite Wandung 7 die erste innere
Wandung 5 umgibt.
Wenigstens im Bereich der Kontaktzone 8 sind die erste Wandung 5 und die zweite
Wandung 7 vollflächig in Presskontakt, was in der Figur strichpunktiert angedeuted ist.
In Fig. 3b ist das Detail Y aus Fig. 2 dargestellt. Zu erkennen ist die erste Wandung 5
und die zweite Wandung 7, die auch hier im Bereich der angedeuteten Kontaktzone 8
miteinander verpresst sind.
Weiterhin ist in Fig. 3a und 3b zu erkennen, dass die Wandstärke der zweiten
Wandung 7 größer ist als die Wandstärke der ersten Wandung 5.
In Fig. 4 ist ein erfindungsgemäßer Abgaskrümmer 12 dargestellt. Der Abgaskrümmer
umfasst ein erfindungsgemäßes Bauteil 1. Zu erkennen sind drei Wellungen 6, die
sowohl Längs- als auch Querausdehnungen des Abgaskrümmers durch elastische
Verformungen aufnehmen können.
Der Abgaskrümmer umfasst weiterhin eine Isolierschicht 13 sowie eine Ummantelung
14. Durch die Isolierschicht 13 wird die thermische Änderung der Ummantelung 14
vergleichsweise viel geringer ausfallen als die thermische Ausdehnung des
abgasführenden Elementes 1.
Weiterhin ist Flansch 11 zu erkennen, zwischen dem sich drei Einlässe für das Abgas im
oberen Bereich der Fig. 4 befinden. Weiterhin ist ein Flansch 10 am Auslass des
Abgaskrümmers dargestellt.
Der in Fig. 4 dargestellte Abgaskrümmer umfasst ein abgasführendes Bauteil 1, das,
wie bereits anhand von Fig. 1 und 2 erläutert, ein durchgängiges, innenliegendes,
dünnwandiges Rohr (erste Wandung) umfasst. Aus dem Material der dünnen,
innenliegenden Wandung sind die elastischen Wellungen 6 geformt. Drei verstärkte
Bereiche 4, die durch Verstärkung der ersten Wandung mit äußeren zweiten Wandungen
gebildet werden, befinden sich im Bereich der drei Abgaseinlässe.
Durch die starre Befestigung (Schweißung) am Flansch 11 wird das abgasführende
Innenteil 1 schwingungsfest gehalten.
Allein schon wegen der verwinkelten Form des Abgaskrümmers, aber auch wegen der
gemeinsamen Verformungsprozesse ist ein Verschieben oder Lösen der ersten
Wandung von der zweiten Wandung ausgeschlossen.
Sollten weniger verwinkelte Bauteile hergestellt werden, so kann es evtl. von Vorteil sein,
die erste Wandung und die zweite Wandung durch weitere Verbindungstechniken wie
beispielsweise Punktschweißen miteinander zu fixieren.
Claims (16)
1. Bauteil (1) mit einem Rohrstück (2) mit einer durchgehenden ersten Wandung (5),
die wenigstens einen ersten und wenigstens einen zweiten Bereich (3, 4) aufweist, wobei
im ersten Bereich (3) eine elastische Wellung (6) der ersten Wandung (5) ausgebildet ist
und wobei der zweite Bereich (3) mit einer zweiten Wandung (7) verstärkt ist.
2. Bauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Wandung (5) innen und die zweite Wandung (7) außen liegt.
3. Bauteil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Wandung (5) dünner ist als die zweite Wandung (7).
4. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste (5) und/oder die zweite Wandung (7) mehrlagig ausgebildet ist.
5. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wandungen (5, 7) aus Metall bestehen.
6. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste und die zweite Wandung zumindest in einer Konzaktzone (8), insbesondere
aber vollflächig miteinander in Kontakt stehen.
7. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die elastische Wellung (6) wärmebedingte Ausdehnungen des Bauteils (1) aufnehmen
kann.
8. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein
Anschlussflansch (10, 11) an dem Rohrstück (2) vorgesehen ist.
9. Abgaskrümmer (12) mit einem Bauteil (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 als
abgasführendes Element.
10. Abgaskrümmer (12) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauteil (1) mit einer Isolierschicht (13) umgeben ist.
11. Abgaskrümmer (12) nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauteil (1) mit einem Außenmantel (14) ummantelt ist.
12. Verfahren zur Herstellung eines Bauteils (1), mit folgenden Schritten:
- - Vorsehen einer ersten, im Wesentlichen rohrförmigen Wandung (5),
- - Vorsehen mindestens einer zweiten, im Wesentlichen rohrförmigen Wandung (7) in der ersten Wandung oder die erste Wandung umgebend, wobei die zweite Wandung (7) kürzer ist als die erste Wandung (5),
- - Umverformen der Wandungen (5, 7) zum Bilden eines Bauteils (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10
13. Verfahren nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet, dass ein partiell doppelwandiges Rohr oder Blech (tailored
blanks) vorgesehen ist, um die beiden Wandungen (5, 7) vorzusehen.
14. Verfahren nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsehen der zweiten Wandung (7) das
Aufstecken oder Einschieben der zweiten Wandung (7) auf bzw. in die erste Wandung
(5) umfasst.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14
dadurch gekennzeichnet, dass
das Umverformen das Innenhochdruckumverformen der beiden Wandung (5, 7) umfasst.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste (5) und/oder die zweite Wandung (7) von Rohren unterschiedlichen
Durchmessers gebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001127200 DE10127200A1 (de) | 2001-06-05 | 2001-06-05 | Bauteil mit Rohrstück |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001127200 DE10127200A1 (de) | 2001-06-05 | 2001-06-05 | Bauteil mit Rohrstück |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10127200A1 true DE10127200A1 (de) | 2002-12-12 |
Family
ID=7687209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001127200 Ceased DE10127200A1 (de) | 2001-06-05 | 2001-06-05 | Bauteil mit Rohrstück |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10127200A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1503133A2 (de) | 2003-07-29 | 2005-02-02 | G + H Isolite GmbH | Wärmegedämmtes Bauteil |
| US9790836B2 (en) | 2012-11-20 | 2017-10-17 | Tenneco Automotive Operating Company, Inc. | Loose-fill insulation exhaust gas treatment device and methods of manufacturing |
| US20190210796A1 (en) * | 2018-01-11 | 2019-07-11 | Hk Iimo Technology Limited | Freight container with high performance and invariable storage ambience |
-
2001
- 2001-06-05 DE DE2001127200 patent/DE10127200A1/de not_active Ceased
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1503133A2 (de) | 2003-07-29 | 2005-02-02 | G + H Isolite GmbH | Wärmegedämmtes Bauteil |
| EP1503133A3 (de) * | 2003-07-29 | 2006-04-19 | G + H Isolite GmbH | Wärmegedämmtes Bauteil |
| US9790836B2 (en) | 2012-11-20 | 2017-10-17 | Tenneco Automotive Operating Company, Inc. | Loose-fill insulation exhaust gas treatment device and methods of manufacturing |
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