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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Klimaanlagensystem, das integral
eine Klimaanlage und einen Motor regelt.
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Ein
Fahrzeug ist mit einem Klimaanlagensystem ausgestattet, das die
Temperatur, die Feuchtigkeit, Gebläse und Belüftung in einem Fahrzeuginnenraum
regelt. Eine Klimaanlageneinheit dieses Klimaanlagensystems weist
einen Ventilator (Belüftungsfunktion),
einen Heizer (Heizungsfunktion) und einen Kühler (Kühlungs/Entfeuchtungsfunktion)
auf. Der Kühler
führt die
Kühl- und
Entfeuchtungsfunktion durch Wärmeaustausch
aus, der durch Verdampfen und Verflüssigung von Kühlmitteln
durchgeführt
wird. Der Kühler
weist einen Kompressor, einen Kondensator und eine Kühleinheit
(ein Expansionsventil und einen Verdampfer) auf. Insbesondere wird
Kühlmittel in
der Form von Niederdruckgas durch den Kompressor 12 verdichtet
und verändert
sich dadurch in Hochtemperatur/Hochdruckgas. Das Gaskühlmittel
wird dann durch Strömungsluft
und einen Lüfter
gekühlt und
verflüssigt
und das Kühlmittel
in der Form von Hochdruckflüssigkeit
wird durch das Expansionsventil 15 schnell expandiert und
wird dadurch leichter vergast. Das flüssige Kühlmittel entzieht einer Rippe um
den Verdampfer 16 Wärme
und verändert
seinen Zustand in gasförmiges
Kühlmittel.
Während
der Verdampfung entzieht das Kühlmittel
einen großen
Betrag von Wärme
und verändert
seinen Zustand wieder in Niederdruckgas und wird zum Kompressor
zurückgeführt.
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Im
Falle eines Motors, der ein derartiges Klimaanlagensystem betreibt,
wird im Falle, daß ein
Klimaanlagenregelschalter eingeschaltet wird, während der Motor im Leerlauf
ist, eine Last zum Betreiben des Kompressors auf den Motor ausgeübt. Dementsprechend
wird der Drosselwinkel vergrößert, um
die Leerlaufgeschwindigkeit zu vergrößern.
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In
den letzten Jahren wurde ein mager verbrennender Verbrennungsmotor
entwickelt, der mit einem wesentlich magereren Luft-Kraftstoff-Verhältnis als
ein stöchometrisches
Luft-Kraftstoff-Verhältnis betrieben
wird, um den Kraftstoffverbrauch zu verbessern. Dieser mager verbrennende
Verbrennungsmotor wird bei einem mageren Luft-Kraftstoff-Verhältnis in
einem Leichtlastbetriebsbereich betrieben, z.B. wenn der Motor im
Leerlauf ist. Falls der Klimaanlagenregelschalter eingeschaltet
wird, während
der mager verbrennende Verbrennungsmotor im Leerlauf ist, benötigt der
Motor jedoch ein Kompressorbetriebsdrehmoment. Dementsprechend wird
die Leerlaufgeschwindigkeit angehoben und der Motor wird daran gehindert
im mageren Luft-Kraftstoff-Verhältnis
betrieben zu werden, so daß der
Motor gezwungenermaßen
bei einem stöchometrischen
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
betrieben wird. Dies verursacht eine Verschlechterung des Kraftstoffverbrauchs.
Ferner variiert die Klimaanlagenlast, d.h. das Kompressordrehmoment,
gemäß der Jahreszeit
(der Außenlufttemperatur).
Die Leerlaufgeschwindigkeit wird normalerweise auf Basis der maximalen
Klimaanlagenlast angehoben, um zu verhindern, daß der Motor stoppt, wenn die
Klimaanlagenbetriebslast angehoben wird. In diesem Fall ändert sich
das Kompressordrehmoment in einem großen Bereich und dies verursacht
einen unrunden Leerlauf. Daher schießt die Leerlaufgeschwindigkeit über das
Ziel hinaus und verschlechtert die Fahrbarkeit.
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Um
dieses Problem anzugehen, wurde eine Vorrichtung, wie in der japanischen
provisorischen Patentoffenlegung JP 11-153052 A entwickelt. Bei
einer „Regelvorrichtung
zum Regeln eines Luft-Kraftstoff-Verhältnisses, wenn ein Verbrennungsmotor
im Leerlauf ist",
die in dieser Veröffentlichung
offenbart ist, wird ein Kühlmitteldruck
an der Auslaßseite
eines Kompressors als ein Wert korrespondierend mit der Klimaanlagenlast
erfaßt,
um das Luft-Kraftstoff-Verhältnis zu
regeln, wenn die Klimaanlagenlast aufgebracht wird, wenn der Motor,
der bei einem mageren Luft-Kraftstoff-Verhältnis betrieben werden kann,
im Leerlauf ist.
