DE10126726A1 - Wasserrohrkessel - Google Patents
WasserrohrkesselInfo
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- F22B21/34—Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically built-up from water tubes grouped in panel form surrounding the combustion chamber, i.e. radiation boilers
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen mit Strukturrohren ausgestatteten Wasserrohrkessel zum Erzeugen von Dampf oder Heißwasser mit einem im Feuerraum angeordneten Brenner oder einem Rost zum Verbrennen von festen, vorzugsweise fossilen Brennstoffen sowie im Feuerraum senkrecht angeordneten Rohren. DOLLAR A Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Wasserrohrkessel zu schaffen, der ein geringes Körpervolumen aufweist, mit hoher energetischer Wirtschaftlichkeit gefahren werden kann sowie vorteilhafte Fertigungs- und Montagetechnologien bedingt. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Description
Die Erfindung betrifft einen mit Strukturrohren ausgestatteten Wasserrohrkessel zum
Erzeugen von Dampf oder Heißwasser mit einem im Feuerraum angeordneten Brenner
oder einem Rost zum Verbrennen von festen, vorzugsweise fossilen Brennstoffen sowie
im Feuerraum senkrecht angeordneten Rohren.
Es ist bekannt, Wasserrohrkessel mit senkrecht verlaufenden Rohren auszuführen. Die
DE C2 27 43 687 offenbart einen Wasserrohrkessel mit einem von Heizgasen längs
durchströmten Feuerraum und einem daran anschließenden Berührungsteil, in dem die
Rohrtrennwände teilweise senkrecht zur Kessellängsachse angeordnet sind. Im Bereich
des Berührungsteils sind partiell horizontal verlaufende Rohre angeordnet, um in seinem
Konvektionsbereich eine Wärmeübertragung in ausreichendem Maße zu ermöglichen.
Weiterhin zeigt die DE C2 32 26 483 einen Wasserrohrkessel mit im Berührungsteil
senkrecht verlaufenden Rohren, in dem eine Auflagerung für rüttelbare Heizelemente
dargestellt ist. In der DE U1 295 10 560.7 ist ein beulstrukturiertes senkrecht oder schräg
stehendes Absorberrohr beliebiger Geometrie beschrieben worden, dessen Rohrmantel
mit regelmäßig versetzt bzw. unregelmäßig angeordneten Beulen unterschiedlicher
Beultiefe und Beulrandform versehen ist. Dem Absorberrohr wird mit der eingearbeiteten
Beulstrukturierung ein verbesserter Wärmeübergang zugeordnet, mit dem eine
permanente Störung der Grenzschichten durch tangentiale und radiale Vermischungs
vorgänge gegenüber Glattrohren der Betrieb eines Absorbers realisiert werden kann.
Es wurde gefunden, und in der Anmeldung "Wärmetauscher", amtliches Aktenzeichen
100 16 007.7 beansprucht, einen Wärmetauscher mit strukturierten Rohren auszurüsten,
der zwei Züge aufweist und ist mit parallel zueinander verlaufenden, strukturiert
ausgeführten Wärmetaucherrohren bestückt. Seine Längsmittenachse ist horizontal
gerichtet und mit dem Feuerraum ein erster Zug ausgebildet. Mit der Anordnung eines
zweiten Zuges mit strukturiert gebildeten Wärmetauscherrohren ist der Wärmetauscher
vervollständigt. Die Rohre folgen hier der Hauptströmungsrichtung der Rauchgase. Die
Rohre sind bei diesem Aggregat von den Rauchgasen durchzogen und geben ihre Wärme
an das sie an ihrer Außenfläche umschließende Kesselwasser ab.
Die US-PS 1,235,764 stellt die Ausbildung von profilierten Rohr- bzw. Wärmetauscher
flächen in einem Dampfgenerator vor. Die Wärmetauscherflächen sind dabei nur an den
Außenflächen strukturiert, um die für den Wärmeübergang notwendigen Flächen zu
vergrößern. Die WO 00/42352 offenbart in einem Dampferzeuger die Anordnung von
gasdicht miteinander verschweißten, vertikal angeordneten Verdampferrohren, wobei
jeweils eine Anzahl der Verdampferrohre parallel mit dem Strömungsmedium
beaufschlagt worden ist.
