DE10127585A1 - System und Verfahren zur Anzeige von Raumbelegungen - Google Patents
System und Verfahren zur Anzeige von RaumbelegungenInfo
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Abstract
System und Verfahren zur Anzeige von Raumbelegungen, bestehend aus einem oder mehreren Schildern mit integriertem Display, die drahtlos über eine Funkschnittstelle mit einem Datenverarbeitungsgerät (z. B. "Personalcomputer") verbunden sind. Ein Datenverarbeitungsgerät kann ein oder mehrere Schilder ansteuern, um einen Text und/oder Grafik am Display zur Anzeige zu bringen. Mehrere solcher Datenverarbeitungsgeräte können über ein "Local Area Network" mit einem zentralen "Server" verbunden werden, der die Anzeigen-Aufträge entgegennimmt, verwaltet und verteilt.
Description
Im Stand der Technik sind elektronische Anzeigen, die als Türschilder, Hinweisschilder
oder Wegweisertafel benutzt werden bekannt (siehe z. B. DE 39 19 689 A1, US 5007190).
Die Erfindung bezieht sich auf die drahtlose Ansteuerung derartiger elektronischer
Anzeigen und deren Einbindung in ein Netzwerk.
In einer Ausführung wird die Funkverbindung nach dem Bluetooth-Standard realisiert. Es
sind jedoch viele andere Funkverbindungen ebenfalls möglich, wie z. B. die Übertragung
in ISM-Bänder, die Nutzung des DECT oder GSM-Standards, oder auch eine langweilige
Übertragung im kHz-Bereich.
Durch die Fernbedienbarkeit der Displays, kann man die Anzeige jederzeit einfach und
schnell ändern und erspart sich das Herumlaufen mit einem Eingabegerät oder das
Einsammeln und Verteilen von Displays.
Die drahtlose Verbindung reduziert den Installationsaufwand und ermöglicht jederzeit
Veränderungen und Erweiterungen.
Die Einbindung in ein Netzwerk erlaubt es, in großen Gebäuden sämtliche elektronischen
Anzeigen zu verwalten. Durch das Ausnützen der vorhandenen PCs und deren
Vernetzung, kann in großen Gebäuden ein flächendeckendes elektronische
Anzeigesystem aufgebaut werden, mit minimalem Aufwand.
Der darzustellende Text und/oder Grafik kann mit Standard-Software-Programmen erstellt
werden. Eine Funkschnittstelle in Form einer Netzwerk-Karte oder einer externen
Schnittstelle wird am PC installiert und dient als Verbindung zu den entfernten Schildern.
Fig. 1 Räumliche Verteilung der elektronischen Anzeigen
Fig. 2 Ausführungsform eines elektronischen Schildes
Fig. 3a-c Zentrale Wegweisertafel
Fig. 4 Verbindung mehrerer elektronischer Anzeigen mit einem Computer durch ein
drahtloses lokales Netzwerk (Private Area Network)
Fig. 5a, b Vernetzung mehrerer Computer mit einem zentralem "server" durch ein LAN
(Local Area Network)
Fig. 6 Ausführungsform einer elektronischen Anzeige
Fig. 7a, b Ablaufdiagramm der Ansteuerung eines Schildes
Fig. 1 zeigt eine vorzugsweise Anbringung der elektronischen Anzeigen. Diese
elektronischen Anzeigen ersetzen die mechanischen Schilder mit gravierten Schriftzügen.
Bei jeder Änderung der Raumbelegung müssen heute Schilder ausgetauscht werden.
Bedingt durch die flexiblere Arbeitswelt gelingt es oft nicht die Schilder immer auf
aktuellem Stand zu halten, zum anderen entstehen über einen längeren Zeitraum enorme
Kosten.
Dagegen ist ein elektronisches System immer auf aktuellem Stand, mit wesentlich
weniger möglichen Fehlerquellen und die Kosten für den Schildertausch entfallen
komplett. Zusätzlich bietet ein elektronisches System die Möglichkeit, die Belegung eines
Konferenzraumes, die Abwesenheit eines Mitarbeiters, allgemeine Hinweise wie z. B.
Reinigung, oder Firmenlogos bei Mietbüros und viele Dinge mehr anzuzeigen.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Ausgestaltungsform eines Schildes mit integriertem Display.
Fig. 3 zeigt ein Schild mit großflächigem Display als Wegweiser, wie sie z. B. in Hotel-
Lobbies oder Konferenzbereichen aufgestellt werden können.
Fig. 4 zeigt die drahtlose Verbindung von elektronischen Schildern mit einem Computer.
In einer Ausführungsform wird dieses Netzwerk nach dem Bluetooth-Standard realisiert.