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Bei
der oben erwähnten
konventionellen „Regelvorrichtung
zum Regeln eines Luft-Kraftstoff-Verhältnisses, während ein Verbrennungsmotor im
Leerlauf ist", erfaßt ein Kühlmitteldrucksensor
den Kühlmitteldruck
an der Auslaßseite
des Kompressors als einen Wert, der mit der Klimaanlagenlast korrespondiert,
und eine Regeleinheit regelt das Luft-Kraftstoff-Verhältnis gemäß dem erfaßten Kühlmitteldruck.
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Der
Kühlmitteldruck
an der Auslaßseite
des Kompressors ist jedoch fast null, gerade nachdem der Luftkompressor
zu arbeiten beginnt und der Kühlmitteldruck
zu steigen beginnt, falls eine vorbestimmte Zeitspanne nach dem
Betriebsbeginn des Kompressors vergangen ist. Das heißt, kurz
nachdem der Kompressor zu arbeiten beginnt, erfaßt der Kühlmitteldrucksensor den Kühlmitteldruck
mit Verzögerung. Auf
diese Weise kann der Kühlmitteldruck
nicht mit der tatsächlichen
Klimaanlagenbetriebslast korrespondieren. Es ist daher unmöglich, das
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
nach der tatsächlichen
Klimaanlagenlast zu regeln.
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Die
DE 198 41 765 A1 zeigt
eine Fahrzeug-Klimaanlage bei der das Kompressormoment eines in
seiner Kapazität
veränderlichen
Kühlbzw. Kältemittel-Kompressors
mit verbesserter Genauigkeit abgeschätzt der. Das Kompressormoment
wird auf der Grundlage erstens des hochdruckseitigen Drucks des
Kühlkreises,
der das Kompressormoment direkt beeinflußt, und zweitens eines Regelungsstromes
gemessen, der den Kompressor direkt regelt. Das genau abgeschätzte Kompressormoment wird
dann dazu verwendet, die Drehzahl des Fahrzeugmotors, der den Kompressor
antreibt, zu stabilisieren.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeugklimaanlagensystem
und ein Verfahren zur Verfügung
zu stellen, das einen Motor und eine Klimaanlage gemäß einer
Klimaanlagenlast regelt, um dadurch den Kraftstoffverbrauch und
die Fahrbarkeit zu verbessern.
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Um
die vorgenannte Aufgabe zu lösen,
stellt die vorliegende Erfindung ein Fahrzeugklimaanlagensystem
zur Verfügung,
welches folgendes aufweist: einen Kompressor, der durch einen Motor
angetrieben wird und ein Kühlmittel
für eine
Klimaanlage zirkuliert, eine Außentemperatursensorvorrichtung,
die eine Außentemperatur
erfaßt,
eine Fahrzeuggeschwindigkeitssensorvorrichtung, die eine Fahrzeugfahrgeschwindigkeit
erfaßt,
eine Kompressordrehmomentabschätzvorrichtung,
die ein Kompressordrehmoment abschätzt, das von dem Kompressor
der Klimaanlage gefordert wird, wobei die Kompressordrehmomentabschätzvorrichtung
ein erstes Kompressordrehmoment gemäß der Außentemperatur abschätzt, die
durch die Außentemperatursensorvorrichtung
erfaßt
wird, und die
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Fahrzeugfahrgeschwindigkeit,
die durch die Fahrzeuggeschwindigkeitssensorvorrichtung erfaßt wird,
und eine Regelvorrichtung zum Regeln eines Betriebszustands des
Motors gemäß dem ersten Kompressordrehmoment.
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Die
Natur dieser Erfindung als auch andere Aufgaben und Vorteile dieser
wird im folgenden mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
wobei gleiche Bezugszeichen, gleiche oder ähnliche Teile in den Figuren
bezeichnen. Darin zeigen:
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1 ein
schematisches Blockdiagramm, das ein Fahrzeugklimaanlagensystem
gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt; 2 ein Flußdiagramm
einer Regeloperation, die durch ein Fahrzeugklimaanlagensystem ausgeführt wird; 3 ein
Diagramm, das eine Beziehung zwischen dem Kompressordrehmoment und
dem Kühlmitteldruck
zeigt; und 4 ein Diagramm, das eine Beziehung
zwischen dem Kühlmitteldruck
und der Außentemperatur
zeigt.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird im folgenden detailliert mit Bezug
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben.