Die Kesselausbildungen der im Stand der Technik bekannten Art weisen den Nachteil
auf, dass ihre Berührungsheizflächenbereiche großdimensioniert sind und der Wärme
übergang vom Heizungsmedium, also dem Rauchgas, auf das zu erwärmende Wasser-
oder Wasserdampfgemisch nicht intensiv zur Ausnutzung gelangt. Weiterhin sind die
Kessel in ihrer Längsausdehnung großdimensioniert, äußerst materialintensiv und ihre
äußeren Konturen ungleichmäßig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mit Strukturrohren ausgestatteten
Wasserrohrkessel zum Erzeugen von Dampf oder Heißwasser mit einem im Feuerraum
angeordneten Brenner oder Rost zum Verbrennen von festen, vorzugsweise fossilen
Brennstoffen sowie im Feuerraum senkrecht angeordneten Rohren zu schaffen, der ein
geringes Körpervolumen aufweist, mit hoher energetischer Wirtschaftlichkeit gefahren
werden kann sowie vorteilhafte Fertigungs- und Montagetechnologie bedingt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen mit Strukturrohren ausgestatteten
Wasserrohrkessel zum Erzeugen von Dampf oder Heißwasser, mit einem Feuerraum
sowie einem Berührungsheizflächenbereich gelöst, dessen Berohrung mit seinen
Rohrachsen vollständig der Hauptströmungsrichtung der Rauchgase entsprechend
ausgeführt, und dessen Konvektionsbereich mit dicht an dicht gestellt verlaufenden
Rohren gleicher Länge ausgestattet ist, wobei der Feuerraum sowie der Berührungsheiz
flächenbereich über eine gleiche Höhen und Breitenerstreckung verfügen und eine glatt
wandig verlaufende, quaderförmige Gestalt des Wasserrohrkessels ausgebildet ist.
Die Erfindung ist vorteilhaft ausgeführt, indem der Berührungsheizflächenbereich, mit
eingeschlossenem Konvektionsbereich, unter Auslassung eines Gasstrahlungsraumes,
unmittelbar hinter dem Feuerraum angeschlossen ist. Die Erfindung ist dadurch
vorteilhaft ausgestaltet, dass der Berührungsheizflächenbereich mit eingeschlossenem
Konvektionsbereich im Feuerraum angeordnet, von diesem umschlossen ist. Eine weitere
Ausgestaltungsform ist darin zu sehen, dass der Berührungsheizflächenbereich mit
eingeschlossenem Konvektionsbereich im Feuerraum angeordnet, von diesem an
mindestens zwei Seiten umschlossen und mindestens mit einer gemeinsamen Rückseite
begrenzt ist. Eine Ausgestaltungsform der Erfindung wird darin gesehen, dass der
Konvektionsbereich über Rohre und Rohwände verfügt, die vertikal gerichtet, mit
gleichen Längen die gesamte Höhe seines Raumes ausfüllend, von oben hängend oder
aufgestellt, der Hauptrichtung der Rauchgase folgend, angeordnet sind. Eine weitere
Ausgestaltungsform erhält die Erfindung dadurch, dass der Konvektionsbereich über
Rohre und Rohrwände verfügt, die horizontal erstreckt, den Konvektionsbereich im
Innenraum ausfüllend, in gleicher Richtung wie die Hauptströmungsrichtung gestellt,
angeordnet sind. Der Wasserrohrkessel erhält weiterhin eine sinnvolle Ausgestaltung
dadurch, das der Berührungsheizflächenbereich mit separaten Zügen ausgerüstet ist, die
mit seinen Teilbereichen, vor allem im Konvektionsbereich, verbunden sind und einen
den Funktionen der Bereiche angepassten wechselnden Betrieb gewährleisten. Vorteilhaft
gebildet ist die Erfindung auch weiterhin damit, dass die Funktion der Teilbereiche im
Berührungsheizflächenbereich veränderbar ist, indem die Richtung und Lage der Züge
sowie ihre Zuordnung zu ihren Teilbereichen variabel ausgebildet, eine Umstrukturierung
erfahren kann, die den jeweiligen Anforderungen des Kesselbetriebes entsprechend
gestaltet ist. Eine besondere Form der Erfindung wird dadurch erreicht, dass ein
Teilbereich des Konvektionsbereiches, als Economiser ausgebildet, mit verkürzten
Rohren ausgestattet ist.