Dabei können bis zu 256 Schilder als sogenannnte "slaves" mit einem Computer als
"master" in einem Piconet (PAN) verbunden werden. Das Protokoll regelt das Ansteuern
einzelner Displays über eine eindeutige Displaykennung. Die Displays können in
bestimmten Abständen nachfragen, ob neue Daten vorliegen. Wenn keine neue Daten
anliegen, können die Displays in einen stromsparenden Betrieb geschalten werden.
Ein handelsüblicher PC kann bereits heute mit einer Bluetooth-Karte oder externen
Schnittstelle (3) ausgestattet werden. Mit entsprechender Treiber-Software kann man die
Displays ansteuern. Aus Sicht des PC-Nutzers gestaltet sich die Ansteuerung eines
Displays, wie die Ausgabe auf einen Drucker.
Fig. 5a, b zeigt die Vernetzung mehrerer Computer mit zugeordneten Displays über ein
"Local Area Network" mit einem zentralem "server". Um die Ansteuerung von Displays in
einem großem Bürogebäude zu ermöglichen, muß ein Computer nicht nur die eigenen
zugeordneten Displays ansteuern können, sondern auch Displays eines anderen
Computers. In einer Auswahlliste selektiert der Benutzer die anzusteuernden Displays.
Jedem Display ist eine Display-ID-Nummer und eine IP-Nummer des zugehörigen
Computers zugeordnet. Mit diesen Nummern stellt der Computer eine Anfrage an den
zentralen "server'. Dieser nimmt den Druck/Display-Auftrag an und verwaltet das weitere
Vorgehen selbstständig. Zunächst überprüft der Computer, ob der anfragende Computer
autorisiert ist die gewünschten Displays anzusteuern. Ist der Computer nicht autorisiert,
bekommt er eine entsprechende Fehlermeldung zurück. Ist die Autorisierung erfolgreich
gewesen, dann wird die Anfrage in eine Liste mit laufenden Anfragen eingereiht. In einer
vorgegebenen Reihenfolge arbeitet der "server" die Anfragen ab und verteilt sie zu den
entsprechenden Computern. Wenn ein Computer nicht antwortet oder eine
Fehlermeldung bringt, wird die Anfrage in die Liste wieder nach hinten eingereiht.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform einer elektronischen Anzeige. Die elektronische
Anzeige arbeitet mit einer autarken Stromversorgung um netzunabhängig zu sein.
Dadurch ist der Installationsaufwand gering und kann auch in bestehendem
Gebäudebestand erfolgen. Die autarke Stromversorgung kann typischerweise mit einer
Batterie, Akku oder Solarzelle erfolgen. Um einen langjährigen Betrieb zu gewährleisten,
muß deshalb der Strombedarf so gering wie möglich ausfallen.
Als Display eignen sich deshalb besonders LCD's. Wegen des sich selten ändernden
Inhalts eignen sich vor allem bistabile LCD's, die nur bei einer Änderung Energie
verbrauchen.
Ein Mikrokontroller übernimmt alle Steueraufgaben, wie z. B. Ansteuerung eines LCD-
Moduls, stromsparender Betrieb, Ansteuerung des HF-Transceivers, . . .
Um den Strombedarf weiter zu reduzieren, kann zusätzlich ein Sensor zur
Helligkeitsmessung und Bewegungsdetektion angebracht werden. Das Display braucht
nur dann angesteuert werden, wenn Licht vorhanden ist oder wenn durch Bewegung eine
sich nähernde Person detektiert wurde.
Fig. 7 zeigt ein mögliches Ablaufschema. Mit einer handelsüblichen Software (70) wird ein
Text/eine Grafik erstellt. Ähnlich einem Druckauftrag wird ein Displayauftrag
angestossen. Aus einer Liste von Displays wählt man das gewünschte aus. Diese
Auswahl ergibt eine IP-Adresse eines Computers und eine Display-ID. Mit dieser
Information kann die darzustellende Information an einen Display-Treiber (71) übergeben
werden. Dieser Display-Treiber wiederum stellt über Betriebssystem-"calls" eine Anfrage
an einen Netzwerktreiber. Dies kann zum Beispiel ein Netzwerk-Treiber (72) für eine
Ethernet-Netzwerkkarte mit TCP/IP-Protokoll sein. Der Netzwerk-Treiber übernimmt die
Anfrage und stellt eine Verbindung zum Netzwerktreiber (73) eines zentralen "servers"
her. Dies kann z. B. mit dem Programm Telnet, das auf dem TCP/IP-Protokoll basiert,
geschehen. Der "server" verhält sich gegenüber dem anfragenden PC wie ein
Drucker/Display und übernimmt den Auftrag. Der "server" übernimmt die
Auftragsverwaltung und verwendet dazu eine Datenbank (74) wie z. B. SQL oder
MS-Access. Weiterhin überprüft der Server die Autorisierung (75). Wenn der anfragende PC
nicht berechtigt ist an dem gewünschten Display eine Veränderung vorzunehmen, dann
wird eine Fehlermeldung zurückgeschickt. War die Autorisierung erfolgreich, wird der
Auftrag mit einem "scheduler" (76) abgearbeitet. Wiederum über den Netzwerk-Treiber
(77) versucht der "server" den gewünschten PC- Netzwerk-Treiber (78) zu erreichen.