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1 ist
ein schematisches Blockdiagramm, das ein Fahrzeugklimaanlagensystem
gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2 ist
ein Flußdiagramm
einer Regeloperation, die durch ein Fahrzeugklimaanlagensystem ausgeführt wird;
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3 ist
ein Diagramm, das eine Beziehung zwischen dem Kompressordrehmoment
und dem Kühlmitteldruck
zeigt; und
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4 ist
ein Diagramm, das eine Beziehung zwischen dem Kühlmitteldruck und der Außentemperatur
zeigt.
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1 zeigt
das Fahrzeugklimaanlagensystem gemäß der vorliegenden Ausführungsform.
Eine Klimaanlageneinheit weist einen Kühler (Kühl/Entfeuchtungsfunktion),
einen Heizer (Heizfunktion) und einen Ventilator (Ventilatorfunktion)
auf. Der Kühler führt einen
Wärmeaustausch
durch Verdampfen und Verflüssigen
von Kühlmittel
aus. In dem Kühler,
ist ein Kompressor 12, der durch einen Motor 11 angetrieben
wird, mit einem Kondensator 13 verbunden. Der Kondensator 13 ist über einen
Lufttrockner 14 mit einer Kühleinheit 17 verbunden,
die ein Expansionsventil 15 und einen Verdampfer 16 aufweist.
Die Kühleinheit 17 ist
mit dem Kompressor 12 verbunden. Mit dieser Anordnung wird
das Kühlmittel
in der Form eines Niederdruckgases durch den Kompressor 12 verdichtet
und ändert
daher seinen Zustand in ein Hochtemperatur/Hochdruckgas. Das Hochtemperatur/Hochdruckgas
wird dann gekühlt
und durch Strömungsluft
und einen Ventilator verflüssigt,
so daß das Kühlmittel
in der Form von Hochdruckflüssigkeit durch
das Expansionsventil 15 schnell expandiert wird und dadurch
leichter vergast werden kann. Das flüssige Kühlmittel entzieht einer Rippe
um den Verdampfer 16 Wärme
und ändert
seinen Zustand dadurch in gasförmiges
Kühlmittel.
Während
des Verdampfens entzieht das Kühlmittel
einen großen
Betrag an Wärme
und ändert
seinen Zustand erneut in ein Niederdruckgas und kehrt zu dem Kompressor 12 zurück.
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Im
Heizer – wird
Kühlwasser
(Warmwasser) einer Heizung bei einem wassergekühlten Motor als eine Wärmequelle
verwendet. Ein nicht gezeigtes Wassermantelrohr in dem Motor 11 ist
mit einer Heizung 18 über
einen Zirkulationsweg verbunden und ist auch mit einem Heizungswärmetauscher 20 einer Heizungseinheit 19 verbunden.
Die Heizung 18 weist einen Heizungslüfter 21 auf und die
Heizungseinheit 19 weist einen Lüftungspropeller 22 auf.
Mit dieser Anordnung wird das Kühlwasser
durch das Wassermantelrohr in dem Motor 11 aufgeheizt und
wird zu der Heizung 18 geschickt. Ein Teil des Kühlwassers wird
zu dem Heizungswärmetauscher 20 geschickt und
dem Heizungswärmetauscher 20 wird
Wärme durch
die Strömungsluft
des Gebläselüfters 22 entzogen,
um die Luft zu erwärmen.
Das Kühlwasser,
dem die Wärme
entzogen worden ist, wird in den Motor 11 zurückgeführt.
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Der
Ventilator führt
natürliche
Ventilation und erzwungene Ventilation durch. Die natürliche Ventilation
wird durch Verwendung von Winddruck, der durch das fahrende Fahrzeug
erzeugt wird, durchgeführt.
Die Außenluft
wird von einer Einlaßöffnung an der
Vorderseite angesaugt und wird am hinteren Ende durch eine Auslaßöffnung entladen.
Bei der erzwungenen Ventilation wird die Außenluft durch einen elektrischen
Lüfter
zwangsweise angesaugt, der zwischen der Einlaßöffnung und dem Luftauslaß zum Auslassen
der Luft in dem Fahrzeug angeordnet ist. Bei der Ventilation kann
die Außenluftansaugung
und die Innenluftzirkulation jeweils zueinander geschaltet werden.
Die Außenluftansaugung
wird im wesentlichen durchgeführt,
jedoch ist die Innenluftzirkulation wirkungsvoller zum Kühlen und
Wärmen.
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Der
Motor 11 ist mit einer ECU (Electronic Control Unit) 23 verbunden,
die die Klimaanlage gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
einschl. des Motors 11 vollständig regelt. Insbesondere ist
die ECU 23 mit einem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor (Fahrzeuggeschwindigkeitssensoreinrichtung) 24 und
einer Vielzahl von anderen nicht gezeigten Sensoren verbunden, sowie
einem Motordrehzahlsensor, einem Drosselklappenöffnungssensor und einem Luftströmungssensor.
Ein geeigneter Betrag von Kraftstoff wird zu einem geeigneten Zeitpunkt
eingespritzt und eine Zündkerze
führt die
Zündung
zu einem geeigneten Zeitpunkt, basierend auf optimalen Werten für ein Kraftstoffeinspritzvolumen,
einem Zündzeitpunkt,
etc., die gemäß der Information
von diesen Sensoren berechnet wird, aus.
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Die
ECU 23 ist mit einem A/C (air-conditioning) Regler 25 verbunden,
der notwendige Information wie die Fahrzeuggeschwindigkeit und die
Motordrehzahl empfängt.
Andererseits ist der A/C Regler 25 mit einem Klimaanlagenregelschalter
(Klimaanlagen-Betriebszustand-Sensoreinrichtung) 26 und
einem Kühldrucksensor
(Hochdruck-Kühlmitteldruck-Sensoreinrichtung) 28 verbunden,
die an der Auslaßseite
des Kompressors 12 vorgesehen ist, um den Kühlmitteldruck
zu erfassen. Die ECU 23 schaltet den Kompressor 12 gemäß der Information
von dem A/C Regler 25 ein und aus. Der Betriebszustand der
Klimaanlage wird auf einer Anzeige 29 gezeigt, die auf
einem Instrumentenbrett des A/C Reglers 25 vorgesehen ist.
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Bei
dem Klimaanlagensystem, das gemäß der oben
beschriebenen Art aufgebaut ist, wird eine Last zum Betrieb des
Kompressors 12 auf den Motor 11 aufgebracht, wenn
der Klimaanlagenregelschalter 26 eingeschaltet ist, während der
Motor im Leerlauf ist, oder während
das Fahrzeug fährt.
Um die Aufgabe der vorliegenden Erfindung zu lösen, wird das erste geschätzte Kompressordrehmoment
der Klimaanlage auf Basis der Außentemperatur und der Fahrzeuggeschwindigkeit
abgeschätzt
(die erste Kompressordrehmomentabschnittseinrichtung) und das zweite
geschätzte
Drehmoment wird auf Basis des Kühlmitteldrucks
abgeschätzt
(die zweite Kompressordrehmomentabschätzeinrichtung). Die ECU (Regeleinrichtung) 23 übernimmt
den höheren
Wert zwischen dem ersten und dem zweiten abgeschätzten Kompressordrehmoment
als ein geschätztes Kompressordrehmoment.
Wenn der Klimaanlagenregelschalter in der EIN Stellung ist, regelt
die ECU 23 den Betriebszustand des Motors 11 und
des Kompressors 12 (den Betriebszustand der Klimaanlage) gemäß dem übernommenen
geschätzten
Kompressordrehmoment.
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Genauer
wird, wie in dem Flußdiagramm
in 2 gezeigt, in einem Schritt S1 ermittelt, ob der Klimaanlagenregelschalter 26 EIN
oder AUS ist. Falls der Klimaanlagenregelschalter 26 AUS
ist, steigt das Verfahren aus dieser Routine aus, ohne irgend etwas
zu tun. Falls der Klimaanlagenregelschalter 26 EIN ist,
wird die Fahrzeuggeschwindigkeit V, die Außentemperatur T und der Kühlmitteldruck
P jeweils von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 24 dem
Außentemperatursensor 27 und
dem Kühlmitteldrucksensor 28 eingelesen.
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In
einem nächsten
Schritt S3 wird das zweite geschätzte
Kompressordrehmoment des Kompressors 12 gemäß dem Kühlmitteldruck
P abgeschätzt. Da
der Kühlmitteldruck
P und das Kompressordrehmoment korrelieren, kann das zweite geschätzte Kompressordrehmoment
mit Bezug auf den Graph aus 3 gefunden
werden. Das zweite geschätzte Kompressordrehmoment
kann auch durch eine Korrelationsgleichung basierend auf dem Graph
von 3 gefunden werden. In einem Schritt S4 wird der Kühlmitteldruck
P gemäß der Außenlufttemperatur und
der Fahrzeuggeschwindigkeit V abgeschätzt werden und das erste geschätzte Kompressordrehmoment
des Kompressors 12 wird gemäß dem geschätzten Kühlmitteldruck abgeschätzt. Der
geschätzte
Kühlmitteldruck
kann mit Bezug auf das Diagramm aus 4 gefunden
werden, da der Kühlmitteldruck
und die Außenlufttemperatur
T miteinander korrelieren und der Kühlmitteldruck gemäß der Fahrzeuggeschwindigkeit
V variiert. Das erste Kompressordrehmoment des Kompressors 12 kann
gemäß dem geschätzten Kühlmitteldruck
mit Bezug auf das Diagramm aus 3 abgeschätzt werden.
Das erste Kompressordrehmoment des Kompressors 12 kann
auch durch eine Korrelationsgleichung basierend auf dem Diagramm
aus 4 gefunden werden.
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Nachdem
das erste und zweite geschätzte Kompressordrehmoment
in der oben beschriebenen Weise gefunden worden sind, werden sie
in einem Schritt S5 miteinander verglichen. In Schritten S6 und S7
wird ein größeres Kompressordrehmoment
als das geschätzte
Kompressordrehmoment übernommen.
Genauer werden der Klimaanlagenregelschalter 26 und der
Kompressor 12 nicht gleichzeitig eingeschaltet, sondern
der Kompressor 12 wird eingeschaltet, nachdem der Motor 11 gemäß der Klimaanlagenlast
geregelt worden ist, z.B. wird die Motordrehzahl erhöht und das
Luft-Kraftstoff-Verhältnis fetter
eingestellt. Aus diesem Grund wird der Kühlmitteldruck P (ein Wert,
der durch den Kühlmitteldrucksensor 28 erfaßt wird)
an der Auslaßseite
des Kompressors 12 null, wenn der Klimaanlagenregelschalter 26 eingeschaltet
wird.
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Auf
diese Weise wird das erste geschätzte Kompressordrehmoment,
basierend auf der Außentemperatur
T und der Fahrzeuggeschwindigkeit V, gerade nachdem der Klimaanlagenregelschalter 26 eingeschaltet
wird (bis eine vorbestimmte Zeitspanne vergeht) übernommen. Genauer wird bei
dem Schritt S5 das erste geschätzte
Kompressordrehmoment basierend auf der Außentemperatur T und der Fahrzeuggeschwindigkeit
V größer als
das zweite geschätzte
Kompressordrehmoment, das fast null ist, und das Verfahren fährt zu einem
Schritt S6 fort, um das erste geschätzte Kompressordrehmoment zu übernehmen.
In einem nächsten
Schritt S8 wird der Betriebszustand des Motors 11 gemäß dem übernommenen
ersten geschätzten
Kompressordrehmoment geändert.
Genauer wird, wenn der Motor im Leerlauf ist, die Beschleunigungsöffnung (Drosselklappenöffnung)
vergrößert, um
die Motorgeschwindigkeit anzuheben. Falls das Fahrzeug fährt, wird
das Zielluft-Kraftstoff-Verhältnis leicht
fetter gemacht, um den Betrieb bei dem mageren Luftkraftstoffverhältnis zu
dem Betrieb bei dem stöchometrischen
Luft-Kraftstoff-Verhältnis umzuschalten,
falls erforderlich.
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Nachdem
der Motor 11 gemäß der Klimaanlagenlast
geregelt worden ist, wird der Kompressor 12 in einem Schritt
S9 eingeschaltet.
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Andererseits
wird der Kühlmitteldruck
P, der durch den Kühlmitteldrucksensor 28 erfaßt wird,
ein vorbestimmter Wert, falls der Klimaanlagenregelschalter 26 eingeschaltet
wird und der Kompressor 12 eingeschaltet wird. Auf diese
Weise wird das zweite geschätzte
Kompressordrehmoment, basierend auf diesem Kühlmitteldruck P, übernommen.
Gewöhnlich
wird das zweite geschätzte
Kompressordrehmoment, das mit großer Genauigkeit gefunden werden
kann, größer als
das erste geschätzte
Kompressordrehmoment, basierend auf der Außentemperatur T und der Fahrzeuggeschwindigkeit
V. Auf diese Weise fährt
das Verfahren mit einem Schritt S7 fort, um das zweite geschätzte Kompressordrehmoment
zu übernehmen.
In einem nächsten
Schritt S8 wird der Betriebszustand des Motors 11, wie
z.B. die Motorgeschwindigkeit und das Zielluftkraftstoffverhältnis, gemäß dem übernommenen
zweiten geschätzten
Kompressordrehmoment geändert.
Falls der Kompressor 12 bereits eingeschaltet worden ist, wird
nichts in einem Schritt S9 getan.
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Wie
hiernach ausgeführt
wird, übernimmt das
Fahrzeugklimaanlagensystem gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
ein höheres
geschätztes Kompressordrehmoment
aus dem ersten geschätzten
Kompressordrehmoment basierend auf der Außentemperatur T und der Fahrzeuggeschwindigkeit V
und dem zweiten geschätzten
Kompressordrehmoment basierend auf dem Kühlmitteldruck P. Wenn der Klimaanlagenregelschalter
EIN ist, regelt das Fahrzeugklimaanlagensystem den Betriebszustand
des Motors 11 und des Kompressors 12 gemäß dem übernommenen
geschätzten
Kompressordrehmoment.
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Auf
diese Weise wird der Betriebszustand des Motors 11 gemäß dem ersten
geschätzten
Kompressordrehmoment basierend auf der Außentemperatur T und der Fahrzeuggeschwindigkeit
V geregelt und der Kompressor 12 wird dann eingeschaltet,
falls der Kühlmitteldruck
P, der durch den Kühlmitteldrucksensor 28 erfaßt wird,
unmittelbar nachdem der Klimaanlagenregelschalter 26 eingeschaltet
wird und bevor der Kompressor 12 zu arbeiten beginnt, fast null
ist. Es ist daher möglich
die Klimaanlagenbetriebslast genau zu erfassen, selbst bevor der
Kompressor 12 zu arbeiten beginnt, und den Drosselwinkel,
das Luft-Kraftstoff-Verhältnis, etc.
des Motors 11 genau zu regeln und den Kompressor der Klimaanlage
korrekt einzuschalten. Dies verbessert den Kraftstoffverbrauch und
das Fahrverhalten. Andererseits wird der Kühlmitteldruck P, der durch
den Kühlmitteldrucksensor 28 erfaßt wird,
ein vorbestimmter Wert, wenn der Kompressor 12 bereits
eingeschaltet worden ist. Auf diese Weise wird der Betriebszustand des
Motors 11 gemäß dem zweiten
geschätzten Kompressordrehmoment
geregelt, welches auf der Basis dieses Kühlmitteldrucks P geschätzt wird.
Es ist daher möglich,
die kontinuierliche Vorwärtsregelung
des Betriebszustands des Motors mit großer Genauigkeit durchzuführen.
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Die
Klimaanlagenbetriebslast, die auf den Motor 11 durch den
Betrieb des Kompressors 12 aufgebracht wird, variiert geringfügig gemäß der Außenlufttemperatur,
dem Betrag an Kühlmittel,
dem Betrag von Sonneneinstrahlung und ähnlichem. Auf diese Weise kann
das erste geschätzte
Kompressordrehmoment basierend auf der Außentemperatur T und der Fahrzeuggeschwindigkeit
V größer sein,
als das zweite geschätzte
Kompressordrehmoment, basierend auf dem Kühlmitteldruck P, selbst wenn
das Fahrzeug fährt.
Da ein größeres Drehmoment
zwischen dem ersten und dem zweiten geschätzten Kompressordrehmoment
in dem Schritt S5 übernommen
wird, wird das erste geschätzte
Kompressordrehmoment übernommen,
falls das erste geschätzte
Kompressordrehmoment wegen einer Schwankung in der externen Last,
wie z.B. der Außenlufttemperatur,
zunimmt. Dies ermöglicht
den korrekten Regelbetrieb gemäß dem geschätzten Motordrehmoment,
selbst wenn der Kompressor 12 in Betrieb ist.
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Es
sollte jedoch auch klar sein, daß es nicht beabsichtigt ist
die Erfindung auf spezifische Ausbildungsformen, die hier offenbart
worden sind, zu beschränken,
sondern im Gegenteil, daß die
Erfindung auch alle Modifikationen, Abwandlungen und äquivalente
Konstruktionen, die in den Geist und Umfang der Erfindung fallen,
wie sie in den beigefügten
Ansprüchen
zum Ausdruck kommen, abdeckt.