Die erfindungsgemäße Lösung weist gegenüber dem bekannten Stand der Technik vor
allem Tailend-Kesseln signifikante Vorteile auf. Die Verwendung an sich bekannter
Strukturrohre, hier erfindungsgemäß der Hauptströmungsrichtung der Rauchgase folgend,
in den Berührungsheizflächenbereichen angeordnet, dicht an dicht gestellt, führt zu einer
bedeutenden Verringerung des Volumens des Wasserrohrkessels. Die damit einher
gehenden wirtschaftlichen Vorteile beginnen bereits bei der Fertigung der Kesselteile,
indem weitestgehend gleiche Längen der Rohre gefertigt, gebündelt, transportiert und
nachfolgend auf der Baustelle mit einer rationellen Technologie zusammengefügt werden
können. Die Vereinheitlichung der Baulängen der Rohre sowie die Verringerung des
Volumens des Kessels führen auch dazu, dass die Zuführungs- und Abführungsleitungs
rohre in Formgebung und Anzahl reduziert werden können. Das unmittelbare Anfügen
des Berührungsheizflächenbereiches an den Feuerraum, ohne die Verwendung eines
zwischengefügten Gasstrahlungsraumes oder die völlige Integrierung des Berührungs
heizflächenbereiches in den Feuerraum verkürzt die Erstreckung des Kessels in Richtung
seiner Längsmittenachse bedeutend. Damit, dass, wie in der Erfindung beansprucht, die
Rohre besonders im Konvektionsbereich, dicht an dicht nebeneinander gestellt, der
Hauptströmungsrichtung des Rauchgases folgend, angeordnet werden und in den
überwiegenden partiellen Bereichen des Wasserrohrkessels gleiche Längen aufweisen, ist
es erreicht worden, die Querschnittsfläche des Wasserrohrkessels und damit verbunden,
seine Aufstandsfläche zu reduzieren. Damit einher gehen signifikante Vorzüge einer
geringeren Mächtigkeit und Ausdehnung des herzustellenden Fundamentes, einer
Reduzierung des zur Aufstellung des Kessels erforderliche Stahlbaukonstruktion sowie
Verringerung der Aggregateanzahl und Erstreckung für den Ascheabzug.
Die Ausführung der Rohre und Rohrwände gestattet es, Verunreinigungen an deren
Oberflächen ausnehmend durch Klopfen zu entfernen. Dafür sind die Konvektions
heizflächen mit Verteilern ausgestattet, die von außen durch Klopfstößel erreichbar sind.
Aufwendige Montagen von Rußbläsern und Kugelreinigungsanlagen können damit
entfallen. Mit der dicht an dicht stehenden Anordnung der Rohre, vor allem im
Konvektionsbereich, ist eine multifunktionale Verwendung partieller Teile dieses
Bereiches gegeben. Durch einfach herzustellende Verschaltungen können jetzt
Verdampferrohren die Funktion von Überhitzerrohren zugewiesen werden und die
Verrohrungen des Economisers die Funktion von Verdampferrohren erhalten, wobei diese
Funktionsveränderungen auch umgekehrt ablaufen können. Es ist ein weiterer Vorteil der
Erfindung, dass es konstruktiv möglich ist, die Rauchgase durch alle Teilaggregate in
einer Richtung zu führen. Das bedeutet, dass die Teilaggregate Überhitzer, Verdampfer,
Economiser ohne Trennwände hintereinander angeordnet, gleichzeitig von den Rauch
gasen von oben nach unten durchzogen werden oder verändert, wenn die Zuganordnung
der Zu- und Ableitungen für die Rauchgase entsprechend einer veränderten Zu- und
Ableitung, also von unten nach oben vorgesehen sind, durch den Berührungsheizflächen
bereich geleitet werden. Diese vorteilhafte konstruktive Lösung bedeutet ein völlig
neuartiges Betriebsregime für Dampfkessel.
Die erfindungsgemäß offenbarte Gestaltung des Kessels erlaubt es auch weiterhin,
ausgewählten Bereichen, insbesondere dem Konvektionsbereich, separat verlaufende
Züge zuzuordnen, deren Funktion zu verändern und in wechselnde Abhängigkeiten
zueinander zu stellen. Die technisch vorteilhafte Ausgestaltung wirkt sich für die
Funktion des Kessels sehr wirtschaftlich aus. Die einzelnen Heizflächen und Teilbereiche
können, den wärmewirtschaftlichen Erfordernissen des Kesselfunktionsregimes angepasst
werden und die Rauchgas- und Mediengeschwindigkeit günstig eingestellt sowie der
Zugverlust und das Verschmutzungsverhalten energiesparend eingestellt werden.
Die erfindungsgemäße Lösung dokumentiert ihre Vorteilhaftigkeit nicht nur darin, dass
die Gestaltung der Berührungsheizflächenbereiche variabel und raumsparend ausgeführt
worden ist, sondern führt die Vorteilsdarstellung damit weiter, dass, bedingt durch die
grundsätzliche Ausbildung gleicher Rohrlängen des Feuerraums sowie des Berührungs
flächenbereiches, die Höhenerstreckung des Kesselkörpers, verlaufend zur Längsmitten
achse, gleichmäßig ist. Dicht an dicht gestellte Rohre der Bereiche des Kessels bedingen
seine Verkürzung in der Längsausdehnung und die unmittelbare Anordnung des
Berührungsheizflächenbereiches an den Feuerraum sowie eine Anpassung der Breiten
erstreckung beider Bereiche. Dem Wasserrohrkessel wird jetzt eine quaderförmige
Gestalt verliehen, die sich vorteilhaft durch glattverlaufende Außenkonturen auszeichnet
und die keine Einschnürungen oder Verdickungen aufweist. Verringerungen des Raum-
und Montageaufwandes sowie das Erreichen ästhetisch vorteilhafte Gestaltungsmerkmale
gehen einher mit technisch-technologischen Vorzügen, insbesondere beim Herstellen des
gesamten Kesselaggregates sowie seiner Teile.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 den Wasserrohrkessel in einer Seitenansicht im Schnitt;
Fig. 2 den Wasserrohrkessel in einer Rückansicht, teilweise im Schnitt;
Fig. 3 den Schnitt I-I in Fig. 1;
Fig. 4 die Sicht auf einen Feuerraum mit eingeordnetem Konvektionsbereich;
Fig. 5 den Sachverhalt nach Fig. 4 in einer axonometrischen Darstellung.
Der Wasserrohrkessel 0 weist einen vertikal verlaufenden rechteckigen Querschnitt auf.
In der gemäß der Ansicht linken Seite des Wasserrohrkessels 0 ist ein Feuerraum 1 ange
ordnet, der von Feuerraumwänden 10; 10'; 10"; 10''' eingeschlossen ist, der vertikal die
vollständige Höhe des Kessels 0 übergreift und ca. die Hälfte seiner Breite einnimmt. Im
oberen Bereich des Feuerraums 1 ist ein Ölbrenner 2 mit einer in den Feuerraum 1
gerichteten Düse vorgesehen. Der untere Bereich des Feuerraums 1 öffnet sich zu einem
Rauchgasaustrittsweg 3, der die Bewegung des Rauchgases in Richtung des Pfeils 12 in
den Verdampfer 4 freigibt. Die Darstellung des Wasserrohrkessels 0 gemäß dieser
Ansicht im Schnitt vermittelt dem Betrachter den Sachverhalt, dass die Berührungsheiz
flächen unmittelbar hinter dem Feuerraum 1 vorgesehen sind. Der Gasstrahlungsraum
wurde in Fortfall gebracht und ist damit ein Teil der erreichten Verkürzung der Kessel
erstreckung. Der Verdampfer 4, in den die Rauchgase in Richtung des Pfeils 12 eintreten,
ist mit senkrechten, dicht an dicht stehenden strukturierten Rohren ausgerüstet und
erstreckt sich in gleicher Höhe bis an die Oberkante des Körpers des Wasserrohrkessels 0.
In der Darstellung nach Fig. 2 ist entsprechend der Ausbildung des Verdampfers 4, der
die Höhe des Kessels vollständig überspannt und horizontal zur Hälfte dessen Breite
einnimmt, ein Economiser 5 vorgesehen. Der Economiser 5 weist eine den Rohren des
Verdampfers 4 gleichlaufende Stellung der Rohre auf, die zwischen dem Verteiler 8 und
dem Sammler 9 vertikal erstreckt eingeordnet sind und von den Rauchgasen durchzogen
werden. Im Bereich unter dem Economiser 5 ist ein Rauchaustrittsweg 7 geöffnet, der die
Rauchgase, nachdem sie ihre Wärmeenergie abgegeben haben, zu einem Abzugsschacht
oder Kamin leitet. Ein Rohrgitter 6, zwischen dem Verdampfer 4 und dem Economiser 5
eingeordnet, führt die Rauchgase zu dem Economiser 5, der von oben nach unten in einer
wechselnden Richtung durchströmt wird. Der mitlesende Fachmann erkennt, dass es
konstruktiv vorteilhaft ist, alle Rohre im Konvektionsbereich, also auch im Bereich des
Verdampfers 4, gleichlang auszuführen. Er hat in jedem Fall dafür zu sorgen, dass der
Wärmetransport durch eine großzügige Bemessung des Strömungsquerschnitts nicht
geschwächt wird und die Wärmestromdichte nicht unvorteilhaft herabgesetzt wird. Er
erkennt gleichfalls, dass einer Ausführungsart der erfindungsgemäßen Lösung im Bereich
der Berührungsheizflächen die Berohrung horizontal ausgebildet werden kann. Hier folgt
die Richtung der Rohrmittenachsen der horizontalen Längsmittenachse des Wasserrohr
kessels und erfüllt damit das Hauptmerkmal der Erfindung, dass die Hauptströmungs
richtung der Rauchgase der Erstreckung der Rohrlängsmittenachse folgt.
Fig. 3 zeigt den Schnitt I-I aus Fig. 1 durch den Wasserrohrkessel 0. Der Feuerraum 1
nimmt einen beachtlichen Teil des Querschnittes des Wasserrohrkessels 0 ein und ist
durch Feuerraumwände 10; 10'; 10"; 10''' begrenzt. Der Verdampfer 4 im Konvektions
bereich ist durch Verdampferrohre 11; 11'; 11" begrenzt. Ein Rohrgitter 6 trennt den
Verdampfer 4 vom Economiser S. der an seiner Unterseite Verteiler 8 aufweist. Der
Querschnitt gemäß Fig. 3 stellt damit eine kompakte Ausführung des Kessels 0 vor, der
mit einem rechteckigen Querschnitt in Fig. 3 und vertikal in Fig. 1 die quaderförmige,
kompakte Gestalt des Kessels 0 umreißt. Das Fehlen von Gasstrahlungsräumen und
vertikal gleichartige Einordnung von Feuerraumwänden 10''' neben dem Feuerraum 1
gestaltet seine Form, welche der angestrebten kompakten, rationalen energienutzenden
Gestaltung des Kessels 0 Rechnung trägt. Es ist dargestellt, dass jeder Wärmeüber
tragungsart ein eigener Zug zugeordnet ist. Das heißt, der Überhitzer bzw. Verdampfer
4; 5 wird von unten angeströmt.
Fig. 4 zeigt die Draufsicht auf den Wasserrohrkessel 0, in dessen Feuerraum 1 ein Berüh
rungsheizflächenbereich mit eingeschlossenem Konvektionsbereich hineinragend
angeordnet ist. Der Berührungsheizflächenbereich 4; 5 wird ausführungsgemäß von drei
Seiten durch den Feuerraum 1 umschlossen und seine Rückseite ist mit der des Wasser
rohrkessels 0 kongruent. Es versteht sich für den Fachmann als selbstverständlich, dass
der Berührungsheizflächenbereich 4; 5 auch eine andere Lage im Feuerraum 1 haben
könnte, beispielsweise an einer Seite. Er wäre dann nur von zwei Seiten durch den
Feuerraum 1 umgeben und würde mit zwei Seiten der Kesselkontur kongruent sein. Fig. 5
zeigt eine axonometrische Darstellung des Berührungsheizflächenbereiches 4; 5 in den
Feuerraum 1 des Kessels 0. Dieser Darstellung ist zu entnehmen, dass der
Konvektionsbereich vollständig durch die Kesselkontur umschlossen ist und die
Übertragung der Wärmeenergie in den Konvektionsbereich ohne Übergangsverluste
erfolgen kann. Die hier dargestellte Lösung ist selbstverständlich daran gebunden, dass
der Berührungsheizflächenbereich 4; 5 mit dicht an dicht gestellten strukturierten Rohren
ausgerüstet, über eine relativ geringe horizontale Querschnittsfläche verfügt und damit in
den Feuerraum 1 passbar gestaltet ist.
Der mitlesende Fachmann erkennt, dass das Weglassen der peripheren Einrichtung des
Kessels 0 keinen mangelnden Informationsgehalt der Erfindung bedingt. Vielmehr ist hier
die Betrachtung der erfindungsgemäßen Lösung auf die Kernbedingungen gelenkt. Das
bedeutet, dass der Ascheabzug, die Aufständerung des Kessels 0 sowie die notwendigen
Teilaggregate nur in der Größe und Dimensionierung benötigt werden wie der Kessel 0
sich in seinem horizontalen Querschnitt erstreckt. Es ist selbstverständlich gegeben, dass
diese Teilaggregate, in ihrem Aufwand an den Kessel 0 angepasst, bedeutend verringert
werden.
0
Wasserrohrkessel
1
Feuerraum
2
Brenner
3
Rauchgaseintrittsweg
4
Verdampfer
5
Economiser
6
Rohrgitter
7
Rauchgasaustrittsweg
8
Verteiler
9
Sammler
10
;
10
';
10
" Feuerraumwand
10
''' Feuerraumwand
11
Verdampferrohrwände
12
Richtungspfeil
Claims (8)
1. Mit Strukturrohren ausgestatteter Wasserrohrkessel (0) zum Erzeugen von Dampf
oder Heißwasser, mit einem Feuerraum (1) sowie einem Berührungsheizflächen
bereich, dessen Berohrung mit seinen Rohrachsen vollständig der Hauptströmungs
richtung der Rauchgase entsprechend gerichtet ausgeführt und der Konvektions
bereich mit dicht an dicht erstreckt verlaufenden Rohren gleicher Länge ausgestattet
ist, wobei der Feuerraum (1) sowie der Berührungsheizflächenbereich über eine
gleiche Höhen- und Breitenerstreckung verfügen, und eine glattwandig verlaufende
quaderförmige Gestalt des Kessels (0) ausgebildet ist.
2. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Berührungs
heizflächenbereich mit eingeschlossenem Konvektionsbereich unter Auslassung
eines Gasstrahlungsraumes unmittelbar hinter dem Feuerraum (1) angeschlossen ist.
3. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Berührungs
heizflächenbereich mit eingeschlossenem Konvektionsbereich im Feuerraum (1)
angeordnet, von diesem umschlossen ist.
4. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Berührungs
heizflächenbereich mit eingeschlossenem Konvektionsbereich im Feuerraum (1)
angeordnet, von diesen an mindestens zwei Seiten umschlossen und mit einer
gemeinsamen Rückseite begrenzt ist.
5. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Konvek
tionsbereich über Rohre und Rohrwände verfügt, die vertikal erstreckt, mit gleichen
Längen, die gesamte Höhe seines Raumes ausfüllen, von oben hängend oder
aufgestellt, angeordnet sind.
6. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Konvektionsbereich über Rohre und Rohrwände verfügt, die horizontal erstreckt,
den Konvektionsbereich überspannen, dessen Innenraum ausfüllend, angeordnet
sind.
7. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Berührungs
heizflächenbereich mit separaten Zügen ausgerüstet ist, die mit seinen Teil
bereichen, vor allem im Konvektionsbereich, verbunden sind, und einen, den
Funktionen der Bereiche angepassten, wechselnden Betrieb gewährleisten.
8. Wasserrohrkessel nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Funktion der Teilbereiche im Berührungsheizflächenbereich veränderbar ist, indem
die Richtung und Lage der Züge sowie ihre Zuordnung zu ihren Teilbereichen eine
Umstrukturierung erhält, die den jeweiligen Anforderungen des Kesselbetriebes
entsprechend gestaltet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20122690U DE20122690U1 (de) | 2001-05-31 | 2001-05-31 | Wasserrohrkessel |
| DE2001126726 DE10126726A1 (de) | 2001-05-31 | 2001-05-31 | Wasserrohrkessel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001126726 DE10126726A1 (de) | 2001-05-31 | 2001-05-31 | Wasserrohrkessel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10126726A1 true DE10126726A1 (de) | 2002-12-05 |
Family
ID=7686896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001126726 Ceased DE10126726A1 (de) | 2001-05-31 | 2001-05-31 | Wasserrohrkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10126726A1 (de) |
-
2001
- 2001-05-31 DE DE2001126726 patent/DE10126726A1/de not_active Ceased
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ERK ECKROHRKESSEL GMBH, 10963 BERLIN, DE |
|
| 8131 | Rejection |