Gelingt dies nicht wird der Auftrag in einer Liste abzuarbeitende Aufträge eingetragen.
Nach einer vorgegebenen Zeitspanne wird wiederholt versucht diesen Auftrag zu
plazieren. Sollte dies nach mehreren Versuchen nicht möglich sein, wird eine System-
Fehlermeldung erzeugt. Kann eine Verbindung hergestellt werden, wird der
Druck/Display-Auftrag an den Bluetooth-Treiber (Link-Manager) (80) des jeweiligen PCs
weitergegeben, der danach die Verbindung mit dem Display (81) aufnimmt. Jeder
Computer verwaltet die angeschlossenen Displays selbstständig. Tritt ein lokaler Fehler
(z. B. "Display antwortet nicht") auf, wird dieser Fehler am lokalem Computer angezeigt
und auch zum Server weitergeleitet. Dem "server"-PC wird ein Service-PC zugeordnet,
der alle Fehlermeldungen des Systems aufzeichnet und überwacht. Bei Störungen könnte
man so automatisch einen Techniker informieren und einen sicheren Betrieb gewähren.
Claims (11)
1. System zur Anzeige einer Raumbelegung, bestehend aus einem oder mehreren
Schildern (1) mit integriertem Display,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schild (1) drahtlos über eine Funkschnittstelle (3) mit einer
Datenverarbeitungseinheit (4) verbunden ist, und daß die Datenverarbeitungseinheit
einen Text und/oder eine Grafik an dem Display diesen Schildes zur Anzeige bringt.
2. System nach Anspruch 1, wobei die Funkschnittstelle (3) nach dem Bluetooth-
Standard ausgeführt ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei mehrere Datenverarbeitungseinheiten (4)
durch ein LAN (Local Area Network) mit einem zentralen "server" (5) verbunden
sind, der die Anfragen zur Anzeige entgegennimmt und an die den Schildern
zugeordneten Datenverarbeitungseinheiten (4) verteilt.
4. System nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Schild eine eigene autarke
Stromversorgung aufweist.
5. System nach einem der vorigen Ansprüchen, wobei das Display nur bei Helligkeit
und/oder für eine bestimmte Zeit nach einer Bewegungsdetektion angesteuert wird.
6. System nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Schilder Türen zugeordnet
sind.
7. System nach einem der vorigen Ansprüchen, wobei ein Schild (2) in einem zentralen
Bereich aufgestellt ist und als Wegweiser dient.
8. Verfahren, zur Ansteuerung eines Schildes nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der anzuzeigende Text und/oder Grafik an einen Display-Treiber (71)
weitergeleitet wird, der über das Funkprotokoll der Funkschnittstelle (3) den Text
und/oder die Grafik zu einem Display überträgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei der anzuzeigende Text und/oder Grafik an einen
zentralen "server" weitergeleitet (72, 73) wird, der den anzuzeigenden Text und/oder
Grafik an die entsprechende Datenverarbeitungseinheit mit zugehörigem Display
weiterleitet (78).
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der "server" überprüft, ob die anfragende
Datenverarbeitungseinheit berechtigt ist, den Text/ die Grafik an dem ausgewählten
Schild zur Anzeige zu bringen.
11. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der "server" die Aufträge zur Anzeige verwaltet
und nach einer bestimmten Reihenfolge, abhängig von der Verfügbarkeit der
Datenverarbeitungseinheiten abarbeitet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001127585 DE10127585A1 (de) | 2001-06-01 | 2001-06-01 | System und Verfahren zur Anzeige von Raumbelegungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001127585 DE10127585A1 (de) | 2001-06-01 | 2001-06-01 | System und Verfahren zur Anzeige von Raumbelegungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10127585A1 true DE10127585A1 (de) | 2002-12-12 |
Family
ID=7687465
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001127585 Ceased DE10127585A1 (de) | 2001-06-01 | 2001-06-01 | System und Verfahren zur Anzeige von Raumbelegungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10127585A1 (de) |